RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#1 von msslovi0 , 06.06.2018 11:09

Heute geht's bei mir im Video natürlich über meinen ersten Besuch im Miniatur Wunderland:



Wer lieber Bilder schaut:
https://www.flickr.com/photos/msslovi0/s...57697283928295/

Matt


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#2 von Robur , 07.06.2018 13:48

Mahlzeit,

nicht schlecht, dein MiWuLa-Filmchen.

Aber was mir doch immer wieder sehr negativ auffällt, ist das ruckartige Fahren der kleinen Autos. Da wird ständig über Anfahrrucke der Loks und Triebwagen geschimpft, aber wie die Autos da losbrettern und ruckartig stoppen, das scheint niemanden zu stören.

Da gibt es viele kluge Köpfe im Wunderland, sogar eine Rennstrecke in Monaco soll gebaut werden, aber daß die kleinen Autos mal sanft anfahren und anhalten, das kriegen sie nicht auf die Reihe... schade. Auch die neuen digitalen Steuerungen, die derzeit in der Mache sind, ändern nichts am Gerucke. So wird die perfekte Illusion der Wunderlandwelt doch arg gestört.
Zumindest mich stört das und solange es keine vernünftige Steuerung der Autos gibt, die ein vorbildnahes Fahrverhalten erzeugt, bleiben meine Straßenfahrzeuge stationär und unbeweglich.


Viele Grüße

Michael

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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#3 von Kabtender , 07.06.2018 14:13

Moin Robur,

deine Bemerkungen über das ruckartige Anfahren und Bremsen kann ich nur voll unterschreiben.
Das stört mich auch schon seit Jahren. Gerrit B. würde ich es absolut zutrauen, dass der da irgendwann
mal eine Lösung austüftelt, mit der die Autos und Lkw sanft abbremsen, ohne das die Fahrer jedesmal gegen die
Scheibe prallen.
Aber soweit ich weiß, hat er das resort "carsystem" im Miwula abgegeben und kümmert sich um andere Technik.
Ja, und wenn er irgendwann EIN Auto soweit hat, dass es smooth beschleunigt und bremst, dann werden die anderen
3852 Modelle kaum umgerüstet werden.
Schaun´mer mal, was die Zukunft bringt....

MfG von Roland


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#4 von Bahnfeuerwehr-66 , 07.06.2018 16:54

Ich will ja nicht Meckern oder Schimpfen, aber ich hatte vor ca einen Jahr das Thema: " MIWULA Hamburg " aufgemacht.
viewtopic.php?f=111&t=150479&p=1707431#p1707431
Warum hast Du Mattias den Deinen Beitrag nicht mit Dazu geschrieben :
Anm. Viell. kann ja einer der Moderatoren alle Beiträge zu diesem Thema zusammen fassen
Jens
Schon mal Vorarbeit geleistet:
viewtopic.php?f=25&t=159237&p=1826669&hilit=miwula#p1826669
viewtopic.php?f=64&t=130555&p=1736229&hilit=miniatur+wunderland+Hamburg#p1736229
viewtopic.php?f=153&t=148264&p=1675242&hilit=miniatur+wunderland+Hamburg#p1675242
viewtopic.php?f=25&t=142929&p=1612156&hilit=miniatur+wunderland+Hamburg#p1612156
viewtopic.php?f=116&t=71058&p=801088&hilit=miniatur+wunderland+Hamburg#p801088
Müsste alles sein


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#5 von Dschowy , 08.06.2018 14:46

Dre typische Antworten für das Forum.

Zwei Leute motzen über das Verhalten der Fahrzeuge, das von den hunderttausenden Besuchern wahrscheinlich nur einen Bruchteil im Promillebereich tangiert. Ich finde das auch nicht so toll, aber im Vergleich zu der Fülle an Details und der Gesamtheit der Anlage ist das ein Fliegenschiß.

Der dritte weist regelkonform auf einen schon vorhandenen Miwula-Thread hin, vorbildlich mit Linkangaben. Ist sicher nicht böse gemeint und nicht schlimm, aber ob das die Reaktionen sind, die den Ersteller des Films dazu animieren, sowas noch mal zu machen?

Mir persönlich gefällt der Film ganz gut und das war auch sicher nicht wenig Arbeit. Danke, daß Du ihn hier vorgestellt hast. Die Musik finde ich im Verhältnis zur Sprache etwas zu laut, aber das nur als Anmerkung.

Ins MIWULA gehe ich bei jeder Gelegenheit, wenn ich mal nach Hamburg komme, weil mir die gesamte Atmosphäre dort einfach gefällt und es jedesmal was neues zu entdecken gibt.


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Peter


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#6 von msslovi0 , 08.06.2018 19:43

Zitat

Der dritte weist regelkonform auf einen schon vorhandenen Miwula-Thread hin, vorbildlich mit Linkangaben. Ist sicher nicht böse gemeint und nicht schlimm, aber ob das die Reaktionen sind, die den Ersteller des Films dazu animieren, sowas noch mal zu machen?



Das wird mich jetzt nicht davon abhalten, so einen Film noch mal zu machen, ich finde allerdings diesen Alleinvertretungsanspruch für Threads, sagen wir mal, befremdlich. Steht ja auch so nicht in den Forenregeln, dass wenn es schon einen Beitrag zu dem Thema gibt man keinen zweiten aufmachen darf, sonst gäbe es hier nämlich genau einen Thread zum Piko A-Gleis, einem zum Märklin K-Gleis und einen zu Märklin C-Gleis usw. Mal ganz davon abgesehen, dass der angesprochene Thread nirgendwo angepinnt ist oder über die Suche schnell und leicht zu finden wäre…

Zitat
Mir persönlich gefällt der Film ganz gut und das war auch sicher nicht wenig Arbeit. Danke, daß Du ihn hier vorgestellt hast. Die Musik finde ich im Verhältnis zur Sprache etwas zu laut, aber das nur als Anmerkung.



Danke für das Feedback, ja beim Verhältnis Sprache/Musik ist noch Luft nach oben, aber ich fang ja auch gerade erst an mit den Videos.

Matt


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#7 von Viet Bui ( gelöscht ) , 09.06.2018 05:44

Guten Morgen Matt,

an Deiner Sprechtechnik muss Du allerdings noch arbeiten, davon abgesehen, dass Du sehr zügig sprichst.
Es ist ein schönes Video geworden, Danke für das Teilen!

