die Inbetriebnahme meiner digitalen H0-Modulanlage nach der Sommerpause hat nicht funktioniert. Bei einem Modul tritt folgendes Phänomen auf: versorge ich das Modul mit Digitalstrom und messe die Spannung, so wird mir ca. 15.6-16.0 Volt angezeigt. Stelle ich irgendeine meiner Lokomotiven (alles Straßenbahnen) auf eines der Gleise, so "bricht" die Spannung auf 0 Volt zusammen. Nehme ich das Fahrzeug vom Gleis liegt dort wieder eine Spannung von 4-5 Volt an. Mehr wird dies auch nicht mehr. Erst wenn ich die Anlage einmal komplett vom Netz trenne und wieder mit Spannung versorge, dann habe ich wieder die 15.6-16.0 Volt Spannung und kann das oben beschriebene Verhalten zuverlässig reproduzieren.
Ich habe keine Ahnung, was da passiert. Hat vielleicht jemand eine Idee?
Folgendes habe ich bisher in Erfahrung bringen können: 1.) es ist tatsächlich ein Problem dieses einen Moduls (die anderen habe ich komplette abgetrennt bzw nicht aktiv aktiviert). 2.) das Phänomen tritt nur auf Gleisabschnitten auf, die nicht mit einem Rückmeldemodul überwacht werden (DR4088-CS). Dort bleibt die Spannung konstant erhalten, auch wenn ich eine Lok in den Abschnitt stelle. 3.) die Verkabelung scheint verbindungsmäßig ok, d.h. ich kann jeweils vom Einspeisepunkt bis zum Gleis mit Widerstand 0 durchmessen. Auch unter den jeweiligen Abschnitten scheint die Verkabelung ok (gleiches Messergebnis). 4.) die Kabelverbindungen bzw. Übergänge scheinen alle ok zu sein. Es handelt sich um Lüsterklemmen und die Kabel sitzen fest.
Weitere Infos zur Anlage a) Verkabelung: Hauptstromversorgung über eine NYM-Leitung, von dort weiter an die Gleisabschnitte mit normaler Litze (0.5mm2). Das Modul ist einen Meter lang, der längste Litzenabschnitt ca. 60 cm. b) es gibt keine weiteren Verbraucher in dem Modul wie Schaltdecoder etc.
Ich bin für jeden Hinweis bzw. Tip dankbar. Momentan fehlt mir jede Idee, um was für ein Problem es sich handeln könnte bzw. wo nach ich noch gucken könnte.
womit wird die Digitalspannung angezeigt? Abgesehen davon, wenn das Aufgleisen eines beliebigen Modells die Spannung komplett zusammenbrechen lässt, dann solltest Du in dem betreffenden Modul alle stromversorgenden Bauteile auf Funktionsfähigkeit, kalte Lötstellen und Wackelkontakte überprüfen. Da betreffende Modul würde ich im von Dir beschriebenen Zustand nicht in Betrieb nehmen.
3.) die Verkabelung scheint verbindungsmäßig ok, d.h. ich kann jeweils vom Einspeisepunkt bis zum Gleis mit Widerstand 0 durchmessen. Auch unter den jeweiligen Abschnitten scheint die Verkabelung ok (gleiches Messergebnis). 4.) die Kabelverbindungen bzw. Übergänge scheinen alle ok zu sein. Es handelt sich um Lüsterklemmen und die Kabel sitzen fest.
Vielen Dank und beste Grüße Jörn
Hi Jörn,
Zu 3. eine Messung im unbelasteten Zustand ist nicht aussagekräftig - das zeigt doch auch der auftretende Fehler.
