... ensteht bei mir auf privaten Segmenten und auch Modulen nach Vereinsnorm des MBC Poing e.V. Ich habe mir dazu eine fiktive Strecke und die dazugehörige Geschichte ausgedacht, auch um für die Fahrzeugauswahl und Zugbildung einen Anhalt zu haben. Darunter stelle mal ein paar Bilder ein, auf Wunsch dann genaueres & Bauberichte dazu.
Momentan im Bau auf einem eigenen Modul: ein altes Jagdschloss, später als Lazarett dann Kurklinik genutzt.
1847 die erste Eisenbahnlinie im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach nimmt den Betrieb auf 1880 Gründung eines Eisenbahnkomitees in Tannenroda, das den Bau einer Eisenbahnlinie fordert 1886 Baubeginn der Strecke durch die“ Centralverwaltung für Secundärbahnen Thoralf Weihe AG“ 06.08.1872 Feierliche Eröffnung der Strecke 19.03.1908 Gründung der Weiheschen Eisenbahnaktiengesellschaft (WEAG) in Erfurt 12.08.1908 Inbetriebnahme der Strecke nach Carolinasheim 19.10.1912 Erweiterung des Abzweiges bis nach Julianashausen in den Folgejahren Entwicklung des Güterverkehrs, Ansiedlung mehrerer Betriebe entlang der Strecke, Gewinnsteigerung 1925 Funde von Schwerspat bei Tannenroda, Abteufen des Schachtes 1 und Bau eines Brecherwerks 1928 Schacht 2 wird in Betrieb genommen 1935 Errichtung des heutigen Bahnhofsgebäudes 1936 erster Triebwagen auf der Strecke, bekannt als „fliegende Tanne“ (anfangs in grüner Lackierung) 1937 Bau der neuen Werkstätten und Abstellgleise der Signal- und Streckenmeisterei 1938 Bau des Heeresvepflegungsamtes inkl. Anschlussgleis 1939 Bau des Truppenübungsplatzes inkl Verladerampe und Feldlager 1940 Verstärkung des Streckenoberbaus auf 20 Tonnen Achslast April 1945 Zerstörung des alten Brecherwerks bei Kämpfen März 1946 Beginn des Baues neues Brecherwerk 11.08.1946 Enteignung der WEAG und Zuordnung zum Land Thüringen 22.09.1946 Übernahme der Schwerspatgrube durch die SAG WISMUT und Inbetriebnahme des neuen Brecherwerkes, bis Oktober 1946 Erweiterung der Feldbahn Oktober 1946 Erweiterung der „Bergwerkswald-Strecke“. Abteufen des Schacht 3 und Schließung der beiden alten Schächte. 01.04.1949 Übernahme der Bahn durch die Deutsche Reichsbahn 1953 Übernahme des ehem. Heeresverpflegungsamtes durch den VEB Nahrungsmittelwirtschaft Erfurt und Eröffnung der BHG Tannenroda 1957 Übergabe des Schwerspatabbaubetriebes an das Bergbaukombinat Thüringen, welcher fortan als VEB Barytwerke Tannenroda firmiert. 1958 Tannenroda wird zum Kurort ernannt, Beginn des FDGB-Feriensonderzugverkehrs 1959 erneuter Einbau einer Schrankenanlage am Bahnübergang Brecherwerk 1969 Abschaffung der Dampfloks, Umstellung auf Dieselloks der BR 110 16.05.1987 100jähriges Jubiläum mit Dampfsonderzügen und großem Volksfest 10.06.2012 Betriebsübergabe von DB Regio an die Thüringer Bahn AG
Die Werkstatt der Signal- und Weichenmeisterei, gebaut aus Resten der VERO-Bahnhofes Wachstedt. Als Spachtel nehme ich PUFAS-KFz-Karosseriespachtel aus der Tube. Das Gleis wird seit Jahren nicht mehr genutzt.
Der Bahnhof Tannenroda, unfertig/im Bau. Habe das Gebäude etwas schlichter, ohne den Turm gebaut. Natürlich noch ein Dach aus Schiefer drauf, wir sind ja in Thüringen!
Am Abend noch ein Blick entlang der Gleise zwischen der Verwaltung des Barytwerkes und der Brecheranlage. Baubasis der Verwaltung zwei alte Bahnhofsgebäude, das Brecherwerk entstand u.a. aus einer Heljan-TT-Garage, einem Auhagen-Hochbunker und seeeeehr vielen Auhagen-Bastelplatten.
Streckenverlauf Die landschaftlich reizvolle Strecke verlässt das Erfurter Stadtgebiet in Windisch-Holzhausen entlang der Erfurter Strasse steil ansteigend in Richtung Haltepunkt Schellroda und biegt dann in östlicher Richtung nach Klettbach ab. Von Klettbach an im Streckenprofil fallend schwenkt die Strecke hinter Nauendorf in Richtung Süden nach Tonndorf ab. In recht starker stetiger Steigung führt die Strecke an der Kurklinik Bad Berken entlang über den bewaldeten Bergrücken nach Tannenroda und weiter nach Carolinasheim. Der Streckenarm nach Julianashausen zweigt kurz hinter dem Bahnhof Tannenroda ab und führt entlang des Flüsschens Schwarza durch die Weiden und Felder des ehem. Rittergutes bis zum am damaligen Ortsrand befindlichen Bahnhof.
Am Wasserwerk Tannenroda. Modul nach Norm des MBC Poing e.V. mit 15 Grad Kurve, so etwas macht bei Ausstellungsanlagen Sinn um einen "im Weg stehenden Hallenpfeiler zu umfahren" oder aber den Streckenverlauf etwas lebendiger zu machen.
