Ich betreibe eine digitale Spur N Anlage. Gefahren wird mit der Software itrain. Ich habe etwa 30 Loks, alle gebraucht gekauft und mit Kühn N 45 bzw. 25 Decodern digitalisiert.
Seit ca. 6 Monaten läuft ein Fahrplanbetrieb, bei dem ca. 15 Züge sich eben nach Fahrplan bewegen. Das Programm läuft zwischen 2 und 5x die Woche. Die übrigen Loks sind in diesen Fahrplan (noch) nicht eingebunden. Ich bewege sie manuell.
Jetzt möchte ich von zwei Phänomenen berichten.
1.Zum wiederholten Mal starte ich eine Lok und die fährt plötzlich nur noch mit bestenfalls der Hälfte der bisherigen Geschwindigkeit. Also warmfahren, eventuell ölen/putzen, auf die Messstrecke, meinen Eindruck bestätigt sehen, die Geschwindigkeitskurve im Decoder anpassen. Gut ist.
Meine Frage: ist das normal? Passiert es auch Euch, daß ihr oft die Geschwindigkeit eurer Loks nachregeln müsst?
2. Zum dritten Mal passiert mir Folgendes: eine Lok fährt, plötzlich bleibt sie stehen. Sie fährt nicht mehr vorwärts, nicht mehr rückwärts. Ich kann noch das Licht schalten, vorne bzw. hinten. Wenn ich den Decoder auslesen möchte - ich nutze dazu Decoder Pro - kann ich den Decoder nicht mehr ansprechen. In zwei Fällen konnte ich die Lok wieder flott machen, indem ich den Decoder resettete und neu programmierte. Im dritten Fall war der Reset zwar möglich, aber dennoch kann ich die Lok nicht zum Fahren bewegen. Den Motor habe ich noch nicht ausgebaut und getestet.
Irgendwelche Ideen, was hinter diesem Aussteigen der Decoder stecken kann? Ich nutze die Digikeijs DR5000. Die Spannungsversorgung steht auf 18 Volt.
War da nicht kürzlich auch ein Beitrag im iTrain Forum zu diesem Thema? Da gibg es auch um n Fahrzeuge und Kühn Decoder. Ich meine, dass das Problem mit einem Decodertausch behoben war....
..und 18 Volt für N ?? willst du die Grillen. In H0 hat man, außer Märklin nur 12-14V. Wir fahren im Fremo mit 14V.
Das könnte zu erhöhtem Bürstenfeuer und damit größerer Störspannung führen. Solche Ausfälle die unbegründet sind könnte ich mir dann schon vorstellen. Dreh mal die Spannung auf 12-14 Volt.
..und 18 Volt für N ?? willst du die Grillen. In H0 hat man, außer Märklin nur 12-14V. ...
Hi,
das ist nicht korrekt - in H0 Bereich sind 18 - 22 Volt übliche Gleisspannungen, auch bei den DC-Fahrern - allerdings, wie du richtig geschrieben hast, haben die Fremos sich auf 14 Volt in H0 festgelegt. Und dass H0 mit 12 Volt betrieben wird, haben ich, bis auf Spezialitäten-Anwendungen, noch nie gehört/gesehen. Auch die 14 Volt der Fremos sind eigentlich schon exotisch.
In dem Zusammenhang möchte ich auf H0-Dekoder hinweisen, die bei der Soundwiedergabe Probleme haben, wenn die Gleisspannung deutlich unter 18 Volt liegt.
Und 18 Volt ist in Spur N auch absolut üblich und zulässig, auch wenn der Trend teils zu niedrigeren Spannungen (14 Volt) geht. Aber Historisch bedingt wird man noch lange 18 Volt in Spur N Anlagen finden.
Speziell Kühn N25 sind empfindlich gegen Überlast und gehen auch mal "einfach so" kaputt Den N45 scheint man verbessert zu haben in der Hinsicht; der gibt auch Blinksignale mit dem Fahrlicht bei Überlast
Zitat Hallo, ..und 18 Volt für N ?? willst du die Grillen. In H0 hat man, außer Märklin nur 12-14V. Wir fahren im Fremo mit 14V.
