RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#276 von prof_falken , 27.08.2026 10:32

Zitat von memento im Beitrag #261
Mir fehlt der Kreisverkehr auch deshalb, weil ich einfach meinen Fahrzeugen kaum Auslauf gönnen kann – manchmal wäre es doch gut, ein Modell einfach mal 10, 15 Minuten am Stück "warmfahren" lassen zu können.



Hallo Thomas, ich bin ein echter Fan von kleinen Regalanlagen und verfolge dein Projekt begeistert. Das Thema warmfahren ist natürlich ein Problem auf solchen Anlagen. Aber dafür hab ich meine Roco Line mit Bettungs R2 und R3 Gleise, die ich gelegentlich auf dem Esstisch aufbaue und dort meine Loks ihre Runden drehen zu lassen. Ich überlege aber noch, ob ich meinen Testkreis nicht einfach noch auf eine Platte klebe, dann spar ich mir den Auf- und Abbau und kann die Anlage mit eine rGesamthöhe von wenigen cm unter dem Bett oder Hochkant im Abstellkammerl verstauen.


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#277 von memento , 28.08.2026 14:54

Hallo liebe Mitleser,

@SupmaKni hallo Heiko und @Y-Weiche Andreas

Zitat von Y-Weiche im Beitrag #272
Zitat von SupmaKni im Beitrag #271
aber es passt halt nicht dass hinter der Ladestrasse und dem Bahnhofsgebäude plötzlich eine Wiesenlandschaft beginnto

ein kleiner Zaun oder ein Stützmäuerchen könnten das evtl. schon etwas entschärfen... (sofern klar wird, wohin die Straßenfahrzeuge dann abfahren können).


Ich hab mir das auch schon überlegt mit dem Zaun. Natürlich ist die Fläche, die ich da als Zufahrt / Wendeplatz habe, sehr schmal, weil ja dann schon die hintere Anlagenkante kommt. Aber so ein Zaun direkt an der Rückwand, da wo der LKW steht, und dann vielleicht noch ein paar Zentimeter weiter nach links durchgehend ... das könnte m.E. gut ausschauen.

@V8Cobra hallo Uwe
Zitat von V8Cobra im Beitrag #273
Vielleicht 2 oder 3 kleinere Hauskulissen draufsetzen, dann entstünde vielleicht der Eindruck, der Bahnhof befinde sich am Ortsrand. Müsste man einfach mal ausprobieren und "Stellproben" mit ausgeschnittenen Teilen machen.


Ja also die Idee da doch noch 1-2 Hauskulissen hinzumachen (oder diese einfach mit in den Hintergrund einzudrucken) finde ich vielleicht gut ... vorne wäre dann ein Zaun und direkt dahinter im Hintergrund nicht nur diese Wiese, sondern eben auch noch angedeutet die Gebäude, und rechts wird das dann durch den Güterschuppen begrenzt. Das muss ich noch probieren ...

@Manuel K hallo Manuel,
Zitat von Manuel K im Beitrag #274
[...]
Habs mal versucht auf die Schnelle einzuzeichnen. Blaue Pfeile sind die Blickrichtungen.

Rot die wichtigen Ecken die man kaschieren könnte.[...]


... siehe unten, habe nochmal Chat GPT bemüht und Deine Idee auch mit den Bäumen reingenommen. Natürlich ist das wieder nur mit KI eine Vorschau auf die Schnelle, also die Details und vor allem die Höhe und Position der Bäume usw. ist nicht endgültig. Der Zaun hinter dem LKW fehlt hier auch. Aber das ergibt sich ja dann alles, wenn ich es wirklich auf der Anlage umsetze:

(Ich finds übrigens lustig, wie die KI meine schönen Bäume im linken Anlagenteil aus dem Originalbild jetzt auch irgendwie verändert hat in diese Kaktus-Bäume. :-) ...)



Ich habe im Moment die Idee, den Hintergrund dann mit Adobe Photoshop / Firefly aufzubauen. Das erfordert dann sicher etliche Feinarbeit aber dafür kriege ich dann die ganzen Bäume aus den vorhandenen Fotos schön sauber und detailliert in den Ausdruck. Da ich selbst kein Firefly-Abo habe, kann ich dies hoffentlich bald bei einem guten Freund machen, der das eben hat.

@jmh67 hallo jmh,
Zitat von jmh67 im Beitrag #275
Das klingt plausibel. Zwar wurden laut Güterwagen-Archiv die späteren Fc (für die DB) schon seit 1955 gebaut, aber es wird wohl ein paar Jahre gedauert haben, bis sie sich durchgesetzt hatten. Bei der DR kamen sie überhaupt später.


Im Vergleich zu einem Fc sind die kleinen alten zweiachsigen O-Wagen als Kohletransportwaggons ja auch kleiner und passen wohl einfach besser zum Charakter meiner Anlage ...

Zitat von jmh67 im Beitrag #275
Aber wechselbare Ladungseinsätze für die O-Wagen haben etwas, finde ich. Da kann ich z. B. Kohle "von der Stadt zum Dorf" fahren und zurück Holz oder Rüben. Dann kann mir auch niemand vorwerfen, ich führe ja nur die Ladung hin und her


das stimmt natürlich. Da die Ladungseinsätze bei mir sowieso wechselbar werden, weil ich nichts in die Modelle festkleben will (auch wenn mein günstigster O-Wagen nur 1,99 gekostet hat), ist das ja auch nicht ausgeschlossen.

@prof_falken hallo prof_falken,
Zitat von prof_falken im Beitrag #276
Hallo Thomas, ich bin ein echter Fan von kleinen Regalanlagen und verfolge dein Projekt begeistert. Das Thema warmfahren ist natürlich ein Problem auf solchen Anlagen. Aber dafür hab ich meine Roco Line mit Bettungs R2 und R3 Gleise, die ich gelegentlich auf dem Esstisch aufbaue und dort meine Loks ihre Runden drehen zu lassen. Ich überlege aber noch, ob ich meinen Testkreis nicht einfach noch auf eine Platte klebe, dann spar ich mir den Auf- und Abbau und kann die Anlage mit eine rGesamthöhe von wenigen cm unter dem Bett oder Hochkant im Abstellkammerl verstauen.


Danke Dir für Deinen Beitrag, willkommen bei Bf. Loitzerwald und es freut mich, dass mein Projekt Dir gefällt!

Das ist eigentlich eine Super-Idee mit einer flachen Platte mit einfach 1-2 aufgeklebten Gleiskreisen. Weil das nimmt dann beim Wegstellen ja wirklich keinen Platz weg. Als Fleischmann Nostalgiker könnte ich das mit Fleischmann Profi-Gleis ausstatten und vielleicht einfach noch eine Grasmatte draufkleben. Mit dem Profi-Gleis habe ich als 11jähriger damals angefangen und es wäre dann nicht nur ein Testkreis, sondern optisch auch eine ganz primitive, für mich nostalgische "Spielbahn" – so wie ich damals von so einer aufrollbaren Toporama-Matte geträumt habe, die ich aber nie bekommen habe.

LG
Thomas


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#278 von memento , 28.08.2026 16:45

Ich hab tatsächlich auch mit Wagenladungen angefangen und zwar gibt's als erstes diese "kleinen" (naja ... sind doch deutlich klobiger als ich dachte) Holz-Transportkisten von Joswood:


Ein O-Wagen ist jetzt für den Transport solcher Kisten gedacht. Ideal wäre, dass der Wagen wenigstens 2x die Woche in Loitzerwald zugestellt werden muß, z.B. Dienstags und Donnerstags, um entweder Produkte anzuliefern oder von einer in Loitzerwald ansässigen kleinen Fabrik abzuholen, z.B. hier ein Beispiel, was das sein könnte: Maschinenfabrik Bitter&Sohn (historische Werbung hier zu sehen). Und mache dann einen Schriftzug oder ein Logo und drucke das auf die Transportkisten. Oder ich mache zwei verschiedene Aufdrucke, oder lasse die Kisten neutral, oder oder ...



Die Kisten habe ich auf solche Holzbalken in den Waggon gestellt, die teilweise dem Bausatz schon beigelegen haben, teilweise mußte ich sie aber selbst machen. Sicher geht das noch besser und detaillierter, aber erstmal reicht das hoffentlich ...

