RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#26 von Erich Müller , 08.06.2019 15:36

Hallo KF,

diesen Thread hatte ich eröffnet.
Und ich hatte schon oben geschrieben:
[quote="Erich Müller" post_id=1980489 time=1559752613 user_id=26147]
Und nun zurück zum Thema bitte.
[/quote]

Darum werde ich seinen Beitrag so stehen lassen.

Die höhere Lichtleistung, die nach dem Krieg genutzt wird, um reflektierende Signale einsetzen zu können, ist eigentlich auch nicht Thema hier; gleichzeitig finde ich das aber interessant und bitte darum, etwaige weitere Funde zu diesem Punkt nicht zurückzuhalten.

Nun btt:

Erst einmal vielen Dank für die vielfältigen Informationen aus Literatur, die mir hier nicht zugänglich ist.

Dass die Triebwerksbeleuchtung Anfang der Dreißiger Jahre eingeführt wurde, steht nun außer Frage.

[quote="Michael K" post_id=1980970 time=1559900874 user_id=1161]
Die 03 004 wurde 11/1931 abgenommen, also gab es ab dann serienmäßig die Triebwerksbeleuchtung bei den deutschen Dampfloks.
[/quote]

Die Schlussfolgerung ist für mich aber noch nicht evident. Bei der 03 wurde sie serienmäßig verbaut. Bei der 01 ab etwa der gleichen Zeit, also 1931/32. Noch Jahre später waren aber ältere 01 ohne Triebwerksbeleuchtung unterwegs, so etwa auf dem Bild in der Wikipedia-Seite zur 01 zu sehen.
Die 44 hatte welche, die 50 auch.
Aber:

Zitat

wie schreibt man doch in "Die Dampflokomotive" Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen 1964 auf Seite 562 zum Zweck der Triebwerksbeleuchtung:
Eine größere Anzahl der neueren Lokomotiven ist ferner mit einer Triebwerksbeleuchtung ausgerüstet. Dadurch wird das Vorbereiten, Untersuchen und Abölen des Triebwerkes wesentlich erleichtert.



Demnach wurden eben nicht alle Loks systematisch damit ausgerüstet. Und bis zum Erweis des Gegenteil nehme ich nicht an, dass die DDR-Reichsbahn in dieser Hinsicht hinter Standards der Kriegszeiten zurückgegangen ist.

Zitat

Für Kontroll- und Wartungsarbeiten im Dunkeln nützlich bzw. dringend erforderlich.



Erforderlich nicht, nützlich und hilfreich sicher. Ohne diese Leuchten musste man sich mit Handlampen begnügen, ob nun öl- oder karbidbefeuert. Auch erste Batterielampen gab es wohl schon recht früh.


Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#27 von JoWild , 08.06.2019 17:00

Hallo
Zu den Schalterstellungen der Schalter im Schaltkasten:
Als erstes: Triebwerksbeleuchtung und 3 Signallicht vorne z.B. für "Sonderzug aus entgegengesetzter Richtung" waren zusamengeschaltet.
Nach Durchsicht des Schaltplanes zur 01.10 von 1941 zeigt sich, dass die Schalter 4 mögliche Stellungen hatten. Mit dem Schalter für das vordere Spitzensignal im Schaltkasten mit 3 Schaltern war es möglich das Spitzenlicht alleine, das Spitzenlicht zusammen mit der 3. Signalleuchte und der Triebwerksbeleuchtung, die 3. Signalleuchte und die Triebwerksbeleuchtung alleine ein- und alles auszuschalten.
Selbst 1929 waren im Schaltplan für die BR 86 diese Möglichkeiten auch schon vorgesehen zusammen mit Steckanschluß für Handlampen am Umlauf oder ein ev. Anschluss von Triebwerkslampen.
Die 3. Signallaterne war ja in Epoche 2 und 3a, wenn nicht erforderlich, zumeist nicht gesteckt.

