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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#26 von CarstenLB , 04.09.2018 00:13

Zitat

Hallo Carsten,
ein schöner Bildbericht von der alten Strecke nach Vaihingen/Enz Nord.Ich bin in den 70gern oft von Heidelberg nach Ludwigsburg gefahren,natürlich auch durch Vaihingen /Enz Noed.Hast Du auch Bilder von der in Nord abzweigenden Nebenbahn nach Enzvaihingen über Vaihingen/Enz Stadt?(einst/jetzt).
Wäre toll,wennDu die auch einstellst.Grüße,Ralf



Hallo Ralf,

hier hatte ich mal welche eingestellt: viewtopic.php?f=111&t=136140&p=1537903&hilit=enzweihingen#p1529396

Aktuelle habe ich nicht. Steht noch auf der Liste


Viele Grüße

Carsten


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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#27 von Viet Bui , 04.09.2018 00:28

[quote="Dölerich Hirnfiedler" post_id=1868949 time=1536001561 user_id=409]
Würde der Bahnhof planmäßig benutzt, so lässt sich das ja leicht im Fahrplan nachvollziehen. Vielleicht nennst Du die Verbindung, die dort planmäßig halten soll. So lange bleibe ich bei meiner Behauptung, das der Bahnhof nie planmäßig genutzt wurde.
[/quote]
Guten Abend Dölerich,

ich habe ich nie behauptet, dass der Bahnhof planmäßig benutzt wird, sondern dass er regelmäßig benutzt wird.

Aber um Deine Frage zu beantworten: IC 2217 wird im Bahnhof Kraichtal von ICE 611 überholt.
IC 2217 fährt um 17.23 Uhr in Mannheim ab und kommt um 18.22 Uhr in Stuttgart an. ICE 611 fährt um 17.31 Uhr in Mannheim ab und kommt vor dem IC 2217 um 18.08 Uhr in Stuttgart an.

Im Übrigen können dort Züge aus dispositiven Maßnahmen kurzfristig überholt werden, wenn es die Umstände erfordern. So kann ein Nahverkehrszug dort von schnelleren Zügen überholt werden. Das versteht man auch unter einer regelmäßigen Nutzung!

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet


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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#28 von Dölerich Hirnfiedler , 04.09.2018 08:39

[quote="Viet Bui" post_id=1869027 time=1536013685 user_id=28555]


Aber um Deine Frage zu beantworten: IC 2217 wird im Bahnhof Kraichtal von ICE 611 überholt.
IC 2217 fährt um 17.23 Uhr in Mannheim ab und kommt um 18.22 Uhr in Stuttgart an. ICE 611 fährt um 17.31 Uhr in Mannheim ab und kommt vor dem IC 2217 um 18.08 Uhr in Stuttgart an.

Im Übrigen können dort Züge aus dispositiven Maßnahmen kurzfristig überholt werden, wenn es die Umstände erfordern. So kann ein Nahverkehrszug dort von schnelleren Zügen überholt werden. Das versteht man auch unter einer regelmäßigen Nutzung!


[/quote]
Hallo Viet,

Der Ic 2217 läuft über Heidelberg und Walldorf und hält dort auch. Er wird ganz sicher nicht planmäßig auf der SFS angehalten. Das wäre einfach Unfug.

Nahverkehr findet im betreffenden Streckenabschnitt überhaupt nicht statt.

Mfg

D.


Früher war mehr Lametta.


 
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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#29 von Frank 72 , 04.09.2018 09:11

Nö, das ist kein Unfug, Viet hat Recht. Der 2217 fährt nicht über Heidelberg und hat tatsächlich einen planmäßigen 7-minütigen Betriebshalt in Kraichtal.


Gruß Frank


 
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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#30 von Viet Bui , 04.09.2018 11:36

Guten Tag Dölerich,
[quote="Dölerich Hirnfiedler" post_id=1869095 time=1536043165 user_id=409]
Der Ic 2217 läuft über Heidelberg und Walldorf und hält dort auch. Er wird ganz sicher nicht planmäßig auf der SFS angehalten. Das wäre einfach Unfug.[/quote]
IC 2217 fährt weder über die Rheintalbahn noch hält er in Heidelberg oder Wiesloch-Walldorf. Wie kommst Du denn darauf?
[quote="Dölerich Hirnfiedler" post_id=1869095 time=1536043165 user_id=409]
Nahverkehr findet im betreffenden Streckenabschnitt überhaupt nicht statt.[/quote]
Ich frage mich gerade, wie Du zu dieser Behauptung kommst.
Alle IRE von Karlsruhe nach Stuttgart verkehren zwischen Bruchsal-Rollenberg und Stuttgart-Zuffenhausen über die Schnellfahrstrecke und damit auch über den Bahnhof Kraichtal!

