Hallo,
Zitat von persus im Beitrag LoPi 5 bzw. C4 auf Platine
Zunächst fällt mir auf, dass hier mit zwei Begriffen um sich geworfen wird: "Lastregelungsfrequenz" und "PWM-Frequenz." Was die PWM-Frequenz ist, ist evident. Was aber ist die Lastregelungsfrequenz? Ist das ein Synonym für die PWM-Frequenz? Oder nicht doch etwa die Messperiode? Oder was ganz anderes? (Ich tippe mal auf Synonym für PWM-Frequenz, logisch erscheint mir das Wort Lastregelungsfrequenz in diesem Zusammenhang aber nicht.)
Nein, das sind keine Synonyme.
Die PWM stupst den Motor regelmäßig (sonst wäre es keine Frequenz) an. Das Verhältnis zwischen Stups und Pause bestimmt die effektive Motorgeschwindigkeit. (In Verbindung mit der Anhängelast und ein paar anderen Faktoren, die wir aber hier gerade mal ausblenden.)
Die Regelfrequenz - ja, ich fang mal anders an. Um zu wissen, wie schnell der Motor dreht, schaltet der Decoder regelmäßig (Frequenz) die Leistung ab und mißt in dieser Pause, wie hoch die Spannung ist, die der Motor liefert (ein Gleichstrommotor kann als Generator fungieren).
Stephan-Alexander hat sich mit seinen Tests auf die PWM konzentriert.
Das Ding ist nun, daß sich Lastregelung und PWM überlagern. Sprich, in der Austastlücke der Lastregelung wird die PWM ausgeschaltet. Angenommen, auf einer Straße fährt ein Auto pro Sekunde, und alle 10 Minuten geht für eine Minute die Ampel auf rot. So ungefähr.
Wenn ich mich richtig erinnere (das war eine Diskussion mit Henner und SAH und ein paar anderen Spezialisten), dann ist genau das das Problem für Glockenankermotoren, denn die brauchen eine real möglichst hohe Ansteuerungsfrequenz, die aber real eben durch die Regelung und nicht durch die PWM bestimmt wird. Eine Lastregelung mit effektiv 40 kHz ist technisch gar nicht möglich.
Und da patzt esu in der Anleitung, die du zitierst, denn die Lastregelung kann man gar nicht auf so hohe Frequenzen einstellen, im Gegensatz zur PWM.