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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ... Sommerfeldt-Oberleitung II: Gerade Strecke

#26 von floete100 , 25.06.2020 15:25

Eine Vorbemerkung zu den weiteren Teilen meines OL-Berichts: Meine Angaben beziehen sich auf die Oberleitung der DB, ca. in den Epochen II bis IV. Oberleitungen für die heutigen Hochgeschwindigkeitsstrecken sind grundsätzlich ähnlich, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Und bei anderen europäischen Bahngesellschaften sehen die Oberleitungen z. T. ganz anders aus - besonders prägnant in der Schweiz.

Im ersten Teil des Berichts hatte ich bereits angesprochen, dass bei der großen Bahn die Oberleitung gespannt werden muss - sie würde sonst erbarmungslos durchhängen. Bei der DB geschieht das Spannen durch Steine mit einem Gewicht von 333 kg. Diese wirken über eine 3:1-Übersetzung durch Hebel oder Rollen auf Fahrdraht bzw. Tragseil, sodass sich eine Spannlast von 1 t ergibt. Bei der Modellbahn geht das leider nicht: Wenn man die Gewichtssteine z. B. für H0 maßstäblich verkleinern würde, würde dieses "Modellgewicht" nur noch 0,5 g wiegen ... Bei Sommerfeldt erfolgt die Spannung daher durch Zugfedern, die in den Steinattrappen der Spannwerke (Hebel- oder Radspannwerk) verborgen sind.

Da das Gewicht der Oberleitung der Spannkraft entgegenwirkt, muss die OL in regelmäßigen Abständen erneut gespannt werden. Dieser Abstand beträgt bei der DB max. 1,5 km. Und damit nun nicht zwei Spannwerke direkt gegeneinander arbeiten, wird in der Mitte ein Mast als Festpunkt bestimmt. Der Ausleger dieses Masts wird über zwei Seile mit den Nachbarmasten links und rechts verbunden.

Im Unterschied zu den nahtlosen Schienen besteht also die Oberleitung aus lauter einzelnen Stücken von max. 1,5 km Länge - mit einem Spannwerk an jedem Ende und einem Festpunkt in der Mitte.

Der Grund, warum ich diese Informationen an den Beginn des Berichts "OL gerade Strecke" stelle? Wer nur wenige Meter Gleis zu überspannen hat, kann natürlich Masten stellen, Fahrdrähte dranhängen und fertig. Bei längeren Strecken sieht das allerdings langweilig aus - und auch irgendwann unglaubwürdig: Wir bauen ja Modellbahn - und orientieren uns am großen Vorbild, oder?

Nun aber zur eigentlichen Planung der Oberleitung für eine gerade Strecke.

Ich gehe davon aus, dass die Länge der Strecke bekannt ist. Sie muss nun in Abschnitte unterteilt werden, die jeweils der Länge eines Fahrdrahtstücks entsprechen. Am besten sieht die OL natürlich aus, wenn man die längsten Fahrdrähte verwendet. Bei Sommerfeldt gibt es 500 mm lange Drähte; die haben aber den Nachteil, dass sie von den Pantos doch stärker nach oben gedrückt werden. Ich habe daher mit 375 und 360 mm Länge gearbeitet - und natürlich mit den einseitig offenen Drähten, die 450 mm lang sind.

Wichtig ist eine gute Aufteilung: Wenn man 2 m Strecke zu elektrifizieren hat, sieht es blöd aus, wenn man 5 Fahrdrähte von 360 mm setzt - und am Ende einen von nur 200 mm.

Und - ebenfalls wichtig: Will ich eine Nachspannstrecke haben, muss das von vornherein eingeplant werden - es sind dann Abspannmasten erforderlich, und die Fahrdrahtverlegung ist deutlich komplexer. Einen Festpunkt kann man ggf. noch nachträglich einbauen.

Bei der Modellbahn ist es gut, einen Startpunkt zu haben für den Bau der Oberleitung. Meine Paradestrecke beginnt und endet jeweils in einem Tunnel. Daher habe ich Anfang und Ende der Oberleitung in diesen Tunnels versteckt:

Diese Holzrahmen sind stabil gebaut, da sie ja die Spannkräfte der OL aufnehmen müssen. Die rechts sichtbaren "Hörner" sind jeweils mit einem Stück 2 mm-Messingdraht unterlegt und dienen zum Einfädeln der Pantos. Die linke Querleiste führt Fahrdraht und Tragseil in der richtigen Position nach links auf die Strecke; an der rechten Leiste sind die beiden Drähte so befestigt, dass ein Längenausgleich möglich ist:

Beide Drähte enden in einem Stück des bereits genannten MS-Drahts, auf dessen anderes Ende jeweils M 2-Gewinde geschnitten ist. Ebenfalls zu sehen ist die Stromzuführung :).

Hinter der Querleiste sorgen Scheiben und Muttern für den Längenausgleich.

Die Masten werden unter Verwendung der Montagelehre gesetzt - immer abwechselnd einer mit kurzem und einer mit langem Ausleger. Bei zweigleisigen Strecken ist zu beachten:

  • Die Masten für die beiden Gleise stehen sich, wo immer möglich, genau gegenüber
  • und haben immer verschiedene Ausleger (einer kurz, einer lang) - dadurch wird erreicht, dass der Zickzack der beiden Fahrleitungen immer parallel verläuft.


An einer Stelle kam ich mit Masten nicht weiter: Meine große Brücke ist mit 390 mm Länge länger als der längste Fahrdraht. Also habe ich in die Brücke einen OL-Stützpunkt eingesetzt:

Dieser besteht aus einem Doppel-T-Träger aus Ms und einem Stück meines 2 mm-Drahts . Komplettiert wird das ganze durch eine Öse am Träger (für die Tragseile) und einem Seitenhalter aus Sommerfeldt-Draht mit Isolator.

Masten in der Ebene benötigen bei der Sommerfeldt-OL nur eine Bohrung in der jeweiligen Platte; die Sockelschraube wird durchgesteckt, Scheibe und Mutter drauf, und fertig. Meine Paradestrecke verläuft allerdings durchgehend mit etwa 2% Steigung - kein einziger Mast würde senkrecht stehen.

Als Abhilfe habe ich für jeden Mast ein waagerecht ausgerichtetes Klötzchen außen am Trassenbrett angebracht:

... verleimt für die Streckenmasten

... verleimt und zusätzlich verschraubt für die Abspannmasten.
Bei diesem Mast ist zu sehen, dass ich mit einer Unterlage der senkrechten Stellung noch etwas auf die Sprünge helfen musste.

Und ja, meine Paradestrecke ist so lang, dass ich beides eingebaut habe:

Eine Nachspannstrecke (am rechten Ende der Paradestrecke - die ersten beiden Abspannmasten sind bereits auf dem ersten Foto zu sehen)

... und einen Festpunkt (am linken Ende der Strecke).
Zwischen den Spannwerken und dem fixierten Ausleger des Festpunkts liegen zwölf Felder (vulgo "Fahrdrähte" ...).

