RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#1 von kleineWelt , 30.04.2019 19:41

Moin zusammen,

ich bringe mal wieder ein kleines Thema auf den Tisch, und zwar die zum Teil arg funzeligen (sprich: dunklen) Führerstandbeleuchtungen bei aktuellen Loks.

Wenn ich schon raten muss, ob eine Führerstandbeleuchtung überhaupt an ist, dann ist doch etwas falsch. Treffen tut das verschiedene Hersteller (Roco, Piko, ...) und schuld daran ist eine gewisse Bauweise bei der Sache, die sich offensichtlich nicht bewährt bzw. eigentlich nichts taugt:

auf die Basisplatine in der Lok werden an beide Enden SMD LEDs gesetzt, und im Gehäuse sitzen dann transparente Lichtleiter, die das Licht von der LED in den Führerstand bringen sollen, wenn man das Gehäuse dann aufsetzt. Funktionieren tut das - in vielen Fällen - allenfalls suboptimal.

Neulich sah ich sogar in einer aktuellen Lok den "Trick", dass gleich zwei LEDs für eine Führerstandbeleuchtung verwendet wurden. Geholfen hat das aber (überhaupt) nichts.

Eine vernünftige konstruktive Lösung bei der Sache ist, eben die SMD LEDs wirklich im Dach des Führerstandes zu positionieren. So mache ich das bei eigenhändigen Nachrüstungen, und so machen es Hersteller auch manchmal. Nur ist das halt konstruktiv teurer, und offenbar will man das Geld dafür nicht ausgeben.

Wenn ich am Ende sowieso selbst eine LED in's Führerstanddach einbauen muss, dann kann ich auf eine "schlechte Beleuchtung ab Werk" auch gleich verzichten.

Deutlich hell und sichtbar hat die Beleuchtung zu sein, sonst macht sie doch keine Freude. Dimmen kann man sie - bei Bedarf - dann immer noch per Decoder.

Oder seht ihr das anders?

Viele Grüße
Chris


...habe für mich erkannt: nur wenn man auch dran baut, wird's irgendwann fertig.


 
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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#2 von 8erberg , 30.04.2019 19:49

Hallo,

ok, für den kurzen Augenblick im Bahnhof, wenn der Lokführer neue Papiere bekommt (z.B. bei Ausfall Ebula) oder Personalwechsel wird die Führerstandbeleuchtung ja nur im BW gebraucht. Während der Fahrt sollte es dort (wie man es auch beim PKW so hält) dunkel sein.

Fällt mir ein: die meisten Stellwerke sind auch von innen viel zu hell beleuchtet - so kann der arme Diensthabende doch garnicht das Gleisfeld überschauen.

Peter


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#3 von DeMorpheus , 30.04.2019 19:53

Moin,

wie viel sieht man denn in der großen Welt bei Tageslicht von einer evtl. eingeschalteten Führerstandsbeleuchtung? So gut wie gar nichts. Wir haben uns bei der Moba bloß über die Jahrzehnte an Flutlicht-Beleuchtungen gewöhnt, das betrifft auch Spitzensignal und Rücklichter sowie Innenbeleuchtung von Fahrzeugen und Gebäuden. Wenn man dann mal im Dunkeln fährt taugt die Innenbeleuchtung als Ersatz für Scheinwerfer oder Straßenlaternen. Muss nicht sein, finde ich.


Viele Grüße,
Moritz

'Nitwit! Blubber! Oddment! Tweak!'


 
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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#4 von Robert Bestmann , 30.04.2019 21:27

Hallo zusammen,

die Erfahrung mit den funzeligen Führerraumbeleuchtungen durfte ich auch schon oft manchen (z.B. Piko BR 141, Roco BR 194, usw.) Ursache sind die mehrfach geknickten Lichtleiter, die viel zuviel Licht schlucken und an deren Ende davon oft kaum etwas ankommt.
Ich bin dann immer hergegangen, habe die LEDs von der Hauptplatine abgelötet, auf separate Leiterplattenstückchen aufgelötet, diese mit doppelseitigem Klebeband an der Führerraumdecke befestigt und mit Kupferlackdraht mit den LED-Lötpads auf der Hauptplatine verbunden.
Nach diesem Umbau ist die Helligkeit immer sehr gut.
Wer möchte, kann ja noch die jeweiligen Decoderausgänge etwas dimmen und so die Helligkeit je nach Gusto anpassen.

