Vor einer Woche habe ich irgendwie die Idee gehabt mir einen Lötkolben zu kaufen und was an meinen Loks zu "optimieren". Habe vorher noch nie was am Innenleben einer Lok gemacht....
Mein Opfer soll die BR216 Cargo in Märklins Delta sein. Habe sie mal günstig vom Händler um die Ecke gekauft und die gefällt mir eigentlich optisch nicht. Also, wenn die abraucht oder ins 3-Leiter Nirvana geht, hält sich der Ärger in Grenzen. Mein Plan wäre aber, mir viele 216 und 218 in der Bucht zu holen und die dann umzurüsten.
Seit einer Woche ziehe ich mir sämtliche auffindbare Beiträge zu Beleuchtung und Digitalisierung hier im Forum und die Clips auf Youtube rein. (Danke an Alle dafür!) Ich denke, dass ich das mit dem Motorumbau und den Decodereinbau auf die Reihe bekommen werde.
Die Beleuchtung will ich auch ändern und habe mir dazu Tower LEDs besorgt. Die Löcher dazu bekomme ich irgendwie auch in das Plastik rein. Jetzt stehe ich aber wegen der Verkabelung gerade irgendwie auf dem Schlauch und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
Deshalb nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich habe für eine Seite der Lok eine weiße LED für die Stirnbeleuchtung und 2 Bicolorleds (rot/weiß gekauft. Die Bicolors sind die mit den 3 Drähten und gemeinsamer Anode. Wird hoffentlich passen.
Jetzt hab ich den Plan jeweils 5 LED Kathoden auf einen Decoderanschluss zu löten. Also 3 mal weiß der einen Lokseite und 2 mal rot der anderen Seite. Dann müsste doch bei Vorwärtsfahrt vorne 3 mal weiß und hinten 2x rot leuchten und umgekehrt?
Ich würde sämtliche Kabel der LEDs, die gleichzeitig leuchten sollen alle auf so einen Kupferstreifen löten. Das ist dann eine Prallelschaltung (?) und dann zum Decoder. Die jeweils anderen Kabel (aller 6 LEDs) auch auf eine Kupferfläche und dann zur Lokmasse.
Habe also dann 3 Kupferstreifen: 1. Vorwärts 5 Kabel / 3 weiße vorn + 2 rot hinten 2. Rückwärts / anders herum 3. Masse alle 6 Massekabel
Zwischen dem Kupferstreifen 3 "Masse" und dem noch zu beschaffenden Decoder will ich eine Konstantstromquelle einbauen und mir den Zirkus mit den Widerständen sparen. Die Konstatstromquelle wähle ich ein bisschen kleiner als die Angaben der max Stromstärke der LEDs (25mA). Also bei mir 20mA oder 15mA. Passt das?
Meint Ihr, das klappt, oder raucht mir da irgendwas ab?
die 216 hat getrennte Lampen für weiße Spitzenbeleuchtung und rotes Schlusslicht, also fünf Lampen pro Lokseite. Die Duo-LED leuchtet ihr weißes und rotes Licht aber aus derselben Öffnung. Vorbildgerecht bräuchtest du pro Seite separat 3 weiße LEDs und 2 rote. Das geht platzmäßig nicht mit Tower-LEDs. Mit kleinen SMD-LEDs auf 2mm Lichtleiter aufgeklebt ist es machbar, aber ein ziemliches Gepfriemel. Benutze mal die Suchfunktion hier im Forum, es gibt zu dem Thema einige Beiträge. Und dann geh mal ans Trockenüben mit dem "Lötkolben". Ich hoffe du meinst damit eine Lötsation?
Wie du eine Konstantstromquelle in der Lok installieren willst, weiß ich nicht. Eine Stromstärke von 20 mA ist viel zu viel, die LEDs brauchen sehr wenig Strom. Sie sollen ja nicht als Scheinwerfer fungieren, sondern als relativ schwaches Spitzen-/Schlusssignal.
auch wenn in der Lok vermeintlich viel Platz zu sein scheint, sollte man so wenig Bauteile wie irgend nötig nutzen. Zu Deiner Frage, die Nutzer lojo teilweise schon beantwortete, möchte ich Folgendes beitragen: Parallel schalten ist schon bei LED gleicher Farbe grenzwertig, mit verschiedenfarbigen nicht sinnvoll machbar, entweder sind die einen zu dunkel oder die anderen zu hell (oder schwarz). Die typische Spannung bei weiß sind 3,0 bis 3,2V, bei rot 1,5-1,7V. Eine individuelle Anpassung mit einem Widerstand ist die noch beste Lösung. Veranschlage ca. 5mA für brauchbare Helligkeit (wenn der Nennstrom 20mA sind).
Das mit dem Gepfriemle mach ich lieber später mal. War aber auch schon einer meiner Gedanken. Einfach eine LED pro Seite schalten und dann mit 5 Lichtleitern die Beleuchtung realisieren. Dann hätte ich auch die 5 Scheinwerfer pro Seite machen können.