Es hat jetzt auch einen Kühlwagen in meinem Fahrzeugbestand. Das ist gar nicht so einfach, ein günstiges und einfaches H0-Modell von so einem "altmodischen" kleinen Kühlwagen zu finden, was nicht mit einer Bierfirma oder ähnlichem bedruckt ist - fündig geworden bin ich jetzt bei diesem Fleischmann Tkoh 02. Die Artikelnummer weiß ich nicht, eventuell gab's den nur in diesem Startset mit einem Güterzug (den ich übrigens sehr schön finde, den Zug in dem Set):


Zitat von Manuel K im Beitrag #262
Du hast geschrieben, das Du über einen Triebwagen nachdenkst, ich glaube ich würde den hier auf Deiner Bahn sehen




... leider wird das mit dem Esslinger Triebwagen in Loitzerwald nichts werden.

Das Umsetzgleis ist einfach zu kurz – da passen auch keine langen Schlepptenderloks drauf. Für einen VT98 wird es kein Problem, aber der Esslinger geht nicht. Ich würde den Triebwagen gerne als PmG und nicht nur solo einsetzen (solo ist auf so einer Anlage dann irgendwie doch langweilig – man fährt 1x rein in den Bahnhof und 1x wieder raus und das war's dann auch schon ...).

Aus dem Grund hatte ich ja auch schon mit der Planung für das Nachfolgeprojekt angefangen, wo eben ein Lokschuppen und auch ein längeres Umsetzgleis dazu gehören werden ...

LG
Thomas


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#279 von Manuel K , 29.08.2026 01:27

Hallo Thomas,

Genauso, ich finde das mit dem Hintergrund jetzt sogar sehr gut. Ein viel besseres Ergebnis wirst Du meiner Meinung nach, aus der Situation kaum rausholen können. Die Landschaft fällt nach hinten ab, der Bahnhof wirkt so auf einer leichten Anhöhe. Ich würde das genauso übernehmen, kein Zaun, denn der wirkt wieder unrealistisch, weil der Effekt die Zufahrt hinter dem Güterschuppen kippen würde. Er würde schlicht weg zu nah am Güterschuppen stehen, es würde sehr unglaubwürdig wirken, das hier noch eine Straße verlaufen könnte. So aber wirkt es auf einer leichten Anhöhe, und man könnte denken, die Straße liegt leicht abfällig dahinter.

Was den Triebwagen angeht, wie wäre es alternativ mit einem VT70 Nr. 73101 Tillig, oder einem MAN Nr. 64015 Brekina, kurz wie der VT98 und doch mal was anderes. Eine V20, V36 könnte ich mir ebenso gut vorstellen. mit allen wäre ein PmG, bzw. GmP möglich


Mfg Manu


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#280 von memento , 29.08.2026 19:43

Hallo liebe Mitleserschaft,

Zitat von Manuel K im Beitrag #279
Die Landschaft fällt nach hinten ab, der Bahnhof wirkt so auf einer leichten Anhöhe. Ich würde das genauso übernehmen, kein Zaun, denn der wirkt wieder unrealistisch, weil der Effekt die Zufahrt hinter dem Güterschuppen kippen würde. Er würde schlicht weg zu nah am Güterschuppen stehen, es würde sehr unglaubwürdig wirken, das hier noch eine Straße verlaufen könnte. So aber wirkt es auf einer leichten Anhöhe, und man könnte denken, die Straße liegt leicht abfällig dahinter.


ah, jetzt verstehe ich, wie Du das meinst. Das erinnert mich ein bißchen an die Anlage von Reinout (die Eifelburgenbahn – ist ja auch hier im Stummiforum), die in der Eifel angesiedelt ist und wo man teilweise auch am vorderen Rand über hohe "Hügel" schaut und nach hinten runter ins Tal:
https://www.youtube.com/watch?v=CjUGPs4oppw

Allerdings hat Reinouts Anlage natürlich viel mehr Platz als meine und auch freie Strecken, wo dann die Landschaft wirklich hinter dem Bahndamm noch etliche Zentimeter nach unten abfallen kann, was mit dem Hintergrund zusammen schon wirklich beeindruckend gut ausschaut, wie das Youtube Video oben belegt ...

Ich hab heute einen Bretterzaun von Joswood beim Modellbahnhändler meines Vertrauens hier in Köln gekauft – die haben viele Joswood-Produkte auf Lager, aber es war tatsächlich der einzige / der letzte Zaun, der gerade noch da war.

Aber noch ist der Hintergrund ja nicht erstellt ... ich werd dann einfach mal Stellproben machen, ob das mit ein bißchen Zaun nicht doch gut ausschaut, oder ob es doch "zuviel" ist.

Zitat von Manuel K im Beitrag #279
Was den Triebwagen angeht, wie wäre es alternativ mit einem VT70 Nr. 73101 Tillig, oder einem MAN Nr. 64015 Brekina, kurz wie der VT98 und doch mal was anderes. Eine V20, V36 könnte ich mir ebenso gut vorstellen. mit allen wäre ein PmG, bzw. GmP möglich


Oh ja, die sind alle schön, danke für die Tips. Den Tillig VT70 hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Es gibt ja auch den Trix VT75 – leider aufgrund des großen Motors mit komplett schwarzen Fenstern, da weiß ich noch nicht, ob das selbst für meinen Nostalgie-Geschmack doch etwas viel des Guten ist. (ich meine aber, daß auch Trix hier eine aktuelle Neuauflage gemacht hat, wo man dann freien Durchblick im Innenraum hat.)

Wiederum finde ich die uralte Trix V36 sehr schön, mit Metallgehäuse – so eine hatte ich vor vielen Jahren schon mal für Trix Express, aber nie eine Anlage dafür. Das schöne an diesen alten Guß-Modellen ist, daß man sie auch gut "restaurieren" oder auch umlackieren kann.

Heute ging's mal mit dem Güterschuppen weiter, der muß ja vor Fertigstellung beleuchtet werden. Das Dach muß ich am Ende fest aufkleben und danach kommt man nicht mehr 'rein ... was Beleuchtung angeht, bin ich ein kompletter Elektro-Laie und hab mich daher ganz altmodisch beim Händler beraten lassen.

Ich hab dann eine LED (direkt fertig mit Vorwiderständen und was man da alles heute so braucht) für 2 Euro gekauft. Die Aussage war, daß ich meine gesamte Beleuchtung entweder auf 3-5V auslegen könnte, oder aber auf 12-16V. Für die 3-5V hätte ich natürlich diverse Netzadapter von irgendwelchen alten Elektrogeräten zuhause, kann aber NUR bestimmte LED verwenden und z.B. keine fertigen Bahnsteigleuchten und dergleichen, weil diese alle für 12-16V ausgelegt sind. Daher gehe ich jetzt mit der Beleuchtung komplett auf 12V und kann dann halt alle Leuchten verwenden, wie ich will, muß aber eben LED mit Vorwiderständen kaufen.

Einen Netzadapter für 12V habe ich zuhause nicht, meine Fahrpulte (Roco ASC1000) haben auch keinen Ausgang dafür, aber es gibt solche Adapter ja für wenige Euro bei Amazon ...

Die LED-Lampe kommt an eine kleine abgehängte "Zwischendecke" und diese hängt jetzt unter den Dachbalken des Schuppens.




Wie das so ist, zeigt sich dann, daß das Licht natürlich am Boden teilweise durch die Ritzen scheint:


Daher hab ich aus Resten der dicken Pappe vom Bausatz "Fußleisten" montiert und jetzt ist da alles dicht. An einer Stelle hab ich noch aus Balsaholz ein paar "Kisten" angedeutet, die im Schuppen lagern, und zwei Lagerarbeiter halten da einen Plausch (Preiser 10350). Das reicht für mich an "Inneneinrichtung" auch, so viel sieht man von draußen ja eh nicht und ich gehöre nicht zu den Modellbauern, die hier wirklich ins kleinste Detail gehen:




Am anderen Schuppen, links vom Ladegleis, steht jetzt auch noch eine von diesen ominösen großen Holzkisten (von Joswood) mit Maschinenteilen herum. Die anderen zwei sind ja auf meinem O-Wagen unterwegs. Ich hab noch so gar keine Vorstellung davon, wie man damals solche großen Kisten überhaupt verladen hat. Braucht es da schon einen Kran? Gibt's sowas auch in "mobil" (heute klar, weiß ich, aber 1952-58?) oder ist diese Kiste für so einen kleinen Bahnhof wie Loitzerwald einfach zuviel des Guten? Wir haben auch Besuch aus Frankreich – da scheint sich jemand für den Export dieser Maschinenteile, die in Loitzerwald gefertigt werden, zu interessieren:


Jedenfalls konnte ich an diesem schönen Renault 4CV "Cremeschnittchen" von Norev einfach nicht vorbeigehen! Bei Eisenbahn-Modellen mag ich es ja gern etwas nostalgisch – aber bei den Modell-Autos muß ich sagen, sind die, die man heute bekommt, teilweise schon wirklich der Hammer. Fix und fertig mit Nummernschild und Chrom und allen feinen Details ...

