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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#1 von Bastelmaxx , 12.01.2020 20:49

Hallo zusammen,

z.Z. baue ich meine erste "richtige" Anlage (1,40m x 0,65m). D.h., den berühmten Testkreis habe ich hinter mir, jetzt soll es auch schön werden, also etwas Landschaft & Co. Bei Gelegenheit versuche ich mal, einen Gleisplan anzuhängen (hat leider nicht geklappt bis jetzt...).

Nun kommen aber doch noch ein paar Fragen auf, die ich wohl besser am Testkreis geklärt hätte, aber der ist nun Geschichte...

Eine Frage, die ich einfach nicht sauber geklärt bekomme, ist, wie halte ich am Signal an?

Ich habe eine z21 und fahre mit Lokmaus und Tablet. Ziel ist es, die Weichen per Tablet zu steuern, die Loks mit der Lokmaus, später per WLANMaus, also komplett kabellos. Die Technik klappt bisher ohne Probleme und macht wirklich Spaß. Nur das Halten am Signal macht mir Schwierigkeiten. Eigentlich hatte ich nicht vor, einen PC mit Programm zu nutzen, nur damit der Zug am Signal korrekt hält. Daher habe ich mich ausführlich mit dem ABC-Bremsen auseinandergesetzt.

Mein Testszenario besteht aus einer BRAWA 216 mit D&H SD18A. Dazu habe ich mir das Bremsmodul von D&H gekauft. Ein Bremsmodul á la BOGOBIT wollte ich nicht, weil hier die Soundfunktionen im Haltebereich nicht genutzt werden können, bei ABC ja schon. Leider hält die Lok nicht wirklich punktgenau, so +- 10 cm sind nicht zu unterbieten. Auch eine Rückfrage bei D&H brachte (bisher) keine Verbesserung. Ich habe alle CV-Werte bzw. -Einstellungen durchprobiert (also so, wie es in den Anleitungen beschrieben wird...).

Fazit: Nur mit einem vorgeschalteten Langsamfahrbereich (ebenfalls über D&H Bremsmodul) ist es möglich, auf +-1 cm genau zu halten. Dabei muss der Langsamfahrbereich aber schon relativ lang sein.

Das passt mir überhaupt nicht. Nachdem ich nun Einiges zum Thema "Halten am Signal" gelesen habe, scheint es so, dass die einzig wirklich funktionierende Methode die ist, PC & Software zu nutzen. Finde ich jetzt nicht so toll, weil die bisherige Steuerung mit Lokmaus & Tablet einfach genial einfach ist!

Nun zu meiner eigentlichen Frage:

Wäre es möglich, per Rocrail das Halten am Signal zu steuern, das eigentliche Fahren und Schalten mit Lokmaus, Tablet und z21-App weiterhin durchzuführen? Automatik-Betrieb ist nicht gefordert.

Ich frage das, weil ich mir das Anschaffen von weiteren Komponenten (z.B. notwendige Rückmelder), ohne zu wissen, ob es funktioniert incl. der Einarbeitung in Rocrail gerne sparen würde, wenn es eh nicht geht....

Vielleicht weiß das ja jemand. Ich würde mich freuen

Vielen Dank im Voraus,

Gruß Marc


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#2 von ajo , 13.01.2020 15:06

Hallo,

ja das Bremsen mit den ABC Bremsbausteinen funktioniert - manchmal gut manchmal weniger gut und das kann von der Zentrale bzw. dem Booster abhängig sein nicht unbedingt von den CV Einstellungen!

Meine schlechten Erfahrungen mit der ABC Bremstechnik beruhten auf der Ausgangsspannung einer Intellibox I. Diese Box hatte die Eigenschaft, dass die normalerweise erzeugte Symmetrie in der Ausgangsspannung doch nicht so symmetrisch war und ein aus Dioden selbst gelöteter BM1 dann die erforderliche Unsymmetrie nicht sauber erkannt hat, mit der Folge dass das Bremsverhalten eher schlecht war. Abhilfe schafft hier ein Booster mit einer sauberen symmetrischen Ausgangsspannung oder hilfsweise beim BM1 eine weitere zusätzliche Diode.

Ich habe mich aber darauf hin von der ABC Bremstechnik verabschiedet und werde eine Software und entsprechende Rückmleder verwenden ich denke damit ist man flexibler was den Einsatz von Lokdekodern angeht und auch in Zukunft auf der sicheren Seite.

Wenn du aber ABC benutzen willst dann überprüf auch die Ausgangsspannung deiner Zentrale (geht aber wohl nur mit einem Oszikkoskop) oder leih mal einen anderen Booster, die von LENZ sollen was die Symmetrie angeht sehr zuverlässig sein.

