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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#1 von vps , 22.04.2020 23:31

Hallo Modellbahnfreunde,

ich bin seit ca. 12 Jahren mit der Errichtung einer größeren Modelleisenbahnanlage für meinem Sohn in dessen großen Keller beschäftigt. Dazu gehört nun einmal die Planung und letztlich auch die Durchführung. Die Anlage entstand nach dem Vorbild meiner eigenen Anlage indem im Raum in den Ecken zwei Gleiswendeln entstanden. Von diesen Gleiswendeln (Radius 60 /70 cm) gehen dann insgesamt 9 Schattenbahnhöfe ab, wobei 6 dieser Schattenbahnhöfe zwischen 10 und 12 Gleise mit jeweils einer Nutzlänge von ca. 5 m aufweisen. Nachdem der Plan in meinem Kopf gereift war und die Vorarbeiten für die Rahmen fertig waren, ging es an das Verlegen der Gleise. Ohne entsprechende Weichen konnte man aber nicht weit kommen. Da ich bereits sämtliche Weichen beim Errichten meiner eigenen Anlage aus finanziellen Gründen in den 70er Jahren selbst gebaut habe und später diese Fertigkeiten im Weichenbau auch für eine größere Clubanlage eingebracht werden konnte, blieb also auch für die entstehenden Anlage nur der Weichenselbstbau.Schließlich war die Vorgabe, dass auf der Anlage nur schlanke Weichen eingebaut werden. Inzwischen habe ich für diese Anlage 186 Weichen gebaut.
Thema der Anlage: Elektrifizierte Hauptbahn, Ep. IV/V, fiktive Stadt "Günthersbronn" im Raum Stuttgart (damit der Hellas- Express und Istanbul-Express in der Relation Stuttgart-Südosteuropa gefahren werden kann.) mit einem Museums Dampflok Bw

Einige Muster Weichen sind unter den Fotos zu sehen.


asymetrische 3-Wege Weiche


Hier sind einige Lehren und Baumaterial zu erkennen


Es ist die 376. Weiche meines Weichenbaus mit Korkuntergrund und entstand im Juli 2012
Heute bin ich bei Weiche Nr. 922 angelangt.......


Grob eingeschottert und fertig für den Einbau



Hier dann einige Fotos aus der weiteren Entstehung. Diverse Gleise sind dabei nicht "krumm", sondern noch nicht befestigt. Als nächstes werde ich mit der Oberleitung 0,2mm Fahrdraht von der 3000m Rolle beginnen. Darüber werde ich aber wieder berichten.....






Die ersten Sommerfeldt OL Maste stehen auch schon provisorisch


Auf der Anlage sind mehrere Einfache DKW und DKW "System Bäseler" im Selbstbau installiert.


Blick auf die Westeinfahrt. Die Betonbögen im Hintergrund entstanden aus Pappe mit Sekundenkleber haltbar gemacht


Westausfahrt von Gleis 1 und 2. Signalbrücke mit Zusatzsignalen von meinem Sohn erbaut und Museumsstellwerk der
Eisenbahnfreunde "Günthersbronn"




Blick auf das entstehende Bw


Hier sind Weichen und Gleise noch nicht befestigt....


Am rechten Bildrand die Gleise in den Güterteil




Der Langschuppen für die E-Loks, mit noch sichtbaren Hinweis auf den LSR (Luftschutzraum)


Hier muss noch viel eingeschottert werden und vieles ist noch provisorisch


Der Schneepflug wurde inzwischen gegen ein Exemplar der Ep. IV getauscht



Ein großer Luftschutzbunker vom Typ "Winkel 150", der heute noch auf einigen
Bw`s zu finden ist. Damals Aufnahmekapazität 150 Personen.


















