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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#1 von Gartenbahner60 , 10.01.2019 19:28

N'abend
im Weihnachtsurlaub habe ich mich an den Bau einer U-förmigen Anlage (mit Rundfahrmöglichkeit) des Bahnhofs Nidda (samt BW und Anschluß Spanplattenwerk) gemacht. Da nun die Gleise liegen, Weichen und Signale verkabelt sind, laufen ersten Testfahrten. Die Landschaft kommt noch ...

Der Raum ist ca. 3,40m x 2,90m groß. An der längeren Wand liegt der Bahnhof, auf dem linken Schenkel (Fahrtrichtung Gelnhausen) eine Wendeschleife, Abstellgleise und der Werksanschluß. Auf rechtem Schenkel liegen die Ausfahrten (Richtung Friedberg und Gießen), die in einen 5-gleisigen Schattenbahnhof führen (3 Gleise aus Gießen/Friedberg, 2 Gleise Richtung Gelnhausen). Wenn der voll ist, kann über 2 Gleise vorbeigefahren werden. Über eine optionale Brücke vor dem Zugang kann zum anderen Schenkel weitergefahren werden und man kommt aus Richtung Gelnhausen wieder in Nidda an. Die Loks fahren M.Digital, die Weichen werden konventionell geschaltet: eine Stellpult-Gruppe rechts übernimmt die Funktion des Stellwerks "Nf" (Fahrdienstleiter Stellwerk links von den Gleisen Richtung Gießen/Friedberg) und damit stellt man die Ausfahrweichen, Sperrsignale und Hauptsignale Richtung Gießen/Friedberg. Eine andere Stellpult-Gruppe links übernimmt die Funktion des Stellwerks "Ns" (südliches Stellwerk beim BW und in Fahrtrichtung Gelnhausen) und damit stellt man die Ausfahrweichen, Sperrsignale und Hauptsignale Richtung Gelnhausen und stellt die Weichen zu den Gütergleisen (8-10, Güterschuppen, Laderampe und Holzladeplatz) und ins BW.

Der Bahnhof Nidda (ca. 8 km von hier entfernt) paßt leider nicht ins Zimmer rein , also habe ich ihn in H0 und stark gekürzt umgesetzt. Alles wichtige wollte ich wie im Original beibehalten, aber das BW ist aus Platzgründen etwas verkleinert worden (und die Zufahrten entsprechen nicht ganz dem Original). Und so sieht er derzeit aus:



Blickrichtung Ausfahrt Friedberg/Gießen (links geht's nach Friedberg, rechts nach Gießen, links hinten ist Fahrdienstleiter Stellwerk "Nf"):



Richtung Gelnhausen und BW (rechts vorn ist südliches Stellwerk "Ns"):



Schattenbahnhof (3 Gleise für Ankünfte aus Gießen und Friedberg, 2 für Ankünfte aus Gelnhausen über den anderen Schenkel. Einfahrt wird automatisch über Schaltgleise gesteuert):



Werksanschluß (mit Kesselwagen voller Leim):



Wendeschleife und "Brücke":


Demnächst mehr ....

Siggi


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RE: Nidda Bahnhof entsteht (6)


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#2 von WiTo , 10.01.2019 21:00

Hallo Siggi,

als alter Mittelhesse (ich bin ca. 13 km von Nidda aufgewachsen) muss ich hier doch gleich mal einen Fuß in die Tür stellen.

Gleich aber mal eine Bitte! Versuch doch mal den "Direkt-Link für Foren" aus Abload hier reinzustellen. Dann werden die Fotos direkt im Betrag angezeigt und man muss nicht mühsam alle Bilder anklicken, um sie zu betrachten! Das machen eigentlich die meisten so hier.

Toll finde ich, wie du die markante Signalsituation in Nidda umgesetzt hast. Auffallend, dass nach Gießen nur von Gleis 2 ausgefahren werden kann und nach Gelnhausen nur von Gleis 3. Auch, dass du an den Hornitex-Anschluss gedacht hast, ist klasse, auch wenn mir da ein wenig der Höhenunterschied fehlt Aber bei den Platzverhältnissen so viele Details unterzubringen

Wer Nidda kennt, wird den Bahnhof sofort wiedererkennen. Das ist dir schon mal gut gelungen.

Dann wollen wir mal sehen, wie es mit deinem Projekt weiter geht.

Liebe Grüße

Thomas (WiTo)


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#3 von minimax13 , 10.01.2019 21:29

Hallo,

sieht interessant aus!
In einem anderen Forum hat man für sowas den Begriff "selective compression" verwendet.
Irgendwie muss man seine Wünsche ja in die kleinen 4 Wände bekommen

Beste Grüße Frank


Neustadt-Burghausen


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#4 von Gartenbahner60 , 10.01.2019 22:06

Zitat

Toll finde ich, wie du die markante Signalsituation in Nidda umgesetzt hast. Auffallend, dass nach Gießen nur von Gleis 2 ausgefahren werden kann und nach Gelnhausen nur von Gleis 3. Auch, dass du an den Hornitex-Anschluss gedacht hast, ist klasse, auch wenn mir da ein wenig der Höhenunterschied fehlt Aber bei den Platzverhältnissen so viele Details unterzubringen



Hallo Thomas
ja, diese spezielle Fahrstraßensituation wollte ich nachstellen. Allerdings sind die Gleise anders numeriert und ganz unterschiedlich mit Signalen ausgestattet:

Gleis 1 am Hausbahnsteig hat nur 2 Ausfahrsignale (keine Sperrsignale) in beide Richtungen: Gießen/Friedberg und Gelnhausen (und früher Schotten).

