RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#1 von e-aus-b , 05.04.2019 11:59

Hallo miteinander,

zur Vermeidung fruchtloser Diskussionen eine Klarstellung vorab: Das Wort beste steht im Titel nicht ohne Grund in Anführungszeichen. Jedem sollte klar sein, dass es den besten Signal-Decoder nicht gibt, sondern nur einen unter gewissen Bedingungen am besten geeigneten.

Es gibt ja unzählige Signal-Decoder mit recht verschiedenen Eigenschaften. Es gibt auch schon den einen oder anderen Forenbeitrag in dem der eine Modellbahner dem anderen Modellbahner mit ähnlichen Anforderungen mitteilt welche Signal-Decoder er verwendet. Selten wird sich dabei aber darüber geäußert, warum gerade dieser Decoder verwendet wird. Außerdem sind diese Threads natürlicherweise auf bestimmte Einsatzbedingungen beschränkt, so dass nur einige Decoder überhaupt erwähnt werden. Es ist so äußerst mühselig sich einen Gesamteindruck zu verschaffen. Da viele Decoder auch nur im Direktvertrieb von Ihren Erfindern erhältlich sind, können einem schnell mal ein paar Perlen durch die Lappen gehen.

Ich möchte daher jeden DCC-Fahrer einladen hier zu berichten welchen Signal-Decoder er warum einsetzt. Gerne auch warum bestimmt andere Decoder nicht oder nicht mehr eingesetzt werden.

Gruß, Enrico


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#2 von e-aus-b , 05.04.2019 12:55

Hallo nochmal,

ich lege dann gleich mal vor. Ich befinde mich gerade in der Planungsphase einer "kleinen" Anlage und erprobe auf einem Testkreis diverse Technologien/Technicken/Geräte. Was Signal-Decoder angeht habe ich gerade angefangen etwas zu recherchieren und war doch einigermaßen überrascht, wie viele es gibt und wie schwierig es ist, einen geeigneten zu finden.
D.h. ich habe noch keine praktische Erfahrung mit den unten genannten Dekodern.

Meine Anforderungen:
- 2- bis 4-begriffige HV-Signale mit gemeinsamer Anode schalten
- Hauptsignal und Vorsignal schalten über die gleiche Adresse
- Zugbeeinflussung (Überbrückung eines ABC-Bremsbausteins - ähnlich Lenz BM1 - bei Hp1/Hp2)
- Fertiggerät möglichst mit Gehäuse
- Zentrale ist die ECoS 2

Zweibegriffige Signale werde ich über SwitchPilot mit Extension schalten. 16 € pro Signalpaar (Vor- und Hauptsignal) sind kaum zu schlagen und es gibt fertige ABC-Bausteine zum anstecken.
Für mehrbegriffige Signale habe ich mich für Signaldecoder von IEK entschieden. Aus zwei Gründen:
1) Jedem Signalbild kann ein Schaltbefehl frei zugeordnet werden
2) Es kann können Bausteine für Zugbeeinflussung einfach an der Seite angesteckt werden. Diese erlauben das einfach durchleiten, bzw. Abschalten des Fahrstrom in einen Bremsabschnitt, das Zuschalten eine Bremsgenerators bei Halt oder das Überbrücken eines ABC-Bremsbausteins bei Fahrt.

Der LS-DEC-DB von LDT kommt für mich nicht in Frage, da die unflexible Zuordnung von Adressen und Anschlüssen das simultane Schalten von Haupt- und Vorsignal erschwert.
Signal-Decoder von Qdecoder kommen mangels Zugbeeinflussung nicht in Frage.


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#3 von nakott , 05.04.2019 13:17

Zitat

Zugbeeinflussung (Überbrückung eines ABC-Bremsbausteins bei Hp1/Hp2)


Was ist damit genau gemeint. Welcher Baustein. Wie wird er genau angesteuert?


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#4 von e-aus-b , 05.04.2019 14:19

Ich meine, was Lenz BM1 nennt. Der Baustein ist fest in die Spannungsversorgung des Bremsabschnittes eingebaut. Bei "Fahrt" wird die Digitalspannung direkt auf den Bremsabschnitt geschaltet und der Baustein somit wirkungslos.