Links neben den Langschuppen geht es durch die Mauer in den Nebenraum



Beste Grüße und bleibt gesund
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#2 von vps , 27.04.2020 10:11

Unterführung für Günthersbronn

Für eine Unterquerung des Bahnhofs von "Günthersbronn" war eine Unterführung erforderlich. Diese konnte leider nur von einer Seite geschaffen werden, da die Breite des Bahnhofs entsprechende Unterlattungen und Abstützungen erforderlich machten. Ich habe daher aus 10mm starken beschichteten Hartschaumplatten die Unterführung hergestellt. Diese ist beleuchtet und ca. 400 mm lang. Am Ende ist das kein Lichteinfall, sondern lediglich ein Spiegel, der das Licht, was von der Seite des Betrachters einfällt zurück wirft.
Es handelt sich hier lediglich um eine Stellprobe, daher ist einiges nicht ganz im Lot.

Hier das Foto:


Beste Grüße und bleibt weiterhin gesund!
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#3 von piefke53 , 27.04.2020 10:38

Uff ... beeindruckend!


Freundliche Grüße aus Niederösterreich
Fred



Jede Bewegung, die nicht der Fortpflanzung oder Nahrungsaufnahme dient, ist unnötig und hat daher zu unterbleiben.


 
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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#4 von Brianmcfly , 27.04.2020 12:49

Sehr schoen!

Bitte weiter berichten. Ich lese das gerne.


Gruesse aus Rotterdam ...

Brianmcfly ...


 
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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#5 von vps , 27.04.2020 22:01

Probesignale im Selbstbau

Die ersten von meinem Sohn gebauten Streckensignale mit Zusatzzeichen und Vorsignal sind eingebaut und werden probiert. Die Oberleitung ist leider im Hintergund noch nicht begonnen. Darüber wird zu gegebener Zeit zu berichten sein.

Hier der kleine Film
man beachte die langen Güterzüge, wobei kein Waggon "schachtelfrisch" ist. Leider mit dem "Handitschki" bei etwas schwacher Beleuchtung aufgenommen, daher etwas unscharf


https://cvws.icloud-content.com/B/AY5rA2...Yvxs253wI&teh=1

Gruß un bis zum nächsten Mal!
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#6 von DB-Modellbahn , 28.04.2020 04:20

Hallo,

sehr schönes Filmchen, das schreit nach mehr.


Beste Modellbahngrüße

Daniel

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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#7 von Chio , 28.04.2020 10:08

Tolle Anlage, tolle Fotos!
Auch wenn noch manches fehlt - das was schon da ist, ist vom Feinsten!

Was mich besonders beeindruckt: Die Alterung der Gebäude und speziell des rollenden Materials.

Da hätte ich eine Frage dazu:
Der Schneepflug sieht so aus, als hättest du zum Abschluss mit dem Airbrush von oben "drübergestaubt". Welche Farbe verwendest du da?

Ich bringe das bei mir nicht auf die Reihe: Ich möchte nicht Farben zusammenmischen, weil dann jeder Wagen eine Nuance anders ist (kriegt man ja nicht mehr genauso hin), aber bei Revell Aquacolor (die ich an sich gerne verwende) finde ich keinen geeigneten Farbton, und bei Tamija ist mir XF-55 zu braun und XF-14 zu grün..

Auch wenn deine Fotos etwas farbstichig sind, scheinst du das genau richtig getroffen zu haben:

Zitat





Grüße aus Wien
Chio


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#8 von vps , 28.04.2020 11:17

Hallo Chio,

ganz einfach: ein großformatiger weicher Pinsel und eine Mischung von selbst hergestellten Staub aus grau, gelb, braun und etwas schwarz von PanPastell Trocken Pigmenten. Vorher natürlich als Trägermeterial Ultra Matt von AK mit der Pistole aufgetragen und nach dem Auftragen der Pigmente erneut mit dem Ultra Matt aus großer Entfernung versiegeln. Fertig!

Beste Grüße in die "Ostmark"
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#9 von Railstefan , 28.04.2020 14:38

Hallo vps,

bisher gab es ja von dir meist nur kurze Berichte zu Alterungen einzelner Wagen o.ä., jetzt hier also ein Bericht über ein wohl größeres Anlagen-Projekt

Die Fahrzeuge und Gebäude sehen schon recht realistisch gealtert aus
Was mir aber aufgefallen ist, ist das das Haus der Drehscheibe noch seine Oberlichter hat.
Soll dort noch Oberleitung installiert werden? Dann ist alles gut.
Wenn nein, solltest du den Dachaufsatz entfernen, denn der dient dem Drehscheibenwärter zur Kontrolle, ob eine zu drehende Elok auch abgebügelt hat, bevor er mit dem Drehen beginnt. Bei Dampf und Diesel somit nicht notwendig.

