Servus zusammen! Vorab: Hoffentlich bin ich mit meinen Fragen im richtigen Bereich gelandet.
Habe vor kurzem meinen Fuhrpark um zwei neue Roco Railjets erweitert: Das neue Set 64188 und etwas ältere 64112.
Die Bedienungsanleitungen zu beiden Artikeln sind – was die Digitalisierung angeht – jedoch unterschiedlich: Bei dem Roco 64112 steht lediglich, dass man einen Plux 16 Decoder (Roco 10880) einsetzen kann und fertig. Bei 64188 jedoch, dass man erst zwei Kondensatoren an die Platine einlöten „kann“ – im englischen jedoch „muss“ – bevor man einen Decoder in die Schnittstelle einsetzt.
Nun stellen sich mir folgende Fragen:
1. Kann bei beiden Sets der Decoder „Roco 10880“ eingesetzt werden ohne zusätzliches anlöten der Kondensatoren? 2. Muss ich – bei Verwendung eines moderneren Decoders – auch im Set 64112 die beiden Kondensatoren einlöten? 3. Roco 10880 ist ausverkauft – gibt es da überhaupt noch einen Baugleichen (ESU?) Decoder im Handel?
Ich würde mich sehr über Tipps freuen, da ein Railjet ohne betriebsbereiten Steuerwagen nur halb so viel Spaß macht.
ich lese aus der ROCO Beschreibung auch nur ein KANN. Meine Vermutung ist diese das die Kondensatoren nur als Stützkondensatoren dienen.
Achtung: Bei Betrieb auf Digitalanlagen muß der Steuerwagen zwingend mit einem PLUX 16 Decoder ausgerüstet werden, um Schäden an den Radachsen und DG-Blenden zu vermeiden. Vor dem Nachrüsten eines PluX 16 Decoders, kann die Platine mit zwei entsprechenden Kondensatoren (1000 µF / 25 V) erweitert werden.Alternativ kann auch die bereits bestückte Platine des Modells 64189 verwendet werden.
Der ROCO Decoder ist laut Beschreibung ein Standard Lokdecoder, so lese ich zu mindestens somit sollte der Esu Decoder diese Aufgabe mit Leichtigkeit übernehmen können.
ROCO 10880
Decoder für 16-polige PluX Schnittstellen nach NEM 658, mit Lastregelung. Automatische Erkennung von DCC, Märklin Motorola und analog Gleich- bzw. Wechselstrom. Maximaler Motorstrom 1800 mA. 2 Lichtausgänge und zusätzlich 2 Funktionsausgänge (AUX). Licht und AUX Anschlüsse unabhängig voneinander dimmbar. Blinkfunktion mit einstellbaren Zeiten. Einstellungen für Magnetkupplung mit hoher Anzugskraft und folgender geringer Haltekraft, Entkupplungswiederholungen einstellbar Rauchgenerator-Einstellungen mit 3 Energiephasen (Anfahren, Normal, Leerlauf). Kurze (1-127) und lange (128-9999) Adressen möglich. 3-Punkt Kennlinie und alternativ Kennlinien-Tabelle. Massensimulation abschaltbar. Rangiergang schaltbar. Motorfrequenz einstellbar 100 Hz / 15-22 kHz. Function Mapping aller Funktions-Anschlüsse. Überstrom- und Kurzschlusserkennung und Abschaltung. Erkennung von Bremsstrecken
die Kondensatoren müssen nicht zwingend eingebaut werden. Als Decoder nimmst Du am besten den Zimo MX685, das ist ein reiner Funktionsdecoder ohne Motorsteuerung, aber der reicht hier vollkommen aus. Ich habe einen solchen im Steuerwagen aus dem Set 64111 verbaut (Railjet CD), das funktionierte einwandfrei.
ich habe in meinem (schon ein paar Jahre alten) Railjet-Steuerwagen auch den erwähnten Zimo-Funktionsdecoder verbaut. Dabei entstand aber das Problem, dass die "Pinne" des Decoders unterhalb der Schnittstelle beim Einsetzen herausragten und auf die Platine kamen. Dadurch gab es einen "Kurzschluss". Vielleicht ist das inzwischen baulich schon verändert worden und nicht mehr relevant. Wenn doch, kannst Du ja beim Einsetzen des Decoders zur Vorsicht mal darauf achten...