Gleis 2 ist Richtungsgleis nach Gießen (am ersten Mittelbahnsteig, anderes Gleis ist 4). Dort gibt's nur in Richtung Gießen ein Hauptsignal (HP2), aber Sperrsignale an beiden Enden. Umgekehrt hat Gleis 4 nur Ausfahrsignal Richtung Gelnhausen, aber Sperrsignale in beide Richtungen. Gleis 3a war ein Stumpfgleis, das Richtung Gießen lag und am Bahnsteig endete. Dort keuzen heute die Züge Gießen/Gelnhausen.

Am nächsten Mittelbahnsteig liegen Gleis 5 (mit 3-achser Umbauwagen) und 7 (Güterwagen). Dort fahren heute die Züge von/nach Friedberg. Von 5 kann man in beide Richtungen ausfahren (HP2 Gelnhausen, HP1 Friedberg, HP2 Gießen) und es hat 2 Sperrsignale. Aus Gleis 7 kann man nur Richtung Friedberg/Gießen ausfahren (HP2, Sperrsignal), aber nicht nach Gelnhausen (keine Signale, nur H-Tafel). Gleise 6a/b waren Stumpfgleise vor/nach dem Bahnsteig (in 6b steht der Triebwagen).

Gleise 8-10 sind Abstellgleise, die Richtung Gießen eine Gleissperre haben (keine Signale).

Gruß
Siggi

Nachtrag: siehe auch: http://www.diebahnkommt.net/mediapool/49...splan-Nidda.jpg


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#5 von Bk Distelrasen , 11.01.2019 08:32



Nidda war lange Zeit einer meiner Lieblingsbahnhöfe und die Wetterau mein "Jagdrevier". Über den Nachbau hatte ich auch schon nachgedacht, doch irgendwann bin ich zum Hauptbahnfan geworden... Ich denke Du hast mit dem zur Verfügung stehenden Platz wirklich das bestmögliche herausgeholt Wenn es Dir recht ist kann ich mal bei Gelegenheit nach Vorbildfotos (noch vor der Modernisierung) suchen und hier einstellen.


Gruß
Alex



Eisenbahndreieck Distelrasen: viewtopic.php?f=15&t=155552


 
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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#6 von Gartenbahner60 , 11.01.2019 09:06

[quote="Bk Distelrasen" post_id=1923187 time=1547191939 user_id=30598]


Nidda war lange Zeit einer meiner Lieblingsbahnhöfe und die Wetterau mein "Jagdrevier". Über den Nachbau hatte ich auch schon nachgedacht, doch irgendwann bin ich zum Hauptbahnfan geworden... [/quote]
Na da hättest Du ja bei Nidda bleiben können

Wer Nidda nicht kennt: die beiden nördlich rausführenden Gleise sind nicht eine zweigleisige Strecke, sondern 2 eingleisige! Da können also auf beiden Gleisen zugleich Züge ein- oder ausfahren. Rechtes Gleis (Durchgangsgleis 4 von/nach Gießen) ist durchaus eine Hauptbahn (mit voller Signalisierung an der der Strecke), während linkes Gleis (5) als Nebenbahn nach Friedberg führt (nun ist nächstes Hauptsignal das Einfahrsignal in Beienheim).

Zitat
Ich denke Du hast mit dem zur Verfügung stehenden Platz wirklich das bestmögliche herausgeholt Wenn es Dir recht ist kann ich mal bei Gelegenheit nach Vorbildfotos (noch vor der Modernisierung) suchen und hier einstellen.



Kleinigkeiten passen immer noch drauf. Ich habe leider wenig Bilder vom BW gesehen. Vielleicht hast Du davon Bilder? Meine Anlage ist in den 60ern datiert. Ich bin mir nicht sicher, wo überall Wasserkräne und Schuppen (oder sonstige Anlagen) im BW standen.


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#7 von Dreispur , 11.01.2019 09:57

Hallo !

Die Ecke mit der Drehscheibe und kleinen Bw finde ich gut angelehnt .

Am Punkt nicht zuviel und trotzdem glaubwürdig .
Werde weiter dranbleiben


mfG ANTON

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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#8 von Gartenbahner60 , 13.01.2019 19:03

So, es geht weiter:

Die Bahnsteige wurden gepflastert und der Bohlenüberweg für Gepäckkarren angelegt. Und die Bahnsteigleuchten aufgestellt:




Der Holzladeplatz wurde gepflastert.
Die Brücke im Hitergrund ist ein markantes Teil des Bahnhofs Nidda, das noch gefehlt hat. Hier aber erstmal eine Stellprobe, da kommt noch eine andere Brücke hin:




Die Kompframpe wurde betoniert und die Ladestraße gepflastert:




Und um mir weitere Krabbeleien Richtung Nidda zu ersparen, habe ich am Eingang nun eine ordentliche Brücke eingebaut. Bei Betriebsruhe kann man die einfach rausnehmen und wegstellen:




Und nach und nach verschwinden die Schattenbahnhofsgleise im Untergrund:





Bis dann wieder ...

Siggi


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#9 von WiTo , 13.01.2019 20:18

Hallo Siggi,

dass du noch die Straßenbrücke zum Bw berücksichtigst finde ich super. Und mit den Pflasterarbeiten bist du ja super schnell vorangekommen. Sieht schon recht gut aus.

