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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#1 von FarFarAway , 06.04.2020 00:31


alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...

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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#2 von FarFarAway , 06.04.2020 00:39

Hallo zusammen,

Nachdem nun sieben Jahre der Bauabstinenz ins Land gestrichen sind, tut es richtig gut mal wieder aktiv ein paar Schrauben zu versenken. Ich moechte euch an meinem exkurs in die persoenliche euphorik teilhaben lassen und werde zusehen, dass ich das meiste dokumentiere.

Ich bin offen fuer aller Art von Fragen und werde Rede und Antwort stehen.
Zudem hoffe ich, dass der ein oder Andere vielleicht auch einen Hinweis auf Loesungsmoeglichkeiten bekommt.
Auch hoffe ich, dass konstruktive Kritik geuebt wird. Bin nu mal kein Meister und werde wohl laufend irgenwelche Fehler machen. Man moege mir diese Verzeihen.

Die gesamte Anlage wird in Segmenten gebaut, die teilweise doch recht gross werden. Aber die Anlage selber soll nicht staendig von A nach B transportiert werden. Dennoch soll die Moeglichkeit bestehen die Oertlichkeit zu aendern.
Und mir ist definitv klar, dass die Segmente bei der groesse nicht allein transportabel sind.


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#3 von FarFarAway , 06.04.2020 01:35

Basierend auf meine Planung des BWs habe ich angefangen die Segmentbox zu bauen.

Final wird diese Segment ueppige 3000x1700mm sein. Da ich hier keine Latten, Bretter oder sonstiges was brauchbar und bezahlbar ist laenger als 2400 bekomme baue ich zuerst den Kern des BWs und erweitere dann an beiden Enden.

Die aktuellen Masse sind 2150x1700mm das fuer alle BW Gleisanlagen ausreicht.
Nach oben wird die Verlaengerung dann eine der doppelten Hauptstrecken und eine Abstellgruppe beherbergen.
Nach unten setzt sich die zweite doppelte Hauptstrecke und doppelte Gueterstrecke fort, die das BW auch an der Seite passiert.

Aber nun zum Segment:

Die Seitenwangen bestehen aus 12mm Sperrholz und sind 200mm hoch. Die Ecken sind mit 30mm Material versteift. Interne Spanten sind auch alle 12mm aber haben unterschiedliche Hoehen die daraus resultieren, dass ich diese Breiten grad hatte und verwenden wollte. Interne Eckversteifungen sind aus 20mm Material.
Auch diese Versteifungen hatte ich in diesen Massen (Verpackungsmaterial von importierter Waschmaschine und Trockner).

Trassen werden aus 9mm erstellt. (Hier gibt es kein 10mm Sperrholz!)
Der BW Plan kommt in der Laenge mit genau einer 2400mm langen Sperrholzplatte aus. Nur unterm Lokschuppen muss verlaengert werden. Grmpf, das gibt Spass bei den Gruben.

Angefangen habe ich damit den Plan, ich benutze WinRail, auszudrucken und dann diese Blaettersammlung aneinanderzukleben. Heidernei, dann habe ich endlich mal gesehn was das fuer ein Truemmer wird...



Da meine Dampfloks seid 5+ Jahren in TrainWorld Napier in einer Vitrine stehen, musste ich mir eine Papierschablone anfertigen um die Laengenverhaeltnisse zu checken. Dabei fiel mir dann auch auf, dass meine 05 und auch die 01 ja gar nicht auf die Drehscheibe passen. Eigentlich logisch, aber da hatte ich nie dran gedacht.


Als naechstes ging es dann darum mal die Weichen auszulegen und nach Positionen fuer Querspanten zu suchen.



Gut, das koennte man auch am Computer im Plan machen, aber daurch ist mir zumindest endlich aufgefallen, dass die beiden Weichen direkt an der Einfahrt wohl Probleme fuer die Stellmechanik garantieren wuerden. Die muessen ein wenig weiter in das Segment verlagert werden.


Dann konnte ich endlich die Trassenplatte fuer das BW aussaegen.





Um die lange gebogene Seite zu markieren, habe ich ein abgeschnittenes langes Stueck 12mm Sperrholz genommen und an den Fixpunkten befestigt um eine natuerliche Bogenform zu erhalten. Mit dem Papierplan habe ich dann genau lokalisiert wo denn die Roco Drehscheibe ihren Platz findet und das Loch entsprechend der Anleitung mit 280mm Durchmesser ausgesaegt. Konnte natuerlich meinen Zirkel nicht finden und so hat die Tortenplatte, auf der kurz zuvor noch eine Schokosahnetorte residierte, gute dienste erwiesen. 283mm tuns auch!


Nun der Segemtkasten. Als erstes die Aeusseren Seitenbretter saegen, verleimen und Schrauben versenken.



