Hallo,
Eine Modelleisenbahn ist nun mal kein Computer, kein Videoplayer, kein Fotoapparat und kein Objektiv.
Das Vorbild der Modelleisenbahn hat ziemlich weitgehend vereinheitlichte
Spurweiten, Kuppler, grosse Anstrengungen werden unternommen, die Sicherheitseinrichtungen zu standardisieren (ECTS), mit der Umrichtertechnik wurde es möglich, ohne grosse Verrenkungen unter verschiedenen Stromsystemen zu fahren.
Das Vorbild kennt in Europa die UIC, in den Amerikas die AAR, im früheren Osteuropa kannte man die OSShD als Standardisierungsorganisationen.
Im Modellbereich findet dies seine Entsprechung im MOROP, für die USA und den aussereuropäischen Rest der Welt in der NMRA.
Beide, Vorbild und Modell, werden gegenwärtig marginalisiert und ausgeblutet. In schrumpfenden Märkten in Grössenwahn zu verfallen und es Firmen wie Canon, IBM, Apple oder JVC nachtun zu wollen, ist Selbstmord. Die genannten Firmen haben andere Grössenordnungen als Märklin, Roco oder Piko.
Die immer wieder bemühten 50% Marktanteil beziehen sich auf einen stetig schrumpfenden Markt im alten Westdeutschland.
Global gesehen, also wenn man Märkte wie Andorra, Liechtenstein, Luxemburg, San Marino, Vatikanstaat, die arabischen Emirate, die USA,
Zürich-Damenschwingen und andere betrachtet und hinzuzählt, hat Märklin vielleicht nasse Füsse, aber keine nennenswerten Marktanteile.
Und: Unterdessen ist die Modellbahnbranche in den Tageszeitungen auf den Wirtschaftsseiten und unter Unglücksfälle und Verbrechen präsent.
Auch der Nicht-Forumista, davon gehe ich aus, ist deshalb mittlerweile bis zu einem gewissen Grad sensibilisiert und wird sich fragen, was ihm widerfährt, wenn "seine" Firma den Bettelstab fallen lässt und ins
Gras des Marktes beisst, das die Chefs der kranken Klitschen alle wachsen gehört haben.
Gruss,
Manfred