Jedes Mal, wenn ich in Hamburg bin (und das bin ich trotz fehlender Straßenbahn jedes Jahr), nehme ich den kurzen Weg von der U-Bahn-Station „Baumwall“ zur historischen Speicherstadt auf mich und besuche das Miwula. Im Übrigen ist das benachbarte „Hamburg Dungeon“ auch einen Besuch wert. Ich sage immer, dass ich elf Euro, die mich das Miwula an Eintritt kostet, schon bedeutend schlechter investiert habe.

Die Anlage finde ich schön, mit Liebe zum Detail und nimmt schmunzelnd zur Kenntnis, dass das Miwula trotz seiner Größe dieselben oder ähnliche Kompromisse eingehen muss wie der durchschnittliche Modelleisenbahner mit seiner Heimanlage; hier zwei Beispiele: Der Airbus A318 mit seiner „Steep approaches“-Zulassung (Steilanflüge) wäre das größte Verkehrsflugzeug, das den Flughafen Knuffingen Airport anfliegen könnte, wenn die Start-und-Lande-Bahn (der Duden empfiehlt tatsächlich diese ungewohnte Schreibweise) maßstäblich wäre. Und im Vergleich zu einem Airbus A380 wirkt der kleinste Vertreter der Airbus-Familie tatsächlich sehr knuffig. Wenn man eine Führung in der Elbphilharmonie unternimmt, mit einem Kutter an der „Elphi“ vorbeifährt oder gar ein Konzert darin genießt, dem fällt auch schnell auf, dass das Modell des Hamburger Wahrzeichens ein paar Nummern zu klein geraten ist. Denn das Gebäude müsste über 1,2 m hoch sein und damit alles andere in Knuffingen in den Schatten stellen.

Um noch einmal auf den Detailreichtum zurückzukommen, so habe ich den Eindruck, dass man sich immer auf der Suche nach neuen Details verliert, ganz gleich, wie oft man das Miwula besucht. Ich persönlich kann mich für die technische Raffinessen begeistern, wie z.B. das Laden der Fahrzeuge über Seitenspiegel. Spätestens der nächste Programmpunkt oder die Öffnungszeiten bereiten der Suche nach neuen Details ein jähes Ende.

Darüber hinaus finde ich das soziale Engagement der beiden Brüder beachtlich; nicht umsonst erhielten sie dafür das Bundesverdienstkreuz. Ich finde es z.B. klasse, dass auch Menschen, die sich den Besuch eigentlich nicht leisten können, ermöglicht wird, in der Miniaturwelt wenigstens stundenweise die Realität um sich herum zu vergessen. Wobei nicht jeder, der dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, auch tun kann, denn genauso wie bei den Tafeln besteht das Problem, dass sich Menschen die Fahrtkosten nicht leisten können. Mich persönlich würde interessieren, wie viel Prozent der Billstedter Kinder das Miwula besucht haben (Billstedt gilt als sozialer Brennpunkt Hamburgs).
Genauso nutzen die Brüder ihre Reichweite, um sich auch in die politisch-gesellschaftliche Diskussion einzumischen, wie z.B. als sie eine Hassnachricht eines „besorgten Bürgers“ (bzw. Fremdenfeind) erhielten.

Doch zwei Dinge fallen mir dann doch negativ auf.
In den Themenwelten, bei denen das Märklin-K-Gleis verwendet wird, quitscht es extrem. Bei anderen Anlagen mit K-Gleis ist mir dieses Quitschen nie derart aufgefallen.
Genauso fällt auf, dass moderne Stadtbahn-Systeme gänzlich unberücksichtigt bleiben, obwohl sie zweifellos zum Stadtbild jeder Großstadt gehören. Hat der ehemalige Erste Bürgermeister und jetzige Bundesfinanzminister, der eine Hamburger Stadtbahn gegen alle Vernunft ablehnt, Einfluss genommen?

Zitat

Ich will ja nicht Meckern oder Schimpfen, aber ich hatte vor ca einen Jahr das Thema: " MIWULA Hamburg " aufgemacht.
viewtopic.php?f=111&t=150479&p=1707431#p1707431
Warum hast Du Mattias den Deinen Beitrag nicht mit Dazu geschrieben :


Guten Morgen Jens,

ich bin der Meinung, dass der Filmbeitrag, in den Matt viel Zeit und Mühe gesteckt hat, einen eigenen Faden verdient hat und nicht an einen wesentlich einfacheren Beitrag zum gleichen Thema angehängt werden sollte. Denn auf diese Art und Weise würde Matts Beitrag nicht die Aufmerksamkeit zuteil werden, die er verdient hätte.
Genauso stellt sich die Frage, warum Du Deinen Bildbeitrag nicht selbst an einen bereits bestehenden Faden angehängt hast. Bei mir drängt sich der Verdacht auf, dass es Dir einzig und alleine um das Klickködern (neudeutsch „Clickbaiting“ ging, ohne Dich mit einem einzigen Wort mit Matts Beitrag inhaltlich auseinanderzusetzen.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet


Viet Bui

RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#8 von JoMa , 09.06.2018 06:48

Hi Viet,

meine Frau und ich fahren immer mit dem Auto nach Hamburg, lassen es aber dann konsequent am Hotel stehen und fahren mit diesem Superticket, der Hamburg Card, umher, das ich bei uns im Raum völlig vermisse. Man merkt schon die Größe der Stadt Hamburg, die Wege sind weiter als in überschaubaren süddeutschen Städten, aber das U- und S-Bahn-Netz ist doch total engmaschig, natürlich nicht mehr unbedingt in allen Außenbezirken. Ich überlege, ob da eine Straßenbahn noch hineinpassen würde? Und es gibt ein gutes Busverkehrssystem, klar mit der derzeitigen Abgasproblematik, aber das läßt sich ja mit Akkubussen lösen, die man an Endhaltestellen und wenigen dazwischen auflädt, wie im Versuch in Mannheim.
Das MiWuLa ist schon genial aufgrund auch der Komplexität der Module. Aber es sind nicht nur die Autos, die sich nicht gerade der Realität ganz nahe bewegen. Ich habe auch etliche Züge mit der Lok am Haltesignal vorbeifahren sehen. Der Lokführer hätte dann aussteigen und zurücklaufen oder den Schaffner fragen müssen, wann das Lichtsignal wieder Grün zeigt. Auch die abgebügelten E-Loks oder auch mal die ein oder andere E-Lok auf unelektrifizierter Nebenstrecke sind mir aufgefallen. Klar bei den Laufleistungen können Stromabnehmer nicht wirklich am Fahrdraht schleifen, man könnte sie aber etwas abhängen. Dennoch alles auf höchstem Niveau und ich muß es erst einmal besser hinkriegen...
Das genialste Detail finde ich aber in der Speicherstadt des MiWuLa. Dort gibt es nämlich auch ein MiWuLa. Hast Du entdeckt, was es dort durch die Scheiben des Gebäudes zu sehen gibt? Richtig eine MoBa und die fährt auch noch. Und das bei H0 in H0, also 1:7569, wenn ich das richtig gerechnet habe. Ist das nicht die kleinste MoBa der Welt?

