Ich verwende immer die Einstellungen CV3 = 4 und CV4 = 4. Werden so vor dem Einmessen im Dekoder gesetzt.
Allerdings habe ich auch schon mit anderen, höheren Werten experimentiert, die Auswirkungen waren äußerst gering.
Die beiden CVs bestimmen im Prinzip, wieviele ms der Dekoder wartet, bis eine Stufe höher bzw. runter geschaltet wird, z.B. wenn man die Lok von Fahrstufe 0 auf FS 100 setzt oder von 90 auf 0 abbremst.
TC rechnet die Fahrstufenabfolge und die Zeit zwischen 2 FS beim Bremsen (-) und Beschleunigen (+) anhand der in TC eingemessenen Werte und der TC-Einstellungen für Beschleunigen aus, die Dekoder-Werte wirken quasi nicht.
Der Bremsparameter in TC wirkt m.W. nur beim manuellen Fahren mit TC. Bei Automatiksteuerung habe ich noch keine Wirkung feststellen können. Wäre auch hinderlich, da TC ja beim Auslösen eines Bremsmelders herunterbremst und je nach Entfernung (Bremsrampe) stärker oder schwächer bremsen muss, bis der jeweilige Haltepunkt im Block erreicht ist.
Ich habe mal im Forum oder in der Bedienungsanleitung des TC gelesen, dass Herr Freiwald empfiehlt, die CV’s auf einen sehr geringen Wert einzustellen. Ich programmiere deshalb jeweils den Wert 1 ein. Bisher hatte ich nur gute Erfahrungen damit. Bei meinen Loks sind ESU und Zimo-Dekoder eingebaut.
Herzliche Grüsse Rossi
H0 und N Digital, RocoLine, ECOS, Z21, IB 1, Traincontroller Gold, Tauernbahn
Also, die CV - Werte sind in der Lok drin gespeichert, also im Lok-Decoder. Darauf hat der TC keinen Zugriff, sondern nutzt das Verhalten der Lok. Also, kann der TC dort auch nichts ändern. Du solltest diese Werte so einstellen, wie sie für dich am realistischen erscheinen. Eine BR218 oder BR232 beschleunigt sich eben nicht so schnell wie eine BR 152. Diese Werte im Decoder dienen also dazu, eine Lok realistisch fahren zu lassen. Es macht wenig Sinn, dass alle Loks sich wie eine S-Bahn verhalten.
Nun kommen wir zu TC.
1. Du stellst also alle Werte erst ein Mal im DECODER ein. 2. Du mißt im TC die Vmax. Diese musst Du also auch dann im Decoder runter oder hoch setzen (CV5). Das ist eine Fummelarbeit. Weil Du immer wieder messen musst und dann immer wieder auf einem Programmiergleis den Wert im CV5 anpassen musst. Das heißt, der TC sagt Dir immer wie schnell deine Lok maximal fährt und du entscheidest am Ende, ob das realistisch oder nicht sei und entsprechend musst du diese Werte im DECODER der Lok korrigieren. Ab jetzt veränderst Du diese Werte im DECODER NICHT MEHR!!! Wichtig!!!
3. Jetzt wird so eine Lok vom TC eingemessen. Dabei wird eben diese Geschwindkeitskurve erstellt, damit der TC deine Lok "kennenlernt". Das ist aber nur eine Hälfte. Jetzt kommen noch die Bremsverzögerung und Beschleunigung im TC. Diese sind sehr wichtig und ohne diese funktioniert das Halten nicht korrekt. 4. Also muss du die Bremmsrampe messen. Hält deine Lok weiter als der Haltepunkt, dann vergrößerst du den Bremsverzögerungswert im TC. Hält die Lok eher zu kurz, dann verkleinerst du den Wert aber alles IM TC. 5. Nun muss du noch die Beschleunigung einstellen. Dazu hat der TC leider keinen Meßmodus (schade). Du kannst dazu aber folgendes machen. Halte die Lok in einem Block vor dem Block, wo die Lok dann auch halten soll und wo du die Haltepunkt markiert hast, wo die Lok aus voller Fahrt auch normalerweise halten wird. Jetzt gibt den Befehl im TC in das nachfolgende Block einzufahren und dort zu halten. Die Lok fährt in das Block und kann natürlich nicht die Vmax erreichen, weil die Entfernung nicht ausreicht. Das ist auch so korrekt, weil Du ja die Beschleunigung messen willst und nicht die Vmax. Bleibt die Lok nun zu schnell stehen, dann verrigerst Du den Wert beim Beschleunigung im TC und umgekehrt. Diese "Messung" machst Du ein paar Mal, bis es klappt. Ich tolleriere immer 2-3cm bei mir (Spur N).
