RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#1 von DeZochkütt , 11.07.2020 22:39

Hallo Ihr Lieben,

wie manche vielleicht schon wissen, habe ich in meiner Anlage integriert ein Silvretta-Fertiggelände von NOCH, das ich in eine Cevennen-Berglandschaft (Frankreich) umfunktioniere. Bei dem Gleisaufbau konnte ich mich erfreulicherweise an dem von NOCH zur Verfügung gestellten Gleisplan für die C-Gleise orientieren. Hier das Dokument von NOCH mit mehreren Gleisplänen unterschiedlicher Firmen und Gleise:

https://media.noch.de/filestore/2/5/0/8_...21b3f3cbc0f.pdf

Ich verwende C-Gleise von Märklin, die ECOS ESU Zentrale und das Computerprogramm Traincontroller (aktuelle Goldversion). Mein Problem: Mal abgesehen davon, dass in dem Gleisplan (siehe Link zum Dokument, dort der Gleisplan für Märklin C-Gleise, achte Seite unten - Dokument ist leider nicht mit Seitenzahlen versehen) noch auf "alte" Märklin-Signale verwiesen wird bzw. die benannt sind (was aber hier unerheblich ist), sind dort Markierungen bzw. Positionierungen für Mittelleiterisolierungen und Mittelleiterversorgungen und Signale aufgeführt, wie man sie offenbar vornehmen soll, wenn man einen Analogfahrbetrieb hat. Oder ist das doch digital??? Ich frage mich, was ich machen muss, wenn ich das, was da dargestellt und beabsichtigt ist (ein offenbar halbwegs automatisierter Fahrbetrieb mit vier Signalen im Bahnhofsbereich (unterste Ebene) und einem Signal beim Abstellgleis (höhere Ebene) bei mir unter meinen technischen Bedingungen bzw. meinen Möglichkeiten (Belegtmelder, Blöcke oder was auch immer) umsetzen soll/will. Ich habe leider noch nicht einmal das Schema im Gleisplan richtig verstanden. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht recht verstehe, wie sich die dort eingezeichneten vorzunehmenden Mittelleiterisolierungen zu den Mittelleiteranschlüssen verhalten. Die Kontakte zwischen rechter und linker Schiene werden da offenbar gar nicht getrennt, wie das hingegen im digitalen Bereich bei allen Gleisen eines Blocks, wo mit Belegt-Rückmeldern gearbeitet wird, vorgenommen wird, den ja die Räder des Rollmaterials wieder herstellen. Da wird nicht etwa nur der Mittelleiter isoliert. Was kann oder müsste ich machen, um entsprechend dem Plan das digital umzusetzen, was da gewollt ist? wo wären dann die Blöcke mit den Belegtmeldern zu positionieren? Geht das überhaupt auf den kurzen Strecken bzw. macht das Sinn? Oder kann ich bzw. muss ich da andere Möglichkeiten oder Lösungen nutzen als Blöcke mit Rückmeldern? Vielleicht kann einer weiterhelfen oder stand selbst mal vor einer ähnlichen Aufgabe und hatte den Lösungsweg dann gefunden.

Herzliche Grüße, Gerhard aus Köln


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RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#2 von vikr , 12.07.2020 01:27

Hallo Gerhard,

Zitat

Das liegt vor allem daran, dass ich nicht recht verstehe, wie sich die dort eingezeichneten vorzunehmenden Mittelleiterisolierungen zu den Mittelleiteranschlüssen verhalten. Die Kontakte zwischen rechter und linker Schiene werden da offenbar gar nicht getrennt, wie das hingegen im digitalen Bereich bei allen Gleisen eines Blocks, wo mit Belegt-Rückmeldern gearbeitet wird, vorgenommen wird, den ja die Räder des Rollmaterials wieder herstellen. Da wird nicht etwa nur der Mittelleiter isoliert. Was kann oder müsste ich machen, ....



viele Wege führen....

