RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#1 von MarschbahNer Plus , 05.07.2019 13:50

Moin,

nachdem ich vor einiger Zeit den Plan meines Rangierbahnhofes zur Diskussion stellte, möchte ich nun über die Umsetzung berichten. Vermutlich (mit Sicherheit) wird sich der eine oder andere Umbaubericht einer Lok hier wiederfinden, aber ich werd den Fokus auf den Rbf legen. Spart mir auch viele Bilder, die ich eh immer vergesse

Zu mir: Ich bin 24 Jahre alt, Student und sammel Fahrzeuge der Epochen II-VI. Der Fokus liegt aber in den Epochen V und VI. Im Cargo Bereich fokussiert auf DB Cargo, Lokomotion und Metrans. Von letzterer gibt es jedoch keine Modelle in Spur N, also bleibt das erstmal nur ein Wunsch.
Aber erstmal baue ich mir einen schicken Rbf. Zum besseren Verständnis ist der Gleisplan nicht beschriftet

Bild in Originalgröße: https://abload.de/img/rbf8wjux.jpg

Daher eine grobe Beschreibung: Unten ist die Hauptstrecke. In meiner Bescheidenheit zu einer SFS hinaufgestuft (Eigentlich will ich nur LZB Leitung ins Gleis legen). Im östlichen Bereich wird ein Haltepunkt entstehen. Dieser verbindet die Gemeinde xy sowie den Rbf selbst mit dem Rest der Welt.
Links 5 Ein-/Ausfahrgleise dadrüber die 8 Richtungsgleise. Aus den unteren 4 wird man direkt ausfahren können, ansonsten wird über die Ausziehgleise der Zug in die Ein-/Ausfahrgleise geschoben.
In der Mitte die 2 Hallen sind Lokwerkstätten und dadrunter sogenannte Taschen, um Loks abzustellen.

So viel zum Plan.

Der Baubeginn war bereits und die Hauptstrecke wurde bereits in Betrieb genommen. Dazu tippsel ich vielleicht gleich noch was drunter.

Gruß Moritz



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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#2 von MarschbahNer Plus , 05.07.2019 14:59

Und der 2. Betrag folgt so gleich. Diesmal ein wenig Bilder lastiger.


Die Ansicht aus östlicher Richtung mit bereits gelegter Einfahrt. Ein erstes Gleis der Wagenwerkstatt liegt bereits. Hier kommen noch alte Gleise mit Holzschwellen hin. Die restlichen Schwellen wurden schon durch Betonschwellen ersetzt. Auch die Weichen wurden schon ausgetauscht.


Eine erste Stellprobe der Häuser. Schön nah ans Gleis, die Grundstücke waren schließlich teuer und man will ja was haben von der Bahn
Ich befürchte ja wenn die Häuser erstmal stehen, wollen sie ne Schallschutzwand... Ob ich das genehmigen kann?

Springen wir schnell ans andere Ende. Hier wird nur die Natur durch die Gleise gestört (später zumindest).


In der Mitte schön zu sehen die Kreuzung auf der Hauptstrecke. Eine Kreuzung auf ner Schnellfahrstrecke? Irgendwo gibt es doch immer einen Kompromiss auf der MoBa. Aber schauen wir uns sie mal genauer an:


Irgendwas ist hier doch anders... Die Kreuzung hat bewegliche Zungen, aber man kann nur grade aus rüberfahren. (Die Erfahrung zeigt es geht auch abzweigend, aber das soll nicht sein). Warum macht man sowas? Man darf schneller rüber fahren. Sowie ich das weiß auch nur mit 100, aber immerhin. Und ob 100 oder 250 macht dann auch keinen Unterschied mehr
Natürlich kann man die nicht kaufen (kennt die überhaupt jemand? Ich sah sie nur zufällig, als ich meinen Kopf aus dem IRE streckte. Selbst ein befreundeter Tf mit Streckenkunde kannte die Kreuzung nicht).
Also war der Selbstbau angesagt. Aber dazu später mehr. So schnell bau ich nicht, da muss ich mir was für die Lücken aufheben ops:

Nun kamen letzte Woche die Weichen für die Taschen. Kurz Farbe drüber gesprüht und in die Sonne gelegt, hätten sie direkt eingebaut werden können. Noch einmal Probe gelegt und oh Schreck, das hatte ich mir anders vorgestellt.


Die Loks stehen da doch sehr "kuschlig". Kein Platz mehr für Signale, Oberleitungsmasten von Wegen für die Tf ganz zu schweigen. Auf dem Plan sah das nach mehr aus. Hatte ich mir so viele Gedanken um die Länge der Taschen gemacht, aber den Abstand zwischen ihnen vergessen ops:
Zwischen jede Weiche 1-2 cm Gleis setzen ist auch doof. Kurzer Blick aufs Original: Die Weichen sind eh zu lang. Also kürzere Weichen und 5cm zwischen stückeln. Puhh. Das wird spaßig. So ein großes Modul ist halt doch auch Fleißarbeit.

Apropos Fleißarbeit. Ich konnte mich überwinden die neuen T2000 von Fleischmann zu kaufen. Aber die LKW waren mir ein Graus. Mit ein bisschen Farbe und neuem Unterfahrschutz gefallen sie mir schon deutlich besser. Aber leider gilt auch hier: Es waren nicht nur 2 LKW


Das soll es für heute gewesen sein.

Gruß Moritz



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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#3 von Remo Suriani , 06.07.2019 09:34

Hallo Moritz,

schön, das Werk deiner Planung (ich hatte es bei 1zu160 verfolgt) nun mal in Realität zu sehen.

Sehr schöne Idee mit der Flachkreuzung mit beweglichen Doppelherzstückspitzen . Eine Geschwindigkeitseinschränkung gäbe es damit beim Vorbild nicht mehr, jedoch wäre sich nicht so steil, aber das ist dem Modell geschuldet. Kreuzungen OHNE bewegliche Doppelherzstückspitzen dürfen heutzutage nur noch mit 100km/h befahren werden. Insofern der richtige Ansatz, den Du gewählt hast. Wie gesagt, die Steilheit wäre das Problem, aber das hat man im Modell ja immer.

