RE: Aller Anfang ist schwer..

#1 von DennisMoba , 05.01.2020 21:47

Hallo liebe Moba Freunde.

Ich bin neu und bevor ich loslege stelle ich mich mal kurz vor. Ich heiße Dennis, bin 36 Jahre alt, verheiratet und hab zwei Kinder. Schon immer wohnhaft im Pott , näher gesagt Bochum.

Nun zum Thema
Es war schon immer ein Traum von mir eine eigene Modelleisenbahnanlage zu haben. Nun hab ich endlich auch den Platz dazu.Ja ich weiß, Platz gibt es auch in der kleinsten Bude, kam für mich aber nicht in Frage

Nur wie fang ich an bzw. womit fang ich an.Ich weiß hier wird mir niemand eine Entscheidung abnehmen aber vllt bringen mich ja eure Erfahrungen weiter.

Gleisplanungssoftware?
Ich werde als Gleisplanungssoftware wahrscheinlich Wintrack nehmen. Bisher habe ich da noch Scarm und Railroad Professionell getestet. Habt ihr sonst noch Vorschläge?

Welche Spur?
Also Spur entweder H0 oder N. Da bin ich mir echt unsicher. Bin da echt hin und her gerissen. Gleichstrom/Wechselstrom wobei Wechselstrom sich ja bei Spur N glaube ich erledigt hat ?! Zweileiter/Dreileiter. Fragen über Fragen Vom Platz her habe ich einen Raum zur Verfügung mit den Maßen 3m x 5,70m .

Analog oder Digital?
Ganz klar Digital. Ich möchte meine Züge hinterher am PC mal steuern können . Sie sollten vollautomatisch fahren können oder natürlich auch von mir gesteuert werden.

Spielbahn oder Modelleisenbahn?
Es sollte beides sein. Eine schöne Anlage die aber auch Abwechslung hat. Wie schon oben erwähnt fest installiert in einem Raum.

Budget
Die Frage erübrigt sich meiner Meinung. Da es ein Langzeithobby ist kommt sowieso alles nach und nach.

Da ich handwerklich, ich würde sagen gut „geschult“ bin mach ich mir beim Bau & Tüfteln eher weniger Gedanken. Was mir halt eher noch Kopfschmerzen bereitet ist die ganze Elektrik Ich lese und schaue mir seit ca. 1,5 Monaten Berichte, Videos ach einfach alles an aber das Elektrik Zeugs.. ohje

Habt ihr denn sonst noch was , worauf ich achten sollte?

Hoffe der Text war jetzt nicht zu lang. Hab’s eher noch abgespeckt

Bin gespannt auf eure Antworten


Gruß ausm Pott, Dennis

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RE: Aller Anfang ist schwer..

#2 von Profilneubaustrecke , 05.01.2020 22:19

Wenn du inkrementell kaufen willst, brauchst du glaube ich erstmal über Gleisplanungssoftware noch nicht so viel nachdenken. Wenn du mit big design upfront beginnst, wirst du anders herum schon sehr gezielt Gleise oder Sets zusammenkaufen wollen - was nützt ein toller Plan ohne Material? Vermutlich wandeln sich Pläne sowieso nach den ersten zwei drei mal spielen. Willst du tolle Streckenlängen, nimm N. H0 sieht super aus, hat alles/gibts alles, aber die Bogenradien und Zuglängen werden wohl viele tolle Spielideen limitieren - vor allem wenn du moderne Züge magst und es wenigstens ein klein wenig realistisch aussehen soll.

Als Fan von Kritzelpapier für alles was vielfach durch den Kopf muss würde ich die Software, egal welche, erst hernehmen wenn ich ein Anlagenthema habe und eine grundlegende Streckenidee - und die habe ich bestimmt nicht, bevor ich ein paar Runden gespielt habe und auch Dinge für mich als nicht gewünscht entschieden habe. Weiß nicht, ob du auch so bist.

Zweileiter/Dreileiter und Gleichstrom/Wechselstrom laufen bei digital und H0 hinaus auf "Was alle machen oder Märklin". Es gibt keinen aktuellen Dreileiteranbieter für Schienen/Grundsystem außer dem Märklinsystem. Willst du N, bist du bei Märklin auf Trix/Zweileiter verwiesen, bei allen anderen auch.

Mal ne andere Frage: Welche Form willst du bauen? Rechteckplatte mit Kreisen A-B-C-A (sehr kinderspieltauglich, sehr selbstfahrtauglich, aber allenfalls für eine S-Bahn realistisch) oder Wendezugbetrieb A-B-C-B-A? Oder statt Rechteckplatte mit vielen schwer erreichbaren Stellen eher ein "U" oder eine "E"-Form oder gar ein "S" wo man an alles gut drankommt? Willst du auf einer Ebene anfangen oder mit einer Schattenebene planen? Dort ließe sich evtl auch der spieltaugliche Kreis-Aspekt verstecken, den man ja im "Ernstbetrieb" einfach willentlich nicht befährt und im "Spiel-Betrieb" problemlos benutzen kann. Oder alles erstmal am Fussboden? Ist dir Landschaft wichtig?

Aber das ist schon wieder ein Haufen Gleis und Zeugs. Evtl lieber erstmal was fahrbares bauen und rausfinden, was gefällt. Das wäre dann mit überschaubar viel Gleismaterial mit robustem auf/abbausystem, vermutlich erstmal mit Fertig-Untergrund (C-Gleis Märklin oder Trix, Piko A, sowas in der Art)

Willst du Wendeschleifen, Gleisdreiecke oder ähnliche Figuren bauen und deine Elektrik-Sorgen vorerst lieber ausweichen als angreifen, wäre doch wieder Dreileiter/Märklin H0 eine gute Idee.


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RE: Aller Anfang ist schwer..