Was mich aber etwas irritiert. Warum hast du das Sperrsignal an Gleis 4 Richtung Gießen so weit von der Gleisachse weg aufgestellt. Das wirkt da irgendwie etwas verloren. Wenn mal wirklich ein Zug aus Richtung Stockheim kommend in Gleis 4 einfahren würde (ich weiß nicht, ob das Fahrstraßentechnisch möglich war), dann würde man wegen des Bahnsteigdaches, bzw. der Dachstützen das Signal erst sehr spät sehen. Das war real meiner Erinnerung nach nicht so. Da stand das Signal direkt am Gleis.

Ansonsten, schon ordentlich was geschafft. Gratuliere.

Liebe Grüße

Thomas (WiTo)


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#10 von Gartenbahner60 , 13.01.2019 20:50

Zitat

Was mich aber etwas irritiert. Warum hast du das Sperrsignal an Gleis 4 Richtung Gießen so weit von der Gleisachse weg aufgestellt. Das wirkt da irgendwie etwas verloren. Wenn mal wirklich ein Zug aus Richtung Stockheim kommend in Gleis 4 einfahren würde (ich weiß nicht, ob das Fahrstraßentechnisch möglich war), dann würde man wegen des Bahnsteigdaches, bzw. der Dachstützen das Signal erst sehr spät sehen. Das war real meiner Erinnerung nach nicht so. Da stand das Signal direkt am Gleis.



Hallo Thomas

das war leider dem Unterbau geschuldet. Da wo das HS 4' eigentlich hingehört, ist ein tragender Teil des Unterbaus (5 cm dicker Holzträger).
OK, den könnte man auch durchbohren. Da aber der Ausschnitt zum Einbau des Vissman Sperrsignals quadratisch sein soll und ich keinen Bohrer dafür habe , steht es nun weiter rechts.
Aber eine Zugfahrt wird da nicht hinkommen, denn die Einfahrfahrstraße endet ja am Hauptsignal (oder an H-Tafel wie in Gleis 7). Das gibt's da in Gleis 4 aber nicht, also kann es da hin auch keine Zugfahrstraße von Gelnhausen her geben (Gleis 1, 2 und 5 reicht ja auch aus). Also kann da nur rangiert werden und der TF muß halt schnell genug gucken

Gruß
Siggi

PS: Zukünftige Verbesserungen sind aber nie ausgeschlossen ....


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#11 von WiTo , 13.01.2019 22:23

Zitat

Zitat

Was mich aber etwas irritiert. Warum hast du das Sperrsignal an Gleis 4 Richtung Gießen so weit von der Gleisachse weg aufgestellt. Das wirkt da irgendwie etwas verloren. Wenn mal wirklich ein Zug aus Richtung Stockheim kommend in Gleis 4 einfahren würde (ich weiß nicht, ob das Fahrstraßentechnisch möglich war), dann würde man wegen des Bahnsteigdaches, bzw. der Dachstützen das Signal erst sehr spät sehen. Das war real meiner Erinnerung nach nicht so. Da stand das Signal direkt am Gleis.



Hallo Thomas

das war leider dem Unterbau geschuldet. Da wo das HS 4' eigentlich hingehört, ist ein tragender Teil des Unterbaus (5 cm dicker Holzträger).
OK, den könnte man auch durchbohren. Da aber der Ausschnitt zum Einbau des Vissman Sperrsignals quadratisch sein soll und ich keinen Bohrer dafür habe , steht es nun weiter rechts.
Aber eine Zugfahrt wird da nicht hinkommen, denn die Einfahrfahrstraße endet ja am Hauptsignal (oder an H-Tafel wie in Gleis 7). Das gibt's da in Gleis 4 aber nicht, also kann es da hin auch keine Zugfahrstraße von Gelnhausen her geben (Gleis 1, 2 und 5 reicht ja auch aus). Also kann da nur rangiert werden und der TF muß halt schnell genug gucken

Gruß
Siggi

PS: Zukünftige Verbesserungen sind aber nie ausgeschlossen ....




Hallo nochmal,

oha, ja, das kenne ich auch mit den Streben, die ausgerechnet da verlaufen, wo ein Signalantrieb hin soll. Ich habe bei mir einen Signalantrieb auch halb in einer Strebe versenken müssen. Vielleicht wäre aber ein kompakter Hobbyantrieb eine Alternative?

Den Antriebskasten kann man vielleicht ganz in der Platte versenken. Vgl. hier: https://www.amazon.de/Viessmann-4617-H0-...l/dp/B0042XA8EE

Was das Enden von Zugfahrten angeht, so konnte (und kann) das nicht nur an einer H-Tafel, oder einem Huptsignal, sondern eben auch an einem Gleissperrsignal geschehen. Das Signalbild Sh0 gilt für Zug und Rangierfahrten und bedeutet Halt/Fahrverbot.

In Beienheim wurde beispielsweise bis in die 90-er Jahre die Zugkreuzung des Niddaer Astest so abgewickelt, dass die Züge aus Nidda in Gleis 3 einfuhren (u.a. wg. der höhengleichen Bahnsteigzugänge) und die Züge aus Friedberg kommend in Gleis 2 einfuhren (das musste auch so sein, wenn Züge nach Nidda und Hungen geflügelt wurden, denn nur aus Gleis 2 konnte in beide Richtungen ausgefahren werden.