Zwei Kritikpunkte hätte ich zu Hauptstrecke:
1. Der Gleisabstand ist zu groß: du hast den Peco-Gleisabstand nochmal erweitert. Dabei müsste er im Vorbild sogar etwas geringer sein (25mm). Die Weichen extra zu verkürzen, lohnt sich natürlich nicht, aber die kurze Zwischengerade lässt den Gleisabstand unnatürlich breit wirken. Es ist auch eine schöne Abgrenzung, wenn die Strecke einen geringeren Gleisabstand hat als die Bahnhofsgleise. So geht einfach deutlich etwas von der elegant des Schwunges verloren, macht die Strecke optisch kürzer und nach dem Schottern sieht es komisch aus, weil man irgendwie nicht so recht weiß, was man mit der großen Schotterfläche zwischen den Gleisen machen soll. Ich vermute mal, das ist der Gleisabstand Eurer Modulgruppe, aber dann mach lieber noch je ein 20cm Adapterstück zum aufweiten des Gleisabstandes dazu, dass Du beim Aufbau dazwischensetzt, als Dir den tollen Bahnhof optisch zu verschlechtern.
2. Bei dem Schlenker der Hauptstrecke an den Abstelltaschen vorbei fehlt mir etwas der Übergangsbogen. Der Radius ist zwar schön schlank, trotzdem geht es etwas aprupt in die Gerade über. Beim Vorbild gäbe es vermutlich gar nicht die gerade sonder es wäre vorne ein durchgehender weiter Bogen, was natürlich hier wegen der Anlagenkante nicht geht. Aber den Übergang aufzuweichen würden helfen. Wenn es Dir gelingt, den Gleisabstand nochmal etwas zu reduzieren, dann hast Du ja in der Breite auch etwas mehr Spielraum.

Übrigens muss man nicht zwingen eine Schnellfahrstrecke haben, um LZB zu rechtfertigen: Zwischen Karlsruhe und Basel (und in der S-Bahn München, aber die ist hier wohl kein guter Vergleich), nutzt man sie zur Kapazitätserhöhung, da sie kürzere Blockabstände ermöglicht, in dem man virtuelle LZB-Blöcke einrichtet. Damit könntest Du zum Beisiel die lang gerade noch einmal unterteilen und zwei kürzere Züge nacheinander reinstellen (so Lange das zweite Fahrzeug eins ist, dass LZB hat).

Zitat
Die Loks stehen da doch sehr "kuschlig". Kein Platz mehr für Signale, Oberleitungsmasten von Wegen für die Tf ganz zu schweigen. Auf dem Plan sah das nach mehr aus. Hatte ich mir so viele Gedanken um die Länge der Taschen gemacht, aber den Abstand zwischen ihnen vergessen ops:
Zwischen jede Weiche 1-2 cm Gleis setzen ist auch doof. Kurzer Blick aufs Original: Die Weichen sind eh zu lang. Also kürzere Weichen und 5cm zwischen stückeln. Puhh. Das wird spaßig. So ein großes Modul ist halt doch auch Fleißarbeit.



Hier hast Du es genau verdreht: auf der Strecke zu viel Gleisabstand im Bahnhof zu wenig . Vom Prinzip sind die Weichen nicht zu lang, sie sind ja immer noch enger als die beim Vorbild. Um sie aber optisch von den anderen Weichen abzugrenzen, die beim Vorbild deutlich größer wären, natürlich legitim. Bevor Du aber die ganzen Weichen umsonst gekauft und grau gestrichen hast, würde ich aber doch eher den Weg wählen, sie zu lassen und je nen cm dazwischen zu setzten.

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht.


Viele Grüße
Dirk

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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#4 von LaNgsambahNer , 06.07.2019 09:42

Moin Moritz,

interessantes Thema. Ich werd hier mal dranbleiben, auch wenn ich oft zu faul zum schreiben bin.


Natürlich führ´ ich auch Selbstgepräche.Warum? Na,manchmal brauche auch ich eine Expertenmeinung!

Gröt ut Schöningen
Kai 🍺
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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#5 von MarschbahNer Plus , 18.07.2019 17:37

Moin,

irgendwie hat der Beitrag jetzt doch wieder länger auf sich warten lassen, als geplant...

Zitat

interessantes Thema. Ich werd hier mal dranbleiben, auch wenn ich oft zu faul zum schreiben bin.


Kai, ich glaub da sind wir schon zu zweit

Dirk, es freut mich wahnsinnig, dass du so schnell vorbei gefunden hast. Vielen Dank auch für dein Feedback. Deine Kritik lesen zu dürfen freut mich ungemein.
[quote="Remo Suriani" post_id=1988924 time=1562398460 user_id=18573]
Sehr schöne Idee mit der Flachkreuzung mit beweglichen Doppelherzstückspitzen . Eine Geschwindigkeitseinschränkung gäbe es damit beim Vorbild nicht mehr, jedoch wäre sich nicht so steil, aber das ist dem Modell geschuldet. Kreuzungen OHNE bewegliche Doppelherzstückspitzen dürfen heutzutage nur noch mit 100km/h befahren werden. Insofern der richtige Ansatz, den Du gewählt hast. Wie gesagt, die Steilheit wäre das Problem, aber das hat man im Modell ja immer.
[/quote]
Ausgezeichnet, das wollte ich hören. Der Steile Winkel wird (hoffentlich) auch nicht so schnell befahren.

Zu deinem 1. Kritikpunkt bleibt mir nur ein *gnarmpf*. Nicht weil du recht hast, sondern weil es sich so schwer ändern lässt. In der Tat ist das unser Gleisabstand. Ich Esel hab den natürlich nicht in Frage gestellt. Auf Grund enger Bögen ergibt er leider durchaus Sinn, um sich überall problemlos begegnen zu können, aber sowas hab ich ja nicht. Auch kann ich mir keine 20cm mehr vor meine Module stellen. Also sehe ich für mich prinzipiell nur die Möglichkeit es so lassen wie es ist oder in den Bögen unauffällig den Gleisabstand zu verringern. Aber ob das dem Gesamtbild gut tut?
Der Rangierbahnhof wird prinzipiell solange im Verein aufgebaut sein, wie es den Verein gibt und sich jemand drum kümmert. Also ich würde prinzipiell nicht davon ausgehen, dass er jemals wo anders steht. Da hadere ich noch mit mir.

