heute konnte ich meine 88195 abholen, nach reichlich Wartezeit, denn die Lok ist eine 2017er Neuheit. Die Baureihe 189 wurde in der Zwischenzeit überarbeitet. Sie verfügt nun über einen Glockenankermotor samt Schwungmasse und warmweißen LED. Die Probefahrt fällt so sehr erfreulich aus, die Lok ist gleichmäßig und relativ ruhig unterwegs. Die Beleuchtung mit warmweißen LED wirkt authentisch.
Die Baureihe 189 wurde als mini-club Modell 2008, also vor 10 Jahren angekündigt. Direkt im ersten Lieferjahr war auch eine SBB cargo Re 474 unter Artikel 88192 dabei, die hier für einen Vergleich daneben steht:
Leider ist die Gestaltung des Dachgartens nur mehr als Rückschritt zu bezeichnen. 10 Jahre später sollte es eigentlich andersrum sein, doch Märklin bekommt die Qualität der Chinesen nicht hin: Abgesehen vom entfallenden (und ohnehin schon immer überflüssigen) Loch für die Oberleiungsumstellschraube, ist fast jedes andere Teil schlechter umgesetzt. Mehrfarbige Bauteile sind einfarbig geworden. Einfarbige Bauteile sind nun teilweise falsch durchgefärbt - Trauerspiel.
Wobei man bei der alten sagen muss: außen hui, innen pfui mit dem allerschlimmsten China-Rumpel-Motor. Die 88191 und 88192 waren von den Fahrwerten her mit das schlimmste, das Märklin den Zettis zugemutet hatte.
Die optische Rückentwicklung setzt sich am Fahrwerk leider fort. Weiß überhaupt jemand bei Märklin, warum man für die 189 seinerzeit extra ein Drehgestell mit Schlingerdämpfer in korrekter Anordnung nach links entwickelt hat? Es ist mir unverständlich, wieso man hier die vorhandene Form mal wieder nicht nutzt, eine weitere Nachfrage bei Märklin erspare ich mir. Auf die Nachfrage habe ich auch schon bei 88193 (RAILION) und 88194 (rtc Zebra) keine Antwort bekommen - sie wissen es scheinbar wirklich nicht besser Die vollständige Bedruckung des Gussblocks bleibt leider auch eine der SBB cargo Altlok vorbehaltene Exklusivität.
Resümee: die beste Lok hätte die Technik der 88195 mit der Optik der 88192. Durch den veränderten Gussblock lässt sich das leider nicht machen.
Der Lok liegen übrigens (wie auch angekündigt) zwei kurze Kupplungshaken bei unter dem Inlay bei der Anleitung. In selbiger wird allerdings nicht erklärt, wie man die kurzen Haken verbaut.
Zum Abschluss noch ein Vergleichsfoto zur SW-Modelle Sonderserie MRCE-dispolok auf Basis der 88193: Mehr zum Sondermodell hier: viewtopic.php?f=3&t=146423&p=1653338
Torsten, baust du die ganzen Dachleitungen ab und lackierst du sie dann oder gestaltest du die Dachleitungen an der Lok um? Weil oft kann man die Plastikteile nicht vom Dach runtermachen, weil sie so filigran sind und schnell kaputt gehen.
ja, ich baute die drei größten Bauteile ab und die Stromabnehmer:
Die brünierten Stromabnehmer fahren nun auf meinen Modellen der Baureihen 120 und 143 - deren silberne habe ich dann in der unteren Hälfte rot lackiert.
Ich habe alles auf dem Dach gelassen, dessen Farbe ich als Gegeben hinnehme. Ein paar Teile sind jetzt in anderen Farbtönen gespritzt, aber das ist okay. In der Masse an Bauteilen gehen die unter...
Alle Dachisolatoren habe ich nur für die Steiermarkbahn 189 abgenommen:
War sehr viel Arbeit, alle wieder neu zu platzieren... ...und am Ende fehlte ein kleiner Isolator aber das geht auch unter, bei der Anzahl.