RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#1 von Steffen_Berlin , 25.03.2019 13:04

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch zu folgendem Problem einen Tipp?

Ich fahre mit M-Gleisen von Märklin, komplett analog. Auf meinen Kreisen fahren nun mehrere Züge, durch das Anlegen von Gleisabschnitten mit entsprechenden Signalen immer hübsch voneinander getrennt. Nun fahren diese Züge natürlich unterschiedlich schnell, was dazu führt, dass der schnellste Zug im Bahnhof sehr weit vorfährt (erst direkt vor dem Signal hält), während der langsamste Zug viel früher anhält (da steht dann nur der erste Wagen im Bahnhof, und es ist noch viel Platz bis zum Signal). Verschiebe ich die Stromtrennung weiter nach hinten, überfährt der schnelle Zug das Signal.

Gibt es also eine (analog zu installierende) Lösung, mit der man alle Züge mittig im Bahnhof (oder von mir aus auch direkt vor dem Signal) halten lassen kann? Ich hätte mit Reedrelais bestückte Gleise, Kontaktgleise und Relaismodule (bistabile Relais) zur Verfügung.

Bin gespannt auf Eure Vorschläge und bedanke mich im Voraus.

VG Steffen


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#2 von Analogbahner , 25.03.2019 15:14

Könnte man eine abgetrennte Strecke vor dem Signal mit "halber Kraft" befeuern?
Ich wüsste nicht genau, wie, vielleicht mit Anschluss über einen Widerstand? Dann würden sowohl die schnellen wie auch die langsamen Züge auf halbe Geschwindigkeit abbremsen. Bei meiner Analog-Anlage hatte ich festgestellt, dass die Geschwindigkeitsabnahme nicht linear ist, das heißt, beide Züge fahren im unteren Tempo-Bereich ähnlicher schnell als im oberen. Doofe Formulierung, ich weiß...


Gruß Analogbahner


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#3 von SAH , 25.03.2019 16:27

Moin Steffen,

mit Hilfe zweier Schaltgleise, zweier UFS (Universalfernschalter) und einem zweiten Trafo mit Jochens Vorschlag auf reduzierter Geschwindigkeit könnten man die schnellen Züge bändigen.

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#4 von Steffen_Berlin , 25.03.2019 16:52

Zitat

Könnte man eine abgetrennte Strecke vor dem Signal mit "halber Kraft" befeuern?
Ich wüsste nicht genau, wie, vielleicht mit Anschluss über einen Widerstand? Dann würden sowohl die schnellen wie auch die langsamen Züge auf halbe Geschwindigkeit abbremsen. Bei meiner Analog-Anlage hatte ich festgestellt, dass die Geschwindigkeitsabnahme nicht linear ist, das heißt, beide Züge fahren im unteren Tempo-Bereich ähnlicher schnell als im oberen. Doofe Formulierung, ich weiß...



Hallo Jochen,
nein, ist gar keine doofe Formulierung, sondern wahrscheinlich eine richtig gute Idee! Solche Strecken, in die ich den Fahrstrom über einen Widerstand einspeise, habe ich bei mir auch bei Abfahrten von Brücken. Man muss wahrscheinlich nur austesten, wie groß der Widerstand sein muss, und dann kann man den Beginn der über das Signal gesperrten Strecke nach hinten verlegen.
Danke!!!

VG Steffen


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#5 von Steffen_Berlin , 25.03.2019 16:56

Zitat

Moin Steffen,

mit Hilfe zweier Schaltgleise, zweier UFS (Universalfernschalter) und einem zweiten Trafo mit Jochens Vorschlag auf reduzierter Geschwindigkeit könnten man die schnellen Züge bändigen.

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn



Hallo Stephan-Alexander,

danke für Deine schnelle Antwort. Ich verstehe allerdings nicht, wozu ich die Schaltgleise und die zwei UFS brauche. Wenn es am Ende nur dazu führt, dass schon etwas früher der Strom gedrosselt wird, geht das ganz leicht über einen Widerstand. Oder hast Du damit eine Lösung im Auge, die NUR den schnellen Zug langsamer macht?