Zum 2. Punkt: Ja, du hast recht das kann man sanfter hinkriegen, aber ich muss gestehen, dass ich das so ganz ok finde. Wenn ich mich dazu entschließe den Gleisabstand zu verringern, werde ich das auf jeden Fall berücksichtigen.

[quote="Remo Suriani" post_id=1988924 time=1562398460 user_id=18573]
Damit könntest Du zum Beisiel die lang gerade noch einmal unterteilen und zwei kürzere Züge nacheinander reinstellen (so Lange das zweite Fahrzeug eins ist, dass LZB hat).
[/quote]
Prinzipiell gibt es den Plan das mit Signalen zu tun. Gerade bei Ks Signalen würde das den Spielwert erhöhen.

[quote="Remo Suriani" post_id=1988924 time=1562398460 user_id=18573]
Hier hast Du es genau verdreht: auf der Strecke zu viel Gleisabstand im Bahnhof zu wenig
[/quote]
Ich weiß gar nicht wer mich bei der Planung drauf hingewiesen hat und extra Lektüre verlinkt hat ops:

[quote="Remo Suriani" post_id=1988924 time=1562398460 user_id=18573]
Vom Prinzip sind die Weichen nicht zu lang, sie sind ja immer noch enger als die beim Vorbild. Um sie aber optisch von den anderen Weichen abzugrenzen, die beim Vorbild deutlich größer wären, natürlich legitim. Bevor Du aber die ganzen Weichen umsonst gekauft und grau gestrichen hast, würde ich aber doch eher den Weg wählen, sie zu lassen und je nen cm dazwischen zu setzten.
[/quote]
Die Länge ist gar nicht mal so verkehrt. Den Winkel kann ich schlecht beurteilen. Die Taschen in Maschen haben gar nicht so lange Weichen. Wenn ich die EG bei Google Maps nicht mit ner 185 verwechselt hätte, dann hätte ich sogar gesehen, dass die langen Pecoweichen sehr gut passen. Da sie eh schon rumliegen, werd ich sie auch nutzen. Das kostet mich zwar eine Tasche, aber das werde ich wohl überleben.

Ein wenig Fortschritt gibt es auch zu vermelden. Ich hab die Weichen für die Wagenwerkstatt verbaut. Auch wenn es noch sehr gewürfelt ausschaut sind sie fest. Spontan habe ich mich dazu hinreißen lassen den Gleisabstand ein wenig zu erhöhen. Davon sieht man zwar noch nicht so viel, aber wenn ich in ein paar Monaten die Gruben ins Holz geschnitzt habe, kann ich da auch die Gleise legen.


Der Einfahrgruppe habe ich auch etwas Zeit geopfert und sagenhafte 3 Gleise verlegt. Mit dem rechten bin ich aber noch nicht so zufrieden. Aber immerhin, der geplante Gleisabstand passt. Deine Mühen waren nicht ganz vergebens.


Hier sieht man weshalb. Der Gleisabstand erhöht sich spontan im Bogen.


Da sich demnächst auch eher nicht so viel tun wird, werd ich beim nächsten Mal wohl über den Bau meiner Kreuzung berichten.

Gruß Moritz



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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#6 von steve1964 , 18.07.2019 19:28

Hallo Moritz,
traumhaft große Radien. Kann ich als H0 Bahner nur träumen davon.
Das weiße Fährschiff daneben ist zwar nicht Gegenstand deines Threads,
ich finde es dennoch interessant. Evtl. mal ein paar Fotos davon ?
VG
Steve


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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#7 von hubedi , 19.07.2019 07:18

Hallo Moritz,

nachdem Du Dich so für meinen Gleisbau interessiert hast, muss ich doch mal bei Dir reinschauen. Du hast Dir ja ein wahres Gigaprojekt vorgenommen ... Respekt. Boh, für Deinen Rangierbahnhof möchte ich nicht alle Gleise selbst bauen müssen. Das wäre eine Lebensaufgabe. Spannend finde ich Deine Kreuzung mit beweglichen Zungen. Die Umsetzung muss ich näher beäugen. Die angekündigten Lokumbauten interessieren mich natürlich ebenso.

Mein Fuss steht nun in der Tür und ich hoffe, Du greifst doch ab und zu einmal zur Kamera. Ich weiß, im Eifer des Baugeschehens ist das Fotografieren nicht unbedingt im Fokus. Die Bilder sind allerdings m.E. ein exzellentes Korrektiv. So entdecke ich beim Betrachten meiner eigenen Aufnahmen selbst plötzlich Ungereimtheiten oder sogar Klopper, die mir beim Bau gar nicht aufgefallen wären. Dieser Betriebsblindheit kann man also auf diese Weise etwas eindämmen, da die Kamera das Werk so "betrachtet", wie es ein Beobachter machen würde. Am Bildschirm wandelt sich die eigene Rolle vom Bauunternehmer zum Besucher. Und nicht zuletzt haben wir auch etwas davon ...

LG
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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#8 von Dreispur , 19.07.2019 09:20

Hallo !

Das wird ein Mächtiges hübsches Stück . Und in Spur N sogar lange Gleise .
Hätte da einen Vorschlag , Mitte oben beim Plan wo Verwaltung steht das Abstellgleis mit einer DKW ins obere Gleis einbinden . So hast für den rechten Teil der ja irgend geteilt ist seperate Zufahrt bzw. Ausfahrt . Würde für 2 Rangierer mehr flexibel sein .


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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#9 von LaNgsambahNer , 19.07.2019 09:46

Moin Moritz,

so wies ausschaut baust Du im Verein.
Darf ich mal fragen in welchem :


Natürlich führ´ ich auch Selbstgepräche.Warum? Na,manchmal brauche auch ich eine Expertenmeinung!

Gröt ut Schöningen
Kai 🍺
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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#10 von Einheitslok , 21.07.2019 16:26

Hallo!

