Tag in die Runde, vor ein paar Tagen eingetroffen : Meine ersten Micro - SMD in warmweiss. Sehr hell, um nicht zu sagen superhell. Und sehr angenehmes leuchtendes Warmweiss. Und genau hierin liegt nun mein Problem. Weil wir ja sonst keine haben machen wir eben welche. Tags erscheint mir das Licht - als Lokbeleuchtung - gut sichtbar, verträglich. Nachts ist es mir eindeutig zu hell. Da die Betriebsspannung aber ohnehin schon so gering ist, weiß ich nicht, wie ich das elektrisch dimmen soll. Ich habe nur 800 Ohm Widerstände da. Hat jemand einen Tip ? VG Steve
Hallo Steve, als Lokbeleuchtung hast du sie möglicherweise an einen Decoder angeschlossen. Gibt es bei diesem Decoder den Funktionsausgang mittels PWM zu dimmen? Ggfs. könntest du sogar mittels Funktionsmapping die Helligkeit der Leds zwischen Tag- und Nachtbetrieb umschaltbar machen. Volker
mit PWM wirst du LEDs kaum ordentlich gedimmt bekommen, denn LEDs sind so schnell, dass sie dem Ein- und Ausschalten des Ausgangs folgen und daher anfangen zu blinken. Genau das nutzt man ja bei der Datenübertragung über Lichtwellenleiter.
LEDs werden über den Strom gedimmt, also mit dem Vorwiderstand. Am Besten testest du mal aus, wieviele deiner 800 Ohm-Widerstände eine für dich brauchbare Helligkeit ergeben und ersetzt den Gesamtwert dann durch einen einzelnen Widerstand gleicher Größenordnung. Ich tippe mal so auf an die 10 kOhm könnte brauchbar werden, also nicht wundern, wenn der Wert sehr groß wird.
Bei Glühlampen wird die Helligkeit über die Spannung geregelt - dort funktioniert dann auch PWM, da der Glühdraht zu träge ist, dem Ein- und Ausschalten zu folgen.
Hallo Steve, bevor du Widerstandkaskaden baust besorge dir ein Trimmpotentiometer mit 100 kOhm und stelle dir mit diesem regelbaren Widerstand die gewünschte Helligkeit ein. Danach misst du mittels Widerstandsmessgerät den eingestellten Widerstand und baust den nächst entsprechenden Festwiderstand ein.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
LED werden mit dem Strom gesteuert. Also braucht man eigentlich eine Konstantstromquelle. Mit einem Vorwiderstand kann es auch zu Farbverfälschungen kommen. Beim Dimmen kommts drauf an wie hoch die Dimmfrequenz ist. Je höher desto weniger nimmt man das dimmen war. Mit entsprechend hoher Frequenz ist selbst eine Kamera überfordert die LEDs blinkend zu zeigen.
Hallo Joachim, bei Vorschlägen wie deinem kann ich nur den Kopf schütteln. 100kOhm Trimmer und Led in Reihe = zerstörte Led. Wenn der Trimmer falsch steht brennt die Led sofort durch, möglicherweise sogar der Dekoder, passiert auch, wenn versehentlich der Trimmer vom Maximalwert kommend zu weit gedreht wird. Daher immer ein Widerstand in Reihe zum Trimmer, der nach dem maximal erlaubten Led-Strom und der Versorgungsspannung berechnet ist und den Dekder nicht überlastet. Volker
Zitat Hallo J.J., wie ich in Beitrag 4 schrieb mittels PWM, auch wenn es hier eine Kollegen nicht glauben. Volker
Also, mein Vorschlag wäre:
1. Einen Vorwiderstand braucht er sowieso. 2. Wenn es gar nicht anders geht, dann nimm deinen vorhandenen Widerstand von 800 ohm und baue den mal ein. Man könnte einen zweiten 800 Ohm Widerstand in den Rückleiter noch einbauen, dann hat man schon mal 2 Widerstände verbaut. 3. Den Rest kann man im Dekoder über die Dimmfunktion machen.
Man muss mit den Werten aber ziemlich drastisch runter, wenn man eine realistische Beleuchtung einstellen will. Statt der 255 die standardmäßig da stehen, musste ich runter auf 20 oder 15, wenn ich mich richtig erinnere. Das war allerdings eine 3mm Duo LED.
Trotzdem würde es mich natürlich auch einmal interessieren welchen Typ von LED wir da voruns haben... wäre also schön wenn du mit einer Typenbezeichnung dienen könntest.
Zitat LED werden mit dem Strom gesteuert. Also braucht man eigentlich eine Konstantstromquelle. Mit einem Vorwiderstand kann es auch zu Farbverfälschungen kommen.
Erklär das mit der Farbverfälschung mal genauer. Warum denn nur bei einem Vorwiderstand und nicht bei einer Konstantstromquelle?? Wie erkennt die LED den Unterschied, ob sie mit Vorwiderstand oder einer Konstantstromquelle versorgt wird?