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#5 von Erich Müller , 05.04.2019 22:25

Hallo Enrico,

ich habe alte Märklin-Formsignale und brauche keine Hardware zur Zugbeeinflussung.
Meine Decoder sind WD-34 von Tams, und ich habe zu meiner Freude festgestellt, dass sie mir sogar die Umstellung der Signale auf getrennte "Massen" (0-Leiter) für Beleuchtung und Antrieb ersparen.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#6 von Brianmcfly , 05.04.2019 23:51

das ist mal ein interessanter Faden...

Ich habe auf unserer Anlage noch keine Signale aber habe begonnen darueber nachzudenken.

Die Signale sollen von Rocrail angesteuert werden und nur anzeigen. Da es ein deutsch-niederlaendisches Grenzthema wird brauche ich ja eigentlich irgendwann auch Ansteuerung fuer das niederlaendische Signalsystem - und da hab ich schonmal keinen plan wo ich die herbekomme.

Anyway, Ich bin sehr interessiert was ihr verwendet um zumindest deutsche H/V und Ks Signale anzusteuern...


Gruesse aus Rotterdam


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#7 von swissexpress , 06.04.2019 16:35

Hallo
ich verwende QDecoder (DCC) und bin damit sehr zufrieden. Allerdings habe ich noch die alte Ausführung Z1-16 Signal in Betrieb. Es sind neuere Ausführungen im Handel. qdecoder.de
René


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#8 von Erich Müller , 06.04.2019 20:12

Hallo zusammen,

ich noch mal...

am Ende kommen viele Empfehlungen zusammen, die auch sicher in der jeweiligen Umgebung richtig sind. Nur kann man damit wenig anfangen, wenn nicht auch dabei steht, um welche Situation es geht.

Deshalb hatte ich angegeben:
[quote="Erich Müller" post_id=1960517 time=1554495957 user_id=26147]
ich habe alte Märklin-Formsignale und brauche keine Hardware zur Zugbeeinflussung.
[/quote]
Mit Lichtsignalen, die keine Relais am Sockel haben, oder wenn ich Zugbeeinflussung benötigen würde, wäre meine Wahl möglicherweise anders.

Und ich fände es gut, wenn die Kollegen, die sich hier äußern, dann auch dazuschreiben, für welche Art Signale, und was sonst vom Decoder gefordert wird. Einfach damit man sich ein Bild machen kann. Sonst kommt man doch wieder da an, dass man sich von allen Decodern erst mal die Datenblätter und Anleitungen zu Gemüte führen muss, um zu wissen, wofür die jetzt wirklich gut sind.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#9 von Instandsetzung , 14.04.2019 13:08

Hallo zusammen,

ein weiterer Grund, der die Auswahl ein- oder ausgrenzt ist auch, welche Zentrale vorhanden ist.
Wenn halt nur eine reine Selectrixs Zentrale vorhanden ist, so wird die Auswahl ja schon von Natur aus sehr eingeengt.

Ist jedoch eine IntelliBox vorhanden, so kann man ja ohne Probleme neben Motorola- und DCC-fähigen Decodern auch das Uhlenbrock eigene LocoNet-Schaltmodul nehmen.
Für die, die mit der Programmierung dieser Module nicht so gut klar kommen, sind schon ein paar Signalformen vorprogrammiert. Wenn man jedoch die Programmierung dieses Moduls einmal verstanden hat, so kann man damit schon viele - aber nicht alle - Signal formen darstellen. Vor allem kann man alle Anschlüsse die dieses Modul bietet auch nutzen.

LDT Lichtsignaldecoder sind dagegen viel einfacher gestrickt. Dafür sind sie auch einfacher zu bedienen und zu programmieren. Für jede Lichtsignalsorte und jede Bahnverwaltung gibt es jeweils einen eigenen Decoder.
An einem Decoder können dann entweder 4 Lichtsignale mit wenigen Begriffen
oder 2 Lichtsignale die entweder mehrere Begriffe oder ein Vorsignal am Mast haben angeschlossen werden.
Bei den verschiedenen Lichtsignaldecodern von LDT handelt es sich im Grundsatz immer um den gleichen Decoder. Es wird lediglich jeweils ein anders programmierter Baustein beigelegt oder eingebaut. Daher kann es auch gut passieren, dass nicht alle Anschlüsse des Decoders genutzt werden.


