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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#1 von nachtlicht , 03.02.2019 03:04

Hallo

Wie hoch sind die Turmmasten bei den Sommerfeldt Quertragwerken (Qtw) ? Ich wollte das Qtw Nr 161 kaufen, und die Turmmasten separat bestellen, aber ich kann nirgends herausfinden welche Höhe (14, 16 oder 20 cm) die richtige ist. Es gibt ja auch die kompletten Qtw (130, 131 und 132) aber ohne Angabe der Masthöhe.
Die Breite des Qtw würde auf meiner Anlage voraussichtlich 25 bzw. 32 cm betragen.

Würde ein Abstand zwischen den Qtw von 45 cm noch funktionieren (bei Fahrdraht 0.5 mm)? oder sollte ich auf einer Länge von 1.35 m besser fünf Qtw (Abstand zwischen den Qtw wäre dann ca. 33.75 cm) einplanen?

Gruss
Christian


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#2 von Martin_B , 03.02.2019 08:37

Moin Christian,

machs wie beim Vorbild. Je mehr Gleise überspannt werden, desto höher die Masten. Bei 2 Gleisen gehen die Kürzeren, bei 4 Gleisen die Mittleren und bei 5 oder 6 Gleise die Höchsten.

Und genau so gehts los. Langsam höher werdend, bis die Masten zur anderen Seite wieder niederer werden.
Die Länge deiner Felder richtet sich nach den Kurvenradien. Bei geradem Gleisfeld kannst du die 500mm Länge nehmen.

Viel Spaß beim abspannen....


Grüße Martin

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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#3 von nachtlicht , 03.02.2019 19:31

Vielen Dank, Martin!
Mein Bahnhof hat 7 Gleise parallel => jedeils zwei Quertragwerke nebeneinander mit 3 masten von 160mm höhe. Korrekt?
Die Gleise sind auf ca. 1.35 m alle gerade - an beiden Seiten gehen sie dann über in diverse (Bogen)Weichen und Kurven mit R1 bzw. R2 (ist halt M-Gleis ...=> hier kommen wohl nur noch Streckenmasten in Frage, und ich muss ich diese Masten ziemlich eng stellen.
Ist das Abspannen dann bei jeder Weiche zwingend notwendig?

Und noch zwei Fragen:
- Ich habe noch jede Menge alte Märklin-Streckenmasten. Kann man die Ausleger von denen so umbauen bzw. umbiegen, dass man den Sommerfeldt Seitenhalter und Fahrdraht anlöten kann? Das würde halt ein paar hundert Euronen sparen ...
- ist das y-Beiseil an jedem Streckenmast Pflicht (DB Epoche III-IV)?

Gruss
Christian


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#4 von Martin_B , 04.02.2019 14:50

Hi Christian,

üblicherweise ist es dann so, dass mittig die langen Maste stehen und außen etwas kürzere. Geht aber auch so wie du es vor hast.
Bis nach den Weichen kannst du Quertragwerke nehmen, bei Gleiswechsel sowieso. Im Bogen dann Streckenmasten. Wenn du wirklich abspannen möchtest, würde ich keine alten Teile von Märklin nehmen. Da sparst du am falschen Platz. Abspannen so alle 2m....


Grüße Martin

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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#5 von Flo_85 , 04.02.2019 17:39

Zitat

Hallo

Wie hoch sind die Turmmasten bei den Sommerfeldt Quertragwerken (Qtw) ?



Sommerfeld empfiehlt folgende Maße bei Quertragwerken:

Bis 250mm Tragwerksbreite: 2 Masten #125
bis 360mm: 2x #126
bis 480mm: 2x #127

Generell kann ich das Anleitungsbuch von Sommerfeld empfehlen, da stehen alle benötigten Maße und viele Beispiele/Empfehlungen drin. Zudem wird ausführlich der Aufbau erklärt.


Mfg aus Österreich, Flo

Mein Anlagen Tagebuch: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=148671


 
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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#6 von Südbahnler , 05.02.2019 07:58

Hallo,

Zitat


üblicherweise ist es dann so, dass mittig die langen Maste stehen und außen etwas kürzere. Geht aber auch so wie du es vor hast.



?

Bis du da sicher? Ich meine in der Regel sind die Masten gleich hoch.

Zitat

Bis nach den Weichen kannst du Quertragwerke nehmen, bei Gleiswechsel sowieso. Im Bogen dann Streckenmasten. Wenn du wirklich abspannen möchtest, würde ich keine alten Teile von Märklin nehmen. Da sparst du am falschen Platz. Abspannen so alle 2m....



Mit den alten Märklin Teilen kann ich nur Martin nur zustimmen, lass es! Bei Sommerfeldt ist die ganze OL unter Zugspannung, die Märklin Kunststoffmasten funktionieren da nicht.