Die Diagonale Aussparung ist fuer eine spaetere Serviceklappe um den Zugang zu gewaehrleisten.
Dieser Truemmer steckt spaeter sehr zentral in der Gesamtanlage.


Dann ging es an die weiteren Versteifungsspanten.
Immer wieder mit dem Plan kontrollieren ob auch alle Weichenantriebe zugaenglich bleiben.





Das zweite fast dreieckige Loch oberhalb des Drehscheibenlochs ist eine weiter Einstiegsluke um auch mal Nahe der Drehscheibe Wartungen durchfuehren zu koennen.


Ganz zum Schluss wurde das Segment dann noch Grundiert um der Feuchtigkeit wenig Chance zu geben ins Holz zu ziehen.
Ganz besonders macht das hier bei mir Sinn, da unser Haus nur ca. 80m vom Pazifikstrand entfernt ist.




Ich hoffe der erste Streich gefaellt schon mal.

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#4 von ralfio , 06.04.2020 02:57

Das ist der Fluch mancher Regionen in der Welt, das Wetter ist einfach zu gut, um sich in den Bastelkeller (oder die Garage) zu verziehen

Der Unterbau sieht sehr solide aus und die Planung mit Segmenten finde ich gut, man kann einfach leichter umziehen.

Aber eine wichtige Frage hätte ich noch: Was passierte mit der Schokosahnetorte?


Gruß aus Down Under
Ralf


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#5 von FarFarAway , 06.04.2020 05:27

Hallo Ralf und willkommen hier.
Tja, die Schokosahnetorte musste "leider" stueck fuer stueck demontiert und entsorgt werden.
War nen harter Job, aber man muss tun was man tun muss.


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#6 von ralfio , 06.04.2020 08:12

Zitat

Hallo Ralf und willkommen hier.
Tja, die Schokosahnetorte musste "leider" stueck fuer stueck demontiert und entsorgt werden.
War nen harter Job, aber man muss tun was man tun muss.



Das war sicherlich sehr anstrengend
Andere Frage: Woher beziehst du dein Material wie Schienen, rollendes Material, Gebäude etc.? Mitbringsel aus Deutschland?


Gruß aus Down Under
Ralf


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#7 von FarFarAway , 06.04.2020 13:42

Hi Ralf,

Einer deiner Namensvetter, welcher auch ein guter Freund von mir ist, hat sich, mehr oder weniger, bereit erklaert so einige Dinge fuer mich zu sammeln und dann im Paket nach Neuseeland zu schicken.
Viele, viele Sachen hatte ich aber schon bevor wir hierher gezogen sind und diese habe ich selber verpackt und auf die Reise geschickt. Ein Paket hatte Loks im Wert von ueber 6000EUR drinnen und ist ohne jeglichen Schaden hier angekommen.

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#8 von FarFarAway , 09.04.2020 07:08

Hallo zusammen.

Alle Welt spricht von Geraeuschdaemmung. Ok, die Modellbahnwelt. Ob es dann wirklich was bringt ist dann eine Frage, die jeder fuer sich selber beantworten muss. In den meisten Faellen ist es nach dem Schottern wegen Geraeuschbruecken arg fuer die Katz.

Nun mag ich aber ungern meine Gleise direkt auf ein Holzbrett leimen. Warum? Keine Ahnung, fuehlt sich einfach nicht gut an.
Rollenkork waere gut... Hab ich hier in den letzten 11 Jahren noch nirgends gesehen. Dann mal im Fundus nachgeschaut und Korkfleisen gefunden.
Die Dinger sind sowas van sauhart, da koennte ich ja gleich wieder auf die Platte... ach ne, mag ich ja nicht.

Nun ist auch noch alles dicht. Geht euch auf der anderen Seite der Welt im Moment ja auch nicht anders...

Also was tun... Hartschaum! Da hamm wa doch noch was irgendwo. Oh, reichlich!
50mm ist mir dann auber auch zu dick. Nun, dann wird die gute Hobbybandsaege mal hergerichtet und schwupps habe ich 130mm breite 5mm dicke Streifen von schoenem Blau.

Dann mal Flaechig auf die Platte geklebt - aber nicht mit dem guten Holzleim, da hab ich ja nicht mehr soviel und alle Laeden sind ja dicht.
Den anderen Kleber genommen. Fast fertig. Warum welt es da vorne. Oh Ka.ke - gut dass man hier nicht draufschreiben braucht, dass da reichlich Loesemittel drin ist... Ich sagte ja, ich mach Fehler!
Also alles nochmal runter reissen Klebrueckstaende entfernen neues duennes Blau machen und von vorn - Diesmal mit PVA (Holzleim)

Nachdem dann alles trocken war mit 100er Schmiergel alles glatt schleifen und dann den Kaeptain Blaubaer draussen reinigen.

Papier plan wieder drauf und: GLEISE ahhh ist das schoen.


