$$ Hallo zusammen, als Piko die BR 151 ankündigte war ich sofort begeistert. Als Kind hatte ich immer die Märklinlok vor Augen, die ich Anfang der 80 er Jahre auf der großen M-Gleis Anlage im Märklin Museum gesehen hatte. Besessen hatte ich als Kind nie eine Märklin 151. Die ( mittlerweile sind es mehrere )kam erst später zu mir, als ich erwachsen war. Da ich bereits eine grüne PIKO 151 mit Sound gekauft hatte, habe ich mir die ozeanblau-beige ebenfalls bestellt. Diese wurde vor gut 4 Wochen als Piko 51310 (analoge DC Lok) geliefert. Ich wollte nicht noch einmal den Piko Decoder mit Sound haben. Dieser werkelt in der grünen 151 und wirklich zufrieden bin ich nicht damit. Die DC Lok soll nun auf das Märklin System umgebaut werden. Es kommt ein n Brawa Schleifer 2225 und der ESU Loksound 5 mit Plux22 Schnittstelle zum Einsatz. Das Soundprojekt stammt von der ESU Homepage und wird an die Piko Lok mit ihren zahlreichen Lichtfunktionen angepasst. Die Lok hatte ich bereits hier
kurz gezeigt. Hier nochmal ein Bild auf dem Arbeitstisch des heimischen AW:
1. mechanischer Umbau:
der mechanische Umbau ist relativ einfach, da Piko Loks bereits eine Haltung für den AC Schleifer haben. Lok zerlegen. Das Gehäuse ist durch Spreizen der Langseiten abnehmbar. Die beiden Leiterplatten abschrauben und vorsichtig zur Seite legen. Alle Kabel können montiert bleiben. Am Schleiferdrehgestell von oben den Schneckenkastendeckel abklipsen und das Drehgestell nach unten entnehmen.
Drehgestellblende mit 2 Schrauben lösen und schon kann der Brawa Schleifer montiert werden. Dazu in der Schleiferbestigungsbohrung ein M2 er Gewinde bohren. Eine Decoderlitze an den Schleifer anlöten und den Schleifer festschrauben. Das Kabel wird durch den Getriebekasten verlegt und oben herausgeführt. Dafür sind keine Bohrungen o.ä. anzubringen. Es befindet sich ein Durchlass auf der Oberseite.
Alle 6 Achsen wurden auf 14mm Achsmaß gebracht und bis auf das Gehäuse die Lok wieder montiert. Nun müssen noch alle Radseitigen Kabel auf DC WL auf der Hauptplatine angelötet werden, das Schleiferkabel auf DC WR anlöten. Den Brückenstecker lasse ich bis nach der Probefahrt mit analogem DC in der Schnittstelle.
Da der Loksound 5 ausreichend Funktionsausgänge hat, wird der Jumper in der Lok gem. BDA umgesetzt, damit wird die Maschinenraumbeleuchtung mit AUX 5 geschaltet.
2. Konfiguration des Loksound 5:
Verwendet wird der Lokprogrammer von ESU und der Decoderprüfstand 53900 ebenfalls von ESU.
Das Projekt für den Loksound 5 habe ich von der ESU Homepage runtergeladen. Schlußlichter, Führerstandsbeleuchtungen und die Maschinenraumbeleuchtung in den Funktionsausgängen konfiguriert und per Funktionsmapping auf die gewünschten F-Tasten gelegt. Die Lok hat eine Anfahrlampe pro Fahrtrichtung. Diese wurde mit den Bedingungen Lok fährt / F20 an / ausschalten nach 5,32 sek fahrtrichtungsabhängig konfiguriert und sieht wirklich sehr gut aus. Nach dem Überspielen des Projekts folgte eine Funktionsprobe am Prüfstand.
3. Einbau des Lautsprechers:
Der originale LS ist zu groß für die Schallkapsel der Lok. Da ich die originale Schallkapsel verwenden wollte konnte ich mit Unterstützung des Forumsmitgliedes LukeNRG einen 15x9 mm 6 Ohm Lautsprecher verbauen. s. Bilder
Vorsicht beim Anlöten der Litze. Den Lautsprecher mit einer selbsthaltenden Pinzette seitlich greifen, die Pinzette beschweren und die Litze vorsichtig anlöten. Dies verhindert Beschädigungen am Lautsprecher durch die Magnetkraft.
4. Einbau des Decoders:
Der Decoder wird ohne den serienmäßigen LS in die Plux22 Schnittstelle gesteckt.
5. Funktions- und Soundtest
Alle Funktionen werden getestet. Besonders die zahlreichen Lichtfunktionen gefallen.
Nicht gefallen haben mit die Ansagen. Diese habe ich alle gegen Ansagen aus dem ESU Template ausgetauscht. Die Soundslots werden in einem Menu verschoben, danach muß der Decoder mit dem Soundprojekt neu beschrieben werden. Die "neuen" Ansagen sind offensichtlich Originalansagen in hallenden Bahnhofshallen. Ein weiteres Manko war das Bremsenquietschen. Dies konnte mit Hilfe des Stummiforums gelöst werden. Nach Justage der CV2 bremst die Lok und mit Stehenbleiben verstummt auch das Quietschen. So soll es sein.