Das bedeutet, dass in Epoche II und Epoche 3a vor 1958 bei Erfordernis des 3. Spitzenlichtes die Triebwerksbeleuchtung immer leuchtete. Ohne Schaltungsänderung und Leitungszug wäre das dann beim 3-Licht-Spitzensignal auch so gewesen. Deshalb kam dann vermutlich der von mir schon gestern um 14:34 genannte Schaltkasten mit 4 Schaltern.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#28 von JoWild , 08.06.2019 17:38

Zitat

[...Erwiesen ist doch, dass die Triebswerksbeleuchtung - soweit sie bereits eingebaut war - ständig an war, sobald Frontlicht oder Armaturenbeluchtung eingeschaltet waren. Der Lokführer konnte sie in jedem Fall nach Gusto und Gelegenheit gebrauchen.
...


Hallo
Nichts war bis grad eben erwiesen, denn niemand hatte bisher die Schaltpläne genauer studiert (oder verstanden). Die Triebwerksbeleuchtung leuchtete im Urzustand nur, wenn auch das 3. Spitzenlicht vorne bei Erfordernis geschaltet war.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#29 von Schwanck , 08.06.2019 18:07

Moin Joachim,

da hast du sicherlich recht. In den alten Beschreibungungen für die BR 01 und BR 44 fand ich auch nur den Begriff 'Serienschalter' und erst im Heft für die BR 50 war der Plan des Schaltkastens zu finden. Dadurch fing ich da erst an, über den Serienschalter als Drehschalter nachzudenken. Dieser Typ von Schalter war ja auch in der Hausinstallation üblich und ich erinnerte mich an die 4 Schalterstellungen, die dort dann so aussahen:
1. AUS
2. EIN nur für Verbraucher 1
3. EIN nur für Verbraucher 2
4. EIN für Verbraucher 1 + 2
1. ...

Das Ding wurde auch 'Lüsterschalter' genannt und wird heute durch Doppelwippschalter ersetzt.

Der Schaltkasten mit den drei Drehschaltern hat sich bei der DB in vielen Dampfloks bis zu deren Ausmusterung und Verschrottung gehalten, was ich mit dem eigenen Foto belegen könnte, das mir auch den Einbauort des Kastens deutlich machte (s.o.#21).


Tschüss

K.F.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#30 von JoWild , 08.06.2019 18:45

Hallo,
Zur Position des Schaltkasten ist anzumerken, dass diese bei den Einheitsloks definiert war. Bei der Nachrüstung der elektrischen Beleuchtung an Altbau-Loks war das aber nicht eindeutig geregelt. Dort ist der Schaltkasten z.B. auch auf der rechten Seite angebaut worden. Ein eigenes Belegfoto eines Ausstellungssückes im DDM hab ich im Bestand.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#31 von Schwanck , 10.06.2019 09:23

Moin zusammen,

eigentlich möchte noch zur Übersicht eien Tabelle einfügen. Obwohl der Editor des Forums die Funktion "Tabelle" so

1 2 3

vorsieht, bekomme ich das nicht hin. Wie macht man es richtig? Die Tabelle habe ich schon mit dem Editor von LibreOffice vorbereitet und könnte sie mit copy und paste hierher übertragen, was aber unlesbar wird.


Tschüss

K.F.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#32 von JoWild , 10.06.2019 19:43

Ich war heute im DDM und hatte da auch Gelegenheit nach diversen Schaltern zu sehen.
Der Schaltkasten mit 4 Schaltern ist da zu finden genauso wie die 3 Schalter und die Schalter haben die 4 Schaltstellungen (selbst an einem Ausstellungsstück ausprobiert) auch die an diesen Event aktive ehemalige DR 35 1097 - 1 hat einen Schaltkasten mit 4 Schaltern.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#33 von Alex mont , 11.03.2025 15:24

Zitat von Schwanck im Beitrag #10
Als Glühlampen werden bei allen Laternen durchweg 25 W-Lampen mit Swansockel S 5 (mit zwei Stiften) verwendet.

