RE: Wie kostengünstig CVs größer 80 programmieren?

#26 von TobiBS , 17.10.2020 00:53

Zitat

Ich lese immer MS 2, ich halte nicht viel von dem Plastikgedönsdingens. Keine ordentliche Haptik, keine Wertigkeit.

Wie wärs denn mit einer IB 1 ? Da hast Du wenigstens 2 Drehregler und eine ordentliche Haptik und die sieht wenigstens nach was aus


Geht ja in eine ähnliche Richtung wie meine Überlegung mit der TAMS MC. Das lustige ist: Die Intellibox kenne ich schon von vor 20 Jahren, hätte ich die damals mal gleich gekauft, statt der 6021.

Nun ich schlafe noch mal drüber und dann treffe ich eine Entscheidung auch im Hinblick darauf, was ich so weiter plane.


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RE: Wie kostengünstig CVs größer 80 programmieren?

#27 von Railwolf , 31.10.2020 21:19

Hallo Tobi,

nun hast du ein paarmal drüber geschlafen.

Von der IB 1 würde ich abraten. Das Ding ist urururalt (es stammt aus dem vorigen Jahrhundert) und wird seit Jahren nicht mehr hergestellt; selbst das 2009 eingeführte Nachfolgemodell ist schon ein Senior auf dem Markt. Das mußt du dir nicht antun.
Dazu kommt: wenn du weitere Loks anschaffst, wirst du unweigerlich auf mfx-Decoder stoßen. Seit ein paar Jahren verstehen die ab Werk eingebauten Decoder auch DCC, aber die allermeisten von Märklin ausgelieferten Decoder haben kein DCC an Bord gehabt. Die kann man mit der IB nur durch das MM-Protokoll ansprechen, das du auf deiner 6021 schon hast und das noch archaischer ist als die IB 1. Das heißt, du hast dieselben Probleme wieder, für die du jetzt deine Frage stellst. Das von Uhlenbrock vor vielen Jahren schon angekündigte Zusatzmodul, mit dem die aktuelle Intellibox mfx-fähig werden soll, werden vielleicht meine Enkel mal zu sehen kriegen; ich glaube nicht, daß ich so lange lebe.

Die MS2 dagegen kann die wichtigsten mfx-Parameter einstellen und viele Funktionen aufrufen, die mit der IB 1 nur unter DCC aufrufbar sind. Da hast du deutlich mehr fürs Geld, jedenfalls bei deinem derzeitigen Bedarf. Wenn es dann später mal mehr sein soll, kann man ja wieder drüber reden.

Übrigens "ordentliche Haptik" und "Wertigkeit", von denen [user]henrymaske[/user] schreibt, sind sehr subjektive Begriffe. Die Intellibox ist eine der letzten Pult-Zentralen; ansonsten geht der Trend ganz eindeutig zu Handgeräten. Was dir da mehr liegt, mußt du ausprobieren. Eine MS2 kannst du immerhin ein paar Schritte weit mitnehmen, die IB steht immer fest am Ort. Dafür hat die IB zwei Fahrregler - aber auch ihren Preis, wenn du nicht gerade ein Museumsexemplar erwirbst, von dem du nicht weißt, wie lange es noch funktionieren wird.

Schwierige Entscheidung; meine Empfehlung ist: erstens, nimm die Geräte mal in die Hand, ob sie dir liegen. Zweitens, laß dich nicht von emotionalen Faktoren wie "Wertigkeit" leiten, sondern davon, was das Ding im Bauch hat und was du brauchst. Wenn dann noch positive Empfehlungen im Forum dazukommen, liegst du richtig.

Wenn es wirklich nur um Programmierung von DCC-Decodern geht: ich benutze einen Sprog. Die Version 2v3 ist zwar mittlerweile nicht mehr im Angebot, aber das Ding funktioniert zuverlässig, und mit DecoderPro aus der jmri-Suite kann man schon recht komfortabel programmieren. Manche Spezis verwenden das Gerät sogar als Zentrale.


Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


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RE: Wie kostengünstig CVs größer 80 programmieren?

#28 von TobiBS , 01.11.2020 18:57

Hallo Wolf,
danke auch dir für deine Einschätzung, in der Tat hatte ich ein paar Tage Zeit zum Nachdenken und glaube auch, dass eine Intellibox nicht wirklich das richtige für mich ist. Letztendlich liebäugle ich nämlich tatsächlich mit einem kompakten Handregler wie FRED und Co., den man zwar einfach an das LocoNet anschließen kann, aber wenn man es so betrachtet, bekommt man z.B. bei TAMS ein modulareres System. Insgesamt scheint es leider bei der Modellbahn wie in anderen Industrien auch, jeder Hersteller kocht mit einem kleinen Konsortium sein eigenes Süppchen und die Kunden entscheiden sich für ein System und leben dann damit. Oberflächlich ist alles „kompatibel“, in der Praxis sieht man die Details in denen es Schwierigkeiten gibt.

Im Moment tendiere ich zu modular, evtl. auch teilweiser Selbstbau mit Arduino und Raspberry Pi, ich habe aber die Entscheidung zurückgestellt, bis ich weiß, wie es mit Modul- oder Anlagenbau weitergeht, dann sehen wir uns in einem anderen Forenteil wieder.

Danke!


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