Als nächster Teil folgt die Überspannung gebogener Gleise.

Gruß,
Rainer


Am Ende wird alles gut.
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#27 von Bernhard B , 26.06.2020 20:40

Hallo Rainer,

Gut jetzt weiß ich wo die Genauigkeit herkommt
Mit dem Backround kein Wunder

Schöne Fotos die du da lieferst und sehr gute Erklärungen dazu da kann man viel lernen

Lg Börni



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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#28 von floete100 , 27.06.2020 12:38

[quote="Bernhard B" post_id=2134486 time=1593196822 user_id=40073]
Gut jetzt weiß ich wo die Genauigkeit herkommt
Mit dem Backround kein Wunder [/quote]
Man kann halt schlecht aus seiner Haut, Börni . Hat mir aber auch sonst im Leben nicht geschadet ...

[quote="Bernhard B" post_id=2134486 time=1593196822 user_id=40073]
Schöne Fotos die du da lieferst und sehr gute Erklärungen dazu da kann man viel lernen [/quote]
Vielen lieben Dank für Dein positives Feedback, Börni. Auch in den Posts steckt ja schon ein Stück Arbeit (und Herzblut :wink drin.

Liebe Grüße,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ... Sommerfeldt-Oberleitung III: Kurven

#29 von floete100 , 27.06.2020 15:01

Das Überspannen von Kurven mit Oberleitung ist - frei nach Radio Eriwan - im Prinzip gleich wie das Überspannen einer geraden Strecke :). Die beiden grundsätzlichen Unterschiede sind:

  • Stehen die Masten an der Kurveninnenseite, haben sie immer lange Ausleger; stehen sie außen, haben sie kurze Ausleger.
  • Der Zickzack der Fahrdrähte entfällt - da die Lok der Kurve folgt, die OL aber in geraden Stücken gespannt wird, gleitet der Fahrdraht automatisch von links nach rechts über die Schleifleiste des Pantos.


Bei der großen Bahn gibt's von Regel 2 eine Ausnahme: Bei Kurvenstrecken mit riesigen Radien kann es eine Zickzackverlegung geben - aber solche Radien kommen auf der Modellbahn eher nicht vor .

Bei doppelgleisigen Strecken gilt auch in der Kurve: Die Masten stehen sich gegenüber, wo immer möglich.

Also frisch an's Werk: Montagelehre angelegt, Masten markiert und gesetzt ... Hier muss man allerdings wesentlich mehr aufpassen als auf der geraden Strecke: Setzt man die Masten zu weit auseinander, rutschen die Pantos spätestens der dritten Lok vom Fahrdraht ab Richtung Außenbogen.

Ziel muss sein, dass unmittelbar am Mast der Fahrdraht den Panto an derselben Stelle berührt wie auf gerader Strecke; und zwar außen (egal ob Außen- oder Innenbogen). Der äußerste innere Berührungspunkt Fahrdraht/Panto wird aber nicht (wie auf gerader Strecke) am nächsten Mast erreicht, sondern exakt auf halbem Weg zum nächsten Mast. Das klingt noch harmlos; das Umsetzen ist allerdings nicht ganz einfach und erfordert größte Sorgfalt, wenn aufgebügelt gefahren werden soll. Und selbst wenn ein Einmessfahrzeug wie mein Eigenbau zur Verfügung steht, kann ich nur empfehlen, Probefahrten mit allen vorhandenen E-Loks durchzuführen.

Schwieriger wird die ganze Geschichte, wenn die zu überspannende Kurve überhöht angelegt ist, wie meine Bahnhofseinfahrt:

Die Überhöhung hat zur Folge, dass sich der Pantograph zum Kurvenmittelpunkt verlagert. Der Fahrdraht muss dem natürlich angepasst werden. Das heißt für die Position der Masten:
  • Am Außengleis wandern die Masten weiter nach innen, also näher an's Gleis
  • Am Innengleis müssen die Masten ebenfalls nach innen versetzt werden, also weiter weg vom Gleis.


Das bedeutet leider nicht mehr und nicht weniger, als dass in diesem Fall die Montagelehre nicht mehr funktioniert - Ausmessen und Ausprobieren ist angesagt.

Dass es bei der Überspannung gebogener Gleise noch den "Oberleitungs-Kurventeufel" gibt, hat mir keiner verraten ...

Ich hatte meine Bahnhofseinfahrt fertig - was in meinem Fall zusätzlich zur Überhöhung dadurch verkompliziert wurde, dass ich in diesem Bereich eine weitere Nachspannstrecke eingebaut hatte. Alle Loks fuhren wunderbar durch Außen- wie Innenbogen.

Nach weniger als einer Woche kam das böse Erwachen: Alle Masten im Kurvenbereich standen schräg, und die ersten Pantos rutschten vom Fahrdraht ...

Was war passiert? Nun, die Spannkräfte der Oberleitung konnten vom Holz der Trasse nicht aufgefangen werden - sämtliche Masten neigten sich deutlich sichtbar Richtung Kurvenmittelpunkt.

Ich habe eine ganze Weile getüftelt, wie ich dieses Problem beheben konnte. So sieht meine Lösung aus:

Die Masten sind nicht mehr auf das Trassenbrett geschraubt, sondern auf einen Träger aus Stahlblech. Die richtige Höhe wird über einen Abstandsklotz eingestellt. Der Träger ist geknickt, sodass sein freies Ende Abstand zum Trassenbrett hat.

Eingezeichnet in der Skizze sind insgesamt 4 Schrauben:
  1. Sockelschraube des Masts
  2. Befestigung des Trägers unter der Trasse
  3. Schraube nur am Außenbogen - eine Holzschraube, die den Träger soweit hochzieht, dass der Mast senkrecht steht
  4. Schraube nur am Innenbogen - eine (nicht zu kleine) Maschinenschraube (M 4 oder M 5), die den Träger gegen das Trassenbrett soweit abdrückt, dass auch dieser Mast senkrecht steht.


Diese Lösung hat perfekt funktioniert: Nachdem ich die Oberleitung neu eingerichtet und gespannt hatte, habe ich die Masten mit Hilfe der Schrauben 3 und 4 einmal einjustiert - und das war's: Bis heute stehen alle Masten noch senkrecht (seit etwa 15 Jahren). Ja, auch der rechte Mast auf dem Foto oben - da hat meine Kamera glatt gelogen .

Anmerkung: Da sich bei mir in 15 Jahren die Masten nicht mehr bewegt haben, hätte ich wahrscheinlich die Blechträger auch gerade lassen können und einfach unter die Trasse schrauben. Ich würde aber trotzdem wieder diese Lösung wählen - ich habe jederzeit eine Justiermöglichkeit, und der zusätzliche Aufwand betraf eigentlich nur das Biegen des Trägers.