LG
Thomas


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#281 von Exinger , 29.08.2026 22:33

Ich meine, dass ein mobiler Kran (vielleicht sogar ein Oldtimer Feuerwehr-Kranwagen) solch eine Kiste durchaus auf einen offenen GW verladen wird können… meiner Erfahrung nach, helfen einander Enthusiasten gerne gegenseitig 😉


 
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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#282 von Manuel K , 30.08.2026 00:19

Hallo Thomas

na da gibt es doch viele Möglichkeiten. Fuchsbagger 301 mit Kranarm. Zwar gibt es sowas von Wiking, aber der ist leider recht plump. Der Kibri 301 mit Gittermast würde zwar gehen aber der hat nur einen kurzen Gittermastausleger, womit man die große Kiste nicht mal auf einen Wagon, oder Lkw bekäme

und da gibt es noch meine Fuchsbagger, die Modelle habe ich selbst konstruiert und sind meine eigenen Bausätze. Bis auf die Hydraulik Ausführung habe ich alle anderen Ausführungen umgesetzt, 2 oder 4 Punkt Abstützung, niedriges, oder hohes Fahrerhaus. kurze 6m bis lange 12 m Masten, sogar ohne oder mit Kragarm.

Hier mal mit Abrissbirne



sowas wäre für Deinen Einsatzzweck perfekt, 4 Punkt Abstützung und langer Mast mit Kragarm



hier mal meine ganze Flotte, in den unterschiedlichsten Ausführungen



und hier mal noch ein Bild, ganz frisch gedruckt, 2 komplette Bausätze auf einer Druckplatte, rechts daneben, wie er mal aussehen könnte


Mfg Manu


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#283 von memento , 30.08.2026 01:42

Hallo @Exinger und @Manuel K

Fuchs 301 oder auch Krupp Ardelt Bagger/Kran

... ok, vielen Dank, da bin ich platt. Mit solchen Kran-Bausätzen direkt hier in meinem Thread hatte ich jetzt echt nicht gerechnet !!

Dabei fällt mir ein, daß mein Opa mal so einen Kran oder Bagger für H0, allerdings mit Raupenfahrwerk hatte. Das war in den 70er Jahren. Der stand lange Jahre bei ihm in der Vitrine, ich weiß nicht mehr wieso und warum, weil eine Modellbahn (außer Lego) hatte bei uns leider nie jemand, da war ich der erste. Leider hat das Modell aber dann später mein Kinderzimmer irgendwann nicht überlebt

Loitzerwald hätte also eine kleine Maschinenfabrik – sagen wir mal die "Landtechnik Graff-Werke – Qualität aus Loitzerwald". Die liefern vielleicht 1x die Woche so 1-2 solcher großen Kisten in alle Welt aus, die noch nicht näher definierte Landtechnik (vielleicht Arbeitsgerät für Traktoren) beinhalten ...

Zitat von Manuel K im Beitrag #282
hier mal meine ganze Flotte, in den unterschiedlichsten Ausführungen




Wahnsinn. Sieht echt toll aus.

Dann würden also die Graff-Werke in Loitzerwald am Bahnhof extra einen solchen Kran vorhalten?

Angenommen, die Werke wären vom Bahnhof 3 km entfernt. Auch wenn die Strecke nicht so lang ist, könnten die ja trotzdem nicht jede Woche mit dem Kran von dort aus dahinfahren nur wegen der Kisten? Dafür ist der Ausleger (selbst wenn es ein kürzerer wäre) dann doch viel zu sperrig, oder? Ist das denn realistisch, daß so eine Fabrik dann dafür extra am Bahnhof so einen Fuchs 301 "stationieren" würde?

Ich hab mir mal z.B. den Kibri Fuchs 301 angeschaut. Ist der Ausleger wirklich zu kurz?

Hier mal ein Foto von der Eisenbahnstiftung.de:
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/78098.jpg
"Bereits mit Eröffnung der Staatsbahnlinie von Nürnberg nach Bamberg am 1. September 1844 wurde im Bahnhof Bamberg Einrichtungen zur Lokomotiv-Behandlung errichtet. Die Anlagen an der heutigen Brennerstraße wurden ständig erweitert. 1967 endete die Dampflok-Unterhaltung. Die Bekohlung der aus Hof hier wendenden 01 konnte nur noch behelfsmäßig mit einem Seilzugbagger vom Typ FUCHS 301 durchgeführt werden. [...] (29.12.1972) Foto: Werner Vierling"

Der hat doch auch eher einen kurzen Ausleger, und ich will ja keine Lok bekohlen, sondern nur einen O-Wagen entladen – die Kiste muß ja so dermaßen hoch gar nicht angehoben werden, sprich wenn ich mir das jetzt anhand des Fotos mit der 01 drauf so vorstelle, müßte das mit einer zwar ca. 2x2x3 Meter großen Kiste, aber dafür auf einem viel niedrigeren O-Wagen, doch eigentlich auch klappen?

Zitat von Manuel K im Beitrag #282
und hier mal noch ein Bild, ganz frisch gedruckt, 2 komplette Bausätze auf einer Druckplatte, rechts daneben, wie er mal aussehen könnte




Also die Bagger aus Deinem Bausätzen sehen schon deutlich besser aus als die Modelle sowohl von Kibri als auch Wiking !! Da hat sich die Arbeit ja echt gelohnt ...

Gefunden hab ich auch noch einen Fuchs-Bagger als Aufbau auf einem Magirus-Lastwagen:
https://shop.modellbahn-raschka.de/Sonde...__PckfnhSce7csU

Aber auch da ist mir jetzt nicht klar, wie denn sowas jemals im Straßenverkehr teilnehmen soll? Die Fahrt ist doch an der ersten Überführung sofort zu Ende ...?

Und dann hab ich (auch von Wiking) noch den Krupp Ardelt GU 25 gefunden – mir gefällt hier, dass das Vorbild wohl ein bisschen älter ist … (ab 1953) während es den Fuchs 301 erst ab 1957 gibt. Das ist in Loitzerwald immer gut, wenn ich bei den Fahrzeugen nicht immer das "allerneuste" nehmen muß, falls ich doch mal Epoche 3a "spielen" möchte.

Aber auch bei dem Wiking-Krupp ist der Ausleger etwas kürzer, wobei ... wie gesagt, vielleicht reicht das ja von der Länge eben doch.

Eigentlich wollte ich meine Anlage nicht mit zuviel Fahrzeugen "vollstellen", der Platz ist schon begrenzt. Aber gut, natürlich kann man die Fahrzeuge auch einfach je nach Bedarf austauschen ... klar. Ich hatte eben spontan auch schon die Idee, den Bagger mit in das Hintergrundbild aufzunehmen und so das Vorhandensein "vorzutäuschen" :-p

LG
Thomas


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#284 von Manuel K , 31.08.2026 01:16

Hallo Thomas,

sorry, ich wollte Dir nur zeigen, was für Deinen Transportzweck möglich wäre. Die kurzen Rohrausleger mit nur 6m wären eher zu knapp und zu kurz. Es müsste min. ein 9m Ausleger sein. Also mit einem Mittelstück, Gittermastausführung.

Zur damaligen Zeit war man da eher Pragmatisch. In der Regel hängte man den 301 mit einer Abschleppstange einfach hinter einen Kipperlaster, die Mastteile wurden auf dem Kipper transportiert. Fertig. Später bauten einige, so auch mein Opa, den 301 einfach auf ein Lkw auf. Mein Opa tat das auf einen Mercedes Rundhauber 1519. Den Lkw hat er damals gebraucht von einer Straßenbauverwaltung gekauft, den Kipper entfernt, das Fahrgestell des 301 entfernt und dann auf dem Lkw Fahrgestell montiert. Ähnliches Fahrzeug gab es von Kibri, allerdings auf einem Magirus Eckhauber ( würde bei Dir auch gut passen ) und sieht um Welten besser aus als das Wiking Pendant.
Bei uns hier in Heimbach, wir hatten da auch eine Freiladerampe, da stand immer ein Fuchsbagger des ansässigen Sägewerks. Der Schrottplatz meines Opa s war ca. 1km entfernt, die fuhren da einfach so hin, nur den Mast nach hinten geschwenkt ( kurzer Rohrmast ) rote Fahne dran und ab dafür ( wobei das damals auch schon so nicht konform gewesen sein dürfte, es interessierte aber auf dem Land auch keinen groß, außer es ist was passiert ) , oder aber den Mast abmontiert und auf den Kipper gelegt.

