RE: Piko Kondensator C4

#201 von drum58 , 28.06.2024 17:30

Hallo Vik,

ich habe zahlreiche Piko-Loks aus unterschiedlicher Herstellungzeit und darin befinden sich Decoder von D&H, Lenz und ZIMO, manche schon seit einigen Jahren, in keinem ist der C4 ausgelötet. Warum und woher sollen irgendwann "mal" noch Probleme auftreten? Für mich ist und bleibt das eine Inkompatibilität zwischen Piko und ESU und genau diese Kombination habe ich nicht, meine wenigen ESU-Decoder stecken in Fleischmann-Loks und machen auch keine Probleme, auch nicht, wenn gleichzeitig eine Piko-Lok mit anderem Decoder und C4 fährt.

Gruß
Werner


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RE: Piko Kondensator C4

#202 von Frank_E. , 27.07.2024 18:56

Hallo zusammen,

als ich kürzlich nach langer Zeit mal wieder die Werte einiger SMD-Kondensatoren gemessen und in meiner Kondensatoren-Box bestimmte Werte gesucht habe, fand ich auch die „Piko-Tüte“ mit den entfernten Kondensatoren der Piko-Motorentstörung aus meinen Piko-Loks (alle mit ESU-Decodern). Diese Kondensatoren habe ich bei der Gelegenheit nochmals gemessen.

C3 und C4 waren für meinen Beitrag #34 aus 2019 mit jeweils 100nF korrekt bestimmt, die anderen drei (C1, C2, C5) aber leider nicht. Vermutlich hatte ich an meinem Messgerät die zusätzliche Taste nicht gedrückt, mit der man die interne Kapazität des Messgerätes abzieht.

Bei C1 und C2 liegen die gemessenen Werte tatsächlich zwischen 820pF und 1nF.
Die C5 hatte ich in den Loks belassen, sind dort ohne Wirkung, da sie nur Verbindung zu den Schraubanschlüssen AC und DC haben. Für C5 habe ich nun 22pF ermittelt.

Alle diese Werte betreffen die damaligen Loks. In neueren Loks können die Bezeichnungen und/oder die Werte durchaus anders sein.
Anbei der korrigierte Schaltplan der Original-Piko-Motorentstörung zum Beitrag #34! Ich habe C1, C2, C4 entfernt und C3, R1 ersetzt (C3 = 10nF, R1 = 0 Ohm).

Viele Grüße
Frank


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RE: Piko Kondensator C4

#203 von vikr , 27.07.2024 20:31

Hallo Werner,

Zitat von drum58 im Beitrag #201
ich habe zahlreiche Piko-Loks aus unterschiedlicher Herstellungzeit und darin befinden sich Decoder von D&H, Lenz und ZIMO, manche schon seit einigen Jahren, in keinem ist der C4 ausgelötet. Warum und woher sollen irgendwann "mal" noch Probleme auftreten? Für mich ist und bleibt das eine Inkompatibilität zwischen Piko und ESU und genau diese Kombination habe ich nicht, meine wenigen ESU-Decoder stecken in Fleischmann-Loks und machen auch keine Probleme, auch nicht, wenn gleichzeitig eine Piko-Lok mit anderem Decoder und C4 fährt.
das kann ich bestätigen. Diese Probleme sind in Märklin-Umgebungen mit ESU-Decodern und eben neuen Piko-Triebfahrzeugen aufgefallen. Aber es gibt solche Störungen auch mit anderen Decoder-Kombinationen, nur deutlich weniger ausgeprägt.

Das Merkwürdige erscheint mir, dass Piko - insbesondere zu der Zeit, als sie die von ESU konstruierte Smartcontrol
https://www.modellbahn-fokus.de/article_..._2015_17916.pdf
im Programm hatten - ESU-Decoder als quasi naheliegend empfohlen haben. Nach dem Auslaufen dieser Zusammenarbeit funktionierten in den 2013 neu konzipierten Piko-Loks, die damals bereits Jahre auf Markt befindlichen ESU-Decoder nicht mehr. Schlimmer, Piko ignorierte Anfragen der Käufer zu diesen Problemen und ließ die Kunden im Regen stehen. Genau wie ESU unter Hinweis darauf, dass ihr Decoder schon mehrere Jahre problemlos in Lokmodellen vieler Hersteller problemlos im Einsatz war.
Erst die Beharrlichkeit von Dr. Wissing und seine spätere Veröffentlichung in der Modellbahn-Fachpresse haben den Zusammenhang erhellt.
RE: Probleme PIKO/ESU Loksound M4 mit DCC / MM Decodern
Piko hat sich nie bei den Kunden entschuldigt, dass sie das nicht geprüft haben, die bestehenden Probleme aber auch nie wirklich dementiert.