Insgesamt gefällt mir die Lok mit Sound und den Lichtfunktionen sehr gut. Der Sound hat einen guten Klang, bei angenehmer Lautstärke. Hier die Liste der Funktionen: F0 Fahrtrichtungsabhängiger Lichtwechsel F1 Fahrgeräusch F2 Signalhorn F3 Zugschlußlicht rot Fahrtrichtungsabhängig AUX 1 und 2 F4 Fahrmotorlüfter F5 Kompressor F6 Beschleunigung, Rangiermodus F7 Führerstandsbeleuchtung, fahrtrichtungsabhängig AUX 3 und 4 F8 Maschinenraumbeleuchtung AUX 5 F9 Ventil F10 Schaffnerpfiff F11 Kuppeln F12 Sanden F13 Bremse lösen F14 Bahnhofsansage F15 Achtungspfiff F16 Führerstandstüre auf/zu F17 Ölkühler F18 Bahnhofsansage F19 Bahnhofsansage F20 Anfahrlampe, fahrtrichtungsabhängig, 5,32 sek. AUX 6 und 7
LG Markus _________________________________________________
3L H0 Anlage mit unterschiedlichen Fahrzeugherstellern, K-Gleis, Steuerung ECoS 2 mit Modellstellwerk. Digitalformate MM, DCC, MFX
Hallo persus, in meiner Wahrnehmung ist der Sound satt und kommt klar rüber. Besonders das "schleifende" Anfahrgeräusch, das für diese Lok so typisch ist, wird gut wiedergeben. Wenn Du 2 LS verbauen möchtest, sollte genug Platz zur Verfügung stehen. Du benötigst dann Schallkapseln und mußt die Polung beachten.
LG Markus _________________________________________________
3L H0 Anlage mit unterschiedlichen Fahrzeugherstellern, K-Gleis, Steuerung ECoS 2 mit Modellstellwerk. Digitalformate MM, DCC, MFX
habe vor ein paar Tagen auch eine Piko BR151 erworben und einen Esu Decoder eingebaut und nach Deiner Anleitung konfiguriert. Alles klappt einwandfrei beide Führerstände led leuchten . Wenn ich jedoch das Gehäuse aufsetze kommt nur an einem Licht durch. Es sieht aus als wenn auf einer Seite der Lichtleiter fehlt. Leuchten bei Dir beide . Ich wollte die Führerstände ausbauen um nähres zu sehen aber die sind verklebt und wahrscheinlich mache ich bei Ausbau diese kaputt. ich wollte die Info nur haben bevor ich die Lok zurück schicke.
Das habe ich bei Piko gefunden bei der Lok war keine Liste dabei
die Antwort von Piko ist jetzt einer drin oder nicht ? vielen Dank für ihre Mail. Bitte beachten Sie, dass zwischen den beiden Führerständen ein konstruktiver Unterschied besteht, da hier der Abstand zur Platine anders ist und es kein Dom für den Lichtleiter benötigt wird. Wenn der Lichtleiter dennoch fehlt, hätten Sie die Möglichkeit der Reklamation, die Sie bei Ihrem Händler durchführen müssten.
Die Inneneinrichtung ist je nachdem geklebt, bzw. konstruktiv verkeilt (Rastnase)
danke für die Bereitschaft das zu prüfen aber gerade ist meine grüne BR161 gekommen war erst für nächste Woche angekündigt da ist einwandfrei der Lichtleiter zu sehen. Werde jetzt einen ESU 5 einbauen und mal testen. .
Danke für die Rückmeldung. War zu befürchten. Da Piko es nicht preiswert regeln will schicke ich die Lok heute zurück.( Wollte das Gehäuse an Piko schicken und Sie sollten mir ein neues schicken) Hab Sie im Internet gekauft das ist das einzig gute daran. Hoffe die nächste ist iO.
meiner Meinung nach braucht man diese Lichtleiter überhaupt nicht.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch die mehrfach geknicktem Lichtleiter viel zuviel Licht verloren geht und dadurch die Führerraumbeleuchtung nur bei fast komplett abgedunkeltem Raum sichtbar ist. Dem habe ich abgeholfen, indem ich die Führerstände herausgenommen, die LEDs auf separate Leiterplattenstücke gelötet, diese an die Führerraumdecke geklebt und mit Kupferlackdrähten mit den Lötpads auf der Hauptplatine verbunden habe. Nach dieser Aktion sind die Führerraumbeleuchtungen endlich vernünftig hell. Einziger Nachteil ist, dass man bei Gehäuseabnahme immer darauf achten muss, die Kupferlackdrähte nicht abzureißen. Aber das Gehäuse muss ja nur selten runter.
Der Umbau empfiehlt sich auch bei etlichen Roco-Loks, auch diese haben vielfach mehrfach geknickte Lichtleiter (z.B. BR 151 oder ÖBB Rh 1010). Nur Brawa macht da eine Ausnahme, indem die LEDs in eigenen Kunststoffhaltern sitzen, die die Form einer Mini-Bogenlampe haben (z.B. TRAXX-Loks). Da passt die Helligkeit ab Werk.
Frage in die Runde zum Führerstandsausbau - muss man da die Frontlichter herausdrücken oder wie einfach/schwer sind diese sonst zum Herausnehmen? Gibt es irgendwelche Tricks, Kniffe oder anderweitige Dinge zu beachten?
Sorry, wenn hier etwas off-topic, aber weil ich vereinzelt in diesem Thread gelesen habe, dass die Führerstände ausgebaut wurden.
Habe übrigens seit wenigen Tagen die Piko 71134 (Railpool im Janus-Look) - hübsches Maschinchen m. E.