In Deinem Fall könnte es ja (fiktiv) in der Nähe eine Maschinenbau Firma gegeben haben, die vielleicht auch nur einen kurzen Weg von 1 bis 2 km bis zum Freiladegleis hatte. Also durchaus denkbar. Auf jeden Fall aber sollte es ein Radfahrzeug und kein Kettenfahrzeug sein. Kettenbagger waren dagegen immer fest auf einem Platz stationiert und wurden nur notdürftig auf einem entsprechenden Platz bewegt. Transportiert wurden die dann meist mit einem Tieflader ( 50-60iger Jahre je nach Größe mit so einer ausschwenkbaren Hinterachse )

Dazu muss man aber auch bedenken, je Länger die Masten, umso weniger konnten sie heben. Zudem war die 2 oder 4 Punkt Abstützung kein Standard.

In Deinem Fall könnte die Maschinenfabrik einen 301 mit niedrigen Haus und 4 Punktabstützung aufgrund der höheren Lasten, mit einem 8 oder 9m Gittermast sein. Mit einfacher Seilschaft kommste hier nicht weit, also müsste es einer sein der die Umlenkrollen Paket hat, damit wäre bei 8 bis 9m Auslage ca. 1000 - 1200 Kg Hublast möglich. Weder Kibri, noch Wiking hat eine solche Ausstattungsvariante im Programm.
Ich kann alle Varianten auf dem Bild wäre es dann das Fahrgestell ( Orange ) mit 4 Punkt Abstützung ganz rechts im Bild, mit dem Aufbau und Gittermast ( mit nur einem Mittelteil ), 3.Modell von links. Die Umlenkrollen sind die selben Rollen wie bei der Ausführung mit dem Schürfkurbel, allerdings die Seile anders geführt.

Bei höheren Lasten müssten dann schon entweder ein größeres Gerät, oder aber zwei 301 Fuchsbagger eingesetzt werden.
Damit es auf Deinem Ensamble nicht zu viel wird, ist das ein relativ leichtes, aber sperriges Maschinenteil, vielleicht für irgendeine Maschine auf Übersee. Ein Pumpenteil, oder sowas vielleicht


Mfg Manu


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#285 von memento , 31.08.2026 12:46

Hallo Manu,

danke Dir für die ausführliche Erklärung nochmal.

Ja, eine Fabrik habe ich mir schon überlegt, eben die "Landtechnik Graff-Werke – Qualität aus Loitzerwald" :)

Ich werde für Loitzerwald vermutlich aber einen Krupp Ardelt Kran (mit Radfahrwerk) besorgen, weil das Vorbild eben ein bißchen älter ist (ab 1953), was mir entgegen kommt. Von Wiking hab ich das Modell gesehen und finde, das sieht doch nicht schlecht aus. Sicher geht das immer noch detaillierter, aber ich habe ja auch bei den Fahrzeugen und Güterwagen etliche eher "nostalgische" im Bestand und mir gefallen die Modelle. So wie ich das gesehen hab (z.B. hier) hat man beim Ausleger bei dem Modell auch die Möglichkeit, das auf die notwendige Länge zu bringen.

Der Kran ist dann angenommen wohl eher fest am Bahnhof "stationiert" ... weil es zwar möglich ist, aber dennoch sehr unpraktisch, damit jede Woche ca. 2 km auf öffentlichen Straßen herumzufahren. (Jedes Mal den Mast abmontieren etc.) Eher hat die Fabrik dann sicherlich mehrere Kräne, mindestens einen bei sich im Werk und einen der immer am Bahnhof steht.

Mir gefallen zugegeben aber die Kräne auf dem LKW-Fahrgestell (ob nun von Kibri oder Wiking) natürlich auch sehr – nur wie gesagt, wie wahrscheinlich ist das, daß die in der Fabrik so einen LKW vorhalten, wenn sie wirklich nur zwischen zwei festen Standorten, die sehr nah beieinander liegen, damit pendeln? (Fabrik und Bahnhof – ca. 2 km) Da tun es ja eher zwei Kräne, einer in der Fabrik und einer am Bahnhof.

Ich hoffe, daß das einigermaßen glaubwürdig wirkt, am Bahnhof nur EINEN Kran aufzustellen – daß die Traglast bei diesen Kränen doch so stark begrenzt ist, hätte ich (als Laie) nie gedacht! Aber für zwei Kräne reicht auf meiner kleinen Anlage der Platz kaum bzw. wird mir das auch einfach zuviel "Aufwand". Insofern nehme ich dann einfach mal an, daß die Kisten leicht genug sind, daß der eine Kran reicht.

LG
Thomas


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#286 von Hachzer , 31.08.2026 17:58

Ich greife nochmal das Thema Ladungseinsätze auf, das kürzlich hier diskutiert wurde. Interessant ist, dass der TE (memento) seine Meinung im Lauf der Disksussion geändert hat. Zuerst also:

Zitat von memento im Beitrag #266
Ich muß meine verschiedenen O-Wagen jetzt mal langsam glaubhaft beladen und ihnen glaubhafte Aufgaben zuweisen. Ich will aber jetzt nicht im Betrieb die Waggons auch noch be- und entladen. Die sollen einfach einen "immer passenden" Beladungseinsatz bekommen und dann ab auf die Strecke, nach Möglichkeit.

Er möchte also "immer passende" Ladungseinsätze.
jmh67 hielt dem entgegen:
Zitat von jmh67 im Beitrag #275
Aber wechselbare Ladungseinsätze für die O-Wagen haben etwas, finde ich. Da kann ich z. B. Kohle "von der Stadt zum Dorf" fahren und zurück Holz oder Rüben. Dann kann mir auch niemand vorwerfen, ich führe ja nur die Ladung hin und her ;

und memento stimmte zu:
Zitat von memento im Beitrag #277
das stimmt natürlich. Da die Ladungseinsätze bei mir sowieso wechselbar werden, weil ich nichts in die Modelle festkleben will (auch wenn mein günstigster O-Wagen nur 1,99 gekostet hat), ist das ja auch nicht ausgeschlossen.

Bei den "immer passenden Ladungseinsätzen" musste ich schmunzelnd an meinen ersten Besuch (vor vielen vielen Jahren) im Miwula denken, wo ich den langen Erzganzzug so toll fand, der das Eisenerz von Kiruna nach Narvik transportierte. Ja, toll, so wird sichtbar, wie die Eisenbahn riesige Transportmengen bewegt.
Diese Begeisterung fiel in sich zusammen, als ich zwei Minuten später sah, wie der tolle Zug das Eisenerz wieder nach Kiruna zurücktransportierte. (War vermutlich eine Reklamation.)

Ich halte es bei meiner Anlage immer so, dass für alle offenen Wagen passende Ladungseinsätze parat liegen, die meisten davon im Fiddleyard, von wo die Güzerzüge ausgehen. Da werden dann vor Betriebsbeginn (keinesfalls während des Betriebes) die für einen bestimmten Transport (mit einem Kartensystem ausgelost) passenden Einsätze, also z.B. ein Ladungseinsatz Formsand für eine Lieferung zur Eisengießerei, in die entsprehenden Wagen gesteckt. In der Pause zwischen zwei Betriebssessions (halbe Stunde oder mehrere Tage) werden die Ladungseinsätze aller erfolgten Transporte herausgenommen und die Wagen dann leer zurückbefördert.
Es geht auch umgekehrt. Die Auslosung ergab z.B., dass in einem der Bahnhöfe ein leerer Rungenwagen für eine Ladung Stammholz gebraucht wird. Dann wird der Wagen halt leer dorthin befördert und dann am Ziel mit der Ladung bestückt und am nächsten Tag (also bei der nächsten Session) zu seinem Ziel (in der Regel der Fiddleyard) transportiert.

Da die Be- und Entladungen stets zwischen Sessions gemacht werden, behindern sie nicht den Betriebsablauf. Aber durch dieses System bekommt man den Eindruck, dass die Bahn tasächlich etwas befördert. Das ist ein viel befriedigenderes Gefühl als nach irgendeinem Güterwagenschubsen.
Gruß

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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#287 von memento , 31.08.2026 18:52

Hallo OOK,

Zitat von Hachzer im Beitrag #286
Ich greife nochmal das Thema Ladungseinsätze auf, das kürzlich hier diskutiert wurde. Interessant ist, dass der TE (memento) seine Meinung im Lauf der Disksussion geändert hat. Zuerst also:
Zitat von memento im Beitrag #266
Ich muß meine verschiedenen O-Wagen jetzt mal langsam glaubhaft beladen und ihnen glaubhafte Aufgaben zuweisen. Ich will aber jetzt nicht im Betrieb die Waggons auch noch be- und entladen. Die sollen einfach einen "immer passenden" Beladungseinsatz bekommen und dann ab auf die Strecke, nach Möglichkeit.