Für die Spezialfälle gibt es dann ja noch die Q-Decoder. Diese sind ja speziell für Lichtsignale entwickelt worden. Ich persönlich habe diese allerdings erst bei 2 Anlagen eingebaut und davon auch nur bei einer Anlage für einfache Lichtsignale. ( Bei der anderen Anlage ging es um motorische Weichenantriebe ).
Ich habe allerdings diese Decoder weder über die CV Programmierung noch über den Q-Programmer programmiert, sondern nur über die vereinfachte Programmierung mittels des Tasters auf dem Decoder.
Für einfache Signalbilder reicht diese Art der Programmierung vollkommen aus.

Was den Anschluss von niederländischen Lichtsignalen angeht, so glaube ich, dass man dies auch nur mit einem Q-Decoder in allen Facetten hinbekommt. Bei den niederländischen Lichtsignalen gibt es ja auch Signalbilder, bei denen die grüne oder die gelbe Lampe blinkt.
Bei einem LocoNet Schaltmodul bekommt man das nur mit einem Trick hin. Man muss dafür 2 Ausgänge über Dioden zusammen führen und den einen Ausgang auf Dauerlicht und den anderen auf Blinken programmieren. Dafür verschwendet man aber auch einen Ausgang.

Von LDT gibt es ebenfalls einen Lichtsignaldecoder speziell für das niederländische Signalsystem. Da aber an diesem Decoder 4 Hauptsignale angeschlossen werden können und der Decoder insgesamt nur 8 Adressen verarbeiten kann, bleiben pro Signal nur 2 Adressen übrig. Mit 2 Adressen kann man allerdings nur 4 Signalbilder zeigen. Diese sind bei diesem Decoder folgende Signalbilder:
Halt, Fahrt, langsame Fahrt und Fahrt mit Geschwindigkeitsanzeiger.
Die Signalbilder, bei denen die grüne oder gelbe Lampe blinkt sind bei diesem Signaldecoder nicht vorgesehen.

Diese Signalbilder wird nur der Q-Decoder zeigen können. Wie einfach man die Programmierung dieser Signalbilder allerdings hin bekommt, weiß ich allerdings nicht, da ich in dieser Hinsicht noch nichts gebaut habe. Kann sein, dass dies über die CV-Programmierung möglich ist, kann aber auch sein, dass man dafür den Q-Programmer braucht.

MfG Oliver


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#10 von Brianmcfly , 14.04.2019 16:12

Ich habe bei der Suche im Netz den LED-Controller von digital-bahn.de gefunden.

Den scheint man auch guenstig bekommen zu koennen wenn man selber loeten kann - https://www.digital-bahn.de/bau_led/led.htm fuer unter 10 eur gesamt.

Da gibts dann scheinbar auch die Firmwares die fuer mich interessant sind - NS, H/V und Ks Signal.

Desweiteren gibt es den MoBaLiSt decoder. Platine + Bauteile zum selberloeten ca 20 eur zusammen. Er scheint aber nur eine BiDiB Schnittstelle zu haben.

Auch habe ich noch den Qdecoder aus der Schweiz gefunden. Der kostet aber 65 eur / Stueck und faellt damit fuer mich komplett aus dem Preisrahmen.

Hat mit diesem Decodern jemand Erfahrungen? die Suche im Stummiforum ist noch beschaeftigt, die Faeden die ich auf die Schnelle gefunden haben scheinen alle merkwuerdig derailed...


