Zitat von Jens Wulfjetzt frag ich mich doch wofür Vorentkuppeln bei einer TELEX benötigt wird? Ich kann doch den/die Wagen gekuppelt schieben, bis zum gewünschten Abstellplatz, dann löse ich die TELEX aus, und fahr weg ... was überseh ich hier?
in ungünstigen Stellungen zwischen Waggon- und Lokomotiven-Kupplung (z.B. Gleisbogen am Abstellgleis oder Weiche) löst eine bisherige Telex-Kupplung nicht immer zufriedenstellend aus. Mit Hilfe einer Vorentkupplung könnte diese Problem möglicherweise gelöst werden, indem im Schubbetrieb der Rangierlok die Telex-Kupplung betätigt (gelöst und vorentkuppelt) und der Waggon entsprechend "abgeschoben" wird. Bei Fahrtrichtungsumkehr der Rangierlok kann dann auch an den "ungünstigen" Stellen der Waggon abgestellt werden. Des Weiteren müssen bisherige Telex-Kupplungen zur Durchführung des oben beschriebenen Rangiermanövers eingeschaltet bleiben ("Dauerbetrieb") was konstruktionsbedingt ungünstig ist (z.B. Erwärmung / "Durchbrennen"). Bei Ausschalten der bisherigen Telex-Kupplung fällt der Kupplungsbügel des Waggons wieder in die Position einer eingekuppelten Kupplung zurück.
Eine Telex-Kupplung mit Vorentkupplung begrüße ich. Wie die neue Telex-Kupplung funktionieren wird, muß man in der Praxis verfolgen. Weil ich den Konstrukteuren in Göppingen durchaus zutraue, auch etwas Funktionierendes zu konstruieren , bin ich sehr gespannt, wie gut die Kupplung sein wird. Die Auslieferung der Lokomotive wird für mich interessant werden und vermutlich ein weiteres Loch in meine Kasse reißen.
herzlichen Dank an HGH für seinen sehr interessanten Bericht mit Bildern! Diese neue Kupplung weckt schon ein gewisses Interesse. Allerdings glaube ich, eine ähnliche Konstruktion bei einem anderen Hersteller schon mal gesehen zu haben; zudem sieht es den alten Trix-Kupplungs auch etwas ähnlich (soll aber kein Nachteil sein). Einzig mit der Auskunft "nicht dauerhaft betriebsfähig" möchte ich meine Bedenken äußern. Bei häufigen Rangierarbeiten könnte dies zum Problem werden.
Zitat von SAHEinzig mit der Auskunft "nicht dauerhaft betriebsfähig" möchte ich meine Bedenken äußern. Bei häufigen Rangierarbeiten könnte dies zum Problem werden.
diese Einschränkung gibt es meines Wissens bei den derzeit aktuellen Telex-Kupplungen auch schon.
Zitat von SAHEinzig mit der Auskunft "nicht dauerhaft betriebsfähig" möchte ich meine Bedenken äußern. Bei häufigen Rangierarbeiten könnte dies zum Problem werden.
diese Einschränkung gibt es meines Wissens bei den derzeit aktuellen Telex-Kupplungen auch schon.
???!!! Ich dachte die seien in gewisser Weise Ableitungen der alltagtauglichen, älteren Konstruktionen? GRUMPF!
Das Ding kommt bei mir ins Haus - auf jeden Fall. Zumal es auch an einer altroten 290er mit Softdrive Sinus montiert ist - so wollte ich die Lok gerne haben. Zu den Dauerbetriebs Skeptikern - na ja, so heftig wird schon nicht rangiert werden. Wenn man sich einigermaßen am Vorbild orientiert, dann gibt's genügend lange Pausen zwischen den Kupplungsbetätigungen und grob zerlegen kann man den Zug ja erstmal mit einem Entkuppler Gleisstück. In Sachen Gleise fühle ich mich mit dem C-Gleis ohnehin auf der sicheren Seite - auf all den "unmöglichen" Abzweigwinkeln der C-Gleis Weichen fahren meine langen und kurzen Loks - vorwärts/rückwärts ohne Probleme - dann wird das auch eine Lok mit neuer Telex noch schaffen.
Mit vorfreudigen Grüßen, Johannes
Typischer Märklin-Chaot - Epochenfrei und Grenzenlos!
... Einzig mit der Auskunft "nicht dauerhaft betriebsfähig" möchte ich meine Bedenken äußern. Bei häufigen Rangierarbeiten könnte dies zum Problem werden. .... [/quote]
Hallo SAH @all,
habe im Beitrag nochmal was korrigiert. Hoffentlich ist es jetzt verständlicher.
viele Grüße ... HGH mein Leitspruche: .... wer warten kann, hat mehr fürs Leben bzw. die MoBa.
