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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#1 von FBosser , 06.05.2020 15:51

Hallo zusammen,

Nachdem ich schon seit vielen Jahren hier mitlese und auch viele Anregungen und Hilfe abgegriffen habe, so möchte ich jetzt mal mein aktuelles Projekt vorstellen.
Da ich meiner Regierung nun einen Raum abtrotzen konnte, habe ich mir gedacht, dass ich die Gelegenheit wahrnehme, ein lange heimlich gehegtes Projekt in die Tat umsetzen zu können.

Nun werde ich mal mit dem Fragebogen beginnen:
1. Titel
Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptbahn im "Flachland" (linker Niederrhein)

2. Spurweite & Gleissystem

Als Spurweite ist HO vorgesehen im Dreileiter Märklin System. Da schon viel vorhanden ist, auch mit dem C-Gleis.

3. Raum & Anlage

Bei der Regierung habe ich einen Kellerraum für die Modellbahn loseisen können. Der Raum hat 4,70 x 3,60 m. Das Zimmer habe ich zwar requirieren können. Jedenfalls werde ich in dem Raum auch meine "Werkstatt" für die MOBA unterbringen.

3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon



3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
Vorgestellt habe ich mir ein U unter Nutzung des größten Teils der Fläche. An der Längswand ist der Schenkel 4,20 m Lang, der "Landschaftsschenkel ist" 3,70 lang.

3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum

So wie es jetzt geplant ist, ist die Fläche der Anlage etwa 8 qm.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn


Rein faktisch kann es nur eine "Spielbahn" sein. Mehr gibt der Raum bei der Spurweite nicht her. Für mich soll es eigentlich eine Fahranlage sein, wobei der Bahnhof ein paar kleinere Rangieraufgaben bereit hält.

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn

Als Hobbyhistoriker habe ich mir den ehemaligen lokalen Bahnhof (siehe auch den verlinkten Gleisplan) als Vorbild ausgesucht. Es handet sich um den Bahnhof Issum an der Strecke Wesel Venlo gelegen, die als Hauptbahn geplant und bis Geldern auch noch bis in die 40er Jahre als solche betrieben wurde. Der 1874 in Betrieb genommene Abschnitt Zwischen Wesel und Venlo hat dabei nie die erhoffte Verkehrsdichte angenommen, war aber wohl -nicht zuletzt aus militärischen Gründen- als Vorgabe zweigleisig geplant. Allerdings ist das Zweite Gleis nur bis kurz hinter der Rheinbrücke (von Wesel aus betrachtet) realisiert worden.

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)

Im sichtbaren Bereich möchte ich eigentlich den Radius 515 mm (R3 beim C-Gleis) verwenden. im verdeckten Bereich auch 437,5 (R2 beim C-Gleis). Für den Bahnhof habe ich mich für die "normalen" Weichen entschieden, da ich die DKW aus dem Vorlageplan gerne halten möchte und ich auch nur so die Chance auf "nutzbare" Gleislängen zu kommen.

4.4 Maximale Steigung

Auf der Strecke sind zwei Steigungsstrecken eine mit 2,5 %, eine mit etwa 2 % vorgesehen. Zusätzlich im Untergrund eine Wendel mit 3 % (mt R3)

4.5 Maximale Zugslänge

Personenzüge, die geplant im Bahnhof halten hätten eine Maximallänge von ca. 1,2 m.
Das Durchgangsgleis lässt Zuglängen von etwas über 2,0 m zu.

4.6 Anlagenhöhe der Hauptebene

Da bin ich mir noch nicht sicher. Die Anlage an sich erstreckt sich über 3 Ebenen mit einer technischen höhe von etwa 35 cm. (Schattenbahnhof auf Höhe 0, Zwischenebene auf höhe 25 cm, der Bahnhof dann auf 35 cm.

4.7 Anlagentiefe (minimal, maximal)

Wegen des "Rundfahrtkonzepts" mit 180° Kurven im sichtbaren Bereich sind 1,20 m leider nicht zu unterschreiten. Deshalb soll das ganze auch auf Rollen, so dass ein Verschieben im Raum möglich und der Zugang "von hinten" ebenfalls möglich ist.

4.8 Eingriffslücken / Servicegang

Zwischen den Schenkeln ist ein Service- und Betriebsgang von 60 cm vorgesehen.

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard

Im Untergrund ist ein Schattenbahnhof mit 5 nutzbaren Gleisen und einem frei zu haltenden Durchfahrtgleis vorgesehen. Die Länge der Gleise differiert zwischen 4,8 m bis 6,1 m, so dass mehrere Züge hintereinander abgestellt werden können. Platz wäre noch für ein paar Stumpfgleise für Triebwagen bzw. kurze Züge.

4.10 Oberleitung ja / nein

Im Vorbild gab es keine. Ich plane im Moment keine, obwohl mir gewisse Altbau E-Loks auch Spass machen würden

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital


Gefahren wird mit der vorhandenen CS3 Plus (gegen die habe ich mich lange gewehrt, da ich mir relativ spät eine CS1 gekauft hatte und mit der Art, wie diese "abgewickelt" wurde nicht wirklich glücklich war). Aber die Nutzung von DCC insbesondere für nicht M-Lokomotiven möchte ich nicht mehr missen.

5.2 Steuern analog oder digital

Steuern (Weichen, Signale schalten) möchte ich auch Zentral mit der CS3.