Hallo
Auch 25W Lampen in den Hauptscheinwerfern vorn und hinten?
MfG Alex Mont


 
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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#34 von silz_essen , 11.03.2025 15:28

Hallo zusammen,

ja, auch vorne und hinten. Laternen bei Dampflokomotiven waren mehr Positionslichter. Viel mehr macht eigentlich auch keinen Sinn. Denn entweder müsste man Scheinwerfer haben, die mindestens einen Kilometer voraus alles ausleuchten und damit alles Entgegenkommende blenden, oder man sieht sowieso nichts, was im Bremsweg rumsteht oder -liegt. Ein Zug hat halt ganz andere Anhaltewege als ein Auto.

Gruß
Martin


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#35 von Hadasch , 17.03.2025 15:18

Hallo
Aus meiner Beobachtung von realen Dampfloks der ÖBB: BR 86, 52, 50, 93, 12
Weder in Fahrt, auf Strecke oder sonst wo, jemals eine eingeschaltete Triebwerksbeleuchtung gesehen. Die TB wäre eine Möglichkeit zur Verhinderung von Unfällen an Eisenbahn Übergängen gewesen.
Somit gehe ich davon aus dass die TB auf Deutschland begrenzt war.
Stellt sich dann nur die Frage ob die DR die TB auch hatte oder nur die DB.
LG
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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#36 von UP4001 , 17.03.2025 16:03

Moin,

nach Recherchen meines Bekannten (Epoche II Fahrer, Thema kam Im Kontext "Unterschiede 01 Brawa 1. - 4. Serie DRG", wobei die 01 069 in Ep. II wohl fälschlich schon TB hatte) war die TB nach dazu da, das Triebwerk zu inspizieren, insbesondere bei Dunkelheit. Im Weiteren war es üblich, die Lampen während der Fahrt abzudecken, um sie vor der massiven Verschmutzung im Triebwerksbereich zu schützen - sind somit während der Fahrt abgedeckt und wären kaum erkennbar.

Abwegig scheint mir dagegen der Einsatz als Beleuchtung zur Sichtbarkeit für Dritte oder gar als Anfahrleuchte.
Zur Anfahrleuchte: ein Damplok-"Motor" kann anders als ein E-Motor ja auch nicht durchbrennen bzw. eine Dampflok vibriert nicht mit stehenden Rädern. Damit kann der Dampflokführer - anders als der E-Lokführer - auch keinen Schaden anrichten, weil er nicht erkennen würde, dass sich die Lok noch nicht bewegt.


LG

Horst

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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#37 von E_41 , 17.03.2025 19:34

Zitat von UP4001 im Beitrag #36
war die TB nach dazu da, das Triebwerk zu inspizieren, insbesondere bei Dunkelheit.


Dazu eine Ergänzung: In Augsburg Hbf unterhielt ich mich mit einem pensionierten Dampflokführer anlässlich einer Sonderfahrt einer 03.10 (wird so um 1999) oder 2000 gewesen sein.

Auf Anfrage erzählte er mir, dass die TB im Bahnhof vor allem bei Dunkelheit dazu benutzt wurde, das Triebwerk zu inspizieren, bzw den Rahmen, weil es häufig vorgekommen sei, dass unbemerkt ein Selbstmörder ins Triebwerk eingestiegen sei, um sich dann bei voller Fahrt vom Innentriebwerk oder den Rädern zerhäckseln zu lassen ... im nächsten Bahnhof habe man die Reste dann entfernen müssen ... grauslig, auf was manche Menschen so kommen.


Zitat von UP4001 im Beitrag #36
ein Damplok-"Motor" kann anders als ein E-Motor ja auch nicht durchbrennen


Aber eine Dampflok kann „schleudern“, d.h. die Räder drehen durch.

Zitat von UP4001 im Beitrag #36
Damit kann der Dampflokführer - anders als der E-Lokführer - auch keinen Schaden anrichten, weil er nicht erkennen würde, dass sich die Lok noch nicht bewegt.


Das sog. Schleudern kann sogar sehr großen Schaden anrichten, zum einen können die großen Räder tatsächlich auf den Schienen so heiß werden, dass sie mit den Schienen verschweißen (selten) und (häufiger) „Wasser reißen“, also plötzlich viel Wasser aus dem Kessel in die Zylinder ziehen, so dass die Zylinder (Gruguss) bersten können.