> *** Platinenanfragen bitte nur per eMail *** > Meine Bilder dürfen hier im Forum verlinkt werden.
Wenns die denn mal als ET gibt, dann werden einige Loks wohl daran glauben müssen und mein Geldbeutel wohl auch. Und Vorschaltelektronik gibts ja bei HGH
vielen Dank für den Bilderbericht. Ich halte die Kupplung ebenfalls für eine tolle Innovation. Die Detailfragen lassen sich meiner Meinung nach erst klären, wenn wir eine Lok mit dieser Kupplung auf unseren Anlagen fahren haben. Erst dann können wir sagen, ob die Kupplung toll ist oder nicht und wo die Probleme sind. Alles andere ist Spekulation.
Ich werde mir auf jeden Fall die Lok mit der Kupplung kaufen und anschließend auch gerne berichten.
Gruß Thomas
Viele Grüße aus dem Rheinland Thomas
Meine Anlage: 6,2 x 2,2 m Zustand fast fertiger Rohbau im Märklin C Gleis System
Hallo, HGH vielen Dank für die Bilder. Am Dienstag ist im La Casa in Herne Digital Info Tag. Werde den Vertreter nach dieser Kupplung mal löchern. Gruß Johannes
die neue Telex-Kupplung sieht ja recht gelungen aus.
Ich sehe hierbei nur ein Problem: Die NEM-Schächte sind an langen Kupplungsdeichseln aus Kunststoff befestigt, die schon im Neuzustand lummelig sind und zu weit nach unten hängen, sodaß oft sogar bei neuen Loks ein Ankuppeln unmöglich ist.
Wenn man jetzt die Telex-Kupplung daran befestigt, die durch den Elektromagneten um einiges schwerer ist, wird ein Kuppeln bei einigen Loks unmöglich sein, da die Märklin-KK sehr empfindlich gegenüber Höhenunterschieden ist.
Gruß Udo Karl - Teppichbahner, analog und digital (MS2), C-Gleis, 49 Loks (überwiegend Märklin), 134 Wagen (überwiegend Blech, Märklin Serien 4000, 4100, 4600, 4700) -
vielen Dank für den Bilderbericht. Ich halte die Kupplung ebenfalls für eine tolle Innovation. Die Detailfragen lassen sich meiner Meinung nach erst klären, wenn wir eine Lok mit dieser Kupplung auf unseren Anlagen fahren haben. Erst dann können wir sagen, ob die Kupplung toll ist oder nicht und wo die Probleme sind. Alles andere ist Spekulation.
Ich werde mir auf jeden Fall die Lok mit der Kupplung kaufen und anschließend auch gerne berichten.
Gruß Thomas
Hallo,
ich stimme Thomas zu. Hört endlich auf mit den Spekulationen und wartet ab bis ihr Fakten habt. Dann habt ihr für den Fall der Fälle immer noch ausreichend Zeit euer Klagelied anzustimmen.
Zitat von Jens Wulfjetzt frag ich mich doch wofür Vorentkuppeln bei einer TELEX benötigt wird? Ich kann doch den/die Wagen gekuppelt schieben, bis zum gewünschten Abstellplatz, dann löse ich die TELEX aus, und fahr weg ... was überseh ich hier?
Ich glaube, dass dies sehr nützlich ist, weil nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht für andrücken, Fahrtrichtungsumkehr, abkuppeln, absetzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn das Gleis nur minimalst uneben ist oder die Kupplung ganz leicht verkantet, rollen einzelne Wagen evtl. ein Stück hinterher. Dann fällt die Kupplung zurück, der Entkupplungsvorgang scheitert. Fiele der Bügel nicht zurück, wäre das Problem gelöst.
Zitat von Wolfgang PrestelDass die Kupplung nicht dauerbetriebsfähig ist, glaube ich bedingt. Die dürfte ähnlich wie die Roco- oder Kroiskupplung mit der richtigen Dekoderfunktion auch dauerstromfähig sein (Impulssteuerung). Nur muss man das halt auch programmieren und in die Köpfe der Märklinisten reinbringen. Dazu kann auch die Platine von HGH dienen, wenn der Dekoder das nicht von Haus aus kann (Kühn, Zimo, Lopi3 können das allemal).