Zitat Hallo J.J., wie ich in Beitrag 4 schrieb mittels PWM, auch wenn es hier eine Kollegen nicht glauben. Volker
Ja, richtig. Aber damit spart man sich nicht den Vorwiderstand. Dieser muss so bemessen sein, wie wenn die LED voll angesteuert wird. Am Besten, wenn auch der Widerstand nicht für den vollen maximal zulässigen LED Strom bemessen wird. Von da an, kann man mit der Dimmfunktion des Decoders (durch ein PWM Signal, das beim Dimmen der Decoder erzeugt) alles machen.
Dies nur als Ergänzung.
Und an alle, die meinen, nur die Konstantstromquelle sei das Non Plus Ultra. Nein, ist es nicht: denn der Aufwand ist etwas grösser. Die Meinung, dass eine Stromquelle keine oder eine kleinere Verlustleistung hat ist Nonsens. Für Laien (Auch für Profis) ist der einfache Vorwiderstand, richtig dimensioniert die einfachere Lösung. Auch ist es keineswegs so, dass Profis ausschliesslich mit Konstantstromquellen arbeiten. Diese hat durchaus ihre Berechtigung, klar. Aber sie ist nicht die eierlegende Wollmilchsau!
mit PWM wirst du LEDs kaum ordentlich gedimmt bekommen, denn LEDs sind so schnell, dass sie dem Ein- und Ausschalten des Ausgangs folgen und daher anfangen zu blinken. Genau das nutzt man ja bei der Datenübertragung über Lichtwellenleiter.
Was ist das für Unsinn... LEDs werden per PWM gedimmt. Und zwar mit Frequenzen über 25Hz (mindestens), weil das menschliche Auge nicht schneller ist. Und dann interpoliert das Auge die Helligkeit.
Und jeder Decoder, den ich kenne, kann LEDs an den Funktionsausgängen dimmen.
Man braucht aber trotzdem einen Vorwiderstand, um den maximalen Strom zu begrenzen, da reicht aber dein 800Ohm.
[quote="Martin Lutz" post_id=1971072 time=1557207797 user_id=124] Und an alle, die meinen, nur die Konstantstromquelle sei das Non Plus Ultra. Nein, ist es nicht: denn der Aufwand ist etwas grösser. Die Meinung, dass eine Stromquelle keine oder eine kleinere Verlustleistung hat ist Nonsens. Für Laien (Auch für Profis) ist der einfache Vorwiderstand, richtig dimensioniert die einfachere Lösung. Auch ist es keineswegs so, dass Profis ausschliesslich mit Konstantstromquellen arbeiten. Diese hat durchaus ihre Berechtigung, klar. Aber sie ist nicht die eierlegende Wollmilchsau! [/quote]
Meine Konstantstromquellen kosten 15ct und sind genau wie ein Widerstand ein kleines SMD-Bauteil mit 2 Anschlüssen, CCS und Widerstand sind frei austauschbar. Verlustleistung machen sie auch, regeln aber den Strom was vor allem bei mehreren LEDs nebeneinander Farb- und Helligkeitsgleichheit ermöglicht.
LEDs über Widerstände zu dimmen funktioniert, da man aber mit der LED-Spannung irgendwo im exponentiellen Bereich der LED-Kennlinie ist wirken sich geringe Fertigungstoleranzen relativ stark auf Farbe und Helligkeit aus. Hatte ich schon selbst bei zB einem Spitzenlicht mit 3 LEDs vom gleichen Reel.
Zitat [quote="Martin Lutz" post_id=1971072 time=1557207797 user_id=124] Und an alle, die meinen, nur die Konstantstromquelle sei das Non Plus Ultra. Nein, ist es nicht: denn der Aufwand ist etwas grösser. Die Meinung, dass eine Stromquelle keine oder eine kleinere Verlustleistung hat ist Nonsens. Für Laien (Auch für Profis) ist der einfache Vorwiderstand, richtig dimensioniert die einfachere Lösung. Auch ist es keineswegs so, dass Profis ausschliesslich mit Konstantstromquellen arbeiten. Diese hat durchaus ihre Berechtigung, klar. Aber sie ist nicht die eierlegende Wollmilchsau!
Meine Konstantstromquellen kosten 15ct und sind genau wie ein Widerstand ein kleines SMD-Bauteil mit 2 Anschlüssen, CCS und Widerstand sind frei austauschbar. Verlustleistung machen sie auch, regeln aber den Strom was vor allem bei mehreren LEDs nebeneinander Farb- und Helligkeitsgleichheit ermöglicht.[/quote]Die Konstantstromquelle liefert ein einem bestimmten Bereich einfach einen konstanten Strom, wie es der Name schon sagt. Es gibt viele Möglichkeiten eine Konstanstromquelle aufzubauen, auch das ist klar. Und wie gesagt, in Sachen Verlustleistung gibt es keinen einzigen Vorteil gegenüber einem einfachen Vorwiderstand. Die Konstantstromquelle ist vor allem bei der analogen Betriebsweise der Modelleisenbahn interessant, denn da hat man eine variable Gesamtspannung. So kann man eine konstante Helligkeit beim Fahrbetrieb erreichen. Hat aber auch Grenzen. Die Summer der in Reihe geschalteten LEDs müssen natürlich tiefer sein als die Gesamtbetriebsspannung.