Viele Grüße
Robert


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#5 von suffix ( gelöscht ) , 30.04.2019 22:58

Ich habe bei mehreren Roco-Steuerwagen (SBB IC2000 und EW IV) ein ähnliches Problem mit wohl derselben Ursache: Die Spitzenlichter, weiss wie rot sind bei diesen Modellen bei Tageslicht praktisch nicht und im Dunkeln nur schwach erkennbar. Auch hier hat man ewig lange und geknickte Lichtleiter. Richtig schade für die ansonsten sehr gute (und auch teure) Modelle.

Merkwürdige finde ich nur, dass ich solch ein Verschlucken des Lichts der SMD-LEDs bei Märklin bis jetzt noch nicht beobachten konnte obwohl eigentlich nach demselben Prinzip dort konstruiert wurde.


suffix

RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#6 von klein.uhu , 30.04.2019 23:28

Welche Loks fahren beim Vorbild dauernd mit Flutlicht im Führerstand rum?
Führerstandsbeleuchtung während der Fahrt beim Modell ist Spielzeug für Kinder, aber nichts was dem Vorbild entspricht.

klein.uhu


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Gruß von klein.uhu
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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#7 von suffix ( gelöscht ) , 01.05.2019 01:42

Und auch Erwachsene dürfen sich über Flutlicht im Führerstand während der Fahrt freuen wenn es ihnen gefällt.

Oder sie dimmen es herunter und benutzen es nur im Stand. Vielleicht kommt ja dann die Vorbildstreue-Polizei nicht und man entkommt nochmal einer Verurteilung.


suffix

RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#8 von Sagichnet ( gelöscht ) , 01.05.2019 02:48

Hallo! kleineWelt
Recht hast Du mit Deinen Überlegungen zum Führerstandslicht.
[Einzige Lok die ich kenne, wo das Licht hell genug ist ist die Lenz Kö II in H0]
Da sind Deine Überlegungen aber noch ganz zivil; einige wollen "ums verrecken" die Platinen
ändern bei der Piko 118/V180 um das Führerstandslicht ohne Fahrlicht einschalten zu können.
Ein bißchen übertrieben, wie ich finde.
Findige digital Modellbahner könnten eine Schaltung der vorhandenen Beleuchtung, ähnlich wie
beim Fernlicht, welches ja viel heller ist, mit den vorhandenen LED, realisieren.
(einfach Spannung erhöhen für die LED, da dieselbe ja nur kurzzeitig leuchtet werdens die
LED schon aushalten).
MfG
PS "Wer sich in Gefahr begibt, der wird darin umkommen"


Sagichnet

RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#9 von Erich Müller , 01.05.2019 06:01

Zitat

Ich habe bei mehreren Roco-Steuerwagen (SBB IC2000 und EW IV) ein ähnliches Problem mit wohl derselben Ursache: Die Spitzenlichter, weiss wie rot sind bei diesen Modellen bei Tageslicht praktisch nicht und im Dunkeln nur schwach erkennbar. Auch hier hat man ewig lange und geknickte Lichtleiter. Richtig schade für die ansonsten sehr gute (und auch teure) Modelle.

Merkwürdige finde ich nur, dass ich solch ein Verschlucken des Lichts der SMD-LEDs bei Märklin bis jetzt noch nicht beobachten konnte obwohl eigentlich nach demselben Prinzip dort konstruiert wurde.



Da ist das Thema wieder... Hatten wir schon:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?t=147168

Vorbildfotos:
https://www.bahnbilder.de/name/galerie/k...grafie/192.html
Und noch eins:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...S_Nina_Bern.JPG
Man beachte hier nicht nur die Beleuchtung am SBB-Steuerwagen, die auch in der hellen Sonne noch deutlich sichtbar ist, sondern auch den BLS-Triebwagen daneben: im Schatten liegt das linke Licht (in Fahrtrichtung) und ist eindeutig eingeschaltet; das rechte Licht wird von der Sonne überstrahlt.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#10 von Heinzi , 01.05.2019 08:25

Hallo Zusammen

Hallo Erich[quote="Erich Müller" post_id=1968924 time=1556683263 user_id=26147]Da ist das Thema wieder... Hatten wir schon:[/quote] Hier geht es aber um die Führerstandsbeleuchtung.

Auch ich habe das problem bei meinen Piko Ae 4/7. Die FS Beleuchtung ist kaum wahrzunehmen. Dumm dass sie sich nur mit der Spitzenbeleuchtung gemeinsam dimmen lässt. Ich habe also die Wahl: Entweder noch knapp wahrnehmbare FS Beleuchtung bei einer Frontbeleuchtung die einer Flutlichtanlage alle Ehre macht, oder einer angenehmen Spitzenbeleuchtung und keiner FS Beleuchtung.
Schade, und das einem Preis der selbst Märklinpreise deutlich schlägt.