Erst zaghaft...

...dann mal mehr - und ein paar Stunde spaeter sieht's dann so aus:


Die "normalen" Weichen sind Tillig Elite, die DKW und EKW sind von Roco.
Ja, zwischen I und G liegt eine EKW. Gibt es da Einwaende von jemandem, der hier liesst?
Der Grund ist banal: Ich hab grad keine DKW mehr. Die werden hoffentlich kurzfristig aus DLand verschickt.

Auch wollte ich Tillig Elite Gleis verwenden. Auch das liegt noch in DLand bei meinem Freund.
Hab mir nun aber gedacht, dass man den Unterschied wahrscheinlich eh so gut wie nicht sieht.

So, was kommt wo hin:

A - Bekohlung (Auhagen 11416) Hab irgendwo mal nen Link zur Beleuchtung gehabt. Kennt den einer?
B - Schlackegrube (Selbstbau) und Besandung (Faller)
C - Portalkran (Faller) mit langem Schienenweg zur Erreichbarkeit von Kohle und Schlacke
D - Kohlebansen (Selbstbau)
E - Wasserturm (Irgendwo hab ich noch einen)
F - Bahnmeisterei
G - Sandbunker
H - Oel- und Diesellager
I - Dieseltankstelle(n)

Unten links kann man auch die provisorische Einfahrtsweiche sehen, damit ich die Gleise richtig positionieren konnte.

Dann noch mal ne Frage an die Spezailisten betreffend Weichanmechanik und -laternen.
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die kleinen und auch einige mittlere BWs nur Handweichen hatten und auch keine beleuchteten Laternen.
Ab wann wuerde denn ein Stellwerk mit allem DrumHerum angebracht sein?
Mein Schuppen hat 10 Staende und zusaetlich sind 3 Freigleise an der Drehscheibe.
Sollte das BW schon gross genug dafuer sein?
Immerhin sind es 7 normale und 3 DKW/EKW (inclusive der Einfahrts-DKW)

Hoffe es gefaellt und freue mich auf resonanz.

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#9 von ralfio , 09.04.2020 12:46

Da hat man Zeit aber kein Material Aber Not macht ja erfinderisch. Das wird wohl ein imposantes BW, da kann ich mit einem Lokschuppen für eine Köf nicht mithalten.

Ich hoffe, du willst das Material aus D nicht kurzfristig bestellen. DHL nimmt in Deutschland im Moment für einige Länder keine Pakete an. Dazu gehören leider NZ und AUS Ich warte auch noch auf eine Lieferung, die wartet seit einem Monat auf Weitertransport von Frankfurt nach Down Under.


Gruß aus Down Under
Ralf


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#10 von FarFarAway , 11.04.2020 01:36

Hi Ralf,

Das ist sehr ernuechternd, dass die keine Pakete fuer AU und NZ annehmen.
Die haetten ja mal die Lufthansa A380 die in Auckland gelandet sind mit Post vollmachen koennen...

Aber wie du schon sagst: Not macht Erfinderisch und in Sachen Modellbahn denke ich hier immer in Not zu sein...
Und die Kosten uebertreffen hier alles...

Wo kann man sich denn deinen Koefschuppen anschauen? Habe keinen Thread gefunden.

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#11 von FarFarAway , 11.04.2020 03:01

Nachdem nun die Gleise provisorisch "verlegt" waren hab ich mir nochmal Gedanken zur Blockeinteilung gemacht.

Noch in DLand baute ich an einer Bahn bei der ich mich fuer die Steruerung MPC von Gahler & Ringstmeier entschieden hatte.
Grundsolide und funktionierte perfekt. Vor dem Umzug nach Neuseeland hab ich aber alles verkauft und sattle um auf DCC.
Da sind noch ne Menge an Loks zu digitalisieren...

Was ich aber sagen will ist, dass ich sehr fit darin war Anlagen in Bloecke fuer die MPC einzuteilen.
So viel anders kann das in DCC ja eigentlich auch nicht sein, und so ist die folgende Einteilung nach elektrisch isolierten Abschnitten entstanden:



Es koennten evtl. zu viele Bloecke sein, aber es ist einfacher zwei zusammenzulegen als einen zusaetzlichen abtrennen zu muessen.
Ich stelle mir hier auch automatischen Betrieb von Dampfloks vor. Hoffe RocRail oder iTrain koennen das im BW.

Nach der Theorie ging es dann an die Anfaenge des verkabelns und der mehr oder weniger entgueltigen Positionierung der Gleise.



Als Kabel verwende ich 0.75mm2 und schliesse JEDE Schiene separat an. Ich habe zu oft gelesen, dass Schienenverbinder irgendwann dann mal aufgegeben haben eine verlaessliche elektrische Verbindung zu gewaehrleisten.