Herzlichen Dank an euch alle für eure Ratschläge! Habe nun zwei MX685P16 Decoder bestellt und werde berichten sobald diese bei mir eingetroffen und eingebaut sind.
der Roco 10895 ist in Wirklichkeit ein Zimo MX630P16, also ein Fahrdecoder mit Motorsteuerung und entsprechend abweichender Pinbelegung. Daher wird er in den Steuerwagen nicht funktionieren. Schlimmstenfalls kann die Wagenelektronik Schaden nehmen, je nachdem was wo angeschlossen ist. Bei den Steuerwagen von Jaegerndorfer sind Lokdecoder sogar laut Anleitung verboten. Ich würde es daher nicht riskieren.
Hallo Gregor, der Unterschied zwischen Funktionsdecoder und Lokdecoder ist die Beschaltung zweier Pins (8,10). Beim Lokdecoder sind dies die Motorpins, beim Funktionsdecoder F5/F6. Sind also diese beiden Pins unbeschaltet im Railjet Steuerwagen können beide Decodertypen verwendet werden. Volker
Laut der Bedienungsanleitung vom 64112 wird ja sogar auf "von Haus aus" auf einen Lokdecoder verwiesen.
Daher denke/hoffe ich, dass dies kein Problem geben sollte.
Vielleicht kann noch jemand Licht ins Dunkel bringen?
Grüße, Gregor.
Hallo Gregor,
für einige Jahren hab ich mein DC Railjet Garnitur nach AC umgebaut und hab dabei auch einige Bilder geschossen. Ich hab dazu wirklich alle teilen die in AC unterschiedlich sind von DC getauscht. Vielleicht hilft das dich ein Bisschen? https://stummiforum.de/viewtopic.php?p=1678399#p1678399
"Wer lesen kann ist klar im Vorteil". Ich habe meinen Railjet Steuerwagen vor einer Woche OHNE Decoder auf der Anlage eingesetzt. Nach ein paar Stunden musste ich dann feststellen, dass die Achsen des Steuerwagen "eiern". Die Achsen des Railjets sind so aufgebaut, dass die Radscheiben fix auf die Achswellen ohne Isolierung aufgepresst sind. Die Achswellen sind in der Mitte geteilt und durch eine Kunststoffbüchse verbunden. Diese Kunststoffbüchsen in der Mitte der Achsen war nach 3h auf den Schienen verformt. Dies war auch der Grund für den unrunden Lauf des Steuerwagens.
Somit rate ich jedem, dass er seinen Steuerwagen ohne Decoder, welchen auch immer, nicht auf seine digitale Anlage unter Spannung stellt. Ansonsten wird das Vergnügen nur von kurzer Dauer sein.
Ich kenne das Innenleben des Steuerwagens nicht und kann auch nicht sagen warum ein Decoder im Digitalbetrieb sein muss.
So sieht jedenfalls eine der 4 Achsen aus nachdem sie 3h auf der Anlage im Einsatz war. Als normalen Verschleiß würde ich das nicht bezeichnen. Ich würde dies eher als Verformung durch Wärmeeinbringung in das Kunststoffteil bezeichnen.
So sieht das Drehgestell ohne Achsen aus. Für mich sieht es auf den Achsschleifern ein wenig nach "Kurzschluss" aus.
Ich habe einige andere Steuerwagen ohne Decoder im Einsatz. Die laufen alle ohne Probleme, bis auf den Roco Railjet Steuerwagen. Der steht zur Zeit.
Ich den Steuerwagen ist (zumindest in den Digitalversionen (Sound bzw. 3-Leiter)) ein MX685 eingebaut. Die Kondensatoren sind einfach nur Pufferkondensatoren. Von einem Lokdekoder würde ich abraten: 1. Man kann nicht wissen, was die Motorausgänge anrichten. 2. Zimo Funktionsdekoder haben das nette Feature, dass man sie mit einer Zweitadresse belegen kann. Hier nimmt man Zweckmäßiger weise die Adresse der Lok. Dadurch kann der gesamte Zuge von einer Adresse aus gesteuert werden. Der Funktionsdekoder versteht auch die "Fahrbefehle" und kann so die Funktionsausgänge (z.B. Lichter) richtungsabhängig korrekt schalten. Also zum Programmieren die "eigene" Adresse des Funktionsdekoders, zum Fahren immer die Lokadresse.