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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#31 von Remo Suriani , 05.09.2018 14:07

Hallo Viet,

ich stimme Dir zwar prinzipiell zu, das Kraichtal durchaus regelmäßig genutzt wird, aber das hier kann ich gerade nicht nachvollziehen:

Zitat
Nahverkehr findet im betreffenden Streckenabschnitt überhaupt nicht statt.


Zitat
Alle IRE von Karlsruhe nach Stuttgart verkehren zwischen Bruchsal-Rollenberg und Stuttgart-Zuffenhausen über die Schnellfahrstrecke und damit auch über den Bahnhof Kraichtal!



So gut wie Du immer informiert bist, weißt Du doch ganz genau, dass das aktuell nur Bauumleiter sind. Du schreibst das aber mit so einer Vehemenz als habe Dölerich keine Ahnung. Ja, im Moment fahren da mal Züge, aber in der Regel hat er mit seiner Aussage recht - zwischen Vahingen und Mannheim fährt kein Nahverkehr im über die NBS. Das kann sich durchaus noch ändern, aber aktuell ist das erst einmal - bis auf den Sondefall mit der Baustelle - die korrekte Grundannahme - Mit der Aussschreibung ab Juni 2019 soll vielmehr de IRE wie heute über Mühlacker noch verdichtet werden.


Viele Grüße
Dirk

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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#32 von Miraculus , 05.09.2018 18:47

Hallo werte Stummis,

jetzt möchte ich doch auch noch was zum Thema beitragen. Vorab möchte ich mich gar ganz lich bei Carsten (CarstenLB) für die einmaligen Bilddokumente bedanken. Klasse Aufnahmen dabei. Das .

Als alter Mühlackerer steh ich ja sozusagen und geradezu am Scheidepunkt der Residenzbahn und Westbahn .

Kurze Zusammenfassung eisenbahngeschichtlicher Hintergründe, welche der unten abgebildeten Infotafel, bzw. einer diesbezüglichen Führung im letzten Jahr mit Herrn Matthias Lieb, Landesvorsitzender des VCD Baden-Württemberg (http://archiv.vcd-bw.de/vcd/vorstand/index.html), dem persönlichen Wissensschatz zugeführt wurde.

Nach langwierigen und -jährigen Verhandlungen wurde die Streckenführung der Westbahn schlussendlich von Stuttgart über Ludwigsburg, durch Mühlacker nach Bretten und Bruchsal festgelegt. Streckeneröffnung fand dann am 01. Oktober 1853 statt. Es war die erste Strecke, welche die Landesgrenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden überwand. Das Königreich Württemberg wollte damit einen Zugang zum Mannheimer Rheinhafen, bzw. die Versorgung mit Kohle sicherstellen.

Das Großherzogtum Baden wollte aber zudem eine Anbindung Karlsruhes an die Westbahn, weshalb im damaligen Eckenweiherhof in Mühlacker, einem Weiler welcher damals zum heutigen Ortsteil



Dürrmenz gehörte, ein Grenzbahnhof entstand. 10 Jahre später, 1863 wurde der badische Bahnhof in Mühlacker eingweiht. Die Strecke, die heutige Residenzbahn, führte von Mühlacker, über Enzberg, Niefern, Eutingen (Baden), Pforzheim, Wilferdingen nach Durlach.

Somit hatte Mühlacker zwei Bahnhöfe und auch zwei Drehscheiben. Ich habe extra für Euch bei meinem heutigen Sparziergang ein paar Bilder geschossen, wie es damals aussah und heute aussieht. Wer daran Interesse hat, kann gerne weiterlesen.

Zunächst das Bild der Infotafel, welche am Mühlacker Bahnhof vom VCD aufgestellt wurde.



In dieser Übersichtskarte sieht man die angedachten Trassenführungen. Es war auch eine Strecke über Bietigheim-Bissingen und Heilbronn und Sinsheim angedacht. Diese ist rot eingezeichnet.



