Ich bin am überlegen, meine vielen analogen H0-Loks von Märklin nach und nach zu digitalisieren. Momenten betreibe ich eine analoge Anlage die noch im Bau ist. Aus Kostengründen will ich sie nicht alle mit HLA und Permanentmagneten versehen, da die Umrüstung dann den Wert der Lok übersteigt. Da ich um die 20 digitale Loks besitze (einige mit mfx-Decoder und Sound) sowie 80 analoge Loks (einige davon mit Delta Decodern), wollte ich fragen welcher Allstrom Decoder zu empfehlen ist ? Was waren eure Erfahrungen ? Wie waren die Fahreigenschaften ? Ich habe folgende Dekoder entdeckt : Tams LD-W-32.2, Märklin 60906 oder Uhlenbrock 76200 ?
Neben der Frage der zu benutzenden Decoder .... welche digitale Steuereinheit benutzt ihr ? Sie muss MFX, MM2, MM1 und DCC verstehen und auch fürs Programmieren der Decoder geeignet sein (DCC für nicht Märklindecoder ?)
Danke im Voraus
Jeannot
"Märklinist seit meinem 5. Lebensjahr ... ein Virus den man nie los wird 8)"
zu Deiner Frage nach Dekodern: Tams LD-W32 ist ohne Regelung, schnell eingebaut und programmiert. 60906 von Märklin ist ohne Regelung und via mfx schnell programmiert. Der Einbau kann u. U. Kompliziert sein. Uhlenbrock 76200 ist mit Regelung, erfordert viel Geschick beim Einbau. Zu guten Ergebnissen in der Fahrkultur ist eine umfangreiche Programmierung obligat. Im Betrieb ist der Dekoder sehr empfindlich gegen Fehlbedienungen und Kurzschlüssen.
Es fehlt noch der LRA von Tams. In Kombination mit einem fast beliebigen DC-Dekoder frei wählbar für Reihenschlussmotore. Für gute Fahreigenschaften ist allerdings eine ausführliche Programmierung erforderlich. Eine Schaltungserweiterung (ich nenne sie gern LRA+) steigert abermals den Fahrkomfort.
Ich verwende seit Jahren sowohl die Tams LD-3 als auch die Uhlenbrock 76200 bei den Lokomotiven, die ich nicht auf HLA umgebaut habe. Meist handelt es sich um "Streckenloks", bei denen die Langsamfahreigenschaften für mich keine große Rolle spielen. Mit den Fahreigenschaften bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Die Tamse lassen sich recht schnell und einfach programmieren (es können ohnehin nur die nötigsten CVs eingestellt werden ); die Uhlenbrocks sind da schon wesentlich anspruchsvoller.
Zitat Es fehlt noch der LRA von Tams. In Kombination mit einem fast beliebigen DC-Dekoder frei wählbar für Reihenschlussmotore. Für gute Fahreigenschaften ist allerdings eine ausführliche Programmierung erforderlich. Eine Schaltungserweiterung (ich nenne sie gern LRA+) steigert abermals den Fahrkomfort.
Hallo Stephan-Alexander. Danke für diesen Tipp. Man kann also ein Märklin, Uhlenbrock, ESU oder TAMS-Decoder für Gleichstrommotoren für das Umrüsten eines alten Märklin Wechselstrommotors benutzen, indem mat diesen LRA von TAMS dazwischen lötet ?
Wann würde dies Sinn machen ? Bei Rangierlokomotiven ?
Wer hat Erfahrung mit dem TAMS LRA gesammelt ?
Jetzt schon mal Danke an euch und an Pauline
Jeannot
"Märklinist seit meinem 5. Lebensjahr ... ein Virus den man nie los wird 8)"
Zitat Es fehlt noch der LRA von Tams. In Kombination mit einem fast beliebigen DC-Dekoder frei wählbar für Reihenschlussmotore. Für gute Fahreigenschaften ist allerdings eine ausführliche Programmierung erforderlich. Eine Schaltungserweiterung (ich nenne sie gern LRA+) steigert abermals den Fahrkomfort.