Das Bersten verhindert man durch Sollbruchstellen an den Zylinderdeckeln, aber auch mit einem geborstenen Zylinderdeckel und vergleichsweise geringem Schaden steht die Lok erst einmal und die Weiterfahrt dauert …

Schleudern ist also unbedingt zu vermeiden (wenn auch bei rutschigen Schienen nicht ganz), die Dampfzufuhr ist also durch Schließen des Reglers sofort zu unterbrechen.


Das waren Zeiten: „Die festliche Eröffnung der nun vollendeten württembergischen Eisenbahn fand am 29. Juni statt. Morgen ¾ auf 6 Uhr ging die Locomotive „Alp“ von Heilbronn ab, überstieg das gleichnamige Gebirge und langte um 12 Uhr auf dem mit Flaggen geschmückten Bahnhof von Ulm an, wo Geschützdonner und Jubelruf sie begrüßte. Nach 20 Minuten wurde die Fahrt an den Bodensee fortgesetzt.“ (Illustrirte Zeitung, 13. Juli 1850)


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#38 von JoWild , 17.03.2025 21:18

Ich will das mal zusammenfassen, auch die Entwicklung über die Zeit.
Als Beispiele nenne ich folgende Baureihen:
Die Baureihe 41 im Stand 1951, die Baureihe 50 im Stand von 1948 und auch die 01.10 im Stand von 1941 hatten folgende elektrischen Stromkreise:
Die vom Schaltkasten ausgehenden Stromkreise umfassen:
1. Stromkreis für die vorderen Signallaternen,
2. Stromkreis für die Führerhausdeckenlampe, die Wasserstandslampe, die Tanderbühnenlarnpe, die Triebwerklampen und Steckdosen,
3. Stromkreis für die hinteren Signallaternen und Steckdosen am Tender.
...
Als Glühlampen werden bei allen Laternen durchweg 25 Watt-Lampen mit Swansockel S 5 (mit2 Stiften) verwendet, für die Fahrplanbuch- und Steuerbockleuchte sind kleine 5 Watt-Glühbirnen
vorgesehen.


Die Baureihe 86 war in dieser Richtung 1929 Versuchsträger mit 3 unterschiedlichen Dampfturbogeneratoren.
Stromkreise
Es sind 4 Stromkreise vorgesehen, und zwar ein nichtabschaltbarer Hauptstromkreis und drei vom Schaltkasten aus schaltbare Stromkreise.
Am Hauptstromkreis liegen die oberen Signallaternen sowie die Steckeranschlüsse für die Handlampen
Die vom Schaltkasten ausgehenden Stromleitungen umfassen:
1. Stromkreis für die beiden vorderen Pufferlaternen
2. Stromkreis für Führerhausdeckenlampe und die Wasserstandslampe
3. Stromkreis für die beiten hinteren Pufferlaternen


Damals waren bei der BR86 alle Lampen mit 25 W-Leuchtmitteln mit Swansockel S5 mit 2 Stiften ausgerüstet.

Später wurden die Signallaternen der "Einheitslokomotiven 1950" mit Leuchtmitteln mit 40 W und dann Ende der 1950er mit 60 W bei der DB bestückt. Diese Laternen waren dann bei den Einheitslokomotiven 1950 und Umbauten nicht mehr aufgesteckt sondern häufig fest verschraubt montiert. Die Frontgläser waren dann "geriffelt" und die Laternen werden auch als Reflexglaslampen bezeichnet. Die Ausrichtung des Lichtes war so gewählt, dass die neben dem Gleis stehenden Signale besser ausgeleuchtet wurden.

Zu zusätzlichen Leuchten ein Zitat aus Dampflokomotivkunde:
Außer den unbedingt notwendigen Signallaternen werden daher bei den Einheitslokomotiven zusätzlich vielfach noch Lampen für das Lokomotivtriebwerk an beiden Seiten, für das Tenderlaufwerk, die Tenderbühnenbeleuchtung, das Anstrahlen der Wasserstände, der Steuerungsskala im Führerraum, des Fahrplanhalters und neuerdings auch nach vorn und hinten gerichtete Scheinwerfer über den Führerhausfenstern zum Anstrahlen von Signalen mit Rückstrahlern eingebaut.