Gruß Andreas


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#3 von Ulf325 , 13.01.2020 18:22

Zitat

Wäre es möglich, per Rocrail das Halten am Signal zu steuern, das eigentliche Fahren und Schalten mit Lokmaus, Tablet und z21-App weiterhin durchzuführen? Automatik-Betrieb ist nicht gefordert.


Nein, das wird so nicht so recht funktionieren.
Wenn Du von Hand fährst kommst Du mit zunächst unbekannter Geschwindigkeit in den Halteblock. Rocrail kann zwar viel, aber nicht die Geschwindigkeitskurve der Lok erraten. Deshalb wird es nicht punktgenau bremsen können.
Du kannst aber Teile der Anlage "halbautomatisch" (d.h. Fahren und Bremsen per Handregler) und andere Teile vollautomatisch laufen lassen. Im Grunde ist das aber auch nur ein etwas aufgeweichter Automatikbetrieb.

Wenn ich eine entsprechende Lösung bauen sollte, bräuchte der Halteabschnitt zwei Rückmelder. Erst der Eingangsmelder ("Enter") und dann der Stoppmelder ("In"). Bei Signal Rot und "Enter" Meldung würde ich auf mittlere Geschwindigkeit herunterbremsen und dann Stopp bei "In".
So wirklich elegant würde das aber auch nicht aussehen.

Im Grunde kann man es drehen und wenden wie man will: die vorhandenen Modellbahnsteuerungen tun sich mit manuellen Eingriffen alle ein wenig schwer, weil sie alle ihre Wurzeln im Bereich Vollautomatik haben. Man kann da eingreifen, mit komplizierten Möglickeiten wie Aktionen oder Skripten. Dazu solltest du dich aber im Fachforum (also hier: Rocrail-Forum) umtun, da gibt es die Spezialisten die vielleicht so etwas hinbiegen können.


Mit freundlichen Grüßen: Ulf

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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#4 von Bastelmaxx , 13.01.2020 20:45

Erstmal vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Bzgl. der z21 habe ich da keine Bedenken, dass das Signal nicht "sauber" ist, da gäbe es bestimmt an anderer Stelle schon Meldungen.

Was das Erkennen der Geschwindigkeit der Lok angeht, dachte ich, dass das per Rückmeldung (Loconet?) erfolgt. Ich hatte in einem Video gesehen, dass man bei Programmsteuerung immer mit einem Brems- und Halteabschnitt unterteilen muss. Sobald dann der Halteabschnitt befahren wird, kommt das Signal für Stop. So hatte ich mir das auch gedacht. Anscheinend passt das dann aber doch nicht, weil das Programm solche Eingriffe nicht mag/kann.

Das ist schade....

Ich schaue aber gerne mal ins Rocrail-Forum rein. Auf Rocrail bin ich nur gekommen, weil es mehr oder weniger kostenlos ist. Alle anderen Programme kosten wohl richtig Geld!?!

Falls noch jemand eine Idee hat, würde ich mich freuen, wenn er sich hier meldet.

Vielen Dank!

Gruß Marc


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#5 von noge , 13.01.2020 20:52

Zitat


Nun zu meiner eigentlichen Frage:

Wäre es möglich, per Rocrail das Halten am Signal zu steuern, das eigentliche Fahren und Schalten mit Lokmaus, Tablet und z21-App weiterhin durchzuführen? Automatik-Betrieb ist nicht gefordert.

Gruß Marc



Hallo Bastelmaxx,

Du möchtest manuell fahren (TF) und manuell schalten (FDL). Das geht ja per Handregler oder Tablet ohne Weiteres. Wozu genau brauchst du jetzt noch eine automatische Bremsstrecke. Vor einem Halt zeigenden Signal oder am Bahnsteig (punktgenau) per Bremsung anzuhalten ist doch eine der originärsten Tätigkeiten des TF (also Handregler, Tablet).

Aber womöglich habe ich dich auch mißverstanden!?


Gruß
Egon

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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#6 von Pirat-Kapitan , 13.01.2020 20:58

Moin Marc,
ob Rocrail oder eine andere PC-Steuerungssoftware, bei allen ist das Problem, dass Anhalten vor einem roten Signal eine Aufgabe der automatischen Steuerung ist, während Du (nach meinem Verständnis) die Loks und Weichen manuell steuern willst.
Daher sehe ich Dein Vorhaben (aus Rocrailsicht) kritisch. Ggf. kann die Halbautomatik (Lok mit maus in den Zielblock ziehen) etwas in Deine Wunschrichtung, aber das war es dann auch schon.