Viele Grüße
Albrecht

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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#7 von Martin_B , 05.02.2019 12:07

Hallo Jungs,

Zitat

Hallo,

Zitat


üblicherweise ist es dann so, dass mittig die langen Maste stehen und außen etwas kürzere. Geht aber auch so wie du es vor hast.



?

Bis du da sicher? Ich meine in der Regel sind die Masten gleich hoch.

Zitat

Bis nach den Weichen kannst du Quertragwerke nehmen, bei Gleiswechsel sowieso. Im Bogen dann Streckenmasten. Wenn du wirklich abspannen möchtest, würde ich keine alten Teile von Märklin nehmen. Da sparst du am falschen Platz. Abspannen so alle 2m....



Mit den alten Märklin Teilen kann ich nur Martin nur zustimmen, lass es! Bei Sommerfeldt ist die ganze OL unter Zugspannung, die Märklin Kunststoffmasten funktionieren da nicht.




bei 7 Gleise die zu überspannen sind, werden das einmal 4 und einmal 3 Gleise. Da würde ich zumindest bei den 3 Gleisen außen kürzere Masten nehmen. Außer du hast noch Bahnsteige dazwischen und die Breite lässt dann lange Masten zu....


Grüße Martin

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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#8 von Südbahnler , 05.02.2019 12:35

Hallo Martin,

wenn ich die Bilder von deiner Anlage so anschaue hast du aber lauter gleich hohe Masten.

Wie hast du das eigentlich gemacht mit dem Mast in der Mitte? Bei Sommerfeldt ist das ja so "ab Werk" nicht vorgesehen, von zwei Seiten Quertragwerke an den Masten zu befestigen. Bei mir steht das nämlich jetzt auch demnächst an.


Viele Grüße
Albrecht

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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#9 von Martin_B , 05.02.2019 13:11

Hallo Albrecht,


Zitat

Hallo Martin,

wenn ich die Bilder von deiner Anlage so anschaue hast du aber lauter gleich hohe Masten.

Wie hast du das eigentlich gemacht mit dem Mast in der Mitte? Bei Sommerfeldt ist das ja so "ab Werk" nicht vorgesehen, von zwei Seiten Quertragwerke an den Masten zu befestigen. Bei mir steht das nämlich jetzt auch demnächst an.



dann hast du nicht richtig geschaut. Hinten und in der Mitte sind die langen Masten und vorne die Mittleren. Da die überspannte Fläche im vorderen Güterbereich ohne Bahnsteige kürzer ist....


Ja, bei Sommerfeldt ist das nicht vorgesehen, man kann aber die Tragseile in der Mitte verlöten und hat dann die doppelte Breite des Quertragwerks zur Verfügung.


Grüße Martin

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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#10 von nachtlicht , 05.02.2019 21:53

Hallo zusammen,
Herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen!

Also für die Turmmasten nehme ich dann die Nummer 126 (160mm Höhe) – zwei gekoppelte Quertragwerke mit drei Masten. Der Tipp mit dem Zusammenlöten der Tragseile gefällt mir.
Würdet ihr dann als Quertragwerk die Nummer 161 oder 180 nehmen?

Und ist das Abspannen der OL bei Sommerfeldt (0.5 mm Drähte) denn wirklich Pflicht? Oder kann man auch darauf verzichten? Ist bei mir ein Platzproblem und treibt die Kosten weiter in die Höhe…

Was die Streckenmasten betrifft: ich habe an mehreren Stellen das Problem dass ich die Masten von unten schlecht festschrauben kann. Z.T. sind da die Balken und Elektronik-Bauteile im Weg. Evtl. werde ich dann an den schwierigen Stellen doch noch zumindest die Blechfüsse von den Märklin-Masten verwenden, damit dich die Masten von oben festschrauben kann (die Gewinde der Sommerfeldt-Masten kann man ja bestimmt absägen 😉

P.S. das Anleitungs-Buch werde ich mich sicher noch kaufen, aber ich bin doch verwundert, wie wenig Anleitungen und Videos man über Sommerfeldt im Netz findet ...


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#11 von BR 182 - 2015 , 05.02.2019 22:08

Hallo,
kannst auch die Maste mit ,, UHU - Kraft ,, ankleben , wenn du da nicht Schrauben kannst.

Und wie schon die anderen geschrieben haben, lass es sein die Alten Märklin Masten zu verbauen,
lieber gleich Richtig Bauen.


Viel Spaß mit eure MoBa
Grüße aus Berlin
Burgi


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https://www.youtube.com/channel/UC-tanEC...3jWAd7PA/videos


 
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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#12 von jofrankreich , 05.02.2019 22:29

Hallo Christian,

Du kannst auch Rampa-Muffen benutzen, wenn Deine Platte mindestens 12mm dick ist.
Das haelt sicher und gut.
Die Aufbauanleitung ist 160 Seiten schwer und das Geld wert. Im ersten Moment sieht es kompliziert aus,
tatsaechlich wird alles bestens erklaert.
Meine Empfehlung hast, bin weder verwandt noch sonstwas.

