Hallo zusammen,
heute geht es um den Einbau eines Strompuffers in eine V60 mit einem Märklin mLD3 Decoder.
Ich habe so einige Märklin Loks mit nur 3 Achsen, speziell eine V60, die ab und zu in Langsam Fahrt an den schlanken K-Gleis Weichen stehen bleiben
Nicht immer halt nur ab und zu
Ob es am Loch im Schleifer liegt oder an der Fahrtrichtung etc. ist schwer festzustellen, da es nicht immer auftritt :?
Daher ist die Entscheidung gefallen einen Pufferspeicher einzubauen. Die einfachste und teuerste Lösung den Märklin 60974 Pufferkondensator einzubauen scheitert am vorhanden Platz in der Lok 
Dann habe ich die Ladeschaltung für Super Caps von Matthias (schumo99) hier im Forum entdeckt und war begeistert
viewtopic.php?f=21&t=171549
Den Matthias angeschrieben, der mir dann die selbst entworfenen Platinen zugeschickt hat.
Einen Kumpel hat mir dann die Platinen zusammen gelötet. Es wurden welche für 3V und für 5,4V bestückt.
Grundsätzlich gilt, je höher die Spannung und je kleiner der Innwiederstand desto effektiver ist der Pufferspeicher.
Um mit den Super-Cup-Kondensatoren flexibel zu sein in Punkto Platz im Lokgehäuse habe ich mir 2 verschiedene 3V Versionen bestellt.
3V 1F mit einem Innenwiederstand von 0,24 Ohm in der Größe 6,3 x 12mm https://www.mouser.de/ProductDetail/AVX/...9agZke4Yw%3D%3D
und 3V 1F mit einem Innenwiederstand von 0,18 Ohm in der Größe 8 x 12 mm https://www.mouser.de/ProductDetail/AVX/...XKk8jG7Cg%3D%3D
Somit bin ich sehr Fexibel was den Einbauplatz angeht.
Jetzt ging es noch um das Thema wo anschliessen an den Märklin mLD3/mSD3 Decodern.
Nach dem lesen unheimlich vieler Beiträge dazu habe ich mich für den Anschluss an der Susi Schnitstelle auf der Decoderplatine entschieden. Nicht zuletzt deswegen, weil Märklin seine Pufferkondensatoren auch an der Susi Schnitstelle anschließt und ich die Ladeschaltung ganz einfach ohne Löten oder Einbau eines zusätlichen Schalters abtrennen kann.
Jetzt ging es an die Lok:
Einen Platz in der Lok war schnell gefunden :D

Hier handelt es sich um 2 in Reihe geschalteten 3V SuperCaps in der größe 6,3 x 12 mm die da gerade so hinpassen.
Der ganze Versuchsaufbau sieht man hier:

Im Vordergrund die 5,4V Ladeschaltung.
Hier alle Teile zusammen ohne Lok.

Die Funktion sieht man am besten in einem Video
Es ist unglaublich, nach dem betätigen der Stop-Taste LED Lichter flackern(sieht man in dem Video nicht so gut) drehen sich die Räder noch 2 Umdrehungen weiter.
Die Ladeschaltung ordentlich verlötet, Kabellängen angepasst und in Schrumpfschlauch gepackt sieht so aus:

Noch kurz zu den Decodereinstellungen.
Bei den Märklin mLD3/mSD3 Decodern gibt es einige Einstellmöglichkeiten zur Spannungspufferung.
Da ich im Netz nicht so viel dazu gefunden habe, hab ich die Einstellungen durch viel ausprobieren ermittelt.
Dank dem Decoderprogrammer geht es aber relativ einfach.
Klar ist: Man muss die Analogerkennung am Decoder ausschalten, sonst besteht die gefahr das der Decoder während er vom Puffer versorgt wird auf Analogbetrieb umschaltet.
Wenn man das mit dem Programmer macht sieht das so aus:

Mit dem Einstellen der Parameter für den Puffer habe ich mit diesen Werten die besten Ergebnisse erzielt:

Das sind jetzt die Einstellungen für einen mSD3 Sounddecoder. Bei einem mLD3 lässt man die Werte/Häcken beim Sound einfach weg.
Ich hoffe der Bericht hilft dem ein oder anderen beim Puffern speziel mit den Märklindecodern weiter, denn man findet darüber nicht so viel.
Ein ganz besonderes Dankeschön an Matthias schumo99 für die Ladeschaltung
