Hallo zusammen, habe gerade ein ÖBB Krokodil BR 1189.02 blutorange von 2- auf 3-Leiter umgebaut mit ESU V4.0 SoundDecoder. Hat soweit sehr gut funktioniert und ich habe auch alle Lampen auf LED umgerüstet. Bei der Inbetriebnahme stellte sich jedoch heraus, dass die Antriebsriemen (NEU gekauft) viel zu locker gespannt sind und die kleinen Spiralfedern der Gelenkachse eigentlich viel zu filigran sind, um die Antriebsriemen auf Spannung zu bringen. Hat hier jemand Erfahrung, wie diese Riemen straffer zu spannen sind ?
das Arlbergkrokodil von Roco ist in Dioramen ganz nett anzuschauen. Einen richtiger Betriebseinsatz auf einer großen Modellbahnanlege überlebt es nicht lange. Es dafür tauglich zu machen halte ich für beinahe unmöglich, weil es einem mechanischen Neubau erfordern würde.
man liest recht Unterschiedliches über die Lok was den Antriebsriemen betrifft. Die einen wechseln ein mal im Jahr, die anderen seit Jahren nicht - oder seit Kauf noch nie.
Meine hat drei aufeinander folgende Abende durchgehalten, an denen sie allerdings nicht besonders beansprucht wurde. Drei Abende, obwohl der Vorbesitzer die Riemen angeblich frisch hat tauschen lassen (Kauf 2022, Defekt gestern).
Also sehr unterschiedliche Erfahrungen der verschiedenen Besitzer.
Auch die zu verwendeten Gummis scheinen eine Wissenschaft für sich zu sein. Manche verwenden Märklin Haftreifen wegen ihrem eckigen Querschnitt, der wohl für mehr Grip sorgt.
ABER: Lohnt es sich überhaupt die Lok zu ertüchtigen? Oder ab damit auf's Abstellgleis?
Danke und Grüße
JERRY
Wenn Märklin Sünde ist , dann will ich Sünder sein!
Ich habe 2 ÖBB Krokodile, waren gute 20 Jahre eingelagert, dann digitalisiert und immer noch die ersten Riemen drinnen. Dagegen musste 1 Motor ersetzt werden. Sind ausser dem SBB Krokodil meine einzigen Lokomotiven die es schaffen den Roco Schienenreinigungswagen langsam zu ziehen.
Im Falle eines Riementausches nicht die Rocoersatzriemen (O-Ringe 16x1,5 NBR70) nutzen da das nur Standardqualität ist. Seht Euch nach O-Ringen 16x1,5 mit der Bezeichnung "Viton" oder FPM75 oder FPM80 um. Diese bestehen aus synthetischem Kautschuk und sind gerade für Antriebszwecke deutlich langlebiger als die NBR - Standardqualitäten - allerdings auch teurer.
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Die Märklinhaftreifen sind aufgrund ihrer, gegenüber allen Konkurrenzprodukten herausragenden Qualität sicher auch eine langlebige Alternative. Allerdings sind die Rocoriemenscheibenrillen halbrund für O-Ringe ausgeformt sodaß die Auflage für Riemen recheckigen Querschnittes nur suboptimal ist sprich deren Randbereiche werden stärker beansprucht als die Riemenmitte.
Grüße von Markus
Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)
Meine Lok habe ich vor über 10 Jahren digitalisiert. Antriebsgummis habe ich erstmals vor 6 oder 7 Jahren getauscht (ich habe die Originalteile verwendet).
@Jerry: Die Montage ist eigentlich recht einfach: Die Drehgestelle sind mit einer Schraube am mittleren Gehäuse befestigt. Beim Zusammenbauen ist darauf zu achten, dass sich die Haftreifen nicht verdrehen. Außerdem macht sich die Feder unter der Drehgestellschraube gerne mal aus dem Staub... Siehe auch hier.