Weiter viel Spaß
Railstefan


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#10 von vps , 28.04.2020 16:15

Hallo Railstefan,

die Drehscheibe ist im Moment weder angeschlossen noch ist dort das umliegende Gelände fertig gestellt. Die Wärterbunde der Drehscheibe soll grundsätzlich getauscht werden. Ich möchte zwar eine Spinne darüber, bin mir mit meinem Sohn aber darüber letztlich noch nicht einig. Die Anlage ist im Ganzen so groß, dass ich an fast allen Stellen gleichzeitig Hand anlegen müsste........

Beste Grüße und bleibe gesund
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#11 von Railstefan , 28.04.2020 17:17

Hallo vps,

hast du etwa in der Schule nicht aufgepasst, als es um die Fähigkeiten einer Krake mit gaaanz vielen Armen ging?
Kommt mir irgendwie bekannt vor...

Gruß
Railstefan


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#12 von vps , 28.04.2020 18:25

sollte ich den Beitrag von "Reailstefan" in Bezug der von ihm verwendeten Formulierung als witzig empfinden?


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#13 von Volvivo , 28.04.2020 20:26

Phantastisch


Gruß aus Niederbayern
Michael

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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#14 von Railstefan , 29.04.2020 09:22

Hallo vps,

Zitat

sollte ich den Beitrag von "Reailstefan" in Bezug der von ihm verwendeten Formulierung als witzig empfinden?



ja bitte. Du schriebst 2 Posts weiter oben in #10, das du eigentlich überall gleichzeitig Hand anlegen müsstest, was ja nur geht, wenn du ganz viele Arme und Hände hast = Krake
Das geht fast jedem Modellbahner so, daher ja auch der Kommentar, dass mir das irgendwie bekannt vorkommt... - in Erkenrode wollen aktuell rund 40 Häuser gealtert und beleuchtet werden (s. Link in der Signatur), aber auch ich habe eben nur zwei Hände...

Gruß
Railstefan


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#15 von vps , 30.04.2020 15:23

Hallo Railstefan,

nach einer beiderseitigen Klärung eines Missverständnisses haben wir uns wieder lieb:

Gruß
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#16 von vps , 02.05.2020 07:47

nur mal so nebenbei habe ich mir einen Getreidewagen vorgenommen...

Hallo Mobafreunde,

für einen Ganzzug von Getreidewagen für die Anlage meines Sohnes habe ich einen weiteren Wagen farblich behandelt. Dabei muss ich zugebnen, dass die Gestaltung nicht einfach war und ich nach der ersten Fertigstellung das Ganze mit Spiritus wieder entfernen musste, weil es mir nicht gefiel. Ich wollte einen Waggon farblich nachbilden, der zwar schon etwas länger im Einsatz und dadurch schon leichten Oberflächenrost gebildet hatte und durch das häufige Beladen Spuren von Getreidestaub angesetzt hatte.

Beim zweiten Versuch ist mir das gelungen, indem ich zunächst auf den entfetteten Wagen (mit Entfettungsmittel aus der Küche meiner Frau!) die erste Trägerschicht "Ultra Matt" von AK mittels Pistole aufgetragen habe. Danach kam mit dem dicken weichen Pinsel ein Auftrag von PanPastell, der den Flugrost bräunlich darstellen sollte. Diesen Farbton habe ich mittels dreier Grundfarben selbst gemischt. Danach wurde dieser vorläufige Farbton erneut mit Ultra Matt versiegelt, um nach dem Austrocknen ein hellerer Überzug nochmals mit dem zuvor verwendeten dicken weichen Pinsel über den Flugrost dünn aufzutragen. Hier sollten sogenannte Schlieren, verursacht durch den Pinsel unbedingt vermieden werden. Nun kommt nochmals ein dünner Überzug mit der Pistole von Ultra Matt auf das Modell. Wiederum nach dem Austrocknen kommen jetzt die Spuren der Verladung auf das Modell, um den Getreidestaub nachbilden zu können.

