Ich bin ein bisschen unglücklich mit der Motorleistung der BR 245 aus der o.g. Startpackung. Ich habe 5 Dostos die gezogen bzw geschoben werden sollen und die an sich eh schon langsame Lok wird damit noch langsamer.
Jetzt die Frage: kann ich die Lok mit einem Märklin HLA irgendwie kräftiger machen? Wenn ja, welcher Motor wäre geeignet? Den Decoder würde ich gerne weiternutzen, wenn möglich.
Habt ihr eine Idee? Oder hat das schon jemand gemacht?
Die Lok hat zwei intakte Haftreifen. CV programmieren kann ich nur indirekt über die Lokeigenschaften in der MS2. Hier steht die Vmax auf 255. Kann ich sonst noch irgendetwas machen?
Die Waggons laufen alle sehr gut, nur der Steuerwagen hat logischerweise den Schleifer, der etwas bremst.
Auf einer Runde von etwa 8m Strecke braucht die 245 ca. 16 Sekunden, eine E50 dagegen nur 13 Sekunden. Da passt aus meiner Sicht das Verhältnis einfach nicht.
Deswegen suche ich nach einer Lösung, die 245 zu beschleunigen
Hallo Stephan, ich habe die Lok auch und bei mir zieht/schiebt die Gerade einen sechsteiligen IC (5 Wagen + Steuerwagen mit Schleifer) ohne Probleme. Und auf meiner Anlage muss die auch eine 3,5% Steigung rauf.
Die Loks mit Schneckengetriebe wie die 245 erreichen nicht so hohe Geschwindigkeiten wie die älteren Konstruktionen mit Hochleistungsantrieben und Stirnradgetrieben. Das ist einfach bauartbedingt. Mich stört es nicht, da ich in meine Loks alle auf eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 130 km/h (iTrain Einmessung) begrenze. Alles andere finde ich optisch nicht so gelungen, dafür sind die Radien auf der Modellbahn einfach zu klein.
in vielen Fällen kann man die Modelle dennoch ein bisschen an die Dynamik älterer Modelle anpassen. Wobei: Tempoi 193 für die E50 ist schon eine Ansage. Wobei: im Analogbetrieb komme ich mit der Glocke E50 (29500) auf 180 km/h maximal und Digital auf 244 km/h mit der CS2 allerdings (die hat die größte Schienenspannung) Da ich aber bei FS7/14 bzw. mittl. FS bewerte, passt es zum Konzept
Ich habe gerade mal nach dem Motor aus den BR 146 (Märklin 37465) gegoogelt. Die hat ein ähnliches Antriebskonzept und definitiv einen anderen Motor als die 245. Frage ist, ob ich so einen Motor nehmen kann, und ob der dann auch wirklich schneller ist?
Hallo Stephan (skuenster), ich habe eine 146 (aus Startpackung), 2 X 185, 1X 170, die 245, 1 X 247 und den ICE2 auf der Anlage. Diese Loks sind alle nicht so schnell wie ihre Kollegen älterer Bauart. Gerade beim ICE 2 fällt auf, dass meine Version mit HLA bei CV-Wert 255 für die Vmax gut 350 km/h schafft, die Version mit Mittelmotor und Schneckengetriebe aber gerade mal 210. Decoder ist in beiden Fällen ein Märklin-mfx-Decoder, ein msd3 im neuen ICE2 und ein mld3 im alten.
Der Motor der 146 wird vermutlich nicht passen! Die 245 hat einen abgeflachten Motor, die 146 einen Rundmotor. Zumindest zeigen das die Explosionszeichnungen.
@Stephan (SAH):
Zitatin vielen Fällen kann man die Modelle dennoch ein bisschen an die Dynamik älterer Modelle anpassen.