Weiters ist in den Railjets eine Schleiferumschaltung (=Relais in der Lok) verbaut. Es wird dadurch immer vom Vorrauslaufenden Fahrzeug (Lok/Steuerwagen) der Strom bezogen. Soweit ich die Betriebsanleitung im Kopf habe, kann man das mit Jumper in der Lok (und(?) Steuerwagen) ändern.
Ich habe meinen ersten Railjet (noch als Analogversion gekauft) und nach Muster des auch hier abgebildeten Siemens/Österreich Railjets mit Relais (schon zu Analogzeiten) und Funktionsdekoder nachgerüstet. Hat ohne Probleme geklappt.
Zum Achschaden: da ist irgendwo im Steuerwagen ein Kurzschluss. Dürfte nichts mit Dekoder oder nicht Dekoder zu tun haben (außer der Dekoder oder Blindstecker ist defekt).
Ich habe meinen Railjet-Steuerwagen (DC) schon vor einigen Jahren digitalisiert. Ein Problem gab es nicht, allerdings habe ich noch mit dem Lötkolben einige Litzen usw. angelötet, d.h. an meine Ansprüche angepasst.
Als Decoder verwende ich einen D&H DH16A (Lokdecoder). Da dieser Decoder zum Programmieren einen Motor voraussetzt, habe ich auf die Platine einen 100 Ohm Widerstand aufgeklebt und an die beiden Pins für den Motor angelötet. Dieser Widerstand täuscht dem Decoder einen Motor vor, eigentlich so wie es Funktionsdecoder auch machen.
CV5 (VMax) habe ich auf den Wert 0 eingestellt CV61 (Rangiergeschwindigkeit) habe ich ebenfalls auf den Wert 0 eingestellt. So sollte der Widerstand nicht heiss werden, wenn einmal irrtümlicherweise eine Fahrstufe auf den "Motor2 zugreifen will.
Die Innenbeleuchtung (Stärz Lichtleiste mit 2 Kondensatoren gegen Flackern) habe ich an AUX 2 angeschlossen.
Das ergibt folgende Funktionstasten: F0 = Spitzenlicht oder rotes Rücklicht F1 = schaltet die beiden oberen LEDs ein, die unteren beiden ab (sollte vermutlich das Abblendlicht einschalten, ein Helligkeitsunterschied ist kaum bemerkbar, könnte man aber mit CV54 noch dimmen) F2 = Innenbeleuchtung des Wagens Ein/Aus
Dass sich eine Achse verformt hätte, ist jedoch in den letzten Jahren nicht eingetreten (ich wüsste auch nicht warum), obwohl ich diesen Zug häufig fahren lasse. Mit anderen Worten, die Achsen mit Mittenisolierung bewähren sich und machen die Innenbeleuchtung von Wagen sehr einfach (Stromabnahme von den Achsen) möglich. So habe ich alle Wagen meines ICN der SBB mit Lichtleisten (mit Decoder, von Stärz) einfach und problemlos beleuchtet, dank den mittig isolierten Achsen.
Hier noch 3 Bilder:
Es wäre schön, wenn alle Steuerwagen von allen Herstellern so einfach zu digitalisieren wären wie der Railjet von Roco.
So sieht das Drehgestell ohne Achsen aus. Für mich sieht es auf den Achsschleifern ein wenig nach "Kurzschluss" aus.
Ich habe einige andere Steuerwagen ohne Decoder im Einsatz. Die laufen alle ohne Probleme, bis auf den Roco Railjet Steuerwagen. Der steht zur Zeit.
Hallo! Mir ist jetzt leider genau das gleiche passiert.... Zuerst geeiert, dann komplett die Kunststoffmittelstücke der Achsen verformt. Musstest du nur die Achsen tauschen oder war die Elektronik im Steuerwagen dann auch Schrott? Wäre schön gewesen, wenn Roco ein kleines färbiges Hinweiszettelchen zum Steuerwagen dazugelegt hätte...
Ich hoffe nun, dass ich den Steuerwagen nun noch digitalisieren kann. LG Andreas