RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#1 von Harty100 , 09.06.2020 18:40

Hi,
nach einigen Tagen mit viel Lesen kommt natürlich auch etwas Ernüchterung, keine Resignation . Spur Z finde ich mittlerweile auch reizvoll bedeutet aber wohl auch viel Bastelarbeit wenn man digitalisieren möchte ? Ich lese viel von Problemen , Kurzschlüssen etc. Märklin bietet eigene Digisets für Spur Z nicht an. Eigentlich ist mein Anliegen einfach oder auch nicht ? Was benötigt ein Anfänger für Geräte, Anschlüsse etc um eine Spur Z im Digitalbetrieb fahren zu lassen. Derzeit habe ich Platz für eine ca 125 Breite x 200 Länge Bahn. (es soll die Mondbahn werden). Einen Betrieb von 2-3 Zügen stelle ich mir schon vor.
Rechnerhardware für Software ist ein MacBook. WLAN möchte ich wenn möglich vermeiden da ich in dem Raum einen Powerlineadapter habe.
Gibt es DCC Züge für die Z-Spur oder muss jede Lok umgerüstet werden ? Die berühmten "10 Volt" sollen wenn möglich nicht überschritten werden ?


viele Grüße
Harty


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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#2 von volkerS , 09.06.2020 21:21

Hallo Harty,
Gleisanlage egal ob für digital oder analog, erst mal kein Unterschied bis auf:
1. im orginal Anschlußgleis muss bei digital der Entstörkondensator entfernt werden oder auf Anschlussgleise verzichten und Fahrspannung an Schiene anlöten.
2. bei digital benötigst du keine Halteabschnitte, sofern vorhanden einfach überbrücken.
3. Kehrschleifen, hier benötigst du bei digital spezielle Kehrschleifenmodule, vozugsweise mit Sensorgleisen zum Schutz der empfindlichen Stromabnehmer in den Loks.
Weichen entweder weiterhin analog oder über Decoder digital
Umrüsten der Loks. Fast alle Loks kann man mit Decodern umrüsten. Eine größere Anzahl mit Velmo-Austauschplatinen, Basis sind D&H-Decoder, was ohne Löten nur mit einem Schraubendreher funktioniert.
Digitalzentrale, sollte DCC können, damit kannst du alle Miniaturdecoder ansprechen. Gleisspannung auf 12V reduzieren, bei H0 sind es meist 19V.
Geht bei einigen Zentralen durch einstellen (Z/z21?) oder durch Bausteine (z.B. Hübsch), die zwischen Zentrale und Gleis geschaltet werden.
Steuerungssoftware, gibt es unzählige am Markt. Jede hat Vor- und Nachteile. Meist sind Demoversionen im Web verfügbar.
Volker


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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#3 von oligluck ( gelöscht ) , 10.06.2020 06:17

Moin,
ich weiß nicht, wo und was du liest, und auch nicht, was "Kurzschlüsse etc." sind.

Spur Z bietet gewiss einige Hürden, aber alle sind zu schaffen.
Ich selber verfüge nicht (mehr) über die nötige Feinmotorik oder gute Augen, um dort Decoder einzubauen, es ist aber prinzipiell möglich.
Wenn es dich nicht abschreckt, kein Problem: Fertiglösungen gibt es in der Tat nicht.

Im Vergleich zu Spur N oder gar H0 hast du jedoch mit extrem leichten Fahrzeugen zu tun:
wenig Gewicht bedeutet kritische Stromaufnahme.
Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der Größe wirst du die Gleise absolut perfekt verlegen dürfen:

H0 verzeiht manchen Fehler, aber Z zeigt uns dann die lange Nase.
Ich nehme an, du möchtest nicht "Carrera-Bahn" fahren, sondern so langsam, dass es originalgetreu ist?
Ein Grund mehr, die Gleise sorgsam zu verlegen.
Es gibt Moba-Kollegen, die Angst davor haben, ihre Weichen einzuschottern: es ist jedoch möglich.
Und die hässlichen Antriebe kann man entfernen (nicht zerstörungsfrei), um dann Servos zu verwenden.
Ich benötige allerdings länger für eine Weiche als in H0, logisch.