5.3 PC-Steuerung

Generell wünsche ich mir auch die Möglichkeit zumindest Zeitweise im Automatikbetrieb zu fahren. Das wird, um den Zeitaufwand nicht zu sehr zu treiben, wohl auf eine PC-Steuerung hinauslaufen. Ich habe zu CS1-Zeiten mit WIN Digipet gespielt, bin aber nie zu einem Betrieb gekommen.

6. Motive
6.1 Epoche


Basierend auf dem Vorbild bewegen wir uns in der Zeit zwischen 1874 und 1967 also in den Epochen I bis III. Interessant sind dabei die Epochen I und II. Die Verbindung nach Venlo wurde bereits in der Zwischenkriegszeit ab Straelen gekappt und ab Geldern (Ost) zur Nebenbahn "degradiert". In den 40er Jahren wurde der Teil dann nochmal reaktiviert. Der Abschnitt Geldern (Ost) Wesel hat aber wohl seinen Hauptbahnstatus bis zum Kriegsende behalten, dann war aber Feierabend, da die Rheinbrücke für die Verbindung nach Wesel leider zum Kriegsende gesprengt wurde. Die Brücke ist nie wieder aufgebaut worden. Zwar gab es eine kurze Zeit eine Behelfsbrücke der Alliierten, allerdings wurde diese bald abgeräumt. Der Betrieb ging dann bis zum letzten Bahnhof vor dem Rhein und wurde von da aus im Ersatzverkehr "betrieben". 1960 wurde der Personenverkehr auf der gesamten Strecke eingestellt und seit der Zeit pendelt ein Bahnbus zwischen Geldern und Wesel. Bis 1967 gab es dann noch Güterverkehr. Was die Betriebsvielfalt angeht ist also die Zeit zwischen 1880 und 1945 interessant. Danach gabe es eigentlich nur noch Triebwagen oder Personen bzw. Güterzüge im Wesentlichen mit der BR 64 und später Zustellungen mit der in Geldern stationierten Kö II.

6.2 Bahnhofstyp(en)

Der einzige Bahnhof ist der Durchgangsbahnhof Issum.

6.3 Landschaft

Wie beim Vorbild wird es keine "Gebirgsbahn". Um auf der Fläche auch ein Bischen Strecke sehen zu können muss ich allerdings eher einen Mittelgebirgscharakter hineinmischen.

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)

Wie beim Vorbild befinden wir uns auf dem "platten" Land. Issum war zur Zeit eine Gemeinde mit in der Spitze 4500 Einwohnern. Geprägt durch Land- und Forstwirtschaft. Als Gewerbe haben sich eine Brauerei und eine "Zementfabrik" angesiedelt. Die Zementfabrik hat einen eigenen Anschluss mit einer Waggondrehscheibe auf der Weseler Seite des Bahnhofs. Am Freiladegleis wird in größeren Mengen Grubenholz aus den umliegenden Waldgebieten verladen und im Wesentlichen ins nahe Ruhrgebiet transportiert. Natürlich aber auch landwirtschaftliche Güter. Im Herbst dann auch viele Rüben und Kartoffeln. Das Bier der Brauerei wird in Fässern verladen, Hopfen findet sich in den ankommenden Gütern.
Der Personenverkehr hält sich in Grenzen und wird in Spitzenzeiten durch Berufs(Pendler bis ins Ruhrgebiet)- und Schülerverkehr, da es vor Ort keine weiterführenden Schulen gibt.
Fiktiv sehe ich auch noch einen regen Durchgangsverkehr mit Schnell- und Durchgangsgüterzügen, etwa zur Entlastung anderer Rheinbrücken (Wiel ich auch die "großen" Lokomotiven sehr mag)

6.5 BW (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)

passt leider nicht in die gewählte Situation.

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge


EP I
T3, T8, T12, T16.1, P4.2 P6, P8, P10, G5.3, G7, G8,1, G10, S6, S9, S10
EP II
BR 01, 17, 24, 36, 38, 44, 50, 55, 64, 93, KöII
EP III
VT95, BR 55, 64, KöII

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)

Im Link findet Ihr den Gleisplan des Originals aus dem Jahr 1940. Außerdem meinen Versuch, dass im Modellmaßstab umzusetzen.








Und hier mal in 3 D


7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt

Im Wesentlichen als Einzelspieler


Jetzt habe ich aber erstmal genug geschrieben und möchte das Ganze gerne mal zur Diskussion stellen. Für Anregungen, Kritik und Unterstützung bin ich dankbar.
Vielen Dank vorab

Fred


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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#2 von Thoralf , 06.05.2020 17:09

Hallo,
erstmal Glückwunsch zu einem eigenen Raum fürs Hobby, das wünsch ich mir auch...

Auch im Flachland gibts Stützmauern, damit könnte man die Paradestrecke am Bahnhof schön optisch trennen. 3m Styrodur gravieren... herrliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Generell eine Anregung: keine so furchtbar engen Radien wie 515mm, das wirkt immer spielzeughaft und besonders bei Schnellzugwagen siehts komisch aus - meiner Meinung nach. Deshalb würde ich auch vorschlagen, auf dem kurzen U-Schenkel die Kurve auszurunden, "24530" der brutale Linksknick bevor es in die Kehre geht. Vielleicht mit zwei sanfterern Übergangsbögen davor und danach ausrunden, wie im Original?
Bei der Gelegenheit: kann man sogar die komplette "Diagonale" flüssiger gestalten, in eine langgezogene S-Kurve (aus Flexgleisen!)?