MfG

vik


im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix


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zuletzt bearbeitet 27.07.2024 | Top

RE: Piko Kondensator C4

#204 von fschum , 29.05.2025 10:28

Hallo zusammen,

ich habe zwei Piko BR 216 (Spur-N). Diese Lok bereitet meinen Selbstbau Decodern dahingehend Probleme, dass ich die EMK Messluecke sehr stark verlaengern muss, damit stabile Werte gemessen werden. Dadurch verlieren die Motoren aber an Kraft, weil die stromlose Zeit ansteigt. Derartige Probleme hatte ich bislang bei keiner meiner anderen Loks.

Mein Verdacht: die Piko Entstoerschaltung.

Wenn ich mir die Platine anschaue, dann ist der beruechtigte C4 sehr(!) weit von den anderen bekannten Entstoerbauteilen entfernt. Wenn ich C4 gegen M1/M2 durchmesse, dann sehe ich einen hohen Widerstand (>10k). Ergo, dieser C4 hat vermutlich nix mit der Motorenstoerung zu tun. Ich ueberlege nun, testhalber L1/L2/C1-C3 rauszuschmeissen und L1/L2 durch 0 Ohm Widerstaende zu ersetzen.

Ich muss nochmal drueber nachdenken ob es das Wert ist, weil die Gefahr eine Beschaedigung der Lok durch Heissluft ist gegeben ... hmmmmmmmmm




MfG,
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RE: Piko Kondensator C4

#205 von moppe , 29.05.2025 10:38

Zitat von digitalo im Beitrag #133

Der C4 befindet sich auf der Unterseite der Platine, das Enfernen ist ein wenig knifflig, es sind viele Litzen auf der Oberseite der Platine dieser Lok auf die man achten muss um sie nicht abzureißen.




Du wissen welcher zwei Pins der Schnittstelle ihren Decoder die Motorausgänge ist.

Hab einer der Kondensatoren direkt Verbindung bis beide Motorausgänge?
Dann ist es der „C4“ deiner Lok.

Beispiele „C4“ von unterschiedlichen PIKO Loks
https://moppe.dk/PIKOC4.html


Klaus


 
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RE: Piko Kondensator C4

#206 von fschum , 29.05.2025 10:50

Auf der Platinen Unterseite ist nix. Das legt die Vermutung nahe, dass Piko den C4 bei diesem Modell entfernt hat.



MfG,
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RE: Piko Kondensator C4

#207 von moppe , 29.05.2025 12:04

Vermutung hilft nichts.

Ob du willst wissen, muss du messen…..


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RE: Piko Kondensator C4

#208 von Stahlblauberlin , 29.05.2025 12:07

Zitat von fschum im Beitrag #206
Auf der Platinen Unterseite ist nix. Das legt die Vermutung nahe, dass Piko den C4 bei diesem Modell entfernt hat.

Ob der "böse" Kondensator auf der Platine vorhanden ist, noch C4 heißt und ob er noch so überdimensioniert ist das er Probleme macht ist die Frage.. hier einfach wild einen C4 heißenden Kondensator runterzurupfen kann böse nach hinten losgehen...
Abgesehen davon finde ich interessant das die Platine der Beschriftung nach eine SPI-Schnittstelle zu haben scheint. Damit spricht man z.b. SD-Karten oder Displays an bzw. kann den vermutlich auf der Platine verbauten Microcontroller neu programmieren..


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RE: Piko Kondensator C4

#209 von fschum , 29.05.2025 12:11

So Leute, weil heute Vatertag ist ... No risk, no fun.

Ich habe C1-C3 rausgeschmissen und L1/L2 durch 3.3 Ohm Widerstaende ersetzt. Ergebnis: Die Lok faehrt dahingehend besser, als das ich die EMK Messluecke auf 400us verkuerzen kann ohne das die Messwerte dadurch unruhig werden.