Bei Märklin C-Gleisen (und K-Gleisen) ist es einfach und verbreitet Massemelder über die Achsen zur Belegtmeldung zu nutzen und über diese Meldungen auch einen ggf. gewünschten automatischen Betrieb abzuwickeln.

Im Zweileitersystem werden statt dessen meist Stromfühler verwendet bei denen ein Abschnitt besetzt ist, wenn mind. ein stromverbrauchendes Fahrzeug auf den Schienen steht. Diese Möglichkeit war bei M-Gleisen auch weit verbreitet, weil man für Kontaktabschnitte über Massemelder teurere Spezialschienen benötigte.
Das funktioniert naturlich auch mit dem C-Gleis. Dann werden die Blöcke durch Isolieren der Mittelleiter abgegrenzt. Du benötigst dann aber für Deine ECoS auch passende Stromfühlermodule, statt der etwas einfacheren Massemeldemodule.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, z.B. Reedkontakte oder Schaltgleise und vieles mehr zum Auslösen der Meldungen. Die Märklin-C-Schaltgleise sind aber berüchtigt für ihre geringe Zuverlässigkeit.

Eine weitere Frage ist, was eine solche Meldung bewirken soll? Soll der Strom weggenommen werden damit die Lok einfach stehen bleibt? Oder sollen die Zuge vor einem roten Signal erstmal sanft bremsen?

Da Du TC hast, erwartest Du vermutlich letzteres. Dann muss TC aber immer wissen, welches Triebfahrzeug es gerade genau ab einem bestimmten Rückmelder bremsen soll. Das kann TC aber nur erkennen ("verfolgen") , wenn alle Gleisabschnitte permanent durch Melder überwacht werden und Du TC zum Anlagenstart explizit sagst welches Triebfahrzeug sich wo und in welcher Aufgleisrichtung befindet und wie lang der Zug genau ist.

MfG

vik


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RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#3 von DeZochkütt , 12.07.2020 10:19

Lieber Vik,

ganz lieben Dank für deine Überlegungen und erläuternden Hinweise. In der Tat müsste ich schauen, ob da Reedkontakte, Schaltgleise oder Rückmelder am ehesten sinnvoll sind. Zum sanften Abbremsen wären sicher Rückmelder in Verbindung mit dem TrainController-Programm am sinnvollsten. Problem: Ich habe die Systematik bzw. Absicht der Struktur, wie sie auf dem Link des Gleisplans auf Seite 8 (siehe mein Beitrag) der Firma NOCH vorgeschlagen sind, nicht wirklich verstanden. ich weiß nicht, was dort die vorgenommenen Isolierungen und Zuspeisungen und Signale konkret auslösen/auslösen sollen. NOCH konnte mir da mit einem Äquivalent für die digitale Struktur nicht aushelfen - haben sie nicht im Bestand bzw. erarbeitet und archiviert. Auf Youtube-vids habe ich versucht, die Funktion oder Leistung dieser Maßnahmen nachzuvollziehen. Aber in den verschiedensten Videos der Silvretta-Anlage, wie in diesem hier,