Hallo Stephan-Alexander. Danke für diesen Tipp. Man kann also ein Märklin, Uhlenbrock, ESU oder TAMS-Decoder für Gleichstrommotoren für das Umrüsten eines alten Märklin Wechselstrommotors benutzen, indem mat diesen LRA von TAMS dazwischen lötet ? Wann würde dies Sinn machen ? Bei Rangierlokomotiven ? Wer hat Erfahrung mit dem TAMS LRA gesammelt ? Jetzt schon mal Danke an euch und an Pauline
Hallo Jeannot, du solltest auch berücksichtigen, in welchem Anlagenumfeld du die Loks betreiben willst. Wenn du eine analoge Anlage hast, die du nur am Gleis für den Fahrbetrieb digital steuern willst und die Signale weiterhin mit Abschaltung des Fahrstromes betreibst, dann solltest du vielleicht am "Allstrommotor" die Feldspule belassen, den die entsprechenden Märklin-Lokomotiven haben dann einen deutlichen Auslauf und bremsen nicht schlagartig. Damit ist entweder ein Decoder für Allstrom-Motoren oder ein Decoder für Gleichstrommotoren zusammen mit dem LRA eine sehr gute Wahl. Gleichstrommotoren mit Feldmagnet sind genauso wie Modelle mit Schneckengetriebe für einen nennenswerten stromlosen Auslauf auf Schwungmassen angewiesen. Glockenankermotoren habe ich jetzt mal außen vorgelassen. Ich habe schon über 10 Märklin-Modelle mit dem Tams LD-W-30 / LD-W30/2 umgerüstet. Nachdem in den meisten Modellen kein Platz für den LRA war, habe ich noch keine Erfahrung mit der Umrüstung mittels Decoder für Gleichstrommotore zusammen mit dem LRA. Bei meinen Modellen zeigt sich ein etwas besseres Fahrverhalten, wenn die Modelle "warmgefahren" sind. Da macht sich die fehlende Lastregelung bemerkbar.
Wegen der Steuereinheit: Ich benutze eine Märklin Mobile Station 2 (noch mit Softwarestand 2.7) mit Gleisbox. Die kann alle Märklin-Protokolle und DCC. CV werden mit dem dezimalen Summencode programmiert. Für die Einrichtung von MM1-Loks solltest du aber den ersten Platz der Auswahlleiste nutzen. Für den gleichzeitigen Betrieb einer größeren Zahl von Loks ist natürlich eine größere multiprotokollfähige Zentrale mit ev. zusätzlichen Boostern vorzuziehen. DCC kann auch die Märklin CS3 oder die frühere CS2.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
Zitat: Man kann also ein Märklin, Uhlenbrock, ESU oder TAMS-Decoder für Gleichstrommotoren für das Umrüsten eines alten Märklin Wechselstrommotors benutzen, indem mat diesen LRA von TAMS dazwischen lötet ? Zitat Ende
Decoder für Gleichstrommotoren ( z.B. die Tams LD-G ...) sind nach meinem aktuellen Wissensstand für einen Allstrommotor nicht benutzbar, und der LRA ist dafür da, die fehlende Lastregelung bei einem für Allstrommotoren geeigneten Decoder (z.B. LD-W...) bereitzustellen. Habe ich bisher irgendetwas nicht mitbekommen? (habe bisher allerdings auch keinen LRA verwenden müssen.)
Gruß, Hajo König
Hans Joachim König, der seine Bahn im Frühjahr aufbaut und im Herbst wieder in die Kisten packt.
Hallo Hajo, FALSCH . Der LRA oder der LRA+ ist eine Schaltung die zwischen DC-Motor-Decoder und Mä Allstrommotor geschaltet wird. SAH hier im Forum ist glaube ich sogar der geistige Vater. Volker
@Joachim: der LRA ist nicht für Gleichstrommotore, (=fremderregte Motore mit Permanentmagnetständer) sondern für Reihenschlussmotore. Ohne Warmfahren sollte man nicht anfangen wollen, die erforderliche Programmierung durchzuführen. Anleitung dazu im Querverweis meines vorherigen Beitrags. Ohne Programmierung sind die Fahreigenschaften ( übrigens mit Regelung) nicht schön.
@Hajo König: wie Volker schreibt: LRA oder LRA+ zum Anpassen von DC-Motordekodern aus Reihenschlussmotore oder umgekehrt.
Ist es zwingend Notwendig, bei analogen Loks den 3-Anker Antrieb durch einen 5-Anker HLM Antrieb umzubauen?
Hallo Jeannot,
nein ist nicht zwingend notwendig, siehe Beitrag 6. Bei dem Esu Umbausatz bleibt der 3 polige Anker und das Motorschildes erhalten. Die Fahreigenschaften sind deutlich besser wie bei der Variante mit dem Allstrommotor. Einige Loks habe ivh so umgebaut und bin auch zufrieden damit. Allerdings finde ich dass eine Lok mit HLA sich noch etwas feinfühliger regeln lässt.
Zitat Ist es zwingend Notwendig, bei analogen Loks den 3-Anker Antrieb durch einen 5-Anker HLM Antrieb umzubauen?
Hallo Jeannot, meine Antwort: Nein, zwingend ist dies nicht notwendig, da Du z.B. mit den o.g. ESU-Sets gute Fahreigenschaften für Streckenloks erzielen kannst.
80 Loks sind schon eine Hausnummer. Ich würde folgendes machen:
- ein ESU Set kaufen - ein 60760 Set von Märklin kaufen, dann hast Du einen Fünfpoler-Motor und einen preiswerten Decoder - die 3 o.g. Decoder für Feldspulenmotoren kaufen
klar, sind ca. 150 €, bei 80 Loks kommst Du aber noch auf andere Beträge. Und dann testen, testen, testen... Den Lopi aus dem Set kannst Du dann auch mal mit einem Fünfpoler testen... Abschließend - entscheiden...