Aber auch im manuellen Betrieb kann ein mit ABS oder ähnlichen Bremsabschnitten "automatisiertes "Anhalten nur bei bekannten / definierten Lokgeschwindigkeiten korrekt funktionieren. Die in Cv4 eingestellte Decoderverzögerung beim Bremsen ist fest, die für das Bremsen verfügbare Strecke im ABC-Abschnitt ebenfalls. Damit ist die Länge des Bremsweges der Lok (und damit der Punkt des Stillstandes) nur noch über die Einfahrtgeschwindigkeit der Lok in dem ABC-Abschnitt zu beeinflussen.
Also Aufgabe an den manuelle Lokführer, die Tempovorgabe weder zu über- noch zu unterschreiten.

Schöne Grüße
Johannes

keine Klage heisst nicht, dass alles in Ordnung ist. Es kann auch sein, dass noch niemand darauf geachtet hat, dass die Klagen hier nicht zugänglich waren und/oder dass es noch keiner probiert hat.


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#7 von Pirat-Kapitan , 13.01.2020 21:01

Zitat

Vor einem Halt zeigenden Signal oder am Bahnsteig (punktgenau) per Bremsung anzuhalten ist doch eine der originärsten Tätigkeiten des TF (also Handregler, Tablet).


Moin,
er will m.E. eine Indusi und / oder hat einen Lokführer, der entweder nicht aufpasst oder sein Fahrzeug nicht beherrscht.

Schöne Grüße
Johannes


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#8 von HGD , 14.01.2020 10:17

Hallo Marc,
es gibt bei Lenz-Decodern die Möglichkeit, die Verzögerung wegabhängig zu konfigurieren. das heißt, egal wie schnell sie ist, beim Stop-Befehl kommt die Lok nach einer festen Wegstrecke zum Halten. Soweit mir bekannt, wird Bremsweg-Länge auch auf weninge cm genau eingehalten. Die zur Wegstrecke gehörende CV musst du natürlich für jede Lok individuell einmessen und einstellen. Ob auch andere Decoder dieses Feature haben, musst du selbst herausfinden.

Gruß
HGD


 
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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#9 von Bastelmaxx , 14.01.2020 19:28

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Rückmeldungen. Die Interpretationen meines Anliegens finde ich wirklich interessant, man kann nur dazulernen, sich in Zukunft präziser auszudrücken...

Ich würde, wie teilweise schon richtig verstanden, gerne per Hand fahren und per Hand Weichen schalten. Nur möchte ich nicht per Hand auch noch am Signal agieren müssen, da hätte ich gerne eine Automatik, die mir, bei rotem Signal, das sichere und punktgenaue Anhalten übernimmt. Strom abschalten würde natürlich gehen, hat aber meiner Meinung nach in der Digitaltechnik nicht wirklich eine Berechtigung (weil es extrem unschön aussieht).

Ich finde es einfach entspannter und schöner, wenn ich das Signal stellen kann, ohne mich dann um die Reaktion des Zugs kümmern zu müssen. Außerdem kann ich dann auch mal einen Zug "auf Strecke" schicken und parallel mit einer zweiten Lok etwas fahren.

Was ich habe und unbedingt nutzen möchte ist meine z21, meine Lokmaus und mein Tablet.

Auf Rocrail bin ich gekommen, weil es einen preiswerten Einstieg erlaubt. Ob das Programm für mich geeignet ist, das weiß ich noch nicht :

Vielleicht ist mir auch noch nicht so klar, wie diese ganzen Steuerungsprogramme funktionieren. Ich hatte gedacht, dass das Programm in der Lage ist, die Signalstellung zu erkennen und bei rotem Signal entsprechend einzugreifen. Das dazu ein entsprechender Gleisabschnitt mit Rückmeldung notwendig ist, weiß ich mittlerweile.

Übrigens teste ich die ABC-Technik mit einer Brawa 216 und SD18-Decoder, also D&H. Die Ergebnisse sind nicht so toll. Rückfragen bei D&H werden nur sehr knapp und zögerlich beantwortet. Aus meiner Sicht kann der D&H-Decoder nicht wirklich einen konstanten Bremsweg einhalten, auch wenn das seitens D&H behauptet wird.

Bei ESU z.B. finde ich eine spezielle Funktion für einen konstanten Bremsweg. Das wäre ja genau das, was ich bräuchte, um beim ABC-Bremsen sicher und genau zum Stehen zu kommen. Wer sich mit "Frequenzumrichtern" etwas auskennt, weiß, dass eine "Rampe" geführt herunterfahren etwas anderes ist, als einen konstanten Weg einhalten.....