https://www.youtube.com/watch?v=ISKk555hF74&t=10s

sieht man praktisch nie anhaltende Züge, wo der eine dem andern Vorfahrt gewährt etc. und dadurch ein gewisser automatisierter oder zumindest abwechslungsreicher Fahrbetrieb zu sehen wäre, sondern meist nur zwei Züge, die auf den beiden äußeren Kreisen permanent in entgegengesetzte Richtung fahren und einen, der die Bergstrecke immer wieder rauf und runter fährt. Ein weiterer Zug steht steht in diesem Videobeispiel hier auf dem mittleren Bahnhofsgleis, aber bewegt sich nie. Dafür braucht man dann aber keine Gleisisolierungen, -zuspeisungen und Signale. Diesen schlichten Fahrbetrieb kann man auch ohne dem machen. Aber NOCH wird sich ja bei dem Gleisplan etwas gedacht haben und vermutlich nutzen das auch diejenigen, die dem Plan gemäß alles aufgebaut haben. Nur in den Videos sieht man dafür leider keine Beispiele. Weiterhelfen könnte mir vielleicht jemand, der sich den Plan mal an der betreffenden Stelle anschaut und erklärt, was das konkret bewirken soll oder der selbst stolzer Besitzer eines solchen Silvretta-Fertiggeländes ist und sich an den empfohlenen bzw, zugrundegelegten Gleisplan gehalten hat. Ich werde wohl so verfahren müssen, dass ich die Anordnung der Signale als Orientierungspunkte nehme (sie sind sowohl im Plan eingezeichnet, als auch hier im video zu sehen) und vor ihnen Blöcke mit Rückmeldern errichte. Das ist allerdings schwierig, weil vor den Signalen teils auch Weichen sind und die sollten oder können nicht Bestandteil eines Blocks sein. Ein Block kann nach meinem Wissen eigentlich nur immer zwischen zwei Weichen oder auf freier Strecke sein. Oder weißt Du da Näheres, bzw. wie das dann zu lösen wäre?

Herzliche Grüße, Gerhard


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RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#4 von vikr , 12.07.2020 13:27

Hallo Gerhard,

Zitat

Ich habe die Systematik bzw. Absicht der Struktur, wie sie auf dem Link des Gleisplans auf Seite 8 (siehe mein Beitrag) der Firma NOCH vorgeschlagen sind, nicht wirklich verstanden. ich weiß nicht, was dort die vorgenommenen Isolierungen und Zuspeisungen und Signale konkret auslösen/auslösen sollen.



Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=ISKk555hF74&t=10s
sieht man ...
meist nur zwei Züge, die auf den beiden äußeren Kreisen permanent in entgegengesetzte Richtung fahren und einen, der die Bergstrecke immer wieder rauf und runter fährt. Ein weiterer Zug steht steht in diesem Videobeispiel hier auf dem mittleren Bahnhofsgleis, aber bewegt sich nie. Dafür braucht man dann aber keine Gleisisolierungen, -zuspeisungen und Signale. Diesen schlichten Fahrbetrieb kann man auch ohne dem machen.


da hast Du recht, dafür benötigt man keinerlei Rückmelder, die Signale schalten.

Zitat

Aber NOCH wird sich ja bei dem Gleisplan etwas gedacht haben ...
Weiterhelfen könnte mir vielleicht jemand, der sich den Plan mal an der betreffenden Stelle anschaut und erklärt, was das konkret bewirken soll oder der selbst stolzer Besitzer eines solchen Silvretta-Fertiggeländes ist und sich an den empfohlenen bzw, zugrundegelegten Gleisplan gehalten hat.


vermutlich haben sie bei NOCH schon die eine oder andere Automatik konzipiert, aber ob ein so bestimmtes und ausgearbeitetes Konzept existierte, wage ich zu bezweifeln. Die Idee ist ja immer die Phantasie der Käufer zu beflügeln, d.h. einen Traum zu verkaufen und da stören Details nur.

Zitat

Ich werde wohl so verfahren müssen, dass ich die Anordnung der Signale als Orientierungspunkte nehme (sie sind sowohl im Plan eingezeichnet, als auch hier im video zu sehen) und vor ihnen Blöcke mit Rückmeldern errichte...


Wenn Du aus bestimmten Gründen eine Anlage wiedererstehen lassen willst, die historisch mal genau so gelaufen ist, dann macht Deine Vorgehensweise Sinn das so aufzuarbeiten. Im nächsten Schritt prüfst Du, wie sich der Ablauf mit heutigen Mitteln und TC so nachbilden läßt.

Wenn Du mit dieser Anlage aber einfach irgendeinen - Deinen eigenen - möglichst abwechslungsreichen Betrieb auf dem vorhandenen Layout erstehen lassen willst wurde ich nicht so vorgehen.