Viel Spaß, wenn Du wieder mal in Hamburg bist, bei mir wird es wahrscheinlich nächstes Jahr wieder so weit sein,

viele Grüße aus BaWü, Stefan


 
JoMa
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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#9 von Viet Bui ( gelöscht ) , 09.06.2018 08:33

Guten Morgen Stefan,

Zitat

meine Frau und ich fahren immer mit dem Auto nach Hamburg, lassen es aber dann konsequent am Hotel stehen und fahren mit diesem Superticket, der Hamburg Card, umher, das ich bei uns im Raum völlig vermisse.


Ich fahre stets mit dem Zug in den Urlaub, mit der Bahncard 50 ist es auch als Studierender bezahlbar, außerdem verspricht mir die Deutsche Bahn, dass ich stets mit 100 % Ökostrom (den wir in unserer WG ebenfalls bezahlen) reise, auch wenn ich den Gedanken, dass eine Diesellok der Baureihe 218 mit Ökostrom fahren soll, amüsant finde. Allgemein ist das Reisen mit dem Zug eine sehr angenehme Art des Reisens, wenn man am Platz zu Mittag isst, während die Landschaft mit bis zu 280 km/h am Fenster vorbeizieht und man die Reisezeit effektiv nutzen kann.
Wer im Schwarzwald seinen Urlaub verbringt, erhält die sogenannte KONUS-Gästekarte. Damit kannst Du im gesamten Schwarzwald sowie im Rheintal von Karlsruhe bis Basel den Nahverkehr nutzen. Zumindest verkehrlich kann die Hamburg Card nicht mithalten.

Zitat

aber das U- und S-Bahn-Netz ist doch total engmaschig, natürlich nicht mehr unbedingt in allen Außenbezirken. Ich überlege, ob da eine Straßenbahn noch hineinpassen würde? Und es gibt ein gutes Busverkehrssystem, klar mit der derzeitigen Abgasproblematik, aber das läßt sich ja mit Akkubussen lösen, die man an Endhaltestellen und wenigen dazwischen auflädt, wie im Versuch in Mannheim.


Das Stuttgarter Stadtbahnnetz weist eine Streckenlänge von 131 Kilometern auf, während das Hamburger U-Bahn-Netz gerade einmal 105 Kilometer aufweist, obwohl Hamburg fast drei Mal so viele Einwohner und mehr als drei Mal so viel Fläche aufweist. Man müsste die Schienendichte pro 1.000 Einwohner betrachten, um das halbwegs vergleichen zu können. Aber die Tendenz ist eindeutig.
Hamburg hat für seine Größe ein unterentwickeltes Nahverkehrssystem, der klassische Tourist bemerkt das nicht, denn er hält sich für gewöhnlich nicht an Außenbezirken ohne Schienenanschluss auf. Genauso dürfte Hamburg die einzige Stadt in Deutschland sein, die neue Stadteile ohne Anschluss an das bestehende Schienennetz plant. Stadtplanerisch ist das völliger Schwachsinn.

Die Stadt Hamburg hatte einmal das größte Straßenbahnnetz Deutschlands gehabt. Dann fiel die Straßenbahn dem Konzept der „autogerechten“ Stadt zum Opfer, zu dieser Zeit galt die Straßenbahn als veraltet. Viele Städte stellten ihre Straßenbahn ein, um sie Jahrzehnte später wieder für sehr viel Geld wiedereinzuführen (wie z.B. Strasbourg oder Heilbronn).

Ein Stadtbahn-System hat hohe Fixkosten, die durch ihre Infrastruktur verursacht werden. Ein Bus hat z.B. streng genommen gar keine Infrastrukturkosten, denn prinzpiell eignet sich jede bessere Bordsteinkante als Haltestelle und der Bus benutzt das bereits vorhandene Straßennetz. Allerdings sind die Sprungkosten bei der Stadtbahn geringer. Um 500 Fahrgäste zu transportieren, brauche ich nur einen Stadtbahn-Fahrer, aber vier Busfahrer mit den entsprechenden Lohnkosten. Genauso muss man natürlich die Betriebskosten oder Lebenszykluskosten der Fahrzeuge betrachten, ab einer gewissen Anzahl von Fahrgästen ist eine Stadtbahn schlichtweg billiger. Nicht umsonst gibt es immer wieder Überlegungen, Bussysteme durch eine Stadtbahn zu ersetzen, wie z.B. das Projekt Regionalstadtbahn Neckar-Alb, das sogar konkret in der Umsetzung ist.

Darüber hinaus sorgt eine Stadtbahn für eine Attraktivitätssteigerung des Nahverkehrs. Als Beispiel führe ich die Straßenbahn Kehl auf. Kehl und Strasbourg werden durch den Rhein getrennt, dazwischen fuhr bis April 2017 die Buslinie 21. Sie wurde dann durch die grenzüberschreitende Straßenbahn ersetzt. Die Straßenbahn übertrifft die Fahrgastzahlen der Buslinie 21 um 127 %, außerdem fuhren 2017 fast doppelt so viele Fahrgäste mit der neuen Straßenbahn als zunächst prognostiziert. Eine Stadtbahn reduziert auch den Autoverkehr und mindert damit die Probleme, die mit dem Autoverkehr einhergehen: Luftbelastung, Raumverbrauch und verringerte Lebensqualität.
Außerdem hat eine Stadtbahn den Charme, dass sie auf sogenanntem Rasengleis verkehren kann. Das sieht gegenüber einer komplett versiegelten Busspur besser aus, außerdem soll ein Rasengleis positive Einflüsse auf das Mikroklima haben.

Der Bus ist gar nicht geeignet, eine Hauptlast des öffentlichen Nahverkehrs zu tragen. Die Stadt Hamburg bestellt 21 m lange Busse, richtet Busspuren ein und lässt die Busse teilweise im 120-Sekunden-Takt verkehren, um der Nachfrage gerecht zu werden.
Eine Stadtbahn soll das Busnetz nicht ergänzen, sondern soll es auf den nachfragestarken Buslinien ersetzen. In Städten mit gewachsener Straßenbahn, wie z.B. Karlsruhe, dient der Bus lediglich als Zubringer zur Stadt- und Straßenbahn.

