Hallo, ich bin Digital-Neuling und benötige technische Hilfe, da ich nun nach stundenlangen lesen im Internet keinen Durchblick mehr habe.
Mein Vorhaben: Automatischer Zugverkehr auf einer 25 Meter langen Strecke (Märklin K-Gleis) auf der sich 2 Züge befinden - also 3 Blockstrecken - jede Blockstrecke soll über zwei Märklin Kontaktgleis-Sets doppelt abgesichert sein falls irgendwo Wägen abgehängt werden. Das ganze soll mit der Mobile-Station 2 gesteuert werden. Welches Märklin-Modul benötigt man hier für die Besetztmeldung?
Desweiteren soll bei belegter Strecke das entsprechende Lichtsignal auf rot stehen und ein Bogobit Bremsmodul den herannahenden Zug zum stehen bringen. Wie ist das ganze technisch realisierbar?
Evtl. hat jemand von Euch ein solches oder ähnliches System am laufen.
Bleibt aber die Frage, ob der M84 überhaupt mit einem Bogobit Bremsmodul verbunden werden kann und wenn ja, wie? Ich gehe davon aus, dass man für jedes einzelne Bremsmodul einen eigenen M84 braucht, oder?
Aus andere Aussagen habe ich verstanden das die Bogobit-module nicht ohne weiteres sich mit Märklin vereinigen lassen. Daher würde ich eher raten es mit Märklin Bremsmodule zu machen.
Das Systeem mit der M84-Blockstrecke schaltet jeweils das Streckenteil stromlos zum anhalten. Es kann meiner Meinung nach kombiniert werden mit Bremsmodule, wenn jeder Block individuel als Bremsstrecke wird eingerichtet. Probiere es erst mal mit nur einen Bremsmodul.
John
Fahre Märklin-system, unter Nutzung von CS3+ und IB-Basic und PC-Steuerung über Rocrail. Mitglied des 3railforum.nl und die M-Track Gruppe NL (www.mtrack-org) Lese und schreibe Niederländisch, Deutsch und Englisch. YouTubekanal: VT601
wenn du experimentierfreudig bist, und verstehst wie es funktioniert, dann mach es so wie in dem Youtube-Video gezeigt, das Raoul verlinkt hat.
Die Idee ist ganz pfiffig, einen m84 nicht als Schaltdecoder, sondern als Blockstellensteuerung zu nutzen. Und eine Blockstellensteuerung auf Basis von Gleisbelegtmeldern ist theoretisch auch ideal, weil jeder liegengebliebene Wagen wirkt. Da der m84 auch an der Digitalspannung angeschlossen ist, hast du außerdem immer noch von Hand Zugriff auf jede Blockstelle (mit einem Weichenstellbefehl an die entspr. Digitaladresse).
Dieses Prinzip kann man auch mit einem bogobit Bremsmodul kombinieren (korrekt: mit vielen – ein Bremsmodul pro Blockabschnitt), dann bremsen die Loks sanft, anstatt abrupt zu stoppen.
Aber dann bitte:
1. Erst mal die Blockstellensteuerung genau so aufbauen wie im Video beschrieben. Mit stromlos geschalteten Gleisabschnitten. Ohne Bremsmodule! Das muss erst mal fehlerfrei funktionieren.
2. Wenn diese Blockstellensteuerung funktioniert, dann jede Stoppstelle mit einem Bremsmodul aufrüsten. Und zwar: - entweder mit einem bogobit Bremsmodul Classic monostabil. Grundprinzip: Anstelle den Strom zum isolierten Gleisabschnitt per m84 ein- und auszuschalten, wird nun umgeklemmt und der Strom zum Steuereingang des Bremsmoduls ein- und ausgeschaltet. Das Bremsmodul versorgt dann den isolierten Gleisabschnitt mit dem "richtigen" Strom. Ein Startup-Signal kann man am m84 anschließen, ein simples Lichtsignal kann man am freien Schaltkontakt des Bremsmodul betreiben. - oder (die Billiglösung) mit einem bogobit Bremsmodul Classic Bremsgenerator. Grundprinzip: der m84 hat einen Umschaltkontakt und schaltet nun nicht einfach die Spannung zum Gleisabschnitt ein und aus, sondern schaltet die Spannung zum Gleisabschnitt um zwischen Digitalspannung (bei grün) und der Bremsgenerator-Spannung (bei rot). Als Signal kannst du dann nur noch ein Startup-Signal direkt am m84 anstecken.
ZitatAus andere Aussagen habe ich verstanden das die Bogobit-module nicht ohne weiteres sich mit Märklin vereinigen lassen.
Bitte unterlasse solche pauschalen negativen Behauptungen. Erst recht, wenn es nicht auf deiner eigenen Erfahrung basiert. Natürlich lebt ein Forum auch von der Kritik, aber bitte sachlich und auf einen konkreten, näher beschriebenen Fall bezogen.
Ob eine Lok ihr Digitalsignal von einer Märklin-Zentrale oder der Zentrale eines anderen Herstellers bekommt, ist egal. Wenn die Lok den Befehl versteht, wird sie ihn ausführen. Gleiches gilt für Bremsmodule: Ob eine Lok im Bremsabschnitt die Gleichspannung von einem Märklin-Bremsmodul oder von einem Bogobit-Bremsmodul, oder von einem Bremsmodul eines anderen Herstellers, oder von einem Eigenbau-Bremsmodul bekommt, ist egal. Wenn die Lok die Gleichspannung erkennt, wird sie bremsen. Und wenn die CVs nicht passen, bremst sie nicht, egal welches Bremsmodul.
Bogobit Bremsmodule gibt es in verschiedenen Arten. Das führt natürlich zu gewissen Unterschieden im Anschluss und im Betriebsverhalten der Bremsmodule. Deswegen können sich zwei verschiedene Bremsmodule unter gewissen Randbedingungen auch unterschiedlich verhalten.