#3 von Modelltraumland , 05.01.2020 22:24

Hallo Dennis,

in erster Linie hängt die Baugröße H0/N vom verfügbaren Platz bzw. Deinen Vorstellungen ab, was Du auf der verfügbaren Fläche unterbringen möchtest. Dann schreibst Du, dass die Anlage auf jeden Fall digital und per PC steuerbar sein soll. Damit ist auf jeden Fall eine Digitalzentrale mit Schnittstelle zum Rechner und Anschlussmöglichkeit für Rückmelder erforderlich. Da die Anlage auch per Hand steuerbar sein soll, sind dann auch Fahrregler nötig. Ob diese bereits direkt in der Zentrale eingebaut oder extern anschliessbar sind, ist dabei nachrangig. Ob Mittellleiter oder 2-Schienen-2-Leitersystem ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Ich würde mich allein aus optischen Gründen immer für das 2-L System entscheiden und weil man da, zumindest was Gleissysteme angeht, nicht auf einen einzigen Hersteller festgelegt ist.


VLG Bernd

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RE: Aller Anfang ist schwer..

#4 von Meteor , 05.01.2020 22:30

Hallo Dennis,

schön, Dich hier dabei zu haben. Mit 36 Lenzen bist Du nach meiner Erfahrung im idealen Alter für den ernsthaften Einstieg ins Hobby. Du hast uns schon an Deinen Gedankengängen teilhaben lassen, ein paar Fragen sind für mich dennoch offen geblieben.

Zunächst mal zur Baugrößen- und Systemwahl. Über alle Epochen und Bahnverwaltungen hinweg hast Du definitiv bei H0-Gleichstrom die beste Auswahl. Daher stellt sich auch die Frage, welches Land und welche Zeit soll es denn werden? Wenn Du Dich da nicht festlegen magst, auch gut. Dann rutscht Dein Priojekt wieder etwas mehr Richtung Spielbahn - was nicht schlimm ist, manche Kollegen hängen das Prädikat Modellbahn sehr hoch. Ich sehe es weniger eng.

Was für ein Thema hast Du denn im Sinn? Bochum, da wäre was mit Kohle und Stahl naheliegend. Das braucht aber auch ganz schön Platz. Dein eigentliches Thema solltest Du dann als konkreten Ausschnitt daraus festlegen. Oder hast etwas völlig anderes im Auge? Falls Du noch gar keine Idee hast, dann schreib doch erst mal zusammen, was Dich nicht anspricht. Damit verhinderst Du eine Suche in der falschen Richtung.

Elektrik ist auch nicht so mein Ding. Das sollte ja bei Digital einfacher werden. Ich habe mich in den vergangenen Jahrzehnten in die analoge Verkabelung eingefuchst und bleibe jetzt dabei. Für die Gleisplanung verwende ich AnyRail und bin damit zufrieden. Die ersten Skizzen mache ich aber immer noch mit Papier und Bleistift. Die genaue Umsetzung anschließend am Computer.


Mit freundlichem Gruß

Stefan

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RE: Aller Anfang ist schwer..

#5 von moppe , 06.01.2020 06:05

Meiner Meinung:

Is gibt überhaupt kein Grund mit 3-Leiter (Märklin) Gleis zu beginnen.

Der Schleifer macht Krach.
Es ist nicht einfach gleisbesetzmeldung zu machen wenn du mehrere weichen haben nach einander.
Es gibt nur ein Hersteller von 3-Leiter Gleis: Märklin. Und der Auswahl von weichen sind nicht sehr groß.

In meiner Augen sind du bereit für ein Anlage auf PIKO oder Roco Gleis, mit Z21 digitalsystem.



Klaua


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RE: Aller Anfang ist schwer..

#6 von Andreas Poths , 06.01.2020 07:43

"....es gibt überhaupt keinen Grund..."

Mußte das jetzt sein? (Ansonsten hol ich die Kehrschleifenkeule raus )

Und "Krach" machen die Schleifer auch nicht.

Unser neuer MoBa-Freund kann sich ja bei einem Händler seines Vertrauens vor Ort schlau machen und sich über Vor- und Nachteile beraten lassen. Ebenso wie es sich mit der Verdrahtung und Kompatibilität mit unter den Herstellern verhält.


gruß pothsi
Man lebt nur einmal...aber dann mit MÄRKLIN!!!
Guggd ihr meine Anlage gerne auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=hzD2SyMk1KA

Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....


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RE: Aller Anfang ist schwer..

#7 von Atlanta , 06.01.2020 07:52

Moin Dennis,

das vermeintliche Dreileitersystem von Märklin ist in Wahrheit auch nur ein Zweileitersysten, bei dem der zweite Leiter im Mittelleiter verläuft und der andere auf den beidseitig miteinander verbundenen Fahrschienen. Man sollte lieber vom Mittelleitersystem sprechen.

Das einzige wirkliche Dreileitersystem gab es früher mal von Trix Express, wo alle drei Leiter elektrisch von einander getrennt waren aber mit Gleichstrom betrieben wurden, man konnte somit schon damals zwei Züge unabhängig zur selben Zeit ansteuern. Zu Zeiten der analogen Modellbahntechnik ein Fortschritt, durchgesetzt hat sich dieses System auf Dauer nicht.

Das damalige Trix International System hatte den Vorteil, mit anderen Gleichstrombahnen, anderer Hersteller weltweit kombiniert zu werden.

GFN --> ehemals Gebrüder Fleischmann Nürnberg heutzutage als Fleischmann bekannt bieten dir zwar auch ein robustes Gleissystem an, ist aber auf Grund seiner unflexibler Bettungsgleise eher für Spiel- und Teppichbahner interessant und kann eigentlich kaum noch den moderneren Ansprüchen genügen.

