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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#1 von Claus60 , 03.09.2019 19:35

Hallo.
Nachdem die GEC im Prinzip fertig ist, wollte ich, obwohl es eigentlich noch genug andere "Baustellen" gibt, trotzdem mit meiner ersten komplett selbst konstruierten 0e Lok anfangen. Na gut, als Fahrwerk kommt ein H0 Großserien- Fahrwerk zum Einsatz, von daher wohl eher nur das Gehäuse selbst konstruiert, egal. Das Projekt ist eher langfristig angelegt. Mit sichtbaren Ergebnissen ist wohl frühestens im nächsten Jahr zu rechnen.

Als Vorbild habe ich mir die ungarische C50 ausgesucht. Die C-50 ist ein weit verbreiteter Loktyp der ungarischen Schmalspurbahnen und Feldbahnen. Die Herstellung der zweiachsigen Lokomotiven hat 1952 angefangen. Bis 1968 wurden insgesamt mehr als 250 Exemplare in praktisch allen Spurweiten zwischen 600 und 1000 mm gebaut. Zur Konstruktion wurden teilweise LKW Komponenten verwendet, was der Lok ihr uriges, unverwechselbares Aussehen verleiht. Sie hat etwa 50 PS / 37 KW und wiegt 7 Tonnen. keine wirklich beeindruckenden Werte. Sie wären es nicht mal für LKW. Trotzdem erreicht sie eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 30 Km/h und wurde über 250 Mal gebaut.

Das Gehäuse besteht im Prinzip aus 3 Quadern mit ausschließlich rechten Winkeln. Die Vorbauten sind kleiner und das mittig angeordnete Führerhaus überragt die Vorbauten sowohl in der Höhe als auch in der Breite. Lediglich die Kanten der Würfel sind etwas abgerundet, die einzige Schwierigkeit bei der Formgebung. Trotzdem oder gerade deswegen gefällt mir die C50 und wird nun meine erste Eigenkonstruktion werden.

Das Fahrwerk meiner geplanten C50 stammt erneut, wie schon der Antrieb der GEC von einer Roco Köf3. Das zweite Fahrwerk hat einen völlig anderen Motor, ohne Schwungmasse aber dafür mit imitiertem Lüfterrad, so das es, obwohl ursprünglich als "Motor- Spender" für die GEC geplant, jetzt als Basis für eine C50 dient. Der eigentliche Lok- Rahmen ist aber, trotz unterschiedlicher Motorisierung, identisch. Deswegen passt das C50 Gehäuse, sofern es irgendwann mal fertig ist, vermutlich auf jede Roco H0 Köf 3.

Das Modell soll komplett mit meinem Werkzeug- Bestand (CNC Fräse, Laser, ggfs. im Notfall 3D- Drucker) bei mir zu Hause entstehen. Außerdem sollen sich die Kosten so niedrig wie möglich gestalten. Ich hoffe, das ich ohne Technik (Fahrwerk, Empfänger Akku) nicht viel über 10-20€ an Materialkosten hinaus komme.

Deswegen würde ich die geplante C50 eher als, wie man bei den RC- Modellbauern gerne sagt, "Semi-Scale" Modell einstufen. Also eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Vorbild soll durchaus vorhanden sein, auch sollen die Proportionen in Etwa stimmen. Aber eine bis zur letzten Niete und auf den 1/100 mm exakte Nachbildung ist nicht geplant. Dazu fehlen mir auch eindeutig die Fähigkeiten.

Als Ausgangsbasis dient zum größten Teil eine 2- Seiten Ansicht, die überall im Internet kursiert. Deswegen lässt sich (zumindest für mich) der ursprüngliche Autor der Zeichnung leider nicht mehr ermitteln, weswegen ich ihn auch nicht erwähnen und mich bei ihm bedanken kann.