Das Teil, das einem angepriesen wird, wenn man nach Vorwiderständen googelt ist: 15mA Mini Miniatur Konstantstromquelle für LEDs KSQ1
(Gibt es in verschiedenen Stromstärken)
Da dachte ich mir, wird schon passen... ?! Dann nehme ich halt eine Nummer kleiner?
Auch Dir danke für Deinen Post! (Hab ich glaub bei Lojo vergessen. Auch Dir Danke!)
Dann verstehe ich richtig: für eine Fahrtrichtung die Stirnlampe weiß mit Vorwiderstand versehen, dann die 2 unteren Weißen extra mit einem (?) Vorwiderstand und zuletzt die Gegenseite 2x Rot wieder mit eigenem Vorwiderstand? ...und das pro Seite?
Trockenübungen mit dem Kolben wollte ich mir eigentlich ersparen. Ich probiere das gleich am lebenden Objekt...
Falls du das nicht schon hast, empfehle ich dir einen einfachen batteriebetriebenen LED-Tester anzuschaffen und ein Sortiment Widerstände, dann kannst du das alles während der Montage kontrollieren und prüfen, sowie ein Sortiment verschieden dicker Schrumpfschläuche, sodass du auch WIderstände ummanteln kannst.
Mario verkauft übrigens auch seine Lichtplatinen, ich bin gerade dabei, eine DHG 500 auf seine Lichtplatinen umzurüsten.
Ja! Habe ich durchgelesen. Eigentlich auswendig gelernt.
Aber da wo er schreibt: "Da hab ich mir kurz ein paar Platinen angefertigt" hört es halt bei mir auf. Und: über kurz oder lang werde ich sicher mal so eine perfekt abgestimmte Platine benutzen, die ich natürlich irgendwo zukaufen muss, aber dann habe ich ja wieder nicht verstanden, wie es eigentlich funktioniert. Jedenfalls sieht es so aus, als ob er die Öffnungen an der Lok, wo die Scheinwerfer sitzen im Prinzip mit Lichtleitern voll gestopft hat?
Ich mache das jetzt einfach. Warte leider immernoch auf ein paar Teile vom bekannten Onlineversandhaus. Das mit dem LED-Tester ist ein guter Tipp! Dann stecke ich die roten und weißen einfach der Reihe nach ein und schau mal, wie das mit verschiedenen Strömen so aussieht. Angeblich kann man den Strom der Beleuchtung ja noch nachträglich am Decoder dimmen. Von daher dachte ich, lieber zu hell als zu dunkel?
Hallo Martin, aus eigenen Umbaumaßnahmen mit Tower-LED kann ich dir sagen, dass du erst einmal prüfen solltest, ob deine Tower LED überhaupt in die Lok passen. Ich musste an meiner 111 am Rahmen fräsen, um die Tower LED unterzubringen. Ich habe dabei mit LED gearbeitet, die keinen Vorwiderstand benötigen.
Die habe ich dann in der 111 eingepasst und verlötet: Im Hintergrund sieht man dann auch den Rahmen, den ich mit dem Dremel bearbeiten musste.
Eingebaut schaut das dann so aus:
Bei meinen 110ern würde dieser Umbau aber nicht möglich sein, da die Löcher für die Beleuchtung zu tief sitzen und die LED auf dem Rahmen aufsetzen. Da bekommt man dann das Gehäuse nicht mehr richtig aufgesetzt. Deswegen: unbedingt erst mal prüfen, ob die Tower-LED überhaupt reinpassen!
Zitat Hallo Martin, aus eigenen Umbaumaßnahmen mit Tower-LED kann ich dir sagen, dass du erst einmal prüfen solltest, ob deine Tower LED überhaupt in die Lok passen. Ich musste an meiner 111 am Rahmen fräsen, um die Tower LED unterzubringen. Ich habe dabei mit LED gearbeitet, die keinen Vorwiderstand benötigen.
Die habe ich dann in der 111 eingepasst und verlötet: Im Hintergrund sieht man dann auch den Rahmen, den ich mit dem Dremel bearbeiten musste.
Eingebaut schaut das dann so aus:
Bei meinen 110ern würde dieser Umbau aber nicht möglich sein, da die Löcher für die Beleuchtung zu tief sitzen und die LED auf dem Rahmen aufsetzen. Da bekommt man dann das Gehäuse nicht mehr richtig aufgesetzt. Deswegen: unbedingt erst mal prüfen, ob die Tower-LED überhaupt reinpassen!
Wow Danke!!!!!
Musste jetzt gerade Schmunzeln. Sieht aus, wie wenn die Lok Nippel bekommen hätte...
Aber, wie gesagt, es ist wirklich mein erstes Mal und ich muss damit nicht in die (nicht mehr vorhandene) Ruhmeshalle kommen. Es geht mir erst einmal darum, dass ich alles richtig verlöte und das Zeug nachher funktioniert bzw. leuchtet. Um die Optik kann man sich dann später, oder beim nächsten Umbau noch kümmern. Hoffe, dass ich bei der 2.Lok dann schlauer bin.