Er möchte also "immer passende" Ladungseinsätze.
jmh67 hielt dem entgegen:
Zitat von jmh67 im Beitrag #275
Aber wechselbare Ladungseinsätze für die O-Wagen haben etwas, finde ich. Da kann ich z. B. Kohle "von der Stadt zum Dorf" fahren und zurück Holz oder Rüben. Dann kann mir auch niemand vorwerfen, ich führe ja nur die Ladung hin und her ;

und memento stimmte zu:
Zitat von memento im Beitrag #277
das stimmt natürlich. Da die Ladungseinsätze bei mir sowieso wechselbar werden, weil ich nichts in die Modelle festkleben will (auch wenn mein günstigster O-Wagen nur 1,99 gekostet hat), ist das ja auch nicht ausgeschlossen.



auch Dir herzlichen Dank für Deinen Beitrag zum kleinen Bahnhof Loitzerwald!

Du hast natürlich vollkommen recht. Aber ich habe mich auch sehr mißverständlich ausgedrückt – daß ich im Waggon nichts festkleben will, hat nichts damit zu tun, was ich "im Betrieb" mache, sondern einfach nur damit, daß ich alle meine Bahn-Modelle komplett original "wie aus der Schachtel" haben möchte. Ich weiß, das ist wieder so ein Tick von mir, aber da kommt halt der Sammler in mir durch. Und wenn's, wie oben beschrieben, nur ein Güterwagen für 1,99 Euro ist, der eigentlich gar nicht groß sammelwürdig ist – möchte ich trotzdem an dem Fahrzeug baulich nichts verändern oder ankleben. Oder Fahrzeuge altern, möchte ich auch nicht. Obwohl ich weiß, wie toll das manchmal aussehen kann.

Dafür bin ich immer noch zu sehr der "kleine Junge", der die Modellbahn-Waggons und Loks damals in den Katalogen und im Schaufenster angeschaut hat und möglichst genau so auch auf der Bahn haben möchte. Drum stören mich auch diverse Fehler bei alten Modellen nicht (falsche Bedruckung oder nicht perfekte Bremsbacken oder andere fehlerhafte kleine Details). Ich sehe diese Fehler und wenn der Gesamteindruck des Modells für mich trotzdem paßt, dann bin ich zufrieden. Wenn mich sowas alles wirklich stören würde, würde ich nur die ganzen neuen Brawa-Waggons kaufen und mich vermutlich dann immer noch über fehlerhafte noch kleinere Details ärgern. :)

Zitat von Hachzer im Beitrag #286
Da die Be- und Entladungen stets zwischen Sessions gemacht werden, behindern sie nicht den Betriebsablauf. Aber durch dieses System bekommt man den Eindruck, dass die Bahn tasächlich etwas befördert. Das ist ein viel befriedigenderes Gefühl als nach irgendeinem Güterwagenschubsen.


Auch da hast Du unumwunden recht. Aber mich stört das nicht. Ich bin da vermutlich etwas abstrakter in meiner Wahrnehmung. Wenn ich Holz auf dem Waggon sehe oder Kohle, ist das okay für mich. Ich muß den Waggon nicht entleeren, bevor ich ihn wieder zurück schicke. Wichtig ist mir, daß man grundsätzlich den Zweck sieht, wozu der Waggon da ist. Also überhaupt eine Beladung für einen O-Wagen darstellen, das finde ich wichtig – damit man direkt sieht: Hier wird eben Kohle transportiert, oder Holz. Im Betrieb wird man die Waggons ja so schnell nicht zwischen verschiedenen Aufgaben durchgetauscht haben, vor allem nicht bei Kohle oder anderen stark "verdreckenden" Gütern – da wird man vermutlich z.B. für die Rübenkampagne dann andere, sauberere O-Wagen hergenommen haben (vermute ich mal?).

Ich brauche noch ein paar G-Wagen (da besteht das Problem mit der Beladung grundsätzlich nicht) weil mir mittlerweile klar geworden ist, daß das absolute Gros der Waggons im Alltag einfach G-Wagen waren. Auch hier versuche ich, daß ich Modelle finde, die äußerlich zumindest leicht voneinander abweichen – denn wenn ich die Wagen nur anhand der unter der Lupe lesbaren Beschriftung unterscheiden kann, ist das als Modellbahner irgendwie einfach unpraktisch. Mit Bremserhaus oder ohne, Dach grau oder schwarz, G10 oder G20 usw. das finde ich da irgendwie doch "handlicher". Da der Wagenpark bei Bf. Loitzerwald so klein ist, ist es ja auch relativ einfach, hier ein paar Varianten zu finden, ohne daß es insgesamt unrealistisch wird.

Aber, wie gesagt: Sollte ich meine Meinung ändern oder ich beim Modellbahn-Spiel zuhause doch mal Spaß dran finden, dann könnte ich die Beladungen jederzeit auch aus den jeweiligen Waggons nach Bedarf rausnehmen und wieder einsetzen. Beispielsweise wenn ich Fotos vom Betriebsablauf mache, werde ich das sicherlich auch wirklich tun. Aber im Normalfall – wenn außer mir sowieso niemand zuschaut – ist mir das nicht so wichtig, da kann ich auch gerne mit einem vollen Kohlewagen wieder abfahren und mir einbilden, daß er leer ist. :)

Zitat von Hachzer im Beitrag #286
Bei den "immer passenden Ladungseinsätzen" musste ich schmunzelnd an meinen ersten Besuch (vor vielen vielen Jahren) im Miwula denken, wo ich den langen Erzganzzug so toll fand, der das Eisenerz von Kiruna nach Narvik transportierte. Ja, toll, so wird sichtbar, wie die Eisenbahn riesige Transportmengen bewegt.
Diese Begeisterung fiel in sich zusammen, als ich zwei Minuten später sah, wie der tolle Zug das Eisenerz wieder nach Kiruna zurücktransportierte. (War vermutlich eine Reklamation.)


Hier gebe ich Dir recht – MiWuLa ist eine Ausstellungsanlage und dazu gehört meiner Meinung nach, daß die Betreiber "im Hintergrund" ein paar Tricks verwenden, um solche Illusionen umzusetzen. Zumal auf so einer großen komplexen Anlage mit soviel verdeckten Abstellmöglichkeiten es ja auch ein leichtes wäre, einen zweiten Ganzzug mit leeren Waggons bereitzustellen und eben andersherum fahren zu lassen! Als Alleinspieler zuhause könnte das hingegen wohl oft nicht nur am Platz, sondern schon alleine am Budget scheitern.

Ich hab aber auch gemerkt, daß Ausstellungsanlagen und Heimanlage zwei komplett verschiedene Dinge sind. Was ich bei einer Ausstellungsanlage als Besucher erwarte, muß ich zuhause nicht unbedingt auch umsetzen, wo ich eh der Alleinspieler bin und sowieso alles mitbekomme, somit vor mir selbst ja auch in manchen Bereichen eben keine "perfekte Illusion" aufbauen kann oder brauche.

Die letzten Ausstellungen, die ich besucht habe, waren die beiden vergangenen Jahre OnTraxs in Utrecht. Das kommt meiner Art von Anlagenbau sehr entgegen, weil dort vorwiegend nur ganz kleine Anlagen, Betriebsdioramen und dergleichen gezeigt werden. Aber natürlich merkt man auch hier oft die Grenze des Ausstellungsbetriebs – viele der kleinen Anlagen sind im Endeffekt nur ein Schaukasten mit einem ringsum angeordneten "verdeckten Oval" und alle 1-2 Minuten fuhr dann halt der Zug vorbei. Man muß dann aber schauen, welche von den Anlagen bei etwas mehr Zeitaufwand von Seiten des Betreibers überhaupt einen originalgetreueren Fahrbetrieb ermöglichen würden, und welche im Endeffekt betrieblich wirklich nur ein Diorama mit 1-2 durchgehenden Gleisen darstellen.

LG
Thomas


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zuletzt bearbeitet 31.08.2026 | Top

RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#288 von derdavidauswien , 31.08.2026 19:52

Guten Abend, Thomas!

Deine Anlagen finde ich sehr schön!

Das ist jetzt vielleicht eine wirklich doofe Frage, aber - was machst du dann eigentlich in weiterer Folge mit deinen Anlagen?

Weil wenn man mal viele kleine hat, brauchen die ja auch immer mehr Platz

Verkaufst du die dann? Oder baust du sie wieder ab? Oder hast du schon irgendwo einen Schuppen voller Kleinanlagen?

