Hallo ! Würde gerne wissen wie die Überlegung der Standart Bogengleise zustande kam . Auch wenn 4 oder 5 Radien zur Auswahl stehen . Auf der anderen setzt man auf Flexgleis . Ist es wegen dem Absatz geschuldet weil sehr wenige genügend Platz haben ? Damit diesen MoBahner Klientel auch entgegenkommt . Irgendwie habe ich heute Zeit und mir darüber Gedanken gemacht .
meine Gedanken hierzu: Flexgleise sind für fliegenden Aufbau nahezu ungeeignet und wer schon mal gleichmäßige Kurven mit Flexgleisen verlegt hat weis fertig konfektioonierte Bögen zur Verfügung zu haben. Meine zwei 450 mm Kehren (420 mm wären zu eng, für 480 mm kein Platz) sind nicht wirklich gleichförmig. Und an den Übergängen erkenne ich trotz versetzten Schienenstössen "Ecken" (Funktionieren tuts trotzdem ).
Für Benutzer mit niedrigeren Modellbau Skills ist es wichtig, aus fertigen Teilen einen "Kreis" zusammen stecken zu können.
LG
Horst
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War das bei Spur HO nicht eine Platzfrage? Also einen Mindestradius zu wählen, bei dem die Züge noch so gerade eben die Kurve kriegen? (In der Praxis etwa 36 cm). Dass dies bescheiden aussieht, hatte dann etwas weitere Parallelradien zur Folge. Kann mich erinnern, dass Märklin Ende der 1960-er und Anfang der 1970-er Jahre auch noch Weichen in diesem engen Radius hatte. Daher sind seitdem viele dann zu größeren Radien abgewandert, die dann damals Gleise ohne Mittelleiter boten - und eben Flexgleise.
Wenn heute z.B. ein Großserienhersteller wie Roco ein Gleissystem mit 10° Weichen anbietet mit 1,920 m Radius kann man als Modellbahner nur froh sein (wenn man denn nicht selber Weichen bauen will). Sogar preiswertere Piko A - Weichen mit etwa 90 cm Radius kommen besser als Weichen im 36 cm - System. Natürlich ist das alles eine Platzfrage. So braucht eben der übliche Wendel - wenn es nicht R1 mit 36 cm sein soll - schon seinen kompakten Platz von knapp einem Quadratmeter. Auch der Erfolg der Spur "N" ist sicher auch der Platzfrage geschuldet. Und eben auch der Tatsache, dass der Modellbahner oft versucht ist, den ihm zur Verfügung stehenden Platz so weit wie möglich mit Gleisanlagen auszunutzen.
Ich meine die 36cm Radius kommen von der Tischbahn, welche 00/H0 Ende der dreißiger Jahre von Trix und Märklin so angeboten wurden. Man blieb dann nach dem WW2 dabei und die Nachkriegsfirmen sprangen auf den Zug auf. Warum heute noch daran geklammert wird entschließt sich mir nicht. Märklin wirbt mit der Kindereisenbahn das Spiel auf dem Teppich, da könnte man längst größere Bögen anbieten um das Auge dran zu gewöhnen. Fertig konfektionierte Bögen werde ich nichtmal mehr in der zukünftigen Gleiswendel anwenden. Zum sauberen Verlegen gibt es von diversen Herstellern passenden Schablonen die zwischen die Schienen gelegt werden und entsprechende Klammern, welche das Gleis beim Verlegen in Position halten.
190 m Mindestradius in 1:87 wären doch schon mal 2,184 m als Modellbahnradius. Der 700 m Radius auf freier Strecke von 1847 der Bahn Lehrte - Celle - Lüneburg - Harburg wäre 8,046 m im Modell. Also?