Jetzt ist deine Lok komplett für den TC eingemessen und wird in jedem Abschnitt und aus jeder Lage richtig halten. Dabei musst Du auch nicht auf das korrekte Verhalten der Lok verzichten, da der TC Deine Lok bzw. das Verhalten der Lok komplett kennt.
danke schon mal für eure Antworten. Hier noch eine Frage dazu. Verstehe ich das richtig, dass das Beschleunigungs- bzw. Bremsverhalten das über die CV 3 und 4 eingestellt wird nur für den Handbetrieb ausschlaggebend ist? Angenomen ist stelle die CV 3 und 4 auf "1" dann beschleunigt und bremst der TC genauso wie mit einem Wet von z.B 20 in CV 3 und 4, nur das die Brems bzw. Haltemarkierungen in den Blöcken anders positioniert sind. Wie steht in dem Zusammenhang die Einstellung der Lok-Eigenschaft "Trägheit" (Beschleunigung/Verzögerung) mit den CV 3 und 4?
Gruß Dennis
Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm. Bei vielen ist es andersrum.
TC rechnet den Bremsweg anhang der Werte in CV 3 und 4 aus (diese hast du ja vorher durch Einmessen dem TC mitgeteilt). Das heißt, bremst eine Lok langsamer, also ist träger, dann fängt der TC mit dem Bremsvorgang einfach früher an, um trotzdem an der richten Stelle zum Stehen zu kommen. Bremst eine Lok eben schneller, dynamischer, dann wird auch der Bremsvorgang später ausgelöst. Im Prinzip wie in der Realität, wo ein Lokführer eben bei einer BR232 früher bremsten muss, dagegen bei einer Rangierlok eher später, weil diese schnell stehen bleibt.
Also, nein, TC bremst nicht immer gleich und deine CV Werte haben auch für TC eine Bedeutung. Die Loks müssen nur richtig eingemessen sein. Die Haltemarkierung (also, da wo jede Lok stehen bleiben muss), ist immer gleich. Das heißt, jede Lok bleibt kurz vor einem Signal stehen, egal welche Werte in CV diese hat. Der TC fängt einfach jeweils früher oder später zu bremsen und mit unterschiedlicher Trägheit. Alle Loks bleiben aber an der gleichen Stelle in einem Block stehen (Toleranz von 2-3cm musst du natürlich akzeptieren).
Zitat TC rechnet den Bremsweg anhang der Werte in CV 3 und 4 aus (diese hast du ja vorher durch Einmessen dem TC mitgeteilt). Das heißt, bremst eine Lok langsamer, also ist träger, dann fängt der TC mit dem Bremsvorgang einfach früher an, um trotzdem an der richten Stelle zum Stehen zu kommen. Bremst eine Lok eben schneller, dynamischer, dann wird auch der Bremsvorgang später ausgelöst. Im Prinzip wie in der Realität, wo ein Lokführer eben bei einer BR232 früher bremsten muss, dagegen bei einer Rangierlok eher später, weil diese schnell stehen bleibt.