Und verbunden damit meine zweite Frage: Hast du schon jemals in Erwägung gezogen, deine Anlagen von Anfang an erweiterbar zu gestalten? Gewissermaßen hätte man Elgerswald ja auch durch eine Erweiterung von Loitzerwald gestalten können. (Ganz davon abgesehen, dass dir bestimmt auch der Bau selbst viel Spaß macht, und man ja immer was dazulernt, etc.)

LG David


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#289 von Hinnerk , 31.08.2026 20:31

Zitat von memento im Beitrag #287
... MiWuLa ist eine Ausstellungsanlage und dazu gehört meiner Meinung nach, daß die Betreiber "im Hintergrund" ein paar Tricks verwenden, um solche Illusionen umzusetzen. Zumal auf so einer großen komplexen Anlage mit soviel verdeckten Abstellmöglichkeiten es ja auch ein leichtes wäre, einen zweiten Ganzzug mit leeren Waggons bereitzustellen und eben andersherum fahren zu lassen!

Das ging schon vernünftig vor rund 60 Jahren auf der Ausstellungsanlage im Verkehrsmuseum Nürnberg.
Da fuhr eine Kleinlok mit ein paar Waggons, beladen mit Holz, in ein Gebäude, Sägewerk o.ä., nach einer Weile kam ein identischer Zug mit unbeladenen Wagons wieder raus. Für mich Knirps war die Illusion perfekt.
Off Topic Ende


Gruß
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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#290 von Badaboba , 31.08.2026 22:19

Zitat von memento im Beitrag #287

Aber, wie gesagt: Sollte ich meine Meinung ändern oder ich beim Modellbahn-Spiel zuhause doch mal Spaß dran finden, dann könnte ich die Beladungen jederzeit auch aus den jeweiligen Waggons nach Bedarf rausnehmen und wieder einsetzen. Beispielsweise wenn ich Fotos vom Betriebsablauf mache, werde ich das sicherlich auch wirklich tun. Aber im Normalfall – wenn außer mir sowieso niemand zuschaut – ist mir das nicht so wichtig, da kann ich auch gerne mit einem vollen Kohlewagen wieder abfahren und mir einbilden, daß er leer ist. :)



Hallo Thomas,
aus eigener Erfahrung kann ich beitragen, dass es schlicht manchmal „klick“ in einem macht.
Ladeguteinsätze bei Schüttgütern finde ich persönlich eine Qual. Die meisten Einsätze passen nur für eine Bauart und wohin mit dem ganzen Zeugs…?
In einer FREMO Publikation las ich von loser Schüttung, das musste ich ausprobieren!
Woodland Schotter gekauft, der staubt weniger, und meine Ommis nach Zustellung zur Schotterverladung lose beladen. Wenn man anschließend eine Übergabe mit z.B. 10 derart beladenen Wagen fährt, kommt Betriebsfeeling pur auf, inkl. der Sorge, dass einem die ganze Fuhre umkippt…
Da habe ich wirklich das Gefühl, etwas Reales zu transportieren! Darauf möchte ich persönlich beim Mobabetrieb nicht mehr verzichten.

OT zum Miwula: Wunderschön, leider deshalb erfolgreich, weil es kein Modell einer Eisenbahn ist.

Liebe Grüße
Volker


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#291 von memento , 01.09.2026 07:41

Guten Morgen liebe Mitleserschaft!

1. erstmal zu Euren Antworten (wird lang – sorry):

@derdavidauswien – David,

Zitat von derdavidauswien im Beitrag #288
Das ist jetzt vielleicht eine wirklich doofe Frage, aber - was machst du dann eigentlich in weiterer Folge mit deinen Anlagen?

Verkaufst du die dann? Oder baust du sie wieder ab? Oder hast du schon irgendwo einen Schuppen voller Kleinanlagen?


Erstmal vielen Dank für Deinen Zuspruch, das freut mich! Ja, ich habe schon Anlagen wieder verkauft. Wenn Loitzerwald fertig ist und ich mit Elgerswald angefangen habe, werde ich auch Loitzerwald verkaufen.

Zitat von derdavidauswien im Beitrag #288
Und verbunden damit meine zweite Frage: Hast du schon jemals in Erwägung gezogen, deine Anlagen von Anfang an erweiterbar zu gestalten? Gewissermaßen hätte man Elgerswald ja auch durch eine Erweiterung von Loitzerwald gestalten können. (Ganz davon abgesehen, dass dir bestimmt auch der Bau selbst viel Spaß macht, und man ja immer was dazulernt, etc.)


Ja, das habe ich. Ursprünglich war bzw. ist Loitzerwald ja erweiterbar. Es ist sogar als Durchgangsbahnhof geplant, der zusätzlich (eben bei beengten Platzverhältnissen) als Kopfbahnhof funktioniert. Das ist auch der Grund, warum ich damals – im ersten Planungsthread sowie auch in einer sehr hilfreichen Forendiskussion im MAPUD-Forum von OOK – keinen Lokschuppen eingeplant habe. Denn ein solcher wäre bei einem so kleinen Durchgangsbahnhof in jedem Fall nicht vorbildlich gewesen.

Jetzt haben sich aber zwei Erkenntnisse ergeben:
1. ich werde das daheim nie als Durchgangsbahnhof nutzen. Ich finde schon einen Fiddle Yard / Abstellbahnhof mehr als genug. Bei einem Durchgangsbahnhof braucht es immer zwei. Und jetzt fehlt mir der Lokschuppen, und wenn's nur für mein Spielbahn-Gemüt ist. Aber bei einem Endbahnhof kann man ihn auch unter Vorbildsgesichtspunkten verantworten.
2. das Gleissystem (Tillig Elite) ist zwar super, aber für meine speziellen Bedürfnisse das falsche. Ich kaufe mehr und mehr ältere Modelle, die hohe "Pizzaschneider" Radsätze haben. Daher gehe ich bei Bf. Elgerswald auf Roco Modellgleis, was natürlich heute kaum sonst einer macht – für mich ist das aber genau das richtige (hoffe ich).

Vor allem Erkenntnis Nr. 2 bedeutet halt, daß ich Loitzerwald nicht "umbauen" kann. Obwohl er vom Grundsatz sogar erweiterbar wäre! Daher, wie oben gesagt, geht Loitzerwald irgendwann sicher in den Verkauf.

@Hinnerk
Zitat von Hinnerk im Beitrag #289
Das ging schon vernünftig vor rund 60 Jahren auf der Ausstellungsanlage im Verkehrsmuseum Nürnberg.
Da fuhr eine Kleinlok mit ein paar Waggons, beladen mit Holz, in ein Gebäude, Sägewerk o.ä., nach einer Weile kam ein identischer Zug mit unbeladenen Wagons wieder raus. Für mich Knirps war die Illusion perfekt.


Ja, das sowas geht, hab ich auch schon als Jugendlicher gesehen. Die ganzen "Klassiker" mit den Entwürfen von Ivo Cordes usw. sind ja auch aus den 80er Jahren, das ist mittlerweile auch schon lange her ... Gerade was den Betriebsablauf auf der Modellbahn angeht, finde ich nicht, daß wir da heute noch Fortschritte machen (wie auch – wenn die Abläufe gut dem Original nachgebildet sind, wie soll man das dann noch irgendwie verbessern). Wir machen heute eher nur noch in der Technik Fortschritte bei der Modellbahn wie z.B. Digitalisierung mit noch mehr Funktionen oder immer extremere Detaillierung.

@Badaboba – Volker,
Zitat von Badaboba im Beitrag #290
Ladeguteinsätze bei Schüttgütern finde ich persönlich eine Qual. Die meisten Einsätze passen nur für eine Bauart und wohin mit dem ganzen Zeugs…?
In einer FREMO Publikation las ich von loser Schüttung, das musste ich ausprobieren!
Woodland Schotter gekauft, der staubt weniger, und meine Ommis nach Zustellung zur Schotterverladung lose beladen. Wenn man anschließend eine Übergabe mit z.B. 10 derart beladenen Wagen fährt, kommt Betriebsfeeling pur auf, inkl. der Sorge, dass einem die ganze Fuhre umkippt…
Da habe ich wirklich das Gefühl, etwas Reales zu transportieren! Darauf möchte ich persönlich beim Mobabetrieb nicht mehr verzichten.


Ha! Die Idee finde ich gut. Das ist ein bißchen wie bei Lasercut-Häusern. Wenn man die baut, aus dicker Pappe und manchmal auch dünnen Holzteilen, hat man einfach eher die Illusion, ein echtes Haus zu bauen, als wenn es aus Plastik ist. So ist das sicher auch bei dem Ladegut.