Hier die Fotos:









Meine Grüße in die Runde und bleibt gesund, noch ist es nicht vorbei.....
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#17 von vps , 02.05.2020 18:13

nur mal so nebenbei, Transport einer Köf I

Als Blickfang habe ich auf dem entstehenden Bw "Günthersbronn" eine schrottreife Köf I abgestellt. Diese ist auf einen Rungenwagen der Gattung Ks verladen und durch RUD Ketten gesichert. Die RUD Ketten fertige ich selbst an und sind nachspannbar. Als ich die Fotos vor Jahren bei DSO einmal eingestellt hatte, wurden Bedenken hinsichtlich der Überschreitung des Lademaßes geäußert. Ich kann heute wie damals beruhigen, das Lademaß wird absolut eingehalten!

Hier die Fotos:








Mein Gruß in die Runde
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#18 von Badaboba , 03.05.2020 17:05

Zitat





Hallo vps,
wäre Dir dankbar, wenn Du einige Sätze zu Deiner Methode des Weichenbaus schreiben würdest.
Wenn ich das richtig verstanden habe, montierst Du Deine Weichen auf Korkuntergrund.
Schwellen aus Lindenholz? Was nutzt Du zur Schienenbefestigung? Du lötest teilweise auf kleinen Metallplättchen, wie sind die fixiert?
Danke für einige Tipps eines offensichtlichen Profis!

Liebe Grüße
Volker


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#19 von vps , 03.05.2020 17:59

Hallo Volker
ich habe meinen Weichenbau hier schon einmal ausführlich beschrieben. Aber egal. Ich habe viele Weichen früher, so u.a. für eine große Clubanlage auf 3mm Sperrholz errichtet. Aber bei dem Passieren der Züge über Sperrholz habe ich deutlich verstärkte Resonanzgeräusche festgestellt, so dass ich auf Kork gewechselt habe. Zuerst war ich skeptisch, ob der Kork dafür geeignet war/ist, aber nach einigen Versuchen habe ich festgestellt, dass das Material für meine Zwecke sehr gut geeignet ist.

Also ich verwende ausschließlich Tillig Profil 2.1mm Höhe. Ich halte das Profil von Tillig für das der Realität am nahesten kommt und das beste, was auf dem Markt ist.
Die Schwellen sind aus Fichtenmaterial 3 x 2 mm
Das Schienenprofil wird aufgenagelt, da bei einer derartig großen Anlage nach dem Einschottern die Kleineisen aus 50cm Entfernung eh nicht mehr sichtbar sind.
Die Metallplättchen werden lediglich als sogenannte "Gleitplatten" im Bereich der Zungen verwendet oder als Basis für das Herzstück und Backenschienen.
Die Herzstücke oder Stellzungen fertige ich selbst an. Hier hilft mir ein Bohrzwerg.
Die Kontaktunterbrechungen im Profil fülle ich mit einer saugfähigen Pappe, die mit Sekundenkleber getränkt wird um so einen Kurzschluss zu verhindern.
Anschließend werden die Schwellen imprägniert und das Ganze grob mit Steinschotter eingeschottert.
Dabei wird anschließend die einwandfreie Funktion überprüft. Nach dem Einbau braucht dann nur noch der Weichenrand eingeschottert werden, so dass die sichere Funktion nicht mehr beeinträchtigt werden kann.
Um eine sichere Betriebssicherheit zu gewährleisten halte ich mich absolut an die entsprechende NEM









Beste Grüße
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#20 von Badaboba , 03.05.2020 20:32

Zitat









Hallo vps,
da ziehe ich mal alle virtuellen Hüte - großartig!
Und danke für die Erläuterungen...