Ergänzend werden diverse Fotos vom Vorbild und auch von Modellen der C50 heran gezogen. Da es die C50 sowohl mit hoch ausgeschnittenen Seitenteilen gibt (wie auf der Zeichnung) aber auch mit tiefer herunter gezogenen Seiten, werde ich die zweite Version nachbilden. Ein Public Domain Foto der C50 mit tiefen Seiten habe ich auf Wikimedia gefunden. Ich habe es etwas aufgearbeitet, damit man die Seiten besser erkennen kann.



Durch die tief herunter gezogenen Seiten sieht man die maßstäblich ja zu kleinen Details des Roco H0 Fahrwerks nicht so deutlich. Die Zeichnung selbst habe ich mir, exakt auf 1:45 skaliert ausgedruckt. Auf diese Weise kann ich leicht die benötigten Maße direkt aus der Zeichnung abnehmen.

Das H0 Köf Fahrwerk hat tatsächlich eine bis auf wenige 1/100 mm den exakt passenden Achsstand. Die Räder haben, zumindest wenn man die (natürlich) zu hohen Spurkränze mit berücksichtigt auch ziemlich exakt den passenden Durchmesser.



Die noch verbleibenden Ungenauigkeiten bei Achsstand und Rad- Durchmesser kann man meiner Ansicht nach vernachlässigen. Auch die Höhe des Umlaufblechs passt genau, wenn ich das neue Umlaufblech, wie geplant aus 2 mm dickem Polystyrol fräse.

Alles in allem passt das Roco Fahrwerk also sehr gut.



Damit man sieht, wie klein die C50 eigentlich ist, habe ich meine GEC mal auf die 1:45 Zeichnung gelegt, als Größenvergleich.



Die GEC ist doch erheblich größer und wuchtiger als es die C50 sein wird, obwohl dasselbe Fahrwerk zum Einsatz gekommen ist. Und das wo sie eher ein 0n30 Modell, also eher im Maßstab 1:48 gehalten ist.

Die Teile sollen vor allem aus 1 und 2 mm Polystyrol gefräst werden. Dazu kommen Teile aus Karton, den ich mit dem Laser schneiden will, wenn er eingetroffen ist. Die Karton Teile sind vorrangig für Details (Fensterrahmen, Türen, Scheibenwischer, usw) gedacht, wohingegen die PS Teile die Gehäuse- Basis darstellen. Die abgerundeten Ecken werde ich aus 3mm Viertelrundstäben (verfügbar von Aeronaut und z.B. auch bei architekturbedarf.de zu beziehen) herstellen, so das nur an den Ecken richtig geschliffen werden muss. Die Rundungen an der Seite sind dadurch vorgegeben und gleichmäßig.

Da diese Konstruktion doch etwas aufwändiger werden wird, habe ich beschlossen, die Zeichnungen zuerst in einer CAD Software (vielleicht LibreCAD) zu erzeugen. Wie es dann weiter geht, steht noch nicht fest. Eine Variante wäre, die DXF Zeichnung in Carbide Create zu importieren um hier die Pfade und den G-Code zu erzeugen. Eine andere, besonders für die Laser- Teile interessante Variante wäre es. die Zeichnungen entweder gleich in Inkscape zu erzeugen oder die DXF in Inkscape zu importieren und daraus den Laser- G Code zu generieren. Es gibt nämlich sowohl ein "klassisches" G-Code Plugin für Inkscape (das Russische, wo aber inzwischen die Dokumentation auch auf Englisch besser geworden ist) als auch ein Plugin speziell um G-Code für Laser Cutter zu generieren.

Daneben könnte es auch interessant sein, alles gleich in FreeCAD zu machen. Damit lassen sich 2D und 3D Konstruktionen (für die ich bisher eher OpenSCAD verwendet habe) erledigen und es gibt, auch wenn ich es seinerzeit bei meinen Recherchen nicht gefunden habe, tatsächlich ein CAM Modul. Es nennt sich "Path Workbench", weswegen ich das wohl bisher nicht entdeckt habe. Damit müsste man nur ein Programm "für Alles" lernen, auch wenn FreeCAD sich eher an fortgeschrittenere "Konstrukteure" richtet, also nicht besonders leicht zu erlernen sein wird. Man kann auch eine extern erzeugte DXF Zeichnung in FreeCAD importieren und dort weiter bearbeiten, also auch den G-Code generieren lassen.