Hat vielleicht jemand hier Vergleiche, also D&H-Decoder vs. ESU oder andere, die diese Funktion explizit anbieten?

Gruß Marc

@HGD:
Ja, genau das meine ich!


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#10 von Quox , 15.01.2020 01:43

Hallo Marc, genau an diesem Punkt war ich auch. Hatte eine teure Konsole und habe mir überlegt wie die Züge langsam abbremsen und punktgenau vor dem Signal halten. Ich habe mich richtig gegen Software gewährt. Ein paar Bremsmodule gekauft ,einige Kontaktstellen verkabelt und dann..... habe ich es eingesehen . Jede Software ist haushoch den Konsolen überlegen. Zum Glück gehen die Konsolen als ideale Schnittstelle z b Z 21 . Dann habe die ganzen kabel wieder aus den Schienen rausgerissen, ein einiges Käbelchen an den Block gelötet . Dann Traincontoller Software gekauft ( Itrain , oder Windigipet geht auch ) gekauft und die Sonne geht auf. Die eingemessenen Züge bremsen vorbildlich , stoppen exakt Millimeter genau und die Verdrahtung war ein Klacks. Ein Kabel zu jedem Block reicht. PC hatte ich noch mit WLAN. Der Preis für die Software war ordentlich aber die Geld- und Ersparnis super.
Jetzt fahre ich ( fast) so wie in Hamburg im Wunderland https://www.youtube.com/watch?v=OkhMQRpD45c&t=1s
Kannst alles kostenfrei zuvor testen. !
Peter


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#11 von UP4001 , 15.01.2020 09:15

hallo Marc

Zitat

Ich finde es einfach entspannter und schöner, wenn ich das Signal stellen kann, ohne mich dann um die Reaktion des Zugs kümmern zu müssen. Außerdem kann ich dann auch mal einen Zug "auf Strecke" schicken und parallel mit einer zweiten Lok etwas fahren.


und wohin soll der Zug fahren, wenn Du das Signal auf Grün schaltest? Das erinnert mich an meine Kindheitstage:
Trafo aufdrehen, und dann per Weichenstellung und Signalstellung Züge fahren zu lassen

Mit Softwaresteuerung ist das - bedingt - machbar.
in Train Controller kann man dafür eine Fahrt erstellen und zuweisen, ob der TF vollständig steuert (Bei Rot mit Zwangshalt bei Überfahren der Haltmarkierung), oder z.B. das Halten von TC übernommen wird, also nur im Bremsabschnitt aktiv wird.
man kann aber auch mit "Tastern" Züge auf die Reise schicken, also man wählt Block x nach Block y und kann danach zusehen, wie der Zug seine Fahrt macht; inkl. Bremsen, Stoppen und Weiterfahren nach Aufenthalt oder wenn die belegte Strecke wieder frei geworden ist.
wenn man es geschickt anstellt, könnte man die Taster als "Signalstellung" umsetzen. Man muss dem Taster eben sagen, was er ausführen soll.
selbst das steuern der Fahrten in Abhängigkeit von Weichen und Signalstellung sollte machbar sein, indem Bahnwärter die Zustände (Weichenlage, Signalstellungen) beobachten und bei bestimmten Bedingungen (Weichen/Weichenstraße gestellt & Signal auf "Fahrt" geschaltet) eine zuvor festgelegte Fahrt beginnt

in wie weit andere Software dies ähnlich umsetzen können weiß ich nicht; das Meiste sollte gehen.

Von ABC und Hardwaregesteuert bin ich völlig weg. Für kleine Anlagen mit wenig Fahrzeugen ist das sicher OK, aber wenn ich mich an die Anfänge erinnere ist da zu viel zu beachten: Decoder und andere Systemkomponenten müssen es können, jede Lok muss eingestellt werden. Dann kauft man eine Lok, die einen Built-in Decoder hat, also eine günstige Lok hat einen spartanischen Decoder auf der Platine. Dann müsste die Lok für doppelte Kosten hochgerüstet werden (z.B. Bachmann, "Ready-to-run-DCC" 4 achsige US-Lok, 50 Euro )
Somit bin ich auf Software umgestiegen. Auch hier muss man viel Einstellen und Einrichten, was jedoch an der Basis erfolgt. Ist die Software gut eingestellt, kann ich mit einer neuen Lok sofort loslegen.
Preislich ist man mit Software nicht billiger! Zur Software (ist der kleinste Kostenfaktor) braucht man die ganzen Rückmelder, damit die Software sieht, was auf der Anlage los ist. Dazu die Schaltbausteine für Weichen und Signale...
man ist mit Software aber Flexibler, insbesondere wenn man mehr als 5 Loks sein eigen nennt...