Ebenso im Bahnhof,
- Bögen gibs ja im Original aber selten so einen Knick - womit sollte der im Flachland begründet sein (in den Alpen... OK)
- die Abstellgleise sind alle kurz. Speziell die Stummel rechts oben an der Kreuzungsweiche taugen allenfalls für einen einzelnen Bahnpostwaggon, wenn man die weglässt hätte man einen herrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrlich langen Hausbahnsteig am Gleis 1!
- um Gleis 2 auch als Personengleis nutzen zu können braucht es mehr Abstand zwischen Gleis 2 und 3. Oder möchtest Du da einen 2cm Bahnsteig (keine 180 cm im Original - an Hauptbahn?) dazwischenpressen...
Güterbereich (Gleise 3 und 4, also Aufstellgleis und Umfahrgleis) : wenn Du das Thema vorn /südlich Gleis 4 anordnest kommst Du zum Entkuppeln besser ran und hast mehr Gleislängen. Abgesehen von unnötigen Sägefahrten hoch in den Nordbereich.
Lokeinsatzstelle (die zwei Stummel links?) vielleicht etwas eindrehen und verlängern? Dann kann der Stummel am Westende von Gleis 3 auch noch ein paar cm als Umsetzgleis gewinnen und wirkt nicht wie 'ne Schutzweiche.

Grüße aus Tannenroda, Thoralf


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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#3 von FBosser , 07.05.2020 09:24

Zitat

Hallo,
erstmal Glückwunsch zu einem eigenen Raum fürs Hobby, das wünsch ich mir auch...

Auch im Flachland gibts Stützmauern, damit könnte man die Paradestrecke am Bahnhof schön optisch trennen. 3m Styrodur gravieren... herrliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Generell eine Anregung: keine so furchtbar engen Radien wie 515mm, das wirkt immer spielzeughaft und besonders bei Schnellzugwagen siehts komisch aus - meiner Meinung nach. Deshalb würde ich auch vorschlagen, auf dem kurzen U-Schenkel die Kurve auszurunden, "24530" der brutale Linksknick bevor es in die Kehre geht. Vielleicht mit zwei sanfterern Übergangsbögen davor und danach ausrunden, wie im Original?
Bei der Gelegenheit: kann man sogar die komplette "Diagonale" flüssiger gestalten, in eine langgezogene S-Kurve (aus Flexgleisen!)?

Ebenso im Bahnhof,
- Bögen gibs ja im Original aber selten so einen Knick - womit sollte der im Flachland begründet sein (in den Alpen... OK)
- die Abstellgleise sind alle kurz. Speziell die Stummel rechts oben an der Kreuzungsweiche taugen allenfalls für einen einzelnen Bahnpostwaggon, wenn man die weglässt hätte man einen herrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrlich langen Hausbahnsteig am Gleis 1!
- um Gleis 2 auch als Personengleis nutzen zu können braucht es mehr Abstand zwischen Gleis 2 und 3. Oder möchtest Du da einen 2cm Bahnsteig (keine 180 cm im Original - an Hauptbahn?) dazwischenpressen...
Güterbereich (Gleise 3 und 4, also Aufstellgleis und Umfahrgleis) : wenn Du das Thema vorn /südlich Gleis 4 anordnest kommst Du zum Entkuppeln besser ran und hast mehr Gleislängen. Abgesehen von unnötigen Sägefahrten hoch in den Nordbereich.
Lokeinsatzstelle (die zwei Stummel links?) vielleicht etwas eindrehen und verlängern? Dann kann der Stummel am Westende von Gleis 3 auch noch ein paar cm als Umsetzgleis gewinnen und wirkt nicht wie 'ne Schutzweiche.

Grüße aus Tannenroda, Thoralf



Hallo Thoralf,

zunächst vielen Dank für Deine Antwort und Deine Anregungen.

Was den Raum angeht, bin ich riesig froh, dass das endlich geklappt hat.

Was den Bahnsteig 2 angeht, habe ich jetzt mal versucht, die Gleise weiter auseinander zu legen. Wird dann an der Stelle schon wieder interessant, wie man die Gleise wieder "ohne zuersägen" im Gleisabstand zusammenbekommt.
Der "Knick" im Bahnhof ist tatsächlich nicht schön und garantiert Vorbildwidrig. Allerdings sehe ich nicht ganz so schlimm, da er auch sozusagen den Personenteil vom Güterteil trennt und mir ein Wenig mehr Nuztlänge bringt . An der Stelle geht es bei mir tatsächlich um jeden Zentimeter. Leider ist der Güterteil wirklich eher etwas zu kurz gekommen.

An der nördlichen DKW befindet sich tatsächlich ein kleiner Güterschuppen, der direkt an das EG angebaut ist. Da passt im Original auch nicht mehr als ein Güterwagen dran.
Im Südlichen Teil des Bahnhofs ist keine Behandlungsanlage, sondern ein Anschluss mit einer Waggondrehscheibe.

Tatsächlich sind die "Stummel" an den DKW mehr oder weniger nur Schutzgleise.

Die Strecke habe ich dann, noch ein Wenig "entzerrt" und versucht die Kehrschleife etwas auszurunden. Allerdings setzt das Maximalmaß der "Platte" den versuchen sehr enge Grenzen. Ich hoffe, dass das mit den relativ engen Radien nicht ganz so auffällt, da ich ja da im Wesentlichen in den Epochen I und II fahre und die Schnellzugwagen in den Zeiten etwas kürzer sind.