Gruss Heinzi
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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#11 von Guardian71 , 01.05.2019 08:30

Moin,

generell halte ich eine separat schaltbare Führerstandsbeleuchtung für ein nettes Feature. Ob die nun gelegentlich oder nur sehr gelegentlich zum Einsatz kommt, sollte dem Modellbahner überlassen bleiben. Realistischerweises dürften die Einsatzzeiten sehr kurz sein. Es ist ein bisschen wie mit dem elektrisch öffnenden Kofferraumdeckel beim Auto - braucht eigentlich niemand, aber man kann so schön damit angeben...

Die Lichtstärke sollte eher dezent sein, aber bei manchem neueren Piko- und Brawa-Modell meines Bestanden kann man die Führerstandsbeleuchtung kaum erkennen. Auch wenn's dunkel ist.

Meint
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Beste Grüße,
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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#12 von supermoee , 01.05.2019 08:57

Zitat

Es ist ein bisschen wie mit dem elektrisch öffnenden Kofferraumdeckel beim Auto - braucht eigentlich niemand, aber man kann so schön damit angeben...



Hallo,

mit was man heute alles angeben kann Interessiert sich wirklich jemand darum? Unglaublich.

zum Thema:

Ich habe bis jetzt die serienmässigen FS Beleuchtungen fast immer dimmen müssen, weil sie mir zu hell waren, besonders bei Brawa Loks. Bei meinen Piko Loks nur geringfügig. Ich habe aber keine aktuelle Neukonstruktion von denen, nur die V200.1, Br103 und Br141.

Gruss

Stephan


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#13 von Wilstein , 01.05.2019 10:13

Moin,

also was die Führerstand- und Maschinenraumbeleuchtung meiner BR 151 und E10 von Piko betrifft, dürften diese gerne etwas kräftiger sein, da bin ich ganz beim Threadersteller. Jedenfalls sind diese weit weg davon, die ganze Anlage zu beleuchten.
Oben genannte Kritiken, dass solche Funktionen Spielzeug sind oder man damit angeben möchte, sind mit Verlaub gesagt totaler Schwachsinn.

Runterdimmen bis Aus geht immer, aber heller machen wenn alles bereits am Anschlag ist geht leider nicht, da hilft nur ein Umbau.


Gruß aus dem Oldenburger Münsterland,

Thomas


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#14 von Wilstein , 01.05.2019 10:31

Zitat

Welche Loks fahren beim Vorbild dauernd mit Flutlicht im Führerstand rum?
Führerstandsbeleuchtung während der Fahrt beim Modell ist Spielzeug für Kinder, aber nichts was dem Vorbild entspricht.

klein.uhu



Halten deine Loks niemals? Im BW, auf dem Überholgleis, am Blocksignal? Für Carrera-Bahner machen Innenbeleuchtungen keinen Sinn, für Modellbahner die vorbildorientierten Betrieb machen jedoch schon.


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#15 von Erich Müller , 01.05.2019 10:45

Oha, jetzt geht es aber abwärts mit dem Stil.

Ich halte diese Beleuchtungen gerade im Hinblick aufs Vorbild für überbewertet.
Die Raumbeleuchtung wird nur eingeschaltet, wenn die Lok aufgerüstet wird. Sonst bleibt sie ebenso aus wie die Deckenbeleuchtung im Stellwerk oder auch in unseren PKW: der Fahrzeugführer muss schließlich die Signale draußen beobachten und auch ein wenig die Strecke vor ihm, und da würde ein helles Licht ihn nur blenden.
Ergo:

Zitat

auf dem Überholgleis, am Blocksignal


bleibt die Lampe aus, denn wenn man das grüne Licht verpasst, gibt es Ärger.
Da wären nur noch die Buchfahrpläne, die man ja lesen muss - aber die muss man auch während der Fahrt lesen können, und deshalb gibt es dafür eine leuchtschwache und noch dazu abgeblendete Leselampe.
Seit die Fahrpläne auf dem Bildschirm angezeigt werden, ist auch die kleine, funzelige Leselampe unnötig geworden.

Viel interessanter wäre da eine Führerpultausleuchtung, wie sie esu in der neuen V60 realisiert hat; auch da bleibt mir aber fraglich, ob sie bei vorbildlich schwacher Intensität überhaupt von außen sichtbar ist.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#16 von supermoee , 01.05.2019 10:55

Hallo,

muss denn die Diskussion wieder über Sinn oder Unsinn einer Funktion und Spiel- gegen Modellbahner ausarten?