Zu 4. in der Annahme, dass es sich um steckbare Lüsterklemmen handelt - diese sind wenig geeignet, sicheren Kontakt längerfristig herzustellen - das haben schon viele Modulbauer festgestellt. Sicherer sind z.B. „mate N Lock“ steckverbinder
Meine kleine Parkettbahn "Bärlin", neu: Gleisplan #024 mit BR 023, 80 und 218 . Dieser Beitrag endet hier. Sie können noch bis zum nächsten Beitrag mitlesen.
wie lang ist den deine NYM Leitung mit welchem Querschnitt?
Was für eine Stromquelle benutzt du denn?
Das messen des Digitalstroms erfordert ein gutes RMS fähiges Meßgerät oder ein Oszyloskope. Was hasst du den für ein Meßgerät?
mit freundlichem Gruß Jürgen
Hallo Jürgen,
die Leitung ist ca. 1m lang, Querschnitt weiß ich nicht genau, ist aber der Rest einer Aufputzleitung, die in der Werkstatt verlegt wurde, müsste eigentlich 1,5mm sein, falls ich das Produktschild aus der "großen Kiste" richtig zuordnen konnte.
Ich hab's mit zwei verschiedenen Stromquellen versucht: (1) Roco Multimaus und Verstärker (Roco 10764) => 15.5V- 16V (2) ausschließlich über die Digitalzentrale (DR5000) => 12.5-13.0V (3) gemischt: Abschnitte mit Rückmelder über die DR5000, der Rest mit dem Verstärker
Gemessen habe ich mit dem Pancontroll-PAN-33D (gab's mal bei Hornbach) in der 20 Volt~ - Einstellung.
die 1,5 mm² solten bei 1 Meter keinen Spannungsabfall produzieren.
Fahren die Strassenbahnen dort normal?
Spannend ist die Frage wieso es nur in den Bereichen ohne Rückmeldung zu einem Abfall kommt. Ist die Rückmeldung richtig angeschlossen.
Ist die Polung in den Rückmeldebereichen identisch zu dem Bereich der den Spannungsabfall hat? Ist die Stromversorgung zwischen Rückmeldebereichen und nicht Rückmeldebereichen durch unterschiedliche Spannungsquellen gespeist (Booster). In der Bedienungsanleitung steht da was davon, dass dann beide Schienen dann getrennt werden sollen.
eigentlich sind nicht Deine Zentralen die Stromquelle, sondern der jeweils angeschlossene Trafo. So, wie ich das bisher verstehe, testest Du derzeit nur separat das eine Modul mit unterschiedlichen Zentralen, der Effekt bleibt aber gleich? Die Multimaus-Booster-Kombi hat den Trafo als Netzstecker, ist die DR 5000 auch so aufgebaut? Du schreibst weiter oben, Du hast das gemischt getestet - aber hoffentlich nicht 2 Digitalzentralen am gleichen Gleis? Auch, wenn Du das gegeneinander isoliert hast, geht das beim Überfahren der Trennstelle schief... Der Effekt tritt also nur auf diesem Modul, gleich mit welcher Zentrale auf? Ich würde alle anderen Komponenten auf dem Modul vom Fahrstrom trennen und nur die Gleise darauf anschließen und testen. Was die Messung angeht - ja, so ein einfaches Messgerät ist nicht für präzise Messung des Digitalsignals geeignet, aber für eine Tendenz allemal ausreichend, und der Spannungseinbruch ist bei Dir ja deutlich.
Bis denn Michael
Fremo:87, Bahnhof im Bau: Nordhalben 98.801 für Nordhalben im Bau: 98.801
auf den über die Rückmelder laufenden Abschnitten ist problemloses Fahren möglich.
Das komplette System hat drei Jahren lang problemlos funktioniert. Bei der Inbetriebnahme habe ich gemerkt, dass der Weichendecoder keine Spannung mehr erhielt, nachdem zum ersten Mal ein Fahrzeug komplett im Modulstand. Dann habe ich wie beschrieben versucht, das Problem einzugrenzen.
Ja, die Polung ist überall identisch. Ich verwende nur eine einzige Spannungsquelle, entweder den Trafo der Multimaus oder den Trafo der Digitalzentrale.