Ich wollte die erste Weiche auf Doppelschwellen umbauen...
Bin aber irgendwie nicht ganz damit zurande gekommen und habe bei dieser aufgegeben - Grmpf.

Aber ich moechte schon Gleisjoche mit Doppelschwellen darstellen. Ist ein wenig mehr Arbeit, aber ich brauch ja nicht morgen fertig sein...

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#12 von FarFarAway , 11.04.2020 06:33

Hab mir gedacht ich dokumentiere hier mal wie ich meine Gleise anschliesse.
Es mag dem einen oder anderen Anfaenger helfen oder zumindest einen Denkanstoss geben.
Aber es ist definitv keine Hexenkunst.

Zuallererst wird das Gleis vorbereitet. Ich hab im letzten Post ja schon geschrieben, dass ich Gleisjoche (hier 15m) nachbilden moechte. Diese wurden unter anderem auf Doppelschwellen untereinander verschraubt. Also veraendere ich die Schwellenlage am Gleis so, dass jeded 25ste Schwelle eine Doppelschwelle ist. Dazu knipse ich den Verbindungssteg zwischen den Schwellen heraus, feile beide Seiten plan und verklebe beide Schwellen mit wenig Sekundenkleber.

Nun wird das Gleis in Position gebracht und mit Gleisklammern fixiert damit es seinen Radius (oder nicht Radius) behaelt.

Als naechstes werden die Ansschlussstellen markiert (rote Pfeile).

Hier wird auch noch eine elektrische Trennung benoetigt (gelber Pfeil).
Ich moechte die elektrischen Trennungen nicht direkt an der Weiche haben. Der Grund ist der, dass wenn eine Lok mal ein wenig zu weit im BLock vorfaehrt, kann sie bei Trennung direkt an der Weiche zwar noch im Gleisblock stehen, aber schon ins Lichtraumprofil des abzweigenden Gleises ragen. Das bringt die Notwendigkeit von unschoenen "Gotteseingriffen" die ich vermeiden moechte, da sich das BW nicht direkt am Anlagenrand befindet.



Nun werden die Anschlusskabel vorbereitet (Dabei empfiehlt es sich gleich ein dutzend auf einmal zu machen):


1. Abisolieren
2. Verdrillen
3. Verzinnen
4. Abwinkeln
5. Kuerzen

Bevor das Gleis von der Anlage genommen wird bitte noch die Positionen der Loecher im Gleisbett markieren.
Nun kann das Gleis von der Anlage genommen werden. An den Stellen die am Gleis markiert wurden werden nun die Stege zwischen den Schwellen entfernt und das Gleis dort mittels einer kleinen Pfeile aufgeraut. Dies entledigt sich auch einer Bruenierung wie z.B. bei den Tillig Gleisen damit diese dann einfacher zu loeten sind.

Dann diese Stellen vorverzinnen und die Kabel anloeten:


Nach dem Loeten mal an den Kabeln ziehen um sicherzustellen, dass die Loetverbindung auch haelt.
Jetzt die Loecher in die Trasse bohren, Kabel hindurchfuehren und das Gleis wieder in Position bringen.



Die Loetstellen sind so gut wie nicht zu sehen (gelbe Pfeile)

Nun mit dem Dremel die elektrische Trennung vornehmen (gruener Pfeil)
Um ein Entgleisen zu unterbinden gibt es nun wieder unterschiedliche Moeglichkeiten.
1. An "echten" Schienenstoessen trennen (zu einfach)
2. Einen Schienenverbinder einbringen. Das habe ich im oberen Gleis gemacht (roter Pfeil).Dieser Verbinder ist aber stark gekuerzt.
3. Einen Tropfen Zweikomponentenkleber in die Luecke geben und dann nach Aushaerten das Gleisprofil herausfeilen.

Hier moechte ich Version 3 ausprobieren, bin aber zu Geizig fuer nur eine Stelle den Kleber anzumischen.
Wenn ich ein paar Stellen davon habe werde ich es machen und das Vorhaben dokumentieren.

Ich hoffe es hat gefallen und hilft dem ein oder anderen.

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#13 von FarFarAway , 12.04.2020 22:02

Guten morgen (hier jedenfalls)

Hier mein zweiter Versuch einer standard Tillig Weiche die Doppelschwellen beizubringen:



Ich denke, es wird schon besser.
Fuer die naechste Weiche werde ich das im Detail dokumentieren.

Cheers,
Klaus


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#14 von FarFarAway , 14.04.2020 11:21

Hello Folks,

Wie versprochen nun meine Dokumentation zum Umbau einer Tillig Elite Weiche um Doppelschwellen zu bekommen.
Hier erst mal die Tillig Weiche die sich mit Sicherheit schon 17 Jahre in meinem Fundus befindet.



Auf der linken Seite kann man sehen, dass ich die Schwellen schon getrennt habe, da das durchgehende Gleis nach dem Herzstueck gerade weiterfuehrt.