Roco hat sich mit seinen Geoline Bettungsgleisen einen "Bock" geschossen und ist für erste "Gehversuche" in der Welt der Modellbahnen gerade noch annehmbar aber wegen der zu engen Kurvenradien und der zu großen Abzweigwinkel bei Weichen sehr realitätsfern.

Das Rocoline Gleis ohne Bettung in Code 83 = 2,1 mm Profilhöhe zum selber einschottern hingegen ist ein modernes Gleissystem und bietet auch die Möglichkeit, dier Herzstücke elektrisch polarisieren zu können, was gerade für den Digitalbetrieb extrem vorteilhaft ist.

Peco aus Großbritannien bietet beim Streamline Gleis in Code 75 = 1,9 mm Profilhöhe verfügt auch über polarisierbare Herzstücke (Electrofrog), jedoch hierbei muß der Modellbahner einige Verdrahtungsarbeiten noch selber ausführen. Peco Streamline Gleise in Code 75 verfügen im wesentlichen über ein diverse Weichen und Sonderbauformen von Weichen und Kreuzungen und über Flexgleise, mit denen so ziemlich alle modellbahnerischen Träume erfüllt werden können.

Piko hat mit seinem A-Gleis zwar ein Bettungsloses Gleis aber nur isolierte Herzstücke bei Weichen und Kreuzungen und die Profilhöhe in Code 100 mit 2,5 mm Profilhöhe ist auch wieder eher ein Rückschritt auf Altbewährtes.

Altbewährt heißt gerade im Digitalbetrieb nicht immer gut, denn nichtleitende also isolierte Herzstücke bei Weichen und Kreuzungen können unter Umständen von einigen Digitalzentralen als Kurzschluß gewertet werden, wenn dort Schienenfahrzeuge beim befahren des stromlosen Abschnittes, ins Stocken geraten und stehenbleiben, denn dnn schalten einige Digitalzentralen wegen eines vermeintlichen Kurzschlußes ab.
(Das tritt meistens bei niedrigen Geschwindigkeiten auf, wenn Schienenfahrzeuge stromlose Herzstücke befahren und plötzlich anhalten.)

Für den Digitalbetrieb empfielt es sich grundsätzlich nur Gleise zu verwenden, die über elektrisch leitende Herzstücke verfügen, ganz unabhängig von der bevorzugten Spurweite oder Baugröße.

Bei der Baugröße N bietet derzeit nur noch Peco elektrisch leitende Herzstücke an.

Elektrisch leitende Herzstücke müssen aber je nach Fahrt- oder Stellrichtung entsprechend umgepolt werden bevor Schienenfahrzeuge andere Fahrschienen durchkreuzen, dazu gibt es aber mehrere Lösungsmöglichkeiten.

Bei Digitalzentralen achte bitte darauf, daß du auch viele Funktionstasten auslösen kannst (F0 bis F2 sind theoretisch möglich.
Je nach Lokdekoder können diese auch mit Sonderfunktionen belegt werden.
Nicht alle Digitalzentralen unterstützen auch Mehrfachtraktionen oder Steuersignale aus Gleisbelegtmeldern, wenn zusättlich zum Fahrbetrieb auch die Elektrik zum Schalten von Weichen und Signalen mit Zugbeeinflußung über die Digitalzentrale abegewickelt werden soll.
Hierbei gibt es sehr große Unterschiede.

Möchtest du Weichen und Signale über die Digitalzentrale schalten dann benötigst du für jede Weiche und für jedes Signal einen entsprechenden Dekoder, der auch von der Digitalzentrale erkannt werden muß.

Einige Modellbahnkollegen, dazu gehöre auch ich, verwenden die Digitalzentrale nur zum Fahren und beschalten Weichen und Signale mit analogen Lösungen.

Sollen Signalstellungen auch einen Einfluß auf das Anfahr- und Bremsverhalten der Züge haben, werden für jedes Signal auch Signaldekoder benötigt.

Ein Blick über den Atlantik kann auch hilfreich sein.


LG Ingo

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RE: Aller Anfang ist schwer..

#8 von Railstefan , 06.01.2020 11:50

Hallo Dennis,

gibt es in deiner Nähe einen MoBa-Verein oder -Stammtisch - da finden sich meist viele Informationen und auch Argumente für oder gegen die eine oder andere Idee.
Wenn es dir nicht zu weit nach Solingen ist, kannst du gerne mal bei uns vorbei schauen und mit den Kollegen plaudern. Weitere Daten siehe in der Signatur

Gruß
Railstefan


Unser Modellbahnverein: http://www.MEC-Erkrath.de
Die Erkenroder Straßenbahn - meine Straßenbahn-Anlage mit DC-Car-System hier im Forum: RE: Re: Die Erkenroder Straßenbahn - Alterungen und Beleuchtungen Häuser Teil 6

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RE: Aller Anfang ist schwer..

#9 von moppe , 06.01.2020 12:06

Zitat

das vermeintliche Dreileitersystem von Märklin ist in Wahrheit auch nur ein Zweileitersysten, bei dem der zweite Leiter im Mittelleiter verläuft und der andere auf den beidseitig miteinander verbundenen Fahrschienen.



Bis du Rückmeldung einbauen.......


Klaus


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RE: Aller Anfang ist schwer..

#10 von Profilneubaustrecke , 06.01.2020 12:24

Zitat

Meiner Meinung:

Is gibt überhaupt kein Grund mit 3-Leiter (Märklin) Gleis zu beginnen.

Der Schleifer macht Krach.
Es ist nicht einfach gleisbesetzmeldung zu machen wenn du mehrere weichen haben nach einander.
Es gibt nur ein Hersteller von 3-Leiter Gleis: Märklin. Und der Auswahl von weichen sind nicht sehr groß.