Und so sieht das ganze in der Praxis aus:

Man sieht - etwas unscharf - das von der Trasse leicht abstehende innere Ende des Trägers.


Außenbogen


Innenbogen
Die Schrauben sind wie in der Skizze nummeriert.

Wie auf dem ersten Bild schon zu sehen ist, führt die Bahnhofsausfahrt in einen Tunnel. An dessen Portal habe ich beidseits die Spannwerke der Nachspannung befestigt - das macht die große Bahn auch gern so; sie spart zwei Abspannmasten, denn das Tunnelportal ist ohnehin da:


Innerhalb des Tunnels habe ich jeweils da, wo sonst Masten gestanden hätten, einen senkrechten Sperrholzspant gesetzt:

An diesen kommen dann, ähnlich wie bei der Brücke, Öse und Seitenhalter für die Oberleitung.

Zur Gleiswendel hin endet die Oberleitung wieder in Holzrahmen:

Hier habe ich allerdings nur den Fahrdraht (ohne Tragseil und Hänger) weitergeführt, der auch wieder mit dem "M 2-Gewindetrick" gespannt ist. Außerdem sind die beiden Holzrahmen so hoch gesetzt, dass der Panto ausgefahren "eintreten" kann und dann eingefangen wird.

Im vierten und letzten Teil der "Sommerfeldt-Saga" werde ich über die Oberleitung im Bahnhof berichten.

Gruß,
Rainer


Am Ende wird alles gut.
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ... Sommerfeldt-Oberleitung IV: Bahnhofs-Überspannung mit Quertragwerken

#30 von floete100 , 01.07.2020 15:19

Wer einen Bahnhof mit Oberleitung versehen will, muss zunächst mal überlegen, ob er Einzelmasten und Sonderausleger verwenden will - oder Quertragwerke. Modellbahnern der Ep. V und VI ist diese Entscheidung abgenommen - die moderne Bahn baut keine Quertragwerke mehr. Meine Bahn spielt 1968 - und ich fand Quertragwerke schon immer schöner . Also war für mich die Entscheidung klar.

Sommerfeldt bietet für verschiedene Tragwerklängen unterschiedliche Turmmasthöhen an. Die Quertragwerke selbst gibt's als Bausatz. Von denen habe ich einen gekauft - er war mir zu "grob" (1 mm Draht). Deshalb habe ich alle meine Quertragwerke - insgesamt 14 Stück - aus 0,7 mm Sommerfeldt-Draht und Profi-Quertragwerkerweiterungen 166 gebaut.

Beim Bau der Quertragwerke gibt es wieder einige Dinge zu beachten. Z. B. natürlich auch hier, dass alles gespannt sein muss ... Das wirkt sich unmittelbar auf die Form der Quertragwerke aus:

Das obere "Quertragwerk" auf der Skizze wäre recht einfach zu fertigen - wird aber so in der Realität nie vorkommen: Hier könnten nur die Hänger 1 und 5 gespannt werden - die übrigen drei wären mehr oder weniger schlaff. Bei dem unteren Tragwerk dagegen sind alle Hänger gespannt - bei gleicher Aufteilung wie beim oberen.

Das Quertragwerk ist übrigens prinzipiell gleich aufgebaut wie die Fahrleitung; es hat Tragseil und Hänger. Der "Fahrdraht" ist hier allerdings das obere Richtseil; und das Tragwerk wird durch ein unteres Richtseil vervollständigt. Einen weiteren Unterschied zur Fahrleitung gibt es noch: Das Tragwerk hat zwei parallele Tragseile.

Ich hatte beschlossen, ab drei zu überspannenden Gleisen Quertragwerke zu setzen. Also ging's direkt in der Bahnhofseinfahrt los: Hier liegen Ein- und Ausfahrgleis, und parallel dazu ein E-Lok-Aufstellgleis.

Das Setzen der Masten ging hier noch recht einfach - dank Montagelehre.

Aber wie baue ich ein Quertragwerk?

Meine Lösung: Millimeterpapier :).

Ich habe für jeweils ein oder zwei Quertragwerke (je nach Größe) ein solches Blatt in 1:1 erstellt. Die ersten Quertragwerke waren noch recht klein - daher zwei auf einem Blatt. Dann habe ich die Tragseile nach der Papiervorlage gebogen, Richtseil, Hänger, Seitenhalter und Verbinder aufgefädelt. Achtung - Isolatoren nicht vergessen! Dann wurde alles Stück für Stück auf dem Papier zusammengelötet - die Flecken sind "echt" (vom Lötfett).

Die Pfeile zeigen drei Besonderheiten: Das oben genannte Lok-Aufstellgleis befindet sich natürlich in der Ebene, während Ein- und Ausfahrgleis in einer leichten Steigung liegen. Dadurch ist das Aufstellgleis tiefer als die beiden anderen Gleise - und die OL braucht zwei Stufen. Dazu wird das untere Richtseil mittels eines Jochs (grüner Pfeil) nach unten verlegt, und es ist ein zusätzliches oberes Richtseil erforderlich (roter Pfeil). Der mit dem blauen Pfeil markierte Seitenhalter befindet sich über dem Richtseil: Er führt die Fahrleitung in Richtung Abspannmast, d. h. schräg zu den Gleisen.

Und so sehen die beiden Quertragwerke aus dem Planblatt dann fertig aus:

Als Joch habe ich ein U-Profil 2 x 1 mm aus Messing verwendet. Gut zu sehen ist auch die durch den oberen Seitenhalter geführte, schräg verlaufende Leitung. Sie endet am Turmmast hinten links mit einem Radspannwerk.

Und das zweite Tragwerk vom Planblatt:


Bei Quertragwerken im Bahnhofsbereich gibt es eine Besonderheit zu beachten: Um Personengefährdung soweit möglich auszuschließen, wird das untere Richtseil über jedem Bahnsteig geerdet. D. h. das Seil wird durch zwei Isolatoren unterbrochen, und das Seilstück zwischen den Isolatoren wird mittels eines Erdungsseils mit den Tragseilen verbunden:

Der Pfeil zeigt ein solches Erdungsseil. Es sieht auf den ersten Blick aus wie ein Hänger; diese gibt es aber nur über den Gleisen (und sie enden unterhalb des oberen Richtseils). Die Isolatoren im unteren Richtseil befinden sich links vor dem Panto der E 93 und rechts über dem Dach der 38.

Tragseile und oberes Richtseil sind übrigens immer geerdet - über die Masten. Auf entsprechende Anordnung der Isolatoren ist zu achten. Diese sitzen standardmäßig auf dem unteren Richtseil (mindestens je einer zwischen Mast und jeweils erstem Gleis) und auf jedem Hänger direkt unter dem oberen Richtseil.