Für mich die einzige sinnvolle Lösung hat der Thomas geschrieben:

Zitat

Runterdimmen bis Aus geht immer, aber heller machen wenn alles bereits am Anschlag ist geht leider nicht, da hilft nur ein Umbau.



Wenn die Funktion angeboten wird, soll sie jeder so einstellen können, wie er mag. Wer sie nicht braucht, kann die sogar ausgeschaltet lassen. Somit werden alle glücklich, egal ob Spiel-, Modell- oder Sonstwie- Modellbahner.

Gruss

Stephan


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#17 von Wilstein , 01.05.2019 11:13

[quote="Erich Müller" post_id=1968992 time=1556700332 user_id=26147]
Oha, jetzt geht es aber abwärts mit dem Stil.

Ich halte diese Beleuchtungen gerade im Hinblick aufs Vorbild für überbewertet.
Die Raumbeleuchtung wird nur eingeschaltet, wenn die Lok aufgerüstet wird. Sonst bleibt sie ebenso aus wie die Deckenbeleuchtung im Stellwerk oder auch in unseren PKW: der Fahrzeugführer muss schließlich die Signale draußen beobachten und auch ein wenig die Strecke vor ihm, und da würde ein helles Licht ihn nur blenden.
Ergo:

Zitat

auf dem Überholgleis, am Blocksignal


bleibt die Lampe aus, denn wenn man das grüne Licht verpasst, gibt es Ärger.
Da wären nur noch die Buchfahrpläne, die man ja lesen muss - aber die muss man auch während der Fahrt lesen können, und deshalb gibt es dafür eine leuchtschwache und noch dazu abgeblendete Leselampe.
Seit die Fahrpläne auf dem Bildschirm angezeigt werden, ist auch die kleine, funzelige Leselampe unnötig geworden.

Viel interessanter wäre da eine Führerpultausleuchtung, wie sie esu in der neuen V60 realisiert hat; auch da bleibt mir aber fraglich, ob sie bei vorbildlich schwacher Intensität überhaupt von außen sichtbar ist.
[/quote]

Also ich habe hier an der Rollbahn (Bremen - Osnabrück) auf dem Überholgleis schon so einige 151er mit eingeschalter Führerstandbeleuchtung gesehen, z. B. wenn der Lokführer zum Fernsprecher aussteigen musste. Solche Szenarien kann man sehr schön auf der Modellbahn nachstellen, dafür ist lediglich etwas lebendige Kreativität gefragt. Modellbahn ohne Kreativ zu sein ist langweilig


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#18 von Wilstein , 01.05.2019 11:17

Zitat

Hallo,

muss denn die Diskussion wieder über Sinn oder Unsinn einer Funktion und Spiel- gegen Modellbahner ausarten?

Für mich die einzige sinnvolle Lösung hat der Thomas geschrieben:

Zitat

Runterdimmen bis Aus geht immer, aber heller machen wenn alles bereits am Anschlag ist geht leider nicht, da hilft nur ein Umbau.



Wenn die Funktion angeboten wird, soll sie jeder so einstellen können, wie er mag. Wer sie nicht braucht, kann die sogar ausgeschaltet lassen. Somit werden alle glücklich, egal ob Spiel-, Modell- oder Sonstwie- Modellbahner.

Gruss

Stephan





Es geht hier lt. Threadersteller auch nicht um Sinn oder Unsinn einer solchen Beleuchtung, sondern darum, dass diese vom Werk aus oft viel zu dunkel ist, womit er ganz klar Recht hat.


Gruß aus dem Oldenburger Münsterland,

Thomas


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#19 von supermoee , 01.05.2019 11:32

Zitat

Es geht hier lt. Threadersteller auch nicht um Sinn oder Unsinn einer solchen Beleuchtung, sondern darum, dass diese vom Werk aus oft viel zu dunkel ist, womit er ganz klar Recht hat.



Hallo Thomas,

das hält aber einige nicht davon ab, die Diskussion trotzdem in die Richtung zu leiten.

Gruss

Stephan


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#20 von Wilstein , 01.05.2019 11:48

Der Sinn einer solchen Beleuchtung wäre ein anderes Thema. Hier geht es um die Stärke der Beleuchtung. Kommentare, dass sowas kein Mensch braucht oder Spielzeug ist, sind unsachlich und wertet zudem die Frage des Threadersteller ab.