Gruss
Jo


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#13 von floete100 , 05.02.2019 23:09

Hallo Christian,

lass die Gewinde dran, und verwende auch keine Märklin-Füße - jedenfalls wenn Du die OL spannen willst. Das wird nicht stabil genug. Und abspannen solltest Du wirklich. Ich habe die 0,7 mm-Drähte - und auch die sind ohne Abspannung zu instabil.

Was sehr gut funktioniert - vor allem wenn Balken an der Masteinbaustelle sitzen - ist Kleben. Und zwar mit Holzleim! Ich hatte an mehreren Stellen dasselbe Problem. Bohrung mit dem Nenndurchmesser des Mastgewindes bohren, also recht knapp. Dann Gewinde mit Leim bestreichen und einsetzen - fertig. Hält bombenfest.

Gruß,
Rainer


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#14 von nachtlicht , 06.02.2019 22:07

Meine "Platten" sind dünn (6mm) - aber ich muss ja sowieso noch eine extra "Unterlage" schaffen, da die Märklin M-Gleis Schienen ja sont zu hoch sind.
Würde dann wohl einfach 6mm dicke Klötzchen schneiden und aufkleben, dann durchbohren und Masten reinstecken.

Wie stark muss mann die Fahrdrähte denn spannen?
Was würde denn für die 0.7mm Fahrdrähte sprechen (statt 0.5mm)?
Und kann man auch die "alten" Masten (127) und neuen Masten (185) mischen?

Gruss
Christian


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#15 von floete100 , 06.02.2019 22:59

6 mm ist arg dünn. Durch das Spannen der OL können sich Masten schiefziehen, weil das Holz nachgibt.

Die Spannstärke ergibt sich durch die Federkraft der Sommerfeldt-Spannwerke - kann keinen Wert nennen. Prinzip: Ein Ende jedes OL-Felds ist Festpunkt, der Fahrdraht wird starr befestigt - an einem Mast oder einer Mauer. Das andere Ende des Felds wird mit einem Spannwerk gespannt.

Das Mischen alter und neuer Masten sollte kein Problem sein. Welche Probleme befürchtest Du?

Gruß,
Rainer


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#16 von Südbahnler , 07.02.2019 06:52

Hallo,

Zitat


Das Mischen alter und neuer Masten sollte kein Problem sein. Welche Probleme befürchtest Du?



Zumindest bei den Quertragwerken haben die alten Masten andere Montagehöhen für die Querseile beim Tragwerk, bei den normalen Streckenmasten bin ich mir nicht sicher. Also wenn schon alt und neu, dann nicht wild durcheinander.


Viele Grüße
Albrecht

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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#17 von floete100 , 07.02.2019 09:41

Albrecht, hier war nur von 127 und 185 die Rede. Beides sind Streckenmasten, bei denen es m. E. keine Unterschiede in den Einbaumaßen gibt. Bei den Turmmasten hast Du allerdings recht.

Gruß,
Rainer


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#18 von nachtlicht , 08.02.2019 23:12

Besten Dank wieder für die Tipps!
Ich denke beim 127 kann man - im Gegensatz zu den 185 - keine Seitenhalter anbringen. Mit den Seitenhaltern kann man den Fahrdraht möglicherweise besser positionieren (Seitenhalter mit Lötkolben verschieben) und es sieht auch noch besser aus.

Jetzt wäre ich noch dankbar, wenn jemand die Vor- und Nachteile der 0.5 bzw. 0.7 mm dicken Fahrdrähte angeben könnte.

Gruss, Christian


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#19 von floete100 , 09.02.2019 00:17

Weshalb meinst Du, dass bei den 127ern keine Seitenhalter möglich sind? Im Katalog von 1995 sind explizit Seitenhalter 174 zur Verwendung mit Streckenmasten 117, 120 und 127 vorgesehen.

Bezüglich Fahrdraht: Der 0,5er ist "realistischer" (in Gänsefüßchen deshalb, weil der echte Fahrdraht nur 12 mm dick ist. Geteilt durch 87 ist das Null Komma Nix mm, wogegen der 0,5er Draht in echt 43,5 mm dick wäre). Dafür ist er empfindlicher: Er verbiegt sich etwas leichter, z. B. bei unvorsichtigem Hineingreifen in den "Drahtverhau". Und wenn man, wie ich das konsequent tue, die Elloks aufgebügelt fahren lässt, gibt der 0,5er Fahrdraht stärker nach als der 0,7er.

Gruß,
Rainer


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#20 von nachtlicht , 03.05.2019 23:45

Hallo zusammen!