Ja, natürlich geht das. Ich wundere mich aber teilweise, was man hier in Videos bei manchen Posts so sieht. Wenn da ein ICE mit Tempo 250 durch einen R1 gedroschen wird, dann hat das in meinen Augen nicht mehr viel mit Modellbahn zu tun, eher mit einer Carrera-Bahn.
Zitat Ja, natürlich geht das. Ich wundere mich aber teilweise, was man hier in Videos bei manchen Posts so sieht. Wenn da ein ICE mit Tempo 250 durch einen R1 gedroschen wird, dann hat das in meinen Augen nicht mehr viel mit Modellbahn zu tun, eher mit einer Carrera-Bahn.
Hallo, wegen solchen Kunden macht Märklin so furchtbare Werkseinstellungen. Unter aktuellen Auslieferungen gibt es Modelle, die laufen schon unter einer Höchstgeschw. von 163 auf der CV Anzeige wie ein Rennwagen. Dass darunter alle anderen Einstellungen für realistisches Fahren leiden und viele Veränderungen an den CV vorgenommen werden müssen ist ärgerlich. Auch die Abstimmung mit dem Sound kann so zum Problem werden. Von blödsinnigen viel zu langen Getriebeübersetzungen, die alles noch schwieriger machen, möchte ich erst gar nicht anfangen.
@me (Michael): man kann vmax mit 3 CV beeinflussen
Ich programmiere unter mfx via CS2, da sehe ich die CV-Nummer nicht
Ich hatte aber auch weiter oben geschrieben, das meine Loks alle auf ca. 130 km/ begrenzt sind. Dann habe ich etwa eine Fahrstufe pro km/h. So laufen die wunderbar geschmeidig.
wenn ich deine Geschwindigkeitsangaben auf 1:1 umrechne, komme ich für die 245 auf 156,6 km/h. Das entspricht ziemlich genau der realen Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die 150 fährt mit 193 km/h, also deutlich zu schnell. Du müsstest also die 150 über die CV auf die vorbildgerechten 100 km/h einbremsen.
Zitat Moin Roland, BR 218 Fan hat geschrieben: ↑19 Okt 2020 14:38 SAH hat geschrieben: ↑19 Okt 2020 14:13 was ist bitte eine "viel zu lange Getriebeuntersetzung"? Welche Untersetzung hat denn die hier gefragte BR245 im Vergleich zur Märklin E50? ich schrieb Getriebeübersetzung. Dadurch dürfte es klar sein. Getriebeübersetzung = Treibräder drehen schneller als der Motor Meine andere Frage hast Du nicht beantwortet.
Mit freundlichen Grüßen, Stephan-Alexander Heyn
Hallo SAH,
ganz einfach. Weil lange Übersetzungen, die man wählt, weil manche Kunden eine Modell- eisenbahn mit einer Rennbahn verwechseln, sehr hinderlich für ein realistisches und geschmeidiges Fahrverhalten sind. Wenn der Anker bei der ersten Drehbewegung eine Lok schon recht weit bewegt, dann ist ein schönes Anfahren und Abbremsen mit den CV Werten viel schwieriger ( bei manchen Decodern sogar fast unmöglich ) einzustellen. Bei kurzen Übersetzungen ist das viel einfacher weil die Trägheit des Ankers ja viel weniger auffällt und er es auch viel leichter hat. Dass eine geringere Geschwindigkeit auch manchmal nur an der Grundeinstellung des Decoders liegen kann ist ja logisch.
als ich angefangen habe mich mit der MOBA ernsthaft zu beschäftigen gab es eine nullte Näherung* für die Geschwindigkeit für H0-Züge.
Reale Geschwindigkeit in KM/h geteilt durch 3 ist MOBA-Geschwindigkeit in cm/sec.
Somit fährt den Zug ~150KM/h und die E50 etwa 180KM/h.
Was ist jetzt realistisch.
Also die E50 runterregeln, wenn die die etwa 30 Sekunden für den Kreis braucht ist das realistisch.