Ich fahre übrigens mittweile vollautomatisch nach Tastengabe: an beiden Blockenden habe ich einen Taster. Damit definiere ich von wo nach wo die Fahrt geht und TC macht den Rest. Ich kann dann meine Züge beobachten wie sich bewegen, also beschleunigen, verlangsamen, Gleise wechseln oder Bremsen und halten. Ich mag keine Signale und Weichen mehr per Hand stellen

Edit: 24.01.2020 - Linkskrizzelverbesserung


LG

Horst


 
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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#12 von Bastelmaxx , 16.01.2020 13:50

[quote="UP4001"|p2062753]
hallo Marc
[quote="Bastelmaxx"|p2062497]
"Trafo aufdrehen, und dann per Weichenstellung und Signalstellung züge Fahren zu lassen "

Genauso stelle ich mir das vor

Die Anlage ist zu klein, um da mit dem PC "durchzustarten". Es gibt ja auch keinen Schattenbahnhof.

Vielleicht probiere ich einen anderen Lokdecoder, der den konstanten Bremsweg explizit beinhaltet. Vielleicht löst sich dann mein Problem von allein. Ich werde dann berichten, denn ich denke, ich bin nicht der einzige Einsteiger, der digitale Loks toll findet, von der "Halteproblematik" etwas "überrumpelt" würde...

Vielen Dank für die Antworten.

Gruß Marc


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#13 von Bastelmaxx , 21.01.2020 18:28

Hallo zusammen,

ein paar Testfahrten mehr und noch einmal über die Kommentare nachgedacht, habe ich noch eine Frage zu den PC-Steuerungen/Software:

Z.B. bei Rocrail gibt es die Möglichkeit, vom Tablet aus zu fahren. Nun meine Idee:

Statt die z21-App die PC-Software (die auch auf dem Tablet funktioniert/läuft) benutzen. Da müsste ich doch auch manuell die Signale schalten können, ohne auf eine Routine/Automatik zwingend zurückgreifen zu müssen, damit ein Zug fährt, oder?

Vielleicht könnte da jemand noch etwas Licht ins Dunkle bringen, der so eine Software benutzt....Danke!

Gruß Marc


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#14 von noge , 22.01.2020 16:02

Zitat

Hallo zusammen,

ein paar Testfahrten mehr und noch einmal über die Kommentare nachgedacht, habe ich noch eine Frage zu den PC-Steuerungen/Software:

Z.B. bei Rocrail gibt es die Möglichkeit, vom Tablet aus zu fahren. Nun meine Idee:

Statt die z21-App die PC-Software (die auch auf dem Tablet funktioniert/läuft) benutzen. Da müsste ich doch auch manuell die Signale schalten können, ohne auf eine Routine/Automatik zwingend zurückgreifen zu müssen, damit ein Zug fährt, oder?

Vielleicht könnte da jemand noch etwas Licht ins Dunkle bringen, der so eine Software benutzt....Danke!

Gruß Marc



Hallo Marc,
ich gehöre nicht zu den ausgebufften Profis hier, daher sage ich mit aller Vorsicht: " Genau das ist mein Plan.
Fahren kannst du mit einer Software auch ohne Automatik nach Lust und Laune manuell per Bildschirm oder Handsteuergerät. Auf dem Monitor siehst du dazu(bei funktionierenden Antrieben) die Weichenstellungen und kannst Fahrstrassen manuell oder automatisch einstellen.

Allerdings und da unterscheiden wir uns mMn, bist du für die Beachtung der Signalstellungen bei manuellem oder halbautomatischem Betrieb selbst zuständig. Das zielgenaue Bremsen vor Signalen bedingt allerdings eine automatische Einfahrt in den Block an dessen Ende das Signal steht, da der Haltepunkt von der Einfahrtgeschwindigkeit abhängig ist. Was du wohl nicht möchtest. Soweit meine Kenntnislage. Sollte da Unsinn dabei sein, wird sich zumindest der @Pirat-Kapitän tadelnd zu Wort melden, denke ich. Das praktiziere ich soweit.

Irgendwie habe ich in Erinnerung, dass du aus Bochum kommst. Ich lebe und baue in Mülheim. Auf einen Kaffee und einige Experimente am "lebenden Objekt" wärest du als schnell mal rumgerutscht. Betrachte das als Einladung. Antwort gerne auch als PN.