Gruesse aus Rotterdam


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#11 von jacco60 , 15.04.2019 08:35

Hallo Enrico ,
ich habe lange überlegt ob ich Dir antworten soll .
Deine Bitte um Antwort :
"Ich möchte daher jeden DCC-Fahrer einladen hier zu berichten welchen Signal-Decoder er warum einsetzt. Gerne auch warum bestimmt andere Decoder nicht oder nicht mehr eingesetzt werden."
betrifft mich ja nun mal nicht .
Du grenzt doch im Grunde schon mit deiner Forderung , was der Dekoder können soll , selbst ein , welche Dekoder in Frage kommen .
Ein ganz wichtiger Punkt , ist in meinen Augen , wie die Anlage gesteuert wird . Per Software oder über die Zentrale . Eine Anlage die mit Software gesteuert wird , benötigt keine Zugbeeinflussung durch Signale , das sollte die Software schon können . Desweiteren vermeide ich unnötig viele verschiedene Herstellertypen , von Dekodern , das wird schnell beim programmieren unübersichtlich .

Nur mal als kleiner Tip , auch wenn ich nicht DCC Fahrer bin .

MfG
Ralf


Ecos 2 . nur Lopi´s , K-Gleise , Weichen mit Servoantrieben .
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Gruss
aus
Berlin
Ralf

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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#12 von jacco60 , 15.04.2019 08:59

Hallo Brianmcfly
Der Led Controller , hat aber keine externe Stromversorgung , dazu brauchst Du noch eine weitere Platine und damit bist Du bei mehr als 10€ . Ich empfehle 2 Taster und 2 Relais damit bleibst Du unter 5 € .
Wenn man sich Loks von mehreren 100 € kauft oder eine Zentrale von 700 € und am Signaldekoder sparen will , der sollte sich überlegen ob Modelleisenbahn das richtige Hobby für Ihn ist .
Ich empfehle Laubsägearbeiten , das ist billiger .

- Ralf


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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#13 von Erich Müller , 15.04.2019 09:48

Hallo Ralf,

Zitat

Wenn man sich Loks von mehreren 100 € kauft oder eine Zentrale von 700 € und am Signaldekoder sparen will , der sollte sich überlegen ob Modelleisenbahn das richtige Hobby für Ihn ist .
Ich empfehle Laubsägearbeiten , das ist billiger .



Da habe ich ja noch Glück gehabt und darf weiter Modelleisenbahn spielen, denn ich habe weder für eine Lok noch für die Zentrale je mehr als 200€ ausgegeben. Und da ist kein Digikäs dabei, denn den Stress ist mir der Preisunterschied nicht wert.


Warum soll einer mehr Geld ausgeben als nötig?


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#14 von oligluck ( gelöscht ) , 15.04.2019 09:59

Moin,
bei mir ist es auch der oben erwähnte LED-Decoder.

Hauptgrund ist, dass ich mit nur einem Decoder aller verschiedenen Lichtsignale schalten kann, alternativ die Beleuchtung von Gebäuden.
Ob ich dort nun 5 Blocksignale anschließe, ein 7-begriffiges Haupt- und Vorsignal oder 10 Räume in einem Modellhaus einzeln ansteuere, ist dem Decoder egal - er benötigt lediglich die passende Firmware.
Hierzu benötigt man einen PIC-Programmer, dieser sollte also mit eingeplant werden.
Die Platinen habe ich lange Zeit selber geätzt, mittlerweile lasse ich sie in China fertigen.
Bei fast 100 zu beleuchtechtenden Häusern/Signalen spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle - hier halte ich diesen Decoder für ungeschlagen.

Heute würde ich ggf. Arduinos in Betracht ziehen, das spart die Löterei. Als ich mit den LED-Decodern anfing, waren Arduinos aber noch nicht so verbreitet, wie heute.
Mit nur einer Handvoll zusätzlicher Bauteile (also doch ein klein wenig Löterei) ist der Arduino so zu erweitern, dass er DCC versteht.
Ob es auch entsprechende Sketches gibt, ihn für MM oder Selectrix fit zu machen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Für Formsignale, die über Servos angesteuert werden, nehme ich bevorzugt den Servodecoder von Holger Wagenlehner.
Holger ist auch im TT-Forum aktiv, er ist ein freundlicher und hilfsbereiter Mensch.
Der Lötaufwand ist beim Servodecoder jedoch ungleich höher, verglichen mit dem LED-Decoder.

Die Nennung dieser Decoder spiegelt lediglich meine persönliche Vorliebe wieder und bedeutet nicht, dass es nicht auch viele andere gute Decoder gibt!