In meiner Augen sind du bereit für ein Anlage auf PIKO oder Roco Gleis, mit Z21 digitalsystem.



Klaua


Nachdem ich derzeit sowohl mit DC als auch AC experimentiere, hab ich mir heute mal eine größere Märklinanlage (C-Gleis) bei einem kleinen Verein angeschaut. Ich fand die rein zuschauermäßigen Unterschiede in H0 nicht so dramatisch wie du hier sagst. Persönlich tendiere ich derzeit zwar wie du zu Zweileiter, aber da spielen auch andere Dinge eine Rolle, die den Frager gar nicht betreffen. Beide Systeme sind vollkommen gerechtfertigt.


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RE: Aller Anfang ist schwer..

#11 von Y-Weiche , 06.01.2020 12:54

Hallo Dennis,

ich möchte mich in meinem Beitrag ganz auf das Thema Baugröße konzentrieren. Meine persönlich Meinung: Ob Du mit N oder H0 glücklich wirst, ist eben NICHT nur eine Frage, was Du auf Deinem vorhandenen Platz alles unterbringen willst, sondern mindestens genauso sehr ein Frage der Haptik: Die größeren, schwereren H0-Fahrzeuge haben einfach eine ganz andere Wucht, wenn sie auf den Schienen daherkommen, das lässt sich durch keine Elektroniksteuerung o.ä. kompensieren. Dagegen hat Spur N einen gewissen Niedlichkeitsfaktor, den manche (ich zähle mich dazu) wiederum sehr lieben. Es geht dabei nicht in erster Linie um den Detaillierungsgrad (der ist in N inzwischen erstaunlich hoch), sondern darum, was man in der Hand hat...

Auf Youtube gibt es grade ein schönes Beispiel von jemandem, der seine halb aufgebaute H0-Bahn gegen Spur 0 getauscht hat (Lejonthal). Er muss nun beim Gleisplan gewaltig den Gürtel enger schnallen, ist aber total happy mit den wuchtigen Spur 0-Fahrzeugen.

Gleiches gilt m.E. für Spur N oder H0. Wie Du das für Dich entscheiden kannst? Nicht durch gutgemeinte Tipps von uns, sondern nur durch in die Hand nehmen und fahren lassen. Nicht im Film, sondern in natura auf möglichst vielen Anlagen.

Was das Stromsystem betrifft, da kannst Du dagegen wählen, was Dir von der "Papierform" her besser zusagt.

Viel Spaß beim Auswählen!
Andreas


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RE: Aller Anfang ist schwer..

#12 von DennisMoba , 06.01.2020 19:54

Wow... erstmal vielen Dank für eure ganzen Antworten. Ich versuch mal nach und nach alles zusammenzufassen.

Zitat
Mal ne andere Frage: Welche Form willst du bauen? Rechteckplatte mit Kreisen A-B-C-A (sehr kinderspieltauglich, sehr selbstfahrtauglich, aber allenfalls für eine S-Bahn realistisch) oder Wendezugbetrieb A-B-C-B-A? Oder statt Rechteckplatte mit vielen schwer erreichbaren Stellen eher ein "U" oder eine "E"-Form oder gar ein "S" wo man an alles gut drankommt? Willst du auf einer Ebene anfangen oder mit einer Schattenebene planen? Dort ließe sich evtl auch der spieltaugliche Kreis-Aspekt verstecken, den man ja im "Ernstbetrieb" einfach willentlich nicht befährt und im "Spiel-Betrieb" problemlos benutzen kann. Oder alles erstmal am Fussboden? Ist dir Landschaft wichtig?

Aber das ist schon wieder ein Haufen Gleis und Zeugs. Evtl lieber erstmal was fahrbares bauen und rausfinden, was gefällt. Das wäre dann mit überschaubar viel Gleismaterial mit robustem auf/abbausystem, vermutlich erstmal mit Fertig-Untergrund (C-Gleis Märklin oder Trix, Piko A, sowas in der Art).



Es wird denke ich ein U werden. Die Platte werde ich, stand jetzt auf Rollen bauen. somit habe ich ein paar mehr Freiheiten. Außer jmd sagt jetzt hier um Gottes Willen das solltest du nicht tun. Auf jedenfall 2 Ebenen. Schattenbahnhöf(e) definitiv. Im sichbaren Bereich definitiv Gleise zum selber schottern.

Zitat

Zunächst mal zur Baugrößen- und Systemwahl. Über alle Epochen und Bahnverwaltungen hinweg hast Du definitiv bei H0-Gleichstrom die beste Auswahl. Daher stellt sich auch die Frage, welches Land und welche Zeit soll es denn werden? Wenn Du Dich da nicht festlegen magst, auch gut. Dann rutscht Dein Priojekt wieder etwas mehr Richtung Spielbahn - was nicht schlimm ist, manche Kollegen hängen das Prädikat Modellbahn sehr hoch. Ich sehe es weniger eng.



Bei mir soll es Epoche 4 & 5 werden. Dazu möchte ich halt Museumszüge fahren lassen. Bei mir um die Ecke ist ja auch das Eisenbahnmuseum. ich denke schon das ich auch ein wenig die Industrie mit reinbringen möchte. Ich komm aus Pott und bin mit Kohle und Stahl "groß" geworden.

Zitat

Is gibt überhaupt kein Grund mit 3-Leiter (Märklin) Gleis zu beginnen.

Der Schleifer macht Krach.
Es ist nicht einfach gleisbesetzmeldung zu machen wenn du mehrere weichen haben nach einander.
Es gibt nur ein Hersteller von 3-Leiter Gleis: Märklin. Und der Auswahl von weichen sind nicht sehr groß.



Diese Debatten habe ich auch schon mitbekommen, ist ja quasi ähnlich wie IOS oder Android Wie gesagt bin da unabhängig.