Denke, dass ich Deinen Thread gefunden habe:
viewtopic.php?t=167802

Liebe Grüße
Volker


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#21 von vps , 05.05.2020 21:27

Hallo Mobafreunde,

heute erneut ein kurzer Filmbeitrag über das Entstehen von "Güntherbronn". Diese größere Anlage meines Sohnes macht zahlreiche Testfahrten erforderlich, um später einen sicheren betrieblichen Ablauf gewährleisten zu können. Hier probieren wir die Ausfahrt aus dem falschen Richtungsgleis in "Günthersbronn-Ost", wobei der Zug hinter dem Tunnelportal durch eine Weichenverbindung dann sein richtiges Gleis erreicht und nun in verschiedenen Ebenen insgesamt 9 Schattenbahnhöfe passieren muss.n bis er Günthersbronn erneut erreichen kann.
Bei dieser Gelegenheit wurden auch die selbstgebauten Lichtsignale erprobt, die mein Sohn für seine Anlage meisterlich erbaut hat.
Schließlich ist bei der Gelegenheit am linken Rand ganz schwach der erste errichtete Fahrdraht (Bronzefederdraht halbhart, 0,25 mm Durchmesser, von der 3000m Rolle) zusehen.
Sämtliche Fahrzeuge sind mit den von mir entwickelten nachspannbaren Verladeketten gesichtert. Die Fahrzeuge stellen, nach entsprechenden taktischen Zeichen und Bataillonswappen eine Kompanie der ehemaligen 3./PzBtl 33 einschließlich Versorgungsanteile dar.

Seht selbst:
https://www.youtube.com/watch?v=mWokRMxaYzQ

Beste Grüße in die Runde
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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#22 von vps , 10.05.2020 11:18

nur mal so nebenbei, Piko`s Neuheit etwas realisiert...

Hallo Mobafreunde,

auf diesen in der Realität im damaligen sogenannten Ostblock weit verbreiteten Güterwagen der Gattung "Gags-t" als Nachfolger des berühmten DR Wagen der Gattung "Bromberg" als Getreidetransportwagen habe ich schon lange gewartet. PIKO hat diesen nun endlich zunächst als PKP Ausführung herausgebracht, aber er war eigentlich bei nahezu allen Bahnverwaltungen im Osten anzutreffen. Das Original von PIKO zeigt allerdings den Wagen im Zustand der Einführung, während ich diesen "im Betriebsdienst" patiniert habe. Als Vorbilder für das Patinieren habe ich Abbildungen von der Seite "Galeria fotograficzna PKP - wagony towarowe" verwendet. Dabei habe ich auch festgestellt, dass es diesen Wagen sowohl in der "Bretterausführung" als auch mit "Blechbeplankung" gegeben hat. Nach meinen Empfinden ist PIKO ein großer Wurf gelungen, da das Wagenmodell sich in einer exzellenten Ausführung befindet.

Seht selbst, hier die Fotos:












Beste Grüße in die Runde (und mein Dank an PIKO)
vps


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RE: nur mal so nebenbei: Bericht über die Entstehung einer größeren Anlage

#23 von vps , 13.05.2020 14:08

Neue Lok`s für Günthersbronn,

zwar sind die Lok`s der DE 2500 BR 202 nicht mehr so neu, dennoch möchte ich hier gewisse kleine Änderungen an den Lokomotiven zeigen, die offensichtlich der Hersteller vergessen, oder aus Kostengründen nicht gewollt hat.
Zunächst die hellblaue 202 004: Diese Lok entstand aus einem Plastikbausatz, welcher vor fast 20 Jahren als Standmodell, ohne Motorisierung, ohne Lackierung und mit Plastikradsätzen von der Fa. Henschel in Kassel als Reklame verschenkt worden ist. Ich habe daraus ein fahrbares Modell geschaffen, welches LED Beleuchtung, modifizierte Drehgestelle, Federpuffer sowie Getriebe von Roco aufweist und über eine Inneneinrichtung des Führerstandes und einen großvolumigen FH-Motor mit Schwungscheiben verfügt. Über die Laufkultur dieser Lok brauche ich hier nichts weiter beschreiben. Leider ist mir die etwas zu großporig ausgefallene Lackierung nicht ganz gelungen. Dennoch ist die Lok, wie auch die viele Jahre später entwickelte Lok von Liliput absolut maßstäblich und können sich gut nebeneinander präsentieren.