* eine E03 konnte zwar schon 200 KM/h fahren, aber im richtigen Leben war damals noch 160KM/h das Maximum. Als Märklinist durfte die Lok 3 Gerade (5106) in einer Sekunde passieren.
Auf einer Runde von etwa 8m Strecke braucht die 245 ca. 16 Sekunden, eine E50 dagegen nur 13 Sekunden. Da passt aus meiner Sicht das Verhältnis einfach nicht.
bei meiner 245 ist bei ca 160 km/h im Analogbetrieb bzw. bei 190 im/h im Digitalbetrieb Schluss. Einen vollständigen Testdurchlauf habe ich allerdings noch nicht durchgeführt. CV-Einstellungen im Auslieferungszustand. Mal sehen, ob ich noch ein Video mit Güterwagen finde.
@Roland: gibt es einen triftigen Grund für Dich, den Begriff "Übersetzung" beim Getriebe zu nutzen, obwohl in Lehr- und Nachschlagewerken "Untersetzung" benutzt wird, weil die Treibräder langsamer drehen als der Motor?
Ansonsten zäumst Du das Pferd von hinten auf. Zuerst kommt die mechanische Konstruktion, bei der die Untersetzung gemäß Vorgaben der Planung umsetzen soll. Dabei spielen umgerechnete Vorbildgeschwindigkeit bei Referenzspannung, Radius bzw. Durchmesser der Treibräder und Nenndrehzahl des/der vorgesehenen Motore eine Rolle. Erst wenn das funktioniert, kommt der Dekoder und dessen Einstellungen dran. Ist es mit dem Dekoder nicht möglich, die Vorgaben zu erreichen, dann ist dieser schlicht ungeeignet für diese spezifische Konstruktion. Bei der Einstellung sind vmin und vmax "Miggeferz", erst mit Last bei mittlerem Tempo zeigt, ob zu viele Überschwingungen vorhanden sind (bemerkbar am Ruckeln oder Schaukeln).
Zitat @Roland: gibt es einen triftigen Grund für Dich, den Begriff "Übersetzung" beim Getriebe zu nutzen, obwohl in Lehr- und Nachschlagewerken "Untersetzung" benutzt wird, weil die Treibräder langsamer drehen als der Motor?
Ich kenne diese Lehr- und Nachschlagewerke nicht, werde wohl auch nicht die Möglichkeit haben, sie einzusehen. Dagegen erinnere ich mich, daß es irgendwo in den Tiefen dieses Forums einen Thread gibt, in dem ein Forist (und ich meine, er war vom Fach) erklärt hat, daß es keine "Untersetzung" gibt, sondern nur Übersetzungen - aber solche, bei denen die Eingangsdrehzahl höher ist als die Ausgangsdrehzahl, und andere, bei denen die Eingangsdrehzahl niedriger ist als die Ausgangsdrehzahl. Als Sonderfall müßte auch noch behandelt werden, wenn die Übersetzung 1:1 ist. In einem klassischen PKW-Getriebe ist für die vier ersten Gänge das Verhältnis Eingangsdrehzahl zu Ausgangsdrehzahl größer 1, manchmal gleich 1 für den 4. Gang (der dann auch "direkter Gang" genannt wird; das ist selten geworden), während der fünfte Gang "lang" ist, mit Ausgangsdrehzahl > Eingangsdrehzahl. "Untersetzt" ist, dieser Erklärung zufolge, kein technischer Begriff. Wohl aber eine Beschreibung körperlicher Eigenschaften eines Menschen: "von untersetzter Statur".
ZitatNach DIN ist als Übersetzungsverhältnis der Quotient aus Drehzahl der Kraftmaschine (Getriebeeingang) und Drehzahl der Arbeitsmaschine (Getriebeausgang) definiert. Bei i > 1 wird die Drehzahl verkleinert, aber das übertragene Drehmoment vergrößert. Bei i > 1 wird umgangssprachlich Untersetzung bzw. Übersetzung ins Langsame und bei i < 1 Übersetzung ins Schnelle gebraucht.