Nun zur Zeichenerklärung. Schmankerl nebenbei. Es gab ja auch unterschiedliche Uhrzeiten. Was so manchen bei der Abfahrt in Mühlacker in Verwirrung stürzte, da am badischen Bahnhof die badische "Staatszeit" galt und im württembergischen die württembergische Zeit. Wie man sieht gingen im Badischen die Uhren anders und langsamer . Das ist auch heute noch so .



Hier sieht man im Detail und blau eingezeichnet die Westbahn von Stuttgart über Mühlacker nach Bruchsal. Ab Mühlacker teilt sich dann die Strecke in die Westbahn (nach Bruchsal) und Residenzbahn (nach Pforzheim-Karlsruhe).



Die Gleisanlage, wie man sieht noch seeeehr übersichtlich, um 1853 mit Drehscheibe, welche schon lange abgebaut ist. An deren Standort wurden einst die Ziegelwerke Mühlacker gebaut, welche auch schon wieder Geschichte ist. So wie ich das sehe ist die Strecke noch eingleisig.



1864 hat sich das Areal doch schon stark verändert. Der badische Bahnhof kam hinzu (gelb markiert), die Strecke wurde soweit ersichtlich zweigleisig und es bestand eine zweite Drehscheibe. Überbleibsel des badischen Bahnhofes ist das Gleis 50 am Bahnhof, bei welchem die Stadtbahnlinie S5 der AVG teilweise endet.





Noch weitere Infos für Interessierte.



Und so sah das Bahnhofsgebäude damals aus.



Bahnhof Mühlacker um 1920. Das auf dem Bild ersichtliche E-Werk mit Schornstein beheimatet heute den Modelleisenbahnclub Mühlacker
(http://www.modellbahnclub-muehlacker.de/)



Nun wagen wir den Sprung in die Jetztzeit. Ein Blick von der noch relativ neuen, sogenannten V-7-Brücke (für 7. Planungsvariante) auf den Bahnhof Mühlacker. Bei dem Gleis ganz rechts außen handelt es sich um das besagte Gleis 50, an welchem teilweise die S 5 endet, mit der man aber auch bis nach Bietigheim-Bissingen fahren könnte, wenn man denn wollte.



Das große Gebäude rechts im "Vordergrund" ist der ehemalige badische Bahnhof. Das kleinere, sich links anschließende Haus ist das ehemalige E-Werk, bzw. Vereinsheim des MEC Mühlacker. Noch etwas weiter links, das nun wieder größere Gebäude ist das ehemalige württembergische Bahnhofsgebäude.

Nun stehen wir auf dem gerade ganz neu errichteten Bahnsteig des Gleis 50 und blicken auf die V-7-Brücke, dahinter die alte Eisenbahnbrücke in Stahlfachwerkonstruktion.



Hier kann man die Trennung der Westbahn und Residenzbahn bestaunen. Rechts weg geht die Westbahn weiter in Richtung Bretten, Bruchsal. Links die Strecke nach Pforzheim und Karlsruhe, welche derzeit wegen Gleisarbeiten ab Pforzheim gesperrt ist.



Die S 5 auf dem Weg nach Pforzheim auf der Residenzbahn.



Die V-7-Brücke.





Blick auf die Westbahn von der alten Eisenbahnbrücke





Die Residenzbahn nach Pforzheim-Karlsruhe



Noch ein paar Impressionen der alten Eisenbahnbrücke, welche heute für Fahrzeugverkehr gesperrt ist, in Stahlfachwerkkonstruktion.









Sodele, ich hoffe ich konnte Euch ein wenig unterhalten.


Grüße


Peter

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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#33 von Erich Müller , 08.09.2018 02:22

Hallo Viet,

[quote="Viet Bui" post_id=1868814 time=1535981352 user_id=28555]
Die Fahrgastzahlen im grenzüberschreitenden Verkehr sind äußerst erfreulich, aber ich verstehe nicht, warum die ICE-Züge von Frankfurt nach Paris über Saarbrücken geführt werden, schließlich kann das Saarland wirtschaftlich nicht mit dem Oberrhein und dem nördlichen Elsass nicht mithalten. Würde man die Züge über Karlsruhe und Strasbourg führen, würde man etwa 15 Minuten Fahrzeit einsparen und größere Fahrgastpotentiale erschließen. Aber vermutlich ist das eine politische Sache, man möchte das Saarland nicht abhängen.
[/quote]