Gruß
Egon

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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#15 von Quox , 22.01.2020 16:22

Gute Idee lass Dir das mal zeigen. Ist ja nichts dramatisches. Bei der Software ist die Logig im PC und die Steuerung erfolgt über den Block zu Lok. Das Signal ist dumm und schaltet passend zu dem was du Willst das richtige Licht. Genau die Zugbeeinflussung über das Signal will der Digitaler nicht. Denn das ist ja der Quatsch mit dem Relay der dem Zug den Strom wegzieht damit er hält. Außerdem kannst du z b die billigsten lichtsignale von Viessmann bnehm,en. Spart schon wieder. Bei Der Verkablung sparst Du auch brauchst . nur ein winziges käbelchen am Block dann weiß die Software wo die Lok steht. das ist alles.Total Easy mit SW.


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#16 von Bastelmaxx , 22.01.2020 18:45

Vielen Dank für die Einladung, das ist wirklich sehr nett, aber im "Ruhrpott" habe ich noch nie gewohnt...ich wohne zwar auch am Rhein, aber etliche km stromaufwärts in der Nähe eines bekannten Chemieunternehmens mit vier Buchstaben... linksrheinisch natürlich!

So eben mal vorbeikommen ist dann doch nicht möglich....

Wenn ich die Rückmeldungen richtig verstehe, kann ich per SW zwar manuell bestimmen, wann welche Lok/Zug wohin fährt, das eigentliche fahren übernimmt dann aber wieder die SW. Nun ja, das ist natürlich auch eine Art "Eisenbahn zu spielen". Da die Anlage nun wirklich nicht groß ist, sehe ich das als ein wenig "oversized".

Sollte ich mit den Bremsmodulen nicht den gewünschten Erfolg haben, werde ich sicherlich die SW-Variante intensiv ausprobieren. Vielleicht baue ich auch nochmal einen Testkreis auf, um da das Verständnis für die grundsätzliche Funktionsweise zu bekommen. Es scheint Sinn zu machen.

Vielleicht komme ich am Wochenende dazu, einen letzten Test zu machen (zweites Bremsmodul für die Gegenrichtung). Ich werde berichten, wie es ausging.

Gruß Marc


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#17 von Pirat-Kapitan , 22.01.2020 23:44

Zitat

in der Nähe eines bekannten Chemieunternehmens mit vier Buchstaben... linksrheinisch natürlich!


Moin Marc,
ich interpretiere das mal als Nähe von Mannheim. Da wäre z.B. diesen Samstag ein Rocrail-Stammtisch in Speyer, wo Du Dir mal diese Software ansehen kannst. Vermutlich hat dort auch jemand ein Lösungsbeispiel für Dich parat.

Was ich so an Zwischenfragen auf die Schnelle gesehen habe:
manuelles Schalten von Signalen und Fahrwegen (Stichwort "Gleisbildstellpult") ist vom Pad machbar, wer dann den Lokführer vor dem roten Signal spielt, wäre festzulegen. M.E. gibt es hier verschiedene Möglichkeiten.

Lob und Tadel meinerseits sollte man in diesem Forum bitte nicht erwarten, das steht mir nicht zu. Persönliche Kommentare erlaube ich mir schon, so setze ich Deine Bereitschaft, zum Informationssammeln irgendwohin zu fahren, durchaus in Relation zu Deinem Bedürfnis, eine adäquate Problemlösung zu finden.

Sofern Du mit Rocrail manuell fährst, sind m.E. die technischen Unterschiede zur z21 App nicht groß, die Stärke von Rocrail liegt in der Automatik und manuelle Fahren ist nur ein "Abfallprodukt" (auch wenn viele meiner Freunde wegen dieses "Abfalls" Rocrail verwenden).

Schöne Grüße
Johannes


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#18 von Quox , 23.01.2020 01:35

Hallo Marc,
eigentlich willst Du mit Deiner Frage etwas bestätigt bekommen was Du eigentlich schon für Dich entschieden hast ? Oder ?
Wieviel man manuell fährt oder voll automatiosch und mit Software gestreuert wird entscheidet jeder selbst. Man braucht nur keine Bremsmodule , man bekommt Sicherheit das das mit jedem Zug auch im Block funktioniert, Züge bremsen vorbildlich ab, eingemessene Züge halten Millimeter genau, braucht keine Schaltungen verdrahten. Und Unfälle gibt es dann auch nicht mehr. Ich fahre komplexe Zugfahrten die würde ich gar nicht manuell sicher hin bekommen. Gerade auch für kleine Anlagen, meine mit 4,50 x 2,50 ist für H0 auch eher klein, ist SW interessant und abwechslungsreich.
Da kommen Aspekte mit der SW von denen ich vorher noch gar nichts gewusst hebe
Fahren nach Fahrplan , Eventsteuerung , Sound Lok lich , Raumlicht / Tag / Nacht , Geräusche und wenn ich unbedingt will nehmen ich einen regler und rangiere irgendwo hin.
Weniger kaufen mehr informieren.