Zitat
Moin Dennis,

das vermeintliche Dreileitersystem von Märklin ist in Wahrheit auch nur ein Zweileitersysten, bei dem der zweite Leiter im Mittelleiter verläuft und der andere auf den beidseitig miteinander verbundenen Fahrschienen. Man sollte lieber vom Mittelleitersystem sprechen.

Das einzige wirkliche Dreileitersystem gab es früher mal von Trix Express, wo alle drei Leiter elektrisch von einander getrennt waren aber mit Gleichstrom betrieben wurden, man konnte somit schon damals zwei Züge unabhängig zur selben Zeit ansteuern. Zu Zeiten der analogen Modellbahntechnik ein Fortschritt, durchgesetzt hat sich dieses System auf Dauer nicht.

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GFN --> ehemals Gebrüder Fleischmann Nürnberg heutzutage als Fleischmann bekannt bieten dir zwar auch ein robustes Gleissystem an, ist aber auf Grund seiner unflexibler Bettungsgleise eher für Spiel- und Teppichbahner interessant und kann eigentlich kaum noch den moderneren Ansprüchen genügen...........



    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Es ist zwar für mich noch nicht alles so klar aber ich verstehe schon wohin es geht.

    Zitat
    Hallo Dennis,

    gibt es in deiner Nähe einen MoBa-Verein oder -Stammtisch - da finden sich meist viele Informationen und auch Argumente für oder gegen die eine oder andere Idee.
    Wenn es dir nicht zu weit nach Solingen ist, kannst du gerne mal bei uns vorbei schauen und mit den Kollegen plaudern. Weitere Daten siehe in der Signatur



    Gibt es sicherlich. Wir haben auch zwei Modelleisenbahn Läden. Diese werde ich sicherlich mal aufsuchen. Danke für dein Angebot.

    Zitat
    Hallo Dennis,

    ich möchte mich in meinem Beitrag ganz auf das Thema Baugröße konzentrieren. Meine persönlich Meinung: Ob Du mit N oder H0 glücklich wirst, ist eben NICHT nur eine Frage, was Du auf Deinem vorhandenen Platz alles unterbringen willst, sondern mindestens genauso sehr ein Frage der Haptik: Die größeren, schwereren H0-Fahrzeuge haben einfach eine ganz andere Wucht, wenn sie auf den Schienen daherkommen, das lässt sich durch keine Elektroniksteuerung o.ä. kompensieren. Dagegen hat Spur N einen gewissen Niedlichkeitsfaktor, den manche (ich zähle mich dazu) wiederum sehr lieben. Es geht dabei nicht in erster Linie um den Detaillierungsgrad (der ist in N inzwischen erstaunlich hoch), sondern darum, was man in der Hand hat.....



    Da haste wohl recht und das werde ich auch machen. Wollte mir ja auch nur ein paar Anregungen bzw. Pro & Contras holen.

    Also ich fasse nochmal zusammen was mir wichtig ist bzw was meine Anlage haben soll/muss:

      Gleis ohne Bettung

      Epoche 4 & 5 mit Museumszügen (Sicherlich auch mit langen Zügen mal)

      Digital


    Ich möchte halt nicht mit "ich schau mal" anfangen. Ich werde mir sicherlich erstmal ein Oval oder ähnliches basteln und ein bißchen rumprobieren aber das kann ja schonmal neben dem ganzen Planungstechnischen laufen. Das soll für mich ja auch ein langzeit Projekt werden. Ich weiß auch das dies nicht in 1-2 Jahren fertig sein wird. Muss es auch gar nicht es soll in meinen Augen einach perfekt werden.

    Aber nochmals vielen vielen Dank für eure bisherige Resonanz.


    Gruß ausm Pott, Dennis

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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #13 von Modelltraumland , 06.01.2020 23:09

    Hallo Dennis,

    Deine Ansage, es erst mal mit einem einfachen Testoval zu probieren, ist goldrichtig. Genau so sollte man beginnen. Dieses Testoval sollte allerdings auch schon Weichen und eventuell Signale beinhalten. Vor allem, wenn man plant, eine Anlage digital per Rechner zu steuern. Man kann sich da mit Digitalsystemen und der favorisierten software vertraut machen und wunderbar testen, was einem zusagt. So hat es auch bei uns angefangen.


    VLG Bernd

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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #14 von Modelltraumland , 06.01.2020 23:22

    Hallo Klaus (moppe),

    die Rückmeldung muß beim Mittelleitersystem ja nicht zwingend auf S88 basieren. Man kann durchaus auch GBMs verwenden, indem man den Mittelleiter auftrennt und die Abschnitte an entsprechende Rückmeldemodule anschließt. Ich tendiere, wie Du, auch eher zum 2-Schienen-2-Leitersystem, aber ich würde das nie zur "Religion" erheben.


    VLG Bernd

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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #15 von moppe , 06.01.2020 23:46

    Zitat

    die Rückmeldung muß beim Mittelleitersystem ja nicht zwingend auf S88 basieren.



    S88 ist nur der Bus wer übertragt die Daten. Es könnte auch CANBUS werden (Z21/Märklin), ECoSLink (ESU), Rückmeldebus (Z21/Roco/Lenz) usw.

    Zitat
    Man kann durchaus auch GBMs verwenden, indem man den Mittelleiter auftrennt und die Abschnitte an entsprechende Rückmeldemodule anschließt.


    Gleisbesetzmelder wie stromfühler, wie meistens 2-Leiter, aber denn sehen der Rückmelder nur Loks/Waggons, wer ein schleifer hab.