Als aller erstes wird die Stellschwelle und die elektrische Verbindung von Herzstueck zu den Zungen entfernt.
Diese Verbindung kann man mit einem kleinen Seitenschneider Mittig durchzwicken und dann mit sanfter Gewalt abziehen.



Hier nun ein Blick auf eine Reichsbahn Weiche mit den recht genau getroffenen Positionen fuer Doppelschwellen.
Nein, es ist nicht mein Gleis, mein Gleis ist doch Tillig...



Die erste Doppelschwelle ist genau hinter dem Herzstueck (links im Bild). Also mal ran und die durch die Feile markierte Schwelle nach links verdoppeln.



Weiche umdrehen und sicherstellen, dass die gleiche Schwelle durch die Feile markiert ist und die Flexstege links der Schwelle entfernen.



Bevor man nun die Schwellen von Links nach Rechts verschieben kann, muessen noch kleine Nuppel entfernt werden, die die Schwellen im Moment in ihrer Position halten. Diese sind am Gleis an den mit roten Kreisen markierten Stellen. Diese Nuppel lassen sich relativ einfach mit einem feinen Schraubendreher (Flachspitze) herausbrechen.
Anschliessen sind die Schwellen relativ einfach nach rechts zu verscheiben und mit ein wenig Sekundenkleber kann die erste Doppelschwelle arretiert werden. (Ein wenig Sekundenkleber - Nicht ein halber Teeloeffel wie bei mir)



Erster Streich.

Auf zum Zweiten und Dritten. Schauen wir erst mal wieder wo die Doppelschwellen hin sollen. Vor dem Herzstueck und direkt an der Stelle ab dem die Zungen sich biegen duerfen/sollen.



Gleiches Spiel! Weiche umdrehen, daruf achten, dass die gleichen Schwellen markiert sind und die Flexstege entfernen.
Auch darauf achten dass wir am Herzstueck die letzte Schwelle unter dem Radlenker nach rechts und beim Zungebiegepunkt (Ich weiss nu echt nicht wie man den Punkt anders benennen soll) die Schwelle, die nach rechts den Schienenfuss verjuengt hat nach links verdoppeln wollen.



Und auch hier haben wir wieder einige Nuppel zu entfernen bevor wir die Schwellen verschieben koennen.
Auf der rechten Seite sieht man eines dieser possierlichen Tierchen. Und schwupps haben wir ein zweites Doppelschwellenpack nachdem ein Hauch von Sekundenkleber dises Paar untrennlich vereint.



Zweiter Streich...

Nun haben wir eine grosse Luecke zu fuellen. Dazu greifen wir nach einem Stueck Schwellenband von Tillig und sizieren ein wenig.



Fangen wir mit dem Mittelteil unserer Schwellenzerlegung an und fummeln es an die zu verdoppelnde Schwelle.
Das geht am einfachsten wenn man das Teil diagonal einfuehrt um dann auch beide Schwellenfuesschen auf den Schienenfuss zu bekommen.



Randruecken, wenig(e) Sekunden-Kleben und drin!



Drehen wir die Weiche mal wieder auf den Ruecken und messen (Pi mal Daumen und Augenwurf) die laenge des naechsten Schwellenstueckchens.
Schneiden, einpassen, rausfriemeln, wegwerfen, fluchen, Teil wieder finden, noch mal kuerzen und passt!



Nun koennen wir die beiden Aussenschwellenstuecke ankleben (und sehen eine glaenzende Klebeleistung)



Aber was fehlt, Die Kleineisen an den Zungen. Hurra, wir haben ja noch ein paar kleine Teile ueber...
Mit einem SCHARFEN Bastelmesser die Kleineisen von den Schwellenstueckchen abgeschnitten, pruefen ob die Fingerkuppen noch dran sind und bei Erfolg die Riesenteile mit ein wenig Sekundenkleber und viel Geduld auf die Schwellen platzieren.



Streich Drei !!!

Auf zur Elektrik... HALT!!!

Erst die Weiche einmal probelegen und dabei dann gleich die Loecher fuer Stelldraht und Anschlusskabel in die Trasse bohren.
Man kann so schlecht Massnehmen, wenn die Kabel schon dran sind.

Die Schienenfuesse von unten mit der Feile saeubern, verzinnen und zwei kleine Draehte biegen, die jeweils die elektrische Verbindung von einer Backenschiene zur Zunge herstellen werden. Ich biege diese Bueglechen, damit der Draht tiefer im Schotterbett zu liegen kommt und nicht sichtbar ist, wie ich es schon mehrfach gesehen habe wenn man diesen Draht einfach flach unter die Schienenfuesse loetet.



Zuerst die Buegelchen an die Zungen anloeten und dann das anderfe Ende mit den Anschlusskabeln zusammen an den Backenschienenfuss geloetet.
Die Herzstueckpolarisation nicht vergessen und fertig.
Jetzt koennen die Schwellen zwischen den letzten beiden Doppelschwellen noch ein wenig ausgerichtet werden.