VG Steffen


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#6 von jogi , 25.03.2019 17:40

Zitat

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch zu folgendem Problem einen Tipp?

Auf meinen Kreisen fahren nun mehrere Züge, durch das Anlegen von Gleisabschnitten mit entsprechenden Signalen immer hübsch voneinander getrennt. Nun fahren diese Züge natürlich unterschiedlich schnell, was dazu führt, dass der schnellste Zug im Bahnhof sehr weit vorfährt (erst direkt vor dem Signal hält), während der langsamste Zug viel früher anhält (da steht dann nur der erste Wagen im Bahnhof, und es ist noch viel Platz bis zum Signal).

VG Steffen



Hallo , Jogi hier


Wie ist das zu verstehen?
Die Züge sind unterschiedlich schnell bei der selben eingestellten Spannung ( Regler am Trafo ) ?
Mit Widerstand wird das nix, weil: Spannungsabfall am Widerstand ist abhängig vom Stromverbrauch ( unterschiedliche Loks und beleuchtete Wagen )

Möglich wäre: in 3-4 Gleise jeweils eine niedrigere Spannung anlegen ( zusätzliche Trafos für die Einspeisung )
Dabei zu beachten: Trafos müssen Phasengleich angeschlossen werden und alle Trafos müssen über eine Steckdosenleiste mit Schalter versorgt werden. ( wegen Rücktransformation )

Stören jedoch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Loks, könnte man die schnelleren auch reduzieren.
z.B. bei den Allstrom Motoren in den Zuleitungen der Spulen mehrere Dioden einsetzen. Bei den Trommelkollektormotoren gibt es unterschiedliche Anker auch damit lässt sich die Geschwindigkeit anpassen.


Meine Märklin Anlage lief damals ( zu analog Zeiten ) mit Gleichspannung ( hinter jedem Trafo ein Gleichrichter, Umgeschaltet wurde aber weiter wie bisher ) in den Halteabschnitten waren da Bremsbausteine von Conrad eingebaut das funktionierte recht gut. Die Loks waren so umgebaut das die etwa gleich schnell waren bei gleicher Stellung des Fahrtrafos.


Nachtrag:

Was Stephan meint ist:

Der schnellere Zug bekommt einen Magnet, der schaltet über den Reed Kontakt den UFS und der eine 2te kleinere eingestellte Spannung auf die Gleise vor dem HALT ( 2 – 3 Gleise ) nach dem Halt ein Reedkontakt der den UFS wieder zurück stellt.
Auch eine Lösung


Bastelnde Grüße Jogi ;
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#7 von Steffen_Berlin , 25.03.2019 17:59

Zitat

Zitat

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch zu folgendem Problem einen Tipp?

Auf meinen Kreisen fahren nun mehrere Züge, durch das Anlegen von Gleisabschnitten mit entsprechenden Signalen immer hübsch voneinander getrennt. Nun fahren diese Züge natürlich unterschiedlich schnell, was dazu führt, dass der schnellste Zug im Bahnhof sehr weit vorfährt (erst direkt vor dem Signal hält), während der langsamste Zug viel früher anhält (da steht dann nur der erste Wagen im Bahnhof, und es ist noch viel Platz bis zum Signal).

VG Steffen



Hallo , Jogi hier


Wie ist das zu verstehen?
Die Züge sind unterschiedlich schnell bei der selben eingestellten Spannung ( Regler am Trafo ) ?
Mit Widerstand wird das nix, weil: Spannungsabfall am Widerstand ist abhängig vom Stromverbrauch ( unterschiedliche Loks und beleuchtete Wagen )

Möglich wäre: in 3-4 Gleise jeweils eine niedrigere Spannung anlegen ( zusätzliche Trafos für die Einspeisung )
Dabei zu beachten: Trafos müssen Phasengleich angeschlossen werden und alle Trafos müssen über eine Steckdosenleiste mit Schalter versorgt werden. ( wegen Rücktransformation )

Stören jedoch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Loks, könnte man die schnelleren auch reduzieren.
z.B. bei den Allstrom Motoren in den Zuleitungen der Spulen mehrere Dioden einsetzen. Bei den Trommelkollektormotoren gibt es unterschiedliche Anker auch damit lässt sich die Geschwindigkeit anpassen.