Nun kam die Überspannung des eigentlichen Bahnhofsbereichs mit der Weichenstraße. "Weichen" gibt's in der OL nicht: Da alles gespannt sein muss, ist jede Schienen-Weiche eine Kreuzung in der OL. Und natürlich gilt im Bahnhof wie auf der Strecke: Abspannung, bei längeren Bahnhöfen auch Nachspannung, und entsprechende Festpunkte sind einzuplanen. Bei Weichenstraßen kommt man meistens so aus, dass ein Fahrdrahtstrang zwischen zwei Turm- bzw. Abspannmasten verläuft. Dann wird die Fahrleitung am ersten Mast befestigt (Festpunkt) und am zweiten abgespannt.

Aber wo setzt man nun die Masten? Ich gebe gern zu, dass ich am Anfang dastand wie der Ochs vorm Berge. Wenn man doch einen Plan erstellen könnte, basierend auf dem Gleisbild ...

Und dann hatte ich eine Idee, wie ich ein 1:1-Gleisbild bekommen konnte: Ich habe zunächst alle Signale wieder ausgebaut. Dann habe ich den gesamten Weichenstraßen- und Bahnsteiggleisbereich mit einem weißen Papier-Partytischtuch ausgelegt:

Für Prellböcke und Weichenlaternen wurde jeweils grob ein Loch geschnitten.

Dann habe ich sämtliche Schienen mit Bleistift nachgezogen, sodass sich auf dem "Tischtuch" ein Original-Abbild der Gleisanlage ergab:

Natürlich mussten auch die "Signalkästen" mit eingezeichnet werden.

Den fertigen Plan konnte ich von der Anlage abnehmen und ihn flach auf einen Tisch legen, sodass ich dann mit Maßband und Lineal Maststandorte, Quertragwerke und Fahrdrahtverlauf planen konnte.

Die Tragwerke wurden dann jeweils auf Millimeterpapier umgesetzt.

Bei den Fahrleitungen stellte ich sehr schnell fest, dass ich an etlichen Stellen mit den Standardlängen nicht auskommen würde. Also mussten jeweils etwas längere Drähte maßgenau gekürzt werden. Es reicht dazu, an den Fahrdraht einen Haken zu biegen; die von Sommerfeldt standardmäßig eingeschweißte Verbindung zum Tragseil an beiden Enden ist entbehrlich.

Um nun wirklich maßgenau arbeiten zu können, habe ich mir eine Vorrichtung gebaut:

Auf der Platte ist ein 30 cm-Lineal aufgeschraubt, links daneben ein Stück Alu-Blech. An dessen Ende ist ein Nagel eingeschlagen; dieser befindet sich exakt 10 cm neben der "0" auf dem Lineal:

Die auf dem Übersichtsfoto unten zu erkennende Bohrungsreihe dient dem Aufsetzen der Turmmaste. In diese wurden dann jeweils die Quertragwerke eingesetzt und eingelötet. Danach wurden Maste und Quertragwerk auf die Anlage "verpflanzt".

Auf dem nächsten Foto sieht man die praktische Anwendung der Fahrdraht-Kürzung:

Ein 360 mm langes Fahrleitungsstück wird auf 345 mm verkürzt (245 mm am Lineal + 100 mm Alu ). Der Fahrdraht wird mit einem Seitenschneider so abgetrennt, dass er noch einige mm über die Alu-Kante hinausschaut; dann wird er um den Nagel herum nach hinten gebogen. Das Tragseil wird entsprechend gekürzt.

Liebe Leute, jetzt qualmt mir etwas der Kopf (Euch möglicherweise auch :)). Ich mache hier erstmal einen Schnitt und berichte über den weiteren Aufbau der OL im nächsten Teil.

Gruß,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ... Sommerfeldt-Oberleitung V: Details

#31 von floete100 , 03.07.2020 14:27

Auf dem nächsten Foto ist der Unterschied zwischen den Fahrdrahtstück-Enden gut zu sehen:

Links das originale Ende mit der geschwungenen Rückführung des Fahrdrahts zum Tragseil; und rechts das verkürzte Ende mit dem Haken am Fahrdraht. Bei beiden endet das Tragseil gerade bzw. leicht aufwärts gerichtet. Ganz links vorn ist wieder ein Erdungsseil zu erkennen.

Bei Stumpfgleisen endet natürlich auch die OL. Sofern sich nicht die Möglichkeit ergibt, sie schräg seitwärts zum nächsten Turmmast zu ziehen, ist ein Abspannmast zu setzen. Dieser Mast wird nicht mittig hinter das Gleis gestellt, sondern seitlich versetzt: Sollte ein Triebfahrzeug den Prellbock durchbrechen, reißt es nicht noch den Mast mit um.

Die beiden Isolatoren sitzen noch leicht vor dem Prellbock, gerade außer Reichweite der Pantos. Zweck dieser Anordnung ist, den stromführenden Teil der OL möglichst kurz zu halten. Weil die Isolatoren mitten in einem Fahrdrahtfeld sitzen, konnten sie nicht aufgefädelt werden. Hier hilft ein Trick: Ich habe die Isolatoren mit einer Puksäge längs eingeschnitten, aber nur bis zur Mittelbohrung. Ein so geschlitzter Isolator lässt sich dann auf Fahrdraht oder Tragseil aufklipsen. Der Sägeschnitt ist kaum zu sehen; man kann ihn auch aus der Sichtachse nach hinten drehen (wie auf meinem Foto).

Das nächste Foto zeigt die wildeste Stelle im "Drahtverhau" meiner Bahnhofs-OL.

An dieser Stelle habe ich eine Weile getüftelt: Hier kreuzen sich etliche Fahrleitungsstücke. Und es lohnt sich, zu überlegen, welche Drähte am wichtigsten sind: Deren Fahrdraht sollte ganz unten liegen; und der zweitwichtigste direkt darüber. Die Pantos akzeptieren Drahtkreuzungen klaglos, aber nur, wenn die beiden kreuzenden Drähte unmittelbar aufeianderliegen.

Wenn man nicht aufpasst, liegt evtl. ein Fahrdraht unten, der eigentlich auf dem Weg zum Turmmast ist (also zu Festpunkt oder Abspannung) und gar keinen Kontakt zum Panto haben sollte. Und der Panto verhakt sich an der nächsten Drahtkreuzung, weil er auf einen Draht wechseln muss, der zwei Drahtdicken höher liegt.