... und weil ich schon dabei war, habe ich den auf der Lok-Platinen Unterseite vorgesehenen Platz fuer einen Puffer-Elko mit einem 330uF/20V Tantal bestueckt. Der Puffer-Effekt ist am Licht beim Abkippen der Lok zu beobachten. Diese gehen jetzt nicht abruppt aus, sodern 'dimmen' etwas lansamer runten. Natuerlich ist der Effekt von 300uF ueberschaubar. Aber besser als nix.


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RE: Piko Kondensator C4

#210 von fschum , 29.05.2025 12:14

Zitat von moppe im Beitrag #207
Vermutung hilft nichts.
Ob du willst wissen, muss du messen…..
Klaus


Habe ich doch ...


MfG,
Frank


 
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RE: Piko Kondensator C4

#211 von Stahlblauberlin , 29.05.2025 14:47

Die Induktivitäten kannst du wenn durch einfache Brücken ersetzen. Die Widerstände produzieren nur Abwärme.
Ansonsten: ESU ist bei der Lastregelung teilweise sehr mimosenhaft, ich habe mehr als einmal genau deswegen ESU wieder rausgeschmissen. Ebenso gibt es immer wieder Kombinationen aus Dekoder/Motor und Lok die einfach nicht harmonieren.
Inzwischen mache ich einen großen Bogen um ESU, u.a. der Lastregelung wegen. Bei wenig Platz D&H PD10mu, ansonsten Lenz oder Zimo. Reinstecken & losfahren.
Für Dreipoler auch gerne die Appel-Dekoder, die lassen sich hervorragend auf eher grobe Motoren einstellen.


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RE: Piko Kondensator C4

#212 von Dampfstoß , 29.05.2025 15:52

Ganz ohne Quatsch, mit PIKO-Loks fahren PIKO-Decoder 5.x am besten. Die machen sich gar nichts aus der Entstörschaltung, so meine Erfahrung.


Man hat immer eine Wahl. Man muss lediglich die richtige Entscheidung treffen.


 
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RE: Piko Kondensator C4

#213 von ET 423 , 29.05.2025 17:31

Guten Abend zusammen,

ich besitze 3x Piko E-Lok's 71158, 71377, 59144, und ein Piko ICE 4 Triebzug 51405. Alle die ich genannt habe laufen einwannfrei, außer die Piko 59144 beim Langsamfahrten ruck sie sehr und bleibt kurz drauf ganz stehen Sound geht aus. Ich die Lok ein anschuppser geben das sie weiterfährt, auch das fahrverhalten ist nicht so wie ich es gern hätte. In meine ganze Lok's verbaue ich nur ESU Loksound 5 Decoder, außer im ICE 4 Triebzug 51405 ist der Piko SmartDecoder 4.1 verbaut und in 71158, 71377, 59144 habe ich alle gleich Programmiert. Und was mir aufgefallen das alle von dem Kondensator C4 reden, aber in der 71158, 71377,59144, 51405 ist doch dort auch verbaut und macht mir keine Probleme. Wieso macht mir die 59144 nur des Problem

Mit freundlichen Grüßen

Michael


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RE: Piko Kondensator C4

#214 von Mucalex , 29.05.2025 22:17

Servus Michael,
Es ist halt so, dass die Loks mit C4 und normaler - also "manueller" Digital Steuerung bestimmt gut laufen, aber eben, wenn es automatisiert - bei Bremsbausteinen oder eben PC Steuerung sehr wohl eine Beeinflussung geben kann, die vielleicht nicht die jene Piko Lok betrifft sondern evtl. eine ganz andere...
Und genau deshalb raus damit (wenn man eine entsprechende Steuerung hat).

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RE: Piko Kondensator C4

#215 von Stahlblauberlin , 29.05.2025 22:17

Zitat von ET 423 im Beitrag #213
Wieso macht mir die 59144 nur des Problem

Das Fehlerbild das du beschreibst deutet eher auf ein Problem mit der Stromaufnahme hin. Ich würde dringend die Radschleifer und die Verdrahtung zur Lokplatine kontrollieren.