Das kursiv gesetzte sind Zitate aus den entsprechenden DV 930-Heften und aus Dampflokomotivkunde 2. neu bearbeitete Auflage von 1959


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zuletzt bearbeitet 18.03.2025 | Top

RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#39 von Hadasch , 18.03.2025 07:46

Hallo

Was ich dem Buch Die Dampflokomotive vom Transpress Verlag Auflage 1965 auf Seite 569 dazu entnehme:
Auch der Tender hatte eine Triebwerksbeleuchtung. Zumindest in der Zeichnung im Buch.
Was auch logisch wäre. Nur gesehen habe ich das noch nie. Weder in Natur noch im Modell.

War das nun wirklich so?

Wenn ich richtig verstanden habe, war die TB mit der Beleuchtung der Lok im Fahrbetrieb eingeschaltet.
Ist das so richtig verstanden?

LG

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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#40 von JoWild , 18.03.2025 10:04

Hallo Hadasch

Zitat von Hadasch im Beitrag #39
...

Wenn ich richtig verstanden habe, war die TB mit der Beleuchtung der Lok im Fahrbetrieb eingeschaltet.
Ist das so richtig verstanden?

LG

Hadasch

Nein, denn der Stromkreis 2 hatte über den Schalter 4 Schalterstellung: Aus und 3 Funktionen.bzw. Funktionskombinationen. Und laut Betriebsanweisung waren (zumiindest anfangs) die Triebwerksbeleuchtungen zum Schutz gegen Beschädigung während der Fahrt durch vom Führerstand betätigte Kappen zu verdecken.
Sollte wie bei einigen Loks offensichtlich bei der DR ausgeführt, die Triebwerksbeleuchtung im Stromkreis 1 liegen, dann ist diese über den Drehschalter auch bei leuchtenden Stirnlampen vorne abschaltbar.
Und die von dir genannte Triebwerksbeleuchtung am Tender ist die elektrisch mit der Triebwerksbeleuchtung der Lok zusammengeschaltete Laufwerksbeleuchtung (nach DB) oder Gestelllampe (nach DR oder DRG).

Aus anliegendem Bild gültig für die 01.10 im Stand 1941 geht schön die Funktion der Drehschalter hervor. Dies Lokreihe hat allerdings eine etwas andere Belegung:



Quelle: Beschreibung der 2'C1'h3 Schnellzuglokomolive, Betriebsgaltung S362D, Reihe 01 10 der Deutschen Reichsbahn, Berlin 1941


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#41 von volkerS , 21.03.2025 19:59

Hallo E41,
Dampfloks haben an den Zylinderdeckeln entweder Überdruckventile oder Berstplatten (Ersatzplatten wurden auf der Lok mitgeführt) um bei Wasserreißen Schäden am Zylinder zu verhindern. Wasser kann ja, im gegensatz zu Dampf nicht komprimiert werden.
Volker


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#42 von JoWild , 21.03.2025 21:06

Hallo Volker,
du bist wohl versehentlich im falschen Thread gelandet.


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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#43 von MK-Matthias , 04.01.2026 14:15

Nochmal eine eher allgemeine Frage zu Triebwerksbeleuchtungen:
Weiß jemand, ob es die auch bei Schmalspurbahnen gab? In der Regel wird man dort keine Schlepptenderloks finden, sondern (kleinere) Tenderlokomotiven. Trotzdem fallen dort ja auch Wartungsaufgaben am Triebwerk an.

Die Darstellung im Modell hätte halt seinen Reiz, aber zumindest eine halbgare Begründung hätte ich ja schon gerne.


Viele Grüße
Matthias

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RE: Triebwerksbeleuchtung bei Dampfloks

#44 von Hinnerk , 04.01.2026 14:19

Ja, sicher. selbst schon vor Jahren bei der RÜBB gesehen.


Gruß
Hinnerk


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