Hallo, ich denke, man sollte beachten, aus welchem Bereich "Modellbahn" kommt - nämlich Spielzeug. Des weiteren sollte man an die früher für die Masse der Bevölkerung üblichen Wohnverhältnisse denken. Da war an maßstäblichere Radien gar nicht zu denken. Das gilt auch heute noch, wenn man Eisenbahn für die Kinder zum Spielen aufbaut. Standard waren früher bei H0 Grundradien von ca. 360mm. Der sog. Parallelkreis für eine 2-gleisige Strecke war dann so weit abgesetzt, dass sich das rollende Material auch begegnen konnte. Das führte z.B. bei Märklin zu Gleismittenabständen von 77,4mm, womit auch schon ein einigermaßen realistischer Bahnsteig zwischen die Gleise passte. Man sollte auch bedenken, dass auch im Original die meisten Wagen kürzer (z.B. 3-achsige Umbauwagen 13,3m) waren als heute (z.B. Schnellzugwagen meist 26,4m). 2-achsige Güterwagen waren entweder ca. 7m oder ca. 10m lang (Austauschbauart ab ca. 1924). Schnellzugwagen der 1920er und 30er Jahre waren ca. 20m lang. Der optische Eindruck der Modelle im Gleisbogen war damit wesentlich weniger ungünstig als bei den maßstäblichen Modellen heute im Betrieb befindlicher Fahrzeuge mit über 30 cm Länge. Zusätzlich haben damals die Hersteller die langen Wagen im Längenmaßstab auf ca. 1:100 verkürzt.
Viele stellen aus ihrer eigenen wohlsituierten Situation heraus - 2-Personenhaushalt in einer Wohnung/einem Wohnhaus, die/das für eine Familie mit Kindern gebaut wurde (man hat also plötzlich ungenutzte Räume) - Maßstäbe auf, denen die wenigsten folgen können. Das schreckt übrigens von unserem gemeinsamen Hobby ab.
Ich beschränke mich deshalb auf Epoche 3 bis frühe 4, einerseits wegen meiner Vorliebe für Dampflokomotiven und andererseits wegen Abbildung von Nebenbahn.
Und wegen der vorgeschriebenen Mindestbogenradien im Original sollte sich doch auch mal die gegenwärtig gültige EBO §6 angeschaut werden: Der Bogenradius in durchgehenden Hauptgleisen soll bei Neubauten nicht weniger als 300 m (Hauptbahn) und 180 m (Nebenbahn) betragen. Und die Definitionen von Abmessungen gehen dort auch herunter bis auf 100m Bogenradius für sonstige Gleise.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
auch ich denke, dass die Tischbreite von 80 cm und die Platzverhältnisse in den Wohnungen zur Hochzeit der Modellbahn als Spielbahn den "Maßstab" des Radius festgelegt hat. Es hat ja nicht nur verkürzte Wagen gegeben, es gab ja auch noch die bewegliche Pufferbohle an Loks, wie der GFN V200, um mit dem Ding die Kurve zu schaffen. Für Modellbahner aus heutiger Sicht wahrscheinlich etwas skurril, damals ein echtes Verkaufsargument. Und für mich (als Tisch/Teppichbahner) praktisch
Eigentlich war "ganz früher" (vor 1930) Modellbahn etwas für Leute mit genügend Platz - Spur I und O. Dass dann in den 1930-ern mit Spur HO das Spielen mit der Modellbahn quasi "demokratisiert" wurde (und die Hersteller neue Käuferschichten erschlossen) bedeute dann eben auch, für Mietwohnungen geeignete Gleisradien anzubieten. Auch 1950 konnte meine erste Märklin-Modellbahn auf einem großen Tisch aufgebaut werden - eben 36 cm Radius. Später verlagerte sich das Geschehen allerdings auf den Fußboden, weil da großzügigere Gleisfiguren möglich waren.
In der Tat begann die Planung einer festen Anlage erst mit dem Platz in Keller oder Dachboden im Eigenhaus Ende der 1970-er. Zuerst für die Kinder im Keller mit Spur I und danach auf dem Dachboden mit HO. Dann erst war der 36er Radius wirklich Vergangenheit. Es ist in der Tat hauptsächlich eine Platzfrage.
Was mich allerdings wirklich wundert, sind in ähnlicher Weise verzwergte Gleisradien bei manchen Gartenbahnen. Hier wäre doch in der Tat eher Platz für realistischer aussehende Gleisradien und Weichen. Wobei ich mir die Frage stelle, ob nicht statt Spur I oder "G" nicht auch Spur O für den Außenbetrieb (wenn auch nur im Sommer?) geeignet wäre, wenn man die Schienen sauber verlegt. Da hätte man wirklich Auslauf für die kleinen Loks. Bisher habe ich nur sehr wenige solcher Anlagen gesehen - aber praktikabel sollte es doch sein?