Das hat m.E. mit dem Saarland nichts zu tun, sondern dass die SNCF sich die lukrative in er französische Verbindung Paris-Lothringen-Straßburg nicht mit der DB AG teilen will. Der ICE aus und nach Frankfurt hält in Frankreich nur in Forbach, einem unbedeutenden Provinzkaff.
Du hast sicher Zugang zu Infos über die zu fahrenden Streckenkilometer - mit dem Auto jedenfalls ist es ein Umweg, wenn man von Frankfurt nach Paris über Karlsruhe-Straßburg statt über Kaiserslautern-Saarbrücken fährt.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#34 von Viet Bui , 10.09.2018 23:09

Guten Tag Peter,

Zitat

jetzt möchte ich doch auch noch was zum Thema beitragen.
Sodele, ich hoffe ich konnte Euch ein wenig unterhalten.


Vielen Dank für Deinen sehenswerten und natürlich lesenswerten Beitrag zum badisch-württembergischen Grenzbahnhof Mühlacker.
Tatsächlich fuhren Stadtbahnen von Gleis 50 weiter in Richtung Vaihingen (Enz), als Gleis 2 wegen den Bauarbeiten gesperrt wurde und der IRE von Stuttgart nach Karlsruhe von Gleis 1 abfuhr.
[quote="Erich Müller" post_id=1870488 time=1536366153 user_id=26147]
Das hat m.E. mit dem Saarland nichts zu tun, sondern dass die SNCF sich die lukrative in er französische Verbindung Paris-Lothringen-Straßburg nicht mit der DB AG teilen will. Der ICE aus und nach Frankfurt hält in Frankreich nur in Forbach, einem unbedeutenden Provinzkaff.
Du hast sicher Zugang zu Infos über die zu fahrenden Streckenkilometer - mit dem Auto jedenfalls ist es ein Umweg, wenn man von Frankfurt nach Paris über Karlsruhe-Straßburg statt über Kaiserslautern-Saarbrücken fährt.
[/quote]
Daran glaube ich persönlich nicht.
Würde man alle Hochgeschwindigkeitszüge über Karlsruhe und Strasbourg führen, könnte man deutlich mehr Fahrgastpotentiale erschließen — zum einen würde man einen dichteren und saubereren Takt anbieten (schon alleine das steigert Fahrgastzahlen!), zum anderen verkürzt man wie gesagt die Fahrzeit um etwa 15 Minuten. Dadurch würden diese Züge noch attraktiver werden, so dass sicher auch die Fahrgeldeinnahmen steigen.
Hätte die SNCF, wie Du vermutest, kein Interesse daran, Fahrgeldeinnahmen mit der Deutschen Bahn zu teilen, könnte sie die grenzüberschreitenden Züge auch auf eigene Rechnung alleine fahren; das ist zum Beispiel beim TGV 9588 (Freiburg (Breisgau)—Paris Gare de Lyon) der Fall; in diesem Zug wird ausschließlich der Tarif der SNCF anerkannt.
Übrigens sind die die grenzüberschreitenden Züge für den französischen Binnenverkehr uninteressant bzw. nicht relevant, da die Züge durch grenzüberschreitende Reisende stark ausgelastet sind (nicht selten wird eine Auslastung von 100 % erreicht). Die wenigsten Fahrgäste steigen also in Strasbourg ein oder aus. Im Gegensatz zu Deutschland besteht in Frankreich eine Reservierungspflicht in den HGV-Zügen.

Derzeit benötigen die Züge zwischen Karlsruhe und Paris etwa 2,5 Stunden. Die Fahrzeit wird weiter sinken, wenn Stuttgart 21 in Betrieb geht, die Rheintalbahn durchgehend viergleisig ausgebaut ist und wichtige Engpässe wie die Appenweierer Kurve und die Verbindungskurve Bruchsal, die beide eingleisig und mit maximal 100 km/h befahren werden können, beseitigt sind.
Darüber hinaus gibt es Überlegungen, die Strecke Rastatt—Wintersdorf—Haguenau—Steinbourg für den grenzüberschreitenden Verkehr zu reaktivieren. Unter Umfahrung Strasbourgs könnte man die Fahrzeit von Karlsruhe nach Paris auf zwei Stunden verkürzen.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet


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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#35 von SAH , 10.09.2018 23:47

Guten Abend Viet,

[quote="Viet Bui" post_id=1871600 time=1536613764 user_id=28555]
Darüber hinaus gibt es Überlegungen, die Strecke Rastatt—Wintersdorf—Haguenau—Steinbourg für den grenzüberschreitenden Verkehr zu reaktivieren.
[/quote]

hab ich mirs doch gedacht!
mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#36 von Analogbahner , 11.09.2018 00:21



Gab es so ein Stellwerk nicht als Vollmer-Bausatz???