Ich baue das Modul mal aus und prüfe, ohne kopfüber unter der Anlage liegen zu müssen...
Danke und viele Grüße Jörn
Zitat Hallo Jörn,
die 1,5 mm² solten bei 1 Meter keinen Spannungsabfall produzieren.
Fahren die Strassenbahnen dort normal?
Spannend ist die Frage wieso es nur in den Bereichen ohne Rückmeldung zu einem Abfall kommt. Ist die Rückmeldung richtig angeschlossen.
Ist die Polung in den Rückmeldebereichen identisch zu dem Bereich der den Spannungsabfall hat? Ist die Stromversorgung zwischen Rückmeldebereichen und nicht Rückmeldebereichen durch unterschiedliche Spannungsquellen gespeist (Booster). In der Bedienungsanleitung steht da was davon, dass dann beide Schienen dann getrennt werden sollen.
eigentlich sind nicht Deine Zentralen die Stromquelle, sondern der jeweils angeschlossene Trafo. [/quote] stimmt!
Zitat So, wie ich das bisher verstehe, testest Du derzeit nur separat das eine Modul mit unterschiedlichen Zentralen, der Effekt bleibt aber gleich?
ja
Zitat Die Multimaus-Booster-Kombi hat den Trafo als Netzstecker, ist die DR 5000 auch so aufgebaut?
ja
Zitat Du schreibst weiter oben, Du hast das gemischt getestet - aber hoffentlich nicht 2 Digitalzentralen am gleichen Gleis? Auch, wenn Du das gegeneinander isoliert hast, geht das beim Überfahren der Trennstelle schief...
nee, den gemischten Betrieb habe ich nur zum Messen aufgebaut gehabt
Zitat Der Effekt tritt also nur auf diesem Modul, gleich mit welcher Zentrale auf? Ich würde alle anderen Komponenten auf dem Modul vom Fahrstrom trennen und nur die Gleise darauf anschließen und testen.
Ja es betrifft nur das eine Modul. Alle anderen habe ich komplett abgeschaltet und abgetrennt. auf den übrigen Modulen funktioniert alles einwandfrei, auch mit eher "kritischer Infrastruktur" wie Kehrschleifenmodulen ohne Kurzschluss etc. Wenn ich das defekte Modul an die anderen anschliesse und mit einer Lok komplett in das defekte Modul einfahren, dann haben die nicht über die Rückmelder laufenden abschnitte auf den "heilen" Modulen aber auch keine Spannung mehr (und bekommen nach Entfernung der Lok auf keine volle Spannung mehr, sondern nur noc max. 5-6 Volt). Auf den defekten Modul war noch ein Roco-Schaltdecoder am DIgitalstromkreis angeschlossen. Diesen habe ich von der Stromversorgung getrennt, da ich vermutet habe, dass möglicherweise in einem der Weichenantriebe das Problem seine Ursache hat (ich verwende die einfachen Antriebe von Conrad). Hat aber nichts bewirkt.
Ich vermute irgendeine Art kalte Lötstelle oder "wankelnde Verbindung" oder "durchgescheuerte Isolierung". Die Anlage steht auf dem Dachboden und nun habe ich Fred, unsere "Hausmaus" im Verdacht, die gerne im Winter ins Warme kommt und möglicherweise etwas angenagt oder etwas hinterlassen hat.
Zitat Was die Messung angeht - ja, so ein einfaches Messgerät ist nicht für präzise Messung des Digitalsignals geeignet, aber für eine Tendenz allemal ausreichend, und der Spannungseinbruch ist bei Dir ja deutlich.
danke für den Tip. Ich wußte gar nicht, dass es zu den Wago-Klemmen noch "Zubehör" gibt. Tatsächlich werde ich vor weiteren Ausbauten nun erst einmal die teilweise etwas bedenklichen Stromversorgungsleitungen sanieren.