Zitat
Oder weißt Du da Näheres, bzw. wie das dann zu lösen wäre?


Ich wurde mit Freunden diskutieren, welche Züge wann von wo nach wo fahren könnten. Dann würde ich einen groben Fahrplan mache und mit Hilfe der Freunde alle Züge tatsächlich mal so fahren lassen. Optimal hat jeder Zug eine Person (Lokführer) mit eigenem Regler.
Darüber hinaus gibt es eine Person (Fahrdienstleiter) , die Signale und Fahrtwege steuert.

Ich gehe davon aus,dass Du spätestens jetzt den Gleisplan mit allen Signale und Weichen in TC reprasentiert hast und auch aus dem Gleisplan schalten kannst.

Den ganzen Ablauf immer wieder durchspielen und optimieren. Wenn es gefällt den gesamten Ablauf ("Gesamttagesfahrplan") dokumentieren und sehen wie das Schalten von Signalen und Fahrtwegen durch geschickt plazierte Rückmelder automatisiert erfolgen kann, so dass alle Aufgaben des Fahrdienstleiters von der Automatik übernommen werden, insbesondere auch dad Absichern der Fahrtwege. Erst im letzten Schritt wird in einem iterativen Prozess nach und nach auch das Fahren, Bremsen und Anhalten der einzelnen Züge der Automatik (bei Dir TC) übertragen.

MfG

vik


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RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#5 von DeZochkütt , 12.07.2020 15:14

Lieben Dank, Vik!
Da hast Du Recht. Man muss es nicht zwingend genau nach dem Schema machen, wie es mal konzipiert oder angedacht war. ich baue die Landschaft selbst ja ohnehin auch um - warum also nicht auch Fahrverläufe ändern (Gleise geht freilich nicht - das liegt ja fest). Dieses Fertiggelände ist auch nur ein Element auf meiner Anlage, wenn auch eins, das mir sehr am Herzen liegt.

Ich werde mir das in der Tat überlegen, welche Züge da fahren sollen mit welchen Zielen etc. und das dann so, wie Du vorgeschlagen hast , mit Freunden beraten. Spielen müssen die gar nicht unbedingt. Dafür gibt es ja das Simulationsprogramm im TrainController. Und da gibt es besonders einen - einen neuen Modelleisenbahnfreund, mit dem ich diesbezüglich zur Zeit im Austausch bin. Das ist eine gute Anregung von Dir. Mit ihm kann ich sogar die Gleispläne und Fahrtwege hin und herschicken per Mail. Da ich gerade beim Einrichten der Blöcke auf der Gesamtanlage bin, wollte ich das halt klären, wie ich damit umgehe. Ganz lieben Dank für dein Ohr, dein Hineindenken und deinen Rat!

Herzliche Grüße, Gerhard


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RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#6 von LPW ( gelöscht ) , 12.07.2020 16:33

Hallo Gerhard,

Zitat

https://media.noch.de/filestore/2/5/0/8_...21b3f3cbc0f.pdf

[...] Mein Problem: [...], sind dort Markierungen bzw. Positionierungen für Mittelleiterisolierungen und Mittelleiterversorgungen und Signale aufgeführt, wie man sie offenbar vornehmen soll, wenn man einen Analogfahrbetrieb hat.


ja, klar. Wie lange mag "Silvretta" schon auf dem Markt sein? 30, 40 oder 50 Jahre? In diesen Zeiten war Automation Thema für wenige Spezialisten. Die Großserienhersteller boten allenfalls die Ausrüstung für eine Blocksicherung mit ihren Form- und Lichtsignalen an - und das war recht teuer, wenn man neben den Signalen noch Relaismodule brauchte.

Interessanterweise fehlt das Roco Line-Gleissystem, während Geo Line ausgearbeitet wurde, so daß Deine Version der Anleitung vermutlich aus der Zeit bis 2010 stammt, weil Roco Line wegen der Roco-Turbulenzen seinerzeit nicht auf dem Markt war.


