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RE: Decoder-"Ertüchtigung": Transistor gehimmelt?

#1 von floete100 , 10.04.2020 15:04

Hallo Elektronik-Experten,

ich habe bereits mehrere Märklin-Decoder 60902 erfolgreich um die Funktion f3 "bereichert". Dazu habe ich auf die entsprechenden Lötpads einen Darlington-Transistor BST 51 sowie je einen SMD-Widerstand 3,9 Ohm und 47 kOhm gelötet. Bei allen hat das auf Anhieb funktioniert.

Heute habe ich den nächsten Decoder bestückt (in meiner BR 85). Zur Funktionsprüfung habe ich dann eine LED an Decoder-+ (orange) und an die neue Funktion (mit Vorwiderstand 1 kOhm) probehalber angelötet.

Als ich die Lok dann auf die Anlage gestellt habe, um f3 zu testen, hatte ich ein Aha-Erlebnis: Außer der modifizierten 85 stehen derzeit etwa 20 andere Triebfahrzeuge auf der Anlage. 19 blieben, wo sie waren - nur mein Roco-Schienenbus fuhr in zügigem Tempo los, und ließ sich auch nicht anhalten. Stop-Taste gedrückt, 85 vom Gleis genommen, Go gedrückt: Schienenbus steht, lässt sich ansprechen und normal fahren. 85 auf's Gleis: Schienenbus flitzt los ...

OK, Schienenbus vom Gleis genommen, 85 wieder aufs Gleis gesetzt. Funktionen der 85 durchgeschaltet: f0 funktioniert - incl. Wechsel bei Fahrtrichtungsänderung. f1 funktioniert. f2 funktioniert (allerdings nur halb: Es sollten beide Telexe ansprechen - die vordere geht nur einmal kurz, bleibt danach stumm). Jetzt kommt's: Die neu aktivierte Funktion f3 funktioniert ebenfalls - die Probe-LED leuchtet! Fahren tut die 85 auch.

Schienenbus nochmal auf's Gleis gestellt - flitzt los ...

Dann habe ich die Verbindung der Probe-LED zur +-Leitung gekappt - und siehe da, der Schienenbus bleibt stehen.

Es ist also klar, dass ich an der 85 irgendwas falsch gemacht habe. Und zwar heute - bis gestern hat sie (noch ohne f3) einwandfrei funktioniert (und den Schienenbus hat's nicht gejuckt, wenn die 85 auf dem Gleis stand ).

Bevor ich jetzt anfange, im Nebel zu stochern, brauche ich Euren Input:

    Kann es sein, dass ich den Transistor "verbraten" habe? Die beiden Widerstände habe ich eher nicht in Verdacht.

    Oder muss ich die Ursache in der Verdrahtung suchen?

    Oder liegt's an etwas ganz anderem?


Anmerkungen:
    Ich habe mit meiner Ersa-Lötstation mit dem 6 W-Kolben (bleistiftspitz) gelötet, und auf kurze Lötzeiten geachtet.

    Die Verdrahtung ist etwas unübersichtlich ops:: Die Lok hatte ursprünglich einen 6080 (vom Händler eingebaut, mit nicht besonders toller Verdrahtung in 0,14 qmm). Den 60902 hab ich dann selber eingebaut - und die Verdrahtung nicht neu gemacht, sondern weiterverwendet.


Ich hoffe, Ihr könnt mir da weiterhelfen ...

Danke und Gruß,
Rainer


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RE: Decoder-"Ertüchtigung": Transistor gehimmelt?

#2 von digitalo , 10.04.2020 17:13

Hallo Rainer

Der Roco hat bestimmt einen Zimo drin, schalte dort mit CV29 = 2 mal die Analogerkennung ab. Dann teste den Bus zusammen mit der BR85 auf dem Gleis. Rast der dann imer noch los?

https://www.opendcc.de/info/decoder/dcc_cv.html

Ich nutze ganz gern die verlinkte Seite ...

Ja ... es ist möglich, das Du den alten Märklin-Decoder gehimmelt hast.

Viel Erfolg


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RE: Decoder-"Ertüchtigung": Transistor gehimmelt?

#3 von floete100 , 10.04.2020 18:17

Vielen Dank, Stefan. Dein Erfolgswunsch hat vermutlich geholfen .

Ich hab's inzwischen hinbekommen. Alles funktoniert - nichts gehimmelt, weder Transistor noch Decoder!

Es war "Pfusch am Bau" ops:.

Zunächst hab ich mir noch mal die Lötstellen (stellchen...) des Transistorleins angesehen. Und dachte - hmmm. Und tatsächlich: Eines der drei kleinen Beinchen war nicht richtig (oder wahrscheinlich gar nicht) angelötet. Alle drei noch mal nachgelötet.

Lok aufs Gleis. Schienenbus bleibt stehen ! Alles paletti? Zu früh gefreut ...

f0 funzt, f1 funzt, f3 funzt (die neue Funktion!). Aber f2 schaltet immer noch nur die hintere Telex-kupplung. Und, hol's der Teufel, das vordere Licht: Mal hell und mal dunkel!?

Des Rätsels Lösung: Meine 85 hat zwar Schaubbirnen, aber die sind gegen Masse isoliert. +, also die orange Leitung, ist an der Fassung angelötet. Ebenso der + Anschluss der vorderen Telex. Und die Lötung der + Zuleitung war Mist und hatte sich gelöst. Aber das Drahtende streichelte die Fassung. Mal Kontakt und mal kein Kontakt. Keine Ahnung, warum das bis gestern funktioniert hat - da war ich heute überhaupt nicht dran!

Den Mist auch behoben. Gefreut, dass das lose + Kabel nicht noch Massekontakt bekommen hat . Das hätte den Decoder tatsächlich gehimmelt. Und jetzt funzt alles, wie es soll.

Lehre für die Zukunft: Noch sauberer arbeiten!

Gruß,
Rainer


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