Von Elektrobussen halte ich überhaupt nichts, es ist von der Politik als Leuchtturmprojekt der Elektromobilität gedacht. Zum einen lässt sich ein Elektrobus überhaupt nicht wirtschaftlich betreiben, zum anderen ist der Umwelteffekt ziemlich gering. Im Rahmen einer Seminararbeit habe ich z.B. den Kraftstoffverbrauch pro Personenkilometer berechnet unter Berücksichtigung der tatsächlichen Auslastung (12 %). Dann kommt man auf einen realen Verbrauch von 1,85 l Diesel pro 100 Kilometer und Person (innerorts!). Die Industrie zeigt, welches Potential in einem Verbrennungsmotor steckt, den modernste Euro-6-Busse stoßen bespielsweise deutlich weniger Stickstoffoxide aus als ein Auto aus. Bricht man die Emissionen auf die Fahrzeuginsassen herunter, dann versteht man, dass Busse das kleinste Problem an der Luftreinhaltung sind, schon alleine aufgrund ihrer höheren Effizienz.
Dann kommen noch betriebliche Aspekte hinzu, egal wie lang die Umläufe sind, ein Bus fährt vollgetankt vom Hof und muss nicht zwischentanken! Davon kann ein Elektrobus nur träumen.

Natürlich könnte man die U-Bahn Hamburg einfach ausbauen, doch das ist systembedingt teuer, denn eine U-Bahn verkehrt völlig unabhängig. Das macht viele Tunnel oder aufgeständerte Strecken notwendig. Die Verlängerung der U4 vom Jungfernstieg zur Universität (zwei Haltestellen, vier Kilometer) kostete 324 Millionen Euro, die weitere Verlängerung von 1,3 Kilometern zu den Elbbrücken kostet 174 Millionen Euro. Wenn ich lese, dass die neue bis zu 28 Kilometer lange U5 bis zu fünf Milliarden Euro kosten wird, wird mir schlecht.
Die ersten 28 Kilometer der Stadtbahn Hamburg (samt Fahrzeugen und alles drumherum) würden etwa eine Milliarde Euro kosten, das ist auf den Streckenkilometer gesehen deutlich günstiger als eine U-Bahn.
Eine Stadtbahn ist also prädestiniert dafür, um die Außenbezirke kostengünstig leistungsfähig und komfortabel anzubinden. Zumal eine Stadtbahn durch ein deutlich großzügigeres Lichtraumprofil deutlich komfortabler als die U-Bahn ist (man vergleiche einen Stuttgarter DT8 mit einem Hamburger DT).

Zitat

Das genialste Detail finde ich aber in der Speicherstadt des MiWuLa. Dort gibt es nämlich auch ein MiWuLa. Hast Du entdeckt, was es dort durch die Scheiben des Gebäudes zu sehen gibt? Richtig eine MoBa und die fährt auch noch. Und das bei H0 in H0, also 1:7569, wenn ich das richtig gerechnet habe.
Viel Spaß, wenn Du wieder mal in Hamburg bist, bei mir wird es wahrscheinlich nächstes Jahr wieder so weit sein


Darauf muss ich mal beim nächsten Mal achten, Danke für den Hinweis!

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Viet


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#10 von DerDrummer , 09.06.2018 10:26

Moin
Ich als Hamburger gebe dann auch mal meinen Senf dazu.
Eine Stadtbahn wäre für Hamburg sicherlich nicht schlecht, weil sie hoffentlich die Straßen entlasten und mehr Leute zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen würde.
Allerdings muss sie eben erstmal gebaut werden. Bis überhaupt 50% der Stadtteile bei jetzigem Planungsbeginn einen Anschluss hätten, vergehen schnell mal 20-30 Jahre.
Hier stellt sich die Frage, wie dann der Verkehr aussehen wird. 20 Jahre sind viel, besonders in der heutigen Zeit.
Was, wenn die dann noch relativ neue Stadtbahn wegen irgendwas kaum genutzt wird und Milliarden in den Sand gesetzt wurden?
Da können wir nur spekulieren, Verkehrsplaner, die den ganzen Tag damit verbringen und sich auch vor allem auf Hamburg konzentrieren, werden da sicherlich mehr wissen.
Ich finde unser Bussystem in Kombination mit U-, S- und Regionalbahn sehr gut, man kommt eigentlich überall hin.
Natürlich gibt es Ausbaumöglickeiten, aber was ist schon perfekt?

Zudem haben wir hier gerade eine Thread über das MiWula komplett für die Hamburger Stadtbahn gekapert, eigentlich schade.

Just my 2ct...
Justus


Meine Hamburger Parkettbahn

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Wir geben 10 Milliarden für ‘ne schiefe Haltestelle aus, haben nicht mal 75% Pünktlichkeit und nur jeder 4. ICE fährt ohne Defekte? Scheißegal, wir kleben lieber grüne Streifen auf die Züge!


 
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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#11 von msslovi0 , 09.06.2018 10:43

[quote="Viet Bui" post_id=1841444 time=1528515889 user_id=28555]
Wenn man eine Führung in der Elbphilharmonie unternimmt, mit einem Kutter an der „Elphi“ vorbeifährt oder gar ein Konzert darin genießt, dem fällt auch schnell auf, dass das Modell des Hamburger Wahrzeichens ein paar Nummern zu klein geraten ist. Denn das Gebäude müsste über 1,2 m hoch sein und damit alles andere in Knuffingen in den Schatten stellen.[/quote]

Das gilt ja auch für das Volksparkstadion. Trotzdem finde ich es krass, wie harmonisch sich das Original der Elphi in das Stadtbild fügt und gleichzeitig aber auch das eigentlich nicht maßstäbliche Modell ins MiWuLa.