Sehr schönes Projekt!
Die Flachkreuzung gefällt mir besonders gut, solche speziellen Weichenbauformen sieht man selten auf Modellbahnanlagen.

Auch sonst wird man als H0-Bahner gerade zu neidisch, nicht nur wegen des natürlich geringeren Platzbedarfs, sondernauch wegen der schönen HSL-Loks, von denen ich gerne auch das ein oder andere Modell hätte, es aber in H0 bisher nichts gibt...

Gruß
Yannick


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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#11 von MarschbahNer Plus , 25.07.2019 16:28

Moin,

da ich bei der Hitze nur ungern mit meinem Lötkolben kuschel, gibt es nicht so viel zu zeigen. Daher präsentiere ich den amateurhaften meiner Kreuzung.

Vielen Dank für eure Beiträge!

Zitat

Das weiße Fährschiff daneben ist zwar nicht Gegenstand deines Threads,
ich finde es dennoch interessant. Evtl. mal ein paar Fotos davon ?


Eigentlich hätte ich dir jetzt schon gerne Bilder präsentiert, aber irgendwie hab ichs vergessen (ich werd wohl alt).
Es handelt sich um ein Papiermodell der Rügen. Es ist lediglich ein Anschauungsmodell. So weit ich weiß ist ein Modell aus dem 3D Drucker bereits im Bau. Bilder kommen ein anderes Mal.

Zitat

nachdem Du Dich so für meinen Gleisbau interessiert hast, muss ich doch mal bei Dir reinschauen. Du hast Dir ja ein wahres Gigaprojekt vorgenommen ... Respekt. Boh, für Deinen Rangierbahnhof möchte ich nicht alle Gleise selbst bauen müssen. Das wäre eine Lebensaufgabe. Spannend finde ich Deine Kreuzung mit beweglichen Zungen. Die Umsetzung muss ich näher beäugen. Die angekündigten Lokumbauten interessieren mich natürlich ebenso.



Das freut mich außerordentlich dich hier begrüßen zu dürfen. Durch meine Kreuzung habe ich auch gefallen am Gleisbau gefunden, aber du hast recht. Bei dem Rangierbahnhof will man das nicht. Da schau ich lieber dir zu.

Zitat

Mein Fuss steht nun in der Tür und ich hoffe, Du greifst doch ab und zu einmal zur Kamera. Ich weiß, im Eifer des Baugeschehens ist das Fotografieren nicht unbedingt im Fokus. Die Bilder sind allerdings m.E. ein exzellentes Korrektiv. So entdecke ich beim Betrachten meiner eigenen Aufnahmen selbst plötzlich Ungereimtheiten oder sogar Klopper, die mir beim Bau gar nicht aufgefallen wären. Dieser Betriebsblindheit kann man also auf diese Weise etwas eindämmen, da die Kamera das Werk so "betrachtet", wie es ein Beobachter machen würde. Am Bildschirm wandelt sich die eigene Rolle vom Bauunternehmer zum Besucher. Und nicht zuletzt haben wir auch etwas davon ...


Wahre Worte, die ich berücksichtigen werde.

Zitat

Hätte da einen Vorschlag , Mitte oben beim Plan wo Verwaltung steht das Abstellgleis mit einer DKW ins obere Gleis einbinden . So hast für den rechten Teil der ja irgend geteilt ist seperate Zufahrt bzw. Ausfahrt . Würde für 2 Rangierer mehr flexibel sein .


Mit ner DKW allein wäre es nicht getan. Ich muss ja noch irgendwie auf Gleis selber kommen. Und da fehlt der Platz für eine Weiche. Irgendwie soll da ja noch ein Berg hin.
Aber tatsächlich hätte ich die Abstellplätze für die Rangierloks unter die Ausziehgleise legen können. Dann käme man auch besser zu den Loks. Das muss ich nochmal überdenken. Auch wenn die Gleise schon liegen Vielen Dank für den Denkanstoß!

Zitat

so wies ausschaut baust Du im Verein.
Darf ich mal fragen in welchem :


Bei den Eisenbahnfreunden Schwarzenbek (Facebookseite)
P.S.: Am 17.08 ist Sommerfahrtag, die perfekte Gelegenheit mal vorbeizuschauen (Die Vorlage musste ich jetzt einfach mal nutzen).

Zitat

Auch sonst wird man als H0-Bahner gerade zu neidisch, nicht nur wegen des natürlich geringeren Platzbedarfs, sondernauch wegen der schönen HSL-Loks, von denen ich gerne auch das ein oder andere Modell hätte, es aber in H0 bisher nichts gibt...


Wie soll ich sagen. Es sind nicht meine Loks und ich würd sie mir auch nicht kaufen. Abgesehen davon sind das auch umlackierte Loks (HSL ist bei uns Sponsor und die Loks stehen Mitgliedern und Besuchern zur Verfügung). In H0 gibt es doch von Piko die 285.

Kommen wir zum Bau meiner Kreuzung. Auf Grund des besseren Werkzeugs habe ich die Kreuzung im Verein gebaut, was natürlich einiges an Fragen mit sich brachte. Hier eine Auswahl der häufigsten:
"Wann ist die Weiche fertig?" gefolgt von einem gelassenen "Das - ist - eine - Kreuzung - ."
"Und da kann man dann [abzweigend] rüber fahren?" - " Nein" - "Aber warum kann man sie dann schalten?"
Seit dem habe ich Angst um meine [s]Weiche[/s] und zweifel, ob sie alt wird.

Aber erst mal zum Bau.

Da ich aus Gründen der Einfachheit mit der Peco Standardkreuzung geplant hab, konnte ich auf einfach ihre Maße übernehmen. Also den Plan 2x ausgedruckt und einmal Doppelseitigesklebeband und Krepp darüber befestigt, sodass ich die Form sehen konnte und der 2. Ausdruck, falls ich mir mal doch nicht so sicher bin wie was/wo sein muss.
Darauf dann vereinzelte Pertinaxschwellen geklebt. Auf diese konnten nun die Schienenprofile gelötet werden. (Was auch immer mich geritten hat brünierte zu nehmen).



