Hallo,
nochmals zu den (reinen) DDR-Modellen als potenzielle Neuheiten: Ich habe kürzlich mit einem Modellbahnhändler in Quedlinburg gesprochen, der mich darauf hingewiesen hat, dass die ehemalige DDR erstens fast durchgängig Gleichstromland und zweitens überwiegend an Ep. III interessiert sei. Märklin sei exotisch und von daher kaum zu verkaufen.
Jetzt sagt Ihr: Kein Problem, sie sind doch sowieso auf der Suche nach neuen Märkten - also feste druff. Ich sage: Bloß nicht! Nach den Erfahrungen mit den US-Modellen, die in der AC Version nur in (West-)Deutschland verkäuflich und in der DC Version einfach zu teuer für amerikanische Verhältnisse waren, wird Märklin nicht nochmals in solchem Maße Geld verbrennen wollen. Um einen neuen Markt ans Laufen zu bekommen, braucht man eine Marktnische, einen langen Atem und eine prinzipielle Überlegenheit über die Konkurrenz. Keiner dieser Faktoren ist gegeben. Völlig hirnrissig wäre es auch, Loks zu produzieren, die es von der Konkurrenz in DC in wirklich hervorragender Ausführung gibt wie Rocos 18 201 oder 01.5 .
Eine Chance gäbe es nur, wenn Modelle passend für den (bestehenden) Zielmarkt angeboten würden. Und das heißt: DC-Ausführung, Metallgehäuse ohne Mehrwert, Maßstäblichkeit, einen (auch für DC-Fahrer) guten Antrieb und gute Stromaufnahme, Epochenrichtigkeit und vernünftiger Preis. Dass man durch geschicktes Konstruieren eine AC-Version aus einer DC-Version ableiten kann und umgekehrt, liegt natürlich auf der Hand. Nur ist der Markt für AC-Versionen primär in Westdeutschland und der dürfte eher einen Nischencharacter für reine DDR-Modelle haben. Interessant in diesem Zusammenhang wäre die Frage, wie gut sich Brawas 65-10 in AC verkauft hat.
Abschließend denke ich, dass Märklin mit den Produkten der letzten Jahre die Erfahrung gemacht hat, dass die Sachen, die genau auf den westdeutschen Markt zugeschnitten waren, die besten Verkaufserfolge erzielt haben. Deshalb erwarte ich, dass man das fortsetzt, was man da begonnen hat. Und da bietet sich eine neue BR23 geradezu an.
Viele Grüße
Ulrich


Wenn kein Angebot gemacht wird kann auch keine Nachfrage sein. Da war die alte Geschäftsführung viel zu arrogant gegenüber dem Osten, wie so oft von ,,Wessis" nach der Wende und zum Teil auch heute noch so propagandiert





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habe mich deshalb von diesen modellen wieder getrennt.
Nur wer zu spät kommt, den straft das Leben, oder eben der Kunde