    Klaus


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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #16 von Instandsetzung , 07.01.2020 02:38

    Hallo zusammen,

    Zitat
    Hallo Dennis,

    gibt es in deiner Nähe einen MoBa-Verein oder -Stammtisch - da finden sich meist viele Informationen und auch Argumente für oder gegen die eine oder andere Idee.


    In Bochum gibt es nur einen Verein ohne Anlage. Das ist eher ein Treff.
    In Witten war ich schon Jahrzehnte nicht mehr. Ich glaube die haben nur eine Nebenbahn.
    In DO Bövinghausen ist die Anlage eher bergig und DO LÜ-DO hatte mal N und H0. Da weiß ich allerdings gar nichts, was aus denen geworden ist.
    Essen hat nur eine kleine 3-Leiter H0 Modulanlage und ein paar HOe Module.
    Mülheim ein Stück der Ruhrtalbahn, da aber Module auch nichts großes.

    In der Oktorail in der Gruga gibt es zumindest Freitags Nachmittags neutrale Beratung ( obwohl es eine AC Anlage ist ).
    Auf dem Märklin Insider Stammtisch im Bürgergarten in Mülheim trifft man aber auch ( auch wenn es sehr wenige sind ) DC-Bahner.
    Da kann man zumindest mal haptisch die Spurweite H0 erleben. Falls Interesse Deinerseits bitte PN.

    Zitat

    Wir haben auch zwei Modelleisenbahn Läden. Diese werde ich sicherlich mal aufsuchen.


    Zwei ?
    Habe gehört der Wagner macht seine MOBA Abteilung dicht.
    Bleibt nur noch sein Schwiegersohn Raschka. Dau und Grisail sind ja schon länger Geschichte.

    Zitat

    Also ich fasse nochmal zusammen was mir wichtig ist bzw was meine Anlage haben soll/muss:
      Gleis ohne Bettung

      Epoche 4 & 5 mit Museumszügen (Sicherlich auch mit langen Zügen mal)

      Digital



    Gleis ohne Bettung ist mit Märklin nicht so einfach. Das Flexgleis ist viel schwieriger zu Verarbeiten ( auch wegen dem Mittelleiter ) und beim Schottern muss man höllisch aufpassen, daß kein Schotterkorn an falsche Stellen gerät.

    Epoche 4 & 5 mit Museumszügen ist in allen Spurweiten und Systemen möglich. Fleischmann ( fährt mit entsprechenden Achsen auch auf Märklin ) hat auch mal Wagen des Bochumer Museumszuges raus gebracht.

    Das Digitalsystem ist der Spurweite und dem Gleissystem eigentlich egal. Historisch bedingt fährt aber ein Großteil der Märklinisten im Motorola / MFX Format und die 2-Leiterfahrer im DCC Format. Und bei der Spur N gibt es noch hier und da welche, die mit Selectrix fahren.

    MfG Oliver


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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #17 von Railstefan , 07.01.2020 09:29

    Hallo Oliver und Denis,

    ohne eine Grundsatz-Diskussion auslösen zu wollen: was ist denn am Märklin-K-Flexgleis so viel schwieriger zu verarbeiten als bei einem klassischen 2-Leiter-Flexgleis?
    Wir haben im Verein die Märklin-Version und auf unserer US-Anlage Peco-Code83-Gleise - also beide Varianten im Einsatz und nennenswerte Unterschiede sehe ich da nicht.
    Beim Schottern darf beim Märklin-Gleis in der Mitte nichts zu hoch werden, aber das kann man ja einfach passend streuen und verkleben und einzelne Körner bekommt man auch nachträglich problemlos weg. Im Zweifelsfall hilft etwas Wasser um den Weißleim wieder zu erweichen - das gilt aber für beide Systeme.

    Gruß
    Railstefan


    Unser Modellbahnverein: http://www.MEC-Erkrath.de
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    Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner


     
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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #18 von moppe , 07.01.2020 10:54

    Weisslim, wasser und mittelleiter der K-gleis = Rost und schlechte verbindungen.


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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #19 von robo71 , 07.01.2020 12:00

    Hallo Dennis,

    ich werfe mal noch eine weitere Spurweite ein: TT! Ich weiß, dass diese Nenngröße hier im Forum und v.a. im Westen der Republik eher untervertreten ist. Ich selber fahre auch H0, und wenn ich nicht über die Jahrzehnte so viel Material übernommen und angesammelt hätte, würde ich umsteigen! Deine zur Verfügung stehende Raumgröße dekct sich mit meiner, und ich plane seit einiger Zeit hin und her und bin nie zufrieden. Es fällt einfach wahnsinnig schwer, Abstriche zu machen hinsichtlich Zuglängen, Radien, Bahnanlagen etc. Gerade finde ich mich mal wieder mit einem Kompromiss ab, der mich aber wohl zufrieden stellt - die Planung muss noch ein wenig sacken. Bei H0 gilt:

    REDUCE to the MAX!

    Spur N fährt mein Schwager. Klar, der bekommt auf gleicher Fläche noch ganz andere Dinge unter. Abgesehen davon packt er in eine Kiste, wofür ich 8-10 brauche!!
    Aber: Er klagt auch, dass es ganz schön fummelig wird im Alter - ohne Lupe geht da teiweise nix mehr

    Warum also TT?
    1. Auf gleicher Fläche wie H0 bekommst du deutlich großzügigere Streckenführungen, Bahnanlagen und realistischere Zuglängen unter.
    2. Die Detailtreue ist immer noch sehr gut, es ist nicht so fummelig wie N oder gar Z!
    3. Du bekommst das schönere Gleichstromgleis.Da muss ich den Kollegen recht geben. Eine Gleichstromlok fährt einfah ruhiger auf dem Gleis als eine Mittelleiter Wechselstromlok. So ganz überhören kann man den Schleifer dann doch nicht.
    4. --> du fährst Gleichstrom, was auch kein Hexenwerk ist, was die vielen tollen Anlagen hier zeigen. Auch hier sind Kehrschleifen möglich.