Meine Anlage lief damals ( zu analog Zeiten ) mit Gleichspannung ( hinter jedem Trafo ein Gleichrichter, Umgeschaltet wurde aber weiter wie bisher ) in den Halteabschnitten waren da Bremsbausteine von Conrad eingebaut das funktionierte recht gut. Die Loks waren so umgebaut das die etwa gleich schnell waren bei gleicher Stellung des Fahrtrafos.


Nachtrag:

Was Stephan meint ist:

Der schnellere Zug bekommt einen Magnet, der schaltet über den Reed Kontakt den UFS und der eine 2te kleinere eingestellte Spannung auf die Gleise vor dem HALT ( 2 – 3 Gleise ) nach dem Halt ein Reedkontakt der den UFS wieder zurück stellt.
Auch eine Lösung




Hallo Jogi,
vielen Dank für die Ideen. Ich wollte allerdings keinen Umbau von Loks vornehmen und finde es eigentlich ja auch gut (und wirklichkeitsnah), dass manche Zuge schneller sind als andere.
Die Lösung von Stephan mit dem Ansteuern von Reedrelais über Magneten scheidet leider deswegen aus, weil bei mir JEDER Personenzug einen Magneten angebracht bekommt: Ich brauche das nämlich für eine (selbstkonzipierte und gebaute) Bahnhofssteuerung mit 3 Gleisen.
Bremsbausteine von Conrad? Das muss ich mir mal anschauen...
VG Steffen


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#8 von jogi , 25.03.2019 18:15

Zitat










Bremsbausteine von Conrad? Das muss ich mir mal anschauen...
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https://www.conrad.de/de/anfahr-und-brem...955887699!!!g!!


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#9 von Steffen_Berlin , 25.03.2019 18:24

Zitat

Zitat










Bremsbausteine von Conrad? Das muss ich mir mal anschauen...
VG Steffen



Funktioniert aber nur mit Gleichstrom!
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Dieses Modul ist aber für Gleichstrombahnen (schreibt jedenfalls Conrad), ich habe doch Wechselstrom!


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#10 von Analogbahner , 25.03.2019 18:24

Die Kontaktgleise oder Schalter sind sinnvoll, weil du bei grünem Signal die Absenkung nicht haben willst. Also müsste bei rotem Signal der Zug selber seine Absenkung einschalten. Noch logischer finde ich es allerdings, wenn Signal und Gleisabschnitt einfach zusammen zu schalten sind, mit einem simplen Mehrfachschalter, der Fahrstrom und Lichtstrom vonrinander getrennt schaltet.

Wenn es allerdings überhaupt nicht funktionieren sollte, wie hier befürchtet, nützt das natürlich alles nichts. Es gibt zwar reichlich Bremsmodule und alles mögliche (z.B. von Viessmann), aber das meiste davon ist für Zweileiter-Gleichstrom.

Ich könnte mal in "Die Modellbahn" von Dudziak, Horn, Schiersching schauen. Dort sind irrsinnige Schaltungen für analoge Anlagen drin, häufig sogar mit selbst zu ätzenden Platinen. Hatte das Buch immer weit von mir geschoben, weil: Elektronik...

Edit: ja, offenbar ist zum Thema "Anhalten vor Signalen" tatsächlich was drin. Das sieht für mich aber irre kompliziert aus, und kopieren darf ich es ja nicht...


Gruß Analogbahner


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#11 von suffix ( gelöscht ) , 25.03.2019 18:56

Widerstände um Züge langsamer zu machen? Hmm, auf die Idee die Moba-Anlage als Heizung zu benutzen bin ich noch gar nicht gekommen.. Interessanter Ansatz.


suffix

RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#12 von SAH , 25.03.2019 19:48

Guten Abend Steffen,

mein Lösungsansatz schaltet via Schleifer (deshalb auch Schaltgleis) Fahrtrichtungsabhängig zwischen zwei Versorgungseinheiten um. Da ist kein tusätzlicher Magnet erforderlich.
Die Vorschläge zu Gleichstrombauteilen sind gar nicht so schlecht, weil alle Märklinmodelle mit Relais auch mit Gleichstrom fahren können.

