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RE: Umbau des Teakholz-Speisewagens Trix 3373 /3773 auf KK-Kinematik von Symoba

#1 von Florian Schmidt , 13.09.2020 10:56

Hier geht es um den Umbau des Teakholz-Speisewagens 3373 (Express) bzw. 3773 (International) von Trix. Beide Varianten unterscheiden sich durch andere Kupplungen und Radsätze. Für den Umbau ist die Variante aber egal: die Originalkupplungen werden eh entfernt, und die TE-Achsen lassen sich dank Tomschke preiswert ersetzen.

Der Wagen erschien etwa 1964 bei Trix unter Ade-Regie in einer Serie mit einem Sitzwagen und einem Gepäckwagen. Die Formen blieben auch nach Ades Abgang weiter bei Trix. Der Gepäckwagen tauchte später in überarbeiteter Form mit Kurzkupplung wieder im Programm auch, die beiden anderen dagegen nicht mehr.

Den Speisewagen habe ich als Ergänzung für meine DRG-Schnellzüge ins Auge gefaßt, jedoch fällt ein einzelner Wagen mit klassischen Bügelkupplungen in einem ansonsten kurzgekuppelten Zugverband negativ auf.

Im H0-Forum hatte ich dazu eine Anfrage gestartet: viewtopic.php?p=2155031#p2155031

Ich bekam von [user]Thilo[/user] einen Hinweis auf seinen Wagen, den der Vorbesitzer mit Nachrüstkulissen 6574 von Fleischmann umgebaut hatte. Nachdem ich mir den passenden Spenderwagen besorgen konnte, ging der Umbau los. Verwendet habe ich die Kinematik 111 und Schächte 107 von Symoba.

Wegen der angespritzten Teile am Wagenboden (Trittstufen, Sprechwerke) ist dieser Umbau kein "Spaziergang". Der Umbau begann mit der Demontage des Wagens. Das Dach wird von Rastnasten an den Wagenköpfen gehalten, der Wagenkasten ist auf dem Chassis eingerastet. Bereits beim Zerlegen ist ständig auf die filigranenen angespritzten Teile am Wagenboden zu achten. Auf den folgenden Bildern sehen wir den Wagenboden im Urzustand während der Demontage sowie Drehgestellträger und bewegliche Pufferbohle nach dem Ausbau. Die bewegliche Pufferbohle ist nicht zuletzt den wuchtigen TE-Kupplungen geschuldet.



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Nächster Schritt: es wird Platz für die Kinematik 111 von Symoba geschaffen. Auf den Bildern sieht man, welche Stege entfernt werden müssen. Die hintere „Rundung“ bleibt erhalten! Sie dient der Führung des Drehgestellträgers. Diesen habe ich bis zum Führungszapfen (er bleibt erhalten) gekürzt, die Trennstelle dann sauber bearbeitet. Wegen der kurzen Puffer und Faltenbälge rückt die Kinematik bei diesem Wagen weit nach hinten. Die Pufferbohle wurde bis zum Führungszapfen (dient zur Positionierung und bleibt deshalb stehen) gekürzt und dann in alter Position nun fest am Wagenboden verklebt.

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Zunächst wurde eine Aussparung in die Drehgestelle für den Zapfen der Kinematik und den Schacht gefeilt, das hat jedoch nicht funktioniert. Daher wurden beide Drehgestelle auf der Außenseite komplett ausgeschnitten. Selbst dann mußte aber der die Halterung des Schachtes noch auf beiden Seiten schmäler gefeilt werden. Um das Drehgestellblenden nach Entfernung des Querträgers zu stabilisieren, habe ich eine Halteklammer aus Draht angefertigt und in dafür gebohrte Löcher (ca. 0,5 mm) an den vorderen Enden der Blenden gesteckt und verklebt.

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Die Kinematik wurde auf die Unterseite der Inneneinrichtung geklebt. Auf dem ersten Bild sieht man den Hohlraum zwischen Wagenboden und Einrichtung. Darin läßt sich die Kinematik gut „versenken“, damit sie sich nicht mit den Spurkränzen in die Quere kommt. Auf dem zweiten Bild ist die Kinematik eingebaut und auf die schmäler gefeilte Halterung des Kupplungsschachtes 107 zu sehen.

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Technisch war der Wagen nun soweit umgebaut und wurde im R1-Gegenbogen getestet. Diese Tests bestand er mit Bravour.

Allerdings ging der Umbau dann noch weiter – die weiße Inneneinrichtung wurde farblich verfeinert und mit Figuren bestückt. Erst danach erfolgte die Endmontage.

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Schließlich erfolgte die Endmontage des Wagens. Er lief bisher im Verbund mit Wagen der Gruppe 28 von Liliput-Wien und den bayerischen Schnellzugwagen von Märklin / Trix einwandfrei.

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Gruß
Florian


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Florian Schmidt
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