[quote="Viet Bui" post_id=1841444 time=1528515889 user_id=28555]Genauso fällt auf, dass moderne Stadtbahn-Systeme gänzlich unberücksichtigt bleiben, obwohl sie zweifellos zum Stadtbild jeder Großstadt gehören. Hat der ehemalige Erste Bürgermeister und jetzige Bundesfinanzminister, der eine Hamburger Stadtbahn gegen alle Vernunft ablehnt, Einfluss genommen?[/quote]

Das glaube ich nicht. Es ist eher ein Problem der verfügbaren Modelle. Und das was es gibt ist Kleinstserie. Versuch mal nen Düwag-Stadtbahnwagen oder auch ne neue Variobahn in Mainzer Farben zu bekommen. Viel Glück. Die zwei Modelle die es von Halling jemals gab waren so schnell ausverkauft, man möchte daran zweifeln ob sie je produziert wurden…

Matt


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#12 von msslovi0 , 09.06.2018 11:10

[quote="Viet Bui" post_id=1841460 time=1528526031 user_id=28555]Allgemein ist das Reisen mit dem Zug eine sehr angenehme Art des Reisens, wenn man am Platz zu Mittag isst, während die Landschaft mit bis zu 280 km/h am Fenster vorbeizieht und man die Reisezeit effektiv nutzen kann.[/quote]

Wenn die Bahn nicht wieder Blödsinn macht, z.B. bei einem schon völlig ausgebuchten Zug auch noch einen Wagen 'vergessen', dann ja. Und das vergessen wäre ja nicht das schlimmste, kann immer mal vorkommen, gerade bei ICs. Wenn einem das aber nicht erst bei Einfahrt des Zuges mitgeteilt würde sondern dann, wenn es beim Zusammenstellen auffällt, könnte man als Reisender viel besser darauf reagieren.
Spaß mit der Bahn, Teil 1 by Matthias Slovig, on Flickr
Spaß mit der Bahn, Teil 2 by Matthias Slovig, on Flickr

[quote="Viet Bui" post_id=1841460 time=1528526031 user_id=28555]Das Stuttgarter Stadtbahnnetz weist eine Streckenlänge von 131 Kilometern auf, während das Hamburger U-Bahn-Netz gerade einmal 105 Kilometer aufweist[/quote]

Reine Kilometerzahlen zu vergleichen ist hier ja aber nicht zweckmäßig. Die Hochbahn fährt ja komplett auf eigener Trasse, entweder unterirdisch oder aufgeständert und muss sich daher nicht irgendwelchen Straßenverläufen unterordnen, die die Kilometer in die Höhe treiben.

[quote="Viet Bui" post_id=1841460 time=1528526031 user_id=28555]der klassische Tourist bemerkt das nicht, denn er hält sich für gewöhnlich nicht an Außenbezirken ohne Schienenanschluss auf[/quote]

Ich hatte tatsächlich mal geschaut wie man von Winterhude nach Holm kommt, um dort bisschen Softball zu schauen. Dauer ca. 1 Stunde mit ner Kombi aus U-Bahn, S-Bahn und Bus. Das ist völlig ok. Viel schneller bist du aus Frankfurt kommend auch nicht bei uns in Mainz am Baseballplatz. S-Bahn-Anbindung in den Außenbezirken (und ein solcher ist Mainz aus Sicht des Frankfurter S-Bahn-Netzes) ist halt eher mäßig…
Aber natürlich steige ich dann hier auch in die Straßenbahn, weil die mich vom Bahnhof schnell an meinen Bestimmungsort bringt. Und, ich bin ja nur zugezogen bzw. auch für den Touristen nicht zu vernachlässigen, wo die Straßenbahn hält ist für alle ersichtlich. Nämlich da wo die Schienen liegen. Wo sich Haltestelleabschnitt D-X befindet, an dem der Bus für die Weiterfahrt hält, weiß man meistens erst, wenn der erste ohne einen abgefahren ist. Nur ein konkretes Beispiel aus Hamburg.
Am Bahnhof der U3 „Saarlandstraße“ befindet sich der Bushalt für Linie 600 (heißt auch „Saarlandstraße“ eine Querstraße weiter in der Straße Wiesendamm, der Halt der Linien 172 und 173 (ebenfalls mit der Bezeichnung „Saarlandstraße“ sogar zwei Querstraßen weiter in der Jarrestraße. Die Linien 171 und 261 halten hingegen direkt auf der Saarlandstraße an der Haltestelle „Saarlandstraße“, aber ca. 250 Meter entfernt vom U-Bahnhof. Da drehst du durch als Touri.

[quote="Viet Bui" post_id=1841460 time=1528526031 user_id=28555]um sie Jahrzehnte später wieder für sehr viel Geld wiedereinzuführen (wie z.B. Strasbourg oder Heilbronn).[/quote]

Oder das hoffentlich in Kürze tun wie in Wiesbaden. Ein paar deiner Argumente aus dem Post werden mir übrigens für die nächste Diskussion mit einem CityBahn-Gegner sehr helfen, danke dafür.

[quote="Viet Bui" post_id=1841460 time=1528526031 user_id=28555]

Zitat

Das genialste Detail finde ich aber in der Speicherstadt des MiWuLa. Dort gibt es nämlich auch ein MiWuLa. Hast Du entdeckt, was es dort durch die Scheiben des Gebäudes zu sehen gibt? Richtig eine MoBa und die fährt auch noch. Und das bei H0 in H0, also 1:7569, wenn ich das richtig gerechnet habe.
Viel Spaß, wenn Du wieder mal in Hamburg bist, bei mir wird es wahrscheinlich nächstes Jahr wieder so weit sein


Darauf muss ich mal beim nächsten Mal achten, Danke für den Hinweis!
[/quote]

Das Gebäude selbst ist auch im Video zu sehen, der fahrende Zug leider nicht

Matt


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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#13 von JoMa , 09.06.2018 13:17

