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RE: Spannungsbegrenzung für alte Märklin-Trafos zum Schutz von Elektronikkomponenten

#26 von jkn , 26.06.2020 20:26

Guten Abend,
@vikr Das Ereignis liegt etwa 30 Jahre zurück. Mea Culpa, ich habe die sich auflösende Isolierung nicht bemerkt, da optisch in Ordnung, aber beim mechanischen Test hätte die sich bereits im Verflüssigungszustand und honigartig befindende Situation auffallen müssen.
Aber das passiert bei Materialien aus den 1960ern und bei entsprechender Ware heutiger Zeit aus Ländern, in denen der Bröselkunststoff durch Unwissen oder Murks in der Weichmachertechnologie vorprogrammiert ist.
Dann sind wir bei @volkerS und dem Fakt, dass eine doppelte Isolierung gemäß Schutzklasse2 darauf vertraut, dass die Isolierung auch isoliert.
Ja, im Endeffekt muss die Qualität des Produktes stimmen, und geplante Obsoleszenz sollte überhaupt nicht, und wenn dann doch verwendet, nur Bauteile betreffen, die weder zu Bränden noch zu anderen bösen Überraschungen führt.
Dann ist im Endeffekt der qualitativ hochwertige Alttrafo dem modernen Schaltnetzteil zumindest in der Funktionssicherheit überlegen.
Gruss
Jan
PS: Ich mag keine Kondensatoren, die bereits nach kurzer Zeit deutliche kapazitive Schwächen zeigen, das Gerät lahmlegen und ausgetauscht werden müssen. Bei Nichtbastlern ensteht durch das Versagen eines 50cent-Artikels unter Umständen ein Schaden über Hunderte von Euros, Franken, etc. Vom unnötigen Elektroschrott ganz zu schweigen.


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RE: Spannungsbegrenzung für alte Märklin-Trafos zum Schutz von Elektronikkomponenten

#27 von SAH , 26.06.2020 20:54

Moin Volker und Jan,

@Volker: Vielen Dank für die Info!
Zur VDE 0701/0702: habe ich mir fast gedacht das sowas kommt.

@Jan: durch diese Kondensatoren hatte ich im Privatbereich schon erhebliche Probleme. Das krasseste Beispielbwar ein Neugerät, welches nach 3 Wochen Betrieb durch einen solchen Kondensator regelrecht explodiert ist.
Sie Reklamation war lustig: ich hatte in dem Laden noch nie einen Mitarbeiter so schnell rennen sehen. Der musste ja das defekte Gerät im vollbesuchten Laden schnell loswerden. Ich bekam auch sehr zügig ein Ersatzgerät ( 5min).


Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: Spannungsbegrenzung für alte Märklin-Trafos zum Schutz von Elektronikkomponenten

#28 von volkerS , 26.06.2020 23:42

Hallo Stephan-Alexander,
derzeit ist ja in der VDE 0701/0702 sowohl die Prüfung nach Instandsetzung als auch die wiederkeherenden Prüfungen geregelt.
Dank EU soll das jetzt wieder aufgelöst werden in VDE0701 (Instandsetzung) und VDE0702 (wiederkehrende Prüfungen). Mit Glück haben wir den Zustand wie vor 2008 und die Grenzwerte bleiben wie gehabt. Mal sehen wieviele Nachtäge wegen Tippfehlern kommen. Habe mal 4 Seiten bekommen weil in einem Satz statt eines Punktes ein Komma im Text stand.
Volker


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RE: Spannungsbegrenzung für alte Märklin-Trafos zum Schutz von Elektronikkomponenten

#29 von Railwolf , 28.06.2020 11:06

Hallo Stephan-Alexander,

Zitat

Ich frage mich, weshalb solche ineffiziente und investiv fragwürdige Vorschläge gemacht werden?



Weil man nicht nachrechnet,und statt dessen Halbwissen kolportiert. Sonst wäre das Dummgebabbel von der erhöhten Netzspannung als Ursache der Sorgen längst vom Tisch.

235V in der Steckdose war schließlich auch schon 1970 möglich und erlaubt, weil innerhalb der 220V ±10%.

die Sache liegt wohl ähnlich wie die Erkenntnis, daß die Flöhe ihre Ohren am Hinterbein haben:
ich sagte zum Floh: "spring!" Und er sprang.
Ich riß dem Floh ein Hinterbein aus und sagte: "spring!" Und er sprang.
Ich riß ihm das andere Hinterbein auch aus und sagte: "spring!" Da er auch nach wiederholter Aufforderung nicht sprang, ist erwiesen, daß er mich nicht mehr hören konnte.
Ergo haben Flöhe die Ohren am Hinterbein.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Spannungsbegrenzung für alte Märklin-Trafos zum Schutz von Elektronikkomponenten

#30 von Martin Lutz , 01.07.2020 10:16

Zitat

PS: Ich mag keine Kondensatoren, die bereits nach kurzer Zeit deutliche kapazitive Schwächen zeigen, das Gerät lahmlegen und ausgetauscht werden müssen. Bei Nichtbastlern ensteht durch das Versagen eines 50cent-Artikels unter Umständen ein Schaden über Hunderte von Euros, Franken, etc. Vom unnötigen Elektroschrott ganz zu schweigen.

Kondensatoren gehen in der Regel schneller kaput, wenn sie zu knapp ausgelegt sind. Das geschieht in der Industrie teils ganz bewusst um die Lebensdauer zu verkürzen oder um Platz zu sparen. Klar, Kondensatorewn mit höherer Spannung sind halt grösser. Das kann bei Decoder schon massgebend sein. Da ist ein 35V Tantaltyp für den Analog Umschaltimpuls einfach zu knapp. Ein 50V Typ hat halt ein grösseres Gehäuse und deshalb nimmt man eine kürzere Lebensdauer in Kauf.


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