Hier die Fotos:







Mittels eines speziell angeschliffenes früheres Skalpell werden die angespritzten Haltegriffe des Liliput Modells abgeschnitten.
Übrigens stumpf gewordene Sacalpellklingen werfe ich nicht weg, sondern schleife diese in besonderen Formen an. Ganz wie die
Erfordernisse und Verwendung die jeweilige Form erforderlich macht.


Dabei wird bei einer schachtelfrischen Lok auch das Drehgestell bearbeitet.


Als Lokführer sitzt einer aus der Familie Preiser im Führerstand. Er soll früher LKW Fahrer gewesen sein.
Scheibenwischer von Weinert, ebenso die Kupplungsnachbildung.


Beide Seiten der Liliput 202 003 in ihrer ersten lackierung




Hier die gleiche Prozedur mit den Haltegriffen, aber zusätzlich werden Rangiertritte ergänzt, die bei der Liliput Lok
gänzlich fehlen. Ebenso die Auftritte auf der Pufferbohle. Die Scheibenwischer und Kupplungsnachbildung wurden für die Lok
von Weinert spendiert








Hier übrigens die "UmAn" Lackierung der 202 003







Alle drei Lok`s werden auf der Anlage meines Sohnes vor schweren Güterzügen eingesetzt und haben sich glänzend bewährt. dazu wurden sie nachträglich digitalisiert..

Beste Grüße in die Runde
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#24 von DB-Modellbahn , 13.05.2020 19:20

Hallo vps,
genau die Bilder hab ich erst letztens gesucht, die hattest du doch mal in DSO eingestellt? Ich hab mir auch die Liliput Maschine gegönnt, und bin doch aber arg enttäuscht über die angespritzen Griffe, nur aufgedruckten Dachlüfter und fehlenden Pufferbohlenzurüstteilen.. und dann fielen mir halt Deine Bilder dazu ein..

Hast du mit dem alten Skalpell einfach immer an den angespritzen Teilen geschabt, bis sie abfielen? Mann, das muss man sich erstmal trauen.. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mir das zutraue und warte, bis der Mut mich übermannt.

Auf jeden Fall, sehr schön dezent gealtert, die wunderbaren 202er.

Bin gespannt auf mehr..

LG Daniel


Beste Modellbahngrüße

Daniel

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#25 von vps , 13.05.2020 20:44

Hallo Daniel,
ja, bei DSO hatte ich schon einmal die Bilder eingestellt. Ich bin dort aber nicht mehr, weil das Handeln nach "Gutsherrenart" des dortigen Admin für mich unerträglich ist.

Arbeiten mit dem Skalpell ist gar nicht so schwer. Ich mache sehr viel damit, selbst Staubkörnchen entferne ich neuerdings in einer Lackierung, ohne dass irgend welche Spuren danach sichtbar bleiben. Man muss nur ein sehr feines Gefühl entwickeln. Bei den DE 2500 Maschinen war das Schwierigste die entsprechende Lackfarbe zu beschaffen. Du hast natürlich Recht, wie kann ein Hersteller einfach bestimmte wichtige Teile weglassen. Man könnte die ja beilegen und würden das Modell sicherlich nicht wesentlich teurer machen.

Im vorliegenden Fall ist es so, dass ich einmal die Skalpellklingen über einen Schleifstein besonders schärfe. Damit habe ich dann die angespritzten Handgriffe vorsichtig abgeschnitten. Mit einer anderen breiteren Klinge habe ich diese Schnittstellen gesäubert, so dass diese " wie geschliffen" sich der Umgebung angepasst haben. Man kann aber auch 600er Schleifpapier nutzen, welches in kleinen Streifen geschnitten, sich an den Schnittstellen zum Versäubern gut verwenden lassen.

Beste Grüße
vps


Um alle meine Ideen für die Modelleisenbahn umsetzen zu können, bräuchte ich mindestens ein zweites Leben.....
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vps
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