Und dann ab auf die Anlage.



Ich hoffe es hat gefallen und hilft dem ein oder anderen.

Cheers,
Klaus


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#15 von FarFarAway , 16.04.2020 08:48

Und weiter geht's...

Bevor ich mehr gleise installiere oder Wecihen umbaue dachte ich mir es waere ratsam den Schlackesumpf anzugehen, da dieser dann mit den Gleisen gemeinsam eingebaut wird.

Es gibt schon wunderschoene Modelle z.B. als Selbstbau hier Das Mehrgenerationen Projekt oder auch zum Kaufen bei MBZ.

Aber bis ein in DLand gekauftes Teil in Neuseeland ankommt, da vergehen wohl noch ein paar Monate...

Also habe ich mir so einige Bilder und @Sebb 's Vaters Selbstbau angeschaut und meinen eigenen Plan gemacht:



Aus 9mm Sperrholz eine Grube gebaut. Die Schienen werden auf Staghlbetonbalken liegen, die wiederum von Stahlbetonpfeilern gestuetzt werden. Die Pfeiler werden mit Stahlbetonmauern gesichert.



Als Stahlbetonbalken und -pfeiler verwende ich 4x4mm Plastikprofile. Fuer die Betonmauern 3mm MDF Profile, die bei IKEA Schraenken uebriggeblieben sind. Die Pfeiler werden aufgeschnitten um die Mauern einzuschieben, was deutlich Stabilitaet bringt.
Auch fand ich die 4x4mm Profile leicht wabbelig und habe deswegen aus dem 3mm MDF Material noch einen 3x3mm Stab geschnitten, den ich in das Profil einschiebe.

Zum Schluss von heute noch ein erster Blick auf die Stahlbetonbalken und -pfeiler. Da muessen noch mehr rein.



Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#16 von FarFarAway , 20.04.2020 04:34

Hallo miteinand.

Uebers Wochenende gab's ging's weiter mit der Schlackegrube...

Zuerst die seitlichen Stahlbeton Balken geschnitten und eingepasst.
Dann alle Stuetzen geschnitten und die obere Kante als "Giebeldach" gefeilt.



Als naechstes ging es daran die seitlichen Rutschen/Schraegen zu konstruieren.
Gemessen, Herrn Pythagoras konsultiert, aus dem bekannten 3mm MDF Material ausgeschnitten und die Seiten am Tellerschleifer auf Gehrung geschliffen.
Nun die Hoehe der Stuetzmauern abgegriffen, und rundherum in der Grube markiert.
Die Laenge der Grube nochmal gemessen, beidseitig die Kopfstuecke subtrahiert, 4 mal 3mm fuer die Stuetzmauern abgezogen und durch 5 geteilt. Schon haben wir eine Fachbreite. Faecher markieren und Schlitze saegen.



Ich moechte in den Kopfseiten Leitern einbringen und habe dafuer die Stirnseiten angepasst.
Alle Stuetzen eingepasst und die Stahlbetonbalken einmal Probegelegt.



Befestigung der Stahlbetonbalken erfolgt mittels 3x3mm MDF Stueckchen. Das sitzt auch ohne Kleber schon ganz gut, aber der Balken an sich ist ein wenig wabbelig. So habe ich die leeren Abschnitte auch mit 3x3mm MDF und ein paar Troepfchen Sekundenkleber gefuellt.



Und dann hier der heutige Baustand.
Die auesseren Stahlbetonbalken sind verklebt. Die mittleren noch nicht.
Als naechsten Schritt werde ich wohl mal ein wenig Beton bestellen...



Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#17 von kartusche , 20.04.2020 09:26

Hallo, ich habe 2 Anmerkungen zu deinem Weichenumbau. Auf mich wirken die vielen Doppelschwellen bei den doch stark verkürzten Weichen sehr gewöhnungsbedürftig...aber es soll ja Dir gefallen. Allerdings haben beim Vorbild nicht alle kurzen Weichen die lange Doppelschwelle nach dem Herzstück auch direkt da wo der Randlenker endet. In meinem DR Weichenbuch sind bei den meisten kurzen Weichen erst ein paar Einzelschwellen, und dann kommt je Gleis eine Doppelschwelle, also keine durchgehende. Warum das nun Weinert bei deren kurzen Weichen anders gemacht hat, weis ich nicht. Wahrscheinlich war ein anderes Weichenbuch die Grundlage.......


Gruss, Ralf
—————————
RE: Personenwagen im Bau: Meine Eigenbauten nach Vorbild der DR


 
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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#18 von FarFarAway , 21.04.2020 00:12

Hallo Ralf,

Weinert legt bei seinen Weichen den Schwellenplan der DRG von 1934 zugrunde. Vorher und nachher gab es natuerlich andere Schwellenplaene bei anderen Bahngesellschaften. Und auch der von Weinert ist der Plan fuer die Standardweiche 1:9.