LibreCAD ist leicht zu erlernen. Dafür gibt es auch unzählige Tutorials. Allerdings kann man in LibreCAD auf jeden Fall nur die eigentliche 2D- Konstruktion erledigen. Das Umwandeln der Zeichnung in Steuer- Code für meinen Maschinenpark geht damit nicht, genau so wenig wie 3D.

FreeCAD ist sehr viel mächtiger, dafür aber auch schwerer zu erlernen und hat seinen Schwerpunkt eher bei der 3D Konstruktion

Inkscape hingegen ist eher ein "freies, kostenloses CorelDraw" und deswegen eher nicht optimal für CAD Konstruktionen geeignet. Dafür halt einfach zu bedienen und mit Plugins zum direkten Erzeugen des G-Codes ausgestattet.

Alle genannten Programme außer Corel Draw sind für jedermann kostenlos nutzbar und, bis auf Carbide Create, sogar OpenSource.

Anfangen werde ich mit der Konstruktion des Umlaufblechs, das ja an das Roco Fahrwerk angepasst und mit diesem verbunden werden muss. Vermutlich muss auch am Fahrwerk im Bereich des Original Führerhauses etwas weggefräst werden, da die C50 in 1:45 eher schmaler ist als die Köf3 in 1:87. Das wird sich aber während des Baus zeigen.

Sobald es neues zu sehen gibt, werde ich weiter berichten.


Danke fürs Lesen, Claus

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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#2 von DR POWER , 04.09.2019 11:55

Hallo Claus

Ein tolles Projekt eines absolut kultigen Arbeitstieres hast du dir da ausgesucht.
Ich hatte schon sehr oft die Gelegenheit von einer C50 durch die Weiten Ungarns gezogen zu werden.
Hier bei dir bleibe ich auf jeden Fall dran.

Liebe Grüße, Andre


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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#3 von Claus60 , 24.09.2019 10:38

Der nette Kollege DR POWER hat mir diverse Fotos von "echten" C-50 zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind alle erst einige wenige Jahre alt. Man sieht also, die C-50 ist allgegenwärtig und sehr variantenreich. Es gibt welche mit außen oder innen liegender Federung, mit hoher oder tief herunter gezogener Schürze, mit oder ohne Regenrinnen, mit vorgebautem oder eingebautem Kühler und sogar mit abgeschrägten Vorbauten.

Wer mal schauen mag...

https://modellbahnblog.de/vorbildfotos-der-c-50/

Da kann ich mir die Details im Prinzip so raus suchen, wie ich mag bzw wie sie am einfachsten umzusetzen sind...

Wo ich auf jeden Fall vom Vorbild abweichen werde, sind die Lampen. Bei mir wird nur mit einem Spitzenlicht gefahren, dafür aber mit einem ziemlich großen (3mm LED, wie bei der GEC). Halt so wie bei den Amis üblich... Aber sowas lässt sich (beim Vorbild) ja leicht umbauen, wenn man eine "gebrauchte" C-50 irgendwo günstig abgestaubt hat...


Danke fürs Lesen, Claus

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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#4 von DR POWER , 25.09.2019 14:08

Hallo Claus

Auch das eine Spitzenlicht ist durchaus vorbildgerecht.
Die bei der Kindereisenbahn in Pecs (760 mm Spurweite) eingesetzte C50 Maschine führt/führte nur jeweils ein Spitzenlicht an jedem Vorbau.