An Gleis 3 stand aber bis in die 90-er Jahre nur ein Gleissperrsignal, an denen die Zugfahrten nicht nur endeten. Es war bis dahin gelebte Praxis, dass die Züge auch auf das Gleissperrsignal ausfuhren. Den Abfahrauftrag gab natürlich der Fahrdienstleiter mit der Kelle (zumindest bei schönem Wetter). Dann mekte man dann doch, dass dieses Verfahren nicht so ganz sauber war (obwohl es die Jahrzehnte davor immer gut funktioniert hatte) und stellte an die Stelle des Sperrsignals doch noch ein neues Formhauptsignal auf. Wann das genau war, weiß ich aber nicht mehr. Igendwann so um 1995 denke ich.

Also Fahrstraßen in ein Gleis, dass am Ende nur ein Sperrsignal hatte, sind nicht ungewöhnlich. Daher auch meine Unsicherheit bzgl. Nidda Gleis 4. Ich kenne leider den Verschlussplan der Niddaer Stellwerke nicht.

Aber das mal nur eben so. Liebe Grüße noch

Thomas (WiTo)


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#12 von Gartenbahner60 , 13.01.2019 22:48

Zitat

Vielleicht wäre aber ein kompakter Hobbyantrieb eine Alternative?

Den Antriebskasten kann man vielleicht ganz in der Platte versenken. Vgl. hier: https://www.amazon.de/Viessmann-4617-H0-...l/dp/B0042XA8EE



Hallo Thomas
Danke für den Tipp. Ist bestellt
Und wenn ich den Bahnsteig noch etwas verlängere, dann verschwindet der Antrieb großteils darin ....

Siggi


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#13 von Gartenbahner60 , 14.01.2019 09:28

Hallo Thomas
habe nochmal drüber nachgedacht und ich bin immer noch der Meinung, daß ein Sperrsignal nicht Ziel einer Zugfahrstraße sein kann.
Denn es gibt kein Vor-Sperrsignal, das das Sperrsignal ankündigt. Ein TF, der bei einer Zugfahrt auf ein unerwartetes Sh0 trifft, wird das Sperrsignal trotz Schnellbremsung überfahren. Oder kann jemand einen Link auf ein Dokument beisteuern, wo das anders festgelegt wird?

Zitat

Was das Enden von Zugfahrten angeht, so konnte (und kann) das nicht nur an einer H-Tafel, oder einem Huptsignal, sondern eben auch an einem Gleissperrsignal geschehen. Das Signalbild Sh0 gilt für Zug und Rangierfahrten und bedeutet Halt/Fahrverbot.



Das ist schon klar: ein Sh1 ist eine notwendige (aber nicht hinreichende) Voraussetzung für eine Zugfahrt.

Zitat

In Beienheim wurde beispielsweise bis in die 90-er Jahre die Zugkreuzung des Niddaer Astest so abgewickelt, dass die Züge aus Nidda in Gleis 3 einfuhren (u.a. wg. der höhengleichen Bahnsteigzugänge) und die Züge aus Friedberg kommend in Gleis 2 einfuhren (das musste auch so sein, wenn Züge nach Nidda und Hungen geflügelt wurden, denn nur aus Gleis 2 konnte in beide Richtungen ausgefahren werden.

An Gleis 3 stand aber bis in die 90-er Jahre nur ein Gleissperrsignal, an denen die Zugfahrten nicht nur endeten. Es war bis dahin gelebte Praxis, dass die Züge auch auf das Gleissperrsignal ausfuhren. Den Abfahrauftrag gab natürlich der Fahrdienstleiter mit der Kelle (zumindest bei schönem Wetter).



Ich vermute, daß das so lief: Zug aus Nidda fährt auf HP2 in Gleis 3 ein. Beienheim hat heute (und vermutlich auch damals) H-Tafeln am Bahnsteig. Das Ziel der Einfahrtstraße für den P-Zug, der ja am Bahnsteig hält und nicht bis ans Sperrsignal vorzieht, ist dann die H-Tafel am Bahnsteig.

Ausfahrt als Zugfahrt geht nicht auf Sperrsignal, sondern (wie Du ja schriebst) nur durch Abfahrauftrag durch Rotkäppchen mit Grünkelle. Das Sperrsignal muß dann Sh1 zeigen (siehe oben: notwendige Vorraussetzung). Das passt also alles .....

Zitat

Dann mekte man dann doch, dass dieses Verfahren nicht so ganz sauber war (obwohl es die Jahrzehnte davor immer gut funktioniert hatte) und stellte an die Stelle des Sperrsignals doch noch ein neues Formhauptsignal auf. Wann das genau war, weiß ich aber nicht mehr. Igendwann so um 1995 denke ich.



Ich vermute, daß das bei Nachrüstung mit INDUSI das notwendig wurde: wenn ein TF vor Beienheim verstirbt, fährt er in Beienheim ein, an der H-Tafel und am Sperrsignal (ohne Magnet) durch und wird erst in Friedberg oder durch Einschlag in den Gegenzug gestoppt.
Mit Indusi kann er in Beienheim nur eingefangen werden, wenn dort ein Ausfahrsignal mit Indusi-Magnet steht.

Zitat

Also Fahrstraßen in ein Gleis, dass am Ende nur ein Sperrsignal hatte, sind nicht ungewöhnlich. Daher auch meine Unsicherheit bzgl. Nidda Gleis 4. Ich kenne leider den Verschlussplan der Niddaer Stellwerke nicht.



