#51 von
Berlin-Fan
(
gelöscht
)
, 30.09.2007 11:27
Hallo zusammen,
da ich erst ab 2001 langsam auf Digital umgestellt habe, meine erste Soundlok war die V 200, habe ich fast nur Lokomotiven mit Sound am laufen. Ich finde das alle mal besser als einen Stummfilm auf der Anlage drehen zu lassen
Gerade der Vt 11.5 wird von Besuchern immer wieder gern gehört, da er gerade im Stand einen sehr vorbildlichen Klang hat. Bei der ersten 043 als MHI-Modell 043 131-2(nur Pfeife) klingt das etwas befremdet. Auch die Pfeife der 01.10 finde ich nicht authentisch
Aber wenn eine Lok in den Bahnhof einfährt und das quitschen der Bremsen erklingt, was für ein Hörgenuss Jedoch würde ich mir bei den Bügelfalten lieber beim anfahren das rattern der Schütze wünschen, statt einer Bahnhofsdurchsage
Tja, und wer den Sound nicht mag, muss ihn ja nicht einschalten Gelle
Ein wenig ist doch von dem eingetreten, was ich, als ich den Thread eröffnete, befürchtet habe. Ihr Modellbahnfreunde hier seid sicher eine Gruppe, die sich tief mit dieser Materie beschäftigt (daher sicher auch die Anwesenheit in diesem Forum) Ich befürchte aber halt, dass die Stichprobe (Eure Meinungen in diesem Thread) nicht wirklich repräsentativ ist. Deshalb wäre es interessant zu hören, ob Ihr Euch auch vorstellen könnt, wie die Dunkelziffer aussieht.
Wenn man sich vorstellen würde, ALLE Modellbahner sehen zu können. Wieviel Prozent von denen fahren bereits mit Sound? Ist wohl in der Gesamtansicht die Soundnutzung nur eine Randerscheinung oder bereits sehr verbreitet?
hi, die antwort ist einfach.. fast 80% der neuen märklin loks und sogar die ICE startpackung haben sound eingebaut.. zwar oft erst nur die pfeife.. aber das ist nur preispolitik...
daher wird sound über kurz oder lang überall anzutreffen sein.. nur bedeutet das nicht das der sound auch überall gut ist...
cheers
Cheers vom Kanadier in den Bergen H0N3: RGS/DRGW + DCC NCE; 0N30 mit Shay + Sägewerk DCC; H0 Märklin + CS2 plus CS1 + MS1 und MS 2 sowie MFX/DCC gemischt; LGB. CS1 Steuerung über iPhone und Touchcab sowie Forum auch via iPhone.
Hallo, meiner Meinung nach verhält es sich hier ähnlich wie bei der Digitaleinführung. Es wird hier Modellbahner geben, die sich in jede Lok einen Sound einbauen und es wird die geben, die dieses vermeiden und der größte Teil wird gemischt gefahren. Es gibt ja auch die analog Bahner und die Digitalbahner die sich dann noch aufteilen in Steuereinheitenbetreiber und PC Betreiber und es gibt Digitalbahner die analog schalten. Auch ist Soundausführung nicht gleich Soundausführung. Es gibt z. Z. mehrere Generationen von Soundausrüstungen und somit auch entsprechen mehrere Generationen von Klangqualitäten. Da nun die Hersteller diese Ausführungen in größeren Stückzahlen mehr und mehr verkaufen, wird sich der Sound einen festen Platz auf der MoBa erobern. Auf meiner Anlage fahren z. Z. mehrere Soundloks der neuesten Generation mit einem Antriebsgeräusch. Im größeren Anteil der Lokomotiven sind Hupen oder Lichteffekte eingebaut. Nun stelle ich vermehrt fest, dass ich hauptsächlich noch mit meinen Soundloks fahre. Die Umrüstung der anderen Lokomotiven ist aber geplant und wird Lok für Lok verangetrieben. Leider ist noch nicht jeder Lok-Typ mit meinen Mitteln und Vorstellungen umrüstbar, so dass es auf dauer noch einen Anteil von Stummen Aktören geben wird. Aber ich bin guter Hoffnung, dass die Entwicklung im Elektronikbereich weiter voranschreitet und die Dekoder sich weiter minimieren und dabei leistungsfähiger werden. Auch denke ich wird die Entwicklung neuer Modelle den Einbau von Laufsprechern und deren Resonanzkörper verstärkt berücksichtigen auch wird man Verbesserungen bei den Fahrgeräuschen erzielen (Schleifer, Getriebe...). Die heutigen Modelle werden zwar mit Soundausrüstung angeboten, aber es handelt sich meist um Modelle die vor diesem Trend entwickelt wurden und somit sind die Ergebnisse nicht immer optimal. Für mich habe ich aber festgestellt, dass sich mit einigem Bastelaufwand vieles verbessern lässt. Mit dem neuen SDS Antrieb ergibt sich zukünfig die Möglichkeit mehr Raum für größere Lautsprecher zu schaffen und das Klangergebnis wird nachhaltig verbessert. Auch denke ich wird es verbesserte und leistungsfähigere Lautsprecher geben. Das wird dazu beitragen, dass die Soundausrüstungen ihren festen Platz erobern werden, so wie sich Digital es schon erobert hat. Viele liebe Grüße Andy
Ich habe mir so einige innerhalb der letzten Jahre erschienene Lokmodelle (H0) mit Sound zu Gemüte geführt. Doch eine einigermaßen realistische Wiedergabe des Originalgeräusches habe ich dabei noch nicht gehört. Abgesehen vom anfänglich offensichtlich zu wenig vorhandenen Speicherplatz und nach wie vor immer wieder vermeidbaren Fehlern (Kohlenschaufeln bei Ölloks; Schienenbusse, die trotz der beim Original vorhanden 6 Gänge keinen einzigen Schaltvorgang zum Besten geben; Zweizylinder-Verbundmaschinen, die trotzdem 4 Auspuffschläge pro Radumdrehung machen; Aufnahme des Vorbilds vom Führerstand oder Maschinenraum aus --> Singen des Turbolader bei Dieselloks übertönt das ganze Auspuffgeräusch, Kompressor lauter als Motor usw.), kann ein Lautsprecherlein von gerade einmal 20 - 25 mm Durchmesser keinen realistischen Sound erzeugen. Auch wenn sich die Elektronik immer mehr verkleinern lässt, gegen die Physik ist kein Kraut gewachsen. Die Membranfläche des Lautsprechers bestimmt den maximalen Schalldruck und die untere Grenzfrequenz. Da sich diese Fläche in einer H0-Lokomotive nicht beliebig vergrößern läßt, ist bestenfalls Telefonqualität a la Mitte des vorigen Jahrhunderts drinnen. Die Soundwiedergabe von heute entspricht, bezogen auf Baugröße H0, qualitätsmäßig bestenfalls der optischen Nachbildung des Vorbildes von 1935 ! Hört euch doch einmal das Vorbild, egal ob Dampf-, Diesel- oder Altbau-E-Lok, genau an und vergleicht dann damit, was aus Soundmodellen herauskommt ! Wer auch zu Hause nicht ohne akustische Genüsse im eisenbahnerischen Sinn auskommen mag, der besorge sich das Buch "Vom Zauber der Züge" von Axel Zwingenberger und höre die darin enthaltene CD "Dampf und Dezibel - den Loks gelauscht", am besten mit einem guten Kopfhörer (Aufnahme mit Kunstkopf gemacht).