Lieber Viet,

sehr interessant, das schriebst Du glaube ich mal, daß Du Dich vom Studium her mit Verkehr beschäftigst? Oder ist es reines Interesse?
Mit der Bahn vereisen, haben meine Eltern und ich früher ausschließlich gemacht, denn erst ab meinem 21. Lebensjahr hatte unsere Familie ein Auto. Ich gebe Dir Recht, daß Verreisen mit der Bahn sehr viel Spaß macht, aber gefühlt als Tourist, klappt das nur gut zwischen Städten. Mußt Du aufs Land, wird es zäh.
Meine Frau und ich haben nur ein Auto und meine Frau braucht es viel beruflich. Ich habe darauf gedrängt - auch aus ökologischen Gründen. Ich fahre 7 km mit dem Fahrrad zur Arbeit, das klappt 2/3 des Jahres, nur bei starkem Regen fährt mich meine Frau und holt mich wieder ab. Obwohl wir eine Busanbindung hier im Ortsteil haben, muß ich zwischen zwei und vier mal umsteigen für 7 km. Die einzige schnelle Verbindung geht nur einmal am Tag, dann bräuchte ich 30 Minuten zur Arbeit, ansonsten bis zu 60 Minuten (mit Weg zu und von der Haltestelle). Mit dem Fahrrad brauche ich 25 Minuten, mit dem Auto 15 Minuten gebracht oder wegen Parkplatzsuche selbst gefahren 20 Minuten. Mit der Zeit habe ich mir den ÖPNV, obwohl ich vollends davon überzeugt wäre - siehe nur ein Auto, abgewöhnt. Es ist teuer und unpraktisch, dann lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad und ich wohne zwar in einem kleinen Ort, der grenzt aber unmittelbar an die große Stadt. ÖPNV funktioniert finanziell nur, wenn ich mich entscheide, öffentlich oder Auto. Habe ich ein Auto, habe ich generell dessen Fixkosten, ob ich fahre oder nicht, die reinen Fahrtkosten sind meist günstiger als ÖPNV oder Bahn, besonders wenn man zu zweit fährt.
Deshalb war ich begeistert, als der Vorschlag kam, einige Städte kostenlos als Modell mit ÖPNV zu bedienen. In unserem Land muß so was doch bezahlbar sein. Vielleicht hat die Autolobby das wieder ausgebremst.
Und die Elektrobusse, die induktiv nachladen, taugen auch nicht, also im Rahmen eines sinnvollen Einsatzes, wie Du ihn beschrieben hast? Ich weiß, Akkus mit all ihren chemischen Bestandteilen sind problematisch und brauchen eine große Zahl Gesamtkilometer, um in der Ökobilanz Sprit zu überholen, aber ein Bus fährt ja auch diese Kilometer in überschaubarem zeitlichen Rahmen.
Wir haben doch inzwischen viele Erkenntnisse im Bereich Verkehr. Es wird viel geforscht. Weshalb kommt denn gefühlt so wenig in der Welt draußen davon an? Oder übersieht man das nur? Wer bremst da, sinnvolle Ideen umzusetzen?

Viele Grüße aus BaWü und gespannt auf interessante Antworten, Stefan


 
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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#14 von Viet Bui ( gelöscht ) , 10.06.2018 19:11

Guten Morgen zusammen,

Zitat

Bis überhaupt 50% der Stadtteile bei jetzigem Planungsbeginn einen Anschluss hätten, vergehen schnell mal 20-30 Jahre.
Hier stellt sich die Frage, wie dann der Verkehr aussehen wird. 20 Jahre sind viel, besonders in der heutigen Zeit.
Was, wenn die dann noch relativ neue Stadtbahn wegen irgendwas kaum genutzt wird und Milliarden in den Sand gesetzt wurden?
Ich finde unser Bussystem in Kombination mit U-, S- und Regionalbahn sehr gut, man kommt eigentlich überall hin.
Natürlich gibt es Ausbaumöglickeiten, aber was ist schon perfekt?


Das ist ein sehr schwaches Argument; damit könnte man jedes größere Infrastrukturprojekt begraben. Das Projekt Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel wurde 1987 begonnen und wird erst 2042 vollendet sein, um ein Beispiel zu nennen. Genauso wurden in Strasbourg 1994 die ersten Straßenbahnstrecken eröffnet, 23 Jahre später beträgt die Streckenlänge etwa 41 Kilometer. Die Straßenbahn Strasbourg ist ein herausragendes Beispiel für eine Wiedereinführung, heute wird sie von etwa 315.000 Fahrgästen täglich genutzt. Investitionen sind immer mit einem Risiko verbunden. Genauso ist das Auto im städtischen Verkehr das ineffizienteste Verkehrsmittel. Das Umwandeln von Fahrspuren in Gleise ist daher vertretbar, mal davon abgesehen, dass eine Stadtbahn für die Umwelt einen Mehrwert gegenüber dem Bus darstellt.

Warum ein Bus-System völlig ungeeignet für Hamburg ist, habe ich oben bereits ausgeführt. Ich habe eher den Eindruck, dass Du Dir eine Stadtbahn in Hamburg kaum vorstellen kannst. Aber 1,8 Millionen Einwohner lassen sich nicht mit drei U-Bahn-Linien (die U4 zähle ich nicht mit) und vier S-Bahn-Linien ausreichend mit ÖPNV versorgen. In der allgemeinen Lehre gilt ein Schienenverkehrsmittel als das leistungsfähigste Verkehrsmittel.

Zitat

Wenn die Bahn nicht wieder Blödsinn macht, z.B. bei einem schon völlig ausgebuchten Zug auch noch einen Wagen 'vergessen', dann ja. Und das vergessen wäre ja nicht das schlimmste, kann immer mal vorkommen, gerade bei ICs. Wenn einem das aber nicht erst bei Einfahrt des Zuges mitgeteilt würde sondern dann, wenn es beim Zusammenstellen auffällt, könnte man als Reisender viel besser darauf reagieren kann.


Ja, Prozesse bei der Deutschen Bahn könnte man sicher optimieren . Ich sitze beispielsweise gerade in einem Zug, der wegen Personalmangel eine Umleitung fahren muss, so dass dieser eine Verspätung von über 70 Minuten hat.

Zitat

Reine Kilometerzahlen zu vergleichen ist hier ja aber nicht zweckmäßig. Die Hochbahn fährt ja komplett auf eigener Trasse, entweder unterirdisch oder aufgeständert und muss sich daher nicht irgendwelchen Straßenverläufen unterordnen, die die Kilometer in die Höhe treiben.


Mehr Streckenkilometer bedeuten im urbanen Raum auch eine bessere Erschließungswirkung. Zumindest sollte bei der Planung das Fahrgastpotential ausgeschöpft werden, was im Zweifel zulasten der Reisegeschwindigkeit (kurze Strecken) geht. Die Stadtbahn Stuttgart ist auch keine klassische Straßenbahn, die nicht übermäßig Straßenverläufen folgt.

Zitat

[quote="Viet Bui" post_id=1841460 time=1528526031 user_id=28555]um sie Jahrzehnte später wieder für sehr viel Geld wiedereinzuführen (wie z.B. Strasbourg oder Heilbronn).


Oder das hoffentlich in Kürze tun wie in Wiesbaden. Ein paar deiner Argumente aus dem Post werden mir übrigens für die nächste Diskussion mit einem CityBahn-Gegner sehr helfen, danke dafür.[/quote]
Ein großes Problem ist auch die politische Unterstützung. Zwar hat die Hamburger Hochbahn entsprechende Planungen für eine Stadtbahn in den Schubläden, doch sie ist weisungsgebunden. Leider befürworten in Hamburg nur die CDU und die Grünen eine Stadtbahn, wobei letztere Partei für eine Regierungsbeteiligung die Stadtbahn von Bord warf. Genauso verstehe ich nicht, wieso die FDP in Wiesbaden derart gegen ein modernes Verkehrsmittel opponiert. Ihre Kollegen aus der Region Stuttgart sind da wesentlich weiter, denn sie haben erkannt, dass ein massiver Ausbau des ÖPNV Fahrverbote verhindern kann. Und so gehört die FDP hier zu den größten Befürwortern des ÖPNV.