Bei vielen Triebzügen wird das auch heute noch gemacht. bei Neuerscheinungen!
Zitat von im Beitrag Was dient als Grundlage der Radien bei Gleise Viele stellen aus ihrer eigenen wohlsituierten Situation heraus - 2-Personenhaushalt in einer Wohnung/einem Wohnhaus, die/das für eine Familie mit Kindern gebaut wurde (man hat also plötzlich ungenutzte Räume) - Maßstäbe auf, denen die wenigsten folgen können. Das schreckt übrigens von unserem gemeinsamen Hobby ab.
Das schreckt nicht nur ab, es macht auch Leuten, die solchen Platz nicht zur Verfügung haben, das Hobby madig. Wenn ich mit R2 bauen muss, dann muss ich mit R2 bauen. Das schaut mit einem ICE zum Kotzen aus, aber den Kompromiss muss ich dann eingehen. einen R2 könnte ich höchstens durch einen R1 'noch ekliger' machen.
Eine gute Gleichwendel braucht selbst mit R2/R3 102x102 Platz - ein Quadratmeter für was? Genau um von oben nach unten oder versa vi zu kommen. (MäTrix C-Gleis Geometrie)
Wie du aber schon richtig beschrieben hast - die Modellbahn ist immer noch Spielzeug - sagen sogar die Betreiber des Wunderlandes und die haben 'fast' den Platz den sie bräuchten. Auch die Strecken, dehnen und stauchen auf ihrer Anlage was das Zeugs hält. Einige der Gebäude im Rom haben einen 1:160 Grundmaßstab (!!) der durch etwas Getrickse in 1:87 ankommt.
Moddellbahn ist und bleibt Spielzeug. Wie teuer dieses Spielzeug ist, ist unerheblich. Und wenn alle etwas ehrlich zu sich sind - auch wenn das ganze hochprofessionell betrieben werden kann, so 'spielt' man doch nur die große Bahn in klein nach.
Spur G sollte nicht nur für den Garten sondern auch für das Kinderzimmer geeignet sein. Daher die Entscheidung für den 600 mm Radius. Damals in den 60igern war mehr die Frage, was technisch machbar ist und nicht was hundertprozentig dem Vorbild entspricht. Eine Stainz mit zweichsigen Personenwagen dahinter macht doch gar keine so schlechte Figur auf diesen Kurvengleisen. Und wie bereits in anderen Beiträgen angedeutet gibt es praktisch gar keine maßstäblichen Weichen und Radien. Man kann nur über den Grad der Abweichung diskutieren.
Ich vermute, der R1-Kreis ist ursprünglich der Armlänge von achtjährigen Kindern geschuldet, die einmal um sich herum einen Teppichbahn-Kreis bauen wollen...
bei meiner (geerbten) Spur 0 Bahn war der Mindestraudius übrigens auch nicht größer ca 36cm An etwas anderes als Fußboden hat damals wohl auch kaum einer gedacht.
Spurweite TT ("Tabletop") war dann das Erste was man auf einem Tisch aufbauen konnte
Vor 1930 und auch noch einige Jahre danach war die Situation der meisten Menschen in Deutschland so schlecht, dass die Kinder der meisten gar kein oder fast kein gekauftes Spielzeug hatten - Inflation und Weltwirtschaftskriese ließen damals grüßen. Und wieder ein paar Jahre später war es wieder so weit, weil gewisse Geister unbedingt die Welt in einen Krieg stürzten. So war es dann wieder bis weit in die 1950er so, dass Modelleisenbahn oder besser Spielzeugeisenbahn nur etwas für Kinder weniger war. Und genau die Generation die in das damalige Wirtschaftswunder hineingeboren wurde, ist damals mit dem "Eisenbahnvirus" infiziert worden und haben sich diesen Spieltrieb erhalten. Die und vielleicht noch ein Teil von deren Kinder sind heute die Generationen die Modelleisenbahn und den Umsatz dieses Zweiges im wesentlichen bestimmen. Mit echtem Kinderspielzeug ist da nichts mehr.