Alles andere ist eigentlich vergleichbar: eine Digitalzentrale, deren Gleisspannung einstellbar ist, reicht völlig, beispielsweise eine Lenz LZV100 oder LZV200. Die Z21 von Roco ist einstellbar, die (weiße) z21 jedoch nicht. Ich habe noch nicht ausprobiert, inwieweit ich dort die Eingangsspannung reduzieren kann.
Jedenfalls benötigst du dafür kein überteuertes Spezialgerät, also von daher im grünen Bereich!

Gebäudebausätze gibt es nicht ganz so viele wie für H0, aber eine nette Auswahl.

Computersteuerung:
ich meine, iTrain kommt ursprünglich ohnehin aus der Mac-Welt, werte das aber bitte nur als Vermutung.
Wenn bei dir Linux werkelt, wäre auch das kostenlose (Zuwendung in Form von freiwilligen Spenden erwünscht) RocRail eine Option.
Das Programm ist allerdings so mächtig, dass du einige Nächte dafür benötigst...
Bei 2-3 geplanten Zügen würde ich erwägen, ohnehin auf Computersteuerung zu verzichten. Aber bitte, fühle dich frei, es zu tun.

Reduziere gern deine 200x125cm auf die halbe Breite, wenn du nicht von allen Seiten ran kommst:
die häufig kolportierten "80cm Armlänge" sind bei der fitzelig kleinen Spur nicht mehr gültig!

Auch, wenn es dich nicht sonderlich interessieren dürfte: ich plane einmal rundrum im Arbeitszimmer mit 40cm Breite. Viel Strecke für lange Züge, Tiefe ist nicht benötigt.
Das würde in H0 1m Breite entsprechen! Aber endlich mit vernünftigen Radien.
Du bist nicht mehr darauf angewiesen, Spielzeugradien zu verwenden, wie die H0-Kollegen. Nutze diesen Vorteil!
Wo ich in H0 2m Radius benötige, reichen hier 80cm. Dann sieht ein ein Zug mit maßstäblich langen Wagen erst lecker aus

Lies' nochmal von vorne: absolut penibler Gleisbau.

Aber ab dann: viel Spaß auf deiner Reise!

Viele Grüße,
Oliver


oligluck

RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#4 von Y-Weiche , 10.06.2020 09:44

Hallo Harty,

ergänzend zu dem, was Oliver über das geringe Gewicht der Spur-Z-Fahzeuge sagt: Ich bin selbst ein Mensch, der sich sehr gerne online informiert, aber vor der Spurweitenentscheidung sollte man m.E. auf jeden Fall mal eine Anlage dieser Spur im Original gesehen und ein paar Fahrzeuge in der Hand gehabt haben. Zur Beurteilung des Unterschieds zwischen N und Z sind Youtube-Filme und auch unsere gut gemeinten Ratschläge hier m.E. nur eine erste, unzureichende Orientierung. Bilder und Videos bringen einfach nicht die ganze Haptik und Fahrdynamik rüber. Das ist dann noch mal was anderes als die "Papierform" mit den reinen Angaben zu Länge eines Wagens oder eines Größe eines Radius. Normalerweise kommt deshalb an dieser Stelle mein Rat, sich mal einen halben Tag auf einer Ausstellung oder bei einem Moba-Verein in der Nähe rumzutreiben. Ist momentan Corona-bedingt natürlich sehr schwierig. Bliebe der gute, geduldige Fachhändler, falls du einen in deiner Nähe hast... Letze Alternative: Für billig Geld auf ebay einen Gleiskringel in Z erstehen und mal schauen, ob du damit zurechtkommst (wobei aber leider die Chance groß ist, dass du als Lok eine ungepflegte, verharzte Gurke bekommst, die dir gleich jeden Spaß nimmt).

Auch wichtig ist der Hinweis mit der Zugänglichkeit (Armlänge). Vielleicht hast du schon mal eine Raum- oder Prinzipskizze, die du in deinem Planungsthread einstellen kannst? Wie gesagt kein fertiger Gleisplan, sondern eine Idee, was so ungefähr wohin soll.

Aufmunternde Grüße
Andreas


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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#5 von 8erberg , 10.06.2020 09:49

Hallo,

die Velmo-Lösungen sind eigentlich "gewichtsneutral".

Dafür das man sich eine Menge Arbeit spart und auch noch "Rückrüsten" kann sind das m.E. faire Kurse.

Peter


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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#6 von graetz , 11.06.2020 01:04

Zitat

Hallo Harty,

...

