So, nun habe ich heute mal weitere Fahrzeuge getestet. Eines vorweg, die E 92.7 mit dem Fahrwerk der E 94 von Märklin hat mit einem anderen fünfpoligen Anker und erheblichen Spielereien am Decoder keine so grottenschlechten Werte mehr. Als niedrigster Wert konnte (aber nur in eine Richtung) 26 cm in der Minute gemessen werden. Das aber unter der Inkaufnahme sichtbaren Polruckelns. Soll die Lok sauber laufen, dann sind wieder mindestens 80 cm drin.
Die übrigen Kandidaten:
Roco
E 91 90, das Fahrwerk aus Röwa-Zeiten, gekapselter Dreipoler, die berüchtigte Feder, ungeregelter Billigdecoder von Roco:
28,5 cm/min
E 91 81, Fahrwerk mit Metallkuppelstangen, Silikonschlauchkupplung, offener Fünfpoler, ungeregelter Billigdecoder von Roco.
11,6
E 91 84, technisch baugleich mit der schon gemessenen E 91 88 (0,4 cm/min), Lopi 1:
3,1
S 10.1 Bauart 1914, alte Ausführung mit blanken Radreifen, Lopi 1:
enttäuschende 23,4 cm/min mit sichtbarem Polruckeln. Ev. eine Einstellungsfrage. Die Lok war auf einem Fremotreffen und wurde dort umprogrammiert.
G 10 (BR 57), Ausführung mit drei angetriebenen Achsen im Tender, Fahrwerk der Länderbahnvariante. Wieder der Billigdecoder von Roco, den es für 50 Mark Mitte der 90er gab.
Überraschende 2,4 cm, ich wollte es nicht glauben.
Weitere Hersteller:
E 95 01, Günther-Bausatz, Dreipoler mit Lopi 1:
6,2
EP 236 (E 50.3), Handmuster von Mario Menge, Faulhaber, Zimo MX 64, etwas problematisches Fahrwerk, eben ein Testmodell.
4,3
Märklin/HAMO E 91.9, nachgerüstet mit einem SB-Umbausatz, MX 63:
12,4
Die Überraschung aus der Vitrine schlechthin zum Schluß. E 94 von Kleinbahn, Baujahr 1965. Ziemlich grobe, ungeschlachte Dreipoler, die Schnecke besteht aus einem um die Motorwelle gelöteten Draht. Als Decoder fungiert der c82 von Märklin, damals einzigster DCC-Decoder auf dem Markt für DM 120.- Bei deutlich erkennbarem Polruckeln schafft sie
8,1 cm/min.
Was soll man dazu sagen?
Andreas