Gruß Analogbahner

Ich wurde gesperrt und kann nichts mehr schreiben. Deshalb bedanke ich mich bei allen für die schöne Zeit hier an dieser Stelle. Ich habe mir bei keinem Beitrag etwas vorzuwerfen und verlasse kopfschüttelnd das Forum. Meine nächste Teppichbahn ist in Planung und wird ohne euch stattfinden. Die Tipps und Diskussionen hier waren immer eine Bereicherung. Tschüß.


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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#37 von Viet Bui , 11.09.2018 10:29

Zitat

[quote="Viet Bui" post_id=1871600 time=1536613764 user_id=28555]
Darüber hinaus gibt es Überlegungen, die Strecke Rastatt—Wintersdorf—Haguenau—Steinbourg für den grenzüberschreitenden Verkehr zu reaktivieren.


hab ich mirs doch gedacht!
[/quote]
Guten Morgen Stephan-Alexander,

ich würde mir eine Reaktivierung dieser Strecke, die im Kalten Krieg eine strategische Relevanz hatte, sehr wünschen, da grenzüberschreitende Verbindungen vor allem im Regionalverkehr Deutschland und Frankreich zusammenwachsen lässt. Hier war das Land Rheinland-Pfalz aktiver, sie hat die Strecken Winden (Pfalz)—Wissembourg und Wörth (Rhein)—Lauterbourg reaktiviert: Heute verkehren auf diesen Strecken wieder stündlich Züge.
Im Rahmen des neuen Élysée-Vertrags soll die Strecke Breisach—Colmar als Leuchtturmprojekt der deutsch-französischen Freundschaft wieder reaktiviert werden, dazu müsste man unter anderem die Rheinbrücke wiederaufbauen.

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Viet


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#38 von E-Lok-Muffel , 11.09.2018 14:14

[quote="Viet Bui" post_id=1871600 time=1536613764 user_id=28555]
Derzeit benötigen die Züge zwischen Karlsruhe und Paris etwa 2,5 Stunden. Die Fahrzeit wird weiter sinken, wenn Stuttgart 21 in Betrieb geht, die Rheintalbahn durchgehend viergleisig ausgebaut ist und wichtige Engpässe wie die Appenweierer Kurve und die Verbindungskurve Bruchsal, die beide eingleisig und mit maximal 100 km/h befahren werden können, beseitigt sind.
Darüber hinaus gibt es Überlegungen, die Strecke Rastatt—Wintersdorf—Haguenau—Steinbourg für den grenzüberschreitenden Verkehr zu reaktivieren. [/quote]
Ist das denn alles wirklich geplant??? Und wenn ja, wann???
Die Wintersdorfer Brücke zu reaktivieren, wird ja schon lange gemunkelt, die ist ja schon da, müsste ggfs. renoviert, aber nicht neu gebaut werden, aber ich glaub nicht, dass da jemals TGV oder ICE drüberfahren würden, Gütertrasse und Regional-Verkehr: ja, Schnellfahrstrecke: nein!


Zitat
Unter Umfahrung Strasbourgs könnte man die Fahrzeit von Karlsruhe nach Paris auf zwei Stunden verkürzen.


Die Umfahrung erschlösse wiederum nicht dieses Fahrgastpotenzial, von dem Du gerade im Vergleich zur Pfalz-Saar-Linie gesprochen hast. Strasbourg ist die Metropole des Elsaß und Sitz des Europäischen Parlaments (wenn das die Franzosen überhaupt interessiert). Wenn Du damit argumentierst, es wäre der direkte Weg: Auf der direkten Linie von Paris nach Wien liegt in etwa Strasbourg und München, aber weder Bruchsal, Karlsruhe noch Stuttgart.
Der direkte Weg von Paris nach Mannheim führt über Kaiserslautern, Saarbrücken und Metz...