Viele Grüße,
Oliver


oligluck

RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#15 von Bodo , 15.04.2019 12:00

Hallo zusammen,

natürlich viewtopic.php?f=5&t=144916 ... zumindest für die entstehende Null-Anlage. Auf der Märklin-Anlage macht(e) das ja wenig Sinn und historisch bedingt habe ich da Littfinski- und Märklin-Dekoder verbaut. Mischbetrieb mit DCC habe ich bisher noch nicht getestet.

Viele Grüße, Bodo


Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will. (Jean-Jacques Rousseau)

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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#16 von suffix ( gelöscht ) , 15.04.2019 13:15

Zitat

Der Led Controller , hat aber keine externe Stromversorgung , dazu brauchst Du noch eine weitere Platine und damit bist Du bei mehr als 10€ . Ich empfehle 2 Taster und 2 Relais damit bleibst Du unter 5 € .
Wenn man sich Loks von mehreren 100 € kauft oder eine Zentrale von 700 € und am Signaldekoder sparen will , der sollte sich überlegen ob Modelleisenbahn das richtige Hobby für Ihn ist .
Ich empfehle Laubsägearbeiten , das ist billiger .



Hallo Ralf,

du wirst es nicht glauben, aber es gibt Modellbahner die sich Signallösungen wünschen die mit zwei Taster und Relais nicht zu verwirklichen sind. Deine Schlüsse bezüglich Kosten von Signaldecodern sind komplett zusammenhanglos und ergeben keinen Sinn. Man soll da Geld ausgeben wo es nötig ist und einem einen Vorteil bringt, gegen die Hardware von digital-bahn ist absolut nichts einzuwenden, die ist top und das zu einem unschlagbaren Preis. Gut Ding muss nicht teuer sein.

PS: BITTE hör auf vor jedes Satzzeichen ein Leerzeichen zu setzen. Mal abgesehen davon, dass es falsch ist sieht es furchtbar aus und bringt deine Texte an den Rand der Unlesbarkeit. Danke.


suffix

RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#17 von dimitiger , 11.06.2019 16:41

Moin,

ich benutze Decoder von Kühn WD10.

Meine Gründe dazu:

1. Sehr kompakt und können trotzdem 4 x 3, 4-begriffige Signale, oder 8 x 2-begriffige Signale pro Decoder steuern.
Das ergibt den Preis für ein 2-begriffiges Signal von ca. 5,69 EUR und für ein 3, 4-begriffiges Signal von ca. 8,90 EUR, je nach dem was der Decoder nun kostet (ca. 35,59 EUR). Also, für meine Begriffe recht günstig!

2. Der Decoder kann externe Spannung nutzen. Das ist für mich sehr wichtig, da ich damit den "teueren" Digitalstrom sparen kann. Denn alle meine Weichen und Lichtsignale werden von einem externen Trafo mit Strom beliefert.

3. Ab- und Aufblendeffekte für Lichtsignale.


Gruß MoBa-Macher

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RE: Der "beste" Signal-Decoder für DCC

#18 von Modelltraumland , 12.06.2019 08:46

Hallo zusammen,

wir nutzen, da noch vorhanden, den LS-Dec-DB von Littfinski. Der kann MM und DCC, wie die meisten heute am Markt erhältlichen Decoder. Wegen Steuerung per PC benötigen wir keine Zugbeeinflussung. Er steuert bis zu 4 Blocksignale oder andere Kombinationen. Das weiche Überblenden der LEDs sowie Dunkeltastung für Vorsignale ist bereits implementiert. Dieser Punkt wurde m.E. hier noch gar nicht erwähnt. Die Programmierung ist denkbar einfach. Es muss nur die Adresse eingestellt werden und fertig. Die LEDs der Signale werden dann je nach Signal laut Beschreibung angeschlossen. Und da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Der einzige wirkliche Nachteil ist, dass er auch bei DCC immer in 4er Gruppen wie bei MM eingestellt werden muss, hat also nicht die Möglichkeit einer freien Adresswahl. Wir sind mit diesem Decoder sehr zufrieden, auch wenn er nicht gerade der günstigte ist.


VLG Bernd

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