Klar, aber wenn der Zug am Bahnsteig halten muß oder H-Tafel hat, ist erstmal egal was danach kommt: ob Sperrsignal oder garnix (wie in Nidda Gleis 7 bei Einfahrt aus Friedberg) ist dann nicht relevant. Erst wenn er als Zugfahrt weiter wollte (was in Nidda in Gleis 7 nicht geht, da muß gewendet oder rangiert werden), dann ist immer noch das Sperrsignal nicht mehr als die notwendige Voraussetzung.

Gruß
Siggi

Nachtrag: da Güterzüge nicht am Bahnsteig halten, vermute ich dann folgenden Vorgehen (falls damals in Beienheim auch Güterzüge aus Richtung Reichelsheim fuhren): Güterzug wird am Einfahrsignal gestellt und kriegt erst Einfahrt, wenn Ausfahrt steht (und damit Sperrsignal Sh1 zeigt).


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#14 von WiTo , 14.01.2019 12:26

Hallo Siggi,

ich hoffe, ich nerve dich nicht mit dieser interessanten Diskussion. Es sprengt halt ein wenig den Rahmen deines Threats, aber es ist irgendwie interessant zu ergründen, wie denn nun die Signaltechnik genau gestaltet ist/war, wenn man einen Bahnhof nach Vorbild nachbaut. Und da du die Diskussion ja interessiert aufgenommen hast, wollte ich noch die ein oder andere anmerkung dazu hinterlassen.

Zitat

Hallo Thomas
habe nochmal drüber nachgedacht und ich bin immer noch der Meinung, daß ein Sperrsignal nicht Ziel einer Zugfahrstraße sein kann.
Denn es gibt kein Vor-Sperrsignal, das das Sperrsignal ankündigt. Ein TF, der bei einer Zugfahrt auf ein unerwartetes Sh0 trifft, wird das Sperrsignal trotz Schnellbremsung überfahren. Oder kann jemand einen Link auf ein Dokument beisteuern, wo das anders festgelegt wird?



Das Vorsignal-Argument passt hier nicht. Viele Bahnhöfe haben garkein Ausfahrvorsignal, das ihnen die Stellung der Ausfahrsignale schon am Einfahrsignal zeigt. Das gab es in Mittelhessen mienes Wissens garnicht. Stockheim hatte keine Ausfahrvorsignale, Hungen hat bis heute keine und Nidda hatte zu Formsignalzeiten glaube ich auch keine. Beienheim hat(te) nichteinmal ein Einfahrvorsignal!

Und zwischen Einfahrsignal und Ausfahrsignal waren in den genannten Bahnhöfen auch keine Vorsignale. Also bedarf es auch für ein Sperrsignal keines Vorsignals, um dort halten zu können. So ein Halt kommt ja in der Regel nicht überraschend, sondern ist im Buchfahrplan vermerkt.

Zugfahrten können auch an Sperrsignalen enden. Steht sinngemäß hier : http://www.stellwerke.de/signal/deutsch/sh.html

Zitat

Ich vermute, daß das so lief: Zug aus Nidda fährt auf HP2 in Gleis 3 ein. Beienheim hat heute (und vermutlich auch damals) H-Tafeln am Bahnsteig. Das Ziel der Einfahrtstraße für den P-Zug, der ja am Bahnsteig hält und nicht bis ans Sperrsignal vorzieht, ist dann die H-Tafel am Bahnsteig.



Ich kann mich vor 1990 nicht an H-Tafeln in Beienheim erinnern. Auf diesem Bild von Gleis 3 in Beienheim kann man jedenfalls keine erkennen: http://imageshack.us/photo/my-images/819...im19900912.jpg/

Im Hintergrund sieht man das Sh-Signal und die Signaltafel davor war eine Pfeiftafel!


Zitat

Ich vermute, daß das bei Nachrüstung mit INDUSI das notwendig wurde: wenn ein TF vor Beienheim verstirbt, fährt er in Beienheim ein, an der H-Tafel und am Sperrsignal (ohne Magnet) durch und wird erst in Friedberg oder durch Einschlag in den Gegenzug gestoppt.
Mit Indusi kann er in Beienheim nur eingefangen werden, wenn dort ein Ausfahrsignal mit Indusi-Magnet steht.



Was die Indusi angeht, so gab es da keine Nachrüstung in jüngerer Vergangenheit, weil die Strecke im Abschnitt Beienheim Friedberg schon sehr lange Indusi hatte. Auf diesem Bild kann man an Gleis 3 Richtung Nidda den Magneten am Signal gut erkennen: http://imageshack.us/photo/my-images/26/...im19900912.jpg/
Gleichzeitig deutet das alte Bü-Überwachungssignal auf eine Zeit spätestens um Mitte bis Ende der 80-er Jahre.

Und für das plötzliche Ableben des Tf gibt es ja primär erst mal die SiFa!


Zitat

Nachtrag: da Güterzüge nicht am Bahnsteig halten, vermute ich dann folgenden Vorgehen (falls damals in Beienheim auch Güterzüge aus Richtung Reichelsheim fuhren): Güterzug wird am Einfahrsignal gestellt und kriegt erst Einfahrt, wenn Ausfahrt steht (und damit Sperrsignal Sh1 zeigt).