Ich gehöre auch zu der Generation. 1955 mit 5 Jahren wurde ich "infiziert". Bei mir sind aber auch mit einzelnen Teilen meines Eisenbahnbestandes Erinnerungen an die Schenker verbunden, so dass ich auch diese alten, heutigen Ansprüchen nicht genügenden Teile sehr wertschätze und sie auch betreibe. Ich habe noch die 1. Lok (RM 800) und 3 der 4 Wagen voll funktionsfähig.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
jo, und wenn heute ein Hersteller ein Modell ab R2 rausbringt kommt sofort die Frage ob es nicht einer schon mal mit dem R1 probiert hat. Und wenns den alten Industrieradius noch geben würde.....
Zitat von im Beitrag Was dient als Grundlage der Radien bei Gleise... auch ich denke, dass die Tischbreite von 80 cm und die Platzverhältnisse in den Wohnungen zur Hochzeit der Modellbahn als Spielbahn den "Maßstab" des Radius festgelegt hat.
So wird es erzählt. Und so klingt es auch plausibel: um mehr Menschen eine Modelleisenbahn verkaufen zu können, mussten sich die Gleise auf einem Standard-Küchentisch verlegen lassen. Und der Standard-Küchentisch war 80 cm breit. Das war dann die Festlegung auf den Normalkreis mit 36 cm Radius.
Die einzelnen Stücke des Rollmaterials sollten "gut in der Hand liegen", damit lag dann die Spurweite für die Massen von 16,5 mm fest (halb null oder H0). Erstaunlich, dass das zugehörige Rollmaterial eher zu den Händen eines Erwachsenen als zu denen eines Kindes passt. Aber ich denke, es liegt daran, dass Modelleisenbahn auch zu Spielzeugzeiten immer von den Erwachsenen (Eltern) gekauft wurde.
Der Normalkreis von 36 cm Radius und die Spurweite H0 sind somit eine Festlegung des frühen Produktmanagements - welches zu der Zeit noch keine eigene Abteilung innerhalb der Firma war sondern in Personalunion von den Inhabern geleistet wurde. Und es wird bis heute von der Masse der Modelleisenbahner so angenommen, war also eine geniale Entscheidung. Na ja, vielleicht sind neuerdings die Tische etwas breiter und ein leichter Trend zum Parallelkreis ist zu verspüren .
Grüße, Peter
Bei campact.de per E-Mail abstimmen: 49-Euro-Ticket retten! ... das haben Stand 25.08.2023 um 20:45 Uhr schon 115.000 Menschen getan.
Und Aktionen bei campact.de wirken, siehe Wikipedia, da wird darüber berichtet.
[quote="Dölerich Hirnfiedler" post_id=2160139 time=1599376580 user_id=409] ...... Die erste kommerzielle 16,5mm Bahn stammt von BING (und Bassett-Lowke) und erschien erstmals 1922. Märklin und Trix haben 1935 die von BING entwickelte Gleisgeometrie und damit den 360mm Radius übernommen. Auch das Märklin-Blechgleis selber ist eine ziemlich offensichtliche Kopie des BING-Gleises. .......
Es gibt in der Literatur durchaus die Meinung, dass BING die Bahn zunächst mit einem größeren Grundradius geplant hat, dieser aber auf Intervention von Bassett-Lowke verkleinert wurde, damit die Bahn auf britischen Tischen Platz findet. Britische Tische sollen schmaler als Tische auf dem Kontinent gewesen sein.
Zitat von Peter MüllerErstaunlich, dass das zugehörige Rollmaterial eher zu den Händen eines Erwachsenen als zu denen eines Kindes passt.
Dazu kommt sicher, dass man auch einen Kompromiss zwischen den damaligen produktionstechnischen Möglichkeiten, den Herstellkosten und der Funktionstüchtigkeit suchen mußte. Man denke nur an die Größe der Glühbirnen für die Frontbeleuchtung! Dass auch das Zubehör, wie Bahnhofsgebäude, Lokschuppen usw., eigentlich vorbildwidrig, aus Metall angeboten wurde, liegt eben daran, dass die Hersteller aus der Metall/Elektrobranche stammten. "Unverwüstlich" war ein werbewirksames Schlagwort! Damalige Ingenieure würden sich im Grab umdrehen, wenn sie die heutigen technischen Möglichkeiten zur Verfügung hätten.