Wie inzwiaschen fast üblich gibt die Märklin anleitung nicht wirklich was her. Wenn die Lok (resp. der Decoder) aber aber nur das kann was in der Anleitung steht, dürfte es sich um einen billigen Decoder handeln. Ich würde da mal als erstes ein Decoder aus einer anderen Lok reinsteckenden den man auch anständig programmiern kann. Zudem dürfte die Lok auch einen billigen "Hobby"Motor verbaut haben. Einen HLA bringst du aber nicht in die Lok rein. Einen alternativen Motor gibt es ev bei sb-Modellbau. Damit verdoppelt sich dann aber der Wert deiner Lok (soll heissen dass ein Motor von sb nicht billig ist) Dann noch ein vernünftigen Decoder und ev eine ander Lokplatine. Der Wert deiner Lok hat sich dann ca verdreifacht.
Meine Mä-Hobbyloks sind dermassen bestückt. Die Fahreigenschaften sind excellent.
Zitat Einen alternativen Motor gibt es ev bei sb-Modellbau. Damit verdoppelt sich dann aber der Wert deiner Lok (soll heissen dass ein Motor von sb nicht billig ist) Dann noch ein vernünftigen Decoder und ev eine ander Lokplatine. Der Wert deiner Lok hat sich dann ca verdreifacht.
Meine Mä-Hobbyloks sind dermassen bestückt. Die Fahreigenschaften sind excellent.
Dem kann ich nur beipflichten, die Fahreigenschaften sind in der Tat exzellent! Doch die Lok hat nach dem Umbau nicht mehr Kraft als vorher (ich habe es nicht getestet, meine Loks dürfen erst in der Ebene fahren - jedoch hat ein Forumskollege an seiner RoLa schon aufgrund der Kraft zwei Loks dran)
Meine deutlich älteren Hobby-Traxx als die 245 ziehen jedenfalls ordentlich. Sind die Haftreifen denn nicht nur ganz, sondern auch noch weich und nicht etwa Richtung "glashart"? Denn aussehen können die auf den ersten Blick noch gut - harte Haftreifen bringen aber die Kraft nicht mehr wirklich auf die Schienen.
@Railwolf : Du bist der Einzige, der Recherchiert und seine Ergebnisse mitteilt ohne Angriff. und dafür meine Hochachtung! Zum Terminus "Untersetzung" hast Du schön erklärt. In den Lehrbüchern ist die Rede vom "Übersetzungsverhältnis", also weder Über- noch Untersetzung. Nachschlagewerke erklären je nach Zielgruppe mehr oder weniger das Umfeld. Im technischen Sprachgebrauch wird man wie in allen Wissenschaften angehalten, eine fachbezogen eindeutige Ausdrucksweise zu nutzen. Vor diesem Hintergrund ist es üblich, wie Du schreibst, bei einem Übersetzungsverhältnis ins Langsame von "Untersetzung" zu sprechen. Diese Definition ist eindeutig. Anatomische Begriffe haben hier Nichts zu suchen. Die anderen Kommentare (sorry @moppe alias Klaus) sind deplatziert, denn aufgrund der Verwendung eines Dir ungenehmen Begriffs den Urheber herabzuwürdigen, halte ich für bedenklich. Auch die Fachsprache(n) entwickeln sich weiter.
@Stephan: ich habe meine Frage 245 nun kurz überprüft und komme bei mittlerer Fahrstufe auf ca. 115 km/h und bei maximaler Fahrstufe mit angehängtem Zug auf ca. 165 im/h. Folglich habe ich ein ähnliches Ergebnis wie Du und gleichzeitig eine sehr gut funktionierende Regelung in meinem Modell festgestellt, da das Tempo ohne diesen Zug nicht viel größer ist. Ich versuche noch, ein Video aufzunehmen.