ich habe größere Anzahl älte Märklin HO Personenwagen die ich auf meiner künftigen noch zu bauenden Analoganlage gern mit LED-Streifen beleuchten würde. Das Nachrüsten mit gebrauchter alter klassischer Märklintechnik ist mir schlicht zu teuer.
Nun habe ich Angebote mit Led-Streifen gefunden die folgende Daten haben:
Spannungsbereich Gleichspannung - 4V bis 24V Spannungsbereich Wechselspannung - 4V bis 19V
Nun erreicht die Umschaltspannung für die Fahrtrichtung ja über 30 V, laut Anbieter hält sein Produkt dies auf Dauer nicht aus.
Meine Idee eine Konstandstromquelle davorzusetzen wird von ihm verworfen. Leider ohne Erklärung.
Meine Frage: Was steckt dahinter, und wie könnte ich die Beleuchtung realisieren ?
Für Eure Hinweise und Ideen meinen herzlichen Dank !
Dann brauchst du aber immer noch einen Mittelschleifer und Radschleifer unter jedem Waggon (geht auch im Selbstbau). Wobei bei Analog könnten 35V Konsatoren wohl recht knapp werden.
das Problem ist an vielen Ecken, zumal Du offenbar analog und Digital fährst. Ich versuche es, ohne groß in die Theorie einzusteigen, Dir zu erklären: die LED-Streifen sind auf eine bestimmte Maximalspannung ausgelegt. Der Umschaltimpuls sprengt diese Werte grundsätzlich. Daher hast Du zwei Möglichkeiten: Beschränkung auf den reinen Digitalbetrieb (dann fällt die Umschaltspannung weg) oder die Stromversorgung der Leuchtmittel erfordert eine zusätzliche Schaltung, die überhöhte Spannungen abfängt (Spannungsbegrenzung) und somit die Leuchtmittel schützt. Diese wird aber nicht mitgeliefert, die müsstest Du selbst bauen. Eine von Dir genannte Konstantstromquelle ist schon einiges an Aufwand und wohl zu teuer für die angebotenen Leuchtmittel (auf 0,02€ Leuchtmittel kämen 0,20€ Elektronik).
Wolltest Du das komplett selbst bauen, müsstest Du diese ganze Entwicklung selbst durchführen. Ist eine gehörige Stange Arbeit, doch falls Du das machst, dann hast Du wirklich was geleistet.
Die Anlage wird nur einfach analog sein, wie in den 6oigern ...
Eine Konstantstromquelle gibt doch wie der Name sagt unabhängig von der eingehenden elektrischen Spannung und der nachfolgenden Schaltung einen konstanten elektrischen Strom ab.
So eine Konstandstromquelle in Form einen kleinen Minichips (verschiedene Ausführungen von 5 bis 30 mA sind für 1€ im Herstellerland China bestellbar), kombiniert mit einem Gleichrichter um aus der Wechselspannung eine Gleichpannung zu machen, einem Kondensator gegen Flackern und einem 20cm - Abschnitt von einem flexiblen, batteriebetriebenen - Led Strip ( den gibt es im 1 € -Laden, ist 1 Meter lang und arbeitet da batteriebetrieben mit nur 3 V).
Sehe ich es richtig daß durch die Strombegrenzung der Konstantstromquelle die Ausgangsspannung doch heruntergeregelt wird um den Strom nicht ansteigen zu lassen. Damit sollte doch der Led-Streifen auch die Umschaltspannung von 30 V bei Märklin alt&analog überleben ?
Oder ist dieser Gedanke laierhafter "Mumpitz" von mir ?
Ich hätte es schon längst ausprobiert aber ich habe diese Led-Stripes für 3 V nicht da.
du bist mit deinem Beitrag durchaus auf dem richtigen Weg.
Zitat Sehe ich es richtig daß durch die Strombegrenzung der Konstantstromquelle die Ausgangsspannung doch heruntergeregelt wird um den Strom nicht ansteigen zu lassen. Damit sollte doch der Led-Streifen auch die Umschaltspannung von 30 V bei Märklin alt&analog überleben ?
Oder ist dieser Gedanke laierhafter "Mumpitz" von mir ?
Bedenke aber, dass die Konstantstromquelle (KIQ) auch dem Ohmschen Gesez unterliegt: Spannung (U) = Strom (I) mal (x) Widerstand (R); kurz: U = I x R. Der Strom ist konstant z.B. 10 mA und der Widerstand der Verbraucher beträgt 100 Ohm dann fogt daraus U = 0,01 x 1000 --> 10,0 V. Damit die KIQ das liefern kann, benötigt sie ca. 2 V mehr als Speisespannung. Der Überspannungsimpuls der Märklin-Trafos hat gleichgerichtet eine Spitzenspannung von mehr als 40 V; diese Spannung müssen die Bauelemente der KIQ aushalten! Für den Einsatz bei Wagenbeleuchtungen kommt für die üblichen LED-Leisten* eher eine Schaltung mit Festspannungsregler für 12 V in Frage; das ist qusi eine Konstanspannungsquelle mit einem preiswerten IC 7812. Einen Bausatz dafür bietet ELV unter der Bestell-Nr. 90-03 78 46 an www.elv.de . Die Spannungsregler-IC im TO 220 Gehäuse gibt es von 2 bis 24 V Regelspannung; sie müssen extra beschafft werden.
* die Leisten der Zubehörfirmen sind nicht gemeint! Nimm die Meterware vom Elektronikversender.
danke für die Infos. Werde noch mal Elektrotechnik studieren und mir wohl erst mal "Materialien " besorgen und dann von meinen Ergebnissen flaster: berichten.
Hallo Schlaubi Eventuell könntest du die LEDs mit einem 24V- Miniaturrelais während des Umschaltimpulses von der Spannungsquelle trennen (wie der es der Fahrtrichtungsumschalter in der Lok macht). Beispiel: https://files2.elv.com/public/10/1060/10...relais_data.pdf Das Relais liesse sich wohl unterbringen im Personenwagen. Gruss Manfred
wenn du jeder Lichtleiste einen externen Vorwiderstand spendierst, so wird das mit der Spannung kein Problem mehr sein. Der kostet erheblich weniger als ein Relais und wie soll denn das Relais die Umschaltspannung erkennen? Vermutlich mit zusätzlicher zu kaufender Elektronik... Zur Bestimmung des Widerstandes müsstest du aber auf jeden Fall mal die tatsächliche Stromaufnahme messen.