Recht hast du auch, dass definitiv nicht jede Weiche diese Doppelschwellen haben muss. Einige sind ja auch sehr wohl eher entstanden bevor dieser Schwellenplan entwickelt wurde.

Da ich kein Profi oder Experte in Sachen Schwellenplaene bin, kann ich nur das machen, was mir gefaellt und von dem ich Denke, dass es zumindest ein wenig Vorbildnah ist. Da wir bei der Modellbahn immer mit Platz kaempfen duerfen muss ich halt sehr kurze Weichen einsetzen um das zu verwirklichen, was ich mir Vorstelle.
Da in dieser Ein-/Ausfahrt zum BW reichlich schwere Dampflokomotiven verkehren, dachte ich mir die Weichen dort einwenig robuster darzustellen, ergo der Griff zu Doppelschwellen.

Ich hab mich an den Anblick gewoehnt und mag ihn.

Wahrscheinlich wird der "normale" Betrachter der spaeteren Anlage eh nix davon mitkriegen, da Sie a) die Details nicht als Details sondern als Standard ansehen und b) wohl hauptsaechlich Nicht-Deutsche sind und so eh keine Ahnung von Deutschen Eisenbahnen und Schwellenplaenen haben.

Aber der ein oder andere dem wirds Auffallen...

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#19 von FarFarAway , 23.04.2020 10:30

Seid gegruesst.

Ist gar nicht so einfach waehrend des Lockdowns nen Betonmischer zu bekommen.
Hat dann aber doch heute geklappt.



Bin mit dem ersten Probebetonieren mehr oder weniger zufrieden.
Was mich am meisten gewundert hat ist, dass ich die Heki Beton- und die Vallejofarben, die seid ca. 13 Jahren unangetastet im Karton gesessen haben einfach aufschuetteln konnte.

Zur Vorgehensweise:
Die vom letzten Schritt fertige Box habe ich mit einem Leim und Gips Gemisch mit einem Borstenpinsel getupft.
Manchmal dann auch den Pinsel feucht wie er war ins Gipspulver getupft und dann wieder aufgetragen was eine schoener sehr unregelmaessige Struktur verursacht. Ich wollte Stampfbeton nachbilden, was mehr oder weniger gelungen ist. Fragt mich aber nicht, ob Schlackegruben ueberhaupt mittels Stampfbeton gemacht wurden. Vielleicht weiss da einer mehr?
Als naechsten Schritt habe ich dann Schleifpapier an ein Holzstaebchen geklebt und nach Trockung damit die huckelige Flaeche ein wenig geglaettet.
Dann ein wenig Farbe drauf und voila.

Durch das Loch kommt ein wenig Beleuchtung herein, wie Sebb das in seinem Faden so schoen vorgemacht hat.
Ob ich aber auch einen Dampfgenerator einbauen werde wage ich zu bezweifeln.

Am Wochenende werde ich sehen ob ich die Gleise drauf bekomme und dann Schlacke... Mist, Nichtraucher! Muss mal das Kaminfeuer anmachen und sehen ob die Asche verwendbar ist. Hat da einer Erfahrung?

Hoffe es gefaellt und freue mich auf Kritik.


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#20 von ralfio , 29.04.2020 01:35

Damit das hier kein Monolog deinerseits wird
Ich verfolge den Bau aufmerksam, meist stillschweigend. Es sieht richtig gut aus.


Gruß aus Down Under
Ralf


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#21 von FarFarAway , 29.04.2020 08:49

Hallo Ralf und die Stummen,

Schoen dass du und ihr wieder vorbeigeschaut habt.

Leider konnte ich am letzten Wochenende nicht so viel machen wie ich wollte. Ich wurde in den Garten Kommandiert...
... Und ich konnte meine Frau ja nicht zum Pfeffer schicken - wir waren ja noch im Lockdown. Aber auch jetzt weiss ich nicht ob das eine Essentielle Tat/Reise waere. Kommt aber wohl auf den Gesichtspunkt an...
Da ich alle ihre Wuensche erfuellt habe, ist das nun aber auch nicht mehr Noetig.

Und ein wenig konnte ich ja machen!

Die beiden Behandlungsgleise sind verlegt und verkabelt.
Ich muss sagen, dass der gewollte Knick im Gleis hinter der EKW von diesem Standpunkt extrem aussieht.
Dabei ist er nur sehr leicht.



Die Schlackegrube ist eingebaut. Die Gleise darauf sind lose und nicht verklebt. So kann ich die Grube nach unten entfernen und weiter gestalten.
Apropos Gleise verkleben. Ich klebe die Gleise Punktuell mit Sekundenkleber. Es braucht ja nur bis nach dem Schottern halten.
Die Abstandslatte kommt dann auch sehr bald wieder raus.