    Nachteil: Es gibt natürlich nicht die Fülle an Angebot wie bei H0, aber das Angebot wächst und viele va.a ältere H0 Bausätze der großen Drei (Faller, Kibri, Vollmer) passen gut auch auf TT Anlagen. Vielens kann man aber auch in diesem Maßstab noch ziemlich gut selber herstellen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich jetzt nicht zusätzlich verwirrt habe, aber ich bin mir sicher, du wirst eine gute Entscheidung treffen. Die beste war schon mal, dich hier anzumelden. Ich bin hier zwar eher der stille Mitlesser, habe aber auch dadurch schon enorm viel gelernt, hoffe aber zukünftig vermehrt etwas zurückgeben zu können.

    In diesem Sinne! Du musst dich jetzt entscheiden: Eins, zwei oder drei

    Roman


    Egal wie gut du fährst - Züge fahren Güter!


     
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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #20 von aircooledrolf , 07.01.2020 12:41

    hallo dennis

    als fast nachbar mussi getz au mein Senf drauf schmieren ,
    wenn du komplett unentschlossen bist , ausser dass du schottern willst ( warum auch immer ) empfehle ich dir : versuch dir ein paar anlagen in allen in frage kommenden Versionen anzugucken ( entweder über bilder hier im Forum oder eben vor ort )
    man sollte mal ein Modell in jeder baugrösse in der Hand gehabt haben um zu sagen was passt oder nicht , dem einen ist N zu klein und spisselig , für den anderen gibt's inTT zu wenig , für den dritten gibt's nur HO weil irgendwann die augen schwerer werden , für spur x ist ………..
    du wirst bei einer Eisenbahn immer Kompromisse bei irgend etwas machen machen müssen , die frage ist immer nur komme ich damit zurecht und habe ich spass dran !!!
    alles andere wird idr immer jemand mies redn können , einfach weghören und dein ding machen !!!!
    ich selbst bin kein bastelkönig und elektronikingenieur , wir reden hier am ende aber über Spielzeug und das sollte auch bleiben , das heisst einfach mal alles ausprobieren und versuchen , wenns nicht klappt dann soll es nicht sein oder man fragt jemanden , fertig , nur so weiss man am ende was man sich zutrauen kann und schafft
    deine vorhandene raumgrösse erreicht sicherlich schon für eine ordentliche anlage , aber bevor du planst steck mal ein paar gelise der in frage kommenden art zusammen , lass einen zug fahren um den eindruck von grösse und raum zu bekommen , dazu musst du natürlich erst mal was haben ,
    kauf eine startpackung und ein paar extragleise , wenns am ende ein anderes System wird kannst du das zeug ja wieder verkaufen , weisst aber dann schon mal was du nicht willst ….
    wenn du sonst niemanden kennst der eine anlage hat , als fast nachbar bist du herzlich eingeladen dir bei mir in ROLFSBURG ein paar Inspirationen und vielleicht auch gute ( oder schlechte ) ratschläge einzufangen !
    ist zwar alles C-gleis , aber auch geschottert und ich bin glaube oder hoffe ich weit genug weg von marken Besessenheit !!

    in diesem sinne , glück auf , Rolf


    ROLFSBURG 1 : viewtopic.php?f=64&t=72184#p755445
    ROLFSBURG 2 : viewtopic.php?f=64&t=144031

    märklin h0 -c-gleis anlage , Steuerung CS2 RAILWARE , zweigleisige Hauptstrecke mit Nebenbahn , viel gleis und viel Landschaft , viel VW


     
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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #21 von DennisMoba , 07.01.2020 19:23

    Zitat
    Zwei ?
    Habe gehört der Wagner macht seine MOBA Abteilung dicht.
    Bleibt nur noch sein Schwiegersohn Raschka. Dau und Grisail sind ja schon länger Geschichte



    Da haste richtig gehört, Wagner hat nur noch Restbestände

    Zitat
    Gleis ohne Bettung ist mit Märklin nicht so einfach. Das Flexgleis ist viel schwieriger zu Verarbeiten ( auch wegen dem Mittelleiter ) und beim Schottern muss man höllisch aufpassen, daß kein Schotterkorn an falsche Stellen gerät.



    Ich bin eh ein Tüftler/Bastler denke da werde ich jetzt nicht so die Probleme kriegen.

    Zitat
    ich werfe mal noch eine weitere Spurweite ein: TT....



    Hatte ich mich auch schon erkundigt allerdings gibt es mir Stand heute zu wenig zubehör.

    Zitat
    hallo dennis

    als fast nachbar mussi getz au mein Senf drauf schmieren ,
    wenn du komplett unentschlossen bist , ausser dass du schottern willst ( warum auch immer ) empfehle ich dir : versuch dir ein paar anlagen in allen in frage kommenden Versionen anzugucken ( entweder über bilder hier im Forum oder eben vor ort ).....



    Ich war heute tatsächlich nochmal bei unserem Modelleisebahnladen und habe mich auch nochmal beraten lassen.