Die ersten beiden Schienenstränge im 10° Winkel an einander zu basteln ging noch recht gut



Das Herzstück im richtigen Winkel zusammen zu löten und passend auszurichten war schon deutlich schwieriger.



Der große Spaß begann allerdings mit den Zungen. Zu lang - zu lang - zu kurz. Zu lang - zu kurz. Das Spiel ging ein bisschen länger. Aber irgendwann hatte ich dann auch die beiden Zungen (siehe Bild) zusammen. Doch oh schreck. Wenn ich das Gleis lang schaue, dann ist alles andere als gerade. Also alles nochmal neu ausrichten. Oder lieber gleich neubauen? Ein erster Versuch muss ja nicht auf Anhieb gelingen. Ich entschloss mich dann doch an dem Versuch weiterzumachen, um weitere Probleme zu finden, die ich bei der nächsten Kreuzung direkt weglassen kann.
Also weiter gemacht. Die ersten Fahrversuche zeigten ja schon, dass die Wagen ohne Entgleisungen rüber kamen. Aber nur noch nicht schön.



Mit den Radlenkern sieht sie auch schon ganz gut aus.
Auf der anderen Seite hatte ich sie natürlich vergessen und schon mal sorgfältig die Messingöberfläche entfernt. Also Schwellen tauschen und Radlenker dran.
Dann nur noch die Schwelle gekürzt. Dazu habe ich die Kreuzung auf einen Holzblock gelegt und an der Kante den Dremel vorbeigezogen.



Meine erste Kreuzung. Sieht ja schon fast fertig aus. Also wieder getestet. Aber irgendwie wurden die Wagen hin und her geschleudert. Da will ich nicht rüberfahren müssen. Ich war schon kurz davor wieder einen 2. Versuch zu starten, aber da wies mich ein Freund drauf hin, dass die Kreuzung in der Mitte einen Knick hatte. Das war schnell korrigiert, Farbe drüber (Auch über die schöne Brünierung) und eingebaut.



Von der Schienenoberkante noch die Farbe (und die Brünierung) gekratzt und seitdem fahren ICE und TGV mit bis zu 300km/h problemlos rüber. Jetzt wo ich mir die Bilder nochmal angeschaut habe, erstaunt mich das umso mehr.

An meinem Rangierbahnhof habe ich auch ein wenig weitergemacht. Mit der Polarisierung mit den Weichen. Nicht sonderlich spektakulär, aber zeigen wie das mit den Relais unterm Modul aussieht kann man ja trotzdem.



So übersichtlich wird es wohl nicht lange bleiben. Da fehlen noch ein paar Servos. Und wenn die Signale kommen... Ohjee.
Die Kabel zur Weiche fehlen auch noch. Dazu muss ich erst den Decoder programmieren. Davor würd ich mich gerne noch ein wenig drücken.

Kabel an die Weichen habe ich dennoch schonmal angelötet. Nur doof, wenn man beim Loch Bohren den Servo der Nachbarkreuzung erwischt. Er hat es überlebt und ich hab mir halt ne andere Stelle gesucht:


Das solls für heute gewesen sein. Am Bahnhof wird sich vermutlich demnächst nicht so viel tun, aber vielleicht kommt ja mal ein Umbau-/Reparaturbericht dazwischen. Meine 194 liegt zerpflückt aufm Tisch. Da würd sich das anbieten. Und vielleicht gibt es ja doch noch einen neuen Gleisplan.

Gruß Moritz



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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#12 von Laurent , 26.07.2019 13:23

Hallo Moritz,

schöne Arbeit hast du dich da an die Kreuzung gemacht. Was bei mir gehilfen hat, ist Klebeband unter der Schiene. Damit entsteht ein kleines Lücke wordurch die Löttzinn besser geht.

Schöne Grüße,
Laurent


Ich bin Niederländer und mein Deutsch ist nicht Perfekt. Tut mir leid, Danke.
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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#13 von hubedi , 26.07.2019 18:42

Hallo Moritz,

Glückwunsch zum Bau Deiner Kreuzung. Ist es nicht ein herrliches Gefühl, wenn das Werk trotz aller Schwierigkeiten zu einem glücklichen Abschluss gebracht wurde.

Die Bemerkungen Deiner Vereinskollegen ... nee jetzt ... ich sage dazu lieber nichts ... zum Schmunzeln ...

Du hast es Dir m.E. auf dem Weg zum Erfolg doch unnötig schwer gemacht. Da ich schon so einige Weichen konstruiert und gebaut habe, erlaube ich mir, Dir ein paar Tips zu geben:

Du beklagst Dich über die brünierten Neusilberprofile ... ich liebe sie, denn sie lassen sich prima löten. Lege einfach einen Bogen 600er Schleifpapier flach auf den Basteltisch und ziehe die Schienenprofile mit dem Schienenfuß so oft darüber, bis die Brünierung von unten komplett abgeschliffen ist.
Weiterhin hast Du offenbar versucht, ein Wunder zu wirken ... gleichzeitig fixieren verzinsen und verlören ... Respekt, das Du das in dieser Präsision hinbekommen hast. Ich schaffe das nicht, sondern mache es mir einfach, indem ich alles in einzelne Arbeitsschritte aufteile.

Alle Einzelteile der Weiche werden im ersten Schritt präzise abgelängt und gefeilt. Am Herzstück lasse ich die Flügelschienen m Knick übrigens an einem Stück. Ich säge nur den Schienenfuß jeweils außen ein und biege die abgeknickte Herzstückseite nach Zeichnung zurecht. So baut sich das Herzstück erheblich leichter.

Vor dem Löten werden alle Kontaktstellen vorverzinnt. Auf diese Weise muss ich bei der Montage kein Augenmerk auf eine korrekte Benetzung richten und muss nicht einmal Lötzinn zuführen. Zum Schluss muss ich den Lötkolben mit einem kleinen Zinntöpfchen an der Spitze nur kurz anhalten und gut iss. Aber so weit bin ich noch nicht. Sollte beim Vorverzinnen einmal zuviel Lötzinn auf eine Kontaktfläche geraten sein, hilft eine Entlötlitze zum Absaugen des Überschusses.