Zitat

sehr interessant, das schriebst Du glaube ich mal, daß Du Dich vom Studium her mit Verkehr beschäftigst? Oder ist es reines Interesse?


Aufgrund meines Interesses bin ich für das Studium des Verkehrsingenieurwesens nach Stuttgart gezogen; und das Badener! Da muss das Interesse an diesem Thema groß sein .

Zitat

Obwohl wir eine Busanbindung hier im Ortsteil haben, muß ich zwischen zwei und vier mal umsteigen für 7 km. Die einzige schnelle Verbindung geht nur einmal am Tag, dann bräuchte ich 30 Minuten zur Arbeit, ansonsten bis zu 60 Minuten (mit Weg zu und von der Haltestelle). Mit dem Fahrrad brauche ich 25 Minuten, mit dem Auto 15 Minuten gebracht oder wegen Parkplatzsuche selbst gefahren 20 Minuten. Mit der Zeit habe ich mir den ÖPNV, obwohl ich vollends davon überzeugt wäre - siehe nur ein Auto, abgewöhnt. Es ist teuer und unpraktisch, dann lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad und ich wohne zwar in einem kleinen Ort, der grenzt aber unmittelbar an die große Stadt.


Es geht ja nicht darum, mit dem ÖPNV das Auto zu substituieren, das funktioniert allenfalls in Großstädten und das auch nur unter Zuhilfenahme von Carsharing.
Grundsätzlich verursacht das Auto Probleme hauptsächlich in Verdichtungs- und Ballungsräumen. Außerhalb dieser existieren verschiedene Probleme, wie z.B. das Raum- und Luftproblem gar nicht. Vielmehr plädiere ich dafür, das intermodale Fahren weiter auszubauen und zu fördern. Das Auto ist auf dem Land ohne attraktivem ÖPNV alternativlos, daher sollte sich die Verkehrsplanung darauf konzentrieren, den Verkehr in Städten zu reduzieren. Eine Lösung wäre das Park-an-Ride, man fährt z.B. mit dem Auto vom Gäu nach Stuttgart-Vaihingen, stellt dort sein Auto ab und steigt in die S-Bahn um. In Zukunft wird die S-Bahn durchgehend im Fünf-Minuten-Takt in die Stuttgarter Innenstadt fahren, außerdem braucht sie nur zehn Minuten dahin. In Stuttgart ist der ÖPNV derart dicht, dass man das Auro nicht vermisst. Genau für solche Lösungen müssen finanzielle Anreize geschaffen werden (z.B. Parkhaus-Ticket = Tageskarte Stuttgart). Ein weiteres Problem des ÖPNV ist sein Netzaufbau. Für gewöhnlich ist der ÖPNV nämlich auf ein Zentrum ausgerichtet, es gibt wenige tangentiale Verbindungen. Wer so fahren möchte, braucht ewig, weil man stets den Zwang hat, ins Zentrum zu fahren und dort umzusteigen, außerdem zahlt man verhältnismäßig viel, da man recht viele Tarifkilometer zurücklegt bzw. viele Tarifzonen durchfährt, obwohl die Luftlinienentfernung sehr kurz ist.

Zitat

ÖPNV funktioniert finanziell nur, wenn ich mich entscheide, öffentlich oder Auto. Habe ich ein Auto, habe ich generell dessen Fixkosten, ob ich fahre oder nicht, die reinen Fahrtkosten sind meist günstiger als ÖPNV oder Bahn, besonders wenn man zu zweit fährt.
Deshalb war ich begeistert, als der Vorschlag kam, einige Städte kostenlos als Modell mit ÖPNV zu bedienen. In unserem Land muß so was doch bezahlbar sein. Vielleicht hat die Autolobby das wieder ausgebremst.


Das Argument mit den Fixkosten höre ich oft. Mit dem gleichen Argument kann ich mir eine Bahncard 100 (bzw. in der Schweiz ein Generalabonennment) kaufen und behaupten, dass ich keine Fahrtkosten hätte.
Der kostenlose ÖPNV wurde von den Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen kritisch gesehen. Man hat das mal durchgerechnet, dass die Fahrgastnachfrage derart durch die Decke schießen würden, dass die dazu notwendigen Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur unbezahlbar sind. Das sieht man beispielsweise in Stuttgart, es passt keine weitere Stadtbahn mehr in die Innenstadttunnel, es fahren mehr S-Bahnen als der Tunnel Trassen hat (ein tolles Kunststück übrigens). Da ist kaum noch Luft nach oben und erst mit Stuttgart 21 könnte hier eine Entlastung eintreten.

Zitat

Und die Elektrobusse, die induktiv nachladen, taugen auch nicht, also im Rahmen eines sinnvollen Einsatzes, wie Du ihn beschrieben hast? Ich weiß, Akkus mit all ihren chemischen Bestandteilen sind problematisch und brauchen eine große Zahl Gesamtkilometer, um in der Ökobilanz Sprit zu überholen, aber ein Bus fährt ja auch diese Kilometer in überschaubarem zeitlichen Rahmen.
Wir haben doch inzwischen viele Erkenntnisse im Bereich Verkehr. Es wird viel geforscht. Weshalb kommt denn gefühlt so wenig in der Welt draußen davon an? Oder übersieht man das nur? Wer bremst da, sinnvolle Ideen umzusetzen?


Wie gesagt, die Reichweite eines Elektrobusses ist sehr gering und auch das Laden unterwegs schränkt die Freizügigkeit der Betriebsplanung ein. Was ist zum Beispiel, wenn man baustellenbedingt Umleitung fahren muss? Außerdem vermindert sich die Kapazität der Batterien mit der Zeit, die Hamburger Hochbahn spricht von einer Lebensdauer von zwei Jahren, was bei der Umweltbilanz auch noch zu berücksichtigen ist. Deshalb ist es sinnvoller, Elektroautos zu forcieren, dort ist der Umwelteffekt größer, zum anderen sind die Betriebsleistung und Betriebsdauer geringer.

Grüße aus Bruchsal (Brusel)
Viet


Viet Bui

RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#15 von DerDrummer , 10.06.2018 19:20

Zitat
Ich habe eher den Eindruck, dass Du Dir eine Stadtbahn in Hamburg kaum vorstellen kannst.