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RE: Piko Kondensator C4

#216 von Stahlblauberlin , 30.05.2025 07:51

Zitat von Mucalex im Beitrag #214
Es ist halt so, dass die Loks mit C4 und normaler - also "manueller" Digital Steuerung bestimmt gut laufen, aber eben, wenn es automatisiert - bei Bremsbausteinen oder eben PC Steuerung sehr wohl eine Beeinflussung geben kann, die vielleicht nicht die jene Piko Lok betrifft sondern evtl. eine ganz andere...

Wie soll ein Bauteil die "automatische" Steuerung beeinflussen das hinter dem Dekoder in der Motorentstörung sitzt? Es macht für den Dekoder absolut keinen Unterschied woher die Befehle kommen, ob manuell an der Multimaus gedreht oder von einer Software an die Zentrale geschickt hat absolut keinen Einfluss auf das was der Dekoder macht.
Zum C4-Thema haben ich auch selbst mal systematische Versuche gemacht. Roco-Lok mit werksmäßigiger Entstörung, also 2,2 nF an den Motoranschlüssen und die zwei Drosseln mit unbekanntem Wert. LoPi 5 Basic so gut wie irgend möglich auf die Lok eingestellt. Dann einen C4 nachgerüstet, steckbar. Bis 47 nF keine sichtbare Verschlechterung der Fahreigenschaften. Mit 100 nF (der Piko-Wert) wurde es unsauber, Ruckeln in erster Linie.
Gleicher Versuch mit einem Appel vers. 2025 und einem Lenz: bis 100 nF keine Veränderung im Laufverhalten, bei 220nF wurde der Lenz unsauber. Letzteres ist aber für einen Entstörkondensator wirklich extrem drüber.


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RE: Piko Kondensator C4

#217 von Mucalex , 30.05.2025 09:22

Hi Manuel,

Wie es elektronisch genau funktioniert, weiß ich nicht...
Hatte halt die Erfahrungen gemacht, dass meine erste Piko Lok 101 mit Esu Lopi5 den Betrieb auf der gesamten Anlage gestört hatte - andere Züge sind nicht nachvollziehbar über Haltepunkte weiter gefahren und haben natürlich auf nicht für sie gestellten Weichen Kurzschlüsse verursacht. C4 raus und keine Probleme mehr...
Spätere Piko Loks sind auch nach teils mehrmaligen Einmessen und einstellen der Verzögerung in iTrain nie genau an den Haltepunkten gestoppt - C4 raus und seitdem gehts...
Seitdem fliegen die C4 pauschal raus - es gab nie mehr Probleme...
Steht ja auch in der Lopi BA so drin.

Hab auch bei ein paar älteren Roco Loks (103, 111, 110.3) mit 8 poliger Schnittstelle den Kondensator raus, weil sie ein ähnliches Verhalten hatten.

Anm.: dies ist alles mit automatischen Betrieb mit Bidib und itrain.

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RE: Piko Kondensator C4

#218 von Stahlblauberlin , 30.05.2025 10:09

Der C4 ist bei PIKO mit 100 nF auch sehr üppig und bringt sensible Dekoder wie die von ESU aus dem Tritt. Andere Dekoder lassen sich davon nicht beeindrucken.
Für eine effektive Funkentstörung wie auch zur Unterdrückung des Büstenfeuers sind Werte zwischen 1 und 4,7nF (also 1 bis 5% des Wertes den PIKO da verbaut hat) direkt an den Bürstenanschlüssen sinnvoll. Dabei spielen Bauart und Zustand des Motors eine große Rolle.
Je größer die Induktivität der Ankerwicklung um so größer die Kapazität.
Am einen Ende der Skala stehen dabei Glockenankermotoren mit extrem kleiner Induktivität, am anderen grobe Klopper wie die Rivarossi-Topfmotoren.
Erstere kommen sogar ohne Entstörung gut klar, letztere können Dekoder mit ihren Störspitzen killen. Auch die berüchtigte Roco-Walze ist vom Strom her gar nicht so schlimm, produziert aber mächtige Spannungsspitzen beim Kommutieren (bis 60V!) oder bei PWM-Steuerung (32 kHz, unentstört bis 50V, mit 22nF 3-4V über Eingangsspannung und mit 20MHz-Oszi gerade noch aufzulösen).
22 nF über die Motoranschlüsse und jeder 1A-Dekoder kommt damit klar. Nur mit ESU habe ich für diesen Motor nie brauchbare Einstellungen bezüglich der Lastregelung gefunden, hab aber keine Versuche mehr seit LoPi 4 gemacht. Allerdings bin ich da Perfektionist, bei mir können auch ältere Loks mit Dreipolern schleichen wie anderswo Lokomotiven mit Glockenankermotoren.
In den meisten meiner Piko-Loks werkelt übrigens ein TAMS oder ein Appel, die lässt der C4 in jeder Hinsicht kalt.