Der Bahnhofsvorsteher von Tannenroda erklärt seinen Männern, das die Instandhaltung des Wetterschutzes auf Bahnsteig 2 jetzt mal angegangen werden muss. Natürlich fällt ihm das zum Freitagnachmittag ein...
Einer der Truppentransporte zur Rampe am Übungsplatz, um 1941. Alle Fahrzeuge stammen aus Bausätzen und sind mit Kennzeichen sowie Taktischen Zeichen versehen. Dargestellt ist der Transport der Stabskompanie einer Nachschubstaffel, welche vorbildgerecht aus Fahrzeugen verschiedenster Hersteller "zusammengewürfelt" war. So findet man Mercedes 170 (Schmieröl), Opel Blitz(Betriebsstoffgruppe), Ford (Funk)und Krupp (mobiler Wartungstrupp des Schirrmeisters) und noch viele andere Fabrikate.
Die Laderampe. Erbaut und genutzt von der Wehrmacht und später der NVA aufgrund des nahgelegenen Truppenübungsplatzes, inzwischen aber nur noch zur Holzverladung. Hier hat sich in fast 50 Jahren praktisch nichts verändert.
Habe für die VEB Barytwerke Tannenroda natürlich auch einen Werkswagen zum Transport von Barytmilch bauen "müssen". Dieser ist angenommenerweise ein altbrauchbarer isolierter Säurekesselwagen, von den Leuna-Werken gekauft. (Gebaut aus einem Roco G02, Beschriftung fehlt noch mal schaun was Herr Nothaft so im Programm hat.) Im Hintergrund die alte Remise der Bergwergsbahn am Schacht 1.
Das Eisenbahnerwohnhaus nochmal aus Sicht vom Lagerplatz Betonfertigteile. Dieser Lagerplatz verfügt zum Verschub sogar über eine meterspurige Werkbahn. Aber sowohl der Bockkran als auch die Loren sind lange ausser Betrieb, das erledigen seither Tieflader und ein Autokran.
Das neue Brecherwerk, Ende der 40er Jahre erbaut. Hier wird Baryt gemahlen und gesäubert. Die Anlieferung erfolgt mit einer 580mm Grubenbahn in einen Tiefbunker, von dort per Förderanlage in den Hochbunker. So ein Betrieb wird auch in der DDR alle Jahre umgebaut, das Brecherwerk erneuert usw. und so sieht das dann auch aus. Aber es funktioniert irgendwie...
das Thema interessiert mich. Deshalb wäre es schön, wenn Du mal einen Übersichtsplan über die geplanten Module/Segmente und den Streckenverlauf zeigen könntest.
Hallo Peter, Übersichtspläne habe ich noch keine erstellt. Ich baue aus Platznot an "im-schrank-lagerbaren" Modulen im Format 90x60 cm auf 6cm hohen Rahmen. Hier liegt die Strecke außermittig um mehr Raum für die Gestaltung zu haben. Diese sollen später zu einer stationären Anlage zusammengesetzt werden und müssen daher nicht transportabel sein. Entstanden sind bisher ein halbfertiger Bahnhof Tannenroda (4 Weichen, Länge 220 cm) mit 2 Ansatzstücken als Stummelgleise zum Lok umsetzen sowie 4 Streckenmodule. Dann gibts noch ein Bahnmeistereimodul (Gleisharfe und Werkstätten) und das Bergwerkssegment Weiterhin baue ich an Modulen (stabil und transportabel) meines Vereins MBC Poing e.V. dies sind 50 x 100cm Streckenmodule sowie Kurven mit 30 Grad-Bogen (Bahnarbeiterwohnhaus und Wasserwerk z.B.) Im Moment bau ich an der "Kurklinik-Kurve", davon aktuelle Rohbaubilder.
Leider hab ich keinerlei Lust auf Elektrik und Weichenantriebe, weshalb der Bahnhof noch nicht betriebsfähig ist. Umsomehr Spass hab ich am Kitbashing von Gebäuden, auch der Waggonumbau und LKw-Bausätze mach ich gern. Hab leider immer nur mal abends Zeit, aber es kommt eh nur Mist im Fernsehen...
Zitat von Thoralf im Beitrag Die Kleinbahn Erfurt-Tannenroda Am Abend noch ein Blick entlang der Gleise zwischen der Verwaltung des Barytwerkes und der Brecheranlage. Baubasis der Verwaltung zwei alte Bahnhofsgebäude, das Brecherwerk u.a. eine Heljan-TT-Garage, ein Auhagen-Hochbunker und sehr viele Auhagen-Bastelplatten.
Hallo Thoralf also dieses Bild ist der Hammer gefällt mir persönlich am besten
Das Bild ist vom Balkon aus Richtung Süden geschossen, der Horizont ist schon "echt". So einen Abendhimmel in den Farben würde man nie malen oder als Tapete dahinterkleben... Mich erinnert das Bild grad daran das die Dachrinne noch fehlt. Danke auch für die Anregung zur Weichenzunge/Strasse, ja das muss weiter hoch Richtung Herzsstück. Räumlich lässt so ein beengtes Tal im Thüringer Wald leider oft keine andere Lösung zu. Fürst Eckhardt d.Ä. wolle aber 1888 eben "genau da" seinen Privatbahnsteig für seinen Hofzugwagen haben... und die Organisation Todt hat dann bei der Streckenertüchtigung 1940 eben eine neue EW 190 verlegt - so wars halt