Huch, habe ich da was nicht mitbekommmen? Mein Stand ist: Dauerstromfähig ist nicht Krois, sondern nur Roco, und die dafür notwendigen Impulse liefern nur die in den Roco-Loks verbauten "kastrierten" Dekoder. Kühn, Zimo und Lopi3 liefern die für Krois notwendige Zeitsteuerung, aber den für den Dauerbetrieb der Roco-Kupplung notwendige Auslöseimpuls mit anschließender ganz schwachem Haltestrom liefern sie nicht. Sollte ich mich irren, bitte ich mal die Einstellungen für den einwandfreien Dauerbetrieb der Roco-Kupplung mitzuteilen.
Der LoPi3 kann nur die volle Spannung über eine in 0,5 einstellbaren sec-Schritten an die Kupplung abgeben.
Kühn weiss ich nicht.
Bei ZIMO kann (die Dauer der vollen und?)* die Höhe der reduzierten Spannung eingestellt werden (siehe CVs 115 und 125 bis 132).
*Die Betriebsanleitung ist in diesem Punkt für mich unklar; nehme aber an, dass die Zehnerstelle die Gesamtaktivierungszeit einstellt und die Dauer der vollen anliegenden Spannung nicht separat beeinflusst werden kann, wenn die Einerstelle > 0 ist.
Kühn, Zimo und Tran können die Rocokupplung ansteuern. Dabei ist die Zehnerstelle für die Zeit in der die volle Spannung anliegt verantwortlich und die Einerstelle für die Haltespannung. Die liegt so lange an, bis man die Funktion wieder abschaltet.
ZitatDabei ist die Zehnerstelle für die Zeit in der die volle Spannung anliegt verantwortlich und die Einerstelle für die Haltespannung. Die liegt so lange an, bis man die Funktion wieder abschaltet.
Das gilt für den ZIMO, evtl. für den Kühn.
Zum Zimo siehe auch Kapitel 4 der aktuellen Betriebsanleitung.
Zitat von KurtKühn, Zimo und Tran können die Rocokupplung ansteuern. Dabei ist die Zehnerstelle für die Zeit in der die volle Spannung anliegt verantwortlich und die Einerstelle für die Haltespannung. Die liegt so lange an, bis man die Funktion wieder abschaltet.
Im Oktober hatten wir das schon mal diskutiert. Im Thread "Kühn-Dekoder und Roco-Telexkupplung" schrieb damals lokbaer:
Zitat von lokbaerMir liegt ein Original Datenblatt vor, welches mit einer Roco Telex als ET ausgeliefert wurde.
Die richtigen Werte für die Telex sind: Frequenz 31Khz Impulsdauer 8mü Sekunden Impulspause 24mü Sekunden
Und diese Werte kann der T145 definitiv nicht! ....... Die einzigen Möglichkeiten die ich kenne um die Roco Telex anzusteuern sind: Zeitgesteuert = 4 Sekunden an, dann aus.
Mit anderen Worten: ohne Spezialdekoder muss man mit Kühn-Dekodern die Roco-Telex ansteuern wie eine Krois-Kupplung, im vollen Bewußtsein, dass diese Art der Ansteuerung eigentlich falsch ist. Bei Zimo-Decodern soll man in CV 115 eine 1 eingeben (=01), d.h. kürzestmögliche Zeit für den Impuls (0) und kleinstmöglicher Wert für die Haltespannung (1). Allerdings zittert die Kupplung andauernd, im Gegensatz zur Ansteuerung mit dem Spezialdekoder in Roco-Loks. Auch hier also Improvisation, es kann keine Rede davon sein, dass die erwähnten Dekoder das "können".
Zitat von Multi.... Allerdings zittert die Kupplung andauernd...
Hallo, zusammen,
dieses Zittern komt durch die gepulste Ansteuerung bei den Decodern. Das Zittern lässt sich nur mit einer Schaltung vermeiden, die eine echte Stromreduzierung erzeugt.
Dazu muss die Ansteuerspannung (normal ca. 20 V bei Digitalbetrieb bzw. ca. 35 V bei analogem Umschalte-Impuls ) soweit abgesenkt werden, dass gerade noch der Haltestrom fließt. Das hat Märklin bei seiner bisherigen Tender-Telex mit einem MC 36063A gemacht. In einer neueren Platinen-Version (BR 03) (die kann übrigens 2 TELEXe ansteuern (warum wohl? ), ist das alles in einen PIC (oben links neben dem gelben Kondensator) gepackt worden und verschließt sich somit dem Nachbau.