Wie bereits angesprochen, habe ich die Quertragwerke komplett in Eigenbau erstellt, weil mir die originalen zu grob erschienen. Auch in einem weiteren Punkt bin ich von der von Sommerfeldt vorgesehenen Vorgehensweise abgewichen, und zwar bei der Befestigung der Richtseile. Sommerfeldt versieht die Masten hierfür mit zwei flachen Blechstücken, die in der Mitte zum Durchführen der Richtseile durchbohrt sind. Bei der großen Bahn würde das nicht funktionieren: Da natürlich auch die Richtseile gespannt werden müssen, würde sich ein Blechstreifen durchbiegen. Die DB verwendet daher hier Winkelprofile - und so habe ich es auch gemacht:

Diese Profile hat Sommerfeldt praktischerweise im Programm (für den Bau von Sonderauslegern). Man sieht die beiden Profile mit den durchgesteckten und verlöteten Richtseilen. Links ist ein drittes Profil angeordnet, in dem das Tragseil der Fahrleitung endet - hier habe ich die einfache Abspannung eingesetzt, bei der nur der Fahrdraht gespannt wird. Bei Festpunkten habe ich entsprechend zwei Winkelprofile gesetzt, je eines für Fahrdraht und Tragseil.

Grundsätzlich zu klären ist auch die Frage: Wie geht man mit Masten auf den Bahnsteigen um? Ich hatte beim Bau der OL noch gar keine Bahnsteige. Außerdem wollte ich zum Bau der Bahnsteige Styrodur verwenden; das ist zu weich, um Sommerfeldt-Masten darauf festzuschrauben. Und ich habe drei Quertragwerke, bei denen nur einer der beiden Masten auf einem Bahnsteig steht; und zwei unterschiedlich hohe Masten an einem Tragwerk, das sieht doof aus.

Meine Lösung: Fake-Sockel ...


So sieht der normale Turmmast-Sockel aus.


Allen Masten, die auf einem Bahnsteig zu stehen kommen, habe ich einen "zweiten Sockel" verpasst.


Die Fälschung fällt gar nicht auf (und selbst die "grobe Kante" sieht man nur in der Vergrößerung).

Wenn der Verlauf des Fahrdrahts nicht so ganz passt, ein extra Streckenmast mit Ausleger oder gar Turmmast aber aufwändig erscheint, hilft oft ein Bogenabzug. Das ist ein Mast ohne Ausleger, der Fahrdraht und Tragseil leicht zur Seite zieht. Zwei Beispiele:


An der mit dem Pfeil markierten Stelle stoßen - mitten zwischen zwei Quertragwerken - ein gerades und ein gebogenes Gleis aufeinander. Der gerade Verlauf der OL wäre hier zu weit rechts gewesen. Der Bogenabzug - bestehend aus einem "V" aus dickerem Draht, einem Spannseil aus dünnem Draht und natürlich einem Isolator - sorgt für korrekten Verlauf des Fahrdrahts.


Diesen Bogenabzug (im Vordergrund) hatte ich eigentlich gar nicht geplant: Es handelt sich um eine normale Weichenüberspannung. Allerdings stellte sich heraus, dass der Panto der einen oder anderen Lok doch neben den Fahrdraht rutschte. Also Bogenabzug - problemlos auch im Nachhinein noch einzurichten. Und weil die Weiche "im Weg" ist, gibt's hier ein etwas längeres Zugseil.

Wenn es mal eng wird mit dem Setzen der Maste (wenig Platz zwischen den Gleisen), ergibt sich die Gelegenheit, noch einen "Gefahranstrich Ne 8" (auch sowas gibt's im Signalbuch der DB :)) einzusetzen:

Drei der vier Winkeleisen-Ständer dieses Masts kommen dem Lichtraumprofil sehr nahe und wurden daher weiß lackiert.

Bleibt noch ein Punkt übrig. Mein Bahnhof ist ein Kopfbahnhof. Fünf Gleise enden vor dem querliegenden Bahnhofsgebäude. Also hätte ich hier eigentlich vier Abspannmasten setzen müssen - das fünfte Gleis gehört zur Güterabfertigung und wurde ohne OL belassen. Soviel Materialaufwand wäre nicht nur mir zu viel gewesen - auch die DB hat hier eine elegantere Lösung. Und die habe ich umgesetzt.

Es werden nur zwei Abspannmasten gesetzt - wieder "achsfrei". Zwischen den beiden Masten sind zwei Richtseile gespannt; die Fahrleitungen der mittleren beiden Gleise enden an diesen Richtseilen (Festpunkt). Und die Fahrleitungen des ersten und vierten Gleises sind direkt an den beiden Masten befestigt (ebenfalls als Festpunkte).

Auch hier helfen wieder Bogenabzüge:

Die beiden End-Abspannmaste sollten natürlich nicht zu weit auseinander stehen. Sie wurden also links vom rechten und rechts vom linken Gleis, deren Fahrleitung sie halten, gesetzt. Und zwei Bogenabzüge sichern den korrekten Verlauf der Fahrdrähte.

Und zum Abschluss noch ein Foto, auf dem (fast) die gesamte OL von Bahnhof und Paradestrecke zu sehen ist:

Geschafft!

Gruß,
Rainer

Inzwischen habe ich eine Reklamation von Tante Edit bekommen: Ich hatte versäumt, etwas über Bogenabzüge zu schreiben 8). Das habe ich jetzt - in Form von drei zusätzlichen Fotos - noch eingebaut.


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#32 von Bernhard B , 03.07.2020 18:51

Hallo Rainer,

Schöne Erklärung zum setzen der Masten und auch wie du die Tragwerke gebaut hast

Du hast da eine 1A Dokumentation

Schöne Fotos und sehr gut erklärt

Lg Börni



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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#33 von floete100 , 04.07.2020 13:29

Vielen Dank, Börni ...

Du hast ja auf Deiner Anlage auch Oberleitung - moderne Bahn geht wohl kaum ohne. Ist das auch Sommerfeldt?

Gruß,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#34 von Bernhard B , 04.07.2020 17:03

Hallo Rainer,

Ja in Epoche V-VI gehts halt nicht ohne schon garnicht bei einer 2 Gleisigen Hauptstrecke
Ja ich benutze Sommerfeldt ist für mich persönlich die schönste und auch die Oberleitung die man am flexibelsten Einsetzen bzw. an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann

Lg Börni



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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#35 von KaBeEs246 , 24.07.2020 00:07

[quote="Bernhard B" post_id=2136979 time=1593795073 user_id=40073]
Schöne Erklärung zum setzen der Masten und auch wie du die Tragwerke gebaut hast

Du hast da eine 1A Dokumentation

Schöne Fotos und sehr gut erklärt
[/quote]

Hallo Rainer,

da schließe ich mich meinem Vorschreiber vollinhaltlich an. Dein Anlagenbau außerordentlich gut.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans


Meine Anlage Nettetal (Breyell): https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=155988
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#36 von floete100 , 24.07.2020 14:26

Freut mich, wenn es gefällt, Hans.