@Jogi: Du hast mich auf eine Idee gebracht: mit Hilfe von Schaltgleisen und einer noch aufzubauenden Elektronik inkl. Relais könnte man unterschiedlich schnelle Lokmodelle auch unterschiedlich stark abbremsen. Das ist jedoch ggf. mit dem Schinken nach der Wurst geworfen.

@Steffen: die Idee mit einem Widerstand die Modelle auszubremsen ist keine gute Idee:
mit den klassischen Analogmodellen haben die Schnellen eine kleine Stromaufnahme ( z.B. 200mA), die langsamen eine Hohe ( z.B. 400mA).
Soll ein schnelles Modell im Tempo halbiert werden, so muss die Spannung z. B. von 12V auf 9V reduziert werden. Der notwendige Widerstand beträgt dann 3V / 0,2A = 15 Ohm. Beim langsamen Modell aber reduziert sich die Spannung damit auf 6V, und da läuft fast Nichts mehr.
Reduktion mit Dioden o.ä. sind da besser, für AC aber aufwändig.

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#13 von jogi , 25.03.2019 21:44

Zitat

Zitat

Zitat










Bremsbausteine von Conrad? Das muss ich mir mal anschauen...
VG Steffen



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viel Erfolg




Dieses Modul ist aber für Gleichstrombahnen (schreibt jedenfalls Conrad), ich habe doch Wechselstrom!




Aus Beitrag #6:
Meine Märklin Anlage lief damals ( zu analog Zeiten ) mit Gleichspannung ( hinter jedem Trafo ein Gleichrichter, Umgeschaltet wurde aber weiter wie bisher ) in den Halteabschnitten waren da Bremsbausteine von Conrad eingebaut das funktionierte recht gut. Die Loks waren so umgebaut das die etwa gleich schnell waren bei gleicher Stellung des Fahrtrafos.


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#14 von Steffen_Berlin , 25.03.2019 23:25

Zitat

Guten Abend Steffen,

mein Lösungsansatz schaltet via Schleifer (deshalb auch Schaltgleis) Fahrtrichtungsabhängig zwischen zwei Versorgungseinheiten um. Da ist kein tusätzlicher Magnet erforderlich.
Die Vorschläge zu Gleichstrombauteilen sind gar nicht so schlecht, weil alle Märklinmodelle mit Relais auch mit Gleichstrom fahren können.

@Jogi: Du hast mich auf eine Idee gebracht: mit Hilfe von Schaltgleisen und einer noch aufzubauenden Elektronik inkl. Relais könnte man unterschiedlich schnelle Lokmodelle auch unterschiedlich stark abbremsen. Das ist jedoch ggf. mit dem Schinken nach der Wurst geworfen.

@Steffen: die Idee mit einem Widerstand die Modelle auszubremsen ist keine gute Idee:
mit den klassischen Analogmodellen haben die Schnellen eine kleine Stromaufnahme ( z.B. 200mA), die langsamen eine Hohe ( z.B. 400mA).
Soll ein schnelles Modell im Tempo halbiert werden, so muss die Spannung z. B. von 12V auf 9V reduziert werden. Der notwendige Widerstand beträgt dann 3V / 0,2A = 15 Ohm. Beim langsamen Modell aber reduziert sich die Spannung damit auf 6V, und da läuft fast Nichts mehr.
Reduktion mit Dioden o.ä. sind da besser, für AC aber aufwändig.

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn




Hallo Stephan, erst noch einmal Dir (und den anderen natürlich auch!) ganz herzlichen Dank für die verschiedenen Ideen und Tipps.