Bei der BR50 Mä 37849 hat die eine Telex aber nicht diesen sondern einen den man nur in gewisse Dampfloktender einbauen kann da er KKK hat, sieht sehr gut aus. Diesen gibt es auch als Ersatzteil bei Märklin, weiss leider Momentan nicht die Nummer, habe vor einem Jahr mal 2 bestellt und eingebaut. Natürlich muss gleichzeitig noch der Tenderboden getauscht werden.
das von Walter angeschnittene Thema mit Impuls und Pause ist klarerweise so zu sehen, dass das impuls-Pause-verhäöltnis mit 1:3 zu wählen ist. Die Pause muss also dreimal so lang sein, wie der Impuls. Und was auch wichtig ist, die Ansteuerfrequenz sollte hoch genug sein um das Zittern zu vermeiden. DAs gelingt wohl wenn die Motorfrequenz verwendet wird. DIe 24ms kommen wohl daher, dass das die maximal möglich Abschaltetzeit ist, ohne das zittern zu beginnen.
Aber das was da steht sagt und auch, dass eine Stromreduzierung auf 25% des normalen Wertes ausreicht um die Kupplung sauber zu betreiben. Das ginge mit jedem einfachen Transistor udn einem teitgleid.
Ich muss mal morgen auf der Fahrt ins Geschäft darüber nachdenken, wie eine solche Lösung aussieht. Am besten wäre eine Schaltung aus einer Konstantstromquelle mit zwei umschaltbaren Strömen. Und zwar getriggert von einem Monoflop mit einer Impulszeit von ca. 50ms. So etwas könnte das bei Märklin mit dem PIC auch sein.
Mit anderen Worten: ohne Spezialdekoder muss man mit Kühn-Dekodern die Roco-Telex ansteuern wie eine Krois-Kupplung, im vollen Bewußtsein, dass diese Art der Ansteuerung eigentlich falsch ist. Bei Zimo-Decodern soll man in CV 115 eine 1 eingeben (=01), d.h. kürzestmögliche Zeit für den Impuls (0) und kleinstmöglicher Wert für die Haltespannung (1). Allerdings zittert die Kupplung andauernd, im Gegensatz zur Ansteuerung mit dem Spezialdekoder in Roco-Loks. Auch hier also Improvisation, es kann keine Rede davon sein, dass die erwähnten Dekoder das "können".
MfG Dietmar Lingemann
Wieso muss man? Man kann sie auch zittern lassen. Mit ist es persönlich lieber wenn die Kupplung während der paar Sekunden die ich sie wirklich betätige zittert und die Lok läuft ordentlich und hat genug Funktionen als anders rum. Und das fehlt mir eben bei dem "Spezialdecoder".
ich hätte auch eine Idee, welche Modelle man möglicherweise als nächstes mit der neu entwickelten Telex-Kupplung ausstatten könnte: o Die 360 mit Metallgehäuse, als Variante in ozeanblau/beiger Farbgebung in Epoche IV (die Metall-V60 gab es in o/b noch nicht) o oder die E 60 (wäre ein Knüller, endlich mal ne Elektrolok mit Telex! Cool ) o oder die 55er Dampflok. Gerade die musste ja in ihren letzten Betriebsjahren auch häufig für den Rangierdienst herhalten, nicht zuletzt auch wegen der geringen Höchstgeschwindigkeit.
Also im Prinzip könnte fast jede Lok das vertragen. Aber ob die überhaupt in der benötigten Stückzahl vom Lieferanten gefertigt werden kann, das ist ja noch die große Frage.
Ich gehe nämlich davon aus, dass es sich um keine Entwicklung von märklin selbst handelt, sondern um ein "Zukaufprodukt". Für uns Umbauer wäre das gut, denn wir können uns dann auch ein Zerwürfnis zwischen dem Hersteller und Märklin einstellen, was uns einen Lieferanten beschert.
Es wäre ja nicht das erstemal, dass so etwas passiert.
ZitatFür uns Umbauer wäre das gut, denn wir können uns dann auf ein Zerwürfnis zwischen dem Hersteller und Märklin einstellen, was uns einen Lieferanten beschert.
Wenn ich mich richtig erinnere, kam es mal zu einem Zerwürfnis zwischen zwei Nichtpartnern: Krois und Roco.
Krois musste seine Kupplung neu erfinden.
Ob Märklins Kompagnon, so es denn ein Zukaufprodukt ist, als Partner im Zerwürfnis die Rechte daran behalten kann, werden wir wohl abwarten müssen.
Eine Alternative jedenfalls existiert schon.
Ähmm, ist auf der neuen Märklin-Telex das Logo eingraviert, oder hilft es heute schon, es zu imaginieren, falls Fremdprodukte nicht ins Haus kommen dürfen?