Das Ergebnis habe ich mal als Grafik auch mit ein paar Erklärungen beigefügt.



Vielen Dank und beste Grüße vom linken Niederrhein
Fred


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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#4 von silv1971 , 07.05.2020 09:32

Hallo Fred,

noch ein Niederrheiner mit einer (geplanten) Anlage von hier. und im Stummi-Forum!

Der Entwurf sieht für die Platzverhältnisse schon mal gut aus. Hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, Flexgleise zu verwenden? Dann würde der Bahnhof in einer langgezogenen Kurve liegen und ein optischer Gewinn sein.


Viele Grüße
Silvio

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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#5 von Uwe Post , 07.05.2020 10:06

Hallöchen auch von mir hier!

Der "Knick" ist mir auch sofort aufgefallen. Sagen wir es doch geradeheraus: Es gibt kein Flexgleis für Märklin C. Mit Flexgleis könnten die vier Parallelgleise in einer sanften, sehr elegant wirkenden Kurve liegen. Ich finde das ein bisschen schade, denn der vorbildorientierte Gleisplan wirkt ansonsten sehr überzeugend. (Und, ja, die Abstellgleise sind zu kurz!)

Viel Erfolg!


Mit unelektrifizierten Grüßen, Uwe

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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#6 von Remo Suriani , 07.05.2020 10:34

Hallo Fred,

auch wenn es nicht meine Epoche ist, bin ich als jemand, der selbst einen Bahnhog an linken Niederrhein betriebt, sehr an so einem Projekt interessiert.

Anbei übrigens mal ein Plan von 1960. Da hat sich die Lage shcon etwas gelichtet und es gibt keine Signale mehr.


Zu deinem Plan:
Die engen Weichen sind natürlich schon schade. Vielleicht kannst Du zumindest die Weichen für die zwei Hauptgleise durch schlanke ersetzten. Ggf in dem Du sie in den Bogen legst. Den Stumpf links gibt es ja auch in echt nicht. dann hättest Du zum einen eine schlankere Einfahrt und könntest auch den Bahnsteig noch etwas nach links verlegen um damit rechts bein den Gütergleisen ein bisschen Platz zu gewinnen. Rechts dürfte auch eine schlanke Weiche in den Bogen passen. An beiden Enden müssten sich beim gewonnen Platz auch die Bahnübergänge passen, die ja auch ein Charakteristikum des Bahnhofs.
Ebenso typisch ist der große Abstand des unteren Gleises. Wenn man sich den Plan mal im Detail anguckt (habe ihn auch in groß bei mir), dann steht zum untern Gleis ein Abstand von 14,7m, also fast das dreifache als sonst. Daher würde ich die Zwischengeraden noch etwas verlängern. Damit wird zwar das Gleis zwischen den Weichen kürzer, aber dafür hast Du mehr Platz für die Anschlussgleise. Den Anschluss mit Drehscheibe könntest Du vielleicht auch leicht in den Bogen legen, dann hast Du da auch etwas Länge gewonnen.


Viele Grüße
Dirk

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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#7 von automotrice , 07.05.2020 15:15

Hi Fred,

dein Projekt
eingleisige Hauptbahn, an Vorbild angelehnt
Epoche I-III

In einem Punkt möchte ich dir aber fundamental widersprechen:

Zitat

Rein faktisch kann es nur eine "Spielbahn" sein. Mehr gibt der Raum bei der Spurweite nicht her.


Es gibt Spielbahnen, die viel größer sind als 360 x 470, und es gibt exzellente Modellbahnen, die deutlich kleiner sind. Wenn Du ein Beispiel ungefähr auf deiner Fläche willst: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=145150 (1 Bahnhof plus eingleisige Strecke, wie bei dir...)

Unabhängig davon: In der Umsetzung finde ich deinen Plan nicht unproblematisch. Optisch stört erst mal der Knick. Du wirst immer auf diesen Knick schauen und denken: Jaja, mein Bahnhof hat nicht ganz drauf gepasst. Wie Spaghetti, die jemand durchgebrochen hat, damit sie in den Topf gehen. Ich sag mal ganz pauschal: Einen Bahnhof Epoche I, II oder III kriegst Du eleganter an eine Wand von 470 cm.

Davon abgesehen wirst Du an die hinteren Gleise nicht hinkommen, und auch nicht ans Fenster oder den Heizkörper. Landschaftsgestaltung in den Ecken wird gar nicht gehen... Die Schenkel sind viel zu breit, und das führt zum anderen Punkt: Wo willst Du dich denn aufhalten? 60 cm reichen wirklich nur für einen Servicegang, aber Du willst doch deinen Zügen auch beim Fahren zusehen.

Vielleicht gäbe es schöne Varianten der Raumaufteilung; es würde helfen, wenn Du die Maße der Tür (und daneben liegenden Seitenwände) noch einträgst, die Höhe und Maße des Fensters (soll das noch aufgehen?), und dann eine ganz wichtige Frage: Ist der Heizkörper jemals in Betrieb???