Liebe Grüße, Andre


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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#5 von UKR , 25.09.2019 22:41

Moin Claus,

interessantes neues Projekt und dank der Zeichnung im ersten Post auch zu überlegen, die in TTm zu bauen. Für meinen Bauzug als Option zum Tm.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Harzliche Grüsse

Ulrich


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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#6 von trashmaster , 25.09.2019 23:21

Super Projekt, da bleibe ich definitiv wieder mit dabei! Bin schon gespannt!


Grüße Georg


 
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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#7 von Claus60 , 26.09.2019 10:20

Hallo Ulrich.
Im Schmalspurbahn Forum gibt es einen Kollegen (TT-Toni), der die C-50 schon in 1:120 auf einem Busch H0f Fahrwerk aufgebaut hat. Vielleicht kannst du ja mit ihm Kontakt aufnehmen und ihr könnt Erfahrungen austauschen.
https://www.kostenloses-forum.com/board/...9718.html#79718

Da inzwischen das 15 Watt Laser- Modul für meine CNC-Fräse aus China eingetroffen ist, werde ich demnächst mal damit anfangen, etwas zu üben. Dabei könnten schon die ersten Teile für die C-50 "abfallen", wenn alles so klappt, wie ich mir das denke... Aktuell warte ich aber noch auf die Schutzbrillen, die wirklich wichtig sind. Ohne so eine Brille, werde ich einen Laser, speziell so einen Leistungsstarken wie meinen, mit Sicherheit nicht in Betrieb nehmen, nicht mal für einen kurzen Test. Ich brauche meine Augen nämlich noch... Außerdem werde ich zeitnah noch eine Umhausung dafür bauen, damit das Ganze noch mal sicherer wird.


Danke fürs Lesen, Claus

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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#8 von UKR , 01.10.2019 20:10

Hallo Claus,

danke für den Tip mit Toni, er hat sich sogar schon per PN bei mir gemeldet. Wobei ich schon das Vergnügen hatte, den begnadeten Bastler mit seinen Ideen die immer wieder für gut sind, persönlich kennen zu lernen.

Dann mal viel Erfolg mit der Fräse und dem Laser, ich bin gespannt wie es mit der C 50 weiter geht.

Harzliche Grüsse

Ulrich


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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#9 von Dampfbär , 15.11.2019 21:36

Ihr ganzen Selbermacher hier im Forum macht einen echt feddig

Da verliert man ja fast die Lust selber zu basteln, dagegen kann ich nix.

LG
Tommy


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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#10 von Claus60 , 11.12.2019 10:02

Hallo Tommy
Sorry, habe deine Antwort erst jetzt mit bekommen...

Ich bin auch keine große Leuchte bei sowas. Wenn ich das mit echten Künstlern vergleiche, die aus Messing und Stahl ware Meisterwerke erschaffen können, wird mir ganz anders. Ohne die "High-Tech" wie Lasercutter, CNC- Fräse oder 3D Drucker würde ich sicher gar nichts brauchbares auf die Beine stellen können.

Aber bei meinem Maßstab und meiner Spurweite (1:45 und 16,5 mm also 0e) hat man fast keine andere Möglichkeit als den Selbstbau. Außer uralten Märklin Minex oder Fleischmann Magic Train Fahrzeugen kann man eigentlich nur noch US- 0n30, sprich Bachmann, überhaupt fertig erwerben... Zumindest wenn man sich die Kleinserien Preise in Deutschland nicht leisten kann. Beispielsweise kostet die (wirklich wunderschöne) sä. IV K von Henke in 0e mal locker 2800€ (Fertigmodell, Digital mit Sound) und damit doppelt so viel wie mein Auto. Auch wenn mir die Henke IV K sehr, sehr gut gefällt ist es völlig ausgeschlossen, das ich sie mir je leisten können werde. Also ist selber bauen angesagt.