Mein Papa hat zwar immer gesagt: "Erfahrungen kann man nicht erlernen, die muss man erleiden" . Aber vielleicht kann ich das Leid des einen oder anderen Stummis mit meinem Erfahrungsbericht verringern .

Gruß,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#37 von Der Pfälzer , 24.07.2020 14:29

Grüß dich Rainer!

Habe gerade deinen kompletten Baubericht gelesen und musste ab und auch mal grinsen Hast du echt super gemacht und auch schön bebildert.
Was ich auch sehr gut finde sind deine kleinen Tipps und Erfahrungen. Auf jeden Fall bleibe ich jetzt am Ball und sage einfach: "Weiter so!"


Gruß Jürgen
Fan des geflügelten Rades


 
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#38 von floete100 , 24.07.2020 15:39

Na, das ist doch mal ne gute Nachricht, Jürgen ...

Hatte bisher eigentlich eher das Gefühl, dass nur mäßiges Interesse an meinem Bericht besteht . Und hatte deshalb eigentlich keine Fortsetzungen mehr schreiben wollen.

OK, ich schau mal. Meine Anlage ist zwar längst nicht fertig, aber Stoff für ein paar weitere Kapitel hätt ich schon.

Bitte nicht falsch verstehen: Mir geht es nicht um Lobhudelei. Aber ganz ohne Rückmeldungen oder gern auch Fragen macht das Schreiben der Beiträge nur den halben Spaß - mir zumindest.

Gruß,
Rainer


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Scheelenlok hat sich bedankt!
 
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#39 von Bernhard B , 24.07.2020 15:57

Hallo Rainer,

Zitat

Hatte bisher eigentlich eher das Gefühl, dass nur mäßiges Interesse an meinem Bericht besteht ops:. Und hatte deshalb eigentlich keine Fortsetzungen mehr schreiben wollen.

OK, ich schau mal. Meine Anlage ist zwar längst nicht fertig, aber Stoff für ein paar weitere Kapitel hätt ich schon.

Bitte nicht falsch verstehen: Mir geht es nicht um Lobhudelei. Aber ganz ohne Rückmeldungen oder gern auch Fragen macht das Schreiben der Beiträge nur den halben Spaß - mir zumindest.

Gruß,
Rainer



Also grundsätzlich denke ich ist jedes Thema Egal welche Epoche, egal welches System und wie die Anlage aufgebaut ist ein interessantes Thema 👍🏻

Ich schau schon bei so vielen Anlagen mit und schreib bei so vielen was dazu das es manchmal schwierig ist 😉

Und auch ich denk manchmal das meine Anlage niemanden interessiert, aber ich denk mir dann wenn nur einer was dazu schreibt dem es gefällt dann freu ich mich auch darüber 😉

Schließlich ist das hier nicht: WER BAUT EUROPAS BESTE MODELLBAHN!!

Und auch Kritik gehört zu so einem Forum und natürlich freut man sich über eine gewisse Resonanz...
... also nicht entmutigt sein und deine Anlage ist wirklich etwas was man herzeigen kann 👍🏻

Lg Börni



viewtopic.php?f=64&t=176151


 
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#40 von piefke53 , 24.07.2020 16:20

Zitat

Na, das ist doch mal ne gute Nachricht. Jürgen ...

Hatte bisher eigentlich eher das Gefühl, dass nur mäßiges Interesse an meinem Bericht besteht ops:. Und hatte deshalb eigentlich keine Fortsetzungen mehr schreiben wollen.

[...]




Hallo Rainer,

ich unterstelle mal ganz frech, dass es einigen Usern so ergehen wird wie mir:

Die Texte überwiegend mindestens 2 × durchlesen und geistig "sacken lassen" (oder in "freie Speicherbereiche verschieben").

Und was soll man dann nach so einer massiven Info-Dusche schreiben?

  1. Toll!
  2. Wahnsinn!
  3. Sagenhaft!
  4. Ein Meisterwerk


Und der jeweils nächste Leser schreibt den selben Text dazu ...

Das Interesse an Deinen Beiträgen siehst Du als Autor am besten an den "Daumen" und den Aufrufen des Threads.

Ich jedenfalls bin fasziniert und begistert!


Freundliche Grüße aus Niederösterreich
Fred



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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#41 von Heichtl , 25.07.2020 00:25

Hallo Rainer,

Ich verfolge deine Berichte gefühlt von Anfang an als stiller Mitleser und finde deine Arbeit klasse!
Wie mein Vorschreiber piefke53 schon schrieb, anhand der Klickzahlen kann man viel erkennen

Bitte weiterhin zahlreiche Updates!
Ich hab Lesezeichen damals gesetzt

Grüße
Matthias


M-Gleis. Es gibt viel Neues und Besseres, aber was kann Kindheitsträume ersetzen?
Vielleicht K-Gleis, iTrain4, Ecos2? => Heichtlingen


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#42 von 211064 , 25.07.2020 09:47

Hallo Rainer,

ich habe gerade deinen Thread entdeckt. Der Einstieg weckt Erinnerungen an meine eigenen Anfänge - und an Roskothen, den ich von Besuchen bei meinem Cousin kenne.
Die Anlage ist klasse. Sehr ich das auf den Fotos richtig, dass Du zwar schon Gebäude gebaut, aber noch keine Landschaft gestaltet hast? Ich freue mich jedenfalls, auf weitere Beiträge. Zum Beispiel ein Foto vom Langen Heinrich unterwegs .


Viele Grüße
Christoph

Bekennender Marzibahner

Meine kleine Segmentanlage

Außerdem:
Bü Jägerruh


 
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#43 von floete100 , 25.07.2020 14:15

Danke, Jungs. Erst mal Luft holen ...

[quote="Bernhard B" post_id=2144488 time=1595599065 user_id=40073]
Hallo Rainer,

Also grundsätzlich denke ich ist jedes Thema Egal welche Epoche, egal welches System und wie die Anlage aufgebaut ist ein interessantes Thema 👍🏻

Ich schau schon bei so vielen Anlagen mit und schreib bei so vielen was dazu das es manchmal schwierig ist 😉
....
Und auch Kritik gehört zu so einem Forum und natürlich freut man sich über eine gewisse Resonanz...
... also nicht entmutigt sein und deine Anlage ist wirklich etwas was man herzeigen kann 👍🏻

Lg Börni
[/quote]
Börni, Du warst ja sowieso bei den wenigen, die in diesem meinem Thread geantwortet haben.

Kritik sehe ich auch als Form der Rückmeldung, also positiv - es gab aber noch keine .