Hallo,
nur so als Beispiele:
ESU H0 Dekoder haben eine Spannungsfestigkeit von 40V ESU Micro Dekoder haben eine Spannungsfestikeit bis 21V ESU nano Dekoder haben eine SPannungsfestigkeit von 18V
D&H Dekoder haben eine Spannungsfestigkeit von 30V D&H Dekoder Micro hat eine Spannungsfestigkeit von 18V
Also sehe ich keine Notwendigkeit, sich in H0 auf 14V zu beschränken, denn bei gleicher Leistung steigen die Ströme beim sinken der Spannung. Mir sind niedrigere Ströme lieber.
Meine N Anlage läuft auch mit 18V, weil das gibt die Multimaus auch her und alles funktioniert.
Danke für Eure raschen Antworten. Ich habe mit mittlerweile die NMRA-Standards angesehen, in denen für Spur N 11-13 Volt Versorgungsspannung empfohlen werden. Zum Glück haben alle 3 Netzteile für Zentrale und Booster von Digikeijs einstellbare geregelte Gleichspannungsnetzteile. Da an der Zentrale wohl nochmal knapp 2 Volt abfallen habe ich jetzt alle drei Netzteile auf 15 Volt eingestellt, dann sollte das passen.
[quote="Michael Knop" post_id=1944047 time=1550823609 user_id=102] in H0 Bereich sind 18 - 22 Volt übliche Gleisspannungen, auch bei den DC-Fahrern[/quote]
Hallo Michael, so pauschal kann das nicht stehen bleiben, denn Lenz stellt seine Zentrale werkseitig auf 16 V ein und die sollten als (Mit-)Entwickler von DCC ja schon wissen, was sie tun. Einstellbar ist da übrigens alles zwischen 11 und 22 V in 0,5 V-Schritten. Ich habe die 16 V gelassen und noch kein Problem mit einem Decoder entdeckt und die gibt es bei mir von diversen Herstellern (Lenz, D&H, ZIMO, ESU).
Zitat [quote="Michael Knop" post_id=1944047 time=1550823609 user_id=102] in H0 Bereich sind 18 - 22 Volt übliche Gleisspannungen, auch bei den DC-Fahrern
Hallo Michael, so pauschal kann das nicht stehen bleiben, denn Lenz stellt seine Zentrale werkseitig auf 16 V ein und die sollten als (Mit-)Entwickler von DCC ja schon wissen, was sie tun. Einstellbar ist da übrigens alles zwischen 11 und 22 V in 0,5 V-Schritten. Ich habe die 16 V gelassen und noch kein Problem mit einem Decoder entdeckt und die gibt es bei mir von diversen Herstellern (Lenz, D&H, ZIMO, ESU).
Gruß Werner [/quote]
Hi Werner,
Gut dass du Lenz erwähnst - die haben DCC nicht mitentwickelt, vielmehr hat Lenz dass DCC System im Auftrag von Märklin (für die Spur 1) entwickelt! Und seinerzeit dann zur Verwendung der normalen 16 Volt (Nennspannung) Trafos, was dann als Gleisspannung ca. 21 bis 23 Volt ergibt.
Dieses System würde dann auch weiterverwendet, als (nicht nur Märklin) H0-DCC Systeme Verkauft wurden.
Daher sind Gleisspannungen bis etwa 23 Volt bei H0 Anlagen zu berücksichtigen, egal ob DC oder AC Digital.
Und zum Beispiel bei der IB ist bei Spur N Einstellung die Gleisspannung auf 18 Volt eingestellt/gegrenzt. Deswegen sind im N-Spur Bereich eben auch diese Gleisspannungen zu berücksichtigen, weil sie halt gebräuchlich sind.
..und 18 Volt für N ?? willst du die Grillen. In H0 hat man, außer Märklin nur 12-14V. ...
Hi,
das ist nicht korrekt - in H0 Bereich sind 18 - 22 Volt übliche Gleisspannungen, auch bei den DC-Fahrern - allerdings, wie du richtig geschrieben hast, haben die Fremos sich auf 14 Volt in H0 festgelegt. Und dass H0 mit 12 Volt betrieben wird, haben ich, bis auf Spezialitäten-Anwendungen, noch nie gehört/gesehen. Auch die 14 Volt der Fremos sind eigentlich schon exotisch.
In dem Zusammenhang möchte ich auf H0-Dekoder hinweisen, die bei der Soundwiedergabe Probleme haben, wenn die Gleisspannung deutlich unter 18 Volt liegt.
Und 18 Volt ist in Spur N auch absolut üblich und zulässig, auch wenn der Trend teils zu niedrigeren Spannungen (14 Volt) geht. Aber Historisch bedingt wird man noch lange 18 Volt in Spur N Anlagen finden.