Güterzüge gab es natürlich auch dort. Man denke nur an den Müll aus Grundschwalheim. Dieser Zug kreuzte auch immer auf Gleis 3 mit dem entgegenkommenden Eilzug aus Frankfurt. Und der Zug war definitiv bis zum Sperrsignal vorgefahren: https://www.alexanderhitz.de/images/reic...18_muellzug.jpg

So, ich hoffe, dass dich das mehr interessiert als genervt hat (falls letzteres, sag einfach Bescheid). Ansonsten wünsch ich dir noch gutes Gelingen beim Aufbau deiner Anlage.

Liebe Grüße

Thomas (WiTo)


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#15 von Gartenbahner60 , 14.01.2019 15:03

Zitat

Hallo Siggi,

ich hoffe, ich nerve dich nicht mit dieser interessanten Diskussion. Es sprengt halt ein wenig den Rahmen deines Threats, aber es ist irgendwie interessant zu ergründen, wie denn nun die Signaltechnik genau gestaltet ist/war, wenn man einen Bahnhof nach Vorbild nachbaut. Und da du die Diskussion ja interessiert aufgenommen hast, wollte ich noch die ein oder andere anmerkung dazu hinterlassen.



Genau. Und da ich gern verstehen will, was und wie ich was tue (auch im Maßstab 1:87), geht es weiter

Zitat
Beienheim hat(te) nicht einmal ein Einfahrvorsignal!



Einspruch: Es hat eine Vorsignaltafel aus Richtung Reichlsheim. Diese steht am Ort des (nicht vorhandenen) Vorsignals und ersetzt dieses, wenn die Geschwindigkeit (dort 60 km/h) klein genug ist und das Hauptsignal früh genug gesehen werden kann, sodaß der Zug noch rechtzeitig vor dem Einfahrsignal halten kann.
Und mindestens aus Richtung Friedberg hat es ein Einfahrvorsignal (wegen der Kurve ist das Einfahrsignal da nicht weit sichtbar).

Zitat
Zugfahrten können auch an Sperrsignalen enden. Steht sinngemäß hier : http://www.stellwerke.de/signal/deutsch/sh.html


Das lese ich dort so nicht heraus (Beispiele wie Gruppenausfahrsignale passen hier nicht wirklich, zumal die nur für Güterzüge zulässig sind). WIKI ist dieser Meinung (auch mit anderen Beispielen, die keine "normalen" Bahnsteige betreffen):

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrstra%C3%9Fe

Zitat von WIKI
Eine Fahrstraße beginnt normalerweise an dem Signal, das die Fahrt zulässt (Startsignal), und endet bei der Einfahrt in einen Bahnhof am Ende des Durchrutschwegs des Zielsignals. Dies ist bei Einfahrt in ein Durchgangsgleis ein Ausfahr- oder Zwischen-, bei Einfahrt in eine Gleisgruppe auch ein Sperrsignal, bei Einfahrt in ein Einfahrstumpfgleis am Prellbock.



"Zielsignal" ist in Nidda Gleis 7 die H-Tafel, sonst gibt's in dem Gleis keine weiteren Signale in Richung Gelnhausen.

Zitat
Ich kann mich vor 1990 nicht an H-Tafeln in Beienheim erinnern. Auf diesem Bild von Gleis 3 in Beienheim kann man jedenfalls keine erkennen: http://imageshack.us/photo/my-images/819...im19900912.jpg/



Auch wenn es da keine H-tafeln gab: im Buchfahrplan eines P-Zuges steht drin, daß er am Bahnsteig in Beienheim zu halten hat (egal, was das Sperrsignal am Ende des Gleises zeigt). Und er darf nur losfahren, wenn er den Abfahrauftrag vom Rotkäppchen hat (auch da ist für den TF das Sperrsignal nicht relevant, denn der Abfahrauftrag darf erst kommen, wenn "alles klar" ist, wozu auch Sh1 und HP>0 gehört, was vom Rotkäppchen geprüft werden muß. Erst dann darf er den Abfahrauftrag geben!). Also ist für den TF des P-Zuges das Sperrsignal selbst irrelevant(*).

Beim G-Zug, der nicht am Bahnsteig hält, steht vermutlich im Buchfahrplan drin, daß er in Beienheim bis zum Sperrsignal fahren darf und dann auf Abfahrauftrag wartet.

Gruß
Siggi

PS:(*) Klar ist aber, daß während einer Zugfahrt im Notfall jederzeit ein Sperrsignal auf Sh0 zurückfallen kann und der Zug bremsen muß.


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#16 von Gartenbahner60 , 16.01.2019 14:26

Inzwischen ist das Gleissperrsignal HS4' näher ans Gleis gerückt und die Bahnsteigbeleuchtung leuchtet:







Und am BW bzw. am Holzverladeplatz ist die Brücke durch eine andere ersetzt worden, die dem Original ähnlicher ist:



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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#17 von Gartenbahner60 , 20.01.2019 08:47

Moin,
wie ich ja geschrieben hatte, mußte ich aus Platzgründen die Zufahrt zum BW etwas verändern: da wo 2 DWS die direkte Fahrt von der Drehscheibe bis einschließlich Gleis 4 erlaubten, habe ich nur eine DKW eingebaut, mit der ich immerhin bis Gleis 5 direkt mit 'ner Lok hinkomme.