Bei anderen Anlagen - ich geb's zu - schau ich selbst nicht so häufig. Ich bin regelmäßig in den "unbeantworteten" wie den "aktiven Themen" unterwegs. Und hab das Gefühl, wenn ich auch noch all die wunderbaren Anlagen verfolge, kriegt meine Holde mich gar nicht mehr zu sehen. Einer von uns Stummis - hab' vergessen, wer das war - hat dazu ne tolle Signatur. Sinngemäß etwa so: Meine Frau hat gedroht, sich scheiden zu lassen, wenn ich mich weiter im Stummiforum rumtreibe. Ich werde sie vermissen .

Allerdings: Wann immer ich mal wieder einen Anlagenthread besuche, finde ich da ein reges Frage-und-Antwort-Spiel - deutlich mehr als in meinem Thread. Daher meine Einschätzung - trotz der Klick-Anzahl.

@Fred: Deine Argumentation leuchtet mir ein. Zumal ich auf die von Dir gelisteten Kommentare a - c und e gar nicht so scharf bin: Sie kämen mir übertrieben vor - Lobhudelei eben ops:. "Gefällt mir" lasse ich mir gern gefallen .

Zitat

Und was soll man dann nach so einer massiven Info-Dusche schreiben?


OK, dieser Satz von Dir sagt mir natürlich: Mann, Du bist selbst Schuld - Du erzählst soviel, dass keine Fragen mehr offen bleiben .
So hatt ich das noch gar nicht gesehen ...

@Matthias: OK, OK, ich werde weiter schreiben. "Zahlreich" kann ich allerdings nicht versprechen. Ich mache einiges neben der Eisenbahn - z. B. fliegen (RC-Helis - Blade 230S V2 und Blade 360 CFX). Und gerade verbinde ich beide Hobbies - ich habe mit einiger Mühe eine Polizei-Alouette II aufgetrieben. Dieser Hubschrauber wird das Polizeiaufgebot bei der Demo auf meinem Bahnhofsvorplatz komplettieren. Aber erst muss ich die Alouette komplettieren und vor allem bemalen .

@Christoph: Ja, Landschaft beschränkt sich bei mir bisher auf den Hintergrund ... Ich hab noch nicht so den Dreh gefunden, obwohl schon so einiges auf Halde liegt: Bäume, Büsche, auch ein RTS Greenkeeper und Grasfasern. Mal sehen.

Und ja, den Langen Heinrich kriegst Du, versprochen. Als "Anzahlung" hier schon mal einer meiner kleinsten Züge auf der Paradestrecke in Höhe der Blockstelle:

Glaskasten von Märklin und Donnerbüchsen von Roco.

Gruß,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#44 von karl-heinz 54 , 25.07.2020 21:51

Hallo Rainer,
habe mir gerade den Beitrag über Anlage angesehen. das sieht alles sehr gut aus.
welche Maße hat die Anlage, meine Anlage hätte umgerechnet in H0 4,55 x 2,15m
Gibt es einen Gleisplan? Dein Stellwerk mit der Inneneinrichtung gefällt mir auch sehr Gut.
Freue mich schon auf die Bilder deiner Lanschaftsgestaltung.

Grüße Karl-Heinz


Bergheim


 
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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#45 von floete100 , 26.07.2020 14:59

Hallo Karl-Heinz,

danke für Deinen Gegenbesuch .

Meine Anlage ist 7 m lang. Am rechten Ende ist sie 1,20 m breit; die Breite vergrößert sich auf 1,50 m im mittleren Bereich, und das linke Ende ist 2,05 m breit. In Spur Z wäre ich mit 2,77 m Länge hingekommen - das ist vom linken Ende bis zur Drehscheibe ...

Gleisplan ... gibt es natürlich. Ich hatte ihn im Startbeitrag eingestellt:

Das Biest ist allerdings lang - 70 cm. Und nur mit Bleistift erstellt. Und 28 Jahre alt - daher nicht viel zu erkennen, das ist mir schon klar.

Ich habe den Plan deshalb nochmal in mehreren Teilen fotographiert:

Das linke Ende mit der linken Gleiswendel und der Bahnhofseinfahrt. Der Pfeil zeigt auf das bereits erwähnte E-Lok-Aufstellgleis 44. Die folgenden Fotos sind jeweils überlappend aufgenommen - am oberen Bildrand sind jeweils die beiden Gleise der Paradestrecke zu sehen, die die beiden Wendeln miteinander verbindet:


Das Betriebswerk mit Drehscheibe und Lokschuppen, darunter die Weichenstraße mit den Aufstellgleisen 22 - 24 und den Lokwartegleisen 25 (rechts) und 34 (Mitte).
Gerade sehe ich eine "Ungänze": Gleis 58 ist tatsächlich ein Stumpfgleis (zur Versorgung des Kohlebansens). Gleis 57 führt allerdings durch zum scheinbar freien Stutzen an der Drehscheibe - da hat wohl das Radiergummi gewütet. Hab's im Original wieder nachgetragen.


Die restliche Weichenstraße mit dem dritten Lokwartegleis 12 (unten) und dem Güterbereich (Gleise 6 - 9, ganz oben)



Das Ende der Bahnhofsgleise ...


... und ganz am Ende die rechte Gleiswendel.

Wie Ihr seht, habe ich einen "Kombiplan" erstellt. Außer dem Gleisplan sind Form und Lage der Bahnhofsplatten A - E mit allen Spanten zu sehen, sowie die Befestigungen untereinander und auf der Anlage (rot).

Die identische Nummerierung der Gleise (1 - X) und Weichen (1 - Y) finde ich heute selbst etwas irrtierend ops:.

Für den Schattenbahnhof habe ich einen ebenfalls mit WinDigiPet erstellten Gleisplan:

Die Pfeile zeigen die Fahrtrichtung im jeweiligen SBf-Teil. Die Weichen mit den römischen Ziffern (I - VI) sind antriebslos; sie werden wegen der immer gleichen Fahrtrichtung nur stumpf befahren bzw. aufgeschnitten. Die Gleisstümpfe links und rechts schließen unmittelbar an die beiden Gleiswendeln an.

Dieser Plan ist übrigens Teil meiner herrlich nostalgischen "Automatik-Überlistungs-Zentrale". Sie ist neben der vorderen SBf-Steuerung herunterklappbar in das Fachwerk des Schattenbahnhofs integriert:

Zum Reinigen der SBf-Gleise werden zunächst alle Züge abgebaut. Dann fährt der Gleisreinigungszug. Dabei ist natürlich die SBf-Automatik hinderlich: Sie würde z. B. Gleis 4 nur mit Strom versorgen, wenn ein Zug auf Gleis 3 eingefahren ist. Daher kann ich mit den Schaltpulten alle 9 Gleise des SBf einzeln mit Fahrstrom versorgen; und mit den Stellpulten kann ich alle Weichen des SBf stellen (natürlich nur die mit den arabischen Ziffern ). So kann ich alle Gleise nacheinander mit dem Reinigungszug befahren.