Die Sache hat nur einen Haken: Also echte Kohle tu ich mir garantiert nicht an :) aber vielleicht finde ich ja irgendwas schwarzes, kohlenartiges, "sauberes". Das klingt wirklich gut!

Kohlewagen brauche ich eh am meisten, ansonsten sind O-Wagen ja in Loitzerwald nur für die Graff-Landmaschinenfabrik gefragt im Moment (1x die Woche und bei großen Aufträgen unregelmäßig auch mal mehr, bei Betriebsferien 6 Wochen gar keiner). Oder Rübenkampagne, aber das ist ja nur saisonal. Ich könnte natürlich auch einen Schotterwagen machen und den dann per Zufallsprinzip (2x6 würfeln oder so) fakultativ in den Fahrplan integrieren, nach dem Motto: wenn irgendwo gerade eine Baustelle ist und die das brauchen, dann muß er halt zugestellt werden, ansonsten auch mal ein paar Wochen lang gar nicht ...

Zitat von Badaboba im Beitrag #290
OT zum Miwula: Wunderschön, leider deshalb erfolgreich, weil es kein Modell einer Eisenbahn ist.


Ich finde das gar nicht schlimm – in mir schlagen da mehrere Herzen. Auch eine Spielbahn kann mich total begeistern. Meine Spur N-Anlage ist genau das ... da mir Rangieren nur in H0 Spaß macht, fahren die Züge in N bei mir wirklich nur noch konsequent im Kreis. Auch das MiWuLa ist letztlich eine riesige Spielbahn mit tollen Attraktionen ... ich finde schon, daß da einzigartige technische Wunderwerke bei sind wie der Flughafen oder die Formel 1. Ich kenne Leute, die überhaupt nur deswegen dahin fahren. Es sei ihnen gegönnt!

Am Ende ist die vorbildorientierte Modellbahn nur ein Teil der Modellbahn allgemein, die wieder ist nur ein Teil des Modellbaus, der nur ein Teil des großen Hobbys „Spielzeug“ ...

Ich hab auch gelernt, dass eine zu starke Vorbildorientierung irgendwie fast schon belastend sein kann. Ich hatte ja Bf. Loitzerwald anfangs auf 1927 datiert. Doch die Lebensrealität zu der Zeit – der erste Weltkrieg gerade vorbei, Weltwirtschaftskrise und Hunger vor der Tür, dann die Nazis und noch ein Weltkrieg ... je genauer ich mich mit Details auf meiner Anlage und den Hintergründen dazu beschäftigt habe, da kam keine rechte Freude auf. Inzwischen verstehe ich jeden Modellbahner, der sich diesen Stress nicht antut, einfach nach dem Motto: „Ich fahre, was mir Spaß macht, so genau will ich es gar nicht wissen!“ Gerade bei den ganz alten Epochen – ab Epoche III sieht es m.E. dann doch deutlich "rosiger" aus ...

so sorry, genug abgeschweift!

2. Neues vom Güterschuppen

Hier geht's nur langsam voran, aber immerhin: Ich habe jetzt eine schmale Rampe gemacht, daß man bequem Handkarren und dergleichen hoch zum Schuppen schieben kann. Und daneben ist Platz, daß ein LKW direkt rückwärts an den Schuppen bzw. die Plattform kann. (An der Rückwand des Schuppens geht das ebenfalls, da ist ja auch ein Ladetor – dies ist aber wegen der Hintergrundkulisse nicht mehr sichtbar.)



Die Rampe paßt von der Höhe, da noch ein dicker Kartonboden drauf kommt. Danach kann alles zusammen (Rampe + Schuppenboden. der ist ja auch aus dickem Karton) mit Pulverfarben noch etwas ausgestaltet werden.

Hier noch ein Schnappschuss vom Betrieb in Loitzerwald:


... es ist Donnerstag und daher steht am Güterschuppen der wöchentliche Kühlwagen für die Schlachtung parat. Damit werden neuerdings manchmal auch Bananen für die große Genossenschaft angeliefert! Der Kühlwagen wird mittwochs mit dem ersten Güterzug morgens zugestellt und Donnerstag vormittags abgeholt. Die 91er ist grad mit dem 10:30 Uhr Güterzug eingetroffen und setzt jetzt um, damit sie Waggons zustellen und abholen kann - unter anderem den fertig beladenen Kühlwagen. Abfahrt ist um 11:15. Ganz vorn am Rand ragt noch dem Oskar sein Tempo Matador Pritschenwagen ins Bild. Der ist im Moment froh, daß der Kohlewagen dahinter schon entleert ist und somit niemand mehr seinen schönen neuen Lastwagen schmutzig machen könnte!

Und wenn man ganz genau hinschaut, sieht man Karl und Artur beim Plausch hinter der offenen Schuppentür, an der immer noch die Türgriffe fehlen ... ihren Kühlwagen haben sie ja fertig und warten jetzt auf die nächsten Aufgaben.

LG
Thomas


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#292 von Manuel K , 01.09.2026 13:43

Hallo Thomas,

frage, hast Du den Fahrplan und Dein System mal vorgestellt ? Das würde mich auch mal interessieren. Das Fremo System kenn ich ja, aber es ist immer wieder interessant.


Mfg Manu


 
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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#293 von Badaboba , 01.09.2026 17:54

Hallo Thomas,
echte Kohle ist nicht nur staubig, sie leitet auch Strom.
Vom FREMO angeregt, nutze ich dieses Woodland Produkt.



Liebe Grüße
Volker


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#294 von memento , 01.09.2026 18:34

Hallo Manu,

Zitat von Manuel K im Beitrag #292
frage, hast Du den Fahrplan und Dein System mal vorgestellt ? Das würde mich auch mal interessieren. Das Fremo System kenn ich ja, aber es ist immer wieder interessant.


Zuerst nochmal ein Überblick über die Strecke. Ich hatte das seinerzeit schon für den Thread mit dem Bf. Elgerswald-Projekt gezeichnet. Ihr müßt Euch also an der Stelle von Bf. Elgerswald eben Bf. Loitzerwald denken, und die Lammers-Werke gibt's auch nicht. :)


Die beiden Haltepunkte zwischen Bf. Loitzerwald und Bf. Fichtenwand dienen rein dem Personenverkehr und werden von reinen Güterzügen nicht bedient und auch nicht von allen Personenzügen.

Wie schonmal gesagt, stelle ich die reinen Personenzüge nicht dar, erstens weil ich noch gar keinen Tw habe, zweitens weil ich das betrieblich für mich als Modellbahner total uninteressant finde (Triebwagen aus der Kassette auf die Anlage stellen und dann 1x nach rechts und links fahren, das war's ... nicht so spannend).

Da auf Bf Loitzerwald keine Zugkreuzungen stattfinden, kann ich die entsprechenden Zeiten im Fahrplan, wo ein reiner Personenzug fährt, einfach überspringen ... wie man am Fahrplan sieht finden erst in Bf. Fichtenwald (also für mich "im Fiddle Yard") dann die ganzen Zugkreuzungen statt.

Hier ist der aktuelle Bildfahrplan und das Bahnhofsdatenblatt. Ich hab das nicht hinbekommen, im Forum eine PDF-Datei hochzuladen, vielleicht geht das aus Sicherheitsgründen auch gar nicht. Daher als PNG zum Draufklicken:



Ich hab mir das beim FREMO abgeguckt und bin bis jetzt noch nicht wirklich final, was die Anzahl der einzelnen Güterwagen und den Umfang des Ladeguts angeht. Auch der Bildfahrplan ist sicher noch fehlerhaft und laienhaft. Ich muß mich damit nochmal eingehend beschäftigen.

Zu jedem Zug gibt es dann (naja noch nicht zu jedem – das ist bei mir im Moment eine Baustelle mit viel Zetteln und Kritzelkram ...) noch einen Buchfahrplan, wo eben in einer Liste drinsteht, welche Waggons am Zug hängen und was in Bf. Loitzerwald mit ihnen geschieht und wie der Zug für die Rückfahrt gebildet wird.

Zitat von Badaboba im Beitrag #293
Vom FREMO angeregt, nutze ich dieses Woodland Produkt.




aaah, super. Da werde ich (hoffentlich am Freitag) meinem lokalen Händler direkt nochmal einen Besuch abstatten!

LG
Thomas


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zuletzt bearbeitet 01.09.2026 | Top

RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#295 von Badaboba , 01.09.2026 18:56

Hallo Thomas,
schaut mehr als professionell aus!
Vielleicht schlummert ja doch ein Betriebsbahner in Dir? 😅

Nachfolgender Fahrplan wurde über ein Jahr regelmäßig bespielt.