Zitat

Oder ist das doch digital???


Dazu fehlt es wohl selbst für den TrainController u.ä. an hinreichender Rückmeldung.

Zitat

Ich frage mich, was ich machen muss, wenn ich das, was da dargestellt und beabsichtigt ist (ein offenbar halbwegs automatisierter Fahrbetrieb mit vier Signalen im Bahnhofsbereich (unterste Ebene) und einem Signal beim Abstellgleis (höhere Ebene) [...]


... gewagte Vermutung. Vorgestellt war äußerstenfalls ein manueller Fahrbetrieb mit mehreren Stromkreisen. Soweit ich weiß, konnte man überhaupt erst mit der Digitalausrüstung von Märklin in der ersten Generation durch das Memory-Modul und die S88-Rückmelder etwas breiter automatisieren, ohne selbst Schaltungen konzipieren zu müssen. Wer sowas wollte, mußte es sozusagen können und erwartete in dieser Zeit zweckdienliche Hinweise dazu ganz sicher nicht von einem Spezialanbieter für Landschaftsgestaltung.

Bis in die 1980er Jahre wurde Systemspielzeug in dieser Größenordnung nicht "nach Vorlage" zusammengebaut. Und später dann hätte Fa. Noch vor der Frage gestanden, für welches System eine Automation denn vorgeschlagen werden soll.

Mit freundlichen Grüßen
LPW


LPW

RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#7 von DeZochkütt , 12.07.2020 18:14

Lieber LPW,

das sind überzeugende Antworten. Aber natürlich muss ich das für mich ganz praktisch jetzt lösen. Ich werde nicht drum herum kommen, als in etwa so vorzugehen, wie es Vik angeregt hat und ich es ja dann auch im Austausch mit Vertrauten machen werde. Apropos "Vertraute" - Du hast hier schon auf einige meiner Beiträge und Fragen im Forum geantwortet und begleitest mich wie ein weiser, erfahrener Ratgeber und Gedankenanreger - wie ein Schatten im besten Sinne. Dafür möchte ich Dir hier mal herzlich danken!

Liebe Grüße, Gerhard aus Köln


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RE: C-Gleis Silvretta-Landschaft analog - wie digital umzusetzen (Blöcke, Belegtmelder etc.)?

#8 von Quox , 12.07.2020 23:48

HAllo
ich habe eine ähnliche Groß- Fertiganlage der Fa NOCH , und fahre ebenfalls Digital und mit TrainController. https://www.youtube.com/watch?v=xCt4vKWrLEo
Deine Anlage ist eine 2 gleisige Haupt stecke im Kreis und eine eingleisige Nebenstrecke den Berg hoch. Die Konzeption ist von Noch einfach auf einen kreuzungsfreien Fahrbetrieb von 3 Loks ausgelegt. Hinzu 3 Abstellgleise. Im Bahnhof ein Wartegleis da kann man die Zuggarnitur wechseln.
NOCH wollte wahrscheinlich das da viel "Aktion " auf der Platte haben. Das war früher gefragt und auch heute zeitweise auch beliebt. einfach mal davor sitzen und aus allen Tunnellöchern kommt plötzlich ein Zug raus.
Das kann aber auch langweilig werden. Automatische Zugwechsel , zB aus einen Schattenbahhof, Pendelzugverkehr ( automatisch oder manuell) ist da heute zusätzlich gewünscht. Halt eben abwechslungsreich.
Da ja deine Silvretta Bestandteil einer größeren Anlage werden soll kann man noch einiges optimieren.
Das habe ich übrigens auch gemacht. https://www.youtube.com/watch?v=OkhMQRpD45c&t=143s
Toll wenn Züge z B unten umgedreht werden und in Gegenrichtung erscheinen, oder verschwinden und ein anderer erscheint. etc.

