RE: Umlackierung eines Märklin Kesselwagen 4750 in eine fiktive Retrolackierung

#1 von LH 1001 , 15.11.2019 16:58

Hallo zusammen,
ein Börsenkauf von einem Märklin 4750 DEA Tankwagen brachte mich auf die Idee einer Umlackierung. Es sollte ein "echter" Märklin Retro Werbewagen mit dem alten Märklin Schriftzug werden. Diesen hatte ich noch in der berühmten Bastelkiste als Schiebebild und habe ihn dafür eingesetzt. Der Märklin 4750 ist ein 2 achsiger Kesselwagen der ursprünglich in Aral Lackierung als 4646 in den 70 er Jahren angeboten wurde. Da er einer späten Bauserie der 90er entspring, hat er bereits NEM Kupplungsschächte ohne KK-Kinematik und Märklin Kurzkupplungsköpfe. Der Wagen war vom Lack her leicht ramponiert und ohne OVP.
Zu allererst wurde der Wagen zerlegt und alle Teile mit Spüliwasser gereinigt und anschließend mit dem Fön getrocknet.
Das Umlackieren war für mich Neuland. Ich bin davon ausgegangen, dass der wirklich dünne Tampondruck einfach überlackiert werden kann. Dies war leider nicht von Erfolg gekrönt. Somit mußte der silberne Lackauftrag wieder runter. Dies erledigte ich mit 200 er Schleifpapier. Auch die gesamte Beschriftung wurde bei der Gelegenheit mit abgeschmirgelt. Den Tampondruckentferner von Lux habe ich zwar zu Hause, benutzt hatte ich ihn wegen des Kunststoffkessels nicht. Heute würde ich dies zuerst an der Unterseite versuchen.
Nach einer ordentlichen Grundierung mit Elita Haftgrund für Kunststoff -und Holzuntergründe ging es dann an die erneute silberne Kessellackierung, die insgesamt 4 x wiederholt wurde. Danach war der Kessel gleichmäßig und deckend. im Anschluß wurde mit glänzendem Klarlack von Elita die Grundfläche der Schiebebilder geschaffen.



Das anschließende Aufbringen der Schiebebilder gelingt mit der Fixierung von Mr. Mark einfach, sauber und schnell.





Bild "dscn31974nj8n.jpg" anzeigen.

An der Aufstiegsseite habe ich noch einen Elektropfeil als Warnhinweis angebracht. Davon habe ich leider kein Bild. Anschließend wurden die Schiebebilder mit einer erneuten Klarlackschicht glänzend ( nicht Hochglanz ) versiegelt und sind damit grifffest.

Hier liegen nun alle Teile zum Zusammenbau bereit:



Der Zusammenbau gelingt schell und ist einfach.





Da ich auch noch eine Retroschachtel dazu haben wollte habe ich aus einer OVP des Märklin 4645 ( Eva/Total) eine Retroschachtel angefertigt. Die Original OVP wurde eingescannt und per Bildbearbeitungsprogramm der Wagen auf den Märklin-Retrowagen umgestrickt. Anschließend wurde die Teile auf 120g Papier mit dem Farblaserdrucker ausgedruckt.
Die Faltschachtel war anhand der Maße der OVP schnell auf weißem Karton konstruiert und ausgeschnitten. Anschließend wurde sie mit den Ausdrucken des Laserdruckers beklebt. Der Wagen hat bei mir die fiktive Nummer 46451



Das Material heißt Bristolkarton und ist im gut sortierten Bastelgeschäften erhältlich.








Abschließend noch ein paar fertige Fotos des Wagens mit seiner Schachachtel:







Fazit: Eine tolle Lackierübung mit wirklich schönem Ergebnis.


LG Markus
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RE: Umlackierung eines Märklin Kesselwagen 4750 in eine fiktive Retrolackierung

#2 von UKR , 15.11.2019 19:41

Moin Markus,

dank der Schachtel ein durchaus glaubwürdiges Modell Klasse umgesetzt.

Harzliche Grüsse

Ulrich


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RE: Umlackierung eines Märklin Kesselwagen 4750 in eine fiktive Retrolackierung

#3 von andré chapelon , 21.11.2019 23:56

Hallo, Markus,
ent-spannend, was Du da treibst und optisch ansprechend obendrein,
Grüße aus der Kartonwüste,

Achim


 
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RE: Umlackierung eines Märklin Kesselwagen 4750 in eine fiktive Retrolackierung

#4 von Michael Knop , 22.11.2019 10:37

Hi Markus,

klasse - besonders die Schachtel finde ich gut, weil so was oft vergessen wird.

Kannst Du noch was über den Karton sagen (Stärke, gr/m²)? Das 120 gr/m² Papier hattest Du ja schon erwähnt.


Viele Grüße, Michael


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RE: Umlackierung eines Märklin Kesselwagen 4750 in eine fiktive Retrolackierung

#5 von LH 1001 , 22.11.2019 17:26

[quote="Michael Knop" post_id=2037457 time=1574415449 user_id=102]
Hi Markus,

klasse - besonders die Schachtel finde ich gut, weil so was oft vergessen wird.

Kannst Du noch was über den Karton sagen (Stärke, gr/m²)? Das 120 gr/m² Papier hattest Du ja schon erwähnt.


Viele Grüße, Michael
[/quote]

Hallo Michael und Interessierte,

Der Karton, den ich für die Faltschachteln verwende, heißt Bristolkarton. Er ist weiß, sehr glatt und lässt sich mit dem Cutter und Stahllineal sehr gut schneiden.
Zu den g/mm2 kann ich leider nichts sagen. Beim nächsten Kauf frage ich gerne mal nach. Die Stärke beträgt ca. 0,75 mm und ist damit etwas dicker, als die von Märklin verwendete Graupappe.
Heute habe ich in einem anderen Copyshop Ausdrucke auf 100g/mm2 Papier machen lassen. Das Papier nennt sich satiniert und hat eine glatte Oberfläche. Das gefällt mir noch deutlich besser.


LG Markus
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