Auch wenn es hart klingt, das ist totaler Quatsch!!! über CV 3 wird die Anfahrverzögerung eingestellt, dh. je höher der Wert, desto mehr verzögert der Decoder die Befehle der Zentrale zum erhöhen der Fahrstufen (beschleunigen). Über CV 4 wird die Bremsverzögerung eingestellt, dh, je höher der Wert, desto mehr verzögert der Decoder die Befehle der Zentrale zum herrunterfahren der Fahrstufen (bremsen).
Bei der Eimessfahrt von TC wird für die einzelnen Fahrstufen ermittelt wie lange die Lok braucht um eine definierte Strecke (Messstrecke in cm) zu durchfahren. TC errechnet daraus die Geschwindigkeit der Lok in den einzelnen Decoderstufen. TC mist weder Beschleunigungs - noch Bremswerte!
Ist die Lok dann eingemessen und der Bremsausgleich richtig eingestellt regelt TC die Decoder Fahrstufen über die Zentrale selbstätig bis auf null in Abhängigkeit der gefahrenen Geschwindigkeit und länge der Bremsstrecke bis zur Haltmakierung. Die Bremsverzögerung des Decoders verzögert nur die ausführung der von TC über die Zentrale gegebenen Befehle zum runterschalten der einzelnen Fahrstufen bis zum Halt. So hält keine Lok cm genau!
Also, wenn die Loks cm genau halten sollen, Bremsverzögerung so klein wie möglich im Decoder einstellen, gerade so das die Lok beim "runterschalten" der Fahrstufen nicht ruckelt. Bei meinen Loks sind je nach eingebautem Decoder Werte für CV 4 von 0 - 4 eingestellt.
Bevor du hier was von Quatsch schreibst, meine Loks halten nun mal cm genau. Und natürlich hat TC Einstellungen für Bremsverzögerung und Beschleunigung. Wir reden hier aber auch über TC Gold.
Ich habe bei meiner BR216 CV Werte von 17 und 11 stehen und sie hält genau dort, wo sie es auch soll. Alles kein Problem. Denn der TC berücksichtigt die eingestellte Bremsverzögerung und gibt entsprechend den Befehl zum runterschalten früher als bei den anderen Loks.
Blöcke müssen aber natürlich dabei von der Länge her auch genau erfasst sein.
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Verstehe ich das richtig, dass das Beschleunigungs- bzw. Bremsverhalten das über die CV 3 und 4 eingestellt wird nur für den Handbetrieb ausschlaggebend ist?
Nein, die mittels CV3 (CV4) simulierte Trägheit des Fahrzeuges kannst Du nur durch das Setzen eines niedrigen Wertes verringern. Ob von Hand oder per Modellbahnsteuerprogramm, diese eingestellte simulierte Trägheit wirkt immer. Einzige Ausnahme ist das Wegschalten des Stromes z.B. beim Nothalt. Die unmittelbarste Kontrolle über das Fahrverhalten hat man, bzw. das Modellbahnsteuerprogramm, wenn die simulierte Trägheit ganz ausgeschaltet ist. Bei einer Messfahrt misst das Modellbahnsteuerprogramm das Verhalten mit den aktuell eingestellten Werten (ohne sie explizit zu kennen). Das bedeutet: nach einer Veränderung von CV3 und CV4 passen die Ergebnisse der Messfahrt nicht mehr. Es ist daher ungemein praktisch, wenn man sich den dort bei der Messfahrt eingestellten merkt, um ihn ggf. wiedereinstellen zu können. Am einfachsten geht das, wenn hier in allen Dekodern derselbe Wert steht. Wenn man die Fahrzeuge gelegentlich auch von Hand fährt, will man vielleicht ein wenig simulierte Trägheit und kann deshalb - als Kompromiss - einen niedrigen Wert - z.B. immer "4" einstellen.
MfG
vik
im Übrigen - Märklin am liebsten ohne Pukos, z.B. als Trix
So jetzt habe ich das Video fertig, wo man sieht, dass zwei Loks mit unterschiedlichen Werte bei Trägheit / Beschleunigung trotzdem korrekt an einem Punkt halten (Toleranz beachten).