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RE: Fishys Bautagebuch

#1 von Fishmastr , 03.06.2020 21:44

Moin Kollegen,

scheinbar gehört es zum guten Ton einen Bauthread zu führen, daher möchte ich mich diesem Trend auch anschließen. Die Threads zur Planung und Fragestellung findet ihr in meiner Signatur. So soll dieser Thread auch nach Möglichkeit ein paar Hilfestellungen bieten die ich in meiner Situation gern gehabt hätte oder nach denen ich lange suchen musste.

Als Einstieg hier die Threads die irgendwie mit diesem Verknüpft sind:
Basiswissen: viewtopic.php?f=29&t=173012
Planung: viewtopic.php?f=24&t=176065

Da es für mich wichtig ist das die ganze Sache entspannend ist steht für mich mein Arbeitsplatz im Mittelpunkt. Somit bin ich derzeit noch damit beschäftigt diesen für mich zufriedenstellend einzurichten. Weiterhin brauche ich noch ein paar Werkzeuge und alle diese auf einmal zu besorgen ist natürlich finanziell spürbar. Somit kommt alles Stück für Stück, und mein Arbeitstisch hat nun langsam einen Nutzbaren Zustand erreicht. Auch gibt es bereits die ersten 2m Teststrecke.

Hier nun wie es sich für einen Bauthread gehört Bilder Bilder Bilder!!! Durch die Monitore ist das Licht leider grauenhaft. Hier muss ich mir in Zukunft etwas überlegen. Die wichtigsten kleinen Werkzeuge und Utensilien haben direkt hinter dem Gleis Platz und sind damit immer griffbereit. Für Farbarbeiten werde ich mir separates Set bereitstellen, Chemikalien und Kleber sind in einer kindersicheren Box unter dem Tisch. Elektrische Geräte und größere Werkzeuge sind in Kisten in meinem Rücken. Wichtig finde ich eine Steckdose auf oder in der nähe des Tisches.



Hier ein Querschnitt durch meine Trasse:


Die Filzlage ist selbstklebend, die Gummilage wurde mit Latexkleber verklebt. Das Filz hat 2mm, das Gummi 6mm. Nach einem Tag trocknen unter Gewicht hält das Gummi bombenfest. Als nächstes steht das verkleben des Weinert Gleises an. Ich überlege noch wie ich es schaffe das Flexgleis gerade aufzukleben. Mein Plan ist das Latex zu verteilen, das Gleis aufzulegen und dann möglichst schnell ein Brett anzulegen und das Gleis auszurichten. Für Hinweise bin ich immer dankbar.

Viele Grüße aus Hamburg


Planung: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=176065
Baubericht: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=181001

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RE: Fishys Bautagebuch

#2 von Fishmastr , 05.06.2020 08:51

Moin Kollegen,

da ich ja noch blutiger Anfänger bin, neige ich dazu jeden Schritt vorher gründlich zu durchdenken. Da dieses Testgleis nicht nur zum Testen und Programmieren von Loks dienen soll, sondern auch für mich um meine Fähigkeiten zu verbessern und die Reihenfolge der Schritte festzulegen soll es auch voll dekoriert werden. Daher habe ich mich ausgiebig mit Youtube Videos zu diesem Thema und auch reichlich Threads mit Tipps und vergleichen beschäftigt. Ich selbst bin kein Fan von Airbrush, und versuche diese Technologie um jeden Preis zu vermeiden. Ohne Frage kann man damit fantastische Effekte erzielen, aber hier sehe ich mich nicht, und ich würde es wohl mehr als Last empfinden als als Freude. Somit steht für mich die Entscheidung für Pinsel und Schwamm recht fest.
Die 2. Entscheidung zielt auf die Farben ab. Ich finde das der normale Betrieb mit gebrauchtem und "verbrauchtem" Material einen besonderen Charme hat und möchte diesen Zustand in Epoche II auch abbilden.

Schienen: Revell braun 83 oder Lederbraun, würde ich entscheiden wenn ich es direkt mit dem Schotter vergleichen kann
Schotter: Koemo R10, Diabas mit leichtem Rost, geringer Anteil Diabas Dunkel, gemischt
Wash: Matt schwarz
Öl/Fett: Schwarz glänzend
Kleber: Latex-Wasser-Spüli Gemisch

Zuerst werde ich die Schienen und Kleineisen mit Rostfarbe bemalen, ob ich die Schwellen extra bemale bin ich mir noch nicht sicher. Dann kann das Gleis befestigt werden. Als Schotter habe ich mir Gemisch aus Koemo Schotter ausgesucht, nicht das günstigste aber sieht zumindest auf Bildern sehr gut aus. Das sollte ein gebrauchtes Gleis in gutem Zustand ergeben. Sobald der Schotter fest ist würde ich noch 1-2 Lagen schwarzes Wash über das gesamte Gleis legen um den Dampfbetrieb zu unterstreichen.
Für die letzten Details kann man dann noch ein kräftiges Schwarz als Illusion von Fett und Ölrückständen als Akzent an passenden Stellen verwenden.

Für mich ergibt sowohl die Farbauswahl als auch die Reihenfolge der Arbeiten Sinn. Lasst mich wissen ob ihr das genauso seht oder ob ich etwas vergessen habe.

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#3 von Fishmastr , 05.06.2020 23:15

Moin Kollegen,

ich habe heute Abend noch die elektrischen Verbindungen neu verlegt. Durch etwas Übung sind diese nun stabiler und ich habe es geschafft diese zwischen den Schwellen zu befestigen ohne das sich diese großartig verformen. Zusätzlich habe ich in die Gummischicht eine kleine Kerbe für jeden Draht geschnitten. Somit lässt sich der Anschluss selbst auf meinem Schreibtisch recht gut verstecken. Auf den späteren Modulen werden die Anschlüssen durch die Trassen nach unten geführt und dort verbunden.





Da mir noch Gleisklemmen fehlen verschieben sich leider die Schienen in den Gleisen. Für mein Testgleis kann ich damit leben.
In diesem Video konnte ich einige hilfreiche Tips und auch Tools erkennen die ich mir wohl auch basteln werde. https://www.youtube.com/watch?v=HLbJxtjh8po

Ich bin mir im Moment nicht sicher ob ich das Gleis erst aufkleben und dann bemalen sollte oder erst die Kleineisen einfärben und dann aufkleben sollte. Was sagt ihr dazu?

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#4 von Frank K , 05.06.2020 23:49

Servus, Fishy (ich vermute, dass Du so angesprochen werden magst, denn einen "bürgerlichen" Vornamen habe ich in Deinen Beiträgen noch nicht gefunden),

erst einmal schön, dass Du uns an Deinem Bau teilhaben lässt. Und Deine Lötstellen schauen schon mal sehr sauber aus.