Peter https://www.youtube.com/watch?v=2FKItkWmTEY&t=1s undhttps://www.youtube.com/watch?v=6sSmP7Apb_E


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#19 von vikr , 23.01.2020 09:35

Hallo Ulf,

Zitat

Im Grunde kann man es drehen und wenden wie man will: die vorhandenen Modellbahnsteuerungen tun sich mit manuellen Eingriffen alle ein wenig schwer, weil sie alle ihre Wurzeln im Bereich Vollautomatik haben.


Für Rocrail teile ich Deine Einschätzung. Im Grunde stimmt das natürlich auch für die anderen Programme, Alle Programme wollen dem Nutzer einen Vollautomatikbetrieb bieten und beanspruchen dazu notwendigerweise die Kenntniss über alle Aufenthaltorte und aktuelle Geschwindigkeiten aller Fahrzeuge, möglichst auch aller anderen Resourcen, damit alles unfallfrei funktioniert. Diese Kenntnis haben die Programme natürlich immer dann, wenn alles selber machen.
Um sich als Modellbahner die Anlagensteuerung mit dem Programm teilen zu können, d.h. Modellbahner und Programm spielen zusammen, aber das Programm verhindert oder warnt zumindest vor Problemsituationen, müßte das Programm über alle Nutzeraktionen informiert sein, eigentlich müßte es ahnen können, was der (die) Mitspieler gerade so vorhaben. Da das nicht wirklich geht, könnte das Programm nur raten und ohne aufwändige Heuristik würde das eben allzuhäufig schief gehen, d.h. gelegentlich doch zu Unfällen führen.
Verarbeiten die Programme z.B. Sensordaten, wie die von Railcom-Detektoren kann es zu widersprüchlichen Informationen kommen, welche Lok gerade auf welchem Gleis ist. Der Sensor widerspricht also z.B. in bestimmten Situationen dem Programm. Was soll das Programm jetzt tun, außer sicherheitshalber alles abzuschalten, was für den Modellbahner gar nicht erfreulich ist. Damit ein Programm diesen Widerspruch erfolgversprechender auflösen kann, müßte der Hersteller sehr aufwändig (teuer!) programmieren. Da ist es einfacher die Unterstützung von Railcom abzulehnen (TC) oder Railcomnachrichten im Automatikbetrieb zu ignorieren (Rocrail). WDP und iTrain reagieren da anscheinend schon ein wenig differenzierter. Ich bin gespannt wie die Entwicklung - insbesondere die Integration von Daten zur Erkennung der IDs - auch z.B Railcom-Interpretation - weiter geht.

MfG

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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#20 von Quox , 23.01.2020 13:19

Bei mir ist das so und wahrscheinlich bei 90 % der Software Fahrer auch das an jedem Block ( da wo auch Züge mal halten sollen / können) ein Taster dran ist, nach links und rechts. Total einfach zu programmieren zumindest bei meiner SW ist das so, ich denke bei allen anderen auch. Im Manuell-Betrieb klicke ich auf Taster ausfahrt und auf den Taster in welche Richtung er im Ziel Block einfahren soll. Die SW rechnet die Zugfahrt , schaltet alle Weichen , reserviert die Blöcke , schaltet die Signale, sorgt für sanftes anfahren , achtet auf Flankenfahrten das da von außen kein anderer reinfährt und bremst dann sanft ab. Eigentlich so wie das auch "in ECHT" bei der Bahn statt findet.

Spätestens wenn einer mal bei einer manuellen Konsolenfahrt eine Weiche auf der Strecke vom einem Abstellgleis vergisst und die teure Lok in den Prellbock knallt oder man panisch noch was zu retten versucht, weiß man eine software Lösung zu schätzen.

Oder der Schattenbahnhof: Wie stelle ich sicher das da der Zug mittig im Abstellgleis steht. Kopf unter die Platte oder eine Kameralösung oder verdrahten. Alles geschenkt bei Software. Zielgleistaster drücken alles erledigt. Hält Millimeter genau, brauch mich um den Untergrund nicht zu kümmern.
Was soll das mit manuell am Regler ?
Manuell mit zieltaster am Pc macht Spass und wenn ein Zug im Zielblock steht und ich das mit dem Regler noch ein bisschen schieben und rangieren will , geht ja auch.
Viele können sich das gar nicht vorstellen wie es den Spielwert erhöht.
Nicht der Computer beherrscht einen, sondern es wird einem das spielen erleichtert und Sicherheit geboten.