Zu deiner Frage: Die ganze Anlage mit Dauer kontakten ausrüsten https://www.youtube.com/watch?v=FBhg45QtpW4 mindestens 4 Blöcke in den 2 Hauptkreisen und 3 in den Nebengleisen. Möglichst von Weiche zu Weiche und so lang der Dauer- Kontakt Block wie der längste Zug.
EIn Block in jedem Abstellgleis und dem BAhnhofs - Umfahrungsgleis.
Ein dünnes Käbelchen ( grau) dran löten, Kontakt gegen Masse , s 88 ( bei mir billig gebraucht ) an die ECOS hängen.
Ideal die Anlage so überwachen. Bei sehr langen Strecken ohne Weichen kann man sich ein Stück sparen. Auch winzige kurze stücke bei weichen die aneinander folgen (Weichenstraßen) ist kein Auftrennen notwendig. ( kein Block)

Das war es . Diese Arbeit ist aber unbedingt wichtig um mit TrainController ( oder einer anderen Software) zu steuern.
Signale alles erst mal vergessen. Die werden später einfach in der Software dazu geschaltet. Die ganze Logik kommt nur über die Signale von TC über die ECOS in die Lok und als Rückmeldung durch den Masseschluss der Räder im Block zurück an TC. Signale werde später einfach wo man will aufgestellt, an Dekoder angeschlossen und bekommen dann von der Software passend gesagt wann sie "winken" oder "blicken" sollen, beeinflussen selbst nicht . ( und ist deswegen billiger)
Mittelleiter habe ich eigentlich keine isoliert. Lediglich in einem Block habe ich eine Strömfühler Lösung mit ESU Detrktor (teuer) ausprobiert. geht auch . dafür muß man ein bei einem Block über über mehrere Gleise die Mittelleiter absolieren , vorne und hinten. eine Brückentrennung des C- Gleises unten kann man sich sparen. ABER !!! : Aber das ist alles viel , viel , viel teuer. Die Trennung gegen Masse wie in meinem Video beschrieben ist fast kein Aufwand und kostet ( fast ) nichts. Und sicher ist sie obendrein. Paar billige Märklin s 88 dran und fertig. Märklin hat neue raus gebracht , da werden die alten verschleudert am Gebrauchtmarkt. Und je mehr Blöcke um so besser. Innerlich wehrt man sich die Gleise "kaputt " zu machen aber eigentlich werden sie "veredelt". K- Gleis ist von Hause aus getrennt und MÄrklin empfiehlt ja selbst sich c- Kontaktgleise durch die Trennung unten selbst zu bauen. Also mutig mit dem Dehmel ran.
Den Gleisplan mit den Blöcken in der ECOS einrichten ( zuordnen) dann den Gleisplan in TC übernehmen und fertig ist die Automatisierung der Silvretta Anlage. Das würde ich an einem Wochenende erledigen.

Viel Spass und los.

Peter


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#9 von vikr , 13.07.2020 01:05

Hallo Gerhard,

Zitat

Ich werde mir das in der Tat überlegen, welche Züge da fahren sollen mit welchen Zielen etc. und das dann so, wie Du vorgeschlagen hast , mit Freunden beraten. Spielen müssen die gar nicht unbedingt. Dafür gibt es ja das Simulationsprogramm im TrainController.


ich möchte ein wenig davor warnen der Simulation von TC zuviel Verantwortung bei der Planung Deiner Abläufe aufzubürden.
Ich meine wirklich Du solltest genau das physisch per Handsteuerung vorspielen, was Du später routinemäßig dem Programm überlassen willst, d.h. die Rückmeldung von Hand auslösen, wenn der Zug über die Stelle fährt, an der später der Rückmeldekontakt ein bestimmtes Verhalten (z.B. Einleitung des Bremsvorgangs oder Starten einer Zugfahrt) initiieren soll und dann auch diese Bremsung von Hand durchführen usw.
Die Simulation kann helfen logische Fehler in Deiner Programmierung zu vermeiden, sie "weiß" aber nur sehr Ungefähres über das reale Verhalten zur Laufzeit Deiner Modellzüge.

