RE: Kato N-Gleis - wie praktisch ist es in der Praxis?

#1 von hjkoenig , 10.03.2018 19:35

Hallo,
eigentlich äußere ich mich nicht gern grundsätzlich, weil jeder seine eigenen Kompromisse eingehen will, die er für gut hält, die aber nicht allgemein übertragbar sind. Aber im Streifen über die Minitrix Stoppweichen wurde wieder auf das Kato Gleissystem verwiesen, mit dem ich mich theoretisch auch beschäftigt habe.

Ich bin zu Spur N gekommen wie mancher zum Hund: da war einer, den keiner mehr wollte und nun hat man ihn. Die Packung war nicht mal klein, aber ohne Fahrgerät - nichts lief ordentlich und mich packte der Ehrgeiz, dass es wenigstens funktionieren sollte. Das tut es jetzt, wenn auch mit Einschränkungen - z.B. bei der Kontaktsicherheit. Das alte Gleismaterial (ca 25 Jahre alt) hat seine Macken, die ich vorher so nicht kannte.

Ich arbeite nicht mit Flexgleis - die Mühe habe ich bisher gescheut, und ich habe auch keine stationäre Anlage (auch nicht in H0). Ich behelfe mir jetzt mit einer 1,70 x 0,60m Plattenkonstruktion, die ich bei Bedarf hochkant stellen kann. Darauf sollen allerdings die Gleise dauerhaft bleiben - also alles im Leichtbau mit vielen Kompromissen in Preis und Aufwand.

Was mich am Minitrix Gleis sehr befriedigt (für Fleischmann gilt vermutlich ähnliches), ist die Möglichkeit, bestimmte Gleislängen in der für mich nötigen Anzahl zu bekommen. Dann kann ich nach Baukastenart mein Gleispuzzle zusammensetzen und komme immer irgendwie hin.

Auch dass mindestens zwei Radien in einer Auswahl von Winkeln zu haben sind, erleichtert mir die Planung auf einem festgelegten Platz.

Bei Kato habe ich bestimmte Gleislängen bisher nur in fester Anzahl gesehen (mind. vier Stück pro Packung). Das macht die Sache für mich unnötig teurer. Auch ist die Auswahl an Gleiswinkeln in den Radien deutlich kleiner.

Andererseits scheint das Kato Gleis zumindest theoretisch ähnliche Vorzüge zu haben, wie das Märklin C-Gleis und vielleicht kann man es sich auch zurecht sägen, wie ich es mit C-Gleis nach der bjb Methode selbst schon gemacht habe.

- Sind die geringeren Gleisbautoleranzen bei Spur N für "Küchentisch-Handwerker" in der Praxis überhaupt beherrschbar?
- Lässt sich der Kato Gleiskörper kleben?
- und noch eine Frage im Nachtrag: wirkt sich das Fehlen von kleinen Winkeln bei den gebogenen Gleisen in der Praxis wirklich unangenehm aus?
Gruß, Hajo König


 
hjkoenig
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RE: Kato N-Gleis - wie praktisch ist es in der Praxis?

#2 von 8erberg , 11.03.2018 16:55

Hallo,

das Unitrack Gleis ist sehr gut.
Es gibt auch ein variables Gleis um größere Differenzen auszugleichen, kleinere im mm-Bereich auftretende Differenzen kann man problemlos durch die elastischen Unijoiner (Gleisverbinder) ausgleichen.
Statt kleben ist Schrauben einfacher, jedes 2. bis 3. Gleis reicht aus, es gehen die Märklin Gleisschrauben.
Für fast alle Radien gibt's 15 Grad - funzt

Reste hab ich eigentlich keine, nehm ich für Anschlussgleise (Industrieanschlüsse).

Peter


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RE: Kato N-Gleis - wie praktisch ist es in der Praxis?

#3 von Rossi , 11.03.2018 22:37

Hallo

Hatte vor meinem Wechsel zu H0 auch Kato und Peco. Bei Kato hat mir die einfache Geometrie, die sehr gute Kontaktsicherheit, die versteckten Weichenantriebe und der Gleiswechsel gefallen. Weniger gut waren die kurzen Weichen. Damit es keine Entgleisungen von Vorlaufachsen gibt, sollte dort vor der Weiche ein kurzes gerades Gleisstück eingefügt werden. Ich habe die meisten Gleise mit Holzleim punktuell verklebt. Beim Abbau konnte man dann alle rückstandsfrei wieder abbauen. Im sichtbaren Bereich habe ich die Gleise farblich behandelt, damit das Schotterbett realistischer aussah. Was mich manchmal auch störte, waren die Schienenstösse, welche manchmal durch ausgeleierte Unijoiner unterschiedlich hoch waren. Aber ich glaube, dass dies bei den neuen Schienen behoben ist.

Herzliche Grüsse
Rossi


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Rossi  
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