Das man da auch einen komplexen Automatikbetrieb bauen kann ist eher eine Bereicherung, muss aber nicht sein wenn es einen nicht interessiert.
Jeder wie er will.
Aber gerade die neuen Möglichkeiten machen das Hobby interessant. Warum sind denn so wenige Kinder noch beim Moba Hobby ? Immer nur den selben Kreis fahren ist eben öde.

Mehr flexibilität und Herausforderung macht es interessanter und ich behaupte es ist sogar preiswerter.
Gerne Fragen wenn noch Verständnis fehlt

Grüße Peter
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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#21 von vikr , 23.01.2020 13:39

Hallo Peter,

Zitat

Bei mir ist das so und wahrscheinlich bei 90 % der Software Fahrer auch das an jedem Block ( da wo auch Züge mal halten sollen / können) ein Taster dran ist, nach links und rechts.


Ist bei mir nicht so. Fahre, wenn ich per Programm fahre am liebsten per Drag`n Drop.

Zitat

Was soll das mit manuell am Regler ?


Mit der Hand am Regler hängen ist für mich das wahre Lokmotivführergefühl!

Zitat

Viele können sich das gar nicht vorstellen wie es den Spielwert erhöht.


Doch, auch! Es gilt die unterschiedlichsten Rollen auszufüllen. Am unglücklichsten bin ich in der Rolle des Disponenten.

Zitat

Nicht der Computer beherrscht einen, sondern es wird einem das spielen erleichtert und Sicherheit geboten.


Die Modellbahnsteuerprogramme auf ihrem PC scheinen eigentlich nur wirklich problemlos zu laufen, wenn alle nur zusehen und sonst keiner mitspielen will...
[/quote]

MfG

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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#22 von Pirat-Kapitan , 23.01.2020 16:06

Zitat

Ich bin gespannt wie die Entwicklung - insbesondere die Integration von Daten zur Erkennung der IDs - auch z.B Railcom-Interpretation - weiter geht.



Moin,
zugegebenermaßen halte ich nicht viel von RailCom, aber davon abgesehen, sehe ich die Zukunft für diese Problemlösung eher im RFID-Bereich.
Mit Rocrail ist es bereits jetzt schon möglich, über RFID einen Wagen (d.h. auch eine Lok) mit Position zu identifizieren. Die für diesen Problemfall danach anfallende Verarbeitungslogik "Absicherung eines manuellen Betriebes" ist m.W. (noch) nicht implementiert.
Zu anderen Softwaresteuerungen fehlen mir die Kenntnisse.

Schöne Grüße
Johannes


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#23 von Quox , 23.01.2020 16:45

[/quote]
Ist bei mir nicht so. Fahre, wenn ich per Programm fahre am liebsten per Drag`n Drop.
[quote="Quox"|p2067133]

HAllo
ich nutze auch Autotrain bei Drag n Drop. Nur brauche ich im TC da nicht die Lok erst mit der Funktion auszuwählen. UNd dann nicht dem Block zuzuordnen.
Hier wird es erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=Z_yWRy9jS0c

Habe alle großen Blöcke mit den Tastern versehen.
Das geht doch so viel leichter, oder?

Grüße Peter


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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#24 von vikr , 23.01.2020 20:50

Hallo Peter,

Zitat



Ist bei mir nicht so. Fahre, wenn ich per Programm fahre am liebsten per Drag`n Drop.

Zitat


HAllo
ich nutze auch Autotrain bei Drag n Drop. Nur brauche ich im TC da nicht die Lok erst mit der Funktion auszuwählen. UNd dann nicht dem Block zuzuordnen.
Hier wird es erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=Z_yWRy9jS0c

Habe alle großen Blöcke mit den Tastern versehen.
Das geht doch so viel leichter, oder?


Das habe ich nicht verstanden.
Drag'n Drop ist für mich, wenn ich das Icon der Lok bzw. des Zuges aus dem Block, wo die Lok gerade steht in den Ziel-Block ziehe und das Programm den Fahrweg stellt und die Lok auf der Anlage dann dahin fährt.
Ziehe ich das Icon über mehrere Blöcke, sollte der Zug alle diese tangierten Blöcke in genau dieser Reihenfolge abfahren.
Ist der Weg belegt oder aus anderen Gründen nicht befahrbar, gibt es eine Fehlermeldung oder auch nur Warnung mit Angabe der Gründe.

MfG

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RE: Stoppen am Signal? ABC vs. Software (z.B. Rocrail)

#25 von Quox , 23.01.2020 23:52

Mit welcher Software fährst Du ?


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