Gruß
uLi


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RE: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#39 von Viet Bui , 11.09.2018 16:22

Guten Tag Uli,

Zitat

Ist das denn alles wirklich geplant??? Und wenn ja, wann???
Die Wintersdorfer Brücke zu reaktivieren, wird ja schon lange gemunkelt, die ist ja schon da, müsste ggfs. renoviert, aber nicht neu gebaut werden, aber ich glaub nicht, dass da jemals TGV oder ICE drüberfahren würden, Gütertrasse und Regional-Verkehr: ja, Schnellfahrstrecke: nein!


Wie kommst Du denn zu Deiner Aussage?
Das Land Baden-Württemberg hat versucht, die Reaktivierung der Strecke in den Bundesverkehrswegeplan 2015 anzumelden mit Verweis auf die Hochgeschwindigkeitsverkehre!

Zitat

Die Umfahrung erschlösse wiederum nicht dieses Fahrgastpotenzial, von dem Du gerade im Vergleich zur Pfalz-Saar-Linie gesprochen hast. Strasbourg ist die Metropole des Elsaß und Sitz des Europäischen Parlaments (wenn das die Franzosen überhaupt interessiert).


Ich habe lediglich eine diskutierte Variante benannt, die die Umfahrung Strasbourgs zur Verkürzung der Fahrzeit hinnimmt. Man muss aber beachten, dass eine kürzere Fahrzeit eine solche Verbindung attraktiver macht. Würde man von Karlsruhe nach Paris nur noch zwei Stunden benötigen, so würde der Linienflugverkehr zusammenbrechen.

Zitat

Wenn Du damit argumentierst, es wäre der direkte Weg: Auf der direkten Linie von Paris nach Wien liegt in etwa Strasbourg und München, aber weder Bruchsal, Karlsruhe noch Stuttgart.
Der direkte Weg von Paris nach Mannheim führt über Kaiserslautern, Saarbrücken und Metz...


Für den Reisenden ist nicht die Anzahl der gefahrenen Kilometer relevant, sondern die Fahrzeit.
Wenn der TGV/ICE von Frankfurt nach Paris über Karlsruhe und Strasbourg fährt, spart man 15 Minuten.

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#40 von Analogbahner , 11.09.2018 17:21

Anmerkung ganz nebenbei: die Buchseiten sind ja toll, aber auf Urheberrechte achten. Meine hier eingestellten Fotos aus diverser Literatur wurden gelöscht, deshalb verzichte ich jetzt lieber aufs Hochladen.


Gruß Analogbahner

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#41 von Miraculus , 11.09.2018 21:55

Hallo Jochen,

welche Buchseiten : :

Wenn Du meine Bilder meinst, dann sind das von mir selbst gefertigte Fotografien der öffentlich zugänglichen Infotafel am Bahnhof Mühlacker mit Verweis auf den Ersteller, Verkehrsclub Deutschland, mit dem Vorsitzenden Herrn Matthias Lieb aus Mühlacker.


Grüße


Peter

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#42 von SAH , 12.09.2018 08:59

Guten Morgen zusammen,

eine Weitere Frage zum Ausgangsthema: die heutige schnellfahrstrecke führt mitten durch ein Naturschutzgebiet. War dies bei der alten Strecke auch so, oder führte die daran vorbei?
Leider sind auf der Schnellfahrtstrecke die Panoramaabschnitte durch Schutzwände verbaut und die Aussicht ist damit futsch!


mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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#43 von Viet Bui , 12.09.2018 10:52

Guten Morgen Stephan-Alexander,

Zitat

eine Weitere Frage zum Ausgangsthema: die heutige schnellfahrstrecke führt mitten durch ein Naturschutzgebiet. War dies bei der alten Strecke auch so, oder führte die daran vorbei?


Die Frage lässt sich einfach beantworten:
Die württembergische Westbahn wurde 1853 eröffnet, das erste Naturschutzgebiet wurde erst 1921 ausgewiesen.
Dementsprechend konnte die Westbahn durch kein Naturschutzgebiet führen.

Zitat

Leider sind auf der Schnellfahrtstrecke die Panoramaabschnitte durch Schutzwände verbaut und die Aussicht ist damit futsch!


Lärmschutz ist ein wichtiges Thema und hat eine höhere Gewichtung als das Recht auf eine schöne Aussicht.

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#44 von CarstenLB , 10.08.2019 21:18

Hier noch was zum Thema:


Viele Grüße

Carsten


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