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RE: Piko Kondensator C4

#219 von ET 423 , 30.05.2025 11:01

Zitat von Stahlblauberlin im Beitrag #215
Zitat von ET 423 im Beitrag #213
Wieso macht mir die 59144 nur des Problem

Das Fehlerbild das du beschreibst deutet eher auf ein Problem mit der Stromaufnahme hin. Ich würde dringend die Radschleifer und die Verdrahtung zur Lokplatine kontrollieren.


Ich hatte schon mal ganz auseinander genommen und sauber gemacht und nichts feststellen können. Aber die Lok macht von Anfang an Problem seit der ESU Decoder verbaut habe, sobalt ich aufs Gehäuse etwas druck ausübe lauft sie als hätte die so wenig Gewicht


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RE: Piko Kondensator C4

#220 von ET 423 , 30.05.2025 11:03

Zitat von Mucalex im Beitrag #214
Servus Michael,
Es ist halt so, dass die Loks mit C4 und normaler - also "manueller" Digital Steuerung bestimmt gut laufen, aber eben, wenn es automatisiert - bei Bremsbausteinen oder eben PC Steuerung sehr wohl eine Beeinflussung geben kann, die vielleicht nicht die jene Piko Lok betrifft sondern evtl. eine ganz andere...
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Ich Steuere nicht mit PC ich hab auch keine Bremsbausteine ich habe die Roco Z21 Schwarz und alle anderen Loks die ich besitze laufen auch


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RE: Piko Kondensator C4

#221 von tomturbo , 30.05.2025 11:15

Ich habe ganz genau die gleichen Erfahrungen wie @Mucalex gemacht. Die ganze C4 Schaltung raus und die Lok fährt mit Lopi5 problemlos. Gegen das Bürstenfeuer habe ich einen 22nF direkt am Motor eingelötet. Fahren und Einmessen mit Traincontroller geht dann perfekt.
Gruß, Thomas


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RE: Piko Kondensator C4

#222 von Mucalex , 31.05.2025 09:07

Hi Michael @ET 423

Sorry, das ich da gleich auf den C4 gekommen bin, aber ist halt der thread dafür...
Hab mir nochmal dein Fehlerbild mit der Lok durchgelesen, dass deutet schon sehr auf eine Kontaktschwäche irgendwo hin (Lötstelle lose oder Räder / Schienen verschmutzt) oder auch mangelnde Beweglichkeit der Drehgestelle evtl. durch ein eingeklemmtes Kabel....
Denke, wenn du weiter Hilfe brauchst, wäre ein eigener thread richtig und ein paar Fotos..

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RE: Piko Kondensator C4

#223 von digitalo , 22.08.2025 07:45

Moin

Ich weiß nicht ob das schon jemand veröffentlicht hat, aber der Vollständigkeit halber hier noch ein Bild von der Position des C4 auf der Platine der Piko BR 94 DR / BR 194 DB.



bis dahin


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RE: Piko Kondensator C4 - BR 117

#224 von stefankirner , 26.12.2025 11:05

Hallo Stummis,

meine BR 117 (Piko 51493) hatte mit den Orginal Decoder bei den untersten Fahrstufen kein tolles Fahrverhalten.
Umrüstung auf einen LOKSound war aber eh geplant.
Sie da der LS hatte auch Probleme mit den unteren FS.
Daher habe ich auch hier den C4 entfernt und alles war bestens.
Hier die Bilder wo der C4 sitzt. Leider ist der verklebt und das Kupferpad ging mit weg.
Somit gabs eine kleine Lötbrücke als Lösung





Grüße
Stefan


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