MfG

vik


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#10 von DeZochkütt , 13.07.2020 06:40

Hallo Vik,

so war das mit der Simulation des Traincontrollers gar nicht unbedingt gemeint. Der würde ich selbst auch nicht blindlings vertrauen. Wie lang die Blöcke faktisch sind und welche konkreten Probleme sich bieten, weiß man nur durch die Ansicht der realen Gleisverläufe. Aber es geht mir da um das Ausprobieren von Fahrwegen - mehr im Sinne von Gedankenspielen. Wenn man dann bestimmte Fahrwegideen hat und in der Simulation ausprobiert hat, kann man sie überprüfen, ob sie real überhaupt umsetzbar sind. Das ist für mich von der Vorgehensweise her gesehen, sehr hilfreich und weniger aufwendig. Dem Traincontroller oder PC gebe ich damit keineswegs die "Führung" in die Hand - jedenfalls nicht in dem Stadium. Und in der Tat probiere ich die Dinge real aus. Ich gehe nur umgekehrt vor, wenn Du so willst. Beide Ansätze sind möglich. Das eine geht ja gar nicht ohne dem Anderen. Aber da ist so viel Gechnörkel auf dem Gleisplan (und auch die von mir ergänzte Umgebung bzw. Integration), dass das Gleisbild bzw. Stellwerkbild auf dem Traincontroller eine Übersichtshilfe ist und durch Simulationsversuche Orientierung gibt. Die Freunde und meine Augen werden durch den Traincontroller aber nicht überflüssig - im Gegenteil - sie müssen das auf Realitätstauglichkeit prüfen.

Herzliche Grüße, Gerhard


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#11 von Quox , 14.07.2020 01:09

Gerhard , genau so ist es. Ich habe schon von TC Fahrwege geschaltet bekommen die kannte ich so gar nicht. Umgekehrt wurde auch durch die Software sichergestellt das eine E - lok nicht in einen Gleisabschnitt fährt die keine Oberleitung hat. Da stand ich davor und fragte mich warum die das zum "Verrecken" nicht macht. Bis ich mir dann an den Kopf gegriffen habe das ich das ja in der Software ausgeschlossen habe . Ich fahre nämlich mit echtem Kontakt an der Oberleitung. Auch auf der Nebenstrecke dürfen bestimmt große Loks nicht fahren w g den Gleisradien. Da bin ich froh das die Software da mitdenkt.
Die Anzahl an Unfällen und Problemen hat sich gewaltig reduziert. Kommt eigentlich nur vor wenn ich meine mal es wieder manuell ( nicht abgesichert) zu versuchen. Schon habe ich irgend eine Weiche nicht beachtet.
Am liebsten fajhre ich mit den Tastern die ich an fast allen Blöcken habe. Dann ist immer alles gesichert.
Da klackert es fröhlich in den Weichen ( antrieben) und alles funktioniert sicher.

Den Simulator habe ich bei TC eigentlich fast nicht benutzt. Teste lieber real Live. Einzig Flankenfahrten mit überlangen Zügen muß man beachten , aber da habe ich nur einen einzigen und dafür hab ich dann die Macro Funktion genutzt und sperre zeitweise die einmündenden Strecken.
UNd manchmal sitze ich eindfach dafür und lasse einen kompletten Fahrplan von 6:00 morgens für ein paar Bahn - zeit- Stunden durchlaufen-
Die totale Entspannung. Kaufe mir auch immer mehr neue Züge die absolut ruhig laufen . Einfach toll wenn das da ruhig läuft , den Sound schalte ich dann höchstens mal bei der ESU lok an. : ) So mach Hobby Spass und ich hätte mir vor vielen JAhren nicht erträumt das ich das mal selbst realisieren könnte.
Grüße
peter


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