Als Zufallsgenerator dienten Würfel, aber das führt hier zu weit. Zumindest hat mich der Betrieb komplett vom Bauen abgehalten…😂
So klärt die Lebenspraxis manches…

Liebe Grüße
Volker


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#296 von jmh67 , 01.09.2026 22:27

Zitat von memento im Beitrag #291
Also echte Kohle tu ich mir garantiert nicht an :) aber vielleicht finde ich ja irgendwas schwarzes, kohlenartiges, "sauberes". Das klingt wirklich gut!


Wenn du Steinkohle findest, ist das gar nicht so schlimm. Braunkohle macht Dreck.

Ich habe einfach Modellgleisschotter auf Ladeguteinsätze geklebt und mit Temperafarbe schwarz bemalt. Schwarze Tinte geht auch. Die Farbe kaschiert aber ein wenig die scharfen Kanten der Schottersteinchen.

-jmh


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#297 von memento , 01.09.2026 23:22

Hallo zusammen!

Zitat von Badaboba im Beitrag #295
Vielleicht schlummert ja doch ein Betriebsbahner in Dir? 😅


Klar, so ein bißchen macht es ja auch Spaß. Aber am Ende nehm ich halt auch viele Kompromisse rein – man muß auch ehrlich zu sich sein: Das ist nur ein einziger winziger Endbahnhof und auch wenn ich ständig neue gedeckte Güterwagen zustelle, so wiederholt es sich irgendwann ja vom Ablauf her doch, und dann gehe ich halt auch Kompromisse ein und würfel mir halt irgendwas zusammen.

Aber den Gedanken, daß jeder Wagen seinen Sinn haben muß, verfolge ich grundsätzlich natürlich trotzdem.

Ich hab jetzt mal aus meinem bisherigen Gekritzel auf die Schnelle ein Beispiel für einen Buchfahrplan (das ist doch einer?) gemacht bzw. nur den Ausschnitt für den letzten Streckenabschnitt (was alles davor passiert, krieg ich ja sowieso auf Bf. Loitzerwald nicht mit). Übrigens ist mir grad auch eins klar geworden: Die Güterzüge werden doch ganz am Ende so einer Nebenstrecke quasi automatisch kürzer, als sie vorher im Verlauf der Strecke waren? Weil viele Wagen wurden ja schon auf den anderen Unterwegsbahnhöfen zugestellt und erst auf der Rückfahrt nimmt der Zug die dort abzuholenden Wagen wieder mit?

Also so ähnlich, wie ja auch ein Personenzug am Ende der Strecke meist am leersten ist, so ist auch ein Güterzug am Ende einer Strecke kürzer als im Streckenverlauf zwischendurch?

Egal bevor ich wieder zuviel schreibe, hier mal mein aktueller Gedanke "sauber" zu Papier gebracht:


Das gibt dann aber einen ordentlichen Papierstapel, bis ich alle Züge durch hab :) Blatt 8 hab ich jetzt einfach mal geschrieben, weil das der letzte Streckenabschnitt ist und ich die Rangierbewegungen der vorigen Streckenabschnitte nicht aufschreibe. Ab Blatt 9 fährt der Zug ja dann wieder in die Gegenrichtung ...

... aber ich versteh schon, warum das auch Spaß macht. Das gibt dem ganzen Betrieb auf der Modellbahn sowas "Offizielles". Ich bin in meinem Leben einmal in einem Güterzug im Führerstand einer Class 66 mitgefahren (Frankfurt – Köln) und die Kladden mit dem Papierkram waren schon ziemlich dick :) allerdings mußten wir kaum rangieren. Nur in Frankfurt wurde der Zug aus einigen bereits bereitgestellten Zugteilen zusammengestellt und ab dann sind wir bis Köln durchgefahren ... (Endstation war dann Rotterdam, da war ich aber nicht mehr dabei.)

Allerdings sind die ganzen Dokumente, die ich jetzt für Bf. Loitzerwald habe, natürlich jetzt auch sehr laienhaft und "freelance", sag' ich mal. Mit dem Vorbild hat das vermutlich nicht so sehr viel zu tun. Schon die Schriftarten und so weiter stimmen ja nicht mit dem überein, was man damals wirklich verwendet hat. Vermutlich hat man damals eher vorgedruckte Formulare gehabt und dann mit Schreibmaschine da reingeschrieben, oder sogar handschriftlich? Eigentlich müßte man dann genau solche Formulare finden und nachdrucken, und dann auf einer alten Schreibmaschine selbst was eintragen ...

Zitat von Badaboba im Beitrag #295
Nachfolgender Fahrplan wurde über ein Jahr regelmäßig bespielt.

[...]

Als Zufallsgenerator dienten Würfel, aber das führt hier zu weit. Zumindest hat mich der Betrieb komplett vom Bauen abgehalten…😂
So klärt die Lebenspraxis manches…


Ja diese Betriebssitzungen machen einfach Spaß. Ich betreibe Loitzerwald ja auch schon seit Ewigkeiten, obwohl so viel noch nicht fertig ist ...

Ja, manchmal hab ich auch Wagen, die ich eher zufällig mal mit einstelle, ohne rechten Plan. Da könnte ein Würfel vielleicht etwas "Sinn" reinbringen. Irgendwie muß ich solche "Fakultativ"-Wagen aber ja auch in den Fahrplan integrieren, daß man weiß, daß die eventuell irgendwo mitgeführt werden? Oder wie hat man das beim Vorbild denn gemacht, wenn auf einmal "spontan" eine Fabrik z.B. einmal in 5 Monaten einen Wagen mit schweren Ersatzteilen benötigt hat, oder dergleichen? Wie gelangten solche Wagen denn in den Buchfahrplan?

Zitat von jmh67 im Beitrag #296
Wenn du Steinkohle findest, ist das gar nicht so schlimm. Braunkohle macht Dreck.


Gut zu wissen. In meinem realen Leben kommt Kohle maximal als Holzkohle auf dem Grill vor :)

Zitat von jmh67 im Beitrag #296
Ich habe einfach Modellgleisschotter auf Ladeguteinsätze geklebt und mit Temperafarbe schwarz bemalt. Schwarze Tinte geht auch. Die Farbe kaschiert aber ein wenig die scharfen Kanten der Schottersteinchen.


Das ist wohl die einfache und praktikable Variante. Obwohl ich bei meinen Modellen so viele Kompromisse eingehe und teilweise welche aus den 70er Jahren verwende, bin ich dann beim Ladegut jetzt aber wieder Perfektionist und möchte etwas, das wirklich gut aussieht, daher werde ich mir wohl diesen "coarse cinder" Schotter da holen. Auf dem Foto vom Volker wirkt der schon wirklich überzeugend. Beim Gleisschotter hatte ich ja anfangs auch länger gesucht und bin jetzt echt zufrieden, auch gerade weil mein Gleisschotter ebenfalls sehr "scharfkantig" wirkt.

LG
Thomas


Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?
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zuletzt bearbeitet 01.09.2026 | Top

RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#298 von derdavidauswien , 02.09.2026 06:26

Guten Morgen Thomas,

vielen Dank für deine Antworten! Jetzt versteh ich deine Beweggründe ein wenig besser

LG David


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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#299 von MatzeP10 , 02.09.2026 07:48

Servus Thomas,

wenn Du dich für Ladungseinsätze interessierst möchte ich hier einen Hinweis geben:

Das Siegenburger Bockerl - Eine Lokalbahn in der Hallertau (20)

Dort stelle ich ein paar Ladungseinsätze vor.


Gruß aus Niederbayern
Matthias

Das Siegenburger Bockerl - Eine Lokalbahn in der Hallertau

Endbahnhöfe / Bahnhöfe bayerischer Lokalbahnen (Gleispläne)


memento und Ortopox haben sich bedankt!
 
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RE: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#300 von Badaboba , 02.09.2026 19:11

Hallo Thomas,
zum Thema Betrieb ist die Homepage des FREMO sehr informativ:

https://www.fremo-net.eu/home/teknik/drift

Da kann man sich gut reinlesen.

Sehr fundiert sind die Ausführungen der Gruppe FREMO:87, da findest Du Lesestoff und Anregungen ohne Ende:

https://www.fremo-net.eu/modulsysteme/ba...setzung-fremo87

Publikationen eines gewissen OOK, der hier schon gepostet hat, sind allesamt lesenswert, die Zeitschrift ADJ ebenso:

https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-...dj-1-juli-2021/



Liebe Grüße
Volker


Für AC-Bahner, die mehr wollen: FREMO H0-PuKo
https://www.fremo-net.eu/home/modulsyste...-europa/h0-puko


memento und Manuel K haben sich bedankt!
 
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