@Joachim: der LRA ist nicht für Gleichstrommotore, (=fremderregte Motore mit Permanentmagnetständer) sondern für Reihenschlussmotore. Ohne Warmfahren sollte man nicht anfangen wollen, die erforderliche Programmierung durchzuführen. Anleitung dazu im Querverweis meines vorherigen Beitrags. Ohne Programmierung sind die Fahreigenschaften ( übrigens mit Regelung) nicht schön....
Hallo Stephan-Alexander, ich habe in meinem Text den LRA nur in Verbindung mit dem Allstrommotor wegen des Auslaufverhaltens genannt. Den Gleichstrommotor mit den entsprechenden Bremseigenschaften nenne ich erst im Satz danach. Auch im folgenden Absatz geht es um den Umbau unter Belassen der Feldspule - siehe LD-W 30, den man ja zum Erreichen einer Lastregelung am Allstrommotor/Reihenschlussmotor durch einen Decoder für Gleichstrommotoren zusammen mit dem LRA ersetzen kann (deiner Entwicklung sei Dank).
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
Ich würde einen Mld/3 oder Lokpilot o.ä. einbauen in einer Lok mit Feldspule. Das geht problemlos wenn die beiden Feldspulen über 2 antiparallellen Dioden an einen Motorausgang angeschlossen werden, der andere Motorausgang wie gehabt an der Bürste. Lastreglung im Decoder dann abschalten. Jetzt hat man eine Basis für später. Eine spätere umrüstung auf HAMO magnet oder 5 Poler erfordern dann keinen neuen Decoder mehr.
ja das passiert leicht: Wenige machen sich in die Entwicklung und viele verbreiten Erfahrungen, die sie nicht haben. Die Entwickler werden dann geschimpft.
Niemand hat geschimpft, ich hatte bislang noch keine LRA im Einsatz, da ich meistens direkt auf HLA umbaue oder, wenn ich ein bisschen sparen möchte, selbst die Spule raussäble und Neodymmagnete einbaue.
Das ist dann der für mich preiswerteste Digitalumbau und hat auch passable Fahreigenschaften. Hab für einen Freund so seine Lok aus Kindestagen umgebaut - zusammen mit zwei Kugellagern läuft die KLVM besser denn je und steht meiner KLVM mit HLA in nichts nach.
LG Bernhard
Loks aller Hersteller, vorwiegend selbst digitalisiert ESU Lokprogrammer JMRI mit SPROG IIv4 CS3 + MS2
Grundsätzliches: Du baust gerade eine Analoge Modellbahn auf. Diese soll dann sicherlich den Betrieb von mehreren Loks (du hast ja immerhin fat 100 davon). gleichzeitig zulassen. ? ? Überschlage doch einfach mal was dafür notwendig ist und was dich das Kosten wird? Vermutlich mehrere Fahrgeräte und jede Menge Schälterchen und Hilfsrelais etc. etc. Ich habe das mal gemacht nur für ein analoges Gleisstellpult. Ich habe die Idee sofort begraben und mir eine teure Digitalzentrale gekauft (.....OK war eine gebrauchte ) und alle meine Weichen digitalisiert.
Nur mal so: für 80 Loks einen Digiataldecoder für ca 30.-Euro plus eine Zentrale die von mfx bis DCC alles kann, da kommen gut und gerne mal 3000.- Euro zusammen. (Ich hoffe ich hab dir jetzt nicht den Tag verdorben.)
Mein Ansatz wäre hier: wie gross ist die Anlage? wie viele Loks stehen auf der Anlage (ich schätze jetzt einfach mal 20) und wie viel Loks fahren gleichzeitig. (hier schätze jetzt einfach mal 4)
--> Ich würde mir da eine ECoS oder eine Märklin Zentrale zulegen (durchaus auch gebraucht) die, neben zwei Reglern, auch ein grafischen Gleisstellbild haben. Dann würde ich mir von den analogen Loks meine 10 oder 20 Lieblingsloks rauspicken und diese anständig digitalisieren. Also mit HLA nachrüsten. Mit Zentrale (occ. 400Euro) und 20 mal ca 40.-Euro macht das dann ca 1200.- )
Bei den restlichen 60 Stk analogen Loks würde ich die Zeit arbeiten lassen, wenn ein Verkauf bei eBay oder so ausgeschlossen ist.
Zur Umrüstung mit Wechselstrommotor kann ich nicht viel sagen. Das war für mich wegen den Fahreigenschaften nie ein Thema. Beachte aber beim LRA Modul die relativ grossen Abmessungen! Das wird in den wenigsten Loks platz finden.