Gruß aus dem Oldenburger Münsterland,

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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#21 von klein.uhu , 01.05.2019 12:52

Zitat von Wilstein im Beitrag Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

Halten deine Loks niemals? Im BW, auf dem Überholgleis, am Blocksignal?


Nein, sie halten nur am Einfahrsignal oder am Bahnsteig. Ich habe weder BW, noch Überholgleis, noch sichtbar Blockstellen. Und digital auch nicht, siehe Signatur.


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Gruß von klein.uhu
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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#22 von BW-Fan , 01.05.2019 13:27

Huraaaa,

nach dem 44er,- und dem Preispolitikthread
gibt es hier wieder was Neues.

Bin mal gespannt wann dicht gemacht wird.
Setz mich jetzt gemütlich auf die Terrasse und hol zu meinem 1. Mai Bier noch ne Schüssel Popcorn.

opcorn: opcorn: opcorn:


Gruß,Heiko
Hail Odin, the allfather

Nur Altern hilft bei Plastikglanz,
nämlich so
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=50912

Hier gehts nach Katzenberg
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&t=47486


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#23 von Erich Müller , 01.05.2019 13:39

Zitat von Wilstein im Beitrag Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

Es geht hier lt. Threadersteller auch nicht um Sinn oder Unsinn einer solchen Beleuchtung, sondern darum, dass diese vom Werk aus oft viel zu dunkel ist, womit er ganz klar Recht hat.


Das stimmt so nicht.

...dass diese vom Werk aus seiner Meinung nach oft viel zu dunkel ist, womit er deiner Ansicht nach Recht hat.

Mit dieser Präzisierung ist es sachlich richtig. Denn genügend Leute (zum Beispiel [user]8erberg[/user], [user]DeMorpheus[/user], [user]klein.uhu[/user], [user]SvenBahner[/user] und meine Wenigkeit) sehen es anders als du, darunter einer, der es wissen muss. Er findet dann auch klare Worte:

Zitat

Aber den Spielbahnern sind solche Kasperein wohl wichtiger, eine Stadiobeleuchtung im Fs nachzustellen.



Interessant für mich auch, dass du bei der Frage nach der Vorbildlichkeit einem EiB widersprichst...

Von mir aus kann ja jeder machen, was er will. Aber wer angibt, nur das Vorbild als Maßstab zu haben, muss sich daran messen lassen.


Freundliche Grüße
Erich

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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#24 von JoWild , 01.05.2019 13:49

Hallo an Alle
Der Threadersteller findet die Führerstandsbeleuchtungen arg funzelig. Jetzt sollte erst mal unterschieden werden, welcher Epoche die Vorbilder entstammen.
Bei den Einheitslokomotiven wie z.B. einer 44er oder 50er waren die Lampen in den Laternen und Signalleuchten 24v/25W. Für die Steuerbockleuchte und die Fahrplanbuchleuchte waren es 24V/5W Glühlampen. Die Beleuchtung war also auch im Original "funzelig". Und es standen auch nicht mehr als 500 W vom Generator her zur Verfügung, von denen 200 ... 400 W gebraucht wurden (Quelle: diverse DV 930 xx)
Zumindest bis in die 1960er-Jahre wurden derartige Lampen wegen ihrer Erschütterungsfestigkeit auch für die Elektro- und zumindest vielen Diesellokomotiven und Triebwagen verwendet, da auch da der Beleuchtungskreis auf 24V ausgelegt und batteriegepuffert war. (Quelle: Deinert, "Elektrische Lokomotiven für Vollbahnen", 1960 und "Handbuch der elektrischen Triebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn" 1. Auflage 1959 und "Handbuch der Dieseltriebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn" 2. Auflage 1966).
Für spätere technische Stände habe ich keine Unterlagen.
Zumindest also bis Epoche III kann man somit auch beim Original von einer "funzeligen Beleuchtung" ausgehen, was auch und besonders für die Führerstandsbeleuchtung gilt.

Edit "für die Elektrolokomotiven " nach "Zumindest" in Absatz 3 gelöscht wegen Satzbau.


Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn
Joachim


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RE: Funzelige Führerstandbeleuchtungen ab Werk

#25 von Erich Müller , 01.05.2019 14:11

Hallo Joachim,

vielen Dank für diese Klarstellung!

Es ist davon auszugehen, dass - sofern nicht die elektrische Ausrüstung des Führerstandes erneuert wurde - die in der von dir beschriebenen Zeit gebauten Loks ihre Führerstandsleuchten auch weiter behalten haben.


Freundliche Grüße
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