Alle Bauteile werden anschließend in ihrer korrekten Position fixiert. Das ist bei mir der aufwändigste Arbeitsschritt. Zumeist nehme ich dazu vorbereitete Klammern, Holzklötzchen, Spurlehren oder was auch immer. Ich schalte den Lötkolben nicht ein, bevor nicht alle Bauteile an Ort und Stelle sitzen. Gerade in diese Haltevorrichtungen investiere ich die größte Menge Hirnschmalz. Wenn Du Weichen in Serie bauen möchtest, lohnt es sich sogar, wiederverwendbare Klemmen zu konstruieren.

Sitzt alles wie es sein soll, beschränkt sich das Löten - wie bereits geschrieben - auf ein schnelles Anhalten der heißen Lötspitze ... pfft ... fertig.

Das klingt nach einem gewissen Aufwand aber meine Erfahrung lehrt, es ist ein gut investierter Aufwand. Der Erfolg ist kaum zu verhindern und nachträgliche Korrekturen sind selten erforderlich. Und mit jeder fertig gestellten Weiche relativiert sich die Mühe.

Mit etwas Übung wird man Dich im Verein dann sicher bald bitten, einen Weichbaukurs zu leiten ... garantiert ...

LG
Hubert


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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#14 von PATs in 1zu87 , 28.07.2019 15:24

Mahlzeit

Interessantes Thema, hatte ich in HO auch mal vor.
Leider sind die Dimensionen einfach zu riesig um es glaubwürdig zu machen.

Bin mal gespannt wie es weitergeht

Grüsse
Pat


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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#15 von MarschbahNer Plus , 22.10.2019 14:38

Moin,

da das Stummiforum mir schon 2 Beiträge genommen hat, weil ich in der Zwischenzeit ausgeloggt wurde, ein neuer Versuch...

Zitat

Du hast es Dir m.E. auf dem Weg zum Erfolg doch unnötig schwer gemacht.


Moin Hubert, das habe ich mir während des Baus des öfteren gedacht. Aber dank deiner Tipps und deiner ausführlichen Beiträge in deinem Faden bin ich sehr optimistisch, dass die nächste Weiche deutlich besser gelingt. Geplant ist sie schon. Im Bereich der Lokwerkstatt werde ich mir eine 5° Weiche bauen. Aber bis ich da angelangt bin wird noch ein wenig Zeit vergehen.

Ich hatte mal wieder ein bisschen umgeplant und jetzt werden erstmal wieder Gleise raus gerissen. Die Ausziehgleise (Rechts oben) waren schlampig gelegt und da eine Weiche durch eine DKW ersetzt wird, um dort dann Rangierloks abstellen zu können, hab ich sie kurzerhand demontiert. Demnächst wird die Hauptstrecke folgen. Mir gefällt der Gedanke an überhöhte Gleisbögen zu gut, um drauf verzichten zu können. Dabei werde ich die beiden Streckengleise auch näher zusammenführen wie Dirk empfahl. Seine Argumente sind einfach zu gut. An den Modul enden wird der Abstand allerdings so groß bleiben, damit es sich besser in die anderen Module einfügt.
Daher an dieser Stelle nochmal Vielen Dank Dirk für den Hinweis.
[quote="Remo Suriani" post_id=1988924 time=1562398460 user_id=18573]
Es ist auch eine schöne Abgrenzung, wenn die Strecke einen geringeren Gleisabstand hat als die Bahnhofsgleise. So geht einfach deutlich etwas von der elegant des Schwunges verloren, macht die Strecke optisch kürzer und nach dem Schottern sieht es komisch aus, weil man irgendwie nicht so recht weiß, was man mit der großen Schotterfläche zwischen den Gleisen machen soll.
[/quote]

Ein bisschen Fortschritt lässt sich allerdings nicht vermeiden. Die Einfahrgruppe liegt nun vollständig. Damit die krummen Gleise nicht so auffallen, habe ich direkt Züge drauf gestell ops:


Ich konnte mich auch nun endlich auf einen Gleisabstand zwischen den Loktaschen einigen. Die Tatsache dafür über 20 2cm Gleisstücke zurecht sägen zu müssen hat mich lange effektiv davon abgehalten. Aber dank der kleinen Vorrichtung ging es dann doch recht fix und erstaunlich genau. Einfach an der Holzkante mit dem Dremel lang und ich hab ein 2cm Gleisstück. Das Einspannen jedes Gleisstücks war ein wenig lästig, aber da musste ich durch. Ärgerlich war es nur, als mir am 26. Stück die Trennscheibe brach und ich nach dem Wechseln feststellte, dass 24 gereicht hätten flaster:


Da hab ich es mir natürlich nicht nehmen lassen die ersten Weichen aufs Brett zu bannen. Hier sieht man dann auch sehr gut warum ich den Gleisabstand zwischen den Hauptgleisen verringern möchte (Ja, Fruchtsäfte werden auch immer stärker mit Wasser verdünnt ).



Neben meinem Modul habe ich natürlich auch an Fahrzeugen gebastelt, aber da auch nur angefangen und kann man noch nicht zeigen. Ein paar Ausnahmen kann ich aber machen:

Ein Freund, ebenfalls Modellbahner, musste einen runden Geburtstag feiern. Ein Freund und ich hatten dann die Idee einen kleinen Klv von Brekina zu schenken. Mit Licht. Ich find ja, dass er mit Licht noch viel knuffiger ist, als ohnehin schon. Aber urteilt selbst.




Desweiteren habe ich meine Roco 043 ausgegraben. Auch wenn die Fleischmann 44/043 einen unheilvollen Schatten voraus wirft, der der Roco keine Zukunft bei mir verspricht, so hat die Roco doch etwas was die Fleischmann nicht hat. Einen Rauchgenerator mit undichtem Tank. Es ist bereits die 2. Lok an der ich mich mit Dampf versucht habe. Bis jetzt ohne Erfolg. Aber mein Ehrgeiz war geweckt und der Tank ist nun endlich dicht. Aber ob und wann ich die Lok mal fertig mache steht... Nobody knows.