Auch bei Digitalbetrieb ist die Spannung mitnichten immer konstant. Wie schon geschrieben, per Widerstand ist es mitunter nicht ganz einfach tatsächlich eine gleichbleibende Helligkeit zu erhalten, und zwar nicht nur wegen der schwankenden Betriebsspannung.
Zitat Auch bei Digitalbetrieb ist die Spannung mitnichten immer konstant. Wie schon geschrieben, per Widerstand ist es mitunter nicht ganz einfach tatsächlich eine gleichbleibende Helligkeit zu erhalten, und zwar nicht nur wegen der schwankenden Betriebsspannung.
Ja, gut. Im Digitalbereich schwankt die Spannung vielleicht um die Plus/Minus 1V. Bei Analog reicht sie von vielleicht 4V bis 14V. Auch bei Verwendung mit nur einem Vorwiderstand, lässt man kaum einen Grenzstrom von 20mA fliessen. Bei eingestelltem Strom von 10mA, variert die Spannung beim Digitalbetrieb sicher nie so stark, dass man da Angst vor Überlastung oder starken Helligkeitsschwankungen haben muss. Das ist bei Märklin Analog sicher noch dramatischer, wenn man den 24V Umschaltimpuls noch mit einbezieht. Da ist dann eine Konstantstromquelle sicher eine sehr gute Wahl. Aber die muss dann sowohl bei 4V als auch bei 24V konstante Werte liefern. Das geht, wenn man sie gut auslegt, kann aber auch schwierig werden, bei einer soo weiten Spannungsdifferenz. Mehr als ein LED pro Stromquelle geht da dann nicht mehr, weil 4V sehr nah sind an den 3V Durchlassspannung eines weissen LEDs. Und bei 24V verbrenne ich dann P = 21V x LEDStrom in Watt an der Stromquelle. Der Spruch: "nimm doch eine Konstantstromquelle" geht halt schnell über die Lippen." Aber was nützt es dem Laien, der es kaum schafft, einen einfachen Vorwiderstand zu berechnen und richtig auszulegen?
Wenn Du die Eck-Daten Deiner LED hast, zumindest den vorgesehenen max. Strom, musst Du ein bissi Mathematik betreiben. weiße LEDs sind normalerweise "umgebaute" blaue LEDs, benötigen also um 3,5 Volt oder wenn auch recht selten, RGB mit 3 gemeinsamen LEDs, dann irgendwas um 1,5-2 Volt
Ich gehe mal davon aus, Dein Lieferant hat eine 3,5 Volt LED geliefert.
Also maximale Gleisspannung minus Startspannung der LED durch maximal vorgesehenem Strom
- Bei DCC und sicher auch mfx / selectrix / MM die von der Zentrale rückgemeldete Spannung / Gleichspannung der Stromversorgung - Märklin Wechselspannung ist gleichgerichtet durch einen Decoder / durch Schutzdiode und Flackerschutz bis zu Wurzel 2 / 1,414 mal so hoch wie die auf dem Trafo stehende maximale Wechselspannung bzw. fast 34 Volt gleichgerichteter Umschaltimpuls - bei "2-Leiter" analog steht die maximale Gleichspannung auf dem Trafo, meist 12-16 Volt
Bei 16 V -> 16 - 3,5 V -> 12,5 V durch 10 mA / durch 20 mA 1,25 kOhm..........625 Ohm ~ 1,5 kOhm.........680 Ohm als nächst höherer Wert aus der Widerstands-Reihe E12 als Mindestwerte, niemals unterschreiten
Die warmweissen LEDs meiner selbstgelöteten Fahrgastraum Innenbeleuchtung sind dann immer noch so hell, dass sie nach unten leuchtend eingebaut sind und bei schummrigem Licht deutlich durch das silbern lackierte Dach leuchten, also durch den Keramik Träger des Chips hindurch "in die falsche Richtung" .
Dimmen per Decoder hat daher bei "meinen" SMD LEDs bei keinem einstellbaren CV Wert irgendwas daran deutlich geändert. Erst ein Vergrößern der Widerstände auf 3,3 bis 6,8 kOhm hat dann wirklich geholfen, eine akzeptables Licht zu ermöglichen.
Licht in der Helligkeit regeln bleibt also eine Mischung aus Abenteuer und Mathematik und einer Mischung aus ermitteltem Widerstand-Kompromiss und CV Programmierung. Lieber um mindestens 1 Wert der Widerstandsreihe höher als zu hell.
mit freundlichem Gruß Heinz Günther (Vorname Heinz, Nachname Günther)
geplante / im Bau befindliche Modulanlage H0 DCC Thema Hamburger Hochbahn U-Bahn BiDiB, RocRail