Wir brauchen endlich Regen - spaetestens naechstes Wochenende. Fuer Pflanzen und "Keine Gartenarbeit".

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#22 von FarFarAway , 02.05.2020 08:34

Kleines Status Update

Es wird so langsam...
Es dauert doch so seine Zeit, wenn man Gleisjoche nachbilden moechte.
Auch bin ich gespannt wie der Eindruck sein wird, wenn ich die Verkabelung anschliessen werde, da nunmal (fast) jedes seperate Gleisstueck Anschlusskabel bekommen hat.



Und nochmal ein Bild der Grube:



Falls sich jemand fragt, welche Weichendecoder ich verwenden werde: MLL - Die einzigartige Moba Led Lib by Hardi!
(Aber ich glaube ich wiederhole mich...)

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#23 von Jörg Schw , 03.05.2020 16:49

Hallo Klaus,

die Schlackegrube gefällt mir seht gut.

Gruß Jörg.


 
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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#24 von FarFarAway , 09.05.2020 11:02

Hallo Joerg und alle anderen,

Danke fuer deinen Kommentar, Joerg.

Schon wieder ist eine Woche ins Land gegangen und es hat sich auch ein wenig getan.
Alle Gleise (exklusive der Schuppengleise sind jetzt verlegt und verklebt.





Dann kann es ja nun an die Verkabelung gehen:



Groesser haette der Truemmer auch nicht sein duerfen. 20mm bis zur Decke.
Nut gut, dass ich die Tischplatte fuer meinen Kreissaegentisch noch nicht verschraubt und verklebt hatte.

Bis zum naechsten Mal,

Cheers,
Klaus


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RE: BW an kreuzenden Hauptstrecken - Herzstueckpolarisierungen

#25 von FarFarAway , 10.05.2020 01:56

Gedanken zu Weichenantrieben...

Ich hab da ein kleines Pflichtenheft fuer meine Weichenantriebe zusammengetragen:

1) Angetrieben durch entweder oder
a) Servo (Standard)
b) Linearservo
c) Motorischer Antrieb
d) Mechanisch (Fremo)

2) Antriebslokalisierung
a) Antrieb direkt bei der Weiche
b) Antrieb in gut zugaenglichem Bereich
(Sammlung aller Antriebe an einer Zentralen Stelle/Anlagenrand - Bowdenzug)

3) Herzstueckpolarisation
a) Aus/An fuer jede Zunge + Herzstueck separat (fuer Weichen wo all dies elektrisch verbunden ist)
Zeitversetzt nacheinander damit es keinen Kurzschluss gibt mittels zwei Microschalter (An/Aus)
b) Ein Microschalter (Um) fuer das Umstellen
c) Separater Microschalter (Um) fuer Rueckmeldung (oder b) als 2xUm)

4) Weichenlaternen
a) Antrieb von Weichenlaternen / exakte 90° Stellung
b) Position links oder rechts von Weiche (gleiche Hoehe wie Klammer/Spitzen Verschluss)
c) Evtl. Abweichende Position

5) Installationshilfe
Installationshilfe zum "anklipsen" von oben auf der Weiche mit Bohrungsfuehrungen zur Befestigung, die von Unten auch benutzt werden koennen.

6) Modularitaet
Funktionen, die fuer eine Weiche nicht benoetigt werden, sollen auch nicht eingebaut/bestueckt sein.
Am besten anklipsbare Erweiterungen.

7) Preis
Der Preis muss unter 15€ pro Antrieb liegen - Inklusive aller Teile
Kaufkraft des NZ Dollars zum Euro in DLand liegt ungefaehr bei 1:1. Der Wechselkurs ist im Moment nicht weit von 1:2.
Das heisst 15€ sind fuer mich so gut wie 30€ bei euch.

Da es hier mehr um eine Stellmechanik geht als um die Art der Ansteuerung, spielt es keine Rolle, ob es Analog oder Digital oder gar "nur" mechanisch.

Meine Praeferenz liegt im Moment dabei die MLL (Moba Led Lib) zur Steuerung zu nehmen.
Dort gibt es eine "einfache" Servoplatine mit der drei Servos gesteuert werden koennen.
Keine Ruekcmeldung, keine Polarisierung - nur der nackte Servo.

Aber eine Rueckmeldung basierend auf Elektronik sagt ja eigentlich auch nichts ueber die mechanische Stellung einer Weiche aus - Ist also eigentlich Sinnlos.

Ich hab da schon ein paar Ideen im Kopf und lasse euch wissen wie das spuken da weitergeht.

Ansonsten, bin ich auch sehr interessiert an Varianten, die ihr kennt/gesehen habt, die meine Vorgaben erfuellen.

Cheers,
Klaus


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