Was ich super finde, ist die Klarheit in deiner Planung, die Beschränkung auf ein Thema. (Ich wünschte, ich wär da selber schon so weit )

Viele Grüße, ich bin äußerst gespannt, wie das hier wird!
Markus


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#8 von Joak , 07.05.2020 20:35

Hallo Fred,

hier mal meine Interpretation Deines Bahnhofkonzeptes:

Bild wurde entfernt

Alles in "C", mit schlanken Weichen, ohne Schnippelei oder als zu heftiges "verbiegen"


Grüsse
Hauke

Platzmangel ist die Unfähigkeit aus dem Vorhandenen etwas zu erschaffen
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#9 von automotrice , 07.05.2020 23:31

N'Abend nochmal, ich hab einen Versuch gemacht, den Bahnhof ohne den starken Knick zu zeichnen und insgesamt eine Reduktion der Anlagenfläche anzudeuten. Hauke hat es ja schon vorgemacht: Der Personenbhf gerade und die Ortsgüteranlage dafür im Bogen. Hauke hat zusätzlich die Gleisanlagen reduziert, und ich denke er hat damit 100 % Recht. Eine Modellumsetzung ist vermutlich immer eine Reduktion, wobei man sich umso klarer werden muss, was die einzelnen Gleise bezwecken und was man damit machen will.
ACHTUNG: Das ist mein ALLERERSTER Versuch mit C-Gleis, das mich fast zum Wahnsinn treibt und im Ergebnis wahrscheinlich die C-Gleis-Virtuosen nur kopfschütteln lässt. (Es ist ja nicht zu glauben, wie viele verschiedene Längen für die Geraden es da gibt... )

Viele Grüße
Markus
PS ich hab jetzt die volle Wandlänge benutzt - es fragt sich noch immer, wo genau die Tür ist und inwiefern man auf Heizung/Fenster Rücksicht nehmen müsste.


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#10 von automotrice , 07.05.2020 23:58

Sorry, ich war so froh, als es endlich gepasst hat, da hab ich das Gleis für die Lagerhallen vergessen:

Wie gesagt, nur ein Versuch, kenne das C-Gleis nicht und entsprechend ruckelig ist es stellenweise.
Viele Grüße
Markus


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#11 von FBosser , 08.05.2020 22:48

Hallo ins Stummiversum,

Zunächst mal vielen Dank für Eure Reaktionen, Anregungen und die Arbeit, die Ihr investiert habt. Ich freue mich sehr über die Resonanz, zumal ich irgendwie schwer tue "flüssige" Planungen zu erstellen. Da fehlt es mir -fürchte ich- an Kreativität.

Jetzt aber zu den Details.

Silvio, Uwe

Danke für das Willkommen.
Mit den Jahren werde ich tatschlich wieder "bodenständiger" auch was meine MOBA-Planungen angeht und auch bescheidener was die Themenwahl angeht.
Über Flexgleise habe ich auch schon nachgedacht. Ich schrecke aber immer noch vor dem Gleissystemwechsel innerhalb des Gleises und auch vor dem Bearbeiten der C-Gleise, um sie flexibel zu machen zurück. Auch das Herstellen von Parallelgleisen in der Planung und noch viel mehr in der Praxis bereitet mir Schwierigkeiten.

Dirk,

Vielen Dank für den "aktuelleren" Gleisplan zum Bahnhof. Ein "schönes" Beispiel für den Rückbau der Bahnanlagen schon in der Epoche III. Ich kann mich noch ganz dunkel daran erinnern, dass ich mal mit meinem Vater eine große Holzkiste am Bahnhof abgeholt zu haben. An Bahnanlagen kann ich mich aber nicht mehr erinnern.

Hauke,

Vielen Dank für Deine Interpretation des Bahnhofskonzepts.
Ich habe das und die Anregung von Dirk mal versucht in einen "eigenen" Plan zu gießen. Für die "Hauptdurchfahrtsgleise" habe ich mal auf die schlanken Bogenweichen zurückgegriffen. Den Rest habe ich mit den "normalen" Weichen gemacht. Hier mal die Planung:


Irgendwie stehe ich mit den schlanken Weichen (sowohl im Bogen, als auch die geraden) etwas auf Kreigsfuß. Ich habe die in einem Versuchsaufbau verwendet und hatte leider Probleme mit Entgleisungen (Fleischmann S10.1 ) und Kurzschlüssen (Fleischmann T16 und Roco BR43), die leider reproduzierbar auftreten. Da müsste ich dann vermutlich was tun.

Markus,

Vielen Dank Dir für die Planungen. Es ist schon beeindruckend, was Du mit einem Dir fremden Gleissystem so kurzfristig hingezaubert hast. Dazu erstmal "Hut ab". Tatsächlich ist der "An der Wand entlang" Ansatz sehr interessant, was die Ein- und Zugriffsmöglichkeiten anbetrifft. Dazu fehlen natürlich noch Informationen zum Raum. Hier mal die überarbeitete Raumskizze.

Leider kann aufgrund der Gegebenheiten nur eine Längsseite des Raumes voll ausgenutzt werden, wegen der Tür. Aufgrund des Fensters und der Heizung müsste der Verbindungsschenkel entsprechend schmal ausfallen. Die Heizung steht zwar durchgängig auf 2,5 (den Rest regelt die Heizungsanlage), aber das Fenster müsste man schon mal zum lüften aufmachen können (wenigstens auf Kipp). Zum Glück liegt das Fenster ziemlich hoch (der Raum liegt im Tiefparterre bzw. Keller).
Aufgrund der geplanten Fahrtmöglichkeiten kommt, wie Du richtig erkannt hast, eigentlich nur ein mindestens zwei mal "geknicker" Hundeknochen in Frage. Ich habe mal provisorisch versucht einen Plan zu basteln. Erstmal nur sehr unglelenk mit vielen Geraden. Es ging mir erstmal darum am Beispiel zu sehen, welche Möglichkeiten zum Fahren und für den Schattenbahnhof bestehen. Da werde ich noch mächtig dran arbeiten müssen. Das "flüssig machen" des Plans fällt mir aber immer ziemlich schwer.


