RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#1 von netztier , 05.05.2019 23:44

Hallo zusammen

Angeregt von diesem Thread mit den dort verwendeten Tenderplatinen (Infos siehe dort) war nach der BR 043 bzw 44, genannt "Ööli" (O-Ton des Juniors) dieses Wochenende der "Choli" dran, eine BR 41. "Choli", weil eben Kohle im Tender ist statt ein wenig-sagender Tank wie bei der BR 043.

Der "Choli" (bitte mit korrekt aus tiefer Kehle kchratzendem "ch", und kurzem dunklem "o" ) war auf ricardo.ch als "3082" verkauft worden, stammt aber wohl aus der Packung 29625 ("Güterzugpackung mit grosser C-Gleis-Anlage, Transformator und DELTA- Control").

HLA, mSD3

Im Tender herrschen die genau gleichen Verhältnisse wie bei der Delta-BR 043, details siehe dort.

In der Lok habe ich wieder mit ungeschrumpften Stücken von Schrumpfschläuchen gearbeitet, um die Kabel zu organsieren. Dieses Mal habe ich die dünnen Litzen genommen (von Tams oder so), die sich doch deutlich einfacher in Form bringen lassen als die Märklin-Litzen.

Im vorderen Bereich der Lok kam das dann so heraus:



Wie schon beim Ööli und wie im Original musste der Motorschild kopfüber montiert werden. Der linsenförmige Kondensator (oder eine Drosselspule?) wollte neben der Kollektor-Haube versorgt werden, damit die ansteckbare Verkleidungs-Schale sauber drüber passt.



Einige Stücke Schrumpfschlauch und wo nötig ein Strich Sekundenkleber darunter helfen, den Kabel-Wust zusammenzuhalten. Sollte der Tag kommen, wo es auch noch Führerstandsbeleuchtung geben soll, werde ich wohl kein drittes Rückleiter-Kabel mehr dazulegen, sondern einen Lötstützpunkt für U+ anlegen.



Damit hätte der Umbau fertig sein können, aber dieses Mal sollte es etwas mehr sein.


Feuerbüchsen-Flackern

Im Fundus gab es einige bedrahtete Platinchen mit LEDs und Vorwiderständchen drauf. Woher die genau kamen, weiss ich nicht mehr, zunächst hielt ich sie für Beleuchtungen aus Weichenlaternen, aber in die dafür üblichen Halter passen sie nicht.

Passen tun sie aber sehr schön auf den Stator des HLAs. Hier ein Bild beim Probeliegen - das Gehäuse passte wurderbar drüber. Das versprach spannend zu werden.



Weil ich sie für (alte) Weichenlaternen-Beleuchtungen hielt, hatte ich mit gelbem Licht gerechnet - es stellte sich aber heraus, dass sie weiss sind. Macht aber keinen Unterschied, weil einen Farbfilter würde ich sowieso brauchen.

Dann rückte ich dem Gehäuse mit einem Körner, einem 2mm-Bohrer (freihändig im Akkuschrauber) und einer Rund- und einer Vierkant-Feile zu Leibe. Das ging recht schnell - das Material ist nicht sehr dick. Etwas schwarzer Edding deckte dann das blanke Metall ab.



Bei aufgesetztem Gehäuse wurde klar, dass da komfortabel viel Platz bleiben würde hinter der Feuerluke, und mit einem Filzschreiber setzte ich einen Markierungspunkt auf den Stator: Auf diese Höhe müsste die LED zu liegen kommen.



Das Platinenfundstück war aber dafür etwas zu lang, und ich musste es etwas kappen. An dieser Stelle war aber ohnehin bloss eine Drahtbrücke aufgelötet, die entsprechend durch eine Kabel-Brücke ersetzt wurde.




Nach etwas Heisskleber-Kleckerei war das Platinchen dann fixiert, und gleissend weisses Licht fiel auf die vordere Wand des Tenders.



Als Farbfilter schnippelte ich etwas Material aus zwei Klarsichtmäppchen. Nach etwas Experimentieren schienen je zwei Lagen von rot und orange den besten Kompromiss zwischen zu grell und auch am Tag noch sichtbar zu ergeben.



In dieser ersten Version habe ich einfach ein Stück Tesafilm etwas beschnippelt und von innen in die Feuerbüchse geklebt. Wenn's nicht halten sollte, wird es neu gemacht, wenn die Farbe missfällt, ebenso.



Im Funktionsmapping auf der CS3 wählte ich für AUX3 den Modus Zufallsgenerator/Feuerbüchse. Richtig gut wäre wohl, zwei LEDs zu nehmen, eine leuchten und die andere flackern zu lassen. Aber mir gefällts auch so.

Damit ist nach dem Ööli nun auch der "Choli" fertig umgebaut. Falls ich die Videos vom Flackern je zusammengeschnitten bekomme, lade ich die hoch und liefere hier den Link nach. Bis dahin schaut das so aus:





cheers

Marc


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RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#2 von jogi , 06.05.2019 07:53

Hallo , Jogi hier


Gut gemacht!

Bei ESU kann man das mappen, Feuerbüchse flackern nur beim Kohlenschaufeln.
Geht das beim msd auch ?


Bastelnde Grüße Jogi ;
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RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#3 von netztier , 06.05.2019 09:32

Moin Jogi

Zitat

Bei ESU kann man das mappen, Feuerbüchse flackern nur beim Kohlenschaufeln.
Geht das beim msd auch ?



Das geht auch. Wenn die Erinnerung grad nicht täuscht, liegt "Kohleschaufeln" auf F10, wenn man das Sound-Projekt für die BR 41 von Märklin aufspielt, und ist dort als "Sound 5" drin.