Zu Deinem obigen Beitrag habe ich Fragen:
1) Auch wenn ich Schaltgleise verwende, werden diese doch von den unterschiedliche schnell fahrenden Zügen ausgelöst. Ich kann dann in der Tat ein Relais schalten und somit statt z.B. 12V dann 9V einspeisen und nach Verlassen des Bahnhofs das wieder zurücksetzen. Aber UNTERSCHIEDLICH stark abbremsen geht dann auch nicht, oder?
2) Ist es wirklich so, dass langsamere Züge GRÖSSERE Stromaufnahmen haben? Also der Widerstand KLEINER ist??? Die verbrauchte Leistung (U * I) wäre dann bei einem langsameren Zug also größer als bei einem schnelleren? Wenn diese größere Leistung nicht in die Geschwindigkeit geht, wohin dann? Einfach in Wärme?
3) Und wie könnte ich die Reduktion der Spannung mit Dioden erreichen? Wieviel V fällt denn an einer Diode ab? Oder kommt die Wirkung nur daher, dass dann halt nur eine Halbwelle ankommt?

Viele Grüße
Steffen


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#15 von SAH , 26.03.2019 08:20

Guten Morgen Steffen,

vielen Dank für Deine Anfrage!

Zitat

Zu Deinem obigen Beitrag habe ich Fragen:
1) Auch wenn ich Schaltgleise verwende, werden diese doch von den unterschiedliche schnell fahrenden Zügen ausgelöst. Ich kann dann in der Tat ein Relais schalten und somit statt z.B. 12V dann 9V einspeisen und nach Verlassen des Bahnhofs das wieder zurücksetzen. Aber UNTERSCHIEDLICH stark abbremsen geht dann auch nicht, oder?



An dieser Stelle greift die von mir angedeutete Lösung mit einer noch zu erstellenden, elektronischen Lösung: das erste Schaltgleis startet einen Timer, das Zweite stoppt. Aus der Differenz wird die Geschwindigkeit ermittelt und entsprechend eine Versorgung mit passender Spannung aktiviert. Das Ganze bedeutet dann aber Aufwand und ist keinesfalls "plug&play".

Zitat

2) Ist es wirklich so, dass langsamere Züge GRÖSSERE Stromaufnahmen haben? Also der Widerstand KLEINER ist??? Die verbrauchte Leistung (U * I) wäre dann bei einem langsameren Zug also größer als bei einem schnelleren? Wenn diese größere Leistung nicht in die Geschwindigkeit geht, wohin dann? Einfach in Wärme?



Bei den Reihenschlussmotoren steht die Stromaufnahme im Nenner der Drehzahlgleichung. Bei ansonsten gleichen Bedingungen ist das Modell mit der kleineren Stromaufnahme schneller. Ferner stellte Märklin die analogen Modelle ab 1976 successive von Scheibenkollektor auf Trommelkollektor um. Die Drehzahl bei 12V stieg dabei von 160Hz ( SFCM ) auf ca. 200Hz ( DCM1 ).
Die größere Stromaufnahme geht zum Teil als Wärme, zum Teil als Reibungsverluste im Getriebe verloren.

Zitat

3) Und wie könnte ich die Reduktion der Spannung mit Dioden erreichen? Wieviel V fällt denn an einer Diode ab? Oder kommt die Wirkung nur daher, dass dann halt nur eine Halbwelle ankommt?



Pro Siliziumdiode ist mit -0,7V zu rechnen. Für AC in beide Richtungen erforderlich.
Besser wäre eine einstellbare "Z-Diode", diesen Beitrag habe ich hier vor vielen Jahren gepostet und finde ihn nicht mehr.
Aufwand in diesem Fall: 2 x (1 Leistungstransistor, 1 x Widerstand, 1 x Potentiometer).

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Schnelle und langsame Züge im Bahnhof halten lassen

#16 von Luck ( gelöscht ) , 29.03.2019 13:35

Hallo Steffen,

bei meiner Anlage habe ich solche Probleme gelöst, in dem ich Zugtypen definiert habe, die ich dann mit unterschiedlichen Reed/Magnet-Kombinationen bestückt habe. Bei langsam fahrenden Zügen habe ich die Reeds/Magnete z.B. quer eingebaut, bei schnellen längs. Mit den Relais kann man dann je nach aktivierten Kontakt unterschiedliche Funktionen auslösen. Bei Dir wären das dann unterschiedliche Haltepunkte im Bahnhofsgleis.

Gruß
Luck


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