Das auf jeden Fall, ich kenne schließlich nur alte Fotos.
Und sich mal eben eine Stadtbahn auf den Rathausmarkt zu denken...
Das Bild bekommt man im Kopf noch hin, aber die ganze Trassenführung muss man sehen.

Du kennst meine Meinung zum Hamburger Bussystem, ich mag es, aber das ist jedem selbst überlassen. Die Stadtbahn mag sicherlich eine gute Alternative sein, aber erklär das mal den Politikern...

Warum zählst du die U4 nicht mit?
Außerdem haben wir 6 S-Bahn-Linien: S3, S31, S1, S11, S2, S21. Und bevor die Stadtbahn kommt, sollte erstmal dafür gesorgt werden, dass zu Stoßzeiten noch Leute in die S-Bahn passen...

Lg


Meine Hamburger Parkettbahn

Ich auf YouTube!

Wir geben 10 Milliarden für ‘ne schiefe Haltestelle aus, haben nicht mal 75% Pünktlichkeit und nur jeder 4. ICE fährt ohne Defekte? Scheißegal, wir kleben lieber grüne Streifen auf die Züge!


 
DerDrummer
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RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#16 von Viet Bui ( gelöscht ) , 10.06.2018 22:46

Guten Abend Justus,

Zitat

Und sich mal eben eine Stadtbahn auf den Rathausmarkt zu denken...
Das Bild bekommt man im Kopf noch hin, aber die ganze Trassenführung muss man sehen.


Eine Stadtbahn ist eine Art Mischform aus U- und Straßenbahn, wobei der Begriff Stadtbahn sehr gerne weit gedehnt wird. Aber im Allgemeinen verkehrt eine Stadtbahn in hochverdichteten Innenstädten wie eine U-Bahn unabhängig im Untergrund, während sie außerhalb ähnlich wie eine Straßenbahn verkehrt, dabei aber möglichst auf eigenen Trassen.
Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass mal eine moderne Stadtbahn über den Rathausmarkt rollt, doch recht gering.

Zitat

Du kennst meine Meinung zum Hamburger Bussystem, ich mag es, aber das ist jedem selbst überlassen. Die Stadtbahn mag sicherlich eine gute Alternative sein, aber erklär das mal den Politikern...


In der Verkehrsplanung geht es nicht um Mögen oder Nicht-Mögen, es geht darum, möglichst viele Menschen sicher, komfortabel, wirtschaftlich und schnell in urbanen Räumen an ihre Ziele zu bringen. Darüber hinaus wird gerne vergessen, dass ein Bus nicht vollumfänglich barrierefrei ist. Fährt der Bus eine Haltebucht nicht optimal an (z.B. wegen Falschparker), so haben z.B. ältere Fahrgäste Schwierigkeiten, den großen Spalt zu überwinden. Moderne Stadtbahnsysteme sind dagegen absolut barrierefrei, sie erlauben einen niveaugleichen Einstieg (beim Bus nur bedingt umsetzbar), außerdem bieten Stadtbahnen mehr Raum für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. In einen Gelenkbus bekommt man nur einen Rollstuhlfahrer, in einer Stadtbahn sind es fünf. Nicht besser sieht es bei Kinderwagen aus, ein Bus bietet gerade einmal für zwei Kinderwagen Platz. Gerade im Hintergrund des Demografiewandels gewinnt dieser Aspekt an Bedeutunc Genau unter diesen Gesichtspunkten fällt ein Bus-System durch. Ein Bus sollte maximal eine Ergänzung (= Zubringer) zu einer Stadtbahn sein und wirklich nur dort verkehren, wo eine Stadtbahn nicht fährt. Im Handball lässt man den Torwart auch nicht als Kreisläufer auflaufen.

Zitat

Warum zählst du die U4 nicht mit?
Außerdem haben wir 6 S-Bahn-Linien: S3, S31, S1, S11, S2, S21. Und bevor die Stadtbahn kommt, sollte erstmal dafür gesorgt werden, dass zu Stoßzeiten noch Leute in die S-Bahn passen...


Die U4 verläuft größtenteils parallel zur U2 und ihre Erschließungswirkung in der Hafenstadt ist mangels Bewohner eher gering zu bewerten.
Die S2 und S11 sind lediglich Verstärkerlinien ohne Erschließungswirkung.
Genauso gehst Du fälschlicherweise davon aus, dass sich eine Kapazitätsausweitung der S-Bahn und eine Einführung der Stadtbahn gegenseitig ausschließen.

Ich merke, dass Du ein Gegner der Stadtbahn bist bzw. erhebliche Vorbehalte gegenüber ihr hat.
Wenn Du mal in Stuttgart bist, zeige ich Dir gerne mal die hiesige Stadtbahn, vielleicht verstehst Du dann, dass Hamburg im Jahr 2018 auf eine veraltete Verkehrspolitik aus den 50er-Jahren beharrt, die weder seinen Bürgern noch der Umwelt gerecht wird.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet


Viet Bui

RE: Mein erster Besuch im Miniatur Wunderland (Video und Bilder)

#17 von Bahnfeuerwehr-66 , 11.06.2018 17:02

[quote="Viet Bui" post_id=1841444 time=1528515889 user_id=28555]

Guten Morgen Jens,

ich bin der Meinung, dass der Filmbeitrag, in den Matt viel Zeit und Mühe gesteckt hat, einen eigenen Faden verdient hat und nicht an einen wesentlich einfacheren Beitrag zum gleichen Thema angehängt werden sollte. Denn auf diese Art und Weise würde Matts Beitrag nicht die Aufmerksamkeit zuteil werden, die er verdient hätte.
Genauso stellt sich die Frage, warum Du Deinen Bildbeitrag nicht selbst an einen bereits bestehenden Faden angehängt hast. Bei mir drängt sich der Verdacht auf, dass es Dir einzig und alleine um das Klickködern (neudeutsch „Clickbaiting“ ging, ohne Dich mit einem einzigen Wort mit Matts Beitrag inhaltlich auseinanderzusetzen.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
[/quote]
Hallo Matt,Hallo Viet Bui,
@ Matt: ich freue mich über alle Beiträge aus dem Miwula egal ob Bilder oder Video. Also immer fleißig Bilder machen und hier Posten Falls es so rüber gekommen ist Das ich Deine Fotos/ Bilder nicht mag entschuldige ich mich.
@Viet Bui: Da liegst Du mit Deiner Vermutung das ich auf Klickködern stehe falsch. Vieviele User meine Beiträge anklicken ist mir sch...egal.
Ich habe es nur gut gemeint . Deswegen bin ich über Deinen Beitrag gegenüber mir etwas angesäuert
Jens


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