Ich habe mich inzwischen schon ein wenig mit Masten und Fahrleitungen von Sommerfeldt eingedeckt. Bei den Fahrleitungen tendiere ich momentan doch zur stabileren 0.7 mm dicken Leitung.
Ein paar Fragen bleiben jedoch immer noch zu klären:
- Sommerfeldt bietet Quertragwerke mit 0.9 mm dicken Drähten und solche mit 0.7mm an. Welche Erfahrungen/Empfehlungen gibt es hierzu im Forum ?
- Wie weiter oben bereits geschrieben müsste ich am Bahnhof eine Gesamtbreite von ca 520 mm (H0) überbrücken. Hat das jemand schon mal probiert OHNE Turmmast in der Mitte? Beim Vorbild werden ja noch weit grössere Abstände mit Quertragwerken überspannt (z.B. Im Abstellbereich vom Hbf München, dort habe ich bis zu 13 Gleise gezählt)...

Gruss
Christian


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#21 von floete100 , 04.05.2019 00:12

Hallo Christian,

ich habe sämtliche Quertragwerke komplett selbst gebaut, und zwar unter Verwendung von Sommerfeldt-Einzelteilen. Mir waren die 0,9 mm doch zu plump. Ich habe also 0,7 mm Draht genommen, dazu Seitenhalter, Isolatoren und natürlich die verschiedenen Knotenverbinder.

Mein längstes Quertragwerk ist 480 mm lang. Es würde auch länger gehen - Deine 520 mm wären sicher kein Problem. Wenn da nicht die Drahtlänge wäre: Die Sommerfeldt-Drähte sind nur 500 mm lang. Ich musste daher bei den Tragseilen schon etwas tricksen. Du könntest versuchen, 0,7 mm Schweißdraht (nichts anderes verwendet Sommerfeldt) in anderen Längen zu bekommen. Normalerweise ist das allerdings Spulenware (für das MAG-Schweißen). Diesen Draht müsstest Du dann gerade richten.

Gruß,
Rainer


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#22 von nachtlicht , 06.05.2019 22:18

Hallo Rainer,

dank für Deine Empfehlung. Das probiere ich gern!
Von Sommerfeldt gibt es ja dieses Quertragwerk-Erweiterungsset Nr 166.
Ich nehme an es muss der Kupferfarbene Schweissdraht sein, damit das Lötzinn darauf hält, richtig?

Aber woher kriege ich den 0.7 mm Schweissdraht. im Netz finde ich nurr 0.6 oder 0.8 mm....

Gruss
Christian


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#23 von floete100 , 06.05.2019 22:54

Christian, Du hast Recht - an diese Komplikation hatte ich nicht gedacht ... Nimm den 0,8 mm, Du brauchst ihn ja eh nur für die überlangen Tragwerke.

Schweißdraht ist immer verkupfert, jedenfalls wenn es sich um Kohlenstoffstahl handelt. Das Kupfer dient als "Gleitmittel" in Schweißmaschine und Brenner, es verbessert den elektrischen Kontakt (zur Erzeugung des Lichtbogens beim Schweißen), und es gewährt einen gewissen Korrosionsschutz. Löten würde auch ohne Kupfer gehen, aber auch dafür ist das Kupfer hilfreich. Nicht verkupferte Schweißdrähte sind aus nichtrostendem Stahl oder aus NE-Metall, z. B. Nickel; beides teuer - und schlecht zu löten.

Sorry für den Exkurs - Du hast einen Schweißfachingenieur gefragt .

Genau dieses Set 166 habe ich auch verwendet. Dann habe ich mir jedes einzelne Quertragwerk präzise 1:1 auf Millimeterpapier aufgezeichnet, die Drähte entsprechend gebogen und auf dem Papier verlötet.

Ich wünsche Dir viel Erfolg. Berichte gern über Deine Ergebnisse.

Gruß,
Rainer


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RE: Sommerfeldt Oberleitung - Fragen zum Quertragwerk

#24 von nachtlicht , 09.05.2019 23:47

OK mach ich gern Vielen Dank für die wertvollen Tipps!
Ich finde das absolut passend zum Thema.
Mit dem Bericht musst Du Dich etwas gedulden - ich habe diverse "Teilprojekte" auf meiner Anlage am Laufen, wie alle irgendwie ein wenig voneinander abhängen (Gleisschotter, Bahnsteige, Oberleitung, Signale, Mauern und Brücke über den Bahnhof!!). Alles muss zusammmenpassen und ich muss noch recht viel ausprobieren, bis ich weiss wie ich dann am besten weiterbauen kann.
Auf alle Fälle werde ich schon mal den Schweissdraht bestellen. Wohl auch gleich dazu noch den etwas dünnerern Schweissdraht mit 0.6mm. vielleicht kann man den dann für die Fahrleitung verwenden?


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