Dummerweise habe ich dann die Fahrstraße in/aus Gleis 5 (Richtung Gelnhausen) auch über diese DKW geführt. Ich hatte dabei nicht bedacht, daß diese DKW ja auch für Flankenschutz an dieser Stelle genutzt wurde (wegrollende Wagen aus Zieh- oder Abstellgleisen), denn Gleissperren gibt's dort dafür nicht. Bisher sah das dort so aus und zeigt das Problem:



Um diesen Mangel zu beheben, habe ich nur (statt einer weiteren DKW) dort 2 Weichen eingebaut. Nun können die Preiserlein gefahrlos nach Gelnhausen fahren

Und da ich die Gleise schon aufgerupft hatte (Gleise habe ich nur mit normalem Weißleim verklebt), habe ich dort auch gleich noch ein Entkupplungsgleis eingebaut, das ich für Lokwechsel gut brauchen kann:



Und wenn ich mal mehrere Wochen nix mehr am Gleis geändert habe, kommt dann der Schotter ...


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#18 von WiTo , 20.01.2019 11:44

Hallo Siggi,

gute Idee mit dem Umbau des Weichenfeldes Richtung Stockheim/Gelnhausen. Neben der eher technischen Frage der Fahrstraßensicherung ergibt sich für die Ausfahrt aus Gleis 5 nun eine wesentlich gefälligere Linienführung. In der ersten Variante wollte ich kein Preiserlein in deinen Wagen sein. So sehr, wie man da über die engen Weichenbögen, die ja platzbedingt leider bei dir nötig sind, umhergeworfen wird (gleich mehrere direkte Übergänge in den Gegenbogen), war das nun wirklich kein Reisevergnügen

Im Übrigen näherst du dich mit dieser Weichenführung eher auch dem historischen Gleisplan an, der noch zu Zeiten, als die Drehscheibe noch aktiv war, dort gegolten hatte. Es hat da wohl im Laufe der Jahre einen, oder ggf. mehrere Umgestaltungen im Gleisplan gegeben. Früher waren wohl einige DKW in dem Bereich verbaut. Zum Vergleich habe ich hier einen Link auf einen original DB-Gleisplan mit Stand August 1962!

http://www.diebahnkommt.net/mediapool/49...splan-Nidda.jpg

Wie du siehst, gab es damals auch überhaupt keine Weichenverbindung, über die man aus den Gleisen 7-10 in Richtung Stockheim/Gelnhausen hätte fahren können. Wenn du dich hier noch mehr annähern willst, könntest du vielleicht sogar noch die Weichenverbindung hinter der DKM zur Drehscheibe rüber zum Streckengleis nach Gelnhausen rausnehmen. Für die Ausfahrt aus Gleis 5 brauchst du diese Verbindung nicht mehr und aus den Gleisen 7-10 konnte man eben früher nicht auf das Streckengleis Richtung Gelnhausen gelangen. Darum war da ja auch das recht lange Ausziehgleis 16, über das man die Umstellungen vor allen in den Gütergleisen 8-10 vornehmen konnte. Ausfahrten von Zügen aus den Gleisen 7-10 waren ohnehin sicherungstechnisch nicht möglich, weil es eben keinerlei Signale an diesen Gleisen Richtung Glenhausen gab.

Diese historische Konstellation ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es in Gleis 7 in Richtung Glenhausen von Anfang an kein Signal (nichteinmal ein Sperrsignal) am Gleisende gab und gibt. Wenn aus diesem Gleis heraus keine anderen Zugfahrten gestört/gefährdet werden konnten, brauchte man da auch kein Signal hinzustellen. Das war und ist aus Gleis 4 Richtung Hungen/Gießen ja entsprechend anders.

Also, alles in allem ein kleines, aber sehr hilfreiches Detail, das du mit dieser neuen Weichenführung umgesetzt hast

Liebe Grüße

Thomas (WiTo)


Meine Anlage:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=121964

Computer hat man, um Probleme zu lösen, die man ohne Computer nicht hätte (für Modellbahnanlagen gilt sinngemäß das Gleiche).


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#19 von Gartenbahner60 , 20.01.2019 15:43

Zitat

Im Übrigen näherst du dich mit dieser Weichenführung eher auch dem historischen Gleisplan an, der noch zu Zeiten, als die Drehscheibe noch aktiv war, dort gegolten hatte. Es hat da wohl im Laufe der Jahre einen, oder ggf. mehrere Umgestaltungen im Gleisplan gegeben. Früher waren wohl einige DKW in dem Bereich verbaut. Zum Vergleich habe ich hier einen Link auf einen original DB-Gleisplan mit Stand August 1962!

http://www.diebahnkommt.net/mediapool/49...splan-Nidda.jpg

Wie du siehst, gab es damals auch überhaupt keine Weichenverbindung, über die man aus den Gleisen 7-10 in Richtung Stockheim/Gelnhausen hätte fahren können. Wenn du dich hier noch mehr annähern willst, könntest du vielleicht sogar noch die Weichenverbindung hinter der DKM zur Drehscheibe rüber zum Streckengleis nach Gelnhausen rausnehmen. Für die Ausfahrt aus Gleis 5 brauchst du diese Verbindung nicht mehr und aus den Gleisen 7-10 konnte man eben früher nicht auf das Streckengleis Richtung Gelnhausen gelangen. Darum war da ja auch das recht lange Ausziehgleis 16, über das man die Umstellungen vor allen in den Gütergleisen 8-10 vornehmen konnte. Ausfahrten von Zügen aus den Gleisen 7-10 waren ohnehin sicherungstechnisch nicht möglich, weil es eben keinerlei Signale an diesen Gleisen Richtung Glenhausen gab.