Das Projekt "C50" ist noch nicht wirklich weiter voran geschritten, zumindest gibt es noch nichts sichtbares Neues. Ich werde allerdings zwischendurch so als "Fingerübung" ein paar "Zuckerrohr- Aufbauten" für alte Roco H0 Güterwagen- Fahrwerke lasern. Das ist nicht so kompliziert (nur ein paar aus Pappe gelaserte rechtwinklige Teile) und gibt schnellen Erfolg und damit weiteren Mut und Motivation. Aber die C50 wird auf jeden Fall entstehen, allein schon, weil das vorhandene Köf3 Fahrwerk so gut dazu passt... War ja von vorne herein als Langzeit Projekt geplant.


Danke fürs Lesen, Claus

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RE: Mein neues Projekt, eine ungarische C50

#11 von Claus60 , 24.07.2021 12:44

Hallo.
Genau wie bei den Zuckerrohr- Loren hat es sich ja erübrigt, die C50 komplett selbst zu konstruieren, Man bekommt eine fertige STL davon auf Thingiverse, auch noch im passenden Maßstab 1:45. Das Rad ganz neu zu erfinden, ist dann doch nicht so meins. Also werde ich „meine“ C50 auf Basis dieser STL Dateien aufbauen. Die komplette „Eigen- Konstruktion“ wird dann auf das nächste Modell vertagt…

Da ich inzwischen viel in OpenSCAD gelernt habe, bekomme ich es nun problemlos hin, STL Dateien in OpenSCAD weiter zu verarbeiten… Das Original ist für ein Drehgestell eines Roco Taurus mit einem Faulhaber- Motor vorgesehen. Eine sicher sehr gut laufende aber leider auch extrem teure Variante. Zumindest wenn man keinen Roco Taurus zum Schlachten vorrätig hat… Ein gebrauchter Taurus ist aktuell kaum unter 180-200€ zu bekommen. Etwas arg viel, nur um ein Drehgestell mit Getriebe und Rädern davon zu verwenden… Also muss ich den Rahmen so umbauen, das man eine Roco Köf3 als „Antriebsspender“ nutzen kann. Wie oben schon gesehen, passen sowohl Achsstand als auch Raddurchmesser ziemlich gut zu einer C50 in 0e. Die Köf 3 bekommt man für 30-50€, sofern man keine hat. Ich habe halt eine Köf 3 hier auf Halde liegen. In sofern kostet der Antrieb mich gar nichts…

Da ich heute Lust hatte, etwas mit OpenSCAD herum zu spielen, habe ich mich mal an den Rahmen gemacht. Zuerst habe ich die Befestigungen für den eigentlich vorgesehenen Antrieb entfernt und den Ausschnitt im Rahmen auf das Maximum erweitert. So habe ich den Rahmen dann mal als Test ausgedruckt, um die notwendigen Anpassungen genau ausmessen zu können. Das schwere „Unterteil“ der Köf3 (aus Metall) kann man leider nicht verwenden. Es ist schlicht zu breit. Dadurch muss man wieder, wie bei der GEC alles, bis auf den Getriebeblock, die Achsen und den Motor „entsorgen“. Allerdings habe ich dieses Mal die untere Getriebeabdeckung, die bei der GEC fehlte. Deswegen werde ich versuchen, sie weiter zu verwenden.



Außerdem habe ich die Öffnung in den Puffern so erweitert, das man dort eine NEM 362 Kupplung einstecken kann. Die Höhe passt zum Glück.

In den Ausschnitt muss ich nun eine Halterung für die Antriebsteile hinein „konstruieren“. Das steht jetzt als nächstes an.

Das Gehäuse kann man wohl unverändert übernehmen. Lediglich die Lampen fehlen, die man einzeln drucken muss. Entsprechende Bohrungen dafür sind aber vorhanden.



Sobald es wieder etwas neues zu sehen gibt, werde ich weiter berichten.


Danke fürs Lesen, Claus

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DR POWER hat sich bedankt!
 
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Wo gibt es für Spur 1 Motor kpl. mit Schnecke und Zahnrad ?
Die C-Gleis-Drehscheibe als Eigenbau (mit 15 Bildern)

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