In welcher Norm genau steht diese Grafik? Der Link auf die Übersicht ist nicht sehr hilfreich... Und die Grafik muss man auch richtig interpretieren: sie zeigt Minimal- und Maximalwert des Netzteils (Power Station), nämlich etwa 7V und 22V. Und sie zeigt die Anforderungen an die Flankensteilheit des Signals, nämlich dass es innerhalb von zwei Mikrosekunden (also ein Fünfhunderttausendstel Sekunde) von Null auf Spannung "springt". Dabei werden "typische", also übliche Signalspannungen angegeben, was aber logischerweise (wegen des Worts "typical") nur beschreibenden Charakter haben kann und nicht normierenden. Deshalb lässt diese Grafik jeden Interpretationsraum der Welt.
ZitatThe RMS value of NMRA digital signal, measured at the track, shall not exceed by more than 2 volts the voltage specified in standard S9 for the applicable scale. In no case should the peak amplitude of the command control signal exceed +/- 22 volts. The minimum peak value of the NMRA digital signal needed to provide power to the decoder shall be +/-7 volts measured at the track. Digital Decoders intended for "N" and smaller scales shall be designed to withstand a DC voltage of at least 24 volts as measured at the track. Digital Decoders intended for scales larger than "N" shall be designed to withstand a DC voltage of at least 27 volts as measured at the track.
Die Gleisspannung soll mindestens 7V betragen und keinesfalls 22V überschreiten. Decoder für N und kleiner sollen so ausgelegt sein, dass sie eine Gleisspannung von mindestens 24 V verkraften können. Decoder für größere Baugrößen als N sollen mindestens eine Gleisspannung von 27V verkraften können.
Tja. Nur leider habe ich in S9 nicht gefunden, welche Spannung für welche Baugröße zugrundegelegt werden soll...
P.S. Vorsicht mit dem Urheberrecht...
Freundliche Grüße Erich
„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“ Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.
Schöne Norm - sie (641) gibt nur mindest werte vor - und die 630 ist nur für analog.
Viele Grüße, Michael [/quote] Ich geb dir Recht. Eine in der Tat seltsame Angabe. Mindestwerte und davon noch eine Toleranz, die auch noch nach unten geht. Also eine noch tiefere Spannung als der Mindestwert. Was denn jetzt?
Wenn schon so eine Angabe, dann bitte einen Nennwert und eine Toleranz auf beide Seiten. Oder ein Mindestwert mit einer Toleranz nur nach oben (-0/+1% als Beispiel)
das Wort "Norm" bringt mich gerade drauf! Das geschilderte Phänomen kann auch durch eine nicht vorhandene oder unzureichende EMV ("Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bezeichnet die Fähigkeit eines technischen Geräts, andere Geräte nicht durch ungewollte elektrische oder elektromagnetische Effekte zu stören oder durch andere Geräte gestört zu werden") hervorgerufen werden. Um es deutlich zu machen: Der Thermostatschalter eines älteren Kühlschranks kann solche Störungen verursachen; sehr gut schaffen das auch ältere (aus dem vorigen Jahrhundert) Dimmer oder die liebe Ehefrau, die im Nebenraum bügelt. Es soll auch neuere Decoder geben, die keine EMV-Tests durchgemacht - geschweige denn bestanden haben, - die sich selber stören. Hersteller, die heutzutage Sachmängel produzieren, sind gar nicht so selten!
das Wort "Norm" bringt mich gerade drauf! Das geschilderte Phänomen kann auch durch eine nicht vorhandene oder unzureichende EMV ("Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bezeichnet die Fähigkeit eines technischen Geräts, andere Geräte nicht durch ungewollte elektrische oder elektromagnetische Effekte zu stören oder durch andere Geräte gestört zu werden") hervorgerufen werden. Um es deutlich zu machen: Der Thermostatschalter eines älteren Kühlschranks kann solche Störungen verursachen; sehr gut schaffen das auch ältere (aus dem vorigen Jahrhundert) Dimmer oder die liebe Ehefrau, die im Nebenraum bügelt. Es soll auch neuere Decoder geben, die keine EMV-Tests durchgemacht - geschweige denn bestanden haben, - die sich selber stören. Hersteller, die heutzutage Sachmängel produzieren, sind gar nicht so selten!
Daher halt mein Dauerapell an alle Digitalumbauer.