In einem Nachbarforum wurde ein alter Faden bezüglich der Mak DE2700 geweckt. Auch ich habe mal mit einem Freund zusammen eine angefangen und ein lackiertes 3D Druckmodell liegen. Dies habe ich dann zum Anlass genommen und an meiner ein wenig rumgepinselt. Die Lüftergitter hatte ich schon mal grau angemalt, aber die Trennkanten zwischen den Gehäuseteilen hatte ich noch nicht gemacht. Dazu hab ich den Rahmen schwarz angemalt und nur die hervorstehenden Teile grau gelassen, um eine bessere Tiefenwirkung zu erzielen. Und die Drehgestelle haben nun auch endlich das richtige Grau. Demnächst folgen die Fenster und dann, ganz vielleicht bekommt sie dieses Jahr noch Licht und Sound. Mal schauen.


Demnächst wird wieder mehr gebaut und dann gibt es hoffentlich auch wieder mehr Berichte.

Gruß Moritz



+++ Ein Rangierbahnhof entsteht +++


 
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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#16 von silv1971 , 22.10.2019 19:18

Hallo Moritz,

tolles Thema und Umsetzung!

Da bleibe ich dran und bin gespannt, wie es weiter geht!


Viele Grüße
Silvio

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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#17 von Hewi62 , 22.10.2019 21:31

Hallo Moritz,


Vielen Dank für die Beiträge! Einen technischen Hinweis, das mit dem Abmelden hatte ich auch schon, einfach beim Anmelden ein Häkchen bei „angemeldet bleiben“ setzen, dann wird man nicht mehr automatisch abgemeldet und die Beiträge verschwinden nicht mehr...so ein Bericht dauert bei mir auch immer „ewig“...

Ansonsten, bitte weiter so, schön zu verfolgen...

Grüße von der RöHWAG
Andreas


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RE: N - Montan Eigenbau - RöHWAG-Projekt


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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#18 von MarschbahNer Plus , 18.02.2020 15:20

[quote="MarschbahNer Plus" post_id=2024770 time=1571747909 user_id=26938]
Demnächst wird wieder mehr gebaut und dann gibt es hoffentlich auch wieder mehr Berichte.
[/quote]

So oder so ähnlich...


Moin,

solche Versprechen lasse ich mir nicht mehr abnehmen. Aber ein wenig berichten will ich dennoch.

Auf den beiden äußeren Modulen lassen sich nun alle Weichen schalten.Im Bereich des Wagenwerks natürlich noch sehr öde, da die Gleise mit den Weichen enden. Noch...
Davon gibt es nichts zu sehen. Die Verkabelung ist noch "spannend". Aber da ich da noch ne Stichsäge versenke ist das erstmal besser so.

Besser zu sehen sind die fertig gelegten Taschen

Auch die fehlenden Schwellen wurden alle eingefügt. Waren zum Glück nur 150

Auch zu sehen sind die neuen Ausziehgleise, die im Rahmen des Ersatzes einer Weiche durch eine DKW begradigt wurden. Vorher waren die seeehr krumm. Jetzt liegen sie sehr schön gerade. Um das ganze ein wenig Abwechslungsreicher zu machen wurden fürs vordere Gleis Holzschwellen genutzt. Abgesehen vom regen Betrieb der inziwschen in den Einfahrtsgleisen stattfindet (bisher nur aus einer Richtung) hat sich am Modul selbst nicht so viel getan.

Ein Freund bot mir, dass er mir die Werkstätten in 3D zeichnen und drucken würde, wenn ich ihm eine Skizze mit Maßen mache. Ich bin ja immer noch erstaunt, dass er meine Skizzen entschlüsseln konnte. Aber die 3D Zeichnung sieht doch ganz gut aus. Und ein Teil der 40x20cm großen Halle ist bereits gedruckt. Die Fassade wird dann später noch verkleidet.








Desweiteren habe ich mir vorgenommen alle meine Güterwagen farblich ein wenig auf zu hübschen. Sollte da Interesse bestehen werde ich über weitere Fahrzeuge berichten (Shimns-U/TU [Teleskop und Schiebeplane], Rils [Schiebeplane], Za [Kessel], Hbbillns [Gesundheit, Schiebewand 2achsig] und Lgs) durften das Programm schon über sich ergehen lassen. 2 T2000 [Doppeltaschenwagen] habe ich auch schon was angetan, aber erstmal oberflächlich die orangenen Puffer in schwarz getaucht. Die Details lassen sich auch nur schwer auf Bildern erkennen. Ich möchte nun einmal kurz auf die Lgs eingehen.

Rot sind zwar im Original keine Wagen mehr, aber so müssten sie mal ausgesehen haben:


Was habe ich gemacht:
- Stundenlang nach Bildern gesucht und keins gespeichert
- Auflagepunkte für Container gelb gemalt
- Haltestange in gelb
- Rangiertritt in grau
- Bremshebel weißer Hintergrund, je ein Hebel rot und weiß
- Zettelkasten hat nen weißen Hintergrund bekommen, Gitter bleibt rot
- Achshalterung und Federung in schwarz
- Halterung der Kupplungskinematik oben rot

Dies ist jetzt ein Wagen der sehr viel Aufwand benötigt hat. Das habe ich auch zum Anlass genommen meinen Bestand ein wenig zu reduzieren. Durch meinen (geglückten) Versuch an DHL/DP WAB/Container für nen PIC zu kommen hatten sich doch ein paar mehr angesammelt.

Ansonsten hatte ich eine kleine Epoche III/IV Phase in Rahmen dessen einige Fahrzeuge umgebaut und manche sogar fertig wurden. Unter anderem eine 65 und eine 82, die ich hier kurz anreißen möchte.
Beide Loks bekamen einiges an Farbe. Die 65 alles was das Herz begehrt. Lichtwechsel weiß/rot, Feuerbüchsenflackern, Führerstandsbeleuchtung, Fahrwerkbeleuchtung nen neuen Motor und Sound. Die 82 bekam erstmal nur ein kleines Upgrade. Irgendwas cooles muss ich mir für sie noch einfallen lassen. Den bisherigen Werksdecoder (Esu V4) habe ich durch nen schönen Zimo ersetzt. Damit die Lok besser im Rangiereinsatz eingesetzt werden kann habe ich die Lampen umgesetzt. Der Hauptgrund die 82 anrühren zu müssen.