Nochmals vielen Dank für Euere Reaktionen,
take care und beste Grüße vom linken Niederrhein

Fred


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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#12 von Uwe Post , 09.05.2020 09:46

Hallo Fred,

ohne Knick sieht der Bahnhof klar besser aus. Die Bogenweichen wirken recht elegant. Was Du über die schlanken Weichen erzählst, überrascht mich ein bisschen, aber ich bin auch kein C-Gleis-Experte. Ich hätte eher erwartet, dass es umgekehrt ist, dass also manchen Fahrzeugen der enge Abzweig Probleme bereitet. Bei einem Freund konkret erlebt hatte ich das bei der alten Märklin 194, die erst nach einer "Optimierung" im Inneren sicher abzweigen konnte.


Mit unelektrifizierten Grüßen, Uwe

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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#13 von ET 65 , 09.05.2020 11:29

Zitat
... Irgendwie stehe ich mit den schlanken Weichen (sowohl im Bogen, als auch die geraden) etwas auf Kreigsfuß. Ich habe die in einem Versuchsaufbau verwendet und hatte leider Probleme mit Entgleisungen (Fleischmann S10.1 ) und Kurzschlüssen (Fleischmann T16 und Roco BR43), die leider reproduzierbar auftreten. ...

Hallo Fred,

Märklin hat eine eigene Norm, was Gleise und Radsatzmaße betrifft. Schau Dir dazu mal die folgenden Normen an:
NEM 124 Weichen und Kreuzungen mit festen Herzstücken
NEM 110 Radsätze Spurführungsmaße
NEM 310 Radsatz und Gleis für besondere Systeme (dies betrifft dann Märklin)

Besonders die Maße "F" und "C" sind hier von Interesse.

Bei meiner alten Märklin Anlage mit M-Gleis habe ich einen 0,4 mm dicken Messingstreifen an den Radlenker geklebt, um den Spalt "F" zu reduzieren.

Messe bitte mal das Innenmaß der Spur der kritischen Fleischmannloks und einer normalen Märklinlok, die keine Probleme bereitet.

Gruß, Heinz


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Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#14 von automotrice , 09.05.2020 12:33

Hallo Fred,
erst mal danke für die Blumen, aber mir selber scheint mein Plan mit viel Mogelei ein wenig hingequetscht. Ich versuche es bei meiner eigenen Planung (die ist noch nicht reif für's Forum) eher mit viel Flexgleis, und würde dich zumindest ermutigen wollen, das mal auszuprobieren; in deinem speziellen Fall schon wegen der schlanken Kreuzungsweichen beim K-Gleis. Es wäre doch zu schade, die Kreuzungsweichen aus dem Original nicht übernehmen zu können, wenn Du schon einen Epoche II oder III Bahnhof baust. Und das:

Zitat

Fiktiv sehe ich auch noch einen regen Durchgangsverkehr mit Schnell- und Durchgangsgüterzügen

sieht wirklich viel besser aus mit schlanken Weichen.

Zum Raum: Jetzt hat's endlich KLICK gemacht bei mir: Du hast unten einen Durchgang zwischen Wand und Anlage geplant, das war mir entgangen - drum hatte ich gedacht, dass Du Heizung und Fenster komplett zubaust mit 120 cm Anlage ops:.

ABER: Nach deiner Skizze knallt der Türflügel beim Öffnen direkt an die Anlage??? Du hast nur 50 cm Platz gelassen, die Tür ist 2 x 79 cm breit?

Ich hab vielleicht noch eine Idee zur Raumaufteilung, mal sehen...
Viele Grüße
Markus


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#15 von bjb , 09.05.2020 21:22

Servus Fred,

die U-Form finde ich ganz gut für den Raum und sie bietet auch genügend Platz für Deine Wünsche.
Ich habe Deinen Bahnhof mal mit schlanken Weichen durchgeplant und mal einen alternativen Streckenverlauf für den kurzen Flügel entworfen. Die Steigungen sind max. 2,6% das ist sicher kein Problem. Die Abfahrt zum SBF würde ich allerdings unbedingt 2 gleisig machen, dann musst Du später nicht so lange warten, bis ein neuer Zug aus dem Untergrund auftaucht.



Ich hoffe es gefällt Dir.

Mit schlanken Grüßen


BJB

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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#16 von automotrice , 09.05.2020 23:01

Hi Fred,

Zitat

Ich habe Deinen Bahnhof mal mit schlanken Weichen durchgeplant



... das meinte ich mit "die C-Gleis-Virtuosen"! Das wird vermutlich nicht mehr viel besser gehen, wenn Du die kompletten Gleisanlagen original behalten willst.

Was ich nach wie vor problematisch finde, ist der enge Raum für deinen eigenen Aufenthalt, auch wenn es jetzt schon 85 cm geworden sind. Mit dem mir viel vertrauteren K-Gleis hab ich zwei Varianten durchgespielt (wenn auch nicht zu Ende gedacht, bzgl. Untergrund).


Hier müsstest Du eine herausnehmbare Brücke und darunter ein herausnehmbares Landschaftsteil bauen; der grüne Bereich ist -30 cm, der Zug fährt also nach dem Wendel praktisch in einer anderen Ebene (fast wie Multideck) und dann über das herausnehmbare Teil direkt in den SBH.


Da hab ich mir erlaubt, den Bahnhof genau zu spiegeln; dadurch kannst Du eine richtig fette Zunge mitten im Raum haben, eine schlanke an der Wand und dazwischen eine halbwegs komfortable Kommandozentrale.

Viele Grüße!
Markus


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#17 von FBosser , 10.05.2020 23:54

Hallo zusammen,

ich muss sagen, ich bin ziemlich geflashed. Es ist toll, was ich hier lesen darf. Das muss ich jetzt auch erstmal verdauen. Trotzdem schon mal vielen Dank an Alle.

Aber nun zu den Details mit der "ersten Reaktion".

Uwe,

ja, optisch macht das schon mehr her mit den schlanken Weichen. Blöd ist auch, dass Märklin sich noch immer nicht mit der schlanken DKW auf den Markt traut. Schade ist auch, dass durch die schlanken Weichen einiges an Nutzlänge flöten geht. Aber da muss man wohl einfach entscheiden, was einem wichtiger ist.
Im Moment bin ich noch auf dem Trip für die Durchfahrtsgleise die schlanken Weichen zu nutzen und für den "Restteil" auf die Normalweichen zurückzugreifen.


Heinz,

Vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich muss das mal prüfen mit dem Spurinnenmaß. Irgendwie ärgert mich das nur, dass sowas bei den Preisen, die für die "Hardware" aufgerufen werden immer wieder mal passiert. Ist besonders ärgerlich, wenn man wegen fehlender Fahrmöglichkeiten "auf Vorrat" kauft und dann feststellen muss, dass man da noch Hand anlegen muss . Aber das ist wohl ein Thema für einen anderen Post.

Markus,

Vielen Dank für Deine Anregungen. Für das Missverständnis mit dem Raum muss ich mich nochmal entschuldigen, war nicht wirklich so offensichtlich, wie ich das gedacht hatte.
Das mit dem Spiegeln ist auch noch eine Idee, so käme man an einen großen Teil vom Bahnhof von beiden Seiten dran. Das nehme ich auf jeden Fall mal mit und natürlich die eindringlichen Hinweise zum Thema Zugriffsmöglichkeit. Ich werde wohl in den nächsten Tagen gut was zu planen haben.

BJB,

Auch Dir vielen Dank für die Planung. Das ist schon großes Kino, was Du so jedes mal "zauberst".
Zu den schlanken Weichen habe ich oben ja schon mal was gesagt. Da kämpfe ich noch mit mir, was, wie für mich "richtig" ist. Über die konkrete Gestaltung des kürzeren Schenkels hatte ich mir noch gar keine großen Gedanken gemacht. Da ging es mir bis jetzt hauptsächlich darum ohne Verluste die entsprechende "Höhe" zu machen, um in die zweite Ebene zu kommen. Das mit der Höhenentwicklung ist ja auch immer so ein Problem. Fast schon genial finde ich ja, dass Du auch einen Ersatz für den Verteilerkreis gefunden hast, den ich in der Planung hatte und der ja auch schon auf Grund der notwendigen Tiefe eine Problem darstellt. An so ein erweitertes Gleisdreieck hatte ich bis jetzt nicht gedacht.

Insgesamt habe ich da noch einiges zu lernen und zu begreifen. Da werde mal an den "Zeichentisch" zurückkehren und nochmal nachdenken.

Mit grübelnden Grüßen

Fred


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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#18 von ET 65 , 11.05.2020 07:49

Zitat
... Das ist schon großes Kino, was Du (BJB) so jedes mal "zauberst".

Hallo Fred,

dem muss ich mich anschließen.

Die Planung von BJB nutzt augenscheinlich nicht die kompletten Raummaße, wenn man sich die Anlagenabmessungen anschaut.
Diese Anlage ist aber an den wichtigen Stellen gut zugänglich, wohingegen die "an der Wand entlang" Lösung mit seinen 80 cm und mehr Tiefe doch übergrenzwertig ist. Dazu mein Hinweis auf die Zugänglichkeit und was dafür beachtet werden sollte.

Gruß, Heinz


Tried to reduce to the max Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#19 von automotrice , 11.05.2020 14:33

[quote="ET 65" post_id=2115563 time=1589176162 user_id=6560]
Diese Anlage ist aber an den wichtigen Stellen gut zugänglich, wohingegen die "an der Wand entlang" Lösung mit seinen 80 cm und mehr Tiefe doch übergrenzwertig ist.
[/quote]

Servus Heinz,
vor Bernd-Josts Planung zieh ich den Hut, wie schon gesagt... da die "an der Wand entlang"-Skizze von mir ist und ich bei der Vorbereitung meiner eigenen Planung mit ähnlichen Konstrukten spiele, wär ich gespannt, an welcher Stelle die Zugänglichkeit da nicht passt? Ich bin (und zwar aufgrund deines Artikels zum Thema Zugänglichkeit!) eigentlich ziemlich vorsichtig mit der Tiefe.
Viele Grüße
Markus


 
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#20 von Joak , 11.05.2020 15:54

Hallo Fred,

ich weiß nicht ob Deine Planungsidee fix ist, deshalb möchte ich Dir mal eine etwas ältere Planung von mir hier vorstellen. Mit den Abmessunge von 420 x 290 cm passt das "fast" wie vorgegeben
Planung in "C", mit Normalweichen...

Bild wurde entfernt


Grüsse
Hauke

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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#21 von bjb , 12.05.2020 18:08

Hallo Fred,

es freut mich, wenn Dir mein Entwurf gefällt. Die schlanken Weichen sehen auf der Anlage richtig gut aus und ja, dabei wird dann natürlich die Nutzlänge der Bahnhofsgleise geringer. Es ist halt immer ein Kompromiss notwendig und die Entscheidung können wir Dir nicht abnehmen. Wir können sie nur noch etwas schwerer machen, indem wir Dir noch mehr Varianten zur Auswahl stellen. Deshalb hier mein Anlagenentwurf noch einmal nur diesmal mit Normalweichen, dann kannst Du noch etwas mehr grübeln.


Ab den letzten Bahnhofsweichen ist der Streckenplan identisch mit dem ersten.

Mit weichenabändernden Grüßen


BJB

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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#22 von FBosser , 18.05.2020 15:06

Hallo Stummianer,

zunächst noch mal vielen Dank für Euere Aussagen, Hinweise, Planungen. Ich habe mich in den letzten Tagen etwas zurückgezogen und mit den Flexgleisen und auch mit der ganzen Anlagenform und -ausrichtung experimentiert.

Aber erstmal zur Post
Heinz,
Die an der Wand entlang „Lösung“ von mir war auch nur mal ein Versuch, mich diesem Thema zu nähern. Irgendwie bin ich damit aber letztendlich nicht glücklich geworden. Aufgrund der 5 parallelen Gleise komme ich mit der Breite von max. 80 cm ja schon nur schwer hin . Abgesehen von den Wendeln und Kehrschleifen, die ja nun auch eine nicht unerhebliche Mindestausdehnung haben. Ich bin also wieder bei der Anlage im Raum gelandet, die auf Rollen gelagert werden soll und im Normalfall „oben rechts“ in der Ecke steht. Die Zugänglichkeit macht mir in der Tat noch Probleme. Bei meinen letzten Entwürfen habe ich deshalb versucht sowohl „innerhalb“ der Anlage als auch außen herum Platz zu lassen, damit ich wirklich überall herankomme. Das funktioniert aber im Moment nur, wenn man auch die Beweglichkeit der Anlage im Raum voraussetzt.

Joak,
Zunächst vielen Dank für Deinen Plan. Das Thema ist bei mir schon fix. Habe ich mir einfach in den Kopf gesetzt und hoffe auch, dass es mir gelingt, das irgendwie umzusetzen.

Bernd-Jost
Auch Dir nochmal Dank für die neue Planung mit den „steilen“ Weichen. Tja, entscheiden muss ich mich wohl selbst. Das blöde an vielen Entscheidungen ist halt, dass man dann auch damit leben muss . Dazu muss man dann auch noch wissen, was man eigentlich will .

Jetzt mal zum Stand der aktuellen Planung.
Problemstellungen bei der Mischung von K und C-Gleis und damit bei der Verwendung von Flexgleisen ist ja in erste Linie, dass man ja für den Wechsel des Gleissystems auf die entsprechenden Übergangsgleise zurückgreifen muss. Dazu kommt aus meiner Sicht noch, dass man im „Raster“ der C-Gleise bleiben muss, wenn man nachher nicht auch noch die C-Gleise zerstückeln will.
In dem Sinne habe ich mal verschiedene Kombis geprüft und meinem Bahnhof in mehreren Versionen entworfen, und zwar in einem Winkel von 15 Grad, 30 Grad, 45 Grad und 60 Grad. Auch mit verschiedenen Radien habe ich an der Stelle gespielt. Hinzu kommt noch die Erreichbarkeit aller Stellen des Gleisplans unter Berücksichtigung der Raumverhältnisse. Wie oben schon angemerkt, werde ich um eine Verschiebbarkeit der Anlage nicht umhinkommen.
Unter Berücksichtigung der Prämissen und Übernahme einiger Anregungen aus dem bisherigen Verlauf dieses Threads habe ich nun einen Stand erzielt, den ich mal mit Euch teilen möchte.
Um das mal als Übersicht auch wegen der Raumverhältnisse zu zeigen, hier mal mit den Abmessungen im Raum.


FBosser  
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#23 von Joak , 18.05.2020 18:20

Hallo Fred,

Dein neuer Plan gefällt mir auf den ersten Blick wirklich gut. Verstehe allerdings nicht, warum Du unbedingt K-Flex verbauen möchtest. Die Argumente dagegen hast Du schon selber genannt. Mit den jetzigen Stand könntest Du locker auf 24912 zurück greifen, sowie es auch in der Planung von Bernd-Jost der Fall ist. Das geht ohne großes gebiege und geschnipsel.


Grüsse
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#24 von Joak , 18.05.2020 19:21

Hallo Fred,

auf den zweiten Blick finde ich die Stumpfgleise auf beiden Seiten von Gleis 3 viel zu kurz. Sie sind nicht die Weichen wert...
Ich würde sie in die Kurve verlängern. soweit das zumindest eine Lok drauf passt, und im Südosten so weit das man es halbwegs als Ausziehgleis verwenden könnte.


Grüsse
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RE: Durchgangsbahnhof an eingleisiger Hauptstrecke

#25 von automotrice , 19.05.2020 12:39

Hallo Fred,
auch ich find's auf den ersten Blick einen schönen Ansatz (obwohl mich persönlich immer noch der Knick stören würde). Aber: Der schmalere Schenkel im Raum, der breite an der Wand? Hm.. Andersrum würdest du dir eine Menge Probleme sparen.
Viele Grüße
Markus


 
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