Diese historische Konstellation ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es in Gleis 7 in Richtung Glenhausen von Anfang an kein Signal (nichteinmal ein Sperrsignal) am Gleisende gab und gibt. Wenn aus diesem Gleis heraus keine anderen Zugfahrten gestört/gefährdet werden konnten, brauchte man da auch kein Signal hinzustellen. Das war und ist aus Gleis 4 Richtung Hungen/Gießen ja entsprechend anders.



Hallo Thomas
ja, die Bahn hat in den 60ern wohl öfter des Gleisplan verändert als ich nun
Mein Plan ist von 65, da gibt es die Weichenverbindung Ziehgleis/Strecke Gelnhausen schon (und die brauche ich auch), und die Drehschreibe gab's auch noch. Allerdings nur noch mit einer DKW, von der man auf nur noch auf Gleis 6... ausfahren konnte. Das ist bei mir etwas anders.

Inzwischen ist ja alles anders, und nach letztem Umbau auf elektrisches Stellwerk kann man von jedem Gleis in beide Richtungen ausfahren (auch Gleis 4 und 7, die nun (nach Abbau weiterer Gleise) neu durchnummeriert ganz anders heissen).

Gruß
Siggi


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#20 von Gartenbahner60 , 23.01.2019 18:20

Und es geht noch etwas besser

Wie man auf dem 2. Bild (am Anfang des Threads) sieht, ist links von Gleis 10 noch etwas Platz gewesen. Eigentlich wollte ich dort als Abschluß Bäume hinsetzen, denn die Bahn hat sich ja lobenswerterweise sehr um die Wiederherstellung des hessischen Urwalds gekümmert, wie man ja heute am Bahnhof sieht, was ich nachstellen wollte. Da sich dort aber im Gleisplan von 1966 (nach dem ich primär baue) noch das Gleis 11 befand, habe ich das nun dort hingebaut. Nun habe ich ein schön langes Abstellgleis ...

Zudem habe ich die Zufahrt zum Kohlebansen und zur Dieseltankstelle an den Gleisplan im Zustand von kurz vor 66 angepaßt (soweit möglich): Zufahrt nun von Gleis 10, wo es hinter dem Kohlebansen in ein Abstellgleis geht (vermutlich Anlieferung von Kohlen und Diesel), wo derzeit mein Kranhilfszug steht. Über eine Weiche (die 66 schon wieder weg war) geht es vor den Kohlebansen zur Bekohlung, Tankstelle und zum (elektrisch drehbaren) Wasserkran.

Im Plan von 66 ist noch ein Kleinlokschuppen eingezeichnet (hinter Kohlebansen mit Zufahrt von der Drehscheibe), den es in älteren Plänen nicht gibt. Den habe ich auch vorgesehen (kommt noch), aber im Gleisstummel steht schon mal die KÖF. Der Kohlebansen war im Original viel größer, das kommt dann auch noch ...






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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#21 von Gartenbahner60 , 27.01.2019 17:55

Die Niederschläge, die anderswo als Schnee runtergekommen sind, sind bei meinem Nidda als Schotter runtergekommen. Nun liegt er überall im Bahnhof und BW rum



Im BW steht nun der (recht große) Kleinlokschuppen und der Kohlebansen wurde aufgeblasen. Nun muß nur noch Kohlenachschub geliefert werden (ein Förderband steht schon bereit). Für die beamteten Preiserlein im BW habe ich um die Tellermine - äh Drehscheibe - einen Bohlenweg angelegt, damit es bei ihnen besser rund gehen kann:


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#22 von Gartenbahner60 , 03.02.2019 09:54

So, es gab wieder was zu tun:

Die Holzverladestelle ist nun in Betrieb gegangen und es sind schon viele Späne geflogen:





Der Kohlebansen ist frisch gefüllt und hungrige Dampfloks können kommen:







Gleiswaage und Lademaß sind in Betrieb:




An der Drehscheibe sieht's nun so aus:



Der Schilderwald am Bohlenübergang und an Gleis 7 (H-Tafel) ist gewachsen:





Ebenso grünt es nun beim Stellwerk Nf:



Und das EG hat seine historische Bahnsteigüberdachung erhalten:


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#23 von Bk Distelrasen , 04.02.2019 18:27

Hallo,
bist ja ganz gut voran gekommen!

Habe eben auf meinem PC ein Bild vom April 2008 entdeckt und dachte es könnte hier interessieren:


Gruß
Alex



Eisenbahndreieck Distelrasen: viewtopic.php?f=15&t=155552


 
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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#24 von Gartenbahner60 , 05.02.2019 09:19

[quote="Bk Distelrasen" post_id=1936208 time=1549301278 user_id=30598]
Habe eben auf meinem PC ein Bild vom April 2008 entdeckt und dachte es könnte hier interessieren:


[/quote]

Sind das die Oberhessischen Eisenbahnfreunde? Die tuckern ja gern mit ihren Schienenbussen über alte Strecken ....

Siggi

https://oef-online.de/


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RE: Nidda Bahnhof entsteht

#25 von Bk Distelrasen , 07.02.2019 07:41

Zitat

Sind das die Oberhessischen Eisenbahnfreunde? Die tuckern ja gern mit ihren Schienenbussen über alte Strecken ....

Siggi

https://oef-online.de/



Ganz genau- erkennbar auch am weißen Kupplungshaken...
Finde den Verein aber toll und bin deshalb auch ("nur" zahlendes) Mitglied.


Gruß
Alex



Eisenbahndreieck Distelrasen: viewtopic.php?f=15&t=155552


 
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