Ich will euch nicht weiter mit dem alten Kram belästigen. Beim nächsten Mal wird es hoffentlich mehr Epoche VI Cargo geben. Oder vielleicht einen weiteren Baufortschritt.

Gruß Moritz



+++ Ein Rangierbahnhof entsteht +++


 
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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#19 von V_90 , 21.02.2020 19:24

Moin Moritz,

dein Thema trifft genau meinen Geschmack, toll was du da baust.
Die Werkstatthalle sieht schon nach was aus, wenn die erstmal ein bisschen Farbe bekommen hat
Ich bin sehr gespannt wie es bei dir weitergeht.

Mit was für einem Pinsel hast du den Lgs Wagen bemalt? Sieht sehr sauber aus, vorallem im Bereich der Bremshebel.

Viele Grüße, Dennis


Suche: Fleischmann 596001 'ARS Autotransportwagen'


 
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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#20 von MarschbahNer Plus , 14.12.2020 15:04

Moin,

ich finde 2 Berichte pro Jahr ist ein guter Schnitt. Zumindest bei meinem Bautempo...

Zitat

Mit was für einem Pinsel hast du den Lgs Wagen bemalt? Sieht sehr sauber aus, vorallem im Bereich der Bremshebel.


Danke, ich nehme Rotmarder Pinsel. 10/0 ist da das feinste. Die Farben sind von Vallejo, wobei ich mit den Farben von Elita bessere Erfahrungen gemacht habe. Gerade das Gelb von Vallejo ist ein Krampf.

Baufortschritte gibt es quasi keine. Ist ja auch logisch so ganz ohne das richtige Werkzeug. Also habe ich mir erstmal einen 2 Wege Bagger von Lemke "besorgt". Ist vielleicht ein wenig eskaliert, aber seht selbst:
[youtu-be]https://youtu.be/CkZa_ETzH24[/youtu-be]


Wie man vielleicht hört, ist das Getriebe nicht sonderlich gut, aber zum Glück ist er zu empfindlich, um ihn wirklich nutzen zu wollen

Aber jetzt geht es auch mit dem Modul viel besser weiter. Ich habe die Hauptstrecke rausgerissen, um die Bögen zu überhöhen und den Gleisabstand zu verringern. Dann habe ich die Hauptstrecke rausgerissen, um einen Mittelbahnsteig bauen zu können. Danach werde ich vermutlich die Hauptstrecke rausreißen, weil ich doch lieber Außenbahnsteige hätte...

Das erste Gleis liegt schon wieder. Und rein zufällig können hier (wie im Bahnhof Maschen) 6 Dostos + Lok am Bahnsteig halten. Gut der Lokführer muss exakter Bremsen, als es in Japan verlangt wird, aber das ist das Problem meines Zukunfts-Ichs



Das vordere Gleis liegt provisorisch da. Davor wird die Landschaft dann ein wenig abgesenkt. Aber noch könnt ihr mich da vor groben Schnitzern bewahren. Danke an dieser Stelle nochmal an Dirk!

Mit der Werkstatt ging es auch weiter. Gleise wurden gelegt, der Boden verspachtelt und später sogar lackiert. Anbei ein Bild von Spachteln:

Dass sie so nach Abbruch aussieht ist kein Zufall, denn ich mache neu. Mir kam die Idee, dass LEDs in der Grube einfacher einzubauen sind, wenn man den Boden dafür vorbereitet... Also der Stand ist wie aus dem vorherigen Beitrag.

Was gabs sonst? Ein paar Kleinigkeiten nur: Von Evemodel habe ich mir ein paar (60) Container bestellt. Optisch sehr zu empfehlen. In Länge und Breite perfekte Maße. Lediglich ein wenig zu hoch wirken sie, aber das scheint mir noch ok zu sein. Lediglich das mit den richtigen Löchern für die Fleischmann Wagen habe ich noch nicht raus. Falls da jemand Ideen hat, ich bitte drum.
[spoiler title=Nichts für schwache Nerven ][/spoiler]

Und ohh, ein Bus


Anfang des Jahres habe ich mir mal eine Airbrush zugelegt. Inzwischen bin ich zwar bei Nummer 3 (Echt empfindlich dieser Mist flaster: ) und das mit den Farben klappt auch noch nicht 100%ig nach belieben, aber ein paar Ergebnisse stimmen mich doch ganz zuversichtlich.
So habe ich eine Press 285 zur Press 285 umlackiert. Der Farbton war mir vorher einfach zu dunkel. Jetzt fehlt nur noch die technische Ausrüstung, aber das kann sich nur noch um Jahre handeln. 2 weitere Loks sind auch schon umlackiert, es fehlen nur noch die Decals. Dann gibt es auch Bilder. Erfreulicherweise musste ich bei allen 3 Modellen den Rahmen nicht neu lackieren. Das erspart dann einiges an Decals.


Nachdem ich mir vor langer Zeit mal einige Autotransportwagen angelacht habe und dazu dementsprechend viele Golf I, habe ich mir mal die Mühe gemacht, die Golfs ein wenig auf zu hübschen. Dann könnte meine erstaunlicherweise bereits umgebaute 044 mal einen beladenen Zug ziehen. Und wehe es kommt mir jemand damit an, dass die Golf erst nach Ausmusterung der 044er gebaut wurden

Anfang, Mitte, Ende 2021,22 oder so gibts dann den nächsten Bericht

Gruß Moritz



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RE: Ein Rangierbahnhof entsteht

#21 von silv1971 , 14.12.2020 15:36

Moin Moritz,

schön, wieder was von Dir zu lesen. Die Gleislage gefällt mir auch besser. Manchmal muss man mal was abreissen um es besser wieder neu aufzubauen.


[quote="MarschbahNer Plus" post_id=2206658 time=1607954678 user_id=26938]
ich finde 2 Berichte pro Jahr ist ein guter Schnitt. Zumindest bei meinem Bautempo...
[/quote]

Gut Ding will Weile haben.


Viele Grüße
Silvio

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