Gruß,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ... Ein paar Züge

#46 von floete100 , 30.07.2020 15:24

Heute gibt's ein paar weitere Züge ...

Christoph, Du musst dich noch etwas gedulden - Gleis 1 im Schattenbahnhof, auf dem auch der Lange Heinrich eingesetzt wird, ist derzeit mit meinem Nachtschnellzug belegt, den ich bereits hier vorgestellt habe - 2x E 41 und 14 Wagen. Und diesen Zug ab- und den Heinrich aufbauen ist doch ein Stück Arbeit.

Mein Fuhrpark - einer der Punkte, die ich an Ep. III sehr schön finde - umfasst alle drei Traktionsarten, wobei die Dampfer knapp die Hälfte ausmachen. Die zweite Hälfte besteht aus Diesel- und E-Loks sowie einigen Triebwagen und natürlich meinem Schi-Stra-Bus.

Altersmäßig ist meine Triebfahrzeug-Sammlung sehr heterogen. Ich habe noch sämtliche Fahrzeuge im Einsatz, die ich jemals bekommen habe - mit zwei Ausnahmen: Die beiden Starter-Loks 3029 habe ich irgendwann ausgemistet. Die Palette reicht von meiner allerersten Lok - BR 24 (3003) von 1967 - bis hin zu modernen Soundloks (BR 39, 44, 45, 50.40, 64, E 41, V 320 - letzere allerdings von Brawa). Um die alten Schätzchen neben den neuen, ganz anders detaillierten Fahrzeugen einsetzen zu können, habe ich schon früh mit "Verschönerungsaktionen" begonnen. Außer der 24 kamen auch auch 01 (3048), 23 (3005), 81 (3031), 89 (3000), aber auch V 200 (3021) und E 63 (3001) in den Genuss mehr oder weniger umfangreicher "Superungen". Falls Ihr daran Interesse habt, kann ich auch diese Umbaumaßnahmen hier vorstellen; das würde ich aber in einem separaten Thread machen.

Aber jetzt die angekündigten Züge, wie sie typischerweise - und aktuell - auf meiner Anlage im Einsatz sind:


Wendezug mit Silberlingen 2. Klasse, 1./2. Klasse und Steuerwagen, hier geschoben von E 44 (37440)


Ein Schnellzug, wie es ihn schon in Ep. IIIa gegeben hat - BR 03 (3085) mit 8 Wagen: Abteilwagen 2. Klasse/1. Klasse (abwechselnd), am Ende ein Packwagen, alles in grün; als Farbtupfer ein roter Mitropa-Speisewagen von Schicht


Und als Kontrast ein reinrassiger Ep. IIIb-Schnellzug mit 9 Wagen: Bügelfalten-E 10 (39120) mit 1. Klasse (blau), Speisewagen (rot), 2. Klasse (grün); am Ende ein Pack- und ein Postwagen (auch grün).

Ach, und eine Frage hätt ich noch: Einige Stummies, die ihre Anlage im Forum vorstellen, ändern jeweils den Titel des Startbeitrags, wenn sie einen neuen Beitrag anhängen. Ich hätte daraus also heute machen können
"Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ... Heute: Züge".
Ich schwanke da etwas: Ist das sinnvoll - oder nur "Extra-Arbeit"? Wie seht Ihr das?

Gruß,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#47 von Bernhard B , 30.07.2020 17:10

Hallo Rainer,

Echt starker Fuhrpark 👍🏻
Schöne Züge die du uns zeigst 😊
Epoche III ist zwar nicht ganz so mein Ding aber einen Vorteil hat das ganze weil nicht alles im Einheitskleid unterwegs ist 😉
Und es ist mehr Abwechslung drin mit Dampf,Diesel und Elektro 👍🏻

Zu deiner Frage:
Ich ändere den Titel hinter dem Überbegriff schon weil es einfach Auffälliger ist 😉
Kann man machen muss man aber nicht 😁

Schönes Update Lg Börni



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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#48 von floete100 , 31.07.2020 11:08

[quote="Bernhard B" post_id=2146553 time=1596121824 user_id=40073]
Hallo Rainer,

Echt starker Fuhrpark 👍🏻
Schöne Züge die du uns zeigst 😊
Epoche III ist zwar nicht ganz so mein Ding aber einen Vorteil hat das ganze weil nicht alles im Einheitskleid unterwegs ist 😉
Und es ist mehr Abwechslung drin mit Dampf,Diesel und Elektro 👍🏻

Zu deiner Frage:
Ich ändere den Titel hinter dem Überbegriff schon weil es einfach Auffälliger ist 😉
Kann man machen muss man aber nicht 😁

Schönes Update Lg Börni
[/quote]
Hallo Börni,

stimmt, die Farben in Ep. III gefallen mir auch sehr gut. Diesel und Elektro auf einen Blick unterscheidbar . Wobei ich die heutigen Farben auch mag. Überhaupt nicht gefallen hat mir das ozeanblau/beige der Ep. IV - vor allem die V 200 fand ich darin scheußlich. Mag mit daran liegen, dass das eine meiner Lieblingsloks ist ...

Danke auch für Deine Antwort auf meine Frage.

Gruß
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ... Der Parade-Güterzug

#49 von floete100 , 03.08.2020 15:01

Heute mal ein "Übungsvideo". Mehrere Meter lange Züge eignen sich nicht wirklich für ein Foto - das war bei meinen Schnellzügen schon gut zu sehen. Und mein Paradegüterzug - der von Gleis 9 - ist noch deutlich länger. Daher habe ich ihn heute eine Runde auf meiner Anlage drehen lassen - und das per Video aufgenommen. Interessanterweise ist der Zug auf dem Startbild des Videos schon zu sehen - format- bzw. paradestreckenfüllend im Hintergrund :).

Viel Spaß beim Ansehen!



Wenn ich den Langen Heinrich wieder auf der Anlage habe (zwei Dampfloks und 30 Erzwagen, also noch länger als der Parade-Güterzug), werde ich ihn ebenfalls eine Video-Runde drehen lassen.

Gruß,
Rainer


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RE: Meine Modellbahn: Eine unendliche Geschichte ...

#50 von KaBeEs246 , 03.08.2020 23:17

Hallo Rainer,

das Video hätte ich mir gerne angesehen. Vermutlich hast du vergessen, es zu "veröffentlichen".
Epoche 3 ist altersgemäß auch meine Epoche, da hängen eben meine Jugenderinnerungen dran.
Zum Titelthema: ich passe den Titel der Beiträge an, wenn ich es nicht vergesse. Den Titel des ersten Beitrages anzupassen, darauf bin ich noch nicht gekommen.

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RE: Microanlage: Burgstein (Allgäu) - Wuppertaler Ranzfichten zum Nulltarif!
Steinach am Brenner in 1:87 - Brenner Nordrampe

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