    Hab mir zwei Loks (Spur H0 & N) und zwei Waggons mal in die Hand geben lassen + Schienen. Mit H0 hat man halt was in der Hand und die Detaillierung ist echt krass. N ist auch sehr detailliert aber kommt in meinen Augen nicht ganz an die H0 Modelle ran. Beide Spuren haben halt ihren Reiz in meinen Augen. In N kann man halt auch eher die Originalzuglängen fahren lassen, dass wird in H0 fast nicht möglich sein. Da hat nen ICE ja gut und gerne dann mal 3m. Wahnsinn hätte nie gedacht das ich mich damit so schwer tun würde...ohje

    Danke für eure bisherigen Ratschläge und Tipps


    Gruß ausm Pott, Dennis

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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #22 von 8erberg , 07.01.2020 19:51

    Hallo,

    stimmt nicht ganz: ein kompletter ICE aus 2 Garnituren ICE 2 macht z.B. 400 mtr., in H0 sind das 4,60 mtr Bahnsteiglänge .... in N immernoch 2,50 mtr. Bahnsteig
    ein ICE 1 mit 12 Wagen sind 358 mtr. = 4 mtr. in N 2,20 m

    Spur N bietet mit dem Kato-Unitrack-Gleis ideale Möglichkeiten für den modernen Schnellverkehr: Hochbahngleise mit überhöhten Gleisen in fester Bettung sehen auch optisch toll aus - wenn der Zug sich vorbildgerecht "in die Kurve" legt.

    Peter


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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #23 von Atlanta , 07.01.2020 20:28

    Moin Kollegen,

    schon Mal an eine Zwischenlösung nachgedacht?

    Zweispur- oder Dreischienengleise gibt es auch von Tillig in H0 Regelspur 16,5 mm und H0e (H0n30) 9 mm (wie Spur N).

    Im Maßstab 1:87 H0 könnte man dann die Regelspur und die Schmalspur betreiben.

    Oder wer lieber nur Schmalspur im handöichen Maßstab haben will für den empfielt sich ebenfalls die Spur H0e mit 9 mm.

    Die Meterspur in H0 ist H0m mit 12 mm und die 3' Fuß Spur ist in 1:87 die H0n3 Spur mit 10,5 mm, welche in den USA populär ist aber auch von einem schweizer Kleinserienhersteller für seine Zahnradbahnen genutzt wird.

    Wem mögliche Vorbilder für meterspurige Bahnen fehlen? Bahnen der ehemaligen Kolonialgebiete in Afrika fahren auf Meterspur und selbst die in Afrika gebräuchliche, breitere Kaplandspur wird in H0m mit 12 mm dargestellt.

    Wer hingegen regelspurige Fahrzeuge aus weltweit verfügbaren Modellen mixen möchte sollte sich mit den Eisenbahnen auf Kuba oder in Griechenland auseinandersetzen. Auch in Griechenland gibt es Regelspur- und meterspurige Schmalspurbahnen.


    LG Ingo

    Genießen Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen...Die Bahn!
    ------------------------------------
    Ich schreibe auch hier: H0-Gleichstrom.eu!
    L.T.E. = Lübeck Travemünder Eisenbahn Act. Ges.


     
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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #24 von flyingbird , 07.01.2020 21:50

    Guten Abend,

    vor einiger Zeit stand ich vor einer ähnlichen Frage und habe mit ein paar gebrauchten Fleischmann Spur N Gleisen eine Minibahn aufzubauen. Dabei wuchs der Wunsch nach einer großen Anlage 3,5m x 0,8m.
    An dieser habe ich dann lange geplant und angefangen zu bauen und irgendwann gemerkt, daß es wohl ewig dauern wird bis ich auch mal etwas fahren lassen kann. Schlussendlich habe ich mich entschieden mit einer kleineren Anlage anzufangen die ich später an die große Anschließen kann.

    Als nun an Weihnachten mein Patenkind da war, habe ich dann gesehen dass Spur N vielleicht für Kinderhände etwas filigran ist. Lange Rede kurzer Sinn. Mein Vorschlag an dich wäre, guck dir mal die Anlage (über die Suche) Eine Insel mit zwei Bergen an. Mit wenig Gleisen kannst du sie vielleicht nachbauen. Entweder merkst du das es dann „deine Größe“ ist oder deine Kinder haben vielleicht selber was zu bauen während du dann an deiner großen Spur N werkelst.

    Ich hoffe das hilft dir ein wenig bei der Entscheidungsfindung.

    Gruß aus Duisburg
    Andreas


    Die Planung zu Spatzental: [url]https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=161220/[url]


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    RE: Aller Anfang ist schwer..

    #25 von Instandsetzung , 08.01.2020 02:29

    Hallo zusammen,

    Zitat

    Hallo Oliver
    ohne eine Grundsatz-Diskussion auslösen zu wollen: was ist denn am Märklin-K-Flexgleis so viel schwieriger zu verarbeiten als bei einem klassischen 2-Leiter-Flexgleis?


    Es darf kein Leim an den Mittelleiter kommen, sonst rostet der.
    Es dürfen keine Schotterkörner auf den Schwellen liegen, sonst kommt der Schleifer nicht eine Mittelleiter.
    Wenn das Leim-Wassergemisch in die Weichenmechanik hinein läuft, bekommt man die nur ganz schwierig wieder gängig.

    Das Durchtrennen der Schienen dauert länger und die Profile werden dabei heißer, weil das Material härter ist.

    An den Gleisprofilen kann man nichts anlöten. Es gibt zwar Lötzinne, zum Beispiel mit Silber, mit denen man das können soll, aber ich stelle immer wieder fest, dass man die Gleisprofile dabei so heiß machen muss, dass die Schwellen wegschmilzen.

    Und wenn man mal Flexgleisen auch den Mittelalter durchtrennt, muss man da auch wieder was anlöten, damit man überhaupt Strom auf dem Mittelleiter hat.

    Ich habe festgestellt, dass ich beim Bau mit Märklingleisen doppelt so lange brauche.
    Wenn man zu Hause baut, ist es ja eigentlich egal, da ist der Weg das Ziel, aber bei mir gilt halt: Zeit ist Geld.

    Und wegen der Shotterproblematik habe ich zum Beispiel die letzte Anlage, die ich für jemanden mit K-Gleisen gebaut habe, mit der Styroplast Gleisbettung von Merkur gebaut.

    MfG Oliver


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