Normalerweise kommt deshalb an dieser Stelle mein Rat, sich mal einen halben Tag auf einer Ausstellung oder bei einem Moba-Verein in der Nähe rumzutreiben. Ist momentan Corona-bedingt natürlich sehr schwierig. Bliebe der gute, geduldige Fachhändler, falls du einen in deiner Nähe hast...
...
Aufmunternde Grüße
Andreas



In der Nähe von Paderborn gibt es einen sehr engagierten Z-Händler.
Der hat grade einen "Showroom" eingerichtet, wo man einige erstklassige Z-Anlagen sehen kann. Auch im Digitalbetrieb. Einfach mal nach einem Termin anfragen, spontan hinfahren geht nicht.

https://www.1zu220-shop.de/


Gruß

Andreas

http://www.andreas-graetz.de/modellbahn/


 
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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#7 von stephan_bauer , 16.06.2020 16:38

Hallo Harty,

schau doch mal im Z-Freund-International-Forum vorbei:
https://f.z-freunde-international.de/sea...d=active_topics

Dort findest Du mehr Infos.

Grüße
Stephan


http://www.opendcc.de/


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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#8 von Carsten_S , 11.12.2020 12:49

Zitat von Gast im Beitrag Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

....
Alles andere ist eigentlich vergleichbar: eine Digitalzentrale, deren Gleisspannung einstellbar ist, reicht völlig, beispielsweise eine Lenz LZV100 oder LZV200. Die Z21 von Roco ist einstellbar, die (weiße) z21 jedoch nicht. Ich habe noch nicht ausprobiert, inwieweit ich dort die Eingangsspannung reduzieren kann.
Jedenfalls benötigst du dafür kein überteuertes Spezialgerät, also von daher im grünen Bereich!

....
Viele Grüße,
Oliver



Macht es mehr Sinn zum Start gleich was von Lenz Set 101 (Zentrale mit Handregler zu kaufen, wo ich die Ausgangsspannung auch direkt auf 12 Volt einstellen kann? Oder dieses Z21-System von Roco? Das müsste doch auch mit Spur Z ud den darin verwendbaren Decodern von D&H verwendbar sein, oder?
Sorry für so viele blöde Fragen. Ich kenne mich echt noch nicht aus, suche einen Weg gut und günstig in die digitale Spur Z einzusteigen.


Grüße von der schwäbischen Alb.

Carsten

Meine Anlage ist im Bau. Fortschritt im YouTube-Kanal unter Mission Z https://youtube.com/channel/UCj6nOKB3x4bWoRnKp0SjimQ


 
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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#9 von KlausZ , 11.12.2020 13:45

Hallo Carsten,

einen wirklich günstigen Einstieg bildet die Roco/Fleischmann Multimaus mit dem dazugehörigen Verstärker.
Das Set bekommt man aus Startpackungen für deutlich weniger als 100 Euro.
Dann noch ein 12V-Steckernetzteil mit passendem Stecker.

Die Multimaus lässt sich auch an andren Zentralen verwenden, z.B. Digikeijs DR5000 oder OpenDCC.

Vom Gleisanschlusskabel den Schienenadapter abzwicken und an das Anschlußgleis klemmen. Schon kann es losgehen.

Loks kann man z.B. per Velmo-Dekoder digitalisieren, gilt für die meisten Drehgestelloks ohne Glockenankermotor, also die älteren Modelle.

Andere Loks muss man selber umbauen, oder umbauen lassen. Z.B. durch M. Bahls (http://www.michael-bahls.de/)

Klaus


 
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RE: Spur Z Digitalisierung leicht gemacht ?

#10 von E17 , 11.12.2020 17:19

Zitat

einen wirklich günstigen Einstieg bildet die Roco/Fleischmann Multimaus mit dem dazugehörigen Verstärker.
Das Set bekommt man aus Startpackungen für deutlich weniger als 100 Euro.
Dann noch ein 12V-Steckernetzteil mit passendem Stecker.



genau so habe ich damals auch angefangen,wollte nur mal den Sound der Z-lok hören und bis heute
so geblieben,teils analog oder nur digital fahren und das für damals 60€ in der Bucht.


Gruß aus dem Westerwald

Hans-Georg


Brücke von Remagen viewtopic.php?f=172&t=161548
Urmitzer Eisenbahnbrücke viewtopic.php?f=172&t=161526


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