Zitat von im Beitrag Was dient als Grundlage der Radien bei Gleise .... Dass auch das Zubehör, wie Bahnhofsgebäude, Lokschuppen usw., eigentlich vorbildwidrig, aus Metall angeboten wurde, liegt eben daran, dass die Hersteller aus der Metall/Elektrobranche stammten. "Unverwüstlich" war ein werbewirksames Schlagwort! Damalige Ingenieure würden sich im Grab umdrehen, wenn sie die heutigen technischen Möglichkeiten zur Verfügung hätten.
Viele Grüße,
Fritz
Hallo Fritz, die Fertigung aus Metall war eigentlich wie auch beim rollenden Material die damalige Methode der Wahl. Es gab auch Bausätze aus Karton oder Holz auch aus anderen Bereichen der Spielzeugwelt, die aber zumeist nicht die Zeit überdauert haben. Und die Petrochemie und Kunststofftechnik war noch lange nicht so entwickelt. Ansonsten bot sich nur Bakelit (Phenol-Formaldehyd-Harz) an, das aber sehr bruchempfindlich ist/war, wenn nicht in dicken Wandstärken verarbeitet. Weiterhin musste sich das Bedürfnis an "Landschaftsgestaltung" im Spielzeugbereich erst entwickeln. Spielen hat ja viel mit Aktivität und damit Bewegung zu tun.
Übrigens sind die heutigen Gebäudemodelle aus Polystyrol oder im Laser-Cut-Verfahren bearbeitetem Karton vom Werkstoff her genauso vorbildwidrig.
Ich wünsche allen Freude an ihrer Modellbahn Joachim
Übrigens sind die heutigen Gebäudemodelle aus Polystyrol oder im Laser-Cut-Verfahren bearbeitetem Karton vom Werkstoff her genauso vorbildwidrig. @JoWild: Siehe meinen Satz: "Unverwüstlich" war ein werbewirksames Schlagwort!
Ganz unabhängig davon, eine Fertigung z.B. im Maßstab 1:120 oder gar 1:160 hätte damals sicher, wenn überhaupt möglich, ein unbezahlbares "Spielzeug" hervorgebracht.
Möglich wäre eine solche Herstellung schon gewesen (man denke an das Puppenhaus der Queen), aber Motoren in dieser Größe gab es nicht und natürlich wäre es reine Handarbeit geworden, also tatsächlich unbezahlbar.
um noch mal auf "Spur G" zurückzukommen, die als solche ein Marketingprodukt der Firma Lehmann ist bzw. war: die ist geboren als Schmalspurbahn. Man hat zwar von Anfang an, wie das im H0-Bereich auch teilweise noch praktiziert wird, Meterspur und Dreiviertelmeterspur wild und lustig durcheinandergeworfen, aber die älteren Modelle sind samt und sonders Schmalspurfahrzeuge. Das heißt, "Straßenbahnradien" sind für das Vorbild gar nicht falsch. Daß auch diese Radien bei der Umsetzung ins Spielzeug noch mal eingedampft wurden (der 600mm-Radius gibt in 1:22,5 ungefähr 13,5m Vorbildradius, das bringt selbst Drehgestell-Straßenbahnen zum Kreischen), liegt auf der Hand. Von Playmobil, das auf der gleichen Spurweite fährt, gab es wohl noch mal kleinere Radien. Normalspurige Vorbilder auf der G-Bahn sind eine Entwicklung aus einer Zeit, als in H0 schon über Pufferbohlenhöhen diskutiert wurde und die volle Maßstäblichkeit zum Dogma erhoben. Witzig, nicht?
...könnte es sein das du mit den kleinen Radien PLAYTRAIN meinst? Da passten PM-Figuren rein, kam von Faller (Weiterentwicklung von Hit-Train) und, Überraschung, es passte wieder auf den Küchentisch. Ich glaube 32mm Spur + ca. 77cm Kreisdurchmesser damit sind wir wieder beim R1 .