Dem AUX (ich habe AUX3 gewählt) weist man dann zunächst mal die Eigenschaft Zufallsgenerator/Feuerbüchse zu, und dem F10 nebst dem "Sound 5" auch noch den "Ausgang3".

Das Abspielen des Kohleschaufelns auf dem Decoder dauert aber gerne 3-4sec über die "aktive Zeit" der der Funktion hinaus. So schaufelt und klappert es noch aus dem Lautsprecher, während das Flackern schon längst wieder weg ist.

Man würde nun erwarten, dass man in den Einstellungen für AUX3 eine Ausschalt-Verzögerung einstellen könnte (in 250ms-Schritten), um den AUX3 noch etwas über sein Ausschalten hinaus aktiv zu halten.

Seltsamerweise wirkte sich diese Einstellung aber wie eine Einschalt-Verzögerung aus: Erst nach x Sekunden flackert die Feuerbüchse auf.

Wenn man aber für die gewünschten 3 Sekunden Nachlaufen den Wert "12" unter Einschalt-Verzögerung einträgt, ergibt sich das gewünschte nachlaufende Verhalten: Sobald geschaufelt wird, flackert die Feuerbüchse, und erst wenn auch der Sound fertig ist, geht die Feuerluke wieder zu.

Screenshots davon ergänze ich, sobald ich die CS3 wieder in den Fingern habe.

Cheers
Marc


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RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#4 von digitalo , 06.05.2019 12:46

Hallo Marc

Gut gemacht ... Danke fürs zeigen. Hast Du per CV noch "nachgedunkelt" oder auf der vollen Helligkeit der LED belassen?


digitalo (Stephan) enjoy the day !

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RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#5 von netztier , 06.05.2019 22:37

Zitat

Hast Du per CV noch "nachgedunkelt" oder auf der vollen Helligkeit der LED belassen?



Bisher habe ich nicht nachgedimmt. Ich bin auch nicht ganz sicher, ob ich da jetzt den ultimativen Realismus anstreben soll. Es sorgt auch so schon für ordentlich spektakel, finde ich.

Gruss
Marc


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RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#6 von jbrbroesel ( gelöscht ) , 12.05.2019 18:17

Hallo ,
ich halte den Aufwand für den "Bau" einer Feuerbüchse für unnötig.
Falls noch nicht bekannt, es gibt von Kokologgo Silvio Hübsch fertige Sets einer Feuerbüchse günstig zu erwerben,
da muß bestenfalls ein 3,5mm Loch gebohrt werden; dann lässt sich das wunderbar über ESU Loksound5.0 fonfigurieren unter "intelligente Feuerbüchse" und fertig.
Ich habe damit einege Dampfloks mit Erfolg ausgerüstet.

Viel Spass

Brösel


jbrbroesel

RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#7 von netztier , 12.05.2019 22:46

Hallo Brösel

Zitat

ich halte den Aufwand für den "Bau" einer Feuerbüchse für unnötig.



"Bau" wäre auch ein etwas hochstehender Begriff für ein mit Farbfolie hinterlegtes rechteckiges Loch in der Feuerbüchse.

Zitat

Falls noch nicht bekannt, es gibt von Kokologgo Silvio Hübsch fertige Sets einer Feuerbüchse günstig zu erwerben,
da muß bestenfalls ein 3,5mm Loch gebohrt werden;



Meinst du dieses Produkt hier? S220 - Brandflackern für Dampflok H0 + TT Feuer Kessel Stehkessel Feuerbüchse ? Das dürfte doch nicht wesentlich mehr sein als eine bedrahtete LED, die orange flackert?

Das dafür allenfalls nötige 3.5mm-Loch spart doch nur mässig Aufwand - vielleicht noch das Auffeilen zum rechteckigen Loch. Die (bedrahtete) LED muss ja genauso befestigt, die Kabel verlegt und verlötet werden. Und ob jetzt ein Funktionsmapping (ggf zusammen mit einem Sound) mit Flacker-Ansteuerung oder ohne zusammengestellt wird, macht den Aufwand jetzt auch nicht aus.

Die Flacker-LED ist durchaus clever, und ich hatte in der Tat im Sinn, etwas in dieser Art zu kaufen. Als ich dann darauf kam, dass die die Decoder selber flackern können, wurde bald klar, dass es wohl mehr oder weniger eine beliebige LED aus dem Fundus sein dürfte - solange sie sich einbauen lassen würde.

cheers
Marc


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RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#8 von jbrbroesel ( gelöscht ) , 12.05.2019 22:57

Hallo Marc,

sei doch froh, dass Du es jetzt gefunden hast.
Ein simples Danke wäre auch nett gewesen.

Gruß

Brösel


jbrbroesel

RE: Feuerbüchsen-Flackern für Märklin BR41 (3082 bzw. 29625), nebst HLA und mSD3

#9 von Xien16 , 01.05.2020 19:15

Guten Tag und vielen Dank für die Idee die Platine an den Magneten zu kleben

Ich habe erst überlegt, wie ich bei meiner BR50 das Kabel vom Gehäuse am besten zum Fahrwerk verlege...
Aber diese Lösung ist natürlich um einiges geschickter und Platz hat man ja zum Glück genug

Hier meine Umsetzung
Ich habe die Feuerbüchse allerdings nicht "komplett offen" sondern nur einen Spalt
Wollte nicht so ein riesiges Loch in das Gehäuse machen...
Das entspricht dann quasi dem Zustand wie hier


Gruß,
Janik


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