Das graue Zeugs unter dem Gummi solltest Du erst einmal ganz schnell wegnehmen. Die Fusseln finden sich sonst in jeder Lok. Und die nehmen das bekanntermaßen eher übel ...

Zum Schienenanmalen: Je nach gewünschtem Ergebnis können verschiedende Wege sinnvoll sein. Bei Holzschwellen, wo alles (Schienen, Schwellen, Kleineisen etc.) eine gleiche Grundfarbe hat, kannst Du alles nach dem Aufkleben am Stück bemalen und danach die Schienenoberkante mit einem Holzklotz wieder freikratzen. Geht am schnellsten. Abtönfarbe aus dem Baumarkt tut es hier auch (Oxid- und Umbrabraun gemischt) - gerade noch deckend einstellen, damit man von den Gleismuttern danach noch was sieht). Den Schwellen verpasst Du im Nachgang noch einen Wash und/oder Pigmente. Habe das so bei meinen beiden Grainitzaanlagen gemacht.
Bei Betonschwellen muss man dann anders vorgehen. Hier hilft wirklich nur noch das separate Anmalen von Schienen, Schwellen und Kleineisen. Ist entsprechend deutlich aufwendiger und langwieriger. Und jedes Abrutschen oder Danebenzielen wird bestraft. Wenn Du Gleisverbinder verwendest, solltest Du generell die Schienen erst anmalen, wenn die Gleise auch liegen.
Eines noch: Die Bereiche der beweglichen Weichenzungen bleiben beim Anmalen und später auch beim Schottern außen vor. Einmal wegen der elektrischen Kontakte und zum zweiten kann eine Farbschicht die Beweglichkeit der Weichenzungen einschränken.

Viel Spaß beim Bauen!

Cioa, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1...834173#p1834173

Filmisches auch auf Youtube! https://www.youtube.com/channel/UCHnXoBQ...3I_YqgZQ/videos


 
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RE: Fishys Bautagebuch

#5 von Fishmastr , 09.06.2020 09:56

Moin Frank,

schön dich schon so früh bei mir im Thread zu lesen. Grainitz ist einer meine Lieblingsthreads. Ich mag den Stil der Gestaltung, und möchte selbst auch in diese Richtung gehen, lediglich in Epoche II. Gerade diese "farblose" Gestaltung von Gebäuden ist nach meiner Meinung bedeutend realistischer als die quietschbunten Bausätze der Großserienhersteller. Das einzige was bei dir das Bild noch "stört" sind die Fahrzeuge. Aber das Altern von Fahrzeugen ist nochmal ein ganz anderes Gleis.

Nun zu deinem Kommentar; Das Fusselfilz wird auf dauer natürlich unter dem Schotter begraben, somit sollte die "Verschmutzung" ausbleiben. Den Vorteil den ich darin sehe ist das der gesamte Oberbau auf einer entkoppelnden Schicht liegt. Somit habe ich vom Schotter keine Schallbrücke zur Trasse. Durch den Latexkleber sollte das schon geringer sein, aber ich erhoffe mir dadurch noch mehr. Ich werde mal ein Schema meines geplanten Aufbaus einstellen, das ist als Diskussionsgrundlage wohl besser geeignet. Edit: hier das Bild mit Maßen


Das mit den Lötstellen freut mich sehr, ich muss zugeben das ich absoluter Neuling auf dem Gebiet bin. Das ist geschätzt meine 10. Lötstelle, und ja so ein bisschen stolz bin ich auch drauf. Nachdem die ersten Versuche tatsächlich noch etwas wackelig waren habe durch dieses Video viel gelernt:
https://www.youtube.com/watch?v=Arj34uQoLdM (Teil 2 ist auch noch sehr hilfreich).
Meine drei wichtigsten Tips als Neuling für Neulinge:
1. Lötspitze sauber halten! (Ich wollte es auch nicht glauben, aber es hilft wirklich!)
2. Beide Objekte vorher mit Zinn versehen
3. Die Objekte erhitzen, NICHT das Zinn. (Heißes Zinn auf kalter Oberfläche perlt sofort, und das möchte man meist nicht)
Wenn ich hier von Zinn spreche, meine ich das entsprechende Lot.

Nachdem ich nun auch die ersten Schienen (in ausgebautem Zustand) bemalt habe bin ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden.
Ich habe Acrylfarbe in Braun mit einem winzigen Teil Rot gemischt, und etwas Wasser hinzugegeben damit die Sache etwas dünner wird. Der Farbton gefällt mir schon ganz gut, allerdings deckt die Farbe durch das Wasser nicht mehr 100% und man sieht sehr oft noch das Neusilber durchschimmern. Sollte ich hier noch ein 2. mal mit dem "Rostbraun" drüber gehen oder gibt sich das möglicherweise durch das Wash am fertigen Gleis? Für mich sieht die Farbe auch noch sehr "fleckig" aus, zu einem gewissen Teil ist das ja durchaus ok, aber für mein Empfinden ist es zu viel. Was könnte ich dagegen tun? Sollte ich hier ein Minimum an Spüli zur Entspannung in die Farbe geben?
Das bemalen von Weichen wird nochmal ein ganz anderer Schuh, aber dazu komme ich sobald ich die erste habe.^^

Derzeit befasse ich mich noch mit der Holzarbeit meiner ersten Module auf denen am Ende eine Wendel und Wendeschleife platz finden soll. Dafür habe ich 3x 110x50cm vorgesehen, also insgesamt 110x150. Das ergibt einen "großen" Radius von 450mm und einen kleinen von etwa 400mm. Leider bin ich mir noch nicht ganz sicher wie ich diese Konstruktion verbinde. Es wäre ja gut für die Wendel den großen Radius nutzen zu können, dann komm ich aber in Probleme mit der Unterkonstruktion der Modulkästen. Mir ist bewusst das eine Wendel im Modul nicht gerade einfach ist. Ziel ist jedoch alles so Modular aufzubauen das ich es im schlimmsten Fall durch die kleine Dachbodentreppe bekomme, somit muss obere Ebene, untere Ebene, und die Wendel dazwischen trennbar und doch stabil sein.

Ich glaube das reicht erstmal als Diskussionsstoff. Bilder kommen sobald ich die Gelegenheit dazu habe.

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#6 von Frank K , 09.06.2020 21:56

Servus, Fishy,

erst einmal großes Dankeschön für Dein dickes Lob zu meiner Grainitz-Anlage. Habe mich sehr darüber gefreut. Gut, altern werde ich meine Fahrzeuge irgendwann auch einmal, aber erst einmal kommt die Landschaft. Nicht zu viele Baustellen gleichzeitig, da wird nix fertig!

Gebe zu, dass Thema Schalldämmung hat in H0 wahrscheinlich eine größere Bedeutung als in TT. ich habe 2 mm Trittschalldämmung (bei Grainitz I war es Kork) unter den Gleisen, das reicht. Zugegebenermaßen sind meine Loks mehrheitlich auch so schon recht leise, lediglich eine Taigatrommel macht etwas mehr Krach. Passt aber auch zur Maschine. Meine Dampfer höre ich fast gar nicht. Probiere einfach mal aus, wei laut Deine Maschinen auf verschiedenen Untergründen (Du hast ja auch noch Gummi) tatsächlich sind, vielleicht kannst Diu den Fusselfilz dann rausschmeißen. Wenn nicht, vielleicht provisorisch mit etwas Papier abdecken, bis dann der Schotter kommt.

Beim Gleiseanmalen ist es durchaus nicht unnormal. 2-3 Farbgänge zu brauchen, bis die Deckung hinreichend ist. Das Trocknen der Farbe geht ja zum Glück recht schnell. Mit der Farbdicke muss man da wirklich etwas experimentieren, um das optimale Maß hinzubekommen. Zu dünn - deckt nicht, zu dick - Gleismuttern zugepappt. Und wenn man dann die optimale Dicke hat, gleich genug Farbe anrühren. Bei der Schienenfarbe hatte ich Umbra und Oxidbraun gemischt, das gibt eine schöne Rostfarbe.

Zum Wendelthema kann ich leider nix beitragen. Außer das Kurven und Steigungen zusammen vor allem bei Dampfern und Kleinloks die zulässige Wagenzahl extrem reduzieren. Da heißt es dann ausgiebig Probefahren, wenn es dann soweit ist.

Und bis dahin erst einmal Frohes Weiterbauen!

Ciao, Frank




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RE: Fishys Bautagebuch

#7 von Fishmastr , 13.06.2020 21:37

Moin Freunde,

eine Erkenntnis aus dem Bemalen vor dem Einbau:
Bei fixen Gleisstücken kann man das machen, ich habe es mit Flexgleis gemacht und das führte zu einem Problem. Durch die Farbe die sich um die Kleineisen auch an die Schiene legt verliert das Gleis die Flexibilität. Wenn man drüber nachdenkt ist das auch logisch. Für die Flexibilität müssen sich die Schienen in den Schwellen bewegen können, die Farbe verhindert das. Sicher kann man mit moderatem Kraftaufwand dieses Problem beheben, aber dann hat man wieder das Problem mit dem Neusilber das durchschimmert.

Ich werde also in Zukunft die Gleise erst nach dem Einbau bemalen. Verschiedene Hinweise bezogen sich auf das Filz, auf dieses werde ich in Zukunft verzichten.

In den letzten Tagen habe ich mit Holzarbeit verbracht und immerhin schon 2 von 3 Segmenten der Wendeschleife fertig. Schon beim 2. habe ich gemerkt wie viel besser und genauer alles klappt, für den 3. fehlen mir noch ein paar Beschläge.

Die Tische bestehen aus 12mm Pappelsperrholz, die Beine sind gekürzte Ikea Ivar Seitenteile. 50cm x 124cm passten bei einer Segmentgröße von 50x110 am besten, lediglich die Länge wurde gekürzt und Stellfüße mit Einschlagmuttern eingebracht.

Für die Gewichtsverteilung und Stabilität habe ich den oberen Teil der Füße um 12mm geschwächt sodass der Kasten auch mit der Seitenblende auf dem Fuß aufliegt. Für seitliche Stabilität sorgt ein 60x60x40mm Winkel der durch eine M10 Schraube und Einschlagmutter den Fuß sichert.

Der kleine Winkel soll die Kräfte die beim abknicken der Füße in Längsrichtung (aus welchem Grund auch immer) auffangen. Bisher machen die Segmente einen soliden Eindruck und stehen auch schön fest.
Ich werde die Segmente untereinander noch mit Flügelschrauben a la Fremo verbinden, damit lassen sich die Spaltmaße zwischen den Segmenten kontrollieren.

Aufgrund der schlechten Nachschubversorgung warte ich nun schon 2 Wochen auf meinen Decoder und die 8-pol Buchse. Ja ich weiß bei den Versandhändlern hätte ich den schon lange bekommen, aber ich habe bei meinem örtlichen Fachhändler bestellt.

Ich werde mir ein jetzt noch ein paar Gleisklammern besorgen und mir dann einen Zirkel bauen um den Gleisverlauf auf den Tischen aufbringen zu können.

Für Hinweise und Tips bin ich immer offen.

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#8 von Fishmastr , 18.06.2020 20:56

Moin Freunde,

während meines Urlaubs konnte ich mich etwas um meine Modellbahn im Maßstab 1:1 kümmern, daher sind die Fortschritte hier überschaubar. Letzendlich ist aber das 3. Segment fertig und damit das Tragwerk für die Kehrschleife fertig. Sobald meine Bestellung mit den Schienenverbindern angekommen ist gehts dann auch endlich mit dem Gleisbau voran. Solange versuche ich den Gleisplan zu übertragen.


Zur Probe habe ich mir aus Resten ein paar Gleisklammern gebastelt. Diese sind alles andere als perfekt und komfortabel, aber sie funktionieren und ich kann damit sogar 2 Flexgleise zusammenklemmen. Man braucht einen 8er Schlüssel um sie anzuziehen, was das anlegen super fummelig macht, aber zum testen passt das.


Ich habe mir vor kurzem gebrauchte Fleischmannwagen gekauft, einige davon haben noch die Fleischmann Schlitzaufnahme für Kupplungen. Ich würde diese gern auf NEM umrüsten. Kann jemand etwas zu diesen Adaptern sagen? Ich würde hier dann Roco Uni Höhenverstellbar einsetzen.
https://www.ewmb.de/product_info.php?inf...t-aufnahme.html

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#9 von Fishmastr , 25.06.2020 08:31

Moin Bastelfreunde,

hier mal wieder ein Update, leider ist nicht viel sichtbares passiert. Lediglich die ersten Gummistreifen wurden aufgeklebt. Allerdings sind die Segmente nun auch untereinander verbunden. Dazu habe ich FREMO übliche M6 Flügelschrauben/Muttern mit entsprechenden Scheiben verwendet. Ein 10mm Loch gibt mir ein bisschen Spielraum zur Ausrichtung.

Der Bogen sieht etwas schief aus da der Radius nicht über die gesamte gleich ist, ausserdem ist auch das Foto schief, der Bogen selbst ist gleichmäßig und symmetrisch. Ich habe mich entschieden hier den wenigen Platz den ich habe maximal zu nutzen. Daher ist der Radius an den Modulkanten 450mm am Scheitelpunkt sind jedoch lediglich 400mm möglich. Darum habe ich auch viel Zeit mit dem Ausrichten sowie mit verschiedenen Möglichkeiten der temporären Befestigung verbracht. Das Resultat ist aber gar nicht mal so schlecht in meinen Augen.
Eine weitere Entscheidung ist die Anbindung meines Programmiergleises auf dem Arbeitstisch. Zu Beginn war hier ein Gleisanschluss zur Kehrschleife geplant, diesen habe ich nun verworfen um mehr Platz für größere Radien zu haben. Mit den 260mm Weinertweichen hätte ich hier sonst Probleme bekommen.

Der Grund warum es derzeit nur schleppend voran geht ist meine Materialversorgung. Ich warte bereits seit ca 5 Wochen das meine Bestellung bei meinem Fachhändler ankommt. Dieser ließ durchblicken das derzeit aufgrund Corona gerade die Lieferzeiten für Weinert/PECO Material erheblich angewachsen sind. Ja ich weiß die Online Versandhändler können liefern, ich möchte hier aber bewusst meinen Fachhändler unterstützen. Das ich daher etwas länger auf mein Material warten muss war mir auch vorher bewusst, allerdings habe ich nicht mit derartigen Verzögerungen gerechnet.

Wie sehen eure Erfahrungen diesbezüglich aus? Bestellt ihr gerade jetzt im Fachhandel oder im Internet? Habt ihr ähnliche Probleme mit den Lieferzeiten?

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#10 von Darius , 25.06.2020 20:42

Hallo Fishy,

Zitat

Ja ich weiß die Online Versandhändler können liefern, ich möchte hier aber bewusst meinen Fachhändler unterstützen. Das ich daher etwas länger auf mein Material warten muss war mir auch vorher bewusst, allerdings habe ich nicht mit derartigen Verzögerungen gerechnet.

Wie sehen eure Erfahrungen diesbezüglich aus? Bestellt ihr gerade jetzt im Fachhandel oder im Internet? Habt ihr ähnliche Probleme mit den Lieferzeiten?



Ich bestelle auch bewusst bei meinem Händler. Und ja, die Lieferzeiten bei Ware, die nicht auf Lager ist, dauern etwas länger.
Ich bestelle daher teilweise früher, als ich die Sachen eigentlich brauche, da sie eh länger dauern. Und dann sind sie da, wenn ich damit bauen kann und will.

Viele Grüße,
Daniel


Hier geht´s zur Baubegleitung:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=158655 "Opa´s MoBa reloaded"

Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.


 
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RE: Fishys Bautagebuch

#11 von Schwellenzähler , 25.06.2020 21:05

Moin Fishy


Zitat
. Ja ich weiß die Online Versandhändler können liefern, ich möchte hier aber bewusst meinen Fachhändler unterstützen. Das ich daher etwas länger auf mein Material warten muss war mir auch vorher bewusst, allerdings habe ich nicht mit derartigen Verzögerungen gerechnet.



Da bin ich voll bei dir!

Wenn man irgendwie die Möglichkeit hat, sollte man den stationären Handel unterstützen und nicht bloß Jammern. Ich bin jedes Mal froh, wenn ich ( meist in Begleitung meiner mitbastelnden Tochter) zur " Therapiestunde" zu meinem 40 km entfernten Dealer pesen kann. Dort kann ich nicht nur nach Herzenslust stöbern, sondern auch einfach mal einen "schnacken". Und wenn denn mal irgendwo was anbrennt, bekomme ich perfekten Service. Dafür lege ich dann auch gerne mal nen 10'er mehr auf'n Tresen, selbst bei Gebrauchtmodellen! Das ist es mir schlichtweg wert, obwohl ich bestimmt nicht in Geld schwimme.

Wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Basteln,

Gruß

Carsten


Hier geht es nach Mühlental, einem kleinen Bahnknoten in den 80´gern

viewtopic.php?f=15&t=151380


 
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RE: Fishys Bautagebuch

#12 von Bo-Bo , 25.06.2020 22:57

Zitat


Der Grund warum es derzeit nur schleppend voran geht ist meine Materialversorgung. Ich warte bereits seit ca 5 Wochen das meine Bestellung bei meinem Fachhändler ankommt. Dieser ließ durchblicken das derzeit aufgrund Corona gerade die Lieferzeiten für Weinert/PECO Material erheblich angewachsen sind. Ja ich weiß die Online Versandhändler können liefern, ich möchte hier aber bewusst meinen Fachhändler unterstützen. Das ich daher etwas länger auf mein Material warten muss war mir auch vorher bewusst, allerdings habe ich nicht mit derartigen Verzögerungen gerechnet.




Moin, Moin, Moin - ist dem wirklich so?
Von Märklin zum Bleistift weiß ich, dass der Betrieb die letzten drei Monate auf Kurzarbeit heruntergefahren wurde. Entsprechend konnten Bestellungen weder so zügig wie gewohnt, noch im gewohnten Umfang abgearbeitet werden. Onlinehändler wurden/werden bei Bestellungen gegenüber Einzelhändlern nicht bevorzugt, beide mussten/müssen auf bestellte Ware warten. - Anzunehmen, Onlinehändler verfügten über größere Lager und könnten deshalb schneller liefern, scheint mir ebenso uneinleuchtend, denn Online-Ware ist deshalb oft auch billiger, weil Kosten für Lagerhaltung entfallen und lediglich just-in-time Ware bestellt und an die Kunden durchgereicht wird.

Dennoch unterstütze ich "meinen" Fachhändler, bestelle bei ihm Ware und lasse sie von ihm liefern - er ist also ein Online-Versandhändler-Fachhändler-Einzelhändler; abhängig vom Zeitfaktor bekomme ich die Ware, wie er sie vom Hersteller bekommt und an mich durchgereicht wird. Und um bei dem o. g. Beispiel zu bleiben, Onlinehändler werden von Märklin nicht bevorzugt beliefert.

Jens


Kaltental: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=154197

Ukrainenburg: viewtopic.php?f=15&t=146361


 
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RE: Fishys Bautagebuch

#13 von Fishmastr , 26.06.2020 09:12

Zitat

Moin, Moin, Moin - ist dem wirklich so?
Von Märklin zum Bleistift weiß ich, dass der Betrieb die letzten drei Monate auf Kurzarbeit heruntergefahren wurde. Entsprechend konnten Bestellungen weder so zügig wie gewohnt, noch im gewohnten Umfang abgearbeitet werden. Onlinehändler wurden/werden bei Bestellungen gegenüber Einzelhändlern nicht bevorzugt, beide mussten/müssen auf bestellte Ware warten. - Anzunehmen, Onlinehändler verfügten über größere Lager und könnten deshalb schneller liefern, scheint mir ebenso uneinleuchtend, denn Online-Ware ist deshalb oft auch billiger, weil Kosten für Lagerhaltung entfallen und lediglich just-in-time Ware bestellt und an die Kunden durchgereicht wird.

Dennoch unterstütze ich "meinen" Fachhändler, bestelle bei ihm Ware und lasse sie von ihm liefern - er ist also ein Online-Versandhändler-Fachhändler-Einzelhändler; abhängig vom Zeitfaktor bekomme ich die Ware, wie er sie vom Hersteller bekommt und an mich durchgereicht wird. Und um bei dem o. g. Beispiel zu bleiben, Onlinehändler werden von Märklin nicht bevorzugt beliefert.

Jens



Moin Jens,

ich habe nur wenige Teile in meiner Bestellung, nach meinem Umzug geht gerade noch viel Geld in den Garten, und da ich auch gerade erst mit dem Bau beginne ist quasi kein Bestand vorhanden. Daher kann ich immer nur kleine Mengen kaufen. Ich falle jedesmal vom Stuhl wenn ich hier lese das einer für tausend Euro Gleise(!) gekauft hat. Ich warte also seit 5 Wochen auf Roco Universalkupplungen, ESU Dekoder, und Weinert Prellböcke. Wer von den 3en jetzt die Lieferung verzögert kann ich nicht sagen, und ich möchte es hier auch nicht endlos auswalzen. Am Ende geht es um die Gesundheit der Belegschaft, da bin ich etwas enttäuscht das es so lang dauert aber auf keinen Fall verärgert oder möchte es hier jemandem ankreiden. Ich selbst habe bei Online Händlern nicht bestellt, ich sehe halt nur die Verfügbarkeit für die "generischen" Artikel. Das spezielles Rollmaterial nicht hundertfach auf Lager liegt dürfte auch klar sein. Aber nach meinem Empfinden sollten Universalkupplungen und Lopi5 breit verfügbar sein.
Zudem sind wir auch gerade in der Lieferblase aus China, es wird wohl noch ein paar Tage dauern bis die Waren aus China wieder hier ankommen. Für die Produkte aus Rumänien sollte das natürlich kein Hindernis sein, ich denke die kommen per Zug.

Mich freut es aber zu hören das Händlertreue und Menschlichkeit in diesem Hobby noch so stark vertreten sind. Leider bleibt mir nichts weiter als warten...

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#14 von Chio , 26.06.2020 10:33

Servus!
Ich habe 2018 (wieder) mit der Moba begonnen und war zunächst sehr irritiert/verärgert wegen den langen Lieferzeiten - da ist Corona also nur bedingt schuld. Wenn man noch kein eigenes Lager hat, und vielleicht auch noch nicht so genau den Plan, dann kann das die Bastelwut ganz schon einbremsen.
Auch versuche ich, die Zahl der Kisten und Schachteln klein zu halten, was mir leider nicht ganz gelingt.

Mittlerweile halte ich das so:
Es gibt in Wien 3-4 lokale Händler, die ich ohne Verrenkungen erreichen kann; und die haben auch einen Onlineshop, wo ich nachsehen kann, ob der oder der das gesuchte Teil lagernd hat. Wenn ja, hole ich es gleich ab. Leider sind die Onlineshops der "kleinen Händler" oft ein Desaster, man findet da kaum was drin.

Ansonsten bestelle ich halt in den Weiten des Webs - das sind ja auch meistens kleine Geschäfte mit angeschossenem Onlineshop. Vorzugsweise natürlich lagernd.
Ist eben immer die Sache mit den Versandkosten; ein einzelnes Auto macht da keinen Sinn, dann muss man erst recht wieder bestellen. Und das kann eben ewig dauern, auch ohne Corona.

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Chio


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RE: Fishys Bautagebuch

#15 von Fishmastr , 06.07.2020 14:15

Moin Freunde,

nachdem nun endlich, gefühlt waren es Monate, meine Bestellung eingetroffen ist konnte es weiter gehen. Ein erster Punkt der mir lange ein Dorn im Auge war ist meine zerlegte FLM 4156, Lok 56 2048 die nun endlich digital auf meinem Programmiergleis unterwegs ist. Durch diese erstklassige Anleitung von Michael gab es dabei auch keinerlei Probleme: https://www.h0-modellbahnforum.de/t33176...nn-BR-pr-G.html Vielen Dank dafür!
Eine kleine Störung hatte ich nach dem Zusammensetzen des Tenders. Die mittlere, nicht angetriebene Achse wurde nur mitgezogen und lief sehr schwer. Dies war allerdings ein Fehler meinerseits. Nachdem ich die Achse "unter" das Metallplättchen verlagert hatte läuft alles super.
Es bleibt noch ein kleines Kontaktproblem der Beleuchtung im Tender, aber das ist nicht erwähnenswert, selbst ein einfaches Klopfen genügt schon und alles funzelt so wie es soll.

Des weiteren waren Weinert Schieneverbinder samt den zugehörigen Schwellen im Paket. Somit konnte ich nun endlich das Programmiergleis auf die endgültige Länge bringen und aufkleben.

Beim Verbindungsstoß muss ich noch etwas Detailarbeit anbringen aber für den ersten Versuch bin ich schon recht stolz. Ich habe die "verstärkten" Verbinder genommen. Diese haben einen winzigen sichtbaren Steg zwischen den Kleineisen. Grund dafür ist das ich Verbindungen auch in kurven haben werde und da erhoffe ich mir einen Stabilitätsvorteil. Auf der Geraden kann ich diese immer noch wegfeilen, wenn sie mich zu sehr stören sollten. Hier auf dem Programmiergleis war es mir egal und es ging erst einmal um das grundsätzliche Doing, so seh ich auch wieviel der Schotter letztendlich verbirgt. Auch ist der Abstand der Schwellen nicht 100% gleichmäßig. Auf den Verbindern sind die Kleineisen allerdings auf beiden Seiten in voller Höhe ausgeprägt, das heißt das NEM Radsätze, im speziellen die der bereits erwähnten 56 2048, diese berührten und ein hoppeln einsetzte. Mit einer Feile konnte ich diesem Problem schnell Abhilfe schaffen. Ist an sich kein Problem nur wenn man nicht dran denkt und alles befestigt ist dann muss man fummeln. Prellböcke warten auch bereits auf die Farbgebung. Sobald diese montiert und befestigt sind muss ich endlich nicht mehr solche Angst haben das mein Rollmaterial den Gesetzen Newtons folgend den schnellen Weg Richtung Boden sucht.

Ich habe diese Gerade an einem Stück geklebt, es ist nur etwa 1.20m Gleis daher konnte ich das so machen. Ich habe gesehen das man üblicherweise in Etappen arbeitet, also jedes Teilstück und die Übergangsschwellen separat. Wie geht ihr vor? Gerade in Kurven bin ich derzeit am Grübeln wie ich das am besten hinbekomme?!
Wie baut ihr lange kurven ohne beim Stoß Unregelmäßigkeiten einzubauen?

Nun der Vollständigkeit halber möchte ich mein Dilemma mit den Roco 40420 bzw. Beleuchtungssätzen insgesamt erwähnen das ich hier separat gestartet habe: viewtopic.php?f=29&t=181905

Wie immer freue ich mich sehr über eure Anteilnahme und Hinweise! Es tut mir leid das es immer noch nichts wirklich ansehnliches gibt, aber das wird sich langsam ändern.

Eine Bestellung bei Luck und Koemo ist bereits in Vorbereitung, vielleicht bau ich mir auch eine mobile Dekowand für hinter das Programmiergleis, dann kann ich dieses auch für Fotos nutzen.

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#16 von Fishmastr , 09.07.2020 21:03

Moin Kollegen,

da man aus Fehlern bekanntlich am besten lernt möchte ich euch an meinem Scheitern teilhaben lassen. Es geht um folgenden Bogen:

An den Segmentübergängen sollte der Radius 450mm und am Scheitelpunkt 400mm betragen. Laut Berechnung sollte also im Prinzip alles passen. Leider ist nun so das ich heute während meiner ersten Fahrten feststellen musste das sowohl meine Fleischmann BR56, als auch meine Piko BR55 an mehr als einer Stelle klemmen, und sogar teilweise entgleisen. Ich vermute folgendes war mein Fehler:
Da es ein Segment ist gibt es an den Grenzen keine Festpunkte für die Gleise. Somit war es nicht einfach die Gleise an den Grenzen zu fixieren. Durch die "Krauseklemmen" ging es dann schlussendlich doch recht annehmbar. Als ich dann das Gleis auf den angezeichneten Radius zwingen wollte gab es erhebliche Spannungen. Und hier ist meiner Meinung nach mein Fehler gewesen. Ich habe daraufhin den Gleisverlauf etwas verändert um weniger Spannungen im Gleis zu haben. Scheinbar hat sich dadurch der Gleisverlauf in Richtung einer Parabel verschoben. Durch die unterschiedlichen Radien war das von vornherein geplant, die Änderung hat aber dazu geführt das an 45° Punkten der Radius erheblich kleiner ist als er beim ursprünglichen Gleisverlauf gewesen wäre. Zumindest denke ich das im Moment. Falls mir jemand eine plausiblere Erklärung geben kann bin ich ganz Ohr, ich vermute aber dass das aufgrund der Entfernung eher unwahrscheinlich ist.
Derzeit bin ich am überlegen ob ich die Kurve direkt wieder löse und einen weiteren Versuch starte, derzeit ist der Aufwand doch noch gering.

Kann mir jemand einen Tipp geben wie ich den Übergang von Gerade auf Bogen an den Segmentgrenzen besser hinbekomme?

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#17 von Frank K , 09.07.2020 21:25

Servus Fishy,

zum einen kannst Du versuchen, ca. alle 20 cm eine Krauseklammer zu setzen, um so das Flexgleis in seine Soll-Lage zu zwingen. Gerade bei sehr engen Radien ist die Eigenspannung des Flexgleises recht groß. Generell ist daher aus meiner Sicht bei solch engen und langen Bögen fertiges Gleismaterial zu bevorzugen. Flexgleis taugt mehr für wirklich große Radien.

Bitte schaue auch, wie groß der befahrbare Mindestradius Deiner Dampfer ist. Je nach seitlichem Spiel der Kuppelachsen kannst Du da schnell an das erlaubte Minimum kommen.

Ciao, Frank




Grainitz II - Der Bautrööt:
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Filmisches auch auf Youtube! https://www.youtube.com/channel/UCHnXoBQ...3I_YqgZQ/videos


 
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RE: Fishys Bautagebuch

#18 von Alex5000 , 10.07.2020 08:33

Hallo Fishy,

habe was Flexgleise angeht sicher noch weniger Erfahrung, würde bei so engen Radien aber auch eher darauf verzichten...
Wie sieht denn die Geometrie dort genau aus? Ist das ein halbkreis - also 180° Kehre? Auf dem Bild sieht es aus, als ob es eher weniger sind, kann aber auch täuschen.

Gruß Alex


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RE: Fishys Bautagebuch

#19 von volkerS , 10.07.2020 09:16

Hallo Fishy,
am Mittelpunkt deines Bogens einen Nagel fixieren und eine Schnur spannen die an der 400mm Stelle eine Markierung trägt. Schwenkst du diese Schnur von Bogenanfang bis Bogenende darf nirgends das markierte Maß unterschritten sein. Dann weißt du dass nirgend dein Radius unterschritten wurde.
Bei Flexgleisen sind in Bögen die Schienenstöße immer kritisch. Deshalb ist es manchmal besser die Schienenstöße zu versetzen und die Schiene außerhalb des Schwellenkörpers mit einer Rollenbiegemaschiene zu bearbeiten.
Volker


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RE: Fishys Bautagebuch

#20 von Fishmastr , 10.07.2020 09:44

Moin Kollegen,

vielen Dank für eure hilfreichen Kommentare:
@Frank:
Hier bin ich vermutlich einfach auch etwas unglücklich gestartet. Dieser Bogen gehört zur Wendeschleife, und da für die eigentlichen Module viel Platz sein sollte ist diese natürlich so klein und eng wie möglich geplant. Alle sichtbaren Bögen sind dann >1000mm Radius. Vermutlich war es einfach etwas dumm ohne Erfahrung mit dem kleinsten Radius zu starten. Leider bietet Weinert auch keine fertigen Kurven, und nun noch einen 2. Hersteller anzufangen ist mir etwas zuwider. Ich muss mal schauen wie stark Tillig Elite abweicht vielleicht lässt sich da etwas finden.
Zum Radius der Dampfer ist zu sagen sie den Bogen an sich befahren, nur eben nicht sicher und gleichmäßig, 400mm sollte an sich funktionieren, aber wie gesagt denke ich das bei meinem Bogen stückweise ein kleinerer Radius rausgekommen ist. Ich werde das noch einmal genauer recherchieren.

@Alex:
Korrekt, Endresultat sollte ein 180° Bogen sein. Da ich unter der Dachschräge fotografiert habe ist hier die Perspektive etwas schief.

@Volker:
Mit solch einem "Behelfszirkel" habe ich mir auch die entsprechenden Markierungen im Vorfeld auf die Platte gezeichnet. Ich habe zusätzlich den Stift nicht direkt an die Schnur sondern mit einer Art Exzenter so verbunden das ich eben im Scheitelpunkt nur 400, an den Grenzen aber 450mm Radius habe und dazwischen eben einen "gleichmäßigen" Verlauf zwischen diesen Radien.

Mein Fehler war scheinbar nur aufgrund der Eigenspannung von diesen Markierungen abzuweichen. Dadurch ist der "Verlauf" der Radien nicht gleichmäßig sondern an eben den beiden 45° Positionen ab Segmentgrenze kleiner und am Scheitelpunkt größer.
Eine Rollenbiegemaschiene habe ich schon zum biegen von S12 Feldbahngleisen benutzt , aber da dies einer der wenigen engen Radien ist lohnt sich die Investition meiner Meinung nach nicht. Die Idee mit den versetzten Stößen ist allerdings interessant. Ich habe versucht diesen einen Stoß im Bogen mit einer Krauseklammer zu fixieren, hierdurch ist vermutlich auch noch einmal der Radiusverlauf negativ beeinflusst worden. Durch die Klammer ensteht ja eine kurzes gerades Stück, samt Kurven ein/auslauf trägt das sicher auch zum Problem bei.


Ich sehe ja immer wieder das die Proto:87 Jünger hier erst ihre Schwellen kleben und dann die Schienen einziehen. Was sagt eure Erfahrung ist das eine Option für diese engen Radien? Die Schwellenroste haben ja bedeutend weniger Eigenspannung als die Schienenprofile...

EDIT: die Piko 6302 BR 55 3784, soll angeblich ab 358mm laufen, über die FLM 4156 habe ich direkt nichts gefunden, allerdings wird mehrfach den "alten" Fleischmännern auch eine Kurvengängigkeit von 360mm zugesagt. Daher fühlte ich mich mit den 400mm recht sicher. Die Fleischmann läuft auch sicher durch den Radius, klemmt leider etwas. Die Piko, klettert auf und hebt dann den ersten Kuppelradsatz aus der Spur.

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#21 von oligluck ( gelöscht ) , 10.07.2020 11:02

Moin,
die Idee mit dem Ellipsenzirkel ist schon mal gut. Theoretisch könnte man sich sogars Schlaufenlänge und Nagelabstand ausrechnen, aber rantasten geht auch.

Du kannst das Gleis vorbiegen, es wird dabei einen gleichmäßigen Radius annehmen - "wackele" dabei etwas, damit die Schienen nicht durch die Kleineisen gebremst werden.
Es reicht, sich anzunähern - eher einen etwas engeren Radius zu machen ist sinnvoll.
Was du nun aber bemerken wirst: die letzten Zentimeter werden den Radius nicht annehmen, betrachte sie als Abfall.
Trenne sie also ab und verbinde deine beiden Flexgleise im Scheitelpunkt.
Hier darf dann die erste Krause-Klammer hin, muss aber nicht einmal: es reicht auf beiden Seiten eine Spax mit Unterlegscheibe, das ist Geschmacksache.

Und nun kommen die Weinert-Gleisschuhe mit angelöteter Gewindestange (74019) ins Spiel:
die letzten beiden Schwellen am Segmentübergang werden entfernt, und durch die Übergangsschwellen (74001) erstetzt.
Logischerweise aufgetrennt, denn der Gleisschuh soll ja dazwischen.
Um mehr Fleisch für das Gewinde zu haben, bietet es sich an, in dem Bereich den Gummikork zu entfernen und stattdessen ein gleich dickes Plättchen aus Sperrholz aufzuleimen.

Zeiche dir die Position der Gewindestange an und bohre ein Loch, das um einiges größer ist.
Hast du schon Kabel unter die Schienen gelötet und Bohrungen (auch gerne größer) für sie gemacht?
Dann bist du nun an dem Punkt, an dem alles befestigt werden kann.
Du kannst die Schwellenroste festkleben, aber sie werden später durch den Schotterkleber halten (und wären dann wieder lösbar).

Also mischt du dir Epoxidkleber (ich mag "Uhu Endfest 200", der hat knapp 10 Minuten offene Zeit - das Pattex-Pendant drängelt da etwas) und flutest die Bohrungen für die Gewindestangen. Die Kabel sind natürlich längst durchgefädelt, du legst deinen elliptischen Halbkreis auf - wenn etwas Kleber raussapscht, ist das ein gutes Zeichen, dass du nicht zu wenig genommen hast

Jetzt kommt es auf dein Augenmaß an: halte einen Winkel an die Kante und entscheide, ob die gedachte Tangente passt - deshalb auch die zu großen Bohrungen, damit du noch ein wenig würgen kannst.
Wenn das der Fall ist, kommt ein Stück Sperrholz oben drauf, das mit einer Zwinge fixiert wird, auf beiden Seiten.

Der Gleisverlauf sollte nun annähernd deine Mittellinie treffen; geringe Abweichungen sieht niemand, auch deine Loks nicht.
Und dann fixierst du das Gleis mit ein paar weiteren Spaxen/Unterlegschrauben, fertig.
Sobald der Epoxidkleber ausgehärtet ist, flexst du das Gleis an der Segmentkante ab. Taste dich langsam ran, du kannst die Proxxon-Flexscheibe auch zum Schruppen benutzen. Im Idealfall einen halben Millimeter von der Kante weg (also kürzer), das mindert die Gefahr, dort hängen zu bleiben.

Lange Beschreibung, sorry.
Im Grunde ist es wirklich simpel, aber r=400-450 verlangt natürlich mehr Sorgfalt als r=700...


Wenn die Gleise dann auf das nächste Segment kommen sollen, und du den rechten Winkel nicht zu 100% getroffen hast, dann macht das nichts:
ein Knick ist zu vermeiden, dann fängt das Anschlussgleis eben mit 2° schräg an. Hier helfen dir dann die Spaxe wieder (irgendsowas wie 3x16), denn sie sind klein genug, dass du mit deinen Fahrzeugen darüber fahren und testen kannst, ob sie ruckelfrei über den Anschluss kommen.

Eigentlich benötigst du bis hier noch keine Krause-Klammern, sie sind eher für gezwungenen Gleisverlauf auf längerer Strecke gedacht: die Gleise vorzubiegen, ist im Fall deiner 180°-Kehre zielführender.

Tillig-Material bietet dir hierfür keine Vorteile: du kannst zwar Tillig-Schienen in Weinert-Schwellen fädeln und umgekehrt, aber die Schwellen sehen merklich anders aus und die Schienenprofile sind höher (Code 83 ggü. Code 75).



[quote="Frank K" post_id=2139341 time=1594322727 user_id=30365]
(...) Generell ist daher aus meiner Sicht bei solch engen und langen Bögen fertiges Gleismaterial zu bevorzugen. Flexgleis taugt mehr für wirklich große Radien. (...)
[/quote]

Moin Frank,
fertige Gleise sind hier leider keine Option, da es kein Halbkreis ist, sondern eine halbe Ellipse.

Ich stimme dir zu, dass 400mm bei einigen Fahrzeugen grenzwertig ist - so lange ich keine Eierform lege und an einer Stelle unter 400mm rutsche, sollte es passen. Auch für Fahrzeuge, die der Hersteller mit "Radius mindestens 420mm" angibt. Der denkt ja nur an die vorgebenen Radien seiner Stückelgleise. Bei Roco R3, soweit ich weiß...

Viele Grüße,
Oliver


Edit: Beachte, dass im Original Gleisjoche verlegt wurden, mit Doppelschwellen. Diese solltest du hier auch vorsehen, sofern die Kehre zum sichtbaren Bereich gehört. Dazu entfernst du an den entsprechenden Stellen die Stege und schiebst die Schwellenroste zusammen.
Die dortigen Schienenstöße simulierst du mit einer sehr dünnen Trennscheibe und dann dürfen dort natürlich noch Laschen hin.
Die Länge der Joche weiß ich grad nicht, meine, sie sind auch regional unterschiedlich (?) - irgendwas bei 12-15m.


oligluck

RE: Fishys Bautagebuch

#22 von histor , 10.07.2020 11:08

Wie schon beschrieben: 400er / 450er Radius würde ich sicherheitshalber aus fertig gebogenen Gleisen erzeugen - am Anfang und am Ende des Bogens je nach Platz größere Radien. Wenn denn diese Strecke im nicht sichtbaren Bereich sein sollte, kommt es doch eher auf Betriebssicherheit als auf Schönheit an. Auch eine "halbe" Ellipse läßt sich durch entsprechende Gleisstückelung (oder Absägen von Fertiggleis) hinbekommen.


Freundliche Grüße
Horst
viewtopic.php?f=64&t=50018


 
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RE: Fishys Bautagebuch

#23 von Alex5000 , 10.07.2020 19:23

Also so wie du das beschreibst, würde ich sagen geht das gar nicht. Du möchtest am Segmentübergang einen Radius von 450 und am Scheitelpunkt von 400 haben. Ich sage: du hast am Übergang einen Gleisabstand von 900 (2x450) und am Scheitelpunkt einen Abstand von 400mm. Die Radien, die sich ergeben sind tatsächlich kleiner, bzw. größer. Das hast du ja auch selbst festgestellt.

Zitat
die Änderung hat aber dazu geführt das an 45° Punkten der Radius erheblich kleiner ist als er beim ursprünglichen Gleisverlauf gewesen wäre.



Ich hab das mal im CAD skizziert


Der größte Radius, den du machen kannst ist logischerweise 400mm, wobei du dann am Scheitelpunkt ein 100mm Stück gerade Strecke hast.


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RE: Fishys Bautagebuch

#24 von Fishmastr , 10.07.2020 20:58

Moin Alex,

vielen Dank für die Skizze. Mittlerweile denk ich tatsächlich darüber nach einfach 2x 400mm Kurven mit entsprechenden Zwischengeraden zu verwenden. Das mit dem "variablen" Radius macht scheinbar mehr Probleme als mir am Ende Vorteile bringt. Hier werde ich noch etwas nachdenken bzw. schauen was meine Fläche an Optionen bietet.

Doch nun zu etwas völlig anderem:

Mein Koemo Schotter ist heute angekommen und ich finde der sieht echt gut aus. Da es mein erster Griff ist habe ich keinen echten Vergleich, aber ich hoffe mit meinen Bilder können die Kenner das entsprechend beurteilen:
Verpackt in Karton und stabilen Beuteln:

Der Diabas Dunkel "DD" pur:

R10 Diabas mit leichter Rostpatina

Eine 1:1 Mischung die ich vermutlich verwenden werde.


Ich denke für ein gebrauchtes Gleis in gutem Zustand passt das. Und mit dem Verhältnis kann man den Zustand gut etwas variieren.

Die Fotos habe ich mit einem Iphone auf meinem Schreibtisch gemacht. Die weisse Unterlage ist normales weisses Papier, darüber ein Ikea Samla Deckel, darauf der Schotter ohne Kleber zum Test, Beleuchtung ist eine warmweisse Schreibtischlampe.

Die Gleise der Kurve habe ich mittlerweile abgelöst, konnte sie aber nicht retten, der Unterbau ist aber weiter nutzbar. Mal schauen was ich hier mache...

Ich habe ja auch immer noch die 1.2m Programmiergleis, die gestaltet werden wollen.

Viele Grüße aus Hamburg


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RE: Fishys Bautagebuch

#25 von oligluck ( gelöscht ) , 11.07.2020 01:22

Moin,
schade, dass die Gleise nicht zu retten waren!
Gut, dann war es halt Lehrgeld...



Diabas ist schon mal eine gute Wahl (finde ich, es ist Geschmacksache, natürlich).
Form und Größe der Steinchen erscheint auch harmonisch, soweit ich das auf dem Foto beurteilen kann.

Was die Farbe angeht, ist es am unkalibrierten Monitor schwierig:
auf mich wirkt der DD nicht wie "dunkel, alte Steine", sondern könnte auch als frisch geschottert durchgehen.

Wenn ich jetzt mal ein Originalfoto (meiner Lieblingsstrecke) vergleiche



denke ich, zumindest anhand der Fotos, dass deine Mischerei passt.
An der Stelle (Vorbildfoto) ist lediglich Dieseltraktion: deine Dampfer in Epoche II dürften noch etwas mehr rumgesaut haben

Viele